Und das hat nun freilich feinen sehr bestimmten, sehr
ien
Rückwanderer beim fröhlichen Spiel. — (Scherl-Bildevdienst-M.)
leit und Einheit. . „
Da hinein platzt nun die angebliche „Sensation" der deutsch-italienischen Besprechungen. Sie sind eine Angelegenheit von insgesamt ein paar Stunden! Auf der gemeinsamen Basis der deutsch-italienischen Freundschaft im allgemeinen und des soeben zitierten Paktes im besonderen ist alles Nötige in kurzer Zeit durchgesprochen. Das Ergebnis besteht in der — selbstverständlichen — Bekräf- tigung, den von den Achsenmächten eingeschlagenen Weg zur Befriedung und Stabilisierung Europas unbeirrbar weiter zu gehen. Die Aussprache konnte die Sicherheit und Klarheit dieses Weges nur be- stätigen. Ein „gemeinsames Kommunique", wie man es in der Einkreisungspresse so voreilig und so neugierig hatte ankündigen lassen? Keine Rede davon — wozu denn? Denn der wesentliche Unterschied zwischen dem Dauerpalaoer von Moskau und den deutsch-italienischen Besprechungen liegt ja darin, daß wir und unsere Freunde es nicht nötig hoben, an einem Verhandlungstisch unter dauernden „Konzessionen" irgendeine gummiartige Formel auszu- Inobeln, um wenigstens die Verhandlungen selbst notdürftig am Leben zu erhalten. Wir haben es nicht nötig, uns miteinander monatelang darüber herumzustreiten, ob und wie wir wohl zu irgendeiner Zusammenarbeit kommen könnten, sondern die grundsätzliche Zusammenarbeit ist für uns ein Ausgangspunkt, aber nicht ein heftig umstrittenes Ziel einer vagen Zukunft. —
Zugegeben, es muß sehr mißlich sein, derart himmelweite Unterschiede zwischen Moskau und Salzburg von London und Paris aus festzustellen. Aber abgesehen davon, daß man diese primitive Erkenntnis schon sehr viel früher und vor allen Dingen sehr viel biliger hätte haben können, verbindet sich mit jener Erkenntnis für die Einkreisungsmächte heute zwangsläufig die weitere, daß nämlich die Zeit endgültig vorbei ist, in der die Diktatstaaten von Versailles allein und ganz nach eigenen Interessen das Schicksal Europas bestimmen. Endgültig! Etwas von dieser zweiten Erkenntnis deutet sich in den resignierten Pressebetrachtungen über die Stärke der Achse an. Irgend etwas muß also ge- ichehen. um die allzu starke Kontrastwirkung zwischen Salzburg und Moskau für die Umwelt abzuschrecken — da schießt die Londoner „Times" unmittelbar noch dem Abschluß von Salzburg zum Zweck der Ablenkung ihren Schlager ab: „Wahrscheinlich bald" Unterzeichnung des Paktes mit Polen? Wir hatten darauf gewavtet. Dieser Londoner Schlager hat das Schicksal einer Rakete; man sieht einen Augenblick hin, dann zerplatzt sie spurlos ins Nichts.
Heue polnische Schikanen.
Thorn, 15. Aug. (DNB.) In den letzten Tagen wurde wieder eine Anzahl deutscher Betriebe geschlossen oder beschränkt. Dem volksdeutschen Gastwirt Kwiatkowski in Ostburg bei Argenau sowie dem Gastwirt Steinbarth in Schönarund wurde die Konzession zum Ausschank alkoholischer Getränke entzogen. Durch Entscheid des Starosten von Schubin wurde die Bäckerei -des Volksdeutschen Tempi
Neue japanische Offensive in Südchina.
Hongkong von der Küste abgeschnitten.
5 ch a n g h a i. 16. Aug. (DJtB. Funkspruch.) Die englische Kronkolonie Hongkong wurde durch militärische Handlungen Japans plötzlich in das allgemeine Interesse gezogen. Die Japaner haben Truppen unmittelbar an der Grenze des englischen Pachtgebietes Kowloon- Hongkong gelandet. Nachdem japanische Flugzeuge vereinzelt vorhandene Stellungen chinesischer Par- tisanen (irreguläre Truppen) bombardiert hatten, rückten die Truppen, ohne Wider st and zu luden, vor. Nach wenigen Stunden wurde von hnen schon die Siedlung Schumchun an der Eisenbahn Kowloon—Kanton erreicht. Damit ist die unter britischer Verwaltung stehende Halbinsel bereits zur Hälfte von China abgeschnitten. Zwei englische Kompanien besetzten die Grenzzone des Pachtgebietes. Zahlreiche bewaffnete Chinesen flüchteten in das pachtgebiet. In englischen Kreisen, die bisher noch immer an Kriegslieferungen für Tfchiangkeifchek glänzend verdienten, fürchtet man die Abschnürung der Kolonie, nachdem Japan Südchina völlig beherrscht.
Neue Iren- Demonstrationen.
London, 15. Aug. (Europapreß.) Durch Funk und Presse veröffentlichte die englische Polizei die genaue Beschreibung eines jungen Mädchens und eines jungen Paares, die im Verdacht stehen, zwei Hotelbrände durch Bombenexplosionen verursacht zu haben. Die beiden Brände brachen fast zur gleichen Zeit in der Nacht zum Dienstag in den an der irischen See gelegenen Badeorten Fleetwood und Southport aus. Als Brandherd wurden in beiden Fällen Schlafzimmer festgestellt, die kurz vor Ausbruch des Brandes gemietet, von den Gästen aber nicht bezogen worden waren. Als Täter werden in beiden Fällen irische Extremisten vermutet. Man glaubt, daß ihre Tat eine Antwort auf die Unterzeichnung zwölf weiterer Ausweisungsbefehle durch den Innenminister darftellen sollte.
In der Umgebuna des Picadilly-Platzes in London wurden Dienstagabend 4 0 Telefon- Z e l l e n von bisher unbekannten Tätern zerstört. Die Telefonleitungen wurden durchgeschnitten, die Apparate unbrauchbar gemacht und zahlreiche Fensterscheiben zertrümmert. Die Polizei glaubt, daß die Täter ebenfalls in den Reihen der irischen Extremisten zu suchen sind.
Im Zentrum Londons entstand am Dienstag- * abend in einer Kartonagenfabrik ein G r o ß f e u e r. 1 Die ganze Front des Gebäudes wurde von den 1 Flammen erfaßt. Neber 20 Löschzüge wurden ein- i gesetzt, die schließlich den Brand eindämmten. In- ■ zwischen war jedoch bereits ein großer Teil der - Fabrik zerstört. Hunderte von Bewohnrn der Umgebung der Fabrik muhten in aller Eile ihre Woh-
Das Schloß Leopoldskron soll zu einem K ü n st l e r h e i m umgestaltet werden für die bei den Festspielen Mitwirkenden. Auf dem früheren Kapuzinerberg werde eine neue große Stadt entstehen mit einer Reche monumentaler Bauten. Auf dem Mönchsberg und an vielen anderen Stellen der Stadt entständen Schulen, Wohnhäuser, Sportanlagen.
Fast Verdreifachung der Geburten in Wien.
Wien, 15. Auaust. (DNB.) Nach einer amtlichen Statistik hat Wien einen außerordentlichen Geburtenzuwachs aufzuweisen. Im ganzen Jahre 1937 betrug die Zahl der lebend geborenen Kinder 10 032, jedoch im er ft en Halbjahr 1939 bereits 12 900. Da die Geburtenziffer von Quartal zu Quartal steigt, rechnet man für das Jahr 1939 mii einer Verdreifachung gegenüber 1937. Wien war zur Zeit des Systernregirnes die gebürten* ärmfte Stadt der Welt. Damals tarnen nur 5,5 Geburten auf 1000 Einwohner, jetzt 14,4 auf 1000 Einwohner, wobei der jüdische Bevölkerungsteil nicht mitgerechnet ist.
Einheitliche Steuerung der Tuberkulosebekämpfung.
Im Anschluß an die im Gau Mecklenburg durch- geführten Reihenuntersuchungen auf Tuberkulose nach dem Röntgenschirmbildverfahren fand- in Berlin eine Zusammenkunft der an der Bekämpfung der Tuberkulose interessierten Stellen der Partei und des Staates statt. Die Besprechung, die un" ter Leitung von Hauptamtsleiter Dr. Blome, Stellvertr. Leiter des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP, stand, brachte den Willen der beteiligten Dienststellen zum Ausdruck, die sich aus den Untersuchunaen ergebenden weiteren Ausgaben in derTuberkulosebekämpfung unter e i n h eil' licher Steuerung durch die Reichsgs' sundheitsführung in planvoller Weise,n Angriff zu nehmen.
Das Zeichen -des Friedens.
NSG. Dor fünf Monaten verkündete der Füh^ in Wilhelmshaven, daß er sich entschlossen habe- den Reichspartei 1939 „Reichsparteitag he.6' Friedens" zu nennen. Zu diesem Höhepunkt nu der Jahresarbeit der nationalsozialistischen Bewe" gung hat die Meisterhand eines Bildhauers da« Symbol geschaffen. Getreu den Worten des W" rers schuf Professor Richard Klein die Iß I a f e 11« des Reichsparteitages. Fruchtbarkeit und Muttes Erde vereinigen sich in der Darstellung der in üP ruhenden weiblichen Gestalt. Aehren und Reve^ symbolisieren das Brot der Nation und glückiM schließt das Ganze das Kind mit dem Blumen" strauß in der bewußten Darstellung des Friedens Darüber aber wacht alles überstrahlend der weyr^ hafte Adler des Reiches; er sichert die Früchte ve- Landes und die Erträge der Arbeit des fchaffem^ Dolkes; er spannt seine schützenden Flügel um Mutter und Kind; er ist stark und mächttg Q6™ jedem Feinde für immer die Lust zu nehmen, de- Frieden des deutschen Volkes zu stören. Die
naheliegenden Grund.
Versetzen wir uns einmal in die Lage der Einkreisungsmächte, dann sieht die Sache so aus: Seit nun bald fünf Monaten geht in Moskau das nervenaufreibende hin und her zwischen England und Frankreich auf der einen, Sowjetrußland auf der anderen Seite. Man schickt sogar von London einen Sondergesandten, Mr. Strang, Spezialisten für ganz heikle Fälle. Nicht, wie vorgesehen, nach vier, sondern nach 45 Tagen reift Strang fast so plötzlich ab wie General Jronside von Warschau. Was er seinem Chef, Lord Halifax, aus dem Kreml mitbringt, ist so wenig, daß es noch nicht einmal zu dem bescheidensten Kommunique in London reicht. Unterdessen kuhhandeln die beiderseitigen Militärmissionen weiter. Moskau schweigt sich darüber in allen Tonarten aus, weil es zwar in die englischen Karten sehen, sich aber nicht in die eigenen sehen lassen will; London schweigt so vielsagend wie nach der Rückkehr Mr. Strangs. Es hat sich also seit Monaten nichts geändert, nur die' Akteure auf der Szene haben gewechselt, wobei es übrigens bei der zweiten Besetzung geblieben ist. Das Entscheidende aber an diesem uielmonatiar- Hergang ist die Tatsache, daß man dort in Moskau von einer Schwierigkeit zur anderen, von einer grundsätzlichen Meinungsverschiedenheit in die andere hineintastet und heute ersichtlich noch nicht weiter ist als vor vier ober fünf Monaten. Mit anderen Worten, es fehlt die Basis der grundsätzlichen Einig-
Mutter mit Kind beim Verlassen des Kinderhemrr in Prien. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Deutsche Auswanderer aus Aord-Amenka.
N e u y o r k, 15. Aug. (DNB.) Mit dem seit zwei Jahren anhaltenden Strom deutscher Rückwanderer wird am Donnerstag an Bord des Lloyddampfers „Bremen" wieder eine Gruppe von 150 Volksdeutschen eintreffen, die eine zweifelhafte Eristenz in der Fremde mit einer gesicherten Zukunft im neuen Deutschen Reich vertauschen. Einige von ihnen waren seit Generationen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika oder in Kanada ansässig, andere wurden erst durch die Not der Nachkriegszeit aus Deutschland vertrieben. Unter ihnen sind Banater Schwaben und Volksdeutsche, die erst nach der Bolschewistenherrschaft auf dem Umweg über die deutschen Siedlungsgebiete in Südwestrußland nach Amerika gelangten. Es sind auch Danziger unter ihnen, deren Vorfahren Deutschland schon vor mehr als 200 Jahren verließen, deren Kinder aber heute noch fließend deuffch sprechen. Viele wurden nur arbeitslos, weil f i e deutscher Abstam - mung waren. Einer von ihnen, dessen Vorfahren 150 Jahre lang in Südkanada gelebt haben, und der Deutschland noch niemals gesehen hat, erklärte: „Mr wollen endlich nach Hause."
Prien, 15. Aug. (DNB.) Auf Einladung der Auslandsorganisatton der NSDAP, hatten Ser- treter deutscher Blätter Gelegenheit, das Rückwandererheim der AO. in Prien am Chiemsee zu besuchen. Nach herzlicher Begrüßung durch den Heimleiter, Gaustellenleiter Weidner, schilderte der Leiter des Rückwandereramtes, Gauamtsleiter Andersen, die von echt nationalsozialistischem Geist und Aufbauwillen getragene segensreiche Arbeit seines Amtes. Die Auffassung der Vorkriegszeit, daß der Ausländsdeutsche für die Heimat ein verlorener Sohn sei, sei unrichtig, heute stehe das Auslandsdeutschtum mitten in feiner Kampfzeit. Jüdischer Boykott und jüdische Pressehetze seien die Hauptkennzeichen hierfür. Neben den politischen Beweggründen spiele die elende wirtschaftliche Lage eines großen Teiles unsrer deutschen Siedler in Ueberfee die ausschlaggebende Rolle für die starke Rückwanderung, die im Jahre 1937 rund 20 000, 1938 etwa 30 000 und in der ersten Hälfte des Jahres 1939 bereits 20 000 Menschen umfaßte. Bei der Betreuungsarbeit handelt es sich um drei Sonderaktionen: Rückschaffung von R u ß l a n d d e u t f ch en , Heimschaffung und Betreuung der Chinaflüchtlinge und schließlich Heimschaffung der Taufende von Spa n i e n - deutschen, die durch den Ausbruch des Bürgerkrieges gezwungen waren, in die Heimat zu ruckzukehren. In allen diesen Fällen fei es gelungen,
Heimkehr ins Vaterland.
Ein Besuch im Nückwandererheim der AO. am Chiemsee
aus Mieczkowo geschlossen. Als Grund für die Schließung wurde, wie in zahlreichen anderen Fällen, angegeben, daß die Bäckerei nicht den fani- i tären Anforderungen entspräche. Ebenso wurde die deuffche Molkereigenossenschaft in Rogow, Kreis Thorn, geschlossen. Als Grund wurde angeführt, daß das Wasser für Molkereizwecke unbrauchbar sei. Man hat immerhin mehrere Jahre gebraucht, um dies festzustellen. Ebenso wurde die deutsche Privatmolkerei in Fordon von den Behörden g e - schlossen. Die Verhaftungenvon Volks- deutschennehmenin letzter Zeit immer größeren Umfang an. So wurden in der Nacht zum Sonntag in Kulm zwölf bekannte Volksdeutsche, darunter der Leiter der deutschen Dolksbank, Büttner, verhaftet.
Amerikanische Manöverkritik.
Neu yo r k, 16. August. (Europapreß.) General Hugh A. Drum, der die Oberleitung bei den großen amerikanischen Manövern hatte, hielt vor Offizieren sowie ausländischen Militärattaches eine Manöverkritik. Er erklärte, an den Manövern hätten nur 75116 Offiziere und Mannschaften statt der vorgesehenen 321 475 teilnehmen können, da vor allem bei der 1. Armee nur eine unzureichende Ausrüstung vorhanden sei. So fehlten hier beispielsweise 67 vom hundert der notwendigen Maschinengewehre und 85 vom hundert der Lastkraftwagen. Auch bei einer Reihe anderer Waffen» mit Ausnahme der Tankwaffe, seien größere Lücken festzustellen.
Manöver in der Türkei.
Istanbul, 15. Aug. (DNB.) heute beginnen die türkischen Manöver in Thrazien bei Adria nopel. Die eigenen Streitkräfte haben den Angri der vereinigten Armeen zweier verbündeter Staaten abzuwehren, die von Norden und Westen angreifen. Der Chef des Generalstabes, Marschall C a k m a k, hat sich ins Manövergelände begeben, heute reift der Staatspräsident Ismet I n ö n ü , begleitet vom Ministerpräsidenten und der Mehrzahl der Kabinettsmitglieder, nach Adria- nopel. Auch Istanbul ist in die Manöver einbe» zogen worden, lieber Istanbul ist für die nächsten zehn Tage der Zustand drohender Luftgefahr er- klärt worden. Zum erstenmal werden Luftschutzübungen bei Tag und bei Nacht abgehalten.
nungen räumen, da die Gefahr eines llebergreifens der Flammen groß war. Heber die Ursache des Brandes, insbesondere ob es sich um einen Anschlag handelt, ist noch nichts bekannt^
Das Schicksal Syriens.
Der französische vberkommissar in Paris.
Paris, 16. Aug. (Europapreß.) Der ftanzösische Oberkommissar in Syrien, Gabriel Puaux, traf in Paris ein. Er wird mit Ministerpräsident D a - ladier und Außenminister Bonnet Konferenzen haben, um den Erfolg der von ihm in Syrien durchgeführten diktatorischen Maßn-ahmen zur Unterdrückung des syrischen Nationalismus' darzulegen.
Die Opferung des Sandschaks Alexandre 11 e — der den Kaufpreis für den Beitritt der Türkei zu dem englisch-französischen Bündnissystem im Nahen Osten darstellt — hatte seinerzeit zum Rücktritt des syrischen Staatspräsidenten und der syrischen Regierung geführt, ^araushin hatte die französische Regierung die syrische Verfassung auf gehoben und ein Regierungsdirektorium eingesetzt. Dieses Vorgehen Frankreichs hat in Syrien große Erregung hervorgerufen. Nunmehr soll in Paris das syrische Problem eingehend besprochen werden. Wie es heißt, sollen dabei auch die alten Pläne zur Einsetzung einer arabischen Dyna° ftie in Syrien oder die Vereinigung Syriens mit Trans jordanien erörtert werden. Diese Vereinigung wird von dem Kommissar deshalb befürwortet, weil die Abschaffung sämtlicher politischer Selbstverwaltungskörperschaften der Syrier in ihrem eigenen Lande auf die Dauer nicht aufrechterhalten werden könnte.
Oie indischen Mohammedaner verweigern Unterstützung Englands im Kriegsfall.
London, 16. Aug. (Europapreß.) Die indischen Mohammedaner haben, nach Meldungen aus Bombay, die Absicht, England in einem Kriegsfall ernste Schwierigkeiten zu machen. Dem Exekutiv-Ausschuß der Old Indian Moslem Ligue, der am 27. August in Delhi tagen wird, wird ein Antrag vorliegen, England wegen seiner den Arabern und den indischen Mohammedanern gebrochenen Versprechen jede Kriegsunterstützung zu verweigern. Hinter diesem Antrag soll auch der einflußreiche Zweig der Moslem-Ligue in den Vereinigten Provinzen stehen. Es wird erklärt, den Aradern fei durch den Bruch von Versprechen, die chnen im Weltkrieg gemacht worden seien, großes Unrecht zuaefügt worden. Außerdem sei ihnen eine Verfassung aufgezwungen worden, die es zu- lasse, daß die religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Rechte der Moslems von einer Minderheit mit Füßen getreten würden.
Ausbau der Stabt Salzburg.
Auf einer Pressekonferenz der Reichspreffestelle der NSDAP, in Salzburg erklärte der Salzburger Gauleiter Dr. Rainer, daß eine breite Autostraße, eine Bahn von Salzburg nach Berchtesgaden und eine vergrößerte Flughafenanlage geplant seien.
Tausenden von Volksgenossen, die draußen Arbeit und Besitz verloren hatten, zu helfen. .
Ein Rundganq durch das Rückwandererh^m tn Prien — weitere Heime befinden sich m -Berlin, Düsseldorf und Stuttgart — überzeugte von der vorbildlichen Unterbringung und Betreuung per Rückwanderer. Das schone Heim — das ehemalige Strandhotel" — liegt mit seiner breiten Terrasse und den davor fanft abfallenden Rasen ""d Wegen unmittelbar an den Ufern des Chiemsees. Don den Baikonen und Fenstern der hellen, sauberen und luftigen Zimmer fällt der Blick auf See und Walder. Ein Spaziergang durch den prächtigen Wald führt zu dem etwa eine Viertelstunde gelegenen zweiten Heim, das vorzugsweise als Kinderheim ausgestaltet ist. Zur Zeit beherbergen die beiden für 220 Personen berechneten Heime 40 Männer, 40 Frauen und 70 Kinder, davon das Kinderheim 14 Mütter mit 36 Kindern.
Zu der materiellen Versorgung in den Heimen tritt die Schulungsarbeit durch den Einsatz der Gaufilmstellen und der Unterricht für die Km- der. Der Aufenthalt ist auf acht Wochen befristet. Beim gemeinschaftlichen Mittagsmahl, bei einem Plauderstündchen auf der sonnigen Terrasse und einem frohen Kameradschaftsabend erhielten die Pressevertreter Einblick in manches erschütternde auslandsdeutsche Schicksal. Sie sahen, wie dankbar die Rückwanderer für die herzliche Aufnahme in der Heimat sind.
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