Ausgabe 
16.11.1939
 
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Fliegeralarm!!!

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VENEZUELA

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Das gute Kinder-Nährmittel

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In der Luftoerteidigungszone Feuerbereit sind die Geschütze der en Flakbatterie auf dem Höhenzug,

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Für die Beurteilung der Dienstfähigkeit und Ar­beitsfähigkeit der weiblichen Jugend im Reichs­arbeitsdienst hat der Reichsarbeitsführer Richtlinien herausgegeben, die auf den Erfahrungen aufbauen, die bisher im weiblichen Arbeitsdienst gemacht wurden. Dieses Erfahrungsgut ist in gemeinsamer Arbeit der Reichsarbeitsdienstärzte bzw. -ärztinnen mit Leitern von Universitäts-Frauenkliniken und Fachärzten entstanden. Auf diese Weise ist die Ge­währ geboten, daß niemand zur Erfüllung der weiblichen Arbeitsdienstpflicht zugelassen wird, der den'körperlichen Anforderungen nicht gewachsen ist. Die Richtlinien unterscheiden Dienstfähige (d.). Dienstfähige mit Körperfehlern, die noch eine be­dingte Dienstfähigkeit Anlassen (b. d.), sodann Fehler oder Krankheiten, die zeitlich dienstunfähig machen (z. d. u.) und Dienstuntaugliche. In den RAD. für die weibliche Jugend kommen nur Mädchen, die als voll d i e n st f ä h i g (b.) gelten. Bei der Mu­sterung werden die dienstpflichtigen Maiden im allgemeinen durch die Leiter der staatlichen und kommunalen Gesundheitsämter, in Ausnahmefällen durch RAD.-Aerzte untersucht. Wird ein Fehler vermutet, der nur vom Facharzt genau festgestellt werden kann, dann wird erst nach seinem Urteil ent­schieden, ob tauglich oder nicht. Vor Beginn der

Der Namenstag König Leopolds wurde in Belgien durch ein feierliches Tedeum in der Käthe- drale St. Gudula in Brüssel begangen. Daran nah- men die Regierung, das Diplomatische Korps und die königlichen Prinzen teil. Die Zeitungen ge- dachten in Dankbarkeit der von dem König betriebe­nen Selbständigkeitspolitik.

sche Landwirtschaft" heraus, das die deutsche Land­wirtschaft unter volks- und weltwirtschaftlichen Ge­sichtspunkten eingehend behandelt. Anläßlich dieses Festtages, der nur wenig nach seinem Goldenen Doktorjubiläum fiel, verlieh Reichspräsident von Hindenburg Max Sering den Adlerschild des Rei­ches. Im Juli 1933 berief ihn Ministerpräsident Göring in den Preußischen Staatsrat. Von fünf Universitäten wurde er durch Verleihung des Ehren­doktors ausgezeichnet.

Kleine politische Nachrichten.

Samstag nachmittag wurden zwei hollän­dische Soldaten, die sich in der Nahe von Niekerk, einem bei Eidergen in der Provinz Gel- dem gelegenen Weiler, aus deutsches Gebiet verirrt hatten, von der deutschen Grenzwache festgenommen und interniert. Die beiden auf einem Motorrad befindlichen Soldaten hatten beim Ueberqueren von Feldwegen die deutsche Grenze überschritten. *

Der französische Divisionsgeneral Pigeaud, der, wie berichtet, am 11. November im Militär- lazarett in Paris gestorben ist, war Befehls­haber der 21. Division in Nantes, die die Operationen im Waldgebiet des Warndt durchgeführt hat.

Am Mittwochvormittag um 11.50 Uhr wurde im Gebiet von Lille (Nordfrankreich) Fliegeralarm gegeben, der eine halbe Stunde dauerte.

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der weit die Gegend beherrscht. Wie seit Wochen schon warten die Bedienungsmannschaften darauf, zum Schuß kommen zu können. Aber nicht untätig stehen sie herum; wie jeden Tag ist der Aus - bildungsdienst weitergegangen und der Dienstplan abgewickelt worden. Nun wird der Rest des Tages dazu verwendet, die Stellungen weiter auszubauen und die Kabel, mit denen die Geschütze und die übrigen Geräte der Batterie miteinander verbunden sind, tiefer in die Erde einzugraben.

Langsam sinkt die Sonne im Westen. Einzelne Haufenwolken segeln am Himmel dahin. Plötzlich wird Flugzeuggeräusch hörbar und laut gellen die Rufe über das FeldFliegeralarm!!!" Im Nu werden aus den Erdarbeitern die einsatzbe­reiten Kanoniere, die ihre Schaufeln hinwerfen, im Laufschritt an die Geschütze eilen. Die Flug- meldeposten haben inzwischen in großer Höhe die Maschinen erkannt, die aus dem Westen kom­men und geradewegs auf die Batteriestellung zu­halten. Am Kommandogerät sind gerade rechtzeitig die Maschinen erfaßt worden, ehe sie

Tlur voll dienstfähige Mädchen kommen in den Arbeitsdienst.

tenholz, geteertem Karton und anderem leicht brennbarem Material erbaut und außerdem von den Petroleumdämpfen durch­tränkt, sodaß sie schnell Feuer singen. Vom Ufer des Maracaibo-Sees aus hörte man die verzweifel­ten Hilferufe der Bevölkerung von La Conilla, ohne Hilfe bringen zu können; denn das Petroleum brannte auch auf der Oberfläche des Sees weiter. Die Opfer waren in der Mehrzahl Kin­der, die im Schlaf von den Flammen überrascht wurden, während die Eltern einer Kinovorstellung beiwohnten. Die Katastrophe scheint durch die

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Max Gering f.

In Berlin starb im Alter von 83 Jahren der bedeutende Agrarpolitiker Geheimrat Professor Dr. Max Gering, der seit 1925 emeritierte Pro- sessor der Staatswissenschaften an der Universität Berlin.

DasJournal Officiel" veröffentlicht einen Erlaß, der eine f ast d r e i ß i g p r o z e n t i g e Er­höhung aller Tabakpreise in Frank­reich vorsieht.

Nach einer Ankündigung des amerikanischen Rund- funkes werden der französische Ueberseedampfer Normandie" und der englische Ueberseedamp­ferQueen Mar y" demnächst den Hafen von Neuyork verlassen, wo sie feit Kriegsausbruch fest­liegen, um nach Europa zurückzukehren. Außerhalb der amerikanischen Neutralitatszone sollen die beiden Dampfer von französischen und englischen Kriegsschiften begleitet werden.

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Rue Ulm 29 in Paris zu wenden, um ihre Kinder ~ür diesen neuen Unterricht eintragen zu lassen.

Buch und Gewehr nebeneinander."

Mussolini an die Studenten Roms.

Rom, 15. Noo. (DNB.) Zu Beginn des neuen Akademischen Jahres strömten sämtliche Studenten ter römischen Universität auf die Piazza Venezia. Mussolini erschien auf dem Balkon und richtete fol­gende kurze Ansprache an die Studenten: Ich danke uch, Kameraden der Studentenschaft Roms, für euren begeisterten Gruß. Da die Universitätsstadt ihre Studiensäle wieder aufgetan hat, geht mit »oller Ruhe und Disziplin an die Arbeit; aber stellt »ach faschistischem Brauch und aus Gründen der Vorsicht dem Buch und zwar wohl sichtbar auch das Gewehr zur Seite. Der Friede tes faschistischen Italiens ist kein wehrloser, sondern ! in bewaffneter Friede. Die Worte des Duce lüften bei den Studenten stürmische Beifallskund­gebungen aus.

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In Luxemburg wurde die Sitzungsperiode der Kammer eröffnet. Ministerpräsident Dupong gab einen Ueberblick über die Verordnungen auf Grund des besonderen Ermächtigungsgesetzes. In der Hauptsache gelten sie dem Ein- und Ausfuhr­handel, der an besondere staatliche Lizenzen ge­knüpft ist und dem Arbeitsmarkt.

Aus aller Welt.

Oer Iliesenbrand von La Conilla.

Die ersten Augenzeugenberichte über den Riesenbrand in der Petroleumarbeiterstadt von La Conilla in Venezuela bringen erschütternde Ein­zelheiten. Die Hütten der Arbeiter waren aus Fich-

Arbeiten werden die Maiden im Lager nochmals einer genauen Untersuchung der Dienstfähigkeit unterzogen. Selbst wenn sich erst nach Beginn des Dienstes ein Fehler herausstellt, der die Tauglich­keit beeinträchtigt, werden die betreffenden Maiden schnell wieder entlassen.

Auch während der Dienstzeit werden die Ar­beitsmaiden monatlich gewogen und von Aerzten untersucht. Eine besondere Ueberwachung ist für Mädchen vorgeschrieben, die irgendeine Krankheit überstanden haben. Bei Erkrankung während der Arbeitsdienstzeit wird freie Heilfürsorge gewährt, erforderlichenfalls auch eine Kur. Am Abschluß der Dienstzeit werden die Maiden nochmals untersucht, um festzustellen, wie sie sich während des Arbeits­dienstes entwickelt haben und ob irgendwelche Feh­ler auftraten. Hat eine Maid durch den Dienst irgendwelchen Schaden erlitten, so wird für sie auch nach dem Ausscheiden weiter gesorgt. Ein Gesetz, das diese Dinge im einzelnen ordnet, wird in den nächsten Tagen erscheinen. Die Eltern können also ohne Bedenken ihre Töchter dem RAD. anver­trauen. Nach den bisherigen Erfahrungen verlas­sen fast alle Mädchen den Arbeitsdienst körperlich und seelisch gestärkt.

nicht besuchen konnten, einen Unterricht durch Rundfunk bzw. brieflich aufzunehmen. Sämtliche französische Zeitungen haben Aufrufe an fcie Eltern derjenigen Schüler gebracht, die gegen» roärtig nicht zur Schule gehen, sich zwischen dem 7.__ 16. November an die Pädagogische Anstalt

Konkurrenz der Vereinigten Staaten und Canadas" I 11887), das später in der SchriftDas Sinken der 'Äetteidepreise und die Konkurrenz des Auslandes" : >1894) seine Forsetzung fand. Gering trat in dieser Schrift nachdrücklich für landwirtschaftliche Schutz­iw lle ein.

Nach seiner Rückkehr aus Amerika hatte sich Gering in Bonn als Privatdozent habilitiert. 1889 wurde er an die landwirtschaftliche Hochschule in ' Berlin berufen. Unter seiner Leitung ist dann an r Ser Universität Berlin das Forschungsinstitut für Agrar- und Siedlungswesen entstanden. Für die bäuerliche Siedlung grundlegend wurde fein Werk /Die innere Kolonisation im östlichen Deutschland" >1893), in dem er sich gegen die Fideikommisse aus- Srach. Gegen Ende des Krieges entwarf er ein Reichssiedlungsgesetz, aus dem dann das Gesetz vom 5. .1.8.1919 hervorging. Sering hat sich dann in leinen weiteren Werken wieder mehr weltwirtschast- , i chen Fragen zugewandt, darunter den Ursachen her Weltwirtschaftskrisen sowie Fragen der inter- ationalen Preisbewegungen. Kurz vor seinem 15. Geburtstag gab Sering noch ein WerkDeut-

Max Sering wurde 1857 in Barby geboren. Er 7udierte in Straßburg und Leipzig Rechtswissen­schaften und war dann von 1879 bis 1882 im Ver­waltungsdienst des Elsaß tätig. 1883 unternahm er sine Reise nach Nordamerika zum Studium der I ortigen Landwirtschaft. Diese Reise wurde zum Wendepunkt in feinem Leben. Ihr äußeres Ergeb­nis war ein Werk überDie landwirtschaftliche

Hauptfchriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. 5r. 9B. Sange; für Stadt Gießen. Pro­vinz uni) Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Simstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

in einer dichten Wolke verschwinden. Der Augen­blick genügte aber, um festzustellen, daß es sich um deutsche Maschinen handelte. Automatisch wird das Kommnadogerät weitergedreht, und als die Flugzeuge wieder aus der Wolke hervorkommen, da sind alle Werte peinlich genau eingestellt. Es bedarf nur einer kurzen, den Bruchteil einer Se­kunde erfordernden Korrektur. Die Geschütz­rohre sind dauernd mitgegangen, und es wäre jetzt nur ein Druck auf den Knopf der Feuerglocke notwendig, um diestählernen Grüße" in die Höhe zu jagen. Aber die Feuerglocke schweigt, denn ehe die Flugzeuge in einer anderen Wolke verschwin­den, hat man sie erneut einwandfrei als deutsche Maschinen erkannt.

Durch die Batterie geht der BefehlFeuer­pause". Enttäuscht werden die Rohre zurückge- dreht die Tarnung wieder angebracht. Wieder ist man nicht zum Schuß gekommen. Daß die Kano­niere um so enttäuschter waren, als sie später er­fuhren, daß wenige Stunden zuvor in einem an­deren Abschnitt ihre Kameraden einen Gegner he runter geschossen hatten, bedarf keiner weiteren Erwähnung. Nun hoffen sie weiter, ein andermal zum Schuß kommen zu können! Jütte.

In Helsinki traf, von einer großen Volks­menge am Bahnhof empfangen, die fünfköpfige finnische Delegation aus Moskau ein. Für 11 Uhr vormittags war eine Kabinettssitzung ein- berufen, der auch Staatpräsident Kallio beiwohnen wird.

foenn in Frankreich wird allgemein darüber geklagt, daß die eigene Truppe nur Urlaub in die Etappe, nicht aber in die Heimat erhält. Allmäh­lich spricht sich auch herum, wo sich eigentlich die Engländer in Frankreich aufhalten. Das Geheimnis ist dadurch herausgekommen, daß der Besuch der nordfranzösischen Industriestadt Lille mit nur Jnlandspässen gestattet ist. Die Industriellen und Großkaufleute von Lille werden kaum begeistert fein, aber sie müssen sich nun einmal mit dieser empfindlichen Verkehrsbeschränkung abfinden.

Än Lille liegt das Hauptquartier des bri­tischen Expeditionskorps. Den englischen Truppen wurden Stabt quartiere zugeteilt, deren sich die fran­zösischen Regimenter an der Maginotlinie nicht zu erfreuen haben. Der Wagenpark der englischen Ar­mee ist ungewöhnlich groß, weil die englischen Truppen mit möglichst vielen Bequemlichkeiten ver­sehen werden, auch wenn zu Kriegsanfang der gute Vorsatz gefaßt wurde, die englische Verpflegung der viel bescheideneren französischen Verpflegung weitgehend anzupaffen. Bezeichnend ist, daß die Engländer sich derartig als die Herren fühlen, daß ssie gar nicht daran denken, nach der französischen 'Parkordnung rechts zu fahren, sondern die in Eng­land übliche Fahrweise auf der linken Seite beibe­halten.

Folgen der Evakuierung in Frankreich.

Schulunterricht durch Brief und Radio.

Paris, 15. Nov. (Europapreß.) Die teilweise Evakuierung von Paris und einigen größeren fran­zösischen Provinzstädten und die Unterbringung der Evakuierten Frauen und Kinder auf dem Lande oder iin kleinsten Orten hat in Frankreich zu einer star­ken Desorganisation des Unterrichts­betriebes geführt. Teilweise können die Kinder von ihren neuen Wohnorten aus die nächstgelegenen Schulotie wegen der allzu großen (Entfernung nicht erreichen, zum Teil sind in kleineren Provinzstädten Vie Schülerzahlen plötzlich derart in die Höhe ge­schnellt, so daß die Schulen nur einen Teil der ^chulpflicktigen aufnehmen können, wenn in den ohnehin überfüllten Klassen noch ein Unterrichts­betrieb möglich fein' soll. Aus diesem Grunde hat Der Unterrichtsminister Poon Delbos sich enftchlos- en, für diejenigen Schüler, die nunmehr seit Monaten keine Schule mehr besucht ijjaben, und aus den obengenannten Gründen auch

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Explosion einer Benzinlampe in der Bar Caracas verursacht worden zu sein. Der Staatspräsident hat eine dreitägige Landestrauer angeordnet.

Furtwängler dirigierte in der Schweiz.

Wilhelm Furtwängler dirigierte je ein Konzert in Winterthur und in Zürich. Das Winter­thurer Konzert, bei dem Beethovens Dritte und Vierte Sinfonie sowie die Coriolan-Ouoertüre zur Aufführung gelangten, gestaltete sich zu einem ebenso überragenden Erfolg für den Meister wie das Konzert in Zürich, das trotz Verdunkelungs- Übung bis in die Nebensäle hinein ausoerkauft war. Zum Vortrag gelangtenDon Juan" von Richard Strauß, die Vierte Sinfonie von Schumann und die Erste Sinfonie von Brahms.

Frau Marie Hamsun bereist Deutschland.

Frau Marie H a m s u n , die Gattin des norwegi­schen Dichters Knut Hamsun, traf auf Einladung der Nordischen Gesellschaft in Lübeck ein. Frau Marie Hamsun wird in über 30 deutschen Städten aus Werken ihres Mannes und eigenen Werken lesen.

Ein 400jähriges Rathaus niedergebrannt.

In B i s ch o f ft e i n (Ostpreußen) brach in einem der Häuser, die an bas Rathaus angebaut sind, durch Unvorsichtigkeit ein Feuer aus, das bald auf das 400jährige Rathaus Übergriff. Die Feuerwehr mußte wegen der kolossalen Rauchentwicklung im Schutze der Gasmasken arbeiten. Der größte Tejl des Rathauses wurde vernichtet, ebenso die neben dem Rathaus liegenden Häuser. Sieben Familien sind obdachlos. Der Händler Korioth, in dessen Wohnung das Feuer auf Farn, wurde feftgenommeru Er ist ein asozialer Mensch, der unter Alkohol stand.

Erbschaftsschwindler streng bestraft.

Vor der Großen Potsdamer (Straffammer wurde die Beweisaufnahme im Prozeß gegen den Erb- schaftsfchwindler Christian Baetzold aus Poks- dam geschlossen. Baetzold mußte sich wegen beson­ders hinterlistigen Betruges und schwerer Urkun­denfälschung verantworten. Mit der Aussicht auf eine angebliche Erbschaft des 1794 in Amerika ver­storbenen Generals Friedrich Wilhelm von Steu- b e n hatte sich der Angeklagte größere Darlehen geben lassen. Er hat seine Opfer um 54 0 0 0 RM. betrogen. Mit gefälschten amerikanischen Brie­fen und Telegrammen, in denen die Auszahlung einer von Steudens chen Erbschaft angekündigt wurde, hat er die Geldgeber in Sicherheit gewiegt. Der Schwindler wurde zu sieben Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust ver­urteilt.

Der jüdische Oberbürgermeister von Dong Veach erschossen.

Der jüdische Oberbürgermeister des bekannten Neuyorker Badeortes Long Beach, Edwards, und ein zweiter Beamter, wurden in der Privat- wohnung des Bürgermeisters von einem städ­tischen Polizisten namens Doolitle e r schossen. Eine tausendköpfige Menge versuchte den Täter zu lynchen. Dieser stellte sich freimütig der Polizei. Er hat auf dem Polizeipräsidium ge­folgt:Ich habe diesen jüdischen Schwei­nehund erschossen." Edwards hatte vor zwei Wochen bei der Wahl des Vorsitzenden eines Poli­zeiverbandes, einen Ehrenposten, den der Polizist Doolitle seit vier Jahren inne hatte, seinen Kan­didaten wählen lassen und habet das Gerücht aus­gestreut, daß jeder Polizist, der gegen diesen stimme, degradiert oder entlassen werde. Ed­wards war nebenher ein wohlhabender Farben- fabrikant.

Drei französische Polizeibeamte ermordet.

Drei Polizeibeamte sind ein einem Gasthaus auf einer Seine-Insel im Südwesten von Paris von Verbrechern getötet worden, als sie den Versuch zu ihrer Verhaftung machten. Zwei gewerbsmäßige Fahrradiebe, die in den letzten Tagen in den großen Auto- und Flugzeugfabriken an der Seine gearbeitet hatten, sollten in den Abend­stunden in dem Gasthaus von den drei Polizei­beamten verhaftet werden. Die Verbrecher empfin­gen die Beamten mit einem wahren Hagel von Ge- schossen aus ihren Revolvern. Zwei der Beamten waren sofort tot, während der dritte auf dem Wege nach dem Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

Sturm an der südnorwegischen Küste.

An der südnorwegrschen Küste herrscht ein schwerer Südweststurm, der bereits großen Schaden an- «hat. Der Küstenverkehr ist völlig lahmge- n Dienstag trieb ein halb mit Wasser ge­füllter englischer Sperrballon an Land, den die norwegische Marine in Gewahrsam nahm. Am Mittwoch wurden noch zwei weitere eng­lische Ballons durch die Lust angetrieben. Die Stahltaue, die sie hinter sich herschleisten, beschädig­ten Telephon- und elektrische Stromleitungen. Eine Gemeinde bei Bergen mußte eine unfreiwillige mehrstündige Verdunkelung über sich ergehen lassen. Das norwegische Militär verfolgte die treibenden Ballons im Kraftwagen. Ein Ballon geriet bei der Abmontierung in Brand. Dabei erlitt ein Soldat so schwere Brandverletzungen, daß er ins Kranken­haus geschafft werden mußte.

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