Ausgabe 
16.6.1939
 
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Oer Neutschen-Terror in Polen

finnischen eintragen Gerade

150

Als

könnte.

der Handel um diese Inseln, deren Be­

wirb.

Reichsbankpräsident Funk stellte fest, daß die dar­gebotene Abfindung auch für die ausländischen An­teilseigner, deyen durch die Golddiskontbank ein besonderes Angebot gemacht wird, fair ist. Alle Anteilseigner haben zwecks Erlangung der Abfin­dung ihre Anteilscheine bei der Reichsbank einzu­reichen.

n i e n statt, der unter Leitung von Prosessor Karl Ritter an allen spanischen Fronten gedreht wurde, wo die Legion Condor im Kampf gegen den bol­schewistischen Weltfeind stand.

Aus allen Teilen des Landes treffen täglich Be­richte über Deutsche ein, die w e g e nilloyalen Verhaltens^ von polnischen Gerichten zu Frei­heitsstrafen verurteilt werden. Auch derDziennik Bydgoski" vom 15. Juni meldet die Verhaftung und Verurteilung von mehreren Dolksdeutsä)en wegen angeblicherBeschimpfung" des polnischen Volkes oder Staates. Auf Anordnung der polnischen Woje­wodschaft m Kattowitz wurde am Donnerstag die frühere B e r g s ch u l e der alten deutschen Bergstadt Tarn o witz beschlagnahmt und in polnischen Be-

wurde. Wo immer es um die Entscheidung geht, ieht man deutsche Soldaten, deutsche Bomber, deut- che Kampfflugzeuge, deutsche Tanks, deutsche Ge- chutze, die den Internationalen Brigaden Tod und Verderben bringen. Dor allem die Aufnahmen vom Einsatz der Jagdflugzeuge und von den Angriffen der Bomber in der letzten entscheidenden Offensive vermitteln Bilder von eindringlicher Stärke. Als plastische Einführung in die Kampfhandlung selbst wird die furchtbare Leidenszeit Spaniens unter dem marxistischen Terror heraufbeschworen, der das ganze

Geschäftsstellen fast sämtlicher Deutschtumsorgonisa- tionen, ein Jugendheim und große Versammlungs­räume. Auch der deutsche Kindergarten wurde von den Polen enteignet. Mit dieser polnischen Willkür­aktion ist die gesamte Arbeit der deutschen Organi­sationen in Tarnowitz mit einem Schlage lahmgelegt worden. Auch in Wolhynien sind sämtliche po­litischen, wirtschaftlichen und anderen Organisattonen der dortigen 50 000 Deutschen bis auf eine Kredit- organisatton behördlicherseits geschlossen . bzw. den Organisationen jede Betätigung unter­sagt worden. In Oderberg wurde die bisherige deutsche Verwaltung der Gemeinnützigen B a u - und Wohnungsgenossenschaft aufgelöst. An ihre Stelle wurde eine kommissarische Verwal­tung, die ausschließlich aus Nationalpolen besteht, gesetzt. Die enteignete deutsche Genossenschaft war Besitzerin von 21 Wohnhäusern mit rund 200 Wohnungen, die einen Gesamtwert von über 1,5 Millionen Zloty darstellen. Die Häuser wurden im Laufe vieler Jahre von den Spar­geldern des alteingesessenen Olsa- deutschtums erbaut und stellen daher aus­schließlich deutschen Besitz dar, der nun ohne jede gesetzliche Grundlage willkürlich den Polen überantwortet wurde.

Oie Nürnberger Bauten auf dem Gelände -er Reichsparteitage

den sich die Stufen der Tribünen bis zu einer Höhe von 80 Meter erheben. Die beiden Ecktürme, die die in Hufeisenform zu errichtenden Tribünenbauten abschließen werden, werden sogar 22 Meter höher sein als die Türme der Nürnberger Lorenzkirche. Von den insgesamt zu bewegenden zwei Millionen Kubikmeter Erdmassen sind bereits 700 000 Kubik­meter bewälttgt, so daß in Kürze mit den Funda­mentierungsarbeiten begonnen werden kann.

Das M ä r z f e l d , das künftige Aufmarsch- und VorfuhrungsgeländS der Wehrmacht, wird ringsum von Tribünen umzogen fein, die 250 000 Personen Platz bieten. In gleichen Abständen wer­den 24 je 38 Meter hohe Türme von den Tribünen aufragen. Die Innenfläche des Märzfeldes ist 610 Meter lang und fast einen Kilometer breit. Auf ihr können etwa 1,8 Millionen Personen Aufstellung nehmen. Neben der großen Führer- tribüne, gegenüber der Einmündung der großen Straße, wird eine Riesenplastik in Bronze von Professor Thorak das Märzfeld schmücken..

Don den sonstigen Bauten verdient vor allem der unterirdische Bahnhof in der Nähe der ^-Unterkunft heröorgehoben zu werden. Er dient dem Zweck, den Straßenverkehr störungsfre, in das Parteitagsgelände führen zu können. Auch die Reichsbahn tritt auf dem Reichsparteitagsgelände mit einem größeren Bau hervor. So wird in un­mittelbarer Nähe des Lagergeländes ein Lager- b a h n h o f erstehen, der eine Front von 250 Meter haben wird.

Oie Reichsbank unmittelbar -em Führer unterteilt

ei viel von einer Atatürk-Linie geredet wor­den, die vom Schwarzen Meer bis zum Aegäischen Meer reichen solle. England solle das nötige Geld zur Finanzierung dieses Bundes liefern. Das Blatt ragt, ob der von Gafencu erwähnte Pakt mit die- em Plan in Verbindung zu bringen fei. Wenn Ru­mänien unter Verzicht auf jede Vorsicht auf die andere Seite abschwenken wolle, dann müsse man es vor einem unüberlegten Schritt warnen.

Die TurinerStampa" schreibt, es sehe so aus, als ob in dem Raum zwischen dem Aegäischen und dem Schwarzen Meer ein gefährliches Spiel gespielt werde. Italien habe mit äußerster Geduld auf eine absolute Neutralität gerechnet und seinen Friedens- und Zusammenarbeitswillen bis zur Unterzeichnung des Montreux-Abkommens ge­trieben. Es könne aber niemals zulasien, daß die Freiheit der Meerengen zu einer Fiktion zugun­sten bevorrechtigter Mächte gemacht werde oder daß Kräfteverschiebungen im östlichen Mittel­meer einträten. Der Zeitpunkt nahe heran, in dem Italien Aufklärungen fordern müsse.

Oie polnischen Verhandlungen in London.

London, 15. Juni. (DNB.) Die polnische Finanzabordnung, die in London weilt, nahm ihre Besprechungen mit Vertretern des Schatz­amtes. des Foreign Office und der Abteilung für Exportgarantien auf. Reuter berichtet, daß diese Verhandlungen mit den Besprechungen der zur Zeit ebenfalls in London weilenden polnischen Militärabordnung im engen Zusammenhang stünden. Es handele sich um folgende drei Haupt­punkte: 1. Die Lieferung von schwerer Artillerie und Flugzeugen an Polen, 2. die Lieferung von Rohstoffen durch die brittschen Kolonien und Domi­nien an die polnische Industrie, 3. die Frage von Finanzkrediten für Warschau.

Abschied von Kanada.

Halifax, 15. Juni. (Europapreß.) Das englische Königspaar ist in Halifax, der Hauptstadt von Neuschottland, eingetroffen, um sich am Abend an Bord derEmpreß of Britain" nach Neufund­land zu begeben. In Halifax nahm Lord Tweedsmuir, der Generalgouverneur von Kanada, vom Königspaar Abschied. Für seine Ver­dienste um das Königshaus verlieh ihm König Georg das Großkreuz des Viktoria-Ordens. Nachdem sich König Georg und Königin Elisabeth auch von dem Fahrpersonal des Hofzuges verabschiedet hatten, fand in der Stadthalle von Halifax eine offizielle Abschiedsfeier statt. König Georg ergriff hier nach einer Rede des Ministerpräsidenten von Neu-Schott­land das Wort und bedankte sich beim kanadischen Volk für die ihm erwiesene Gastfteundschast. Auch Königin Elisabeth nahm in kurzen Worten von der kanadischen Bevölkerung Abschied.

Land in den Zustand völliger Anarchie zu stürzen drohte. Aufnahmen von den Freudenfesten der be­freiten Bevölkerung, von der Rückreise der Legion, ihrer Begrüßung in Hamburg durch ®61LeraI*eIßl Marschall Göring und schließlich von ihrem Empfang durch den Führer in der ReichshauptsE sowie von der Parade runden das Filmwerk ab. Nach der Aus­führung brach das Publikum in langanhaltenden Beifall aus, der besonders Professor Karl Ritter galt.

Gegen die polnische Leberheblichlett Eindringliche italienische Warnungen.

Rom, 15. Juni (Europapreß). Die Ausbrüche des polnischen Chauvinismus, die sich neuerdings nicht mehr ausschließlich gegen Deutschland, sondern auch gegen Italien richten, Haden in Rom außerordentlich verstimmt. Der Boykott ita­lienischer Zeitungen und die ausfällige Sprache der polnischen Blätter gegenüber Italien haben daher in Rom zu einer merklichen Verschär­fung des Tones gegenüber Polen geführt. Das halbamtlicheGiornale d'Jtalia" stellt in einem LeitartikelPolnischer Größenwahn" fest, der Rauschzustand, in dem sich Polen gegenwärtig be-

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Der Presse gab Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsident Funk Erläuterungen über das neue Gesetz über die Deutsche Reichsbank-, das mit dem 16. Juni in Kraft tritt. Es unterstellt di e Reichsbank unmittelbar dem Führer und stellt die uneingeschränkte Hoheit des Reiches über die beut« che Notenbank wieder her. Entscheidungen, die für )ie Währung von besonderer Bedeutung sind, ind ausschließlich dem F ü h r e r v o r b e h a l t e n, wobei es sich um bi/ Bestimmung der Höhe des von der Reichsbank dem Reiche zu gewährenden Be- triebskredites sowie um den Höchstbetrag an Reichs­schatzwechseln, den die Reichsbank in ihren Händen haben darf, handelt. Ferner wird mit ihm das Führerprinzip nach den nationalsozialistischen Grundsätzen verwirklicht. Unter Beibehaltung des auch weiterhin vom Führer zu berufenden Reicks­bankdirektoriums als Vorstand der Bank, ist die alleinige Entscheidungsbefugnis des Reichsbank- Präsidenten vorgesehen. Auch in der Verwaltung der Bank ist die autoritäre Stellung des Präsiden­ten überall durchgeführt, auf dem Gebiete der Per­sonenverwaltung sind die Bestimmungen des Deut- chen Beamtengesetzes in das neue Gesetz eingebaut worden. Für die rechtsaeschäftliche Vertretung der Reichsbank ist an der Vertretung durch zwei Mit­glieder des Reichsbankdirektoriums festgehalten wor­den, jedoch sind diese an die Entscheidungen des Präsidenten gebunden, so daß Mehr­heitsentscheidungen ausgeschlossen werden. Um die unmittelbare Verbindung der Reichsbank zu Wirt­schaft, Arbeit und Finanz sicherzustellen, wird von dem Präsidenten ein Beirat der Reichsbank er­nannt.

Tag des deutschen Volkstums.

NSG. Am 24. und 25. Juni begeht das deutsche Volk denTag des deutschen Volkstums", der dazu dient, alle Volksgenossen auf den volksdeutschen Gedanken des Hundertmillionen-Dolkes hmzuweften. An diesem Tag bekennt sich bas gesamte deutsche Volk zu den 20 Millionen deutscher Bruder und Schwestern, die irgendwo in einem fremden Staat leben, und bringt damit seine Schicksalsverbunden. heit mit ihnen zum Ausdruck. Der Schirmherr die« es volksdeutschen Appells ist der S t e I I d e r t r e * ter des Führers, Rudolf H e ß, der am 24. Juni um 20 Uhr auf einer Reichskundgebung des VDA. auf dem historischen Marktplatz in 6g e r über alle deutschen Sender zum deutschen Dolk spre­chen wird. In den Gauhauptstädten dcs Großdeut- chen Reiches finden zu gleicher Zeit Porallelkund- gedungen statt. Auf Anordnung der Schulbehörden inden in allen Schulen unseres Gaues an diesem Samstag Schulfeiern statt.

Der diesjährigeTag des deutschen Volkstums" indet in Verbindung mit einer Straßensamm­lung des Volksbundes für das Deutschtum im Aus­land statt. Sie soll dem VDA. die Mittel zuführen, die er für die Erfüllung seiner Aufgabe, die leben­dige Verbindung mit den Deutschen in aller Welt au f rechtzuerha 1 te n^ benötigt. Die Durchführung der Straßensamrnlung liegt in den Händen der NSV. Als Sammler haben sich freiwillig die Mitglieder der NS. -Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes sowie des Reichsbundes ür Leibesübungen, die Mitglieder des VDA. und die Beamten und Angestellten der Reichsbahn zur Verfügung gestellt. Außerdem werden im Gau Hessen-Nassau die Angehörigen des NS. - Studentenbundes und die Hitler- Jugend die Volksgenossen auch in den kleinsten' Orten unseres Rhein-Main-Gebietes um ihren Bei- trag bitten. Zum Verkauf gelangen schöne Abzeichen aus Glas, die die deutschen Volkstumsgruppen aus verschiedenen Ländern darstellen und in der Gab­lonzer Industrie hergestellt wurden. Sie wer­den durch ihre künstlerische Ausführmrg überall An­klang finden.

Die Kapitalgrundlage der Reichsbank bleibt Millionen Reichsmark und zerfällt in Anteile. Anteilseigner sind jedoch in Zukunft nur noch deutsche Staatsangehörige (Reichsbürger) sowie juri­stische Personen und Unternehmen mit dem Sitz in Großdeutschland zugelassen. Die Reichsbank-Anteil­scheine sind dadurch jeder Spekulation entzogen, daß sie den Inhabern mit Rückwirkung für das Jahr 1938 und für die Zukunft keinen höheren Gewinn als 5 v. H. erbringen werden. Der gesamte darüber hinaus erzielte Gewinn wird nach Vornahme der erforderlichen Abschreibungen dem Reiche zugeführt. Da das Grundkapital der Reichsbank nach dem neuen Gesetz in Privathand belassen wird, ist auch die Beibehaltung der Hauptversammlung als Organ der Anteils­eigner vorgesehen. Sie wird aber ihres bisherigen Charakters als beschließendes Organ entkleidet. Die Vorschriften über die Gold- und De vi sen­de stände entsprechen dem mehrfach vom Führer aufgestellten Grundsatz, daß die Stabilität der deut­schen Währung nicht auf der vorhandenen Menge an Gold und Devisen beruhe, sondern darauf, daß das von der Notenbank ausgegebene Geld i n einem angemessenen Verhältnis zu d e m U m s a tz der mit deutscher Arbeit geschaffenen Lebens- und Derbrauchsgüter gehalten

sie sich von Deutschland bebroht fühlen und strichen sich damit ebenso aus Roosevelts alberner Liste der Bedrohten", mtt der der Führer schon am 28. April im Reichstag abgerechnet hat, wie aus der der Garantieanwärter seitens England, Frankreichs oder Sowjetrußlands. Dieses letztere verlangt die Kollek- tivgarantie für Finnland, Lettland und E st l a n d , die sich das jedoch energisch verbitten, um nicht das Opfer einesPräoentivbeistandes" zu werden, der Sowjetrußland die begehrten Ufer der Bucht samt den Aalands-Jnseln

inbe, sei eine Folge der Ausstellung des 8lankowechsels durch die Garanten« t a a t e n. Als Beispiel für den polnischen Geistes­zustand führt das Blatt eine polnische Propaganda- karte an, die die Grenzen Polens bis nach Berlin und Wien ausdehnt. Es schließt mit der Mahnung, Polen solle einmal in Ruhe über seine Interessen nachdenken. DieTribuna" schreibt, unter der eng­lischen Führung habe Polen die deutschfeind­liche Rolle übernommen, die bisher die verschwundene Tschecho-Slowakei gespielt habe. Warschau verliere immer mehr die Nerven. Es genüge aber noch lange nicht, 33 Millionen Ein­wohner, die nicht einmal gleicher Rasse seien, zu- ammenzuaddieren, um sich ohne weiteres als Groß­macht zu betrachten. Die herausfordernde Haltung Polens gegenüber Deutschlands stehe in krassem Mißverhältnis zu der Stärke der beiden Länder.

Italienische Warnung an Rumänien.

Rom, 16. Juni. (Europapreß.) In Italien ist die Reise des rumänischen Außenmini- t e r 5 Gafencu nach Ankara mit großer Auf- merksamkit beobachtet worben. DieTribuna" wirst die Frage auf, welchen Weg Rumänien ein« chlage und ob man mit einem türkisch-rumä­nischen Militärbündnis rechnen müsse. Gafencu habe in einer Rundfunkbotsck)aft von einem Paktversuch mit der Türkei gesprochen, und man wisse, daff heutzutage der Ausdruck Pakt nichts an­deres bedeute, als Militärbündnis. In diesen Tagen

Nürnberg, 16. Juni (DNB.) Aus dem Reichs­parteitagsgelände sind seit dem letzten Parteitag die Bauten des Führers ein gewaltiges Stück vorwärts­getrieben worden. Neben den fertiggestellten Bauten im Luitpoldhain als dem Aufmarschgelände der Formationen der Partei, der Luitpold­Halle als dem vorläufigen Tagungsort der Par- 'teikongresse, dem Zeppelinfeld als dem Auf­marschplatz der Politischen Leiter und des Reichs­arbeitsdienstes und dem als Aufmarschstätte für die Jugend dienenden alten Stadion wachsen die übrigen Bauten und Anlagen immer mehr empor. So ist der neue Kongreßbau, der neben der eigentlichen Kongreßhalle zahlreiche Nebenräume, darunter zwei Hallen von 24 zu 57 Meter Größe zur Aufstellung der Standarten und der Führer­schaft aller Parteigliederungen vor Beginn der Parteikongresse, enthalten wird, bei einer Länge von über 275 Meter und einer Tiefe bis zu 265 Meter fast biszum 2. Obergeschoß fertig- gestellt. Die Schauseiten des Baues sind aus Granitquadern hergestellt. Der Jnnenraum des Kongreßbaues ist so groß, daß darin der Adolf- Hitter-Platz 2'/2mal Platz finden könnte.

Auf dem inneren Säulengang wird die frei- gespannte Dachkonstruktion ruhen, deren Scheitel­punkt 86% Meter Über dem Gelände liegen wird. Ihre größte Spannweite wird 160 Meter betragen.

Das Deutsche Stadion, zu dem 1937 der Grundstein gelegt wurde, wird 405 000 Menschen Platz bieten können. In fünf großen Rängen wer-

Neulich gingen empörende Meldungen über grobe Ausschreitungen polnischer Aufwiegler gegen Volks­deutsche im Lodzer Raum durch die Presse. Damals anden die Ueberfälle und Zerstörungen in Tomas- zow und Kanstantynow statt. Ie tz t ist d e m d e u t- schen Männergesangverein in Lodz selbst jede weitere Tätigkeit untersagt worden; zu­gleich wurde sein Heim beschlagnahmt, in dem zu­gleich b e r größte Saalbau von ganz Lodz ist. Wie kommen die Volksdeutschen in Lodz zu einem so großen Saal? Richtiger wäre wohl, die Frage so zu stellen: Wie ist Lodz zu seiner gegenwärtigen Bedeutung gekommen? Denn im Jahre 1821 zählte das Dorf Lodz erst 788 Einwohner. Die da­malige russische Regierung unter dem Zaren Niko­laus I. lud zahlreiche deutsche Weberfami­lien aus Schlesien, Sachsen, Thüringen und Fran­ken zur Besiedlung von Lodz ein; gleichzeitig wur­den auch deutsche bäuerliche Siedlungen in der Umgebung gegründet. Der Ruf von Lodz als einer Großstadt der Textilindustrie ist also von Deutschen begründet worden. Die Zahl der Volksdeutschen im Lodzer Gebiet wird heute auf 200 000 geschätzt. Zahlreiche deutsche Bauerndörfer werden wegen ihrer Sauberkeit und ihres ordent­lichen Zustandes in der an sich recht trostlosen Ge­gend von Lodz als Sommerfrische besucht. Niemals wurden diese Volksdeutschen unter der von den Po­len so heftig bekämpften Zarenregierung derartig ickikaniert wie heute imfreien" Polen; es ist nun schon so, daß jemand, der an Freiheit nicht ge­wohnt ist, mit verblüffender Schnelligkeit Büttel- Allüren annimmt

belebt. Jugoslawien hat gegen das türkisch­englische Bündnis in diesem Sinne protestiert und erkennen lassen, daß es den Achsenmächten und ihren Zielen mehr vertraut als den von außen wirkenden Kräften. Rumänien muß bei einer Lockerung oder Sprengung des Bundes feine Iso­lierung befürchten, wofür die Versprechungen Eng­lands und Frankreichs nur ein schwacher Erlatz sind, ba ihr Beistand an die höchst problematische Verkehrssicherheit durch bas östliche Mittelmeer ge­bunden ist, militärisch wie wirtschaftlich. In letzter Beziehung hat, wie zu erwarten, der Handelsvertrag mit England, gegenüber dem mit Deutschland, be­sonders enttäuscht. Mit Sowjetrußland wünscht man wegen Bessarabien nichts zu tun haben. Militärisch ist Rumänien schwach.

England wie Frankreich sind für den Balkan einschließlich Türkei Gelegenheitsabnehmer, keine Dauerkäufer wie das Reich ober Italien, auch zu weit ab. Das merkt auch Griechenlanb, dessen Wein und Tabak im Westen nicht gesucht werden und das sich eine feindselige Einstellung zur Achse nicht gestatten kann. Das weiß ebenso Bulga­rien, das außerdem noch Revisionsforderungen hat und daher als weiteres Sprengmittel mit Vor­sicht betrachtet wird. So sieht man heute Rumänien bemüht, den Balkanbund zu halten, weil bei einem größeren Konflikt der Verlust der Dodrudscha an Bulgarien droht, ebenso Griechenland, das den Durchbruch Jugoslawiens nach Saloniki und Bul­gariens nach Kawalla ober DedeagatschAlexandro- pol befürchten muß, was auch für die Türkei einen Rückschlag wäre und sie betroffen auf die angerich­tete Unruhe blicken läßt. Alles in allem ist hier die Einkreisung an einem kritischen Punkt angelangt

In Italien besitzt die Achse eine Sperrspitze, die weit nach Süden reicht und unter Umständen, wie in Englands Fachschrifttum zugegeben wird, die ganze Mittelmeerherrschaft in Frage stellt. Spanien, das gewiß jetzt nach Neutralität und friedlichem Aufbau verlangt, steht immerhin als Mitglied im Antikomintern-Pakt und entfernt sich damit weiter von den Westmächten. Die Schweiz, Belgien und die Niederlande sind ebenso- viele Lücken im Ring, auf unbedingte Neutralität gestellt, daher weder zu überfliegen noch zu durch­schreiten, öder im Kriegfall willig, sich noch einmal unter das Joch der Einfuhr-Blockade undschwar­zen Liften" zu bringen. Zum Gleichen hat sich der gesamte Norden bekannt: Dänemark schloß seinen Nichtangriffspakt mit dem Reich, die drei anderen SkanVinavier verneinten die Frage, daß

An der Spitze der Ehrengäste sah man General­feldmarschall Göring, die Generalobersten Keitel und Milch, die Reichsminister Frick und Lammers, Staatsminister Meißner und Angehörige des Diplo- matischen Korps. In fesselnder Darstellung erleben wir die letzten entscheidenden Tage des Kampfes ge­gen den Bolschewismus, der gewiß nicht zuletzt durch den belbenmüticen Einsatz her ..Legion . . _ ............

Condor" mit dem Siege über den Weltfeind gekrönt l sitz genommen. In der Bergschule befanden sich die

feftigung Moskau verweigert, und die englische Stimmen als Stütze der Blockade gegen Deutschland in sowjetrussischen Händen wissen möchten, hat im i Norden viele Augen geöffnet und den Willen zur echten Neutralität gestärkt. Das bedeutet eine wei­tere Lücke im Blockadering vom Skagerrak bis Reval und Helsinki, damit Atemraum für die deutsche Lunge. Was Sowjetrußland selbst betrifft, so hat sein zähes Feilschen und Zögern bei den Westmächten nicht gerade den Glauben an seine Bereitschaft und die Gradlinigkeit seiner Einstellung verstärkt, und französische Militärstimmen (beson­dersFrance Militaire" undEcho be Paris") werden nicht müde, die Betriebssicherheit dieser wieder ausgegrabenen Dampfwalze in Frage zu ziehen. So barf man im ganzen sagen, daß die Bäume der feindlichen Politik nicht in den Himmel wachsen, uni) daß diese auf Polen und feinen exaltierten Chauvinismus allein keine überlegene Koalition bisher begründen konnten ober es wagen können, etwa um der Danziger Frage willen dieses System zu mobilisieren.

Oie Heimkehr der italienischen

Spanien-Flieger.

Mailand, 15. Juni. (Europapreß.) Der Ueber« seedampferDuilio" mit dem aus Spanien heim­kehrenden italienischen Fliegerkorps von 2800 Mann ist bei Tagesanbruch an der Küste von San Remo den TruppentransportbampfernPie- monte" undSardegna" begegnet, aus denen die zu Besuch nach Italien gekommenen dreitausend spanischen Legionäre heimkehren. Von Bord zu Bord wurden herzliche Grüße gewechselt. Die italienischen Flieger sind gegen 8 Uhr im Hasen von Genua eingetroffen, wo sie von den Stabt» beworben und im Namen der Regierung von Außen­minister Graf Ciano sowie den Ministern Alfieri und Starace begrüßt wurden. Am Nachmittag sand vor dem Kriegsgefallenen-Denkmal die große P a rade vor dem König und Kaiser statt, bei der Deutschland durch seinen Luftattachs bei der deutschen Botschaft in Rom, General von Bülow, vertreten war. An der Spitze der Legionär- Flieger marschierte Fliegergeneral Monti mit seinem Stabe. Im Zuge marschierten auch sechzig spanische Flieger, die ihre italienischen Kameraden in die Heimat begleitet hatten. Nach der Varade zogen die Leaionärflieger unter dem Triumphbogen des Kriegsgefallenen-Denkmals hindurch und weiter durch die Hauptstraßen, wo ihnen die Bevölkerung begeistert zujubelte.

Im Kampf

gegen den Wettfeind."

Uraufführung des Films über den Einsatz der Legion Eondor.

Berlin, 15. Juni. (DNB.) Am Donnerstag­abend fand im Ufa-Palast am Zoo die Urausfüh­rung des dokumentarischen Filmes vom Einsatz der deutschen Freiwilligen in Spa-