Ausgabe 
16.2.1939
 
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Aus der engeren Heimat

Landkreis Gietzen.

ratsmitglied Rudolf Krafft.

Die diesige

fin Wint^vergnügen. Dietwart Dr. Ernst M le r hielt die Begrüßungsansprache. Vorführur

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» und nachher N/VEA

Dann wird man Ihren Händen die Tagesarbeit nicht ansehen. Mit Nivea-Creme gepflegte Haut wird widerstandsfähig u. geschmeidig.

des Ailantus-Spinners, das in Europa gezüchtet worden war, vorgelegt. Man setzte die exotischen

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bis 3,75 Mark, Aepfel, kg 40 Pf., Nüsse 40 bis 45, Blumenkohl, das Stück 20 bis 40, Salat 15 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40 Pf.

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uns ßh Borchen ö einmal Qs Mär. .^t ihre -mes her °r, bet Ballett: Q! r, ber geistreiche von bem tunbe bes

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den Züchtern so viel Geld kostete, daß man in Paris eine staatliche Kommission zur Untersuchung der Krankheit einsetzte. Dem Leiter dieser Kommission, Professor Guerin-Meneville, sandte die Uni­versität Turin ihre Ailantus-Spinner, von denen man wußte, daß sie in den Gärten Chinas und Japans auf Götterbäumen vorkommen, Götterbäume gibt es aber auch in Mittel- und Südeuropa.

Lebenszeit: 8 bis 15 Tage.

Der französische Gelehrte begann die Ailantus- Spinner zu züchten. Er machte sich zunächst gründlich vertraut mit den Lebensgewohnheiten seiner Pfleg­linge: Ende Juni oder Anfang Juli schlüpfen die Chysaliden", die Halbschlafenden Puppen aller Schmetterlinge, aus den Kokons, die den Winter über an den Aesten der Götterbäume gehangen sind. Die Schmetterlinge, die wiederum aus den Puppen schlüpfen, leben ihr Schmetterlingsdasein kurz nur acht bis fünfzehn Tage. In dieser kurzen Zeit­spanne muß das Männchen das Weibchen finden der Instinkt treibt es über gewaltige Entfernungen zu ihm. Wenn das Weibchen befruchtet ist, legt es seine Eier 200 bis 250 an der Zahl und klebt sie an die Innenseite der Götterbaumblätter, wenn Götterbäume in der Nähe sind, in der Gefangenschaft auch an Holz oder an die Aeste irgendwelcher ande­rer Bäume. Nach zwei Wochen kriechen die Raupen aus, die erst weißlich und später schwärzlich sind, und nur 3 bis 4 mm lang werden. Sie führen das gefräßige Dasein aller Raupen: einen Monat lang tun sie nichts anderes als fressen, fressen, fressen Götterbaumblätter ohne Unterbrechung. Wenn sie genug aefressen haben, spinnen sie mit ihren stark ausgebildeten Spinndrüsen die Kokons, die den Winter über an den Zweigen hängen, und aus denen im Frühsommer dieChrysaliden" ausschlüpfen womit das Ganze wieder von neuem beginnt.

Oer Ailantus-Spinner gerät in Vergessenheit.

überaus zähen Fäden ausziehen ließ eben den Fäden, ohne die man nicht angeln kann, und die so wichtig für den Chirurgen sind: den Fäden, die Mil­lionen von Menschen das Leben gerettet haben, und an denen Spanienim Frieden" Hunderttausende von Peseten verdient hat.

Nun gibt es ja auch außerhalb von Murcia Seidenraupenzucht, und die Seidenindustrien Asiens, in China, Japan und in Indien sind viel bedeutender. Man sollte daher meinen, daß man bie Catgut- Fäden ohne weiteres von dort beziehen könnte aber das ist nicht so. Erstens ist man in diesen In­dustrien gänzlich darauf eingestellt, die Raupen ihre Kokons ausspinnen zu lassen. Und zweitens fehlen dort die geschulten Arbeiter, die die zähe Sekretmasse zu den dünnen Fäden ausziehen könnten. Murcia hat die Tradition, die eben kein anderes Land hat.

CWferbäume bevorzuat.

Trotzdem wird ein wahrscheinlich wirklich vollwer­tiger Ersatz für den Ausfall kommen aber von ganz anderer Seite. Es gibt nämlich neben dem SeidenspinnerBombyx mori noch einen anderen Schmetterling, der kostbare Fäden spinnt. Dieser Schmetterling ist ein Nachtfalter, der für die Wissenschaft den aristokratischen Namen Attacus cinthia Drury 1773 führt, aber auch A i l a n t u s - Schwärmer genannt wird, weil er immer in der Nähe der unangenehm scharf riechenden Götter­bäume lAilantus) zu finden ist. ..

Der Ailantus-Schwärmer ist keinEuropäer . Seine tropische Abkunft ist schon äußerlich ihm an­zumerken, denn seine Flüaelspannweite ist 15 cm fo groß sind die europäischen Schmetterlinge nicht. Auf sehr seltsame Art ist er in Europa heimisch geworden.

Dor etrpa 80 Jahren sandte ein Missionar namens Fantoni der Universität Turin Kokons des Ailan- tus-Spinners aus China. Gerade zu dieser Zeit herrschte unter den Seidenzüchtern Europas große Verzweiflung. Die Seidenspinner waren plötzlich von einer geheimnisvollen Seuche befallen worden, die

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Professor G u 6 ri n - M 6 n e v ill e hatte glückliche Hand. Es gelang ihm, seine Raupen zum Verspinnen und die Puppen zum Ausschlüvien zu bringen, und am 5. Juli 1858 wurde der Aka­demie der Wissenschaften feierlich das erste Weibchen

Ein Nachtfalter mach! Karriere.

Nie der spanische Bolschewismus Fischer schädigt und Operationen gefährdet.

Interpress Copyright*25erid)f von p. (JariM (Paris).

Schmetterlinge erst int Bois de Boulogne aus, bann in ber französischen Provinz, in Sübengland würben sie von einer Laby in ihrem Park gezüchtet, und heute gibt es fast überall in Europa, wo bas Klima nicht zu kalt ist, Ailantus-Spinner.

Guerin°M6neville erklärte vor ben Gelehrten der Akademie der Wissenschaften, baß Frankreich burch ben Nachtfalter noch viel Gelb verbienen werde. Aber gerade, als die Zuchtversuche Erfolg hatten, die geheimnisvolle Seuche unter den Seidenspinnern ebenso plötzlich verschwand, wie sie gekommen war, interessierte man sich außerhalb der Kreise von Schmetterlingssammlern nicht weiter für den Ailan­tus-Spinner.

Der Ailantus-Spinner kommt wieder zu Ehren.

Nun scheint es, daß er wieder in Ehren eingesetzt werden soll. Als infolge der langen Dauer des spa­nischen Bürgerkrieges das unentbehrliche richtige Vorfach" der Angler und, schlimmer noch, die zähen chirurgischen Fäden knapp zu werden begannen, er­innerte man sich in Frankreich an bie guten Spinn- Eigenschaften des Ailantus-Schwärmers. Mit den' Methoden der modernen Wissenschaft ist man bereits daran gegangen, wieder seine Züchtung aufzuneh­men. Man hat herausgefunden, daß man durch künst­liche Temperaturerhöhung imstande ist, im Laufe eines Jahres zwei, drei und mehr Generationen von Schmetterlingen und damit von Raupen zu erhalten. Was nun die Eigenschaften ber Ailantus-Kokons be­trifft: wenn bie Kokons chemisch behanbelt werben so wie man bie Raupen bes echten Seibenspinners in Essig legt bekommt man einen wasserhellen, zähen unb fast unzerreißbaren Faben, ber nach ben Versicherungen ber Pariser Gelehrten ein ganz vor­züglichesCatgut" für bie Chirurgie unb einDor­fach" für bie Anglerei abgibt unb babei nicht schwierig zu behanbeln ist. Die Experimente finb noch nicht ganz abgeschlossen. Aber höchstwahrscheinlich wird ber Catgut-Ersatz trotz feiner fast vollkommenen Gleich­wertigkeit sogar billiger herzustellen sein als das eigentliche Murcia-Catgut. Denn bie Zucht bes Ailan­tus-Schwärmers ist billiger als die des Seidenspin­ners Bombyx mori. Die Seidenspinnerraupen sind so empfindlich, daß ein kühler Luftzug sie tötet, aber die Ailantus-Spinner sind recht robust, und Götter­bäume sind ein beliebter Gartenschmuck es besteht kein Hindernis, mit der neuen Industrie zu beginnen.

> Saubringen, 15. Febr. Der Gesang- ereinSängerlust" veranstaltete ein Kön­net für das Wrnterhilfswerk. Dereinsfüh- er Opper hielt die Begrüßungsansprache Schö- :e unb gut vorgetragene Chöre unb ein Theater- ück unterhielten ausgezeichnet. Den Mitwirkenben mrbe reicher Beifall zuteil. Die Laienhel- e r i n n e n veranstalteten zu Abschluß ihres Aus- ilbungskurses einen Gemeinschaftsabenb. Oebichtvorträge und schöne alte Volkstänze trugen ur Unterhaltung bei. Bürgermeister Deines nb Kursusleiter Dr. Zecher ermahnten die Lai- chelferinnen zu weiterer Arbeit. Die Familie >r. B a l s e r machte sich um das Gelingen des benbs sehr verdient. Gemeinsame Kaffeetafel de- hloß die Zusammenkunft.

# Mainzlar, 15. Febr. Zur Zeit wird in ?r neuen Schule ein Lehrgang für Lu ftschutz- aienh elfer unter Leitung von Sanitäter Dietz wchgeführt. Bei Gastwirt Müller wurde ein hrreicher Film über die Bekämpfung des Kartoffelkäfers gezeigt. Der hiesige Turnverein veranstaltete im Saale von Müller ' _ - - - - -Nül-

Kreis Alsfeld.

. Homberg, 15. Febr. Der am 15. Fe­bruar 1862 zu Wieseck (bei Gießen) geborene Re­vierförster a. D. Theodor Kümmel vollendete bei bester Gesundheit sein 7 7. Lebensjahr. Er war früher in Maulbach stationiert, verlebt je­doch seinen Lebensabend in unferm schönen Hom­berg. In der Gastwirtschaft Lud. Helm fand dieser Tage der Generalappell der Kamerad­schaft Homberg des NS.-Reichskriegerbundes statt. Der Kamerabsckaftsführer Karl C h r i st ge­dachte der im abgelaufenen Dereinsjahr verstor­benen drei Kameraden Wilh. Pfalzgraf III., Lud. Kaus unb K. Pfeil I. Die bereits geprüfte Rechnung für bas Jahr 1938 würbe burch ben Rechner Wilhelm Seitz vorgetragen: es würbe ihm Entlastung er­teilt. Der Kamerabschaftsführer unb der Propaganda­

Freiwillige Feuerwehr hielt im Gasthaus Zum Löwen" ihre Generalversammlung ab. Wehrführer Debus gedachte einleitend ber im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraben. Kas­senwart Hitze! erstattete den Kassenbericht, ber einen stattlichen Ueberschuß aufwies. Nach ber Er­örterung verschiedener Tagesfragen sprach Bürger­meister Metzger in grunbsätzlichen Ausführun­gen über die Aufgaben der Feuerlöschpolizei im Dritten Reich.

Kreis Büdingen.

(D Schotten, 15. Febr. Das seltene Vorkomm­nis, daß innerhalb des kurzen Zeitraumes von nur 14 Tagen zwei Paare ihre goldene Hoch­zeit feiern konnten, hat sich in unserer Stadt er­eignet. Ihr 50jähriges Ehejubiläum begingen Schuh­macher Christian Kirchner und Ehefrau Katha­rina, geb. Lauster, unb Metzger Jakob Bing unb Ehefrau Elisabeths, geb. Repp. Die beiben Jubel­paare, bie sich noch ausgezeichneter Gesunbheit er­freuen, waren Gegenstanb zahlreicher Ehrungen, unter benen hervorgehoben seien die von der Kanzlei des Führers, von ber Hessischen ßanbesregierung, von ber Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen unb von ber Stabt Schotten. Die Leibgar - bisten-Kamerabschaft Schotten im Ira- bitionsverband bes ehemaligen Leibgarbe-Jnfanterie- Regiments (1. Großh. Hessisches) Nr. 115 hatte bei Kamerad Spamer (Zum Adler") ihren diesjährigen General-Mitglieberappell. Kamerabschaftsführer Ka­merad Widmann erstattete nach Worten der Be­grüßung den Jahresbericht für 1938 unb gebachte babei auch ber Großtaten des Führers, bie durch die Eingliederung ber Ostmark unb bes Subetengaues Großbeutschland geschaffen haben. Er berichtete wei­ter, baß bie Kameradschaft z. Z. 39 Mitglieder zählt, unb daß bie Einglieberung der alten Leibgarbisten in ben NS.-Reichskriegerbund erfolgt ist. Ehrende Worte dankbaren Gedenkens wurden ben im Jahre 1938 verstorbenen Kameraben Karl Seitz (Schotten) und Friedrich Wilhelm Weber (Eichelsachsen) gewid­met. Schriftführer Kam. Fritzges berichtete über bie Mitglieberapvelle bes vergangenen Jahres, ber Rechner Kam. Bing erstattete ben Rechnungs­bericht, worauf ihm nach Prüfung ber Rechnung burch bie Kameraben Heinrich Hofmann III. unb Julius Meibt Entlastung erteilt unb ber Dank ber Kamerabschaft ausgesprochen würbe. Im weiteren Verlaufe ber Verhanblungen würbe beschloßen, zum diesjährigen Traditions-Verbandstag (Bundestag) in Darmstadt am 12. März Kam. Bing abzuordnen, da der Kamerabschaftsführer bienstlich verhindert ist, daran teilzunehmen.

ch Bobenhausen I, 15. Febr. Ein seit Jahren stilliegenber Sandsteinbruch wurde wieder in Betrieb genommen. Nach ber Beseitigung von Schutt fand sich einwanbfreier Sanbstein vor. Das Baugeschäft G e m m e r - Lißberg hat mit einer An­

wart G. ßangftroff sprachen bann in ihren Jah­resberichten von ben großen politischen Ereignissen bes vorigen Jahres. 15 neue Kameraden konnten als Mitglieder aufgenommen werben. Eine Schü­tzengruppe wurde gebilbet. In den Wintermonaten wirb bas Zimmerschießen eifrig gepflegt, ebenso wirb das Kleinkalibersch-ießen weiter geförbert wer­den. Durch Sammlung von Altmaterial konnte die Kameradschaft den stattlichen Betrag von 25 RM. ber NSV. überweisen. Die Uebernahme des jeden Jahres ftattfinbenben Generalappells bes Unterverb and es Homberg nach hier ist für ben Monat Juli 1939 vorgesehen. Dieser Tage fand im Saal besFrankfurter Hof" eine außerorbent- lich gut besuchte Pflichtoersammlung mit einer Filmvorführung über ben Kartoffelkäfer statt. Ortsbauernführer Gaub leitete bie Versammlung. Dipl.-ßanbwiri Maurer sprach eingehenb über die Schädlichkeit bes Käfers, über die Möglichkeiten und die Notwendigkeit ber systematischen Bekämp­fung unb gab alle einschlägige Aufklärung. Die Ausführungen bes Vortragenden wurden durch Filmbilder anschaulich unterstützt.

c^ M a u l b a ch, 15. Febr. Im Saal des Gastwirts Stroh fand, veranstaltet von ber NS.- Gemeiri­sch a f tK r a f t b u r ch F r e u b e" ein T Heater- Gastspiel statt. Zur Aufführung gelangte das LustspielDer Frontgockel". Die Aufführung fand starken Beifall. Am Nachmittag würben für bie Am­berSchneewittchen" gezeigt. Die Vorstellungen waren gut besucht.

Kreis Wehlar.

* Salzböden, 15. Febr. Das Ehepaar Johannes Peter unb Margarete, geb. Laucht, bie wie schon von uns berichtet am 12. Febr. das seltene Fest ber eisernen Hochzeit be­gingen, erhielt auch vom Führer ein herzliches Glückwunschschreiben. Ministerpräsident General- feldmarschall Göring hatte bem Jubelpaar mit einem Glückwunschschreiben auch ein Ehrengeschenk zugehen lassen.

0 Dutenhofen, 15. Februar. Die hiesige NS. - Kriegerkamerabschaft veranstaltete im SaalZum Abler" ein Ehrenschießen zu Gunsten bes W i n t e rh i l f s w e r k e s. Es mürbe mit Saalmunition auf Ehren- unb 12er- Ringscheiben geschossen. Die Beteiligung am Schie­ßen war sehr gut. Dem WHW. konnte ein statt­licher Betrag überwiesen werben.

T Waldgirmes, 15. Februar. Unsere älteren ßehrer Kraft unb Schrupp erhielten bas Treu­bien st-Ehren Zeichen inGolb. Obwohl beide die Altersgrenze überschritten haben, versehen sie auf Wunsch ber Behörbe noch weiter ihren Dienst.

Fahl Arbeitern bereits die Arbeit aufgenomme,n. Bei ben hier im Gang befinblichen Feldberei­nigungsarbeiten wurde ein gut und leicht brechbarer geschlossener Basalt vorgefunden. Es handelt sich um erstklassiges Material. An verschie­denen Stellen angelegte Profillöcher ergaben das gleiche Material. Die neue Bruchstelle befindet sich nur eine Wegstunde von ber Bahnstation Ranstabt entfernt.

(Nachdruck verboten.)

Eine Forelle schwimmt davon.

£s gibt Dinge, die einfach nicht vorkommen dürfen. k diesen gehört z. B., wenn eine Forelle, die nach hr gern Warten endlich angebissen hat, fröhlich Lieder davonschwimmt, weil bie Angelschnur reißt. Zli«r es gibt Ernsteres: Es kann geschehen, baß nach einer unruhigen Nacht die Operationsnaht eines sirch Operierten platzt, weil ber Seibenfaden reißt, bem ber Chirurg die Wunde vernäht hat. Seit einigen Monaten kommt es immer häufiger vor, daß Menden Anglern die schönsten Fische samt der äugel vor ber Nase wegschwimmen, unb daß Herüber wirklich nicht zu scherzen ist ber Erfolg loit Operationen ernstlich gefährbet wird, wietl bie sonst so verläßlichen Dernähungsfäben ihre Verlaß- Weit anscheinenb verloren haben. Besteht zwischen in Tragikomöbie eines ärgerlichen Anglers unb der Lüklichen Tragöbie, bie sich in manchem Kranken- bat s abspielt, ein Zusammenhang? Die feinen, bum »er unb doch starken gäben, mit benen ber Chirurg en» Wunbe näht, unb bie die Bezeichnungen ril de Florence, Silkworm ober Catgut führen, stammen eii! ber Provinz Murcia in Spanien. Das zähe, un|Ed)tbare Enbe ber Angelschnur, .das Vorfach , toe bie Forelle abreißt, stammt gleichfalls aus ber ?r»vinz Murcia in Spanien. Das ist ber Zufammen- forq In Murcia wütet ber Bolschewismus, -bie Sllworm.gnbuftrie ist fo gut wie zufommen- ,brocken, der Erport zerstört Die kunstseid-n-n giften, die man als Ersatz erhält, taugen nichts. Sie sti! nicht haltbar.

Seidenraupen in Essig.

3ie ©eibeninbuftrie von Murcia, mit ber es vor- siu ig so gut wie vorbei ist, war etwas mehr Eigen- imliches: in ben Fabriken wurden die Seidenraupen, 6ror sie ihre Kokons zu spinnen begannen, in Essig gl-sgt. Dadurch verwandelte sich das Seidensekret tm Wir ern ber Raupe in eine weiche, amorphe Masse, drjsich zu 30 bis 60 cm langen, völlig farblosen unb

egrüßungsansprache. Vorführungen i*r Turner (Barrenturnen, Bodenübungen usw.) nb ein Theaterstück sowie Verlosung unb Tanz röten ben Abenb aus. Am Nachmittag des gleichen

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**8 3 Jahre alt. Die Rentnerin Frau Elise Müller, Schottstraße 5, kann am morgigen Frei­tag, 17. Februar, in guter Frische unb Gesundheit ihren 83. Geburtstag feiern. Der Jubilarin, einer langjährigen treuen Bezieherin bes Gießener An­zeigers, auch unseren herzlichen Glückwunsch.

** Gewerbe- unb Hunbesteuer-Rück- stäube müssen umgehenb an bie Stabtkasse gezahlt werben, falls Versäumniszuschläge unb Beitreibungs­kosten erspart werben sollen.

** Schaufen st er eingeschlagen. In ber vergangenen Nacht, gegen 3 Uhr, hat ein bis jetzt noch unbekannter Täter in einem Schuhhaus an ber Marktstraße eine große Schaufensterscheibe ein­geschlagen. Die Scheibe ging völlig in Trümmer. Schuhe aus ber Auslage würben nicht entroenbet ba ber Geschäftsführer burch ben ßärm geweckt worben war unb schnell an ben Tatort eilte. Die Polizei nahm sofort bie notwendigen Ermittlungen auf.

(Baub hielt eine kurze Ansprache. Der Abend in seiner Gesamtheit nahm einen wohlgelungenen Ver­lauf. ,

> Saasen, 15. Febr. Die hiesige NS.- Krie - gerkameradschaft hielt im GasthausZum goldenen Löwen" ihren Jahresschlußappell ab. Ka­merabschaftsführer Wilhelm Starck I. sprach von ber regen Tätigkeit innerhalb ber Kamerabschaft im vergangenen Jahre unb wies auf bie großen poli­tischen Ereignisse ber vergangenen Monate hin. Rech­ner H e 11 e r i ch erstattete ben Kassenbericht, ber sehr günstig lautete. Kamerabschaftsführer unb Kassen­wart würben entlastet. Allen Helfern würbe Dank gesagt. Im weiteren Verlaufe ber Versammlung würbe angeregt, ben Schießsport mehr als bisher zu förbern. Zugunsten bes Winterhilfswerks sang ber hiesige GesangvereinEintracht" auf ben Plätzen im Orte einige ßieber, bie in ihrer guten Miebergabe von eifriger Schulung zeugten. Dem WHW. konnte ein stattlicher Betrag abgeführt werben.

ch Göbelnrods 15. Febr. Der hiesige Obst- unb Gartenbauverein hielt feine Jahres­hauptversammlung ab. Vereinsführer K. Weber erstattete ben Tätigkeitsbericht und gab ben Ar­beitsplan für 1939 bekannt. Es wurde angeregt, alle kranken Bäume zu beseitigen unb bie ord­nungsgemäße Spritzung burchzuführen. Die Kasse des Vereins wurde geprüft und ber Rechner ent­lastet. Eine Verlosung zweckmäßiger Haus- unb Küchengeräte beschloß den Abend. Die N S.- Kriegerkameradschaft hielt ebenfalls ihre Jahresschlußoersammlung ab. Kameradschaftsfüh- rcr Weber begrüßte bie Kameraben. Die Kasse wurde in bester Ordnung befunden. Kam.Kratz- Freienfeen hielt anschließenb einen Vortrag über seine Erlebnisse bei der Skagerrakschlacht unb im U-Bootkrieg.

Hl Leihgestern , 15. Febr. Der hiesige Turn­verein hielt im Saale desßöwen" fein Winter- nergnügen ab. Nach ber Begrüßung durch den Ver­einsführer wurden turnerische Hebungen an ben Ge­räten gezeigt. Ein Theaterstück erntete oerbienten Beifall. Tanz zu guter Musik schloß sich an.

"Y Watzenborn-Steinberg, 15. Febr. Der hiesige GesangvereinS ä n a e r kr a n z"' veranstaltete in ber Volkshalle sein Wintervergnü­gen. Der Verein, unter ßeitung feines Dirigenten Robert Häuser, unterhielt die Besucher mit gut gebrachten Chören und ßiebern, bie reichen Beifall fnrtben. Den instrumentalen Teil bestritt die Kapelle Schleuse. Im ßaufe des Abenbs ehrte Vereins­führer Schmitt für 40jährige aktive Sänger­tätigkeit Heinrich Burger unb ßubroig Schmitt unb überreichte jebem ein Geschenk. Sangerkreis- führer Müller überreichte seitens bes Gaues XII bie Ehrennabel. Ferner würben bie Sänger Karl Harnisch und Karl Häuser für 25jährige Sängertätigkeit mit Ehrenurkunbe unb Ehrennabel bes Vereins ausgezeichnet. Die Mitglieber Heinrich ß e i d)t, ßubmig Degen unb Heinrich Hammel würben aus Anlaß ihrer 25iährigen Zugehörigkeit zum Verein mit je einer Ehren-Urkunbe bebacht.

Inges fanb auch eine Theatervorstellung für bie linder statt, ferner wurden den Kindern turnerische Übungen gezeigt.

0O Beuern, 15. Febr. Die hiesige N S. - Lriegerkameradschaft veranstaltete im Enal von Dietrich ein sehr gut besuchtes Mili- tirkonzert, das vom Musikkorps des JR. 116 oisgeführt wurde. Nach der Fahneneinbringung yurbe zunächst der Gefallenen gedacht. Kamerab­schaftsführer ßehrer Müller hieß die zahlreichen Zuhörer, insbesondere bas Musikkorps, herzlich will- frnimen. Die vierstündige Musikfolge brachte aus» zeichnete Militär- unb schöne Konzertmusik. Man­ess Soldatenlied wurde gemeinsam gesungen.

<£ Reiskirchen, 15. Febr. Der hiesige Turn­vereinGut Heil" hielt im SaalZum Hirsch" einen Iferbeabenb ab. Vereinsführer Jünger begrüßte bi» Kameraden und zahlreiche Gäste. Der Verlauf bes Wenbs brachte eine unterhaltsame Folge von turne- pschen Darbietungen. Kameraden ber Kreisriege P gten ihr Können am Pferd, am Barren, in Frei- ülungen unb am Reck; bie Sportdienstgruppe bes Jungvolkes wartete mit Hebungen im Bodenturnen ur b mit Freiübungen auf. Schließlich würben von bim Turnern auch noch einige Pyramiden gestritt 2* Vorführungen sanden verdienten starken Beifall, freisfachamtsleiter Daupert sprach in grundsätz- Jiften Darlegungen von der Bedeutung des NSRß. wb forberte zu aktiver Beteiligung an ben Turn­st. oben auf. Da der Verein auf ein 30jähriges Be- stchen zurückblicken konnte, hielt der Vereinsführer Mckschau auf die Geschichte bes Vereins, schilberte >bi? Entwicklung des Vereins und ehrte gleichzeitig bit noch lebenden Gründer. Auch Ehrenvereinsführer

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tragende über die verschiedensten Verwendungsmög- lichketten des Masters, vor allem über die Anwen­dung von kalten und heißen Wickeln mit ben für die speziellen Erkrankungen zusätzlich anzuwenden- den Pflanzenkräuter.

Im zweiten Teil des Abends gab sie bann prak­tische Beispiele für bie Anlegung ber Wickel und die Vornahme der Armbäder unb Güsse sowie über mancherlei für ben gesunden und kranken Menschen wertvolle Handgriffe.

Der Vorsitzende des Ortsvereins, Bademeister Wagner, sprach der Rednerin den Dank der Ver- ammlung aus.

(Siebener lvochenmarktpreije.

* Gießen, 16. Febr. Auf dem heutigen Wochen- uartt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, % kg 15 bis 17, Weißkraut 11 bis 13, Rot« Iraut 13 bis 15, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 0 bis 12, Spinat 25 bis 35, Unterkohlrabi 9 bis 10, Kosenkohl 40 bis 45 Pf., Feldsalat 1,10 Mark, 1ko 10 is 15 Pf., Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 15, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 40, Kartoffeln, kg 5 Pf., 5 kg 43 Pf., 50 kg 3,35

Ein flott gespieltes Singspiel füllte ben restlichen Teil bes Abenbs aus.

oo ßangsborf, 15. Febr. Die Ortsgrup­pe Hungen der NSDAP, veranstaltete hier imDeutschen Haus" einen 23 o 11 s g e m e t n schastsabend unter dem ßeitwortFreut euch des Lebens". Die Jungstammspielschar brachte et­liche Bühnenstücke zu Gehör, die allgmeinen Bei­fall fanden. Als erstes gingDie Tragödie um einen Hund" als ein tolles Spiel über die Bretter. Dann folgteDer Kuhhandel", oberDie Dummen werden nicht alle". Zuletzt wurde ein Blachetta- spiel in einem Aufzug geboten:Da geht er hin, ba geht er her". Selbstverständlich folgte diesen Darbietungen noch froher Tanz.

(^Obbornhofen, 15. Febr. Der hiesige O b st- bauoerein hielt in der Wirtschaft H. Groß I. seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Hch. Block begrüßte bie Mitglieber. Rechner Groß er­stattete ben Kassenbericht, für ben ihm Entlastung zuteil würbe. Es würbe beschlossen, auch in biesem Winter bie Spritzung wieder burchzuführen. Im ab­gelaufenen Jahre war ein Süßmostapparat beschafft worben. Eine rege Aussprache über Obstbaumpflege schloß sich an. Acht Obstbäume, vom Kreisobstbau- oerbanb gestiftet, würben verlost.

Kreis Friedberg.

A Münzend erg, 15. Febr. Dieser Tage fanb hier eine Gemeinderatssitzung statt. Bürgermeister Metzger umriß dabei die Pflich­ten des Gemeinderats im Nationalsozialistischen Staat unb verpflichtete fobann bas neue Gemeinbe-