Ausgabe 
16.2.1939
 
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Die Beisetzung Papst Pius XI. in Si. Peter

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in Rumänien.

war 68 Jahre alt. Er erkrankte plötzlich in der Nacht zum Mittwoch und mußte sich noch mäh-

V^-u0" Ä ä f u n q ber 3 u b e n g e e £ geb u n q be ür, Julius GömbSs, i.. ... .......

SrieLl^benJ^^^^»'^.^ anber9^uB9 angebS^ I.n£|füc Erneuerung Ungarns fortfegen.

stelle.

Der neue Arbeiisvertrag des Landdienstes.

fünf Jahre lang Chef der Regierung. Seme Re- gierungszeit zeichnete sich besonders durch die Sta. bilifierung des belgischen Franken aus. 1932 wurde Jaspar im Kabinett de Brocqueville Finanz, m i n i st e r. Bei den Neuwahlen 1936 verzichtete Jaspar dann auf die Erneuerung seines Abgeord- netenmandats. Im Jahre 1938 hatte sich Jaspar

noch als Vizepräsident an dem internationalen Kongreß für Kinderschutz in Frankfurt a. M. be- teiligt.

Sie Kabinettskrisis in Belgien.

Brüssel, 16. Febr. (Europapreh.) Der Versuch des Senators P i e r l o t, eine Drei-Parteien- Regierung zu bilden, ist nach einer der Presse abgegebenen Erklärung gescheitert. Die Libe- raten scheinen daran festzuhalten, sich nicht an einer Regierung zu beteiligen, solange nicht der Fall Martens eine ihnen genehme Lösung gefunden hat. Senator Pierlot gab bekannt, er werde seine Bemühungen fortfetzen und glaube, nach der Absage

bleiben.

Die Arbeitslöhne werden nicht mehr allem nach dem Alter bestimmt, sondern auch nach der Dauer der landwirtschaftlichen Tätigkeit, nach der Ablegung der Landarbeitsprüfung usw. Die Löhne betragen zwischen lOund 45 Mark monat- li ch bei freier Station. Da der Bauer eine tüchtige Arbeitskraft aber zw schätzen weiß, sind auch in der Vergangenheit schon häufig höhere Löhne erzielt worden. Die sozialen L a st e n übernimmt der Dienstgeber. Urlaub wird nach den Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes ge­währt. Zur Lösung der Heimfrage sind Ver­handlungen im Gange, die eine starke Aktivierung des Heimbaues für den Landdienst erwarten lassen.

Das ganze Deutschland muß es sein!

Durch Di? seines 'n Ci len i ft Nisse Ä M

p.tekt Mal

Ein Ueberblick über die Beisetzungsfeier im Hauptchor des St.-Peters-Domes. (Afsociated-Preß-M.)

einem ... ------- ,

zimmer König Wilhelms noch erhalten; und dort steht auch der Stuhl, den Bismarck oft in den Händen hielt, wenn er, vor seinem König stehend, Bericht erstattete. Nun wohl: Seine Daumen haben im Laufe der langen Jahre in die hölzerne Rücken­lehne dieses Stuhls zwei merkliche Vertiefungen hineingebohrt. Das Schlößchen lieat idyllisch; aber das sprechende Zeugnis, wie in Wahrheit das Zweite Reich wurde, sind die Ausbuchtungen jenes Stuhls, an denen Bismarcks Daumen gearbeitet haben.

Besuch des Königs an seinem Krankenbett empfangen. Sein Tod trat dann im Laufe des Nachmittag durch einen Schlaganfall ein. Sein überraschender Tod ist umso bemerkenswerter, als Jaspar noch vor drei Tagen vom König mit der Neubildung der belgischen Regie, r u n g beauftragt worden war und die Verhand­lungen in voller Frische durchgeführt hatte. Die

Bukarest, 15. Febr. (DNB.1 Am Samstag rend der Nacht einer Magenoperation un-

...... , terziehen. Am Mittwochmorgen hatte er noch den

Artamanen als Vorgänger des heutigen Land­dienstes der HI. in Ostpreußen gegründet haben, ist bereits der Beweis erbracht, daß di» Idee, Stadt- iugend auf dem Lande seßhaft zu machen, durchaus verwirklicht werden kann. Unter wesentlich gün­stigeren Bedingungen als damals tft heute im Land­dienst diese Möglichkeit für die Jugend eröffnet.

polnische Bodenreform.

Warschau, 15. Febr. (Europapreß.) Das pol- nische AmtsblattDziennik Ustaw" veröffentlicht den Parzellierungsplan für die Bo­denreform im Jahre 1939, der sich auf insge­samt 57 690 Hektar Großgrundbesitz bezieht. Davon entfallen 20 275 Hektar auf die Provinz Pofen

Am Mittwochabend fand in der Gauhauptstadt Krems eine Kundgebung statt, auf der Reichs­hauptabteilungsleiter Haidn die Notwendigkeit der Leistungssteigerung besonders bei der Jugend unterstrich. Verbesserungen in der Land­wirtschaft müßten mit der Erziehung und Führung des Nachwuchses Hand in Hand gehen, wobei be­sonders auf die Bedeutung des Landjugend' austausches hingewiesen werden müsse. In Zu­sammenarbeit mit den Berufsberatungsstellen fei darauf hinzuarbeiten, daß die Tüchtigsten und Besten der bäuerlichen Jugend auf dem Lande bleiben und nicht in die Stadt ab- wandern. Um das zu erreichen, müsse aber folge- unnartimen nunemu)u«e=,. richtig der Lebensstandard der Landbevol» in der Opposition den Kampf kerung gehoben werden. Wenn der Strom des m der vppofinon oen^ampi L «lutes rein erhalten werden solle, muffe vor allem die Quelle rein erhalten werden, und diese Quelle fei das Landvolk, das die breite Grundlage unseres nationalen Wiederaufstiegs bar-

Die Verfolgung der Eisernen Sarde I ÄS? X 7 Ä

Mit dem großen Appell im Sportpalast sind die Bedingungen, unter denen der Landdienst künftig arbeiten wird, stärker in das öffentliche Interesse gerückt worden. Wenn künftig im Landdienst der Hitler-Jugend vor allem die schulentlassene Jugend erfaßt werden soll, bann war es nötig, die Einsatz­richtlinien dem anzupassen und vor allem in W Arbeitsvertrag soziale Sicherungen einzubauen. *i dem neuen Arbeitsvertrag für Den Landdienst, Der zunächst für ein Jahr abgeschlossen wird, gibt es die !ortsübliche" Arbeitszeit nicht mehr, der Arbeits- i vertrag legt sie vielmehr genau fest, wobei als Norm die 54-Stundenwoche und in der Haupt­erntezeit, in höchstens vier Monaten, die 6 0- Stundenwoche gilt. Ein Wochentag-Nach­mittag ist für den HJ.° Di en st und die zusätz­liche Berufsschulung frei. Sonntags darf die Arbeitskraft der Jugendlichen für höch ftcn: drei Stunden in Anspruch genommen werden, ein Sonntag i m Monat muß ganz frei

feinen Gesandten in Paris einen dessen Teilstück in denGedanken und Erinnerun gen" sieben Seiten ausmacht. Er macht ihm klar, daß er die Politik des Ministers und nicht eine Poli-1 iik gegen den Minister zu vertreten hat. Am 15.1 Ium 1866 schickt Herr von Bethmann-Hollweg, ein Vorfahr des späteren Reichskanzlers, an Wilhelm 1.1 eine Denkschrift, der wir nur folgende Worte ent-1 nehmen:... dies altes ist schlimm, aber noch viel schlimmer in meinen Augen, daß Graf Bismarck sich in dieser Handlungsweise mit der Gesinnung und den Zielen seines Königs in Widerspruch setzte und sein größtes Geschick darin bewies, daß er ihn | Schritt für Schritt dem entgegengesetzten Ziele I näherführte, bis die Umkehr unmöglich war | König Wilhelm I. kam erst im Juli 1866 er I war damals schon in Nikolsburg dazu, den Brief Bethmann-Hollwegs zu lesen! Im Oktober 1870 ver-1 langte Bismarck die Erzwingung der Uebergabe von I Varis auch durch ein Bombardement, um den I Krieg zu einem schnellen Ende zu bringen. Ein schneller Kriegsschluß widersprach schon damals der von England gepredigten Humanität. Die deutschen I Kanonen sollten nicht schießen. Damals schrieb Bis» I Marck an seine Frau:Es schwebt über der Sache! irgendeine Intrige, angesponnen von Weibern, Erz-1 bischöfen und Gelehrten, bekannte hohe Einflüsse I sollen mitspielen, damit bas Lob bes Auslands und l die Phrasenberäucherung keine Einbuße erleiden. I Jeder klagt über Hindernisse anonymer Natur." Und I der Deutsche Reichstag, den Bismarck selbst geschas-1 sen hatte, verweigerte dem achtzigjährigen Reichs-1 schmied zum Geburtstag am 1. April 1895 seinen I

stürzte über dem Bukarester Flughafen Otopem I c i n Flugzeug mit zwei Personen wegen eines Motordefektes ab. Bei der Ermittlung der Ursache wurde festgestellt, daß der Fluglehrer vom Buka­rester Flughafen Baneasa, Co st in, nach Otopem gestartet war, wo er einen Freund an Bord nahm. Kurz nach dem Start stürzte das Flugzeug ab, wobei die beiden Insassen schwer verletzt wurden. Bei dem Freund bes

Aber nun wollen wir Bismarck selbst über seine eigenen Zeitgenossen sprechen lassen. Da lesen wir in seinenGedanken und Erinnerungen/: Einzelne fortschrittliche Zeitungen hofften,^ mich zum Besten des Staates Wolle spinnen zu sehn. Und am 17. Februar 1863 erklärte das Abgeordneten- CUUMUlllL.

haus mit 274 gegen 45 Stimmen bie Mnister für I b cfaYo f f e n ist. Teleki scheint ursprünglich die versa,fungswidnge Au-gaben mit chrer P--1°n und haben, das Kabinett i n feiner

ihren Vermögen haftbar. Mir wurde der Plan I iVhftrffiHicn ^ufammenfehuna zu suggeriert, ^^_^^rtraaem dte" Äsion"an übernehmen. Im Laufe "seiner Besprechungen sollen menien Brud^'um'bas Dbjctt einm Won- über*?

«echstl nicht , Obchlut unmöglichen Cansis-atan Regierungkkür7^geb° ich n i ch t

meines Vermögens zu entziehn, hatte aber einen , c;nGn aeme infamen Nenner gebracht Eindruck von Aengstlichkeit und Geldsorge gemad)t, mer^n fonnten sollen einander zwei ?Rid)tun-

Am^Weihnachtsabend 1863 muß Bismarck an!!en gegenüberstehen, von denen die eine eine Der-

, - - iber Liberalen eine Regierung ausschließlich aus

Ueaierunaskrists in Ungarn.

ö »atiner Katholik ist. di- Achtung der Sazml.sten. die

o««Ra6in«lf3m,ew,urtogdrd«i. -®r.fSdrfi am di-3ku»il»iin9»«K; gÄtt

viertel. , .

Der Reichsverweser hat nach Annahme Des Rücktritts mit den Beratungen zur Lösung der Krise begonnen. Im Vordergrund steht die Person des Kultus- und Unterrichtsministers Graf Paul v o n T e l e t i, der in den frühen Nachmittags­stunden beim Staatsoberhaupt erschien. Nach der Audienz hatte Teleki eine Unterredung mit dem Innenminister Keresztes-Fischer. Er begab sich dann wieder in die Burg, wo er neuerlich vom Reichsverweser empfangen wurde. Die Besprechun­gen beim Reichsverweser werden auch am Donners­tag fortgesetzt werden. Es scheint sich zu bestätigen, daß die Uebemahme der Regierungsgeschäfte durch Graf Paul von Teleki noch nicht endgültig

Die Jahre nach der Berufung Otto von Bismarcks EP. B u b a pe ft, ^AbrE

zum preußischen Außenminister und preußischen Mi- Die Regierung I m r e d y ist nisterpräsidenten, also die Jahre nach 1862, rufen mittag zurückgetreten. In einem kurzen Mimster unsere Zeit sehr stark an. Auch der wissende Deutsche rat teilte Ministerpräsident ^mredy seine Abficht wird oft diesen Anruf und diese Rückerinnerung mit, sich von den Reg'erungsgescha ten 3urutf3 außenpolitisch verstanden wissen wollen, ziehen. Darau hin beschloß das Kabinett den Ge- Sicherlich ist das auch richttg; aber es ist n i ch t famt-Rückttitt. Ueber die ®runbe w.rHo > allein richtig. In jenen Tagen des Uebergangs feiger Stelle mitgeteilt: Die l'b^a^eakttonare L)P von ber alten preußischen Staatsidee zur deutschen Position hat Jmredy von der W^rschemlichkelt Reichsidee quollen auch a l l e Z w i e s p ä l 11 g k e i - überzeugt daß eine feiner nod) ur Zeit Jiapo^ ton auf, die wir Deutsche aus einer langen und teons I. lebenden Dorfah r e n ! "d lecher r.^b schmerzlichen Geschichte in uns selbst trugen. Ist ammun 9 gewesen sei. DerMinister Präsides erinnernde $^0(1 3 _ I npfunben ^in^fTin^n Amte zu verblei-

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gen und großen Wollens in ihr laut und eindrmg- Imredys nicht, sie bekämpf e ben 3Rim««pra|wenren kein B-,uch-r der R-ich-h°uptstadt auslasten. 3n ©ombos tm September 1932 ods tfinan3mim|ter Obetflod Jft bqs^überaus einfache Arbeit-, j e^ und »«««J« Wmt

bent ber ungarischen Nationalbank ins Regierungs-

I Jiuue ipicien. Mil veil I- o Q,

ZMEWMZWMWGP [e n iräf^e 3u oerwirklichen. Graf Teleki wird soweit dies in seiner Macht liegt, entschlossen tft. voraussichtlich am Donnerstagvormittag feine Be- --------

mühungen fortsetzen, doch können auch andere #<x , , /v

Lösungsmöglichkeiten in Frage kommen. J\etU)0t1äl)tHdnP

Graf Paul Teleki von Szek wird am 1.November ,

d. I. 60 Jahre alt. Er stammt aus einem der 9^ bett SetUfStttduOttlpb

ften Geschlechter Siebenbürgens und war von CF Uff11*1 v

ruf Professor der Geographie an der Universität $ 15 F^br. (DNB.) Am Mittwoch sand in

Budapest. Seit 1911 Abgeordneter des ungarischen Lrunn a'm Feld, unweit von Krems im Gau Reichstages, übernahm er das ^ubenminlsterlum m | ^ ; e b e r b o n a u , bie Gröffnungsfunbgebung des ber gegen bie Rateregierung aufgestellten nationalen > weicksberufswettkampfes ber Gruppe Nährstanb Regierung in Szegedln.^Als^solcher^ mutzte er unter Großbeutsckland statt. Aus dem Festplatz

dem Druck ber Westmachte das Diktat von Trianon ^schienen u a. in Vertretung des Reichsbauern- unterzelchnen. Nach der Rückkehr aus Paris stand Reichshauptamtsabteilungsleiter Jnaenieur

er in der ungarischen Rutionalversammlung und fuhr G Y P Reichsberufswett-

stellte unter erschüttertem Schweigen des Hauses Yaion un. Nährstand Basinger,

gegen sich selbst wegen der Unterzeichnung Antrag pi ^ ^. Neinthaler teilte mit,

auf Bestrafung. Graf Teleki war dann im ^uli und 10 0 00 Jungen und Mädel der

Dezember 1920 selbst ungarischer Regierungschef In ^^^bauernschaft Dona'uland zum Reichsberufs- dem zuruckgetretenen Kabinett Jmredy hatte er das ^^kampf geneidet haben, eine Zahl, bie in den Kultusministerium inne. Lnrhff.m fahren voraussichtlich auf 20 bis 30 000

Die Regierungspartei brachte dem schechenden I nächsten ^^^vorcmsiia-m^^^^ Deichs-

Ministerpräsidenten am Schluß der Mlttwochsitzung beweise, daß die Jugend begrif-

lebhafte Ovationen dar. Der Vorsitzende der Regie' I Landflucht nur durch

rungspattei betonte bafi bie R-gi-rung-pqrtei dl hqb- dqtz Sie °° -y könne.

von Jmredy vertretene und den Interessen der ^llZlpilnoeit-tri«r

Nation dienende Transigenz christlicher, nationaler Der Leiter bes Reichsberufswettkampses Gruppe und völkisch-sozialer Politik sortsetzen werde. Nährstanb, Hauptbannführer Bofinger, gab Mehrere Abgeordnete der Partei geißelten in heft bekannt, daß dem RufFreiwillige vor! , mit Dem tigen Worten die jüdischen und feudalen Kreise, Die I sich der Stellvertreter des Führers vor wenigen einen unterirdischen Feldzug gegen Jmredy ein- Tagen an die deutsche Jugend gewandt habe, be» geleitet hätten, weil er zeitgemäße Reformen schch-its 400 000 Jungen und Mädel begeistert gefolgt sen wollte. Die völkisch gesonnene überwiegende ^ien. Die Zahl der Teilnehmer am Relchsberufs- Mehrheit des Landes werde den Kampf gegen mettfampf bes Nährstandes habe im Jahre 1939 alle dunklen Kräfte aufnehmen und bereits 400 000 überschritten. Der Ehr- ben Reformen zum Siege verhelfen. Es mürbe eine &er deutschen Jugend von heute sei es, mög- Entschließung angenommen, in ber zum Ausdruck sichsi f^üh die Aermel aufkrempeln zu können und gebracht wird, daß die Partei die UeberZeugung ovpacken zu dürfen. Schwielige Hände und schmut- habe, der bisherige Regierungskurs werde u n v e r - Stiefel sind das Zeichen des neuen Adels, des ändert beibehalten. Nach der einstimmigen An- Mels der Arbeit.

nähme dieser Entschließung versicherte ber stellver­tretende Parteiführer ben zurückgetretenen Minister­präsidenten der Wertschätzung der Partei und er­suchte ihn, sie auch weiter zu unterstützen.

Das Hauptorgan der Regierungspartei,Fugaet- lenseg", würdigt in einem Leitartikel die mensch­liche Tragödie des Rücktritts Imredys und schreibt, Die heilige Idee des ungarischen R a s s e n s ch ü tz e s sei nicht an Personen gebunden. Sie werde über alle Opfer hinweg, ohne Zuruck­weichen und Kompromisje, auf ihrem bis­herigen Weg vorwärtssch reiten. Sollte aber eine Richtung zum Durchbruch kommen die zu Kompromissen neige und das Judengesetz wesentlich mildern wolle, dann würde das Mllionenlager des Vorkämpfers des ungarischen Rassenschutzes,

Eine wichtige Neuerung ist ferner, daß in Zu- Bemühungen Jaspars waren an dem Widerstand kunst im Landdienst eine systematische Berufs- der Sozialdemokraten und der flämischen Par- ausbild ung und Berufsförderung be» teien aeicbeitert trieben wird, deren Ziel im ersten Jahre die Teil- .

9 * nähme am Reichsberufswettkampf, im

Jaspar war einer ber bedeutendsten belgischen zweiten Jahr die Ablegung der Landarbeits- Politiker der Nachkriegszeit. Er hatte feine ßauf- Prüfung ist. Der Jugendliche, der sich enbgulhg . bahn als Rechtsanwalt angefangen und wurde für den Dienst am Boden entschieden hat, kann dann Abgeordneter Der katholischen Partei. Don dann wählen zwischen dem Weg zum anerkannten 1918 bis 1924 war er hintereinander Wirt- Landarbeiter, zu den verschiedenen landwirttchaft- schafts-, Innen- und A u ß e n m i n i st e r. lichen Lehrberufen oder der Laufbahn bis zum Neu- 1926 wurde er Ministerpräsident und blieb bauernschein. Mit dem Reichsnährstand sind die ~ "" " Ausbildungswege des ßanbbienftters genau feit«

gelegt worden, sie finben ihre Krönung im San b - bienftfieblungsring und ber gemeinsam mit ber ff betriebenen Ausbildung zu Wehr- bauern. Mit den 44 Bauernhöfen, die bie

Glückwunsch.

Friedrich Nau m a n n erzählt aus seiner Kind­heit, daß in seiner sächsischen Vaterstadt anno 1870 die klugen Leute so kalkulierten:Siegen bie Preu­ßen, so sind wir dabei; siegen die Franzosen, so werden sie uns als Opfer ber Preußen bemitleiden." Graf Beust, der Gegenspieler Bismarcks, sagt in seinen Erinnerungen, Die etwa fünfzehn Jahre nach der Gründung des Zweiten Reiches geschrie­ben wurden, es sei gar nicht einzusehen, warum deutsche Bürger in Rio be Janeiro von deutschen Kriegsschiffen beschützt werden sollen; englische Kriegsschiffe machten das ebenso gut. Graf Beust, vor 1866 sächsischer Ministerpräsident, mar dann österreichischer Reichskanzler und hielt sich im Jahre Lm^ten, ber sich Nitzescu nannte, hanbelte es sich 1870 bereit zum Dolchstoß; es mürbe aber zu schnell ba5 führenbe Mitglieb Der Eifer- gesiegt, und so kam es nicht zum Dolchstoß. nen Garbe Victor Dragomirescu. Costin, ber

Heute steht Großdeutschland. Mit den Posittonen I als Freund der Eisernen Garde bekannt mar, wollte des böhmischen Kastells und des Wiener Beckens.! zusammen mit Dragomirescu nach Polen f H e Und dieMainlinie" ist so ausgemeitet, daß Groß- h e n. Gegen die beiden Abgestürzten, Die außer Deutschland an dieser Stelle keine dünne Taille mehr Lebensgefahr sind, wurde ein Strafverfahren beim hat. Der Name des Grafen Beust ist verschollen Militärgericht eröffnet. Am Krankenbett Drago- auf dem Wasser ber unteren Elbe wiegt sich Der I mirescus würben weiter zwei weibliche Rumpf des ersten deuttchen GroßschlachttchiffesBis- Mitglieder der Eisernen Garde verhaftet,, marck"! Daß diese Erfüllung und diese Auferftehung Die in Abwesenheit wegen unerlaubter politischer geschehen konnte, ist das Werk der Kraft, Die das Betätigung vom Militärgericht zu Gefängnisstrafen ganze deutsche Volk für sich und seine Zukunft ein-1 verurteilt worden waren.

gesetzt hat. Jene Kraft hatte Bismarck im durch-1 ,

greifenden Sinn unserer Tage noch nicht. Es ist die 0CF CpCttlOllflC

1«I ®ort: Ho.3 c I belgische Ministerpräsident Jaspar t-

------- Brüssel, 15. Febr. (DNB.) Der ehemalige bei-