Finnlands großer Triumph im ^LS-km-Langlauf.
Ein verbissener Kampf tobte am Gubalowki- Massiv von Zakopane um die Weltmeisterschaft im 18 - Kilometer - Langlauf. Der Titelverteidiger W fönen (Finnland) konnte das Tempo nicht emhalten und fiel auf den elften Platz zurück. Dennoch wurde das Rennen zu einem großen finnischen Triumph. Kurikkala erkämpfte sich in 1:05,30 Stunden die Weltmeisterschaft vor seinem Landsmann Karp- pinen. Als Dritter folgte der Schwede Pahlm. Bergendahl als bester Norweger belegte den fünften Platz. Bon den Deutschen konnte sich keiner unter den ersten 20 behaupten, die nur fünf Minuten voneinander trennten. Dennoch schnitten unsere Vertreter wesentlich besser ab als vor einem Jahr.
Die große Ueberraschung war das ausgezeichnete Abschneiden der Italiener, die sich besser hielten als die Norweger und damit in die nordische Front einbrachen. Neun Finnen, sechs Schweden, drei Italiener und zwei Norweger waren die ersten Zwanzig, Dieser Erfolg der Italiener Uferte den letzten und besten Beweis für den gewaltigen Aus
stieg des Landes im Schisport. War im deutschen Aufgebot von Lahti 1938 der Dauerlaufmeister Herbert Leupold noch unser bester Mann gewesen, so mußte er diesen Rang jetzt an den neuen deutschen Meister Berauer, den Kombinationsläufer, abtreten.
Start und Ziel des 18-Kilometer-Langlaufes befanden sich auf der Gubalowki-Alm. Die bergige Strecke wies 300 Meter Höhenunterschied auf. Dank einer Neulage von 25 Zentimeter waren die Schneeverhältnisse gut, zumal zwei (trab Kälte herrschten. Schon auf halber Strecke lag Kurikkala in Front, eineinhalb Minuten vor Karppinen, der seinen Platz behaupten konnte.
36 Kombinationsläufer befanden sich in dem Feld der 116 Teilnehmer. Von ihnen schnitt der Finne Mäkinen als Schnellster um eine Sekunde besser ab als der Titelverteidiger der nordischen Kombination, Olaf Hoffsbakken (Norwegen). Schweden stellte in Westberg den Dritten. Die deutschen Kombinationsläufer rückten weit vor. Unser Meister Gustl Berauer bewies, daß er augenblicklich tatsächlich in der Kombination unser bester Mann ist, durch seinen famosen sechsten Platz.
Das Handballspiel in der Halle.
So wird das Turnier am Sonntag gelingen!
Die bisher durchgeführten Gießener Hallen-Hand- ball-Turniere haben immer wieder gezeigt, daß weder die teilnehmenden Mannschaften, noch die Zuschauer die einschlägigen Regeln so beherrschen, rote das im Interesse einer reibungslosen Abwicklung derartiger Turniere von großer Wichtigkeit ist. Wenn sich auch die Spielregeln des Hallen-Handballsplels eng an den Feld-Handball anschließen, so aibt es doch gerade für den Hallensport kennzeichnende Unterschiede. Dies sind im wesentlichen Wegfall des Abseitsraumes, Begrenzung in der Führung des Balles und in der Teilnehmerzahl der Spieler.
In der Halle erfährt das Handballspiel seine höchste Steigerung, was Laufkönnen, Gewandtheit und blitzschnelles Erfassen der Spiellage, Ballbeherrschung der Spieler und Schnelligkeit anbelangt. Da die kleineren Ausmaße des Spielfeldes, die Härte und Glätte des Bodens den Hallenspieler vor ganz andere Voraussetzungen stellen, als auf dem Sportplatz, ist es auch keine Willkür, sondern eine zwingende Notwendigkeit, wenn die bekannten Feldhandballregeln in der Halle eine Abänderung erfahren.
Spielfeld und Hallenmannschaft.
Die Spielfeldgröße der Gießener Volkshalle beträgt 25X40 Meter. Die Ausmaße der Tore find 2,10 auf 3,60 Meter. Der Torraum oder auch als Wurfkreis bekannt, wird durch einen 6-Meter-Ab- stand vom Tor geschaffeü. Zu dieser Torraumlinie gleichlaufend wird in 3 Meter Abstand eine weitere Linie oder Halbkreis gezogen, die Freiwurflinie, die bei einem Freiwurf auf das Tor von den Angreifern nicht überschritten werden darf. An Stelle des 13-Meter im Feldhandball tritt der 7-Meter-Wurf. Der Anwurfkreis wird durch die beiden Anwurflinien, die beiderseits von der Mittellinie 3 Meter entfernt find, ersetzt. Zu jeder Mannschaft gehören 7 Spieler und 3 Auswechselspieler. Auswechselspie
ler ist auf keinen Fall gleichbedeutend mit Ersatzmann! Ein Sieg im Hallen-Handball ist nicht zuletzt auch ein Erfolg, kluger Ablösungstaktik. Allerdings dürfen diese Spieler erst dann eingestellt werden, wenn die zu ersetzenden Spieler das Feld verlassen haben.
hinaussiellung auf Zeil.
Bei leichteren Vergehen kann der Schiedsrichter auf 2, bei schweren aus 5 Minuten Zeitausschluß erkennen. Durch diese Handhabe wird sich der Unparteiische eher zu einer Hinausstellung auf Zeit entschließen, wo ihm früher vielleicht eine endgültige Verweisung vom Spielfelde selbst als zu harte Strafe erschien. Es ist selbstverständlich, daß die betroffene Mannschaft nun auch unvollständig weiterzuspielen hat.
Werfen und Fangen.
Diese^ Bestimmungen unterscheiden sich grundlegend vom Feldhandball. Der Ball darf von dem gleichen Spieler zwischen Ballannahme und -ab- gabe nur einmal getippt werden. Der Spieler kann also im Höchstfälle nur 6 Schritte mit dem Ball laufen. (Ballannahme — drei Laufschritte — Tippen — drei Laufschritte — dann muß die Abgabe erfolgen.) Ist die Ballannahme mit einem Tippen verbunden, dann muß die Weiterleitung schon innerhalb der nächsten drei Schritte erfolgen. Die Dreisekundenregel gilt selbstverständlich auch in der Halle. Die Beschränkung im Halten und Spielen des Balles zwingt zum Mannschaftsspiel. Alle von den Spielfeldgrenzen, vom Tor oder Torwart abpral- lends Bälle bleiben im Spiel, d. h. es wird nicht gepfiffen. Der Torwart unterliegt nicht den Bestimmungen über Ecke. Er kann also den Ball in der Abwehr über das eigene Tor befördern.
Freiwurf.
Bei dem Freiwurf gibt es nur in der Nähe des
Tores eine Aenderung. Ist die Stelle bei einem Freiwurf der angreifenden Mannschaft dem Torraum näher als 3 Meter, fo wird der Freiwurf wenigstens 3 Meter vom Torraum, also auf der Freiwurflinie, ausgeführt. Nur die verteidigende Mannschaft kann an der Torraumlinie Aufstellung nehmen, während sich sämtliche Angreifer hinter der Freiwurflinie befinden müssen.
Der 7-Meter-wurf.
Er wird bei groben und rohen Verstößen aus dem Felde heraus, gleichgültig, wo das Vergehen geschah, gegen die übertretende Mannschaft verhängt. Bezüglich der Anständigkeit des Spielers bedeutet diese Erweiterung der Regel auch jetzt im Feldhandball eine zu begrüßende Neuerung und hilft mit zur sportlichen Erziehung. Bei einem 7- Meter-Wurf müssen sämtliche Spieler außer dem Torwart und dem Werfer Aufstellung hinter der Freiwurslinie nehmen.
Abseits!
Beim Hallen-Handball gibt es kein Abseits! Auch die Strafecke ist in Fortfall gekommen. An Stelle der Strafecke wird ein Freiwurf 3 Meter vom Torraum (Freiwurflinie), und zwar von der Stelle aus, wo der Fehler begangen wurde, verhängt. Beim Einwurf ist zu beachten, daß durch Einwurf wie auch durch Anwurf unmittelbar kein Tor erzielt werden kann. Es erfolgt in einem solchen Fall Abwurf aus dem Torraum. Decken sich die Seitenlinien mit der Wand oder der Umsäumung der Halle, so bleibt der Ball im Spiel, wenn er die Seiten wand berührt oder von ihr abprallt. B.
Handball: INünzenberg — Obbornhofen 11:4» ,
Am Sonntagmorgen trafen sich auf dem Münzen, berger Sportplatz die Iugendmannschaften von Obbornhofen und von Münzenberg zum fälligen Spiel. Unmittelbar nach Anwurf erzielten die Gaste das erste Tor. Erst langsam fand sich die einheimische Mannschaft, lag aber dann bald in Führung. Bel Halbzeit stand das Spiel 7:1 für Münzenberg. Nach der Pause tarnen die Gäste besser in Schwung, konnten aber den Vorsprung von Miinzenberg nicht aufholen. Das Spiel endete mit 11:4 Toren.
Turnverein Hörnsheim.
Der Turnverein Hörnsheim hielt in seinem Vereinslokal feine Generalversammlung ab. Vereinsführer Artur Schmidt gedachte der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden und des verstorbenen Kreisvertreters Schneider (Butzbach). Sodann erstattete der Kassenwart E. Engel den Kassenbericht, der ein günstiges Ergebnis aufwies. Schriftführer Fritz Schimmel verlas den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß der Verein auch dieses Jahr wieder schöne Erfolge erzielen konnte. Für das bevorstehende Hallenhandball-Turnier in Gießen wurden zwei Mannschaften gemeldet. (Dreimal konnte Hörnsheim bereits den Turniersieger stellen; einmal sogar in der Meisterklasse.) Auch dieses Jahr wird der Verein wieder mit den besten Aussichten in den Kampf gehen.
Im Vorstand gab es eine Veränderung, da der Kassenwart Engel sein Amt niederlegte. An seine Stelle wurde Wilhelm Volk bestimmt. Sonst ver- | blieb der bisherige Vorstand im Amt.
Christel Cranz dreifache Wellmeisterin.
Unterhalb der Kalatowka-Alrn, dort, wo sich die Männer ihren denkwürdigen Kampf im tollen Flocknwirbel geliefert hatten, standen am Mittwoch die Frauen im Kampf um die Torlauf-Meister- schaft, bei der auch der Titel für die alpine Kombination vergeben wurde. Unsere unvergleichliche Christel Cranz erfocht den größten Erfolg ihrer einzigartigen Laufbahn. In überzeugendem Stil gewann sie den Torlauf, als Ab- sahrtssiegerin damit auch die Kombination und kehrt als dreifache Weltmeisterin gegen schwerste Gegnerschaft aus Zakopane zurück.
Es entspann sich ein harter Kampf um die Sekunden auf der vereisten spiegelglatten Strecke. Sie sturzfrei zu meistern und alle 25 Tore einwandfrei zu durchfahren, das brachte nur die neue Weltmeisterin fertig. Mit dieser Prachtleistung verteidigte sie nicht nur ihre Titel erfolgreich, son
dern bewies darüber hinaus, daß ihre Vormacht« ftellung ungefährdet ist. Mehr als zehn Sekunden trennten sie und die Zweite, Margrit Schänd (Schweiz), die sich erstaunlich tapfer schlug. Die junge Schwedin Eva May Nilsson, die schon in Garmisch-Partenkirchen durch guten Stil und Stand siche rheit aufgefallen war, belegte den dritten Platz von Lisa Resch (Deutschland). Helga Gü'dl stürzte im zweiten Durchgang so unglücklich, daß sie aufgeben mußte und um all ihrs Aussichten kam. Als die englische Meisterin Isabel Roe auf der Strecke war, wurde Cecile A g n e l (Frankreich) zu früh gestartet. Die Französin machte schnell Boden gut. Zu einem Zusammenstoß kam es jedoch erfreulicherweise nicht. Immerhin hatte sich die schnelle Französin tm Ziel bis auf einen Meter an ihre Gegnerin „herangearbeitet".
Rundfunkprogramm
Freitag, 17. Februar.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: „Kleine Fastnachtstummelei". 10: Schulfunk: Deutschland — das Luftkreuz Europas. 20 Jahre deutsche Verkehrsfliegerei. Eine Hörfolge. 10.30: Eisjachten im Rennen. Rundfunkberichte von den deutschen Eissegelmeisterschaften in Angerburg. 11.30: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Die große Oper. Festwiese aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg". 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Sport der Woche und
für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Deutsche Lieder. 19.15: Tagesspiegel 19.30: Schi-Weltmeisterschaften in Zakopane. Die Entscheidung der Militär-Patrouille. Die Schi-Weltmeisterschaften und der Mannschafts-Abfahrtslaus der NS.-Kampfspiele. 20: Nachrichten Grenzecho. 20.15: Gibts Schöneres im Leben als andern Freude geben? Sie spenden — wir senden fürs WHW. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert.
Neuer Sprudel in Dad Soden erbohrt.
LPD. Bad Soden, 15. Febr. In Bad Soden a. T. wurde ein neuer Sprudel erbohrt. Er kommt aus 375 m Tiefe, hat eine Wärme von 34 Grad Celsius und ist stark kohlensäurehaltig.
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Heute Donnerstag Erst-A ufführung!
Ein Ufa-Film mit
Hansi Knoteck * Paul Richter * Gustl Stark- Gstettenbaur * Katharina Berger « Ingeborg Wittmann * Hermann Erhardt * Viktor Gehring Drehbuch: Josef Dalman, Ludwig Schmid-Wildy, nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Ganghofer Musik: Franz R. Friedl / Spielleitung: Paul Ostermayr
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Ein einzig schönes Bildwerk der Landschaft, ein dramatisches, volkstümliches, im Volk erstandenes Schauspiel und damit ein unvergängliches Schicksalsgcmälde deutscher Menschen in Liebe, ----Kampf und Treue!
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