Ur.295 Erste? Matt
189. Jahrgang
Samstag, 16./§omltag,17. Dezember 1939
Gießener Anzeiger
acht.
*
Zum Llchsieg der deutschen Merschmitt-Mschmen
Unser Bild zeigt eine Messerschmitt-Maschine Me 109 im Fluge. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
10
der Heul- leben und Irma und en Abzug ert
ir in btr er, btt
B erlitt, 15. Dez. (D31B.) Das 0 b e r f o tn - manbober Wehrmacht gibt bekannt:
(Ein einzelnes britisches Bombenflugzeug, bas gestern ben Fliegerhorst Borkum ohne Bomben zu werfen anflog, würbe burch unsere Flugabwehr vertrieben. Zwei weitere britische Kampfflugzeuge versuchten, bie Insel Sylt auzugreifen. Vier abgeworfene Bomben fielen außerhalb ber Insel ins Bleer.
Größeren Umfang nahm in ben Nachmittags- stunden ein Luftkampf an, bet sich aus bem Angriff britischer Kampfflugzeuge im Gebiet der
o st friesischen Inseln entwickelte. Deutsche Jäger schossen von ben 20 Angreifern zehn ab. Lin beutsches Flugzeug mußte auf See niebergehen.
Im Westen keine besonberen Ereignisse.
Zwei britische Flugzeuge bei der
Rückkehr der „Bremen" abgeschoffen.
Berlin, 15. Dez. (DNB.) Als der Lloyddampfer „Bremen" glücklich in seinem Heimathafen einlief, versuchten britische Flugzeuge in die Deutsche Bucht einzufliegen, wurden aber durch die Erdabwehr von den Nordseeinseln abgewiesen, so daß sie unverrichteter Dinge wieder zurückfliegen mußten. Wie sich jetzt durch die inzwischen getroffenen Feststellungen ergibt, sind bei den Anflügen zwei englische Flugzeuge abgeschossen worden.
gewesen ist. Er war verschiedentlich auch in höheren Stäben, u. a. im damaligen Reichskriegsministerium, kommandiert. Bor Antritt seines jetzigen Kommandos (im Oktober 1938) war er Erster Admiralstabsoffizier des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkräfte und Erster Admiralstabsoffizier beim Flottenkommando.
Die Luftkämpfe über den friesischen Inseln, britische Kampfflugzeuge abgeschossen.
e wartelr. TH )»' i Fensta, >r die W knarrend
40pi
I yofe W , kleme TA 25"
geboren. Er verbrachte seine Jugend- und Schulzeit am Niederrhein, vornehmlich in Düsseldorf. 1912 trat Langsdorfs als Seekadett in die ehemalige Kaiserliche Marine ein. Während des Weltkrieges fand Langsdorfs, der im März 1915 zum Leutnant zur See befördert worden war, ausschließlich bei I Bordkommandos Verwendung. So nahm er z. B. im > Verband des damaligen I. Geschwaders auf' dem! Linienschiff „Großer Kurfürst" an der Skagerrak-! schlacht teil. Die letzten beiden Jahre des Weltkrieges war der jetzige Spee-Kommandant in Torpedoboot-1 und Minensuchflottillen als Kommandant tätig. In: dieser Eigenschaft hat er auch noch nach dem Weltkrieg in der III. Torpedobootshalbflottille Dienst getan, deren Halbflottillenchef er von 1929 bis 1931
Die Genfer Abstimmung.
Nur eine kleine Mehrheit für den Ausschluß Rußlands.
Brüssel, 15. Dez. (Europapreß.) Recht aufschlußreichen Einblick in das Verhältnis der Stim- men bei der Genfer Abstimmung über den Ausschluß Sowjetrußlands aus der Genfer Liga geben die französischen Blätter. Sie berichten, daß der Ausschluß nur durch eine kleine Mehrheit in Kraft getreten sei. Griechenland, China, Finnland und Jugoslawien hätten sich d^r Stimme enthalten, während Peru, Iran und die Sowjetunion gar nicht vertreten gewesen seien. Auch die Schweiz und die skandinavischen sowie die baltischen Länder hätten sich der Stimme enthalten. Auch Bulgarien habe seine Stimme nicht für den Beschluß abgegeben. Für die Haltung Rumäniens ist bezeichnend die Erklärung des Bukarester Blattes „Curentul". Danach sind die Stimmenthaltungsentschlüsse von Jugoslawien und Griechenland, die beide die Interessen der Balkanstaaten im Genfer Rat vertreten, mit Zustimmung der übrigen Balkan st aaten gefaßt worden.
Staatssekretär Hul über das Seegefecht.
Washington, 15. Dez. (DNB.) Staatsfeire- H u l l wurde aus der Pressekonferenz gefragt, das Seegefecht bei Montevideo eine Der- ^ung der panamerikanischen sicher- hs t s z o n e darstelle. Er antwortete, daß Hm
DeuWe Rückwanderung.
Eine der wertvollsten positiven Erkenntnisse des Weltkrieges war die der volksdeutschen Siedlung im ganzen weiten Raum des europäischen Ostens. Ueberall, wohin deutsche Truppen auf ihrem Siegeszug nach Osten oordrangen, ins Baltenland, nach Litauen, über den Narew, tief nach Kongreßpolen hinein, stießen sie auf deutsche Landsleute, die hier als Großgrundbesitzer, Pfarrer und Gelehrte, Industrielle, Kaufleute und Handwerker oft schon seit Jahrhunderten ansässig waren. Die größte Ueber- raschuna war es aber für die meisten deutschen Soldaten, sogar noch viel weiter nach Osten hin auf ihrem Vormarsch durch Ostgalizien und Wolhynien in schmucken, sauberen Dörfern in der Sprache der deutschen Heimat, oft noch dialektgefärbt mit schwäbischem oder pfälzischem Idiom, begrüßt zu werden. Es waren die geschlossenen deutschen Bauernsiedlungen, die über das ganze Land verstreut lagen und sich in polnisch-ukrainischer Umgebung i >re
J- Scho» 'Iche jun.
iur W ar kW 5 heitfei
zur N pn M innte. t nicht«'
iten, dis entiiiieM ntfN' ilgen- « hi etj*
; fcs |M di!
»
*
‘'M
S«.
$in.
mehren io dah er Sranttn- imiitlun. bei bem Witte, r Staats* keungts* jährlicher wird unb Anbruch- lung oer* ?ch hatte, tayen in1 inb rächen I der Der-1| 6imbru<* j
। baren Nahe ber britischen Küste bis in bie ent- ■ ferntesten Winkel bes Atlantik hinein.
Wien. An Borb bes „Admiral Graf Spee“ würben, wie n Sams- 'El Pueblo" auf Grunb von britischen Mtteilungen ichreibt. eine wahre Kamerabschaft zwischen der Besatzung bes Panzerschiffs unb ben Besatzungen ber von ihm aufgebrachten Dampfer gepflegt. Die beutsche Kriegsmarine, so betont bas Blatt, hat
i*
di,
*ben. (t, Tuffe
«Seit
nnuetaj5
"enstvrr. .^.örgtr* °eit, um.
5OOOO Tonnen wurden vom Panzerschiff „Admiral Graf Gpee" versenkt.
Die britischen Kapitäne über die ritterliche Behandlung an Bord des Lobes voll
Annahme von Anzeigen für Die Mittagsnummer bis8* ,,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm hohe für Anzeigen
von 22 mm Breite 7 Rpf. für Textanzeigen
von 70 mm Breite 50 Rpf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B
Platzvorschrist nach vorheriger Vereinbarung 25 °/o mehr.
Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen
unb behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Rpf.
Sprache, ihren Glauben und ihr deutsches Volkstum , ! bewahrt hatten Nur wenige waren in die Städte tobgewandert, d'e meisten waren der bäuerlichen j | Scholle erhalten geblieben zum Unterschied von dem I Deutschtum im Baltenland und in Kongreßpolen, das in seiner Mehrheit das geistige und gewerbliche Leben der Städte befruchtet hat. Die Geschichte dieser deutschen Volksgrupven in Ottgalizien und
len- verschloß infam *
len Ä auf JLJ bei Ä"'
I
A
’aA
-em
" mochte । fort jW
ZHonteoibeo, 16. Dez. (Luropapreß.) 50 101 lonnen britischen Schiffsraums hat allein nach ben Beobachtungen ber freigelassenen englischen Kapitäne bas Panzerschiff „Abmiral Graf Spee" ver- im Ju. lenkt. Die fabelhafte Kamerabschaft unb ber ritter- htsmoch | liche Geist ber Besatzung bes „Abmiral Graf Spee" ‘ handel f werben einstimmig von ben Kapitänen unb Offi- lnbe »er Zieren, bie ber beutsche Kreuzer als Kriegsgefangene >on 5 bi- I mit sich führte, anerkannt. Der „Abmiral Graf n ■ ;l Spee“ hat nach ihren Aussagen über ein Bier- Äii I. ,eI 3at)t bic britische Schis,ahr, emp- 1 finblich gestört, unb zwar von ber unmittd-
bei ber Versenkung von Schiffen wie bei ber Be- )anblung ber Feinbe alle Ritterlichkeit be- viesen. Unter ben von „Abmiral Graf Spee" terfenften Schiffen befinben sich, nach Angaben ber reigdaffenen britischen Kapitäne, folgenbe britische Dampfer: „Rewton Beach". „Tairoa". „Trevanion". .African Shell". ,Huntsman“, „Bork Star“, .Streons hall". 3n Rio be Janeiro ist ber eng- fche Dampfer „Alcantara" eingelaufen, ber em Geleitzug angehört hat, ber von bem beut- hen Panzerschiff angegriffen worben war. Der Dampfer scheint burch Geschühfeuer beschäblgt unb um Aufsuchen bes brasilianischen Hafens gebrannten worben zu fein.
„Exeter" schwer beschädigt auf eine Sandbank gesetzt.
Berlin, 15.Dez. (DNB.) Zu dem am 13.12. W9 an der Küste von Uruguay stattgefundenen Seegefecht zwischen dem deutschen Panzerschiff „Admiral Graf Spee" und dem schweren britischen kreuzer „Exeter" sowie den beiden leichten Kreu- j:rn „Ajax" und „Achilles" wird ergänzend titgeteilt:
Nach vorliegenden Meldungen sind die B e s ch ä - igungen auf dem schweren britischen r e u z e r „Exeter" noch größer als bisher an- inommen werden konnte. Es liegen sichere Untergen darüber vor, daß der Kreuzer schwere reff er im Vorschiff erhalten hat, die die itben vorderen Geschütztürme zum Schweigen gelacht haben. Ein weiterer Treffer mit starker randwirkung wurde im Brückenaufbau er- rll. Außerdem haben schwere Treffer offenbar die s s s e l a n l a g e beschädigt, denn nach diesen Tref- ern drehte „Exeter" ab und mußte aus dem Ge- cht ausscheiden. Diese schweren Beschädigungen fflären, daß der Kreuzer „Exeter" am nächsten argen mit starker Schlagseite in der -Plata-Mündung beobachtet wurde und daß er nach inzwischen eingetroffenen Meldungen aus ntevideo — schließlich gezwungen worden ist, ch auf eine Sandbank zu setzen, um 'ht abzusinken.
Trotz englischer Llebermacht. merikanischeBerichte über dasSeegefecht. Rewyork, 16. Dezember (DNB. Funkspruch.) amerikanische Presse betont die zahlenmäßige acht und höhere Geschwindigkeit der Eng- irder beim Treffen vor dem La Plata. Der Kreu- i» „A j a x" habe den französischen Passagier- 'cmpfer „F o r m o s a" nach Montevideo begleiten Een, als er vom „Admiral Graf Spee" angegrif- worden sei. Der „Ajax" habe sofort funken- elegrapyisch Hilfe herbeigeholt und , «s deutsche Schiff angegriffen. Bald seien „E x e - le7" und „Achilles" aufgetaucht. Mer Stunden i j&e man, zum Teil vernebett, ein laufendes f e d) t auf verhältnismäßig geringe I^tfernung geführt. Nachdem der „Admiral 6tif Spee" von der „Exeter" getroffen worden fei, Ne der Kommandant des „Admiral Graf Spee' schlossen, zunächst diesen stärksten Gegner außer ^l'echt zu fetzen, was ihm schließlich gelun- ien sei. Die .Exeter" sei ausgefallen, nachdem r „Admiral Graf Spee" das Feuer seiner schwe- vn Geschütze allein auf dieses Schiff konzentriert einen Panzerturm buchstäblich le$gertffen habe. Nachdem der englische Äreu= auch noch weitere Beschädigungen erlitten habe, n er aus der Gefechtslinie ausgefal- If r.
Lrlcheml lag lich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Biepener Familienblatter HeimatBild Dieöcholle
Monatr-Vezugspreis:
Ml 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernsprechanschlüffe
unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Siehe«
Postscheckkonto:
fironffurt am Main 11688
General-Anzeiger für Oberhessen
Drutfe und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7
Wolhynien ist verhältnismäßig jung. Freilich in den großen galizischen Städten, die zum Tell wie Krakau auf deutsche Gründung zurückgehen und nach deutschem Recht verwaltet wurden, blickt die deutsche Kultur auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Aber das flache Land, das unter polnischer Herrschaft gänzlich verödet war und durch die Teilungen Polens in trottlosem Zustand an Oesterreich fiel, wurde erst von Maria Theresia und Joseph II. mit deutschen Handwerkern, Beamten und Kaufleuten. vor allem aber mit deutschen Bauern durchsetzt. Die Mehrzahl von ihnen stammte aus Württemberg, Hessen und der Pfalz, aber auch aus Böhmen suchten damals hier viele eine neue Heimat. Rosig war die Lage des galizischen Deutschtums auch in der österreichischen Zeit nicht. Dor allem als nach dem Sieg des föderalistischen Prinzips in der Verfassung von 1867 der Einfluß der österreichischen Zentralregierung zugunsten der autonomen । Provinzialbehörden stark beschnitten wurde, machte sich hier in Galizien unter der Statthalterschaft des Grafen Aaenor Goluchowski der volniscbe Einttuß hemmungslos breit und die deutsche Sprache in Kirche und Schule wurde mit allen Mitteln zurück- gedrängt. Auch wirtschaftlich hotten bie Deutschen bitter zu leiden, so daß eine starke Abwanderung vor allem nach Amerika einsetzte und die Zahl der Deutschen erschreckend zurückging. Immerhin ?äblte Galizien vor dem Weltkriege bei einer Gesamtbevölkerung von 8 Millionen noch etwa hunderttausend Deutsche, von denen an die 60 000 in rund 170 rein deutschen Dörfern lebten. Der Weltkrieg
k k N. i $2. (Be. I
Einzelheiten über die Vorgänge noch nicht be- 1 könnt seien. Die Sicherheitszone sei geschaffen worden, um bie Neutralität und die Sicherheit der amerikanischen Länder nach Möglichkeit zu schützen. Man habe aber niemals die Anwendung gewaltsamer Methoden zur Durchführung dieses Zieles geplant. Auch habe seines Wissens keine kriegführende Macht auf die Bekanntgabe der Sicherheitszone geantwortet. So weit er im Bilde sei, dürfe das deutsche Panzerschiff mindestens 48 Stunden in Montevideo bleiben. Falls Reparaturen notwendig seien, könne man den Aufenthalt auch verlängern.
Verstärkter Wachldrenst an der La-plaia-Mkidung.
Buenos Aires, 15. Dez. (Europapreß.) Eine umfangreiche Verstärkung des von der argentinischen Regierung unterhaltenen Wachtdienstes zum Schutze der argentinischen Hoheitsgewässer ist sofort nach dem Bekanntwerden des Seegefechts von Montevideo erfolgt. An die Liegestelle der auf das deutsche Panzerschiff lauernden englischen Kriegsschiffe wurde das argentinische Kanonenboot „Jndependen- c i a" entsandt, um irgendwelche englische Ueber- griffe im Keim zu ersticken. Da die La-Plata- Mündung Hoheitsgebiet ist, kann das deutsche Panzerschiff nicht von feindlichen Seestreitkräften angegriffen werden, wenn es die Absicht hätte, von Montevideo nach Buenos Aires auszulaufen.
Der britische Marineattache hat den Mavineminister um Erlaubnis gebeten, etwa 100 verwundete britische Matrosen von der Besatzung des „Exeter" in Bahia Bianca an Land setzen zu dürfen. Die Regierung hat ihre Genehmigung erteilt. Die englischen Beamten waren aber nicht in ber Lage, dem Kreuzer „Exeter" diese Mitteilung zu übermitteln, da die Funkanlage an Bord des Kreuzers zerstört ist. Der „Exeter" soll daher die Verwundeten zu den Falklandinseln bringen.
Vegeistelung in Montevideo.
Montevideo, 15. Dez. (Europapreß.) Das deutsche Panzerschiff „Admiral Gras Spee" und seine Besatzung haben hier eine schnelle Popularität gewonnen, die in den wiederholten begeisterten Huldigungen für die Deutschen zum Ausdruck kommt. Den ganzen Donnerstag über bis in die späte Nacht hinein umkreisten zahlreiche Barkassen und Motorboote das Schiff, unb ihre Insassen brachen immer wieder in jubelnde Begeisterungsrufe aus. Auch den Offizieren des deutschen Schiffes wurden bei ihrem ersten Erscheinen im Stadtbild von Montevideo mehrfach sehr freundliche Demonstrationen zuteil.
Um so größer ist die Nervosität und Enttäuschung in den britischen Kreisen am La Plata angesichts des Mißerfolges der britischen Kriegsschiffe. Ueber die Verluste, die die drei britischen Kreuzer in dem Kampf gegen den „Admiral Gras Spee" erlitten haben, werden von englischer Seite immer noch nähere Angaben verweigert. In den Nachtstunden ist hier jedoch aus Buenos Aires bekannt geworden, daß der englische Kreuzer „A j a x" mit nicht weniger als ISOBerrounbeten in Puerto Belgrano ein- getroffen ist. Ueber die Zahl der Toten werden keine Angaben gemacht.
Das Segrabms in Montevideo.
Grotze Anteilnahme der Bevölkerung.
Montevideo, 16. Dez. (Europapreß-Funk- spruch.) Die Gefallenen der „Admiral Graf Spee" wurden auf dem Friedhof von Norte unter Beteiligung des deutschen Gesandten und des Marineattaches, sowie der gesamten Besatzung des Panzerschiffes beigesetzt. Der ergreifende Trauerakt gestaltete sich zu einer riesigen Kundgebung der ganzen Bevölkerung zu Ehren der deutschen Matrosen. Das Zentrum der Sttadt sowie die Straßen der Vorstädte, die zu dem Nordfriedhof führen, waren schwarz von Menschen. Schon seit den frühen Morgenstunden hatte sich auf dem Friedhof eine vieltausendköpfige Menschenmenge angesammelt. Eine Viertelstunde nach 12 Uhr kündigten Gewehrsalven die Ankunft des Trauerzuges an. Die deutsche Ehrenabordnung präsentierte das Gewehr. Die Bordkapelle intonierte einen Choral und tausende Arme streckten sich empor zum deutschen Gruß. Die Gefallenen des „Admiral Graf Spee" sind auf dem Gemeindefriedhof del Norte in einem gemeinsamen Grabe beigesetzt worden. Die ganze deutsche Kolonie hat geschlossen dem Trauerakt bei- aewohnt. Die Anteilnahme des uruguayischen Volkes fand Ausdruck in Hunderten von Kranzspenden, die aus allen Kreisen der Bevölkerung der diplo- ! mattschen Vertretung bes Reiches zugingen.
Der Kommandant des „Admiral Graf Spee".
Der Kommandant des Panzerschiffes Admiral Graf Spee", Kapitän zur See Hans Langs- J dorsf, ist 1894 in Bergen auf der Insel Rügen


