kom'ltek 0« das Reußische Theater In Gera, Hans Schlick als 1. Charakter-Chargenspieler an das Aationalthectter in Weimar, Peter Schorn als !_igendlicher Charakterspieler an die Städtischen Allhnen, Magdeburg:, Erich Weiland als Bon- livant an das Reußische Theater, Gera. —
** Abschlußprüfungen in der OeHL. Äieser Tage finden in der Oeffentlichen Handels- Lehranstalt in Gießen die Abschlußprüfungen in fünf lerschiedenen Klassen unter dem Vorsitz von Hantels-Studiendirektor Dr. Kruse statt. Es bestanden jfi der Abteilung Handelsschule 69 Mädchen und $3 Knaben. Die Mädchen erwarben damit die Mög- lchkeit, sofort in eine Anfängerstelle einzutreten, lie Jungen können eine verkürzte Lehrzeit begin- ren. Außerdem ist den besonders Befähigten für spätere Jahre der Weg zur Hochschule über die Son- terreife offen. — In der Höheren Handelsschule toben 39 die Prüfung bestanden und damit ihr fach- lches Können unter Beweis gestellt.
Dolksbund für das Deutschtum im Ausland (DdA).
Man schreibt uns: Dem deutschen Volke, dem süßten in Europa, ist es nicht wie den „Demokratien bS Westens" vergönnt gewesen, an den überseeischen kckdeckungen zu Beginn der Neuzeit sich seinen Anteil als Siedlungsland für seinen Bevölkerungstierschuß, oder als Rohstoffquelle zu sichern. Im Gegenteil, es verlor durch innere Zwietracht sogar it>d) wertvolle Grenzgebiete und wurde in seinem febendraum immer mehr eingeengt.
So mußten im Laufe der Jahrhunderte Millionen i n deutschen Menschen in anderen Ländern ihr 5tot suchen und haben oft große Verdienste an der (Entwicklung ihrer neuen Heimat, der sie in selbstloser § ngabe ihre Kräfte widmeten. Von dem Mutterland vAkommen vernachlässigt und vergessen, gingen sie znn Teil im fremden Volkstum auf; zum Teil aber chrten sie bis auf den heutigen Tag einen zähen und ). ferreichen Kampf um die Erhaltung ihres Deutsches gegen eine neidische und gehässige Umwelt. Um r-er 20 Millionen deutscher Volksgenossen handelt es i5 dabei. Ihnen beizustehen in ihrem Ringen um Esche Selbstbehauptung ist unsere heilige Pflicht.
Die Organisation, die vom Führer mit dieser völ- lichen Aufgabe betraut wurde, ist der VDA.
Älm kommenden Dienstag, 21. März, 20.30 Uhr, spricht in der Aula des Landgraf-Ludwigs-Gymna- strns der VDA.-Bundesredner Willi Balik über ds Thema: „Kampf und Not des Auslandsdeutsch- lims". Balik ist Sudetendeutscher; er war 1932 schon Ksisleiter der sudetendeutschen NSDAP, und wurde cii- solcher, wie so viele deutsche Männer, von den Schechen in den Kerker geworfen, aus dem es ihm 1'34 gelang, ins Reich zu entkommen. Es darf bei fcir heutigen politischen Lage erwartet werden, daß bi- Abend sich eines zahlreichen Besuches erfreuen i nsb.
Große Strafkammer Gießen.
In der gestrigen Sitzung hatte sich der Fritz Luft aus Lauterbach unter der Anklage von E ttlichkeitsverbrechen in 11 Fällen fiu verantworten. Der Angeklagte hatte minberjäh- rtia Personen, die zum Teil seiner dienstlichen Ob- l)v bzw. seiner Vormundschaft anoertraut waren, i’b r mit denen er bekannt wurde, in strafbarer ife mißbraucht bzw. zu unsittlichen Handlungen resführt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß lbe Oeffentlichkeit statt. Der Angeklagte wurde zu 5 Jahren Zuchthaus, abzüglich 6 Monate nn» 15 Tage Untersuchungshaft, ferner zum Verlust bei bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von acht Sai-ren verurteilt.
Sezirksschöffengencht Gießen.
Th. in Hungert und R. B. in Gießen wurden bciHuldigt: Th., am 26. Juli 1938 in Gießen an der Ltiußenkreuzung Ebelstraße—Riegelpfad bei einer tjtuiri mit einem Personenkraftwagen die Körper- oenetzung des Erwin Pfeiffer, Weidenhausen, und bei Hermann Müller, Runzhausen, dadurch fahrläs- sig verursacht zu haben, daß er sie mit dem Perso- neiTraftrotigen anfuhr, wobei er die Aufmerksamkeit, iuwer er infolge seines Berufes verpflichtet war, aus kr Augen liefe; B., am 26. Juli 1938 mit einem Jairrab die Ebelstraße in Richtung Riegelpfad belohnen und sich dabei nicht so verhalten zu haben, M er einen anderen nicht schädigen, oder im Ver- M behindern konnte. Er fuhr mit feinem Fahrrad ■in Einbiegen nach links in den Rieaelpfad nicht P weiten Bogen, sondern im engen Bogen. Hier- iui^at er dem durch den Riegelpfad fahrenden Per- Umkraftwagen des Th. nicht das Vorfabrtsrecht nnteeräumt, und er stieß mit dem Auto zusammen. Du Fahrer des Personenkraftwagens wollte den . gusiimmenstoß vermeiden, kam aber durch das '«rille Bremsen auf den Bürgersteig und verletzte iW rch Pfeiffer und Müller.
l e Angeklagten bestritten, sich schuldig gemacht aben, wurden aber durch die Beweisaufnahme i ittfsuhrt.
;£"r Vertreter der Anklage beantragte, die An- !1<I1 -gten zu Geldstrafen von je 70,— RM., hilfs- i Bii" 14 Tage Gefängnis, zu verurteilen. Der Ver- i :tr des Nebenklägers Pfeiffer schloß sich dem - ihage des Anklagevertreters an. Der Verteidiger i 5 ?TH. beantragte Freisprechung, der Verteidiger t - B. beantragte wegen der Körperverletzung Frei- f :e.;")ung, eine Bestrafung des B. könne nur wegen J 3 hretung der Straßenverkehrsordnung erfolgen.
Iltieil: Die Angeklagten find schuldig des Verchens der fahrlässigen Körperverletzung, dabei Th. ii :r Außerachtlassung der Sorgfaltspflicht, und B. i nluteinheit mit Uebertretungen der Reichssttaßen- rUkihrsordnung. Beide werden zu je 7 0,— R M. Oclidst r a f e, Hilfsweise 14 Tage Gefängnis, t ein teilt.
Großes Schadenfeuer.
«Äroß-Eichen, 15. März. Heute morgen um 'H Hier brach in dem Holzschuppen des Zimmermei- si»-Heinrich Peter Feuer aus. Infolge des fear= Windes griff das Element sofort auf Haus, (Skteier und Stallung über und legte das ganze '2lrr.!|en bis a u f die Grundmauern in 21 |d e. Durch das energische Eingreifen der hiesigen OM'°uerwehr konnte der Brand auf seinen Herd brshAinkt werden, so daß Nachbarhäuser nicht in 'J Mill ■benfefjaft gezogen wurden. Der Brand griff V1 IZrrascher.d um sich, daß sich die Bewohner nur n W Inapper Not, teilweise bind) das. Fenster, retten ton:2n. Ein 96jäbriger ©reisXpnnte nur unter Le- bisn.»efahr den Flammen enommeii und erlitt nhr re Brandwunden im Gesicht. Auch das Vieh noch in letzter Minute gerettet werden. Sämt- lirch Habe, auch das Bargeld der geschädigten 5°* WU»äst dem Feuer zum Opfer gefallen. In wahrer BÄk-zemeinschaft setzte eine Hilfsaktion ein und icirrrslte Lebens- und Futtermittel für die Geschä-
Die Brandursache konnte bis jetzt noch nicht festelellt werden.
Bezirkssparkaffe Gießen im Jahre 4938
Gin sehr erfreulicher Jahresbericht. - Ständig steigender Spareinlagenzuwachs
Am vergangenen Samstag hielt die Bezirkssparkasse Gießen im Saale des Universitäts- Cafes ihre diesjährige ordentliche Mitglieder-Ver- fammhmg ab. Die Vertreter der Gewährsgemeinden waren nahezu vollzählig erschienen und bewiesen damit das große Interesse, das die Gemeinden an der Entwicklung ihrer Sparkasse haben. Als Vertreter der Aufsichtsbehörde war Landrat Dr. Lotz zugegen.
Nach Erledigung der Formalien der Mitglieder- Versammlung erstattete zum ersten Punkt der Tagesordnung
Direktor Dr. Hopfenmüller
den Geschäftsbericht. Er wies einleitend darauf hin, daß die Sparkasse ihre Arbeit auf der unverändert günstigen wirtschaftlichen Entwicklung unseres engeren Heimatbezirkes aufbauen konnte. I>er Erfolg des Geschäftsjahres 1938 übertraf den der Vorjahre beträchtlich.
halte schon das Jahr 1937 einen Spareinlagen- Zuwachs von 1,7 Millionen RM. gebracht, fo wurde dieses günstige Ergebnis im Jahre 1938 noch übertroffen. Die Zunahme der Spareinlagen des Berichtsjahres betrug 2,25 Millionen R2N. Sie seht sich aus einem Vareinlagenzuwachs von 1,5 Millionen RM. und einer Zinsgutschrift von 750 000 RM. zusammen. Die Steigerung der Spareinlagen seil 1933 beträgt nunmehr nahezu 9 Millionen RM.
Es liegt in dieser Entwicklung des größten Spar- Institutes unserer engeren Heimat einmal die Be- ^ät’Qung der Festigung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zum andern aber auch die sich ständig vertiefende Verbundenheit der Kasse mit allen Kreisen der Bevölkerung.
Die aufsteigende Entwicklung des S ch u l s p arme s e n s ergibt ein erfreuliches Bild von dem Sparwillen der Schuljugend, aber auch von der verständnisvollen Mitarbeit der Lehrerschaft an diesem Erziehungswerk.
Der Spargiro- und Kontokorrent - Verkehr ist im Berichtsjahr tn feinem Umfang erheblich erweitert worden. An dieser Feststellung ändert sich auch dadurch nichts, daß der Bestand an Kontokorrent - Einlagen mit 3 480130,00 RM. geringfügig hinter dem Endbestand des Vorjahres zurückbleibt. Aber es ist die Anzahl der Konten um 10 Prozent, der Posten des Kontokorrents um 20 Prozent und der Umsatz gar um 25 Prozent angestiegen. Es wird an dieser Entwicklung deutlich, daß die Vorteile des unbaren Zahlungsverkehrs von einem sich ständig vergrößernden Personenkreis in Anspruch genommen werden.
Die Organe der Kasse genehmigten im Berichtsjahre über 300 Darlehens - Anträge, von denen der weitaus größte Teil auf die Hypo- theken-Darlehen entfällt; diese fanden überwiegend zur Finanzierung des Wohnungsbaues, aber auch zur Ablösung zinsteurer Hypotheken^Darlehen Verwendung. Die Ausleihung des Jahres 1938 betrug 1,8 Millionen RM., ein Betrag, der zur weiteren Belebung unserer heimischen Wirtschaft Veranlassung gegeben hat. Die Zinsrückstände wurden auf 129 754,00 RM. ermäßigt (im Vorjahre 162 335,00 RM.); in diesem Bettag ist allerdings die Zinsfälligkeit des 31. Dezember 1938 mit 88 426,00 RM. enthalten.
Der Wertpapier-Bestand erhöhte sich um 625 587,00 RM. auf 7 437 215,00 RM. Das Wertpapier-Geschäft hat im Vergleich zum Jahre 1937 durch den Wegfall der Umsätze an Schuldverschreibungen des Umschuldungsverbandes Deutscher Gemeinden eine Entlastung erfahren. Der in der Bilanz ausgewiesene Wechsel - Bestand liegt mit 64 089,00 RM. unter dem Bestand des Vorjahres.
An Zahlungsbereitschaft und Zins- politik hat sich gegenüber den früheren Jahren nichts geändert. Die gesetzlichen Bestimmungen über Bar-Liquidität und Gesamt-Liquidität sind erfüllt; letztere beträgt, gemessen am Gesamt - Einlagenbestand, 35 Prozent. Unter den Soll - Zinssätzen findet der Hypotheken-Zinssatz der Sparkasse von 4,5 Prozent immer wieder besondere Anerkennung in Kreisen der Kundschaft.
Die Zugänge des Jahres 1938 an Grundbesitz und Geschäftseinrichtung wurden abgetrieben. In der Bilanz erscheint der Grundbesitz mit 75 000,00 RM. (Vorjahr = 90 000,00 RM). Der Reingewinn ist mit 68 266,74 RM. ausgewiesen und liegt damit etwa 9000,00 RM. über dem des Vorjahres. Nach einem Hinweis auf die Arbeitsleistung der Gefolgschaft im Jahre 1938 und den im Geschäftsbericht niedergelegten Sozial - Bericht wurde auf die Ausgestaltung der Betriebs-Organisation, die für den Ärbeitsablauf erhebliche Verbesserungen gebracht hat, hingewiesen.
An diese Ausführungen schloß sich eine Vergleichung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlust- rechnung mit der des Vorjahres an. Es fanden die auch vorstehend geschilderten Veränderungen der einzelnen Bilanz-Positionen Erläuterung, wobei in der Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung auf die günstige Entwicklung der Verwaltungskosten hingewiesen werden konnte^ in der
die sachlichen Ausgaben gegen das Vorjahr um mehr als 20 Prozent verringert wurden. Der Jahresabschluß der Bezirkssparkasse nebst Gewinn- und Verlustrechnung, der unter dem 7. Januar 1839 fertiggestellt vorlag, war nach Prüfung durch den Hessischen Sparkassen- und Giro- verband unterm 8. Februar 1939 der uneingeschränkte Prüfungsoermerk erteilt und unter dem 22. Februar 1939 durch den Herrn Reichsstatthalter in Hessen, als obere Aufsichtsbehörde, genehmigt worden. In der gleichen Verfügung wurde dem Verwaltungsrat, dem Vorstand und Direktor die gesetzliche Entlastung erteilt.
Der Geschäftsbericht wurde von dem Vortragenden rn.it einem Hinweis auf die enqen Beziehungen zwischen Gemeinden und' Sparkasse abgeschlossen. Diese Beziehungen könnten sich zwar zur Zeit infolge bestehender gesetzlicher Hindernisse nicht so auswirken, wie man es sich auf beiden Seiten wünsche, aber die Pflege des Bewußtseins der Verbundenheit erscheint im Hinblick auf die in Aussicht stehenden Veränderungen auf diesem Gebiet um sy notwendiger.
£anöraf Dr. Loh
Stadt und Land und damit im Rahmen unserer Volkswirtschaft überhaupt habe. Eine bewußtt Einstellung auf die übergeordneten Ziele all unserer Tätigkeit stellte er als dringend notwendig hin. Er schloß seine Ausführungen mit einer erneuten Bestätigung der zwischen Sparkasse und Aufsichtsbehörde seit Jahren bestehenden verttauensoollcn Zusammenarbeit.
Nachdem von der Mitglieder-Versammlung in Ausführung des zweiten Punktes der Tagesordnung eine formale Umstellung in der Mitgliedschaft zum Verwaltungsrat vorgenommen worden war, sprach
der Vorsitzende des Verwattungsrcckes der Bez!^- fparkasse Gießen
Oberbürgermeister Ritter
kurz zur Versammlung. Er wies darauf hin, wiS sehr all unsere Tättgkeit und das Wirken aller bestehenden Einrichtungen darauf abgestellt sein müsse, im Dienste der großen Ziele unserer Politik zu stehen. Die Notwendigkeit dieser Einstellung wies er gerade am Ablauf des Jahres 1938 eindeutig nach. Er gab, nachdem er der Leitung und der Gefolgschaft für den Einsatz im abgelaufenen Jahr gedankt hatte, der Hoffnung Ausdruck, daß das Jahr 1939 der Sparkasse eine Fortsetzung ihrer stetigen Auf- wärts-Entwicklung bringen wird.
Mit dem Gruß an den Führer wurde die Mit« glieder-Versammlung geschlossen.
Aus dem Gießener Handelsregister.
In das Gießener Handelsregister wurde eingetragen: Die Firma Gustav Will & Co., Zweigniederlassung Gießen, Hauptniederlassung Wiesbaden- Biebrich. Inhaber der Firma: Gustav Will, Kaufmann, und Käthe Will, geborene Kaub, beide in Wiesbaden-Biebrich. Dem' Kaufmann Shirt. Will in Wiesbaden-Biebrich ist Einzelprokura erteilt. Offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 1. Januar 1939 begonnen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist jeder Gesellschafter einzeln ermächtigt.
Bei der Firma Brauerei Jhring-Melchior KG., Lich: Die Bestimmung des Gesellschaftsverttags, daß bei Erwerb, «Veräußerung ober Belastung von Grundstücken sämtliche persönlich haftenden und ge- schäftsführenven Gesellschafter mitzuwirken haben, gilt nicht für die derzeitigen persönlich haftenden Gesellschafter Christoph Jakob Melchior II. und Hans Jhring. Sie find, und zwar jeder für sich allein, auch in diesen Fällen zur Vertretung berechtigt, mit Ausnahme jedoch des Falles der Veräußerung des Geschäfts im Ganzen oder in Teilen.
Bei der Firma Otto Göbel, Gießen: Die Firma ist geändert in „Autohof Otto Göbel, Gießen".
Erloschen sind die Firmen Karl Zwang, Gießen; Gebrüder Pietz, Gießen; Gustav I. Kahn, Gießen, von Amts wegen gelöscht: Gewerkschaft Weißenburg, Garbenteich.
Rhein -Mainische Börse,
weiter leichte Befestigungen.
Frankfurt a. M., 15. März. Die historischen Ereignisse des heutigen Tages standen auch an der Börse im Mittelpunkt des Interesses. Am Aktienmarkt hat sich die freundliche Haltung verstärkt, das Geschäft bewegte sich aber in weitaus geringeren Bahnen als gestern, da sich das Publikum nur mit kleinen Aufträgen beteiligte, während der Berufshandel keine neuen Käufe tätigte. Im Durchschnitt zogen die Kurse erneut 0,50 bis 1 v. H., teilweise auch leicht darüber an. Sehr ruhig lagen IG. Farben, die mit 149,65 (149,75) kaum behauptet blieben. Am Montanmarkt erhöhten sich Mannesmann auf 109,75 (109), Vereinigte Stahl auf 110 (109,75), Hoesch auf 107,25 (107) und Laurahütte auf 13,75 (13), Deutsche Erdöl gewannen 1,25 v. H. auf 123,25. Von Elektrowerten waren hauptsächlich AEG. befestigt auf 113,75 (112,50). Mehr erhöht lagen außerdem Reichsbank mit 177,75 bis 178,25 (177), Aschaffenburger Zellstoff mit 101,13 bis 102,50 (100,25), Rütgerswerke mit 139 (137,25) und Bem- berg mit 133 (131,50).
Der Rentenmarkt lag bei freundlicher Grundtendenz still. Reichsaltbesitz gut erholt auf 130,20 (129,75), dagegen Reichsbahn-Vorzugsaktien 123,13 (123,25). Im Freiverkehr gingen Kommunal- Umschuldung mit 93,25 und 93,20 und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit 89 (88,90) um. Pfandbriefe weiter still und unverändert, ebenso Liquidattons- roerte. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhig und gehalten, 4V» v. H. Heidelberg 0,50 v. H. fester mit 97. Industrie-Obligationen, meist 5proz., bröckelten
leicht ab, Mtttelstahl 100,25 (100,40), Gelsenkirchen Berg 100,13 (100,25), auch 6 v. H. IG. Farben 0,50 v. H. ermäßigt auf 120,75.
Im Verlause dauerte das stille Geschäft an, die Haltung blieb aber unverändert freundlich. Vereinzelt traten weitere mäßige Erhöhungen ein. IG.
ührte im Anschluß an diesen Bericht aus, daß die erfreuliche Aufwärtsentwicklung der Bezirkssparkasse Gießen in diesem Jahr eine nachhaltige Fortsetzung erfahren habe, die auch für die Zukunft das beste erwarten lasse. Er hob hervor, welche Bedeutung die Tätigkeit der Sparkasse für das Wirtschaftsleben in I
„Tag der Erziehung" in Mendorf (Lahn).
Der Kreisabschnitt Gießen-Land im NSLB. hielt am gestrigen Mittwoch in Allendorf (Lahn) eine Ganztagung ab, die trotz der ungünstigen Witterung von fast allen Mitgliedern besucht war.
In den Vormittagsstunden hielt Lehrer Kimmel, Allendorf (Lahn), nach dem Frühsport und einem Aufmarsch der Schüler, eine Unterrichtsprobe, in der er nach dem neuen Ganzheitsplan vorging. „Ein Volk, ein Reich, ein Führer" war als Thema gestellt. Irr mehrstündigem Unterricht zeigte Lehrer Kimmel, wie unser Deutsches Reich im Laufe der Jahrtausende wuchs und sich gestaltete. Aus der Fülle der Tatsachen, die hier gestreift wurden, seien nur erwähnt: Anfang aus der Germanenzeit, Befreiungskampf unter Hermann dem Cherusker, Karl der Große, Heinrich von Sachsen, Otto der Große, Kampf mit dem Papsttum, Hohenstaufenzeit, Dreißigjähriger Krieg, das Werden des preußischen Staates, die Zeit Napoleons, Bruderkrieg mit Oesterreich, der 70er Krieg, Weltkrieg 1914—1918 und die Gründung des Dritten Reiches. Besonders eingehend wurde dann die neue Zeit, der Umbruch der Nation, aber auch die Ereignisse des letzten Jahres und die der letzten Stunden behandelt. Die Kinder (die drei letzten Jahrgänge) waren mit Eifer und Begeisterung bei der Sache. An Hand von Aufzeichnungen und Karten wurden Einzelheiten erklärt, dabei wurde nie das eigentliche Thema vergessen.
Nach einer kurzen Pause folgte bann,— im Anschluß an den Ganzheitsplan — eine Rechenstunde und eine Unterrichtsprobe in Deutsch. Auch hierbei konnten sich die Mitglieder des NSLB. überzeugen, wie stark, lebendig und gegenwartsnah in der Klasse des Herrn Kimmel gearbeitet wurde.
Nach der Entlassung der Schüler gab Lehrer Kimmel eine kurze Darstellung über die Art und Weise seines Unterrichts.
Nach gemeinsamem Mittagessen (Eintopf) begrüßte Kreisschulrat Nebeling die Mitglieder des Bezirksvereins Gießen-Land und' gab einige geschäftliche Mitteilungen bekannt. In längeren Ausführungen behandelte er darauf die neuen Vorschläge über die Ganzheitspläne und versicherte dabei, daß eine Umstellung zu dieser Unterrichtsweise nur von größtem Vorteil sein werde. Der beste Beweis dafür sei die Unterrichtsprobe von Lehrer Kimmel.
Nach der Kaffeepause leitete Rektor Siegfried, Großen-Linden, als Obmann des Bezirks die Verhandlungen. Die letzten Nachrichten vom Rundfunk
Wirtschaft.
Farben 150 nach 149,65, Vereinigte Sta'hl 110,50 nach 110, Westdeutsche Kaufhof 104,25 nach 103,75, Licht und Kraft 131,75 nach 131 und Reichsbank 178,50 nach 178,25. Bei den später zur Notiz gekommenen Papieren überwogen Besserungen bis 1 v. H, BMW. gewannen 1,50 v. H. auf 148,50. Am Einheitsmarkt war die Entwicklung weiter nicht ganz einheitlich.
Abendbörse still aber fest.
An der Abendbörse setzten sick) kleine Käufe der Kundschaft fort, so daß an den Aktienmärkten bei allerdings nur kleinem Geschäft überwiegend neue Erhöhungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. ein« traten. Stärker gesteigert waren am Elektromarkt Gesfiirel mit 134,50 bis 135 (133,50) und AEG. auf 114,75 (113,75), ebenso befestigten sich Kunstseide Bemberg um 1,50 v. H. auf 134,50 und Holzmann um den gleichen Satz auf 152. JG.-Farben lagen still und mit 150 unverändert. Von Bergbauwerten notierten Buderus mit 104 (103,50), Mannesmann mit 110,65 (110,13), Verein. Stahl mit 110,74 (110,50) und Deutsche Erdöl mit 123,75 (123,50), Hoesch mit uno. 107,25. Autoaktien wurden gefragt, besonders Adlerwerke mit 106,65 (105,75), daneben Daimler 133,50 (133), BMW. 149 (148,50) und von reinen Maschinenwerten stiegen Eßlinqer auf 111 (110,50).
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 15. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W9 210, W 11 212, W 12 213, W13 214, W16 217, W 18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen R 11 196, R 12 197, R 14 199, R 15 200, R 16 202, R 17 203, R 18 204, R 19 206 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preis« gebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W 20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 unter den NDtierun- gen. Roggenmehl Typ 997 R 12 22,45, R 19 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlen- ftation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenvoll- tleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 MühlenfeftpreiS ab Mühlenstation. Treber getr. —, Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenau, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, binbfabengepr. ober gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer-- und Gerstenstroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 16. März. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1224 Rinder (324 Ochsen, 151 Bullen, 513 Kühe, 238 Färsen), 457 Kälber, 41 Hämmel, 48 Schafe und 488 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 dis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe ^mUte^
wurden gehört, und im Anschluß daran wies Rektor Siegfried auf die Bedeutung der Ereignisse hin.
Sodann gab er das Wort an Lehrer Faber- Allendorf (Lahn), zu seinem Vortrag: „Die Zurückgewinnung der Ostmark und ihre Bedeutung für das Altreich." In tiefschürfenden Ausführungen ging der Vortragende auf die geschichtlichen Vorgänge der letzten 2000 Jahre ein und schilderte sodann die Zurückgewinnung der Ostmark durch unfern Führer Adolf Hitler. Im zweiten Teil des Vortrages zeigte er, welche Bedeutung gerade die Ostmark für unser deutsches Vaterland hat. Auch auf biü kulturellen Beziehungen wies er ausführlich hin. Seinem Vortrag folgte reicher Beifall.
Rektor Siegfried wies sodann in einer Schlußansprache auf unsere Wehrmacht hin. Mit warmen Worten gedachte er der Reichswehr, dem einzigen positiven Ergebnis der Systemzeit, neben dem Aufbau der nationalsozialistischen Partei. Darauf schilderte er mit Begeisterung die Bedeutung unserer Wehrmacht, wie sie als erster Erziehungsfaktor int Dritten Reich von unserm Führer als tragende Säule neben der Partei aufgerichtet wurde. Das bekannte Gedicht von Hch. Lersch „Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen" schloß die ergreifende Ansprache. Mit dem Gesang der Nationallieder endete der zweite Teil der Tagung.
Rektor Siegfried dankte Lehrer Kimme,! für dia Vorbereitung und Ausgestaltung des „Tages der Erziehung".
Am Abend folgte eine Elternversammlung- die mit Gedichtvorträgen, Gesängen und einer Ansprache von Kreisschulrat Nebeling ausgefüllt war. Unter Mitwirkung der Partei wurde vor allem des heutigen historischen Tages gedacht.
Tragischer Tod eines Opernsängers.
Lpb. Mainz, 15. März. Unter tragischen Umständen starb in der Nacht zum Dienstag der Heldenbariton des Mainzer Stabttheaters Franz Stephan. Der beliebte Sänger, der schon länger leidend war, hatte noch vor etwa zwei Wochen in Puccinis „Tosca" als Scarpia mrtaewirkt. In der Sterbeszene dieser Rolle wurde der Sänger von einem Herzanfa11 betroffen, dem der im zweiten Jahr in Mainz tätige, erst 37jährige Künstler erlegen ist.


