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fette wird nicht nur von jenen getragen, die diese Tage in der Stadt der Reichsparteitage erleben, sondern alle, die durch Rundfunk und Zeitung am Reichsparteitag teilnehmen, bringen durch das Tragen der Plakette ihr Bekenntnis zu Nürnberg zum Ausdruck.
Vormilitärische Erziehung.
1914 mußten mir die böse Feststellung machen, daß uns einmal ausreichende Reserven an Offizier und Mann fehlten und daß zum anderen nicht genügend Kriegsmaterialien vorhanden waren, außerdem die Industrie erst in mühseliger Klein- arbeit auf die Bedürfnisse des Heeres und der Front eingespielt werden mußte. Erfahrungen sind dazu da, daß man sie richtig und nutzbringend verwertet. Darum ist zwischen Wehrmacht und Hitler-Jugend die militärische Vorbereitung der Jugend unter ausschlaggebender Beteiligung der Wehrmacht vereinbart und in die Wege geleitet worden. Es wird also von nun ab die Äugend im Rahmen der Hitlerjugend so erzogen, daß sie nicht nur beim Eintritt in den Heeresdienst mit hoher körperlicher Leistungsfähigkeit in die Erscheinung tritt, sondern gleichzeitig auch gewisse Kenntnisse mitbringt, die sonst dem neugebackenen Soldaten während seiner ersten Rekrutenzeit vermittelt wer- iben müssen. Praktisch ergibt sich für die Waffen- lausbirbung ein ungeheurer Vorteil. Denn die jun« !gen Männer mit mlitärischer Vorbildung können Isofort in die Spezialausbildung eingeführt werden. Hütten wir 1914 bereits eine gut eingespielte vormilitärische Ausbildung gehabt, dann wären größere Reserven vorhanden gewesen, mindestens wäre es laber nicht nötig gewesen, für die Vorgebildeten das Ausbildungszeitmaß aufzuwenden, das nunmehr «notwendig war. In dem Zeitraum der Ausbildung Lines Jahrganges hätte man vielleicht zwei Jcchr- «aänge kriegsbereit machen und der nach Verstärkung {schreienden Front zuführen können, die wichtige {Operationen aus Kräftemangel unterlassen mußte.
In diesem Zusammenhang ist aber noch eine Feststellung von Wert für die Erhöhung unserer Wehrikraft: Kenntnis des Waffengebrauchs allein ge- mügen nicht, auch der Geist muß zu seinem Recht Sommen. Namentlich die jungen Männer, die auf -irgendwelche Führerposten gestellt werden, dürfen -nicht unterlassen, ihren Schatz an allgemeinem Wissen zu bereichern. Somit ergibt sich automatisch nir jeden Jugendlichen, der an der vormilitärischen Ausbildung teilnimmt, daneben die übrigen Kenntnisse so weit wie möglich aufzufüllen, verlangt doch Der moderne Krieg tiefe Eingriffe in das' Wirt- ichaftsleben, die zu Zeiten noch nicht nötig waren, nls man noch mit einfachen Waffen kämpfte und nn die Einbeziehung der tausendfältigen Erscheinun-, gen des täglichen Daseins in die Landesverteidigung noch nicht zu denken brauchte.
Warenaustausch gegen Dogma.
Der Reichswirtschaftsminister und Reichsbankprä- -ident Funk hat in einem Gespräch mit dem Berliner Vertreter der „New Port Times" den Der- u'inigten Staaten geantwortet. Nur ist dieser Aus- iruck nicht ganz genau. Die Antwort Funks geht in zwei absolut gegensätzliche Strömungen in den Bereinigten Staaten: Vor wenigen Tagen haben 0 Kongreßmitglieder — der Ausdruck lKongreß" ist der Sammelname für Senat und Ab- veordnetenhaus — im Interesse der Farmer eine /Überprüfung und Neuausrichtung der amerikanischen Handelspolitik gegenüber Deutschland verlangt; und gleichzeitig hat der neue Ministerialdirektor im Staatsdepartement (Auswärtiges Amt) Henry G r a d y aus dem Gegensatz der wirtschaft- ichen Prinzipien der totalitären Staaten den Schluß Mzogen, daß die Vereinigten Staaten und Deutschland (bzw. Italien) die zwei Königskinder sind, die 'iich nicht finden können. Funk hat kurz und bündig in der einprägsamen Art, die dem Amerikaner verständlich ist, erklärt: „Das Dogma ist der izeind der Wirtschaft". Er fügte hinzu, daß fäe deutsche Wirtschaftspolitik eine Wirtschaftspolitik des gesunden Menschenver- ittand e s sei, die darin bestehe, das Notwendige zu '.□in. Die Zahlen, die Funk über die Verringerung ioes deutsch-amerikanischen Warenaustausches gab, waren eindrucksvoll genug:. Vor wenigen Jahren nahm Deutschland den Amerikanern noch über 30 io, H. ihrer Fettproduktion ab, heute nur noch 1 v. H. Mit der Baumwolle steht es ähnlich. Gewiß, :®ir haben unsere Mangelerscheinungen, aber unser Außenhandel konnte erweitert werden trotz des iüdischen Weltboykotts. Und heute ist es schon so, vaß die einstmalige Monopolstellung der Vereinigten Maaten im Baumwollanbau erschüttert ist und mit iWem Jahr mehr erschüttert wird. Das dogmatische illhantom, dem die Amerikaner nachjagen, kann eine kostspielige Zeche werden. Aber das soll nicht unsere Schuld fein. Wir bleiben zu einem Waren- ustausch bereit, wenn wir gemäß den Richtlinien :«es „Neuen Planes" mit unseren Waren können, was wir im Auslande an iremben Waren kaufen. Und hier liegt die Wurst: Wir wollen keine fremden Kredite, sondern Wa- isenaustausch.
Oie kommunale Steuerpolitik.
V Zu der 4. Ausführungsanweisung über die Realstem erklärte Regrerungsrat Dr. D a h l g r ü n vom Leichsfinanzministerium in der „Deutschen Ge- r°eindebeamten-Zeitung", daß dem Gedanken einer Herabsetzung überhöhter Steuersätze esstmals mit der jetzt erfolgten Lockerung d e r Sealsteuersperre Raum gegeben werden kannte. Indessen solle eine Senkung nur dort er« Engen werden, wo eine Möglichkeit dazu gegeben V-. Das werde einmal bei den Gemeinden der Fall fan, bei denen sich nachträglich herausgestellt hat, df.ß im Rechnungsjahr 1937 der Gewerb'esteuerhebe- sch oder 1938 der Grundsteuerhebesatz bei der Um- sMung auf das neue Recht höher festgesetzt torben sind als nach den Sperroorschriften zulässig Kwesen wäre, und zweitens bei den Gemeinden, ds durch die Neuordnung des Finanzausgleichs in bm Ländern erhöhte Zuweisungen er» leiten haben oder bei denen öie Lasten ver - t n g e r t worden sind. In beiden Fällen komme ei nicht daraus an, ob der geltende Hebesatz über bin zulässigen Höchstsatz liegt. Auch wenn das nicht brr Fall ist, solle von der Senkungsmöglichkeit Oe« bnud) gemacht werden. Allgemein sei eine Herab- I jtMng des Hebesatzes mmer dann anzustreben, vinn er erheblich über das „auf die Dauer Der« tltbare Maß" hinausgeht. Das feien eben die in k: Anweisung festgesetzten Höchsthebesätze. Jedoch ttißten die Gemeinden vor einer Senkung stets li praktischen Auswirkungen übersehen. Ihre Haus- siltslage dürfe nicht gefährdet werden und die h:rabsetzung einer Steuer nicht zu sprunghaften ollastungssteigerungen bei anderen Steuern führen. 8:im Streben nach Herabsetzung dec Hebesätze gelte
MrGmaumwohnlingen für alieVolksgenoffen.
Der Relchsarbeitsrninister hat bestimmt, daß in Zukunst bei Errichtung von Altershei- m e n Einraumwohnungen aus Dolkswohnungsmit- teln stärker als bisher gefördert werden können, sofern dadurch Altwohnungen frei werden. Der Anteil der alten, erwerbsunfähigen Personen der Gesamtbevölkerung ist heute, so betont Reqie- rungsrat Dr. Schmidt-Schmiedelbach (Berlin), im amtlichen „Reichsarbeitsblatt", erheblich großer als in der Vorkriegszeit. Viel Rentner und Unterstützungsempfänger leben heute in Wohnungen, die im Verhältnis z u ihrem Einkommen zu teuer sind. Die Folge ist, daß diesen Volks- genossen keine ausreichenden Mittel für ihren son- fhgen Lebensbedarf verbleiben, daß sie sich, um ihre Wohnung zu halten, kaum zumutbare Beschränkungen auf erleg en müssen, und daß die öffentliche Fürsorge mit übermäßigen Ausgaben für Mietbeihilfen belastet ist. Man muß beachten, daß sich bei vielen Menschen der Wohnbe- darf im Lause des Lebens ändert. Einraum - w o h n un ge n für ältere Personen kann man als die billigste Form des Bauens bezeichnen, weil jede neue Einraumwohnung die Freimachung einer Mehrraumwohnung ermöglicht. Es mag vor allem auf die Rentnerwohnheime hinge
wiesen werden, die hundert und mehr Ginraum» Wohnungen umfassen. Bewährt haben sich bei Bauten dieser Art besonders Einraumwohnungen mit eingebauter Kochnische, wobei die Tür oder Doppeltür der Wohnung unmittelbar auf den gemeinsamen Flur führt.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, Rentnerwohnheime am Rande der Stadt zu errichten, wo einerseits genügend Grünflächen und Möglichkeiten zu Spaziergängen vorhanden sind, wo aber andererseits eine enge Nachbarschaft mit Familien der jüngeren Generation besteht, und wo Verkehrsmittel und Läden bequem erreichbar sind. Die Erfahrung lehrt, daß die Nachfrage nach Wohnungen in Rentnerheimen dieser Art sehr groß ist. Der Reichsarbeitsminister beabsichtigt, für 1940 einen erheblichen Betrag zur Förderung des Baues von solchen Altersheimen zur Verfügung zu stellen. Durch die Schaffung von Rentnerwohnheimen wird es allmählich gelingen, den ungesunden Zustand zu überwinden, daß noch Tausende von Wohnungen von alten, bedürftigen Volksgenossen besetzt sind, die den dringenden Wunsch haben, in eine ihren Verhältnisse angemessene kleinere Wohnung überzusiedeln.
Gesunde Füße in gesunden Schuhen.
Als ein beachtlicher Gefahrenherd für die Dolks- aesundheit hatten sich bei schulärztlichen Untersuchungen und bei den Musterungen der Wehrmacht sowie nach den Erfahrungen der orthopädischen Kreise die Fußleiden erwiesen. Beim Geburtsjahrgang 1916 zeigten nicht weniger als 37,8 v. H. der Dienstpflichtigen Formveränderungen der Füße im Sinne der Fehlertabelle. Als Ursache kommt außer konstitutioneller Schwäche der Füße und dem einseitig belastenden Straßenpflaster vor allem die mangelnde funktionelle Beanspruchung unserer Füße im festen Schuh in Betracht. Wie Oberregierungsrat Dr. Dornedden und Dr. Schulz von der human-medizinischen Abteilung des Reichsgesundheitsamts im „Reichs-Gesundheitsblatt" berichtet, sind es weiter auch die zu hohen Absätze, die vor allem bei den für den täglichen Gebrauch bestimmten Schuhen für schädlich angesehen werden. Je höher der« Absatz, um so mehr werde der unter natürlichen Verhältnissen auf der Ferse ruhende Teil des Körpergewichts dauernd auf die Zehenballen verlegt und damit das vordere Fußgewölbe abgeflacht, soweit die Schuhe für die Fußspreizung Raum geben. Durch hohe Absätze werde aber auch die gesamte Körperhaltung verändert, das Kniegelenk weniger gestreckt, das Becken stelle sich steiler und die Wirbelsäule erhalte verstärkte Krümmungen. Stöckelschuhe ließen nicht nur die Zehen- und Wadenmuskeln verkümmern und veränderten die Gesamthaltung, sondern führten auch leicht zu Unfällen und zum Umknicken. Das aber lockere den Bandapparat und damit das normale Gefüge des Fußes und führe zu
den bekannten Platt-, Knick- und Spreizfußbeschwerden, die die Gehleistungen und die Möglichkeiten zu körperlicher Ertüchtigung unserer Frauenwett auf ein erschreckendes Mindestmaß herabsetzten.
Als ein großer Erfolg der Zusammenarbeit von Gesundheitspflege und Schuhfach sei es daher zu buchen, daß bereits die heutige Schuhmode Straßenschuhe für Damen überwiegend mit flachen Absätzen anbiete. Versuche, einen Schuh zu schaffen, der den physiologischen Grundsätzen näherkommt, seien bereits übernommen worden. Der auf Körperertüchtigung eingestellte Zeitgeist verlange ein Mindestmaß an Schutz und Stützung des Fußes zur Erhaltung aller Gelegenheiten zu freier Muskelentfaltung. Der Säugling brauche zwar einen Wärmeschutz, also gegebenenfalls einen Strumpf, aber feinen Schuh. Auch das Kleinkind komme in der Wohnung teilweise ohne Schuhe aus. Der Hausschuh solle die Bewegungen des Fußes in feiner Weise hemmen. Dabei könne auch der Pantoffel dadurch gute Dienste leisten, daß der Fuß ihn beim Gehen zum Teil aktiv festhalten muß. Wesentliche Einzel- fragen, wie Anordnung der Befestigungsvorrichtungen des Schuhes am Fuß, Einführung des Schnürstiefels als Marschstiefel,' einengende Strümpfe und Berücksichtigung der Fußtypen in der Schuhindustrie, seien noch zu erledigen. Daneben müsse Verständnis für die Notwendigkeit der F u ß - Hygiene und Fußg^ymnastik erweckt werden, wobei die Referenten auf den Wert des Bar - fußlaufens oder der leichten Sportschuhe mit biegsamen Sohlen Hinweisen.
für solche Gebietsteile des Reiches besondere Vorsicht, in denen die Hebesätze einer Steuerart allgemein über den durch die neue Ausführungs- anweisung genannten Höchstsätzen liegen. Der Referent verweist hier z. B. auf die Grundsteuer in S ü d w e st d e u t s ch l a n d. Die grundsätzlich wünschenswerte Anpassung an die Höchstsätze könne in solchen Fällen nur allmählich erfolgen. Durch Verkoppelung der Hebesätze solle erreicht werden, daß alle Einwohner der Gemeinden möglichst gleichmäßig belastet werden. Diese Regelung bedeute einen ersten Schritt zu einer grundsätzlichen Ordnung der Steueranspannungsverhältnisse in den Gemeinden.
Feuerwehr in polizeiuniform.
Nach dem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. September 1938 wurden die bisherigen Berufsfeuerwehren unter der Bezeichnung „Feuerschutzpolizei" dem Chef der Ordnungspolizei unterstellt und treten zum Korps der Deutschen Polizei. Sie erhalten als jüngste Polizeiformation eine Uniform, die dem Dienstanzug der Ordnungspolizei (Schutzpolizei und Gendarmerie) völlig angeglichen ist und sich von dieser nur durch karmesinrote Aufschläge und Paspelierung unterscheidet. Statt des Tschakos trägt die Feuerschutzpolizei den Feuerschutz- Helm, in der Form dem Stahlhelm ähnlich, der bei dienstlichem Einsatz durch das Nackenleder vervollständigt wird. Die Offiziere der Feuerschutzpolizei erhalten den Degen, während die Mannschaften am Koppel das Faschinenmefser tragen.
Kleine politische Nachrichten.
Reichsminister Dr. Goebbels, der zusammen mit dem italienischen Minister für Polkskultur, A l - fiert, auf einem Torpedoboot von Venedig nach Brioni gefahren war, startete in Pola zu seinem Heimflug und traf wieder* in Berlin ein.
Der italienische Kronprinz besucht in seiner Eigenschaft als Jnfanterie-Truppeninspektor die Provinzen Tripolis und M i s u r a t a. Am Montagnachmittag fand in Tripolis eine Alarm- Übung aller dort liegenden Truppen statt. Den ganzen Nachmittag über fanden ununterbrochen Fliegeralarmübungen statt. Das Ergebnis der Hebungen war in jeder Hinsicht befriedigend.
Auf dem B e l g r a d e r Fluaplatz traf eine Staffel von neun deutschen Messerschmitt-Maschinen ein, die den ersten Teil einer größeren deutschen Flugzeuglieferung an die jugoslawische Luftwaffe darstellt.
Der s ch w e i z e r i s ch e B u n d e s r a t hat einen Bericht des politischen Departements entgegengenommen, der sich mit dem Vorschlag auf Wiederaufnahme der politischen Beziehungen mit Sowjetrußland befaßt. Der Bundesrat lehnt weiterhin die Wiederaufnahme der politischen Beziehungen mit Sowjetrußland ab.
Die englischen A u ß e n h a n d e 1 s z i f f e r n für Juli weisen sowohl für die Einfuhr als auch für die Ausfuhr im Vergleich zum Vorjahr eine Z u - nähme auf. Die Einfuhr belief sich wertmäßig auf 78 279 673 Pfund (fast eine Milliarde RM.) im Vergleich zu 73 897 551 Pfund im Juli v. I. Die entsprechenden Ausfuhrziffern sind 40 350 025 (rund eine halbe Milliarde RM.) bzw. 37 469 969 Pfund.
Um der wachsenden Unzufriedenheit der in Südafrika lebenden Inder zu steuern, erwägt die Regierung der Südafrikanischen Union die Gewährung einer parlamentarischen Vertretung der in Südafrika lebenden Inder nach dem Muster der bereits bestehenden Eingeborenenrechte. Die Inder, die bisher kein Stimmrecht besitzen, würden danach Europäer zu ihren parlamentarischen Vertretern zu wählen haben.
Der Generalgouverneur von Franzosisch-Jndo- china, Jules Brevie, wird am Mittwoch, dem 23. August, an Bord des Kreuzers „Suffren" in Singapur eintreffen und dort mit den englischen militärischen Stellen Besprechungen haben. Anschließend begibt sich der französische Generalgouverneur mit dem Dampfer „Präsident Doumer" nach Frankreich.
Aus aller Wett.
Englisches Verkehrsflugzeug brennend ins Meer gestürzt.
Wie die britische Luftfahrtgesellschaft Imperial Airway mitte ilt, ist eines ihrer Flugzeuge auf dem Fluge nach Stockholm im Süden der Insel Seeland brennend ins Meer gestürzt. Der Pilot Wright wurde gerettet, während die übrigen fünf Insassen, der Mechaniker und vier Passagiere — der Deutsche Reuß, der Amerikaner Simonton, der Engländer C r o ß b y und der Mexikaner C a - stello — umfamen, wahrscheinlich durch Ertrinken. Der Pilot war aus der Maschine geschleudert worden, wobei er den Arm gebrochen hatte. Es gelang ihm, sich an eine Boje anzuklammern, bis ein Boot ihn in erschöpftem Zustande an Bord nahm. Nach einem Bericht von Augenzeugen stürzte das Flugzeug aus etwa 200 Meter Höhe mit einem dicken Rauchschweff ins Wasser. Das Wrack ist durch Taucher gesunden worden. Die Maschine stand aufrecht auf dem Meeresgründe in etwa 15 Meter Tiefe. Es gelang, vier der Leichen zu bergen.
Sechs Menschen
an der französischen Küste ertrunken.
Zwei Unfälle, die insgesamt sechs Tote forderten, ereigneten sich in der Nähe von Biarritz in der Südwestecke Frankreichs. Am Strande von Mimizan wurden ein Pariser Ehepaar und seine beiden Sohne von einer Grundwelle erfaßt und ins Meer hinaus getrieben. Nur die Mutter konnte gerettet werden. Der zweite Unfall ereignete sich, als ein mit 24 Personen besetztes Motorboot auf ein Felsenriff auflief und kenterte. Glücklicherweise ereignete sich dieser Unfall nur 50 Meter vorn Ufer entfernt, sodaß es den Rettungsbooten gelang, alle Insassen bis auf drei zu retten, die in den Wellen umfamen.
Lastauto in Flammen. — Drei Insassen verbrannt.
In der Nähe von Greimerath, unweit von Trier, geriet ein gegen Straßenbäume gefahrener umgestürzter Lastkraftwagen in Brand. Zwei der Insassen konnten sich nicht schnell genug aus dem Fahrerhaus in Sicherheit bringen und verbrannten, ehe herbeieilende Straßenpasfanten Hilfe zu bringen vermochten. Ein dritter Mitfahrer, der mit brennenden Kleidern auf die Landstraße gesprungen war, wurde mit schweren Brandwunden ins Krankenhaus gebracht. Dort ist er einige Stunden später gestorben.
Mutter mit drei Kindern vom Zuge ersaßt.
Ein Unglück ereignete sich an dem schrankenlosen Bahnübergang kurz vor der Station Oberhattert bei Hachenburg, wobei eine Frau und drei Kinder zum Teil lebensgefährliche Verletzungen da
vontrugen. Frau Wilhelmine Müller aus Oberhattert, die mit drei Kindern auf einer Mähmaschine saß, wollte noch vor dem herankommenden Kleinbahnzuge die Gleise überfahren. Die Zugkühe waren bereits jenseits der Schienen, als die Mähmaschine von der Lokomotive erfaßt und mehrere Meter weit mitgeschleist wurde. Die Frau trug lebensgefährliche Verletzungen davon und liegt in bedenklichem Zustand im Krankenhaus, wo auch zwei der Kinder mit erheblichen Verletzungen eingeliefert wurden. Das dritte Kind konnte mit leichten Verletzungen wieder entlassen werden.
Vom Zuge ersaht und getötet.
Ein Maschinist eines Frankfurter Betriebes wurde kurz vor dem Bahnhof Dattenfeld (Sieg) von einem Zug erfaßt und getötet. Es ist anzunehmen, daß der Mann über die Bahnstrecke nach Dattenfeld gehen wollte und beim Versuch, dem herannahenden Zug auszuweichen, zu Boden stürzte.
Ein litauisches Städtchen in Flammen.
Das 18 km östlich von Memel gelegene litauische Städtchen Garsden, das etwa 3 000 Einwohner zählt, steht seit Dienstagabend in Flammen. Die Stadt ist, wie die meisten litauischen Städte, großenteils aus Holz gebaut, so daß das Feuer an den Häusern reiche Nahrung findet. Nach Reibungen aus dem deutschen Ort Laugallen, der etwa 1 km von Garsden entfernt ist, soll fast die halbe Stadt in Flammen stehen. Die Enfftehungsursache des Brandes ist noch nicht bekannt. Ebenso weiß 'man nicht, ob Todesopfer zu beklagen sind. Die Memeler Feuerwehr rückte nach Garsden aus. Auch eine Abteilung des Reichsarbeitsdienstes ging zur Hilfeleistung über die Grenze.
Heißer Sommer, zweite Blüte — im Baltikum.
Ein ungewöhnlich heißer Sommer hat in den baltischen Staaten merkwürdige Erscheinungen in der Pflanzenwelt gezeitigt. So blühen an vielen Orten die Obstbäume zum zweitenmal. Auch Heckenrosen, Rot-, Gelb- und andere Dorne prangen im Blütenschmuck des Frühlings. Man kann sich in den baltischen Ländern an so hohe Durchschnitts- temperaturen, wie sie in diesem Jahre der Sommer brachte, nicht mehr erinnern.
Der Tod in den Bergen.
In einem Dorfe im Roms-Tal in Norwegen wurden dieser Tage Hilferufe gehört; sie schienen von einem der mächtigen Felsenberge zu kommen, die das Tal umgeben. Eine Rettunasexpedition brach unter Führung des bekannten Bergsteigers Karl O s h a u g auf, um dem Rufer Hilfe zu bringen. Nach einer anstrengenden Kletterpartie stieß die Expedition auf zwei nahezu unkenntliche Leichen. Die Gefundenen waren eine vierhundert Meter hohe Felswand herabgestürzt; in einem von ihnen erkannte Oshaug feinen Bruder. Der Expedition gelang es dann, Verbindung mit dem Rufer, dem Kameraden der beiden Verunglückten, zu bekommen. Dieser hatte 26 Stunden, ohne sich bewegen zu können, auf einem winzigen Felsvorsprung zubringen müssen. Mit großer Mühe gelang es, ihn zu retten.
Verwegener Gangster-Uebersall bei Neuyork.
Einer der verwegensten Raubüberfälle der letzten Jahre ereignete sich in dem bekannten, Neu- york benachbarten Seebad Longbeach. Sechs Banditen überrumpelten einen Bankboten und den ihn begleitenden Polizisten, entwaffneten diesen und entrissen dem Bankboten seine Geldtasche mit etwa 70 000 Dollar. Dann rasten die Verbrecher in einem Kraftwagen davon. Die Polizei sperrte sofort mehrere Brücken und Landstraßen, während sechs Polizeiwagen mit Funkanlagen und Maschinengewehren unter Mitwirkung eines Polizeiflugzeugs und einiger Patrouillenboote der Küstenwache die Verfolgung aufnahmen. Das Flugzeug sichtete später den Bc^iditenwagen auf einer verkehrsreichen Landstraße, und die Verfolger gaben mehrere Schüsse auf die Verbrecher ab, deren Festnahme jedoch bisher noch nicht gelang.
Deutschland schlägt Internationale pharmazeutische Akademie vor.
In Berlin findet vom 27. bis 31. August die 11. Generalversammlung des internationalen Apothekerbundes statt, zu der 22 Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Polen, Spanien, Ungarn, Griechenland und Belgien Teilnehmer entsenden. Reichsminister Dr. F ri ck hat die Schirmherrschaft übernommen. Bedeutende Gelehrte von internationalem Ruf werden das Wort nehmen. Der Vizepräsident des internationalen Apothekerbundes, Reichsapothekerführer Schmierer, wird auf dem Kongreß die Einrichtung einer Internationalen Akademie für pharmazeutische Fortbildung nach dem Muster des von der Deutschen Apothekerschaft geschaffenen Instituts vorschlagen. Er wird darauf Hinweisen, daß die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen im Dienst an der Gesundheit keine Ländergrenzen kennen dürfen und internationale Fortbildungskurse anregen.
Wetterbericht
Die Zone der Unbeständigkeit, in der es vor aüei.i in Schlesien und der Ostmark zu verbreiteten Nieder- schlügen kommt, greift über Mitteldeutschland hinaus langsam westwärts. Demgemäß kann auch für den Westen und den Süden des Reiches mit Nachlassen des bisher ausschlaggebenden Hochdruckeinflusses gerechnet werden.
Vorhersage für Donnerstag: Morgens vielfach dunstig oder neblig, sonst vielfach wolkig und von Osten her aufkommende leichte Unbeständigkeit, tagsüber mäßig warm, Winde meist um Nord.
Vorhersage für Freitag: Leicht unbeständiges Wetter.
Lufttemperaturen am 15. August: mittags 19,9 Grad, abends 13,9 Grad; am 16. August: morgens 10,4 Grad. Maximum 20,5 Grad. Minimum heute nacht 8,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. August: abends 20,7 Grad; am 16. August: morgens 15,2 Grad. — Sonnenscheindauer 11,8 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gieyen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mo- natsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzel. Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.


