Ausgabe 
16.3.1939
 
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Ur.64 Lrsies Blaff

189. Jahrgang

Donnerstag, lb. März 1939

Das historische Dokument

der letzten Monate

mit erschreckender Deutlichkeit,

Prag, 15. März. (DNB.)

Von Melnik aus geht es gerade nach Silben. Wir

Heute am frühen Nachmittag traf der Führer, Ehebrüche ^1- beut-

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auch der Führer! Wo ihre Kolonnen oorgehen, da fährt auch die Kolonne des Führers.

und der Sturm nimmt zu. Fahl liegt bas weite Land, das im Sommer voll wogender Kornfelder bedeckt ist. Nichts ist von Prag zu sehen. Der Schneesturm scheint es verschlungen zu haben. Dann plötzlich taucht im grellen Licht der Scheinwerfer eine Tafel auf:Praha, 15 k m". Und dann sinb auch schon bald die ersten Vorstadthäuser erreicht. Es werden mehr und mehr, sie schließen sich zu ganzen Straßenzügen zusammen, und dann tauchen . wir ein in die Helle der Stadt. Hoch droben über I ihr erhebt sich die gewaltige Silhouette der Bur g.

Niemand noch ahnt in Prag, daß der Führer

von Berlin kommend, im Sudetengau ein. Gegen 15 Uhr erreichte der Führer Böhmisch-Leipa. lieber das böhmische Land tobt seit 12 Stunden ununterbrochen ein schwerer Schnee st urm hinweg. Tief sind alle Straßen und Wege verschneit. Ueberall türmen sich hohe Schneeverwehungen, es ist eisig kalt, der Sturm treibt in wirbelnden Wol-

blauen Lichter in die Straßen. Die Stadt ist ruhig. Ja, es scheint, als sei na chden verwirrten und auf-

sich enthüllt. Historische Erinnerungen werden wach, wir denken an die Gestalt Kaiser Karls IV., der

schon Posten gesichert ist. Wieder passiert der Füh­rer lange motorisierte Kolonnen. Es wird dunkel

Zu Urkund dessen Ist dieses Schriftstück in doppelr ter Ausfertigung unterzeichnet worden.

Führerbüsten, oft nur eine schlichte Postkarte oder ein einfacher Druck, umrahmt von Hakenkreuzfahnen unb Blumen, ausgestellt. Nirgends ist es zu Zwi­schenfällen gekommen. Man sieht in den Straßen die Polizisten ihren Dienst versehen, sieht auch viele Soldaten unter der zuschauenden Menge. Alle Gast­stätten und Kaffeehäuser sind überfüllt, und es gibt natürlich nur ein einziges Thema: die wiedergewon­nene Freiheit.

Oer italienische Gesandte in Prag beim Tieichsauhenminister.

Prag, 16. März. (DNB. Funkspruch.) Der Reichs­minister des Auswärtigen von Ribbentrop empfing am Mittwochabend in den Räumen der Prager Burg den italienischen Gesandten in Prag Franzoni.

Oer Vormarsch der deutschen Truppen geht planmäßig vonstatten.

daß der alte Haßgeist eines Huß und eines Benesch nach immer neuen Opfern seiner Gier verlangen muß, sobald er sich selbst überlassen bleibt. So blieb die ehemalige Tschecho-Slowakei ein Unruheherd nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa. Die Sicherheit des Deutschen Reiches verlangt aber nach ganz eindeutigen, klaren und ruhigen Verhältnissen, die gerade in diesem Raum eine unabdingbare Lebens- notwendigkeit für unser nationales Dasein darstellen.

Es ist heute tausendfach bewiesen, daß die Tsche­chen von sich aus nicht imstande sind, diese geschicht-

Der Führer und Reichskanzler hat heute In Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den tschechoslowakischen Staatspräsidenten Dr. Uacha und den tschechoslowakischen Außenminister Dr. Chwalkowsky auf deren Wunsch In Berlin empfangen. Bei der Zusammenkunft Ist die durch die Vorgänge der letzten Wochen auf dem bisherigen tschechoslowakischen Staatsgebiet entstandene ernste Lage in voller Offenheit einer Prüfung untenan worden. Auf beiden Selten ist übereinstimmend die Über­zeugung zum Ausdruck gebracht worden, daß des Ziel allez Bemühungen die Sicherung von Ruhe, Ordnung und Frieden in diesem Telle Mitteleuropas sein müsse. Der tschecho-, slowakische Staatspräsident hat erklärt, daß er, um die­sem Ziele zu dienen und um eine endgültige Befriedung zu erreichen, das Schicksal des tschechischen Volkes und Landes vertrauensvoll in die Hände des Führers des Deutschen Reiches legt. Der Führer hat diese Erklärung angenommen und seinem Entschlüsse Ausdruck gegeben, daß er das tschechische Volk unter den Schutz des Deutschen Reiches nehmen und ihm eine seiner Eigenart gemäße auto­nome Entwicklung seines völkischen Lebens gewährleisten wird.

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Bei Liboch ist die bisherige deutsch-tsche­chische Grenze erreicht Die Schlagbäume haben sich gehoben. Drei tschechische Zollbeamte stehen vor dem Zollhäuschen. In strammer Haltung grüßen sie den Führer. Weiter geht die Fahrt auf Melnik zu. Tiefschwarz fließt drunten die Elbe dahin, düster gegen das Weiß der Schneemassen kontrastierend. Immer wieder muß der Führer seine Fahrt auf der vereisten und verwehten Straße ver­langsamen. Motorisierte Verbände, bespannte Ge-

Böhmen und das Reich

Vor dem Wilson-Bahnhof in Prag steht ein Denkmal des großen amerikanischen Phantasten, dessen Anregung der ehemalige tschecho-slowakische Mosaikstaat seine Entstehung zu verdanken hatte. Den Sockel des Denkmals zieren die Worte:Die Welt muß reif werden für die Demokratie." Es gibt kein Monument, das den Besucher Prags ein­deutiger den fundamentalen Irrtum beweisen könnte, den die Siegermächte von Versailles mit der Schaf­fung jenes Staatswesens begingen. Denn sobald der Besucher nur den Blick hebt und durch die Straßen der Moldaustadt einen kurzen Spaziergang unternimmt, wird er gewahr, daß die sogenannteDemokratie" hier nur eine zivilisatorische Tünche ist, daß dagegen das steinerne Antlitz der Stadr einen altehrwürdigen, rein deutschen Charakter trägt. Er sieht jenseits des Flusses den Hradschin mit dem Veits- dom aufragen und erinnert sich, daß es deutsche Baumeister waren, die diese Wunderwerke errichte­ten, er geht über die berühmte, von Peter Parier gebaute Karlsbrücke, er bewundert die von dem gleichen Meister geschaffene Nepomukstatue, die zum Vorbild aller Brückenfiguren in ganz Böhmen wurde, er sieht dann von der Höhe der Burg aus unter sich die Unzahl der gotischen Kirchen, der barocken Paläste, der altersgrauen Brückentürme, der Theaterbauten, der stolzen Gilde- und Kauf­mannshäuser und erinnert sich wiederum, daß dies alles von deutschenKünstlern unter deut­schen Herrschern geschaffen wurde.

Prag aber ist nur ein, wenn auch das sinn­fälligste Beispiel für die Geschichte wie für die Bestimmung des gesamten böhmisch - mäh­rischen Raumes. Wer jemals durch diese Länder gewandert ist, der mußte auch ohne geschichtliche Kenntnisse aus der reinen Anschau­ung heraus bemerken, daß alle Städte im böh­mischen Kessel deutschen Ursprungs sind. Der mußte erkennen, daß die Tschechen nirgends eine eigene kulturschöpferische Leistung hervor­gebracht haben. Der mußte dann schließlich auch feststellen, daß die in Versailles geborene tschechische Eigenstaatlichkeit ein verfehltes Experi­ment und ein h i st o r i s ch e r Widersinn war. Nur achtzehn Jahre hat dieses auf Willkür und brutaler Gewalt beruhende Staatswesen be­standen. Vor der Kraft und dem Lebenswillen der unterjochten Völker mußte es im Jahre 1938 zum ersten Male kapitulieren.

Die Beschlüsse von München und Wien gaben dann den Tschechen noch einmal Gelegenheit, das Ideal der völkischen Autonomie in dem ihnen ge­bliebenen Reststaat zu verwirklichen. Die Chance blieb ungenutzt. Ja, es zeigte sich im Verlauf

geregten Tagen der vergangenen Woche mit dem Verschwinden der Hetzer vom Schlage Benesch, nach dcm Ende des letzten Abenteurers auch in diese alte deutsche Stadt Prag wieder der Friede eingekehrt, als sei ein schwerer Alpdruck von ihr gewichen.

Um 19.10 Uhr erreicht der Führer den Stadt­kern, und kurz vor 20 Uhr fährt die Kolonne i n den großen Hof der Burg ein. Es ist ein' Augenblick geschichtlicher Größe, als sich die herrliche Silhouette des St. Veits-Domes aus dem Dunkel hebt sich die Schönheit seiner gotischen Fassade

durch die dichtbesetzten Straßen. Alle Glocken der Stadt läuteten. Alles aber, was in Brünu deutsch empfindet, steht in den Straßen mit Blu­men und Fähnchen in den Händen, heilrufend und jubelnd. Auch die Tschechen sehen dem imposanten militärischen Schauspiel interessiert zu. Vor allem der Freiheitsplatz im Mittelpunkt der Stadt war von einer dichten Menschenmenge besetzt, die nicht wich und wankte. Der Fahnenschmuck ist von Stunde zu Stunde dichter geworden. In den Hauptstraßen sind fast in allen Schaufenstern Führerbilder und

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

druck und Verlag: vrühlsche Unlverfitatsdruckerei R. Lange in Siehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: §chulstratze 7

Mit dem Führer durch das böhmische Land nach Prag

Bon dem an der Fahrt ieimehmenden Sonderberichterstatter des Deutschen Nachrichtenbüros.

Und nun führt der Führer mit seiner Begleitung in die Burg ein, betritt die weite Flucht der Gemächer, steigt die Treppe empor, schaut vom Fenster seines Zimmers auf das Lichtermeer Prags hinunter. Es ist Punkt 20 Uhr, und auf dem Fahnenmast der Burg geht die Führer­standarte hoch, von der Burgwache eines Schützenregiments feierlich gehißt. Der Führer hat Prag und die Länder Böhmen und Mähren i n feinen Schutz genommen: Don dieser Stunde an hält er ihr Geschick in seinen Händen. Von draußen her tönt der volle Klang der Glocken vom St. Veits - Dom, den deutsche Baumeister schufen; sie schlagen laut über Böhmen und Mähren und das ganze Deutsche Reich hinweg, in der Stunde, da der Führer einzog auf der Burg in Prag.

Oer Führer auf dem Hradschin.

In den historischen Räumen der alten Kaiserburg, die sich hoch über dem Lichtermeer der alten deut­schen Stadt an der Moldau erhebt, sind um den Führer zahlreiche führende Männer des Reiches versammelt. Man sieht die Generale und Offiziere der in Prag einrückenden Truppen, den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, den Oberquartiermeister I im General­stab des Heeres, Generalleutnant von Stülp­nagel, die persönlichen und militärischen Adju­tanten des Führers, den Chef der Reichskanzlei, Reichsminister Dr. Lammers, den Reichs- führer ff und Chef der deutschen Polizei mit seinen engsten Mitarbeitern, dem Obergruppenführer D a I u e g e und den Gruppenführern H e y d r i ch und Wolf, den Reichsminister des Auswärtigen mit seinem Stabe, Reichspressechef Dr. Dietrich mit seinem Stabsleiter, Hauptamtsleiter S ü n d er­mann, Gauleiter Henlein, Reichsleiter Herr­mann, Staatssekretär Dr. Stuckart u. a. m.

fen den Schnee vor sich her. Die deutschen Truppen, die in diesem dichten Schneegestöber oorgehen, müs­sen fast Uebermenschliches leisten. Generalleutnant H ö p n e r erstattet dem Führer Bericht. Im Be­fehlswagen des Sonderzug. s findet eine kurze mili-' tärische Beratung statt. Der Führer entschei-'

Trotz Ei- und Schn» und Sturm und ttef°-rw-ht-n ! ? k/n d°r S->tung-n. Strah-nbahnwog-n sind ub°r- Straßen! Wo deutsche Truppen marschieren, da ist L "

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Berlin, 15.März. (DNB.) Das Oberkom­mando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Vormarsch der deutschen Truppen, unter ihnen die Verbände der ff-versügungstruppe, ist froh starker Behinderung infolge weiter andauern­der Schneefälle und Glatteis auf den Straßen planmäßig vor sich gegangen. Zwischen­fälle haben sich bisher nicht ereignet

Die in dem mährischen Raum von Schle­sien und aus der Ostmark her vorgehenden Truppen haben um 16 Uhr d i e Verbindung untereinander hergestellt Auch in B öh- tnen haben die Truppen ihre Tagesziele erreicht

Im Lause des Tages wurden Teile der Flie­gertruppe trotz heftigen Schneetreibens erneut eingesetzt In Böhmen und Mähren rückten ferner weitere Flughasenkommandos ein, die die Flug­plätze einschließlich der dort befindlichen Flugzeuge übernahmen. Zahlreiche Abteilungen der Flak­artillerie nahmen an dem Einmarsch des Heeres leit

Der Einmarsch in Prag.

Prag, 15. März. (Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Unaufhaltsam marschieren unsere Trup­pen vorwärts. Das Schneetreiben wächst sich immer mehr zu einem Schneefturm aus, der über die Felder und Straßen jagt und unerhörte Anforde­rungen an die Truppe stellt, besonders an die Krad- Fahrer und die Infanterie. Die junge Mann­schaft, die noch kein halbes Jahr Soldat ist, hat ihre Bewährungsprobe zu bestehen. Mit einem frischen Soldatenlied auf den Lippen geht es durch Wind und Wetter vorwärts, unentwegt vor­wärts nach Süden in Richtung Prag

Wieder bewährt sich die deutsche Disziplin. Es geht trotz der schlechten Straßen und der schlech­ten Sicht, die manchmal keine zehn Meter reicht, weiter. Keine Stockung tritt ein, überall vor­bildliche Ruhe und Ordnung: so voll­zieht sich der Durchzug durch die Ortschaften. Das Leben geht inzwischen feinen gewohnten Gang wei­ter. Die Eisenbahnen und Autobusse verkehren nor­mal und sind gut besetzt. Fuhrwerke fahren ruhig durch die Straßen. Ein Viehhändler treibt seine Kuh zur Stadt. Die Läden sind geöffnet, der Wochenmarkt geht weiter. Ohne Scheu und Furcht, neugierig, jedoch nicht überrascht, sehen die Menschen den deutschen Soldaten frei ins Gesicht. Zwischen den Schneeschauern bricht ab und zu die Sonne durch. Doch der Wind jagt den Schnee weiter über die aufgeweichten Straßen, und der Schneematsch .wird immer tiefer.

Aber es geht vorwärts und vorwärts, bis Prag »in Sicht kommt. In den Vorstädten drängen sich Die Menschen zu den Amnarschstraßen. Schon kom­men' deutsche Mädchen mit Tannengrün und Blu­men an die Stadtgrenze, die einmarschierenden Truppen zu grüßen. Alle Kinder der kleinen deut­schen Schule in Prag sind mit dem Kindergarten Zusammen mit ihren Eltern vor dem Schulgebäude versammelt. Freudig wird jeder Soldat begrüßt. Inzwischen sind die motorisierten Kräfte in die Stadt eingerückt. Polizei »folgt. Dann kommt der Ein­marsch der Infanterie. Die Prager Innenstadt rft 'überfüllt von Deutschen; die Schuljugend fteht vor den Schulen, ein großer Teil der Geschäfte ist geschlossen. Die Freude der Deutschen ist unbe­schreiblich. Der Jubel, mit denen die deutschen Trup- i pen in Prag begrüßt wurden, war ungeheuer.

Am Mittwochnachmittag zeigt Prag wieder das gewohnte Bild. In den Straßen ist ein verstärkter Verkehr zu bemerken. Sonst haben die Prager durch­weg den Aufforderungen des Rundfunks, Ruhe zu »ernähren, Folge geleistet. Alle Weisungen der ^icherheitsorgane wurden disfzipliniert befolgt. Am Vormittag stattete der Kommandierende General .'em Minister Dr. Havelka auf der Prager Burg inen Höflichkeitsbesuch ab. Auch dem Vorstand der I Militärkanzlei des Präsidenten der Republik, Oberst H e m e c e f, und dem Militärkommandanten der : Srager Burg, Kvapil, wurden Besuche abge- ! jrattet. Bis in den Nachmittag passierten die Burg notorifierte Einheiten, die sich dann am Pohorelec ind am Hradschin-Platz formierten. Die deutschen Gruppen haben nahezu alle wichtigen Gebäude in 9trag besetzt. Zwischen den deutschen Soldaten und ter tschechischen Bevölkerung beginnt sich bereits ein freundliches Verhältnis anzubahnen; es ergeben sich Leine Gespräche, und die tschechische Bevölkerung 3*igt sich an den technischen Einrichtungen sehr inter» e fiert.

3n der Hauptstadt Mährens.

Tie deutschen Truppen jubelnd begrübt.

Brünn, 15. März. (DNB.) Durch den starken C-chneefall hatte sich die Ankunft der deutschen Trup­pen in Brünn etwas verzögert. Hunderte und aber Änderte deutscher Volksgenossen waren mit allen möglichen Fahrzeugen bis an die Grenze den deut­schen Truppen entgegengefahren. Sofort waren die Gruppen, ehe noch der Schlagbaum hochging, von dn Deutschen umringt. Alle wollten dem Komman- ' d-ur und den Soldaten die Hände schütteln. In schneller Fahrt setzte die Spitze dann ihren Marsch ajif Brünn fort. Schon im Weichbilde der Stadt mm ihnen die Jugend entgegen, und als die ersten iZnhrzeuge gesichtet wurden, pflanzte sich der Ruf: Sie kommen! Hie kommen!" wie ein Lauffeuer

hier in Prag die erste Universität Deutschlands

In Melnik gibt es einen kurzen Halt. Die tsche- schuf. Wir denken an die Huldigung des böhmischen chische Polizei salutiert vor dem Wagen. Die Bevöl- Herzogs Wenzel hier in Prag vor dem Gründer kerung kommt neugierig heran, schaut herein und l des ersten Deutschen Reiches, König Heinrich I., I gibt auf Deutsch Auskunft nach dem Weg. ivor über tausend Jahren» i

schützabteilungen kämpfen sich mühsam voran. Alle

Wagen sind weiß, wie Gespenster sehen die Krad- iUMl veiuvIl Ull vie ^iuu ovuijer «uns iv., uer schützen aus Sie selbst und ihre Maschinen sind Mitte des 14. Jahrhunderts Dom und Burg als völlig mit Schnee bedeckt, die arbeitenden Motore Stätten deutscher Kaiserherrlichkeit errichtete und und der Auspuff starren von Eis und Schnee. - ~ - ......... - - -

Berlin, den 15. März 1939