einer schwer zu lösenden Aufaabe. Vor allem wird neben der Spielstarke der Gastgeber der kleine Platz den Mto.ern viel zu schaffen machen. Auf derartigen Plätzen entscheidet nicht immer das spielerische Können, sondern mehr die Kampfkraft und der harte Körpereinsatz. Der Mtv. tritt zu diesem Spiel in seiner bewährten Aufstellung an, in der alle Mannschaftsteile gut besetzt sind, und in der vor allem der Sturm in den Pokalspielen gezeigt hat, daß er neben gewaltiger Wurfkraft (60 Tore in fünf Spielen!) noch über das nötige technische Rüstzeug verfügt. Die Mannschaft der Holzheimer ist stark und schnell, besonders auf heimischem Boden immer gefährlich. Wer gewinnt, ist fraglich. Jedoch räumt man den Gießenern eine Chance ein, da die Mannschaft bisher als einzige Mannschaft im Kreis ungeschlagen dasteht. Daß es ein ritterliches Spiel wird, dafür bieten beide Manfchaften die beste Gewähr.
Sune Sportnotizen.
Deutsche Schiläufer werden auch in diesem Jahre wieder an den wichtigsten italienischen Wintersportveranstaltungen teilnehmen. Das gilt besonders für die Wettbewerbe in Sestriöre und in Cortina d'Ampezzo.
Die Deutschlandriege der Turner soll am 25. Februar in Essen ihr großes Können zeigen.
weißen Polarfalken zu studieren und womöglich einige dieser seltenen nur in Grönland heimischen Tiere mitzubrmgen, um sie an unser mitteleuropäisches Klima zu gewöhnen. Herdemerten ist alter Grönlandforscher. Er war schon mit Wegener in der Eis- und Schneewelt Grönlands und hat sich bei Len Eskimos viele Freund« erworben. So ist sein Buch über seine letzte Reise nicht ein trockener wissenschaftlicher Bericht, sondern es vermittelt starke Eindrücke vom Leben und Treiben in der Arktis. Ein besonderes Glanzstück sind die herrlichen farbigen Bilder. Wir wissen nicht, ob jemals vorher die arktische Landschaft in ihrer reichen Skala von Kobaltblau und Smaragdgrün bis zu schimmerndem Weiß in auch nach den Motiven mit großem künstlerischen Verständnis ausgesuchten Bildern so vollendet wiedergegeben wurde. F. W. Lange.
— Krieg unter Wasser. Der Opfertod der Fünftausend. Don Kapitänleutnant a. D. Hermann A. K. Jung. (Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg.) Gebd. 4,80 RM. — (319) — Die deutschen
BÜCH ER bei Holderer
GEGENÜBER DEM GLORIA-PALAST
eihnachtsbaum.
Polen zur Zeit des Weltkrieges, in die Zeit der schmachvollen Novemberrevolte in Deutschland, in eine Gemeinschaft von Soldaten, bei der die guten alten Tugenden des deutschen Soldatentums trotz Revolte in der Heimat noch voll und bis zuletzt in Geltung find. Um diese kleine Reiterschar und ihr Erleben in Polen und auf der Rückkehr in die Heimat ist die Handlung des Romans gespannt. Allen SoDaten, alten und jungen, bringt dieses Buch Stunden reinster Freude, den deutschen Reitern des Großen Krieges aber fetzt es ein würdiges dichterisches Denkmal. Dem Buch gilt unsere beste Empfehlung.
Ernst Blumschein.
— Eduard Lachmann: Der Schimmel des Krieas freiwilligen und andere Pferdegeschichten. Societäts-Verlag, Frankfurt a. M., Preis in Leinen gebunden 4,80 RM. — (393) — Aus diesem heiter^besinnlichen Erinnerungsbuch eines Darmstädter Leib-Dragoners haben wir vor einigen Wochen einen längeren Vorabdruck in den Familienblättsrn gebracht. Jetzt liegt das Buch selbst vor und es bestätigt den Eindruck, daß es aus echtem, gutem Reitergeist entstanden ist. Mit einer fast treuherzigen Sachlichkeit und einer besonderen Art trockenen Humors werden die wechselvollen Schicksale eines Freiwilligen und seiner Pferde im Großen Kriege vom Ausritt nach Flandern bis zum Wiedereinzug neuen frisch-ftöhlichen Reiterlebens in dis alte Garnisonstadt geschildert. Es war nicht alles eitel Lust, das Dasein eines Kavalleristen im modernen Krieg, zumal wenn er den Sattel mit dem Schützengraben und die Lanze mit dem Maschinengewehr vertauschen mußte. Aber der echte Reitersmann hat auch dazu gute Miene gemacht und sich wieder auf die Zeit gefreut, wo er auf edlem Pferde durch die Ebene des Ostens trabeg durfte. Diese Pferdegeschichten sind eine köstliche Erinnerung und werden jedem Soldaten Freude machen. F. W. Lange.
— Kurt He rdeme rte n : Jakunguaq, das Grönlandbuch der Hermann-Göring-Stiftung. Verlag Georg Westermann, Braunschweig. Mit 17 farbigen und 43 einfarbigen Abbildungen auf Tafeln nach Aufnahmen des Verfassers und 29 Tafeln und Zeichnungen im Text. Preis in Leinen gebunden 6,80 RM. — (388) — Die Aufgaben der Grönland-Expedition Herdemertens, über die in diesem Buch berichtet wird, waren vor allem vvgel- kundlicher Art. Es galt, die Lebensbedingungen des
U-Boote stehen jetzt wieder im Vordergrund des Interesses der ganzen Welt. In dieser Zeit ist ein Buch besonders begrüßenswert, das wie dieses unseren U-Booten des Weltkrieges als den verdienstvollen Vorläufern der heutigen Waffe ein gebührendes Stück der Aufmerksamkeit unseres Volkes zuwenden will. Kapitänleutnant Jung war während des Weltkrieges U-Boot-Kommandant. Aus seinem eigenen Erleben und auf Grund seiner genauen Kenntnis der Vorgänge um den deutschen U-Boot- Krieg der Weltkriegsjahre gibt er in seinem Buche eine außerordentlich aufschlußreiche Gesamtdarstellung des U-Boot-Krieges 1914—18, die u. W. die erste zusammenfassende Schilderung dieses Kampfabschnittes ist. Dabei berichtet er nicht etwa in trockener, aktenmäßiger Darstellung, sondern er schreibt in überaus fesselnder und darum von Anfang bis Ende höchst spannungsvoller Erzählersorm. Obwohl sich das Buch wie ein moderner Abenteuerroman liest, hat es doch alle Zuverlässigkeit und Tatsachentreue der deutschen Kriegsgeschichtsschrei' bung als weiteren wertvollen Vorteil aufzuweisen. Das Buch bedeutet ein würdiges Denkmal für die 5000 vor dem Feinde gefallenen deutschen U-Boot- Kämpfer, zugleich bringt es einen aufschlußreichen Abriß der Entwicklung dieser Waffe vom Kriegsausbruch 1914 bis zum Kriegsende 1918. Unsere deutsche Seekriegsgeschichtsschreibung des Weltkrieges erfährt durch dieses Buch eine wertvolle Bereicherung, die zugleich ein prächtiges Stück populären Kriegsschrifttums ist. Möchte das Buch viele Leser, besonders auch bei unserer Jugend finden.
Ernst Blumschein.
— HeinzKindermann: Du stehst in großer Schar. Junge deutsche Dichtung aus Warthe- und Weichselland. 80 S. Verlag Ferdinand Hirt, Breslau. Kart, 1,— RM. Die von Universitätsprosessor Dr. Kindermann herausgegebene kleine Anthologie gibt einen eindrucksvollen Querschnitt durch das lyrische Schaffen dichtender Deutscher im Lebensraum des Weichsellandes bis nach Galizien und zu den Beskiden. Es ist das durch den Sieg über Polen befreite Gebiet, und die nahezu 20 Dichter und Dichterinnen waren die Rufer und Mahner während der Unterdrückungsjahre wie ihre Gesänge von Heimweh und Opfer, Arbett und Kampf bezeugen. Sie kommen aus einem glühenden Herzen und sind auch in einfacher schlichter Sprache von oft hinreißendem Schwung. Es finh die jüngsten Stimmen in dem großen Chor aller derjenigen, die sich heute opfervoller denn je zu ihrem Vaterland, zum großen Deutschen Reich bekennen. Peter Bauer.
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NH" ©trafr: verbringt feinen 80. Geburtstag geh-n. Der SuMar, ber fid> noch guter Gesundheit und aller geifhgen Frische erfreut, war lange Jahre Kammerdiener bet dem Grasen Oriola-Budesheim Mr beglückwünschen den alten Herrn zum Geburtstag und wünschen einen weiteren schönen Lebens- abend.
,»ln9Ür2fu"M‘«bai8 Jahre alt. 2Im morgigen Sonntag, 17. Dezember, kann ber Dienst- mann Philipp B sum Bruchstraße 3 wohnhaft, n voller Gesundheit und Frische [einen 75. Geburtstag begehen Der Jubilar versieht seinen Dienst, den er ($on feit °>elen Jahren ausiibt, auch heute noch unnngetorantt Seit rund 45 Jahren zählt er auch SU den treuen Beziehern des „Gießener Anzeigers" Dem Jubilar bringen wir zu feinem morgigen Geburtstag unseren herzlichen Glückwunsch bar , "^^E>zig Jahre alt. Am heutigen Sams, lag, 18. Dezember, kann un er Mitbürger Ludwig Luh, Wetzlarer Weg 55, seinen 70.'®ebuÄ feiern. Seit über 40 Jahren gehört er zum Befer, (reis bes „Gießener Anzeigers". Wir beglück- wünschen den Jubilar herzlich zum Geburtstag
» Berke hrs, und er. Die Polizei schritt in ber Zeit vom 1. bis 7. Dezember ein: Gegen Kraft- sahrzeugsührer mit 4 Anzeigen unb 1 gebühren- M-Mg-n Verwarnung: gegen sonstige Fahrzeug, fuhren mit 5 gebührenpflichtigen Derwarnungen- gegen Radfahrer mit 41 gebührenpflichtigen Ver- Warnungen.
Strafkammer Gießen.
(Frid> Piotrowski in Hopfgarten war ange= vagt, am 4. September d. I. in Hopfgarten dem Schäfer Schn, mit einem Taschenmesser mehrere Stiche beigebracht zu haben, an deren Folgen Schn, alsbald verstorben ist.
Der Angeklagte war im wesentlichen geständig, er will aber in Notwehr gehandelt haben. Ein Tat- zeuge war nicht zugegen.
Der Anklagevertreter beantragte eine Zuchchaus- strafe von acht Jahren und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren.
Der Verteidiger vertrat die Ansicht, daß der Angeklagte in Notwehr gehandelt habe und beantragte seine Freisprechung.
Der Angeklagte wurde des Verbrechens des Tot- schlags schuldig erkannt und zu einer Zuchthausstrafe von sieben Jahren, abzüglich drei Monate Untersuchungshaft, verurteilt.
Gondergericht in Alsfeld.
Das Darmstädter Sondergericht hatte in Alsfeld gegen den Albert Schmidt von Alsfeld verhandelt Der Angeklagte war eines versuchten und einer vollendeten Notzuchtstat beschuldigt. Das Sondergericht verkündete am gestrigen Freitag in Gießen folgendes Urteil:
Der Angeklagte ist des Verbrechens gegen § 2 der Verordnung gegen Volksschädlinge in zwei Fällen schuldig und wird in dem einen Falle zum Tode und in dem andern Falle zu 10 Jahren Zuchthaus oerurteilt. Dem Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt und seine Entmannung (letztere für den Fall der Begnadigung) angeordnet.
Der Angeklagte ist trotz seiner Jugend einschlägig vorbestraft und steht in sittlicher Beziehung in einem schlechten Ruf. Die zur Verhandlung stehenden strafbaren Handlungen hat er unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen.
G. A.-Sport.
Fußball-Mristerschaft«kcimp-«beginnen
, 1900 — Burgsolms.
Nach einiger Verzögerung, die der Erledigung der letzten Formalitäten diente, beginnen nunmehr im Sportkreis Gießen die Spiele um die Kriegsmeister- schast. Die Blauweißen, die zu Beginn sich auf eigenem Platze vorstellen, empfangen Den VC. 1920 Burgsolms, lieber die Gäste ist man auch schon einigermaßen unterrichtet. Denn es ist wohl noch bekannt, daß sich die Burgsolmser bei den im Sommer abgewickelten Aufstiegspielen, oben dem Reichs- bahn-Spv. Dillenburg, die Zugehörigkeit zur Be- zirksklasse erkämpft haben. Für die Blauweißen ist die Aufgabe wohl nicht als unlösbar zu bezeichnen. Wie man aber hört, hat Burgsolms noch so ziemlich den alten Stamm zusammen. Bei den Platzbesitzern ist dies zwar nicht der Fall. Im Gegenteil, ber Rest der verbliebenen aktiven Spieler ist mit Jugendlichen vermischt. Mit welchem Erfolge, das haben die Rundenspiele gezeigt. Wenn auch nicht überragend, dann aber doch so, daß man mit dem Ab schneiden zufrieden sein konnte. Bei der morgigen Aufstellung kann man sogar noch eine Verbesserung verzeichnen, denn mit Balz, seither Wacker 04 Berlin, hat der Sturm eine wesentliche Verstärkung erfahren. Die Aufstellung lautet: Dinges, Schneider, Goß, Carstens, Jäger, Hain, Bonarius, Balz, Koch, Pechauschek, Heuser.
1900 1. Jgd. — Watzenborn-Steinberg 1. 3gb.
Morgen fährt die 1. Jugend der Blauweißen zu einem Freundschaftsspiel nach Watzenborn-Steinberg. „Teutonia" gilt als eine sehr starke Mannschaft. Dies bestätigen die beiden Spiele, die gegen den Lokalgegner ausgetragen wurden. Bei 1900 wird wieder der Mittelstürmer Kraft II. Mitwirken, her der Mannschaft eine sehr gute Stütze ist. Nach normalen Spielverlauf sollte man den 1900ern eine Gewinnchance einräumen.
2. Igd. 1900 — In. Londorf 1. 3gb.
Die Jüngsten vom Trieb fahren ebenfalls nach auswärts. Ihr Gegner ist der Tv. Londorf. In dem voriährigsn Verbandsspiel verloren die hiesigen das Spiel Nun gilt es, diese Niederlage wettzumachen.
Volksgemeinschaft ist Gchicksalsgememfchaft.
Aus der Tätigkeit freiwilliger Helferinnen der NSV.
Mtt freudiger Bereitschaft und schlichter Selbst. Verständlichkeit haben Tausende deutscher Frauen mit Beginn des Krieges überall dort chre Hilfe zur Verfügung gestellt, wo frauliches Verstehen und Einfühlen, umsichtiges Wirken und tatkräftiger Emfatz nötig sind. Nicht immer kann die hilfsbe- 2Mrau ein besonderes „Amt" übernehmen, denn Pflichten für Haus und Familie oder Grenzen des Alters legen gewisse Einschränkungen auf. Und doch möchte keine abseits stehen, möchte sich jede mit emrechen in die starke Front der Heimat.
Gerade für die vielseitige Arbeit in der NS.- Volkswohlfahrt, die durch die besonderen Aufgaben des Krieges noch umfassender geworden ist, wird die Mithilfe der Frau in dieser Zeit höchsten nationalen Einsatzes dringend gebraucht, und wenn der Aufruf erging „Freiwillige vor", so blieb er nicht ungehört. Die unzähligen Meldungen oder Anfra- gen bei den Dienststellen der NS.-Frauenschaft- Deutsches Frauenwerk, die in organisatorischer Zu- sammenarbett mit der NSV. den Einsatz der ehrenamtlichen Helferinnen regelt, sind Beweis dafür. So unendlich vielseitig und kaum zu überblicken das Arbeitsgebiet auch sein mag, alle Rädchen im gewaltigen Werk nationalsozialistischer Wohlfahrtsarbeit greifen ineinander über. Wir brauchen nur hineinzublicken in das Geschehen dieser läge, um an zahllosen Anspielen zu erkennen, wie das Schick- sal des einen Menschen zum Erleben des Anderen wird. Die kleinen Augenblicksbilder des Alltags geben Kunde davon.
In einer Familie ist der Mann zum Heeresdienst einberufen, und seine Frau muß nun feine beruflichen Aufgaben übernehmen. Wer aber sorgt während ihrer AbwOisenheit für die Kinder? Die Block- walterin der NSV. weiß Rat. Sie unterhält sich darüber mit den Bewohnern des Hauses und der
näheren Nachbarschaft und nach Rücksprache mit den zuständigen Dienststellen der NSV. und NS.- Fvauenschaft ist bald Klarheit geschaffen. Das kleinste Kind, ein Säugling, kommt in die sorgende Obhut einer älteren Witwe. Diese freiwillige Helferin ist über die Fragen neuzeitlicher Säuglings- pflege und Kindererziehung unterrichtet, denn sie hat bereits an einem der Kurz kur se des Mütter- dienstes teilgenommen und kann nun gewissenhaft chre Pflicht erfüllen. Die beiden älteren Buben sind gut aufgehoben in einer Kindertagesstätte der NSV., deren geschulte Leiterinnen mehr denn je auf die Mithilfe der Frauen aus der NS.-Frauenschast und der tatkräftigen Mädel aus dem BüM. angewiesen ^d. Eine pensionierte Lehrerin sorgt tagsüber für
5 schulpflichtige Töchterchen, bereitet ihm die Mahlzeiten und beaufsichtigt die Schularbeiten. Die Mutter kann unbekümmert neuen Pflichten nachgehen, die das Vaterland jetzt von chr fordert.
Die besondere Fürsorge, die materielle Unter- stützung und seelische Betreuung einschließt, gilt natürlich der werdenden Mutter, deren Ernährer im Felde steht. Da ist z. B. eine junge Frau, der noch manches fehlt zur Bekleidung des kommenden kleinen Erdenbürgers. Die ehrenamtlich eingesetzten geschulten Frauen in den Hilfsstellen „Mutter und Kind" wissen in herzlichem Verstehen Rat. In den Nähstuben des Deutschen Frauenwerkes i>st manche erfahrene Mutter, die belehrende Anweisungen gibt und Nadel und Faden zu handhaben weiß. Dabei bleibt die sorgende Liebe, die Mutter und Kind umgibt, nicht auf den Augenblick beschränkt, die kleine Hilfeleistung, das mitfühlende Wort zur rechten Zeit schlingen häufig Bande herzlicher Freundschaft. Das hat sich ganz besonders in der Arbeit des NSV.- Bahnhofsdienstes gezeigt, der heute Aufgaben nie gekannten Ausmaßes zu lösen hat, die ohne den unermüdlichen Einsatz ehrenamllicher Helferinnen
zur Unterstützung der dort tätigen Dolkspflegsrinnen und Schwestern gar nicht zu bewältigen wäre. Schicksalsbilder mannigfaltiger Art haben süd bei der Ankunft und Durchfahrt der Züge abgespielt. Die Dienstbücher, in denen über die Tätigkeit des NSV.-Bahnhofsdienstes laufend Protokoll geführt wird, geben davon Kunde. Die blaffe Frau, die mit Schmerzen aus dem Zug in die Klinik überführt wurde und inzwischen einem Kinde das Leben geschenkt hat, weiß, daß der Besuch chrer hilfsbereiten Geleiterin am Wochenbett nicht der einzige bleiben wird. Der verwundete Soldat, der sicher gestützt wurde und von geschäftigen Händen einen Er-
Finanz-,Lohn-, Gehalts-, Betriebs-, Lager-Buchhaltung für Ha d- u. Maschinen-Durchschrift
BezlrksstPlIe Wetzlar, Naubomer»tr.14B, Ruf 1344 srischungstrunk entgegennahm, wartet im Lazarett mit freudiger Spannung auf die persönliche Anteilnahme feiner Helferinnen an den Fortschritten feiner Genesung. Der Gruß der scheidenden Flüchtlinge, die in ihre Heimat im Osten zurückkehrten, klang nie aus in einem gleichgültigen .Lebewohl", sondern im frohen „Auf Wiedersehen", und mancher Brief festigt die Bande gegenseitigen Verstehens.
Immer weiter ließen sich die Beispiele fortsetzen, denn unerschöpflich sind die Möglichkeiten, an rechter Stelle zu helfen und zu wirken. Bei der Gemeinschaftsverpflegung im Lebensmittelhandel zur Unterstützung alleinstehender Frauen und überlasteter Verkäuferinnen, bei der Betreuung der Familien der geräumten Gebiete, überall werden unzählige helfende Hände gebraucht. Wohin wir auch blicken mögen, der freiwillige Ehrendienst unserer Frauen in Stadt und Land beweist, was es heißt: „Volksgemeinschaft ist Schicksalsgemeinschaft!"
Ehringshausen I — VfV. Reichsbahn I.
Der VfB.-Reichsbahn fährt am morgigen Sonntag nach Ehringshausen zum ersten Punktespiel. Die Leute aus Ehringshausen sind nicht unbekannt, denn im Vorjahre kreuzten beide Mannschaften wiederholt die Klingen. Die Gastgeber stellen eine schnelle, wuchtige Mannschaft, die vor allem mit Eifer bei der Sache ist. Ob sie komplett antreten werden, ist hier nicht bekannt, auf jeden Fall sind sie nicht zu unterschätzen. Die Grün-Weißen, die am Sonntag ein schwaches Spiel lieferten, können mehr; sie muffen sich voll einsetzen, damit die ersten Punkte in Gießen bleiben. Wir hoffen, daß es der Elf gelingen wird, die Gegner zu bezwingen und rechnen mit einem svannenden Spiel.
Die Grün-Weißen treten mit folgender Mannschaft an: Heeg; Fleischmann, Schlitz II.; Bruck, Leut- Heuser III., Kraft; Berghöfer, Solowski, Köppers, Pantalon, Fröhlich.
Handball im Männer-Turnverein.
2Ntv. I spielt in Holzheim.
Am morgigen Sonntag werden die Spiele der Gauklasse ihren Anfang nehmen. Der Männerturn- oerein trifft gleich zu Beginn der Runde auf einen starken Gegner und steht trotz feiner sich augenblicklich in gutem Schwung befindlichen Mannschaft vor
Bücher unter dem
— Ewiges Deutschland. Ein deutsches Hausbuch. Jahresbanü 1940. Herausgegeben vorn Winterhistswerk des deutschen Volkes. 352 Seiten mit vielen Holz- und Linolschnitten. Ganzleinen 3,— RM. Verlag Georg Westermann, Braunschweig. — (389) — Es war eine glückliche Idee, das Hausbuch „Ewiges Deutschland", das vom Winterhilfswerk des deutschen Volkes herausge- geben, nun zum zweiten Male erscheint, in die Form eines immerwährenden Kalenders zu kleiden. So wird vor allem einmal das Jahr lebendig, mit Anstieg, schwebender Höhe, Abstieg und Tod. Das freilich wäre für ein solches Buch zu wenig. Es will ja mehr, und es erreicht es auch. Ja, es spiegelt sich in diesem Hausbuch wohl so etwas wie ein „Ewiges Deutschland". Die deutsche Geschichte, glückhaft und unqlückhaft im Wandel der Jahrhunderte, schlägt die Augen auf, die starken Geister, die sie schufen, sprechen zu uns: Soldaten, Politiker, Denker. Die deutschen Stämme reden zu uns nach ihrer Art und Sprache, und über all dem Bunten deutscher Fülle, deutscher Kraft und deutschen Versagens begreifen mir, daß all dies deutsche Geschehen nur ein ungeheurer Umweg war, bin zu dem Manne, der nun das deutsche Schicksal in feiner begnadeten Hand hält, es zu lösen aus einem jahrhundertealten Leid. Das ist der Sinn dieses Buches, daß es uns Deutschen wieder einen Begriff gibt von der Herrlichkeit und Größe dessen, was unsere Besten als Traum davon im Herzen trugen. Das Deutsche in der Welt ist fühlbar gemacht in diesem Buche. Ein solches Buch, an das gesamte Deutschtum sich wendend, will stärken, tröffen, indem es zeigt, wie stark wir sind, wenn wir nur wollen. Es möge denn hinausgehen ins deutsche Volk, zum deutschen Soldaten an jeglicher Front, zur deutschen Frau und Mittler. Sie alle sollen daraus erkennen das ewige Deutschland.
— D i e Letzten von Jnsk. Ein Reiterroman von Hans Pflug-Franken. (Zentralverlaa der NSDAP., Franz Eher Nachf., München.- Preis gebunden 3,75 RM. — (337) — Der Autor widmet diesen fesselnden Roman den letzten Reitern des Großen Krieges. Man darf ihn aber auch als ein wertvolles Geschenk für das ganze deutsche Volk bezeichnen. Denn hier schreibt ein Mann, der durch und durch Soldat ist und darum bei unserer jetzt wieder soldatisch denkenden Nation mit dieser Erzählung aus dem Soldatenleben von Ende 1918 starke Sympathien aus- lost. Der Roman führt den Leser in das östliche
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