Ausgabe 
15.11.1939
 
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Worte h7ren" - Die e» Linkspresse'ist »J. glatten worben^sei an bem ber Mnf, seineAnt- möglich noch schärfer.Nervs Chronicle" lehnt jeden wort auf den Friedensappell der Komg n Wrlhel- Kompromißfrieden ab undManchester Guardian" 1 mine und des Königs Leopold abgeschickt habe.

petroleumfelv in Venezuela in Klammen

Irak

: gerschulen eingeführt. Protektorat entsprechen den

pen aus Staaten die auf seien.

Der

In einem Petrvleumfeld bei La Gunillas ereig­nete sich eine schwere Brandkatastrophe. La Gunil­las liegt in der Nähe von Merida, südlich der Mee­resbucht von Maracaibo. In allen Teilen der Oel- stadt lodern die Flammen empor. Hunderte von Personen haben bereits den Tod gefunden. Die Zahl der Todesopfer wird gegen­wärtig auf 500 bis 1000 geschätzt. Mehr als 3000 Männer, Frauen und Kinder befanden sich in der am Rande des Oelfeldes erbauten Siedlung. Flöße und Fähren mit Feuerwehr und Hilfsmannschaften wurden sogleich zu der 40 Meilen südöstlich von Maracaibo gelegenen Stadt entsandt. Das Feuer hat den von einer dicken Oelschickst bedeckten Mara- caibo-See in ein helles Flammenmeer verwandelt. Etwa 300 Wohnhütten, die unmittelbar am Ufer gelegen sind, waren sofort von den Flammen völlig eingehullt.

Das Feuer ist dadurch aus-gebrochen, daß eine Gasolinlampe in der Bar der kleinen Stadt Feuer

Durch eine Verordnung der Protektoratsregierung wurde Deutsch als Pflichtfach bei allen tschechischen Bürgerschulen Die Bürgerschulen im T deutschen Mittelschulen.

geht, daß der General an einer an der Front er­littenen Verwundung starb.

Der König der Belgier empfing am Diens­tag den amerikanischen Botschafter in Brüssel, Davis.

In Brüssel wurden die französischen ZeitungenJntransigeant", ..Paris Soir" und Epoque" von der Polizei beschlagnahmt, weil sie Artikel enthielten, in denen der König der Belgier und die Königin Wilhelmine von Holland verun­glimpft wurden.

für die Schaffung eines Palästinastaates begonnen. Die bisher erzielten Ergebnisse würden von der ägyptischen Regierung dem Ministerpräsidenten des

ägyptische Ministerpräsident den Ministerpräsidenten des Irak, um

Amsterdam, 14. Nov. (Europapreß). Ins Horn des grenzenlosen Hasses stößt am Dienstag­morgen noch einmal die gesamte englische Presse, wenn sie sich rückblickend erneut mit dem von Eng­land torpedierten holländisch-belgischen Friedensschritt befaßt.Daily Mail" schreibt pharisäerhaft, England wünsche zwar den Frieden, um bann aber fortzufahren, ein solcher Friede könne nicht einmal auf Grund einer hundertprozen­tigen Erfüllung durch Deutschland erreicht werden, weil außerdem noch Garantien für die Zukunft nötig seien und England der Meinung sei, daß für das nationalsozialistische Deutschland memand Ga­rantien übernehmen würde.Daily Telegraph' kommt zu der völlig richtigen, wenn auch unfrei­willigen Erkenntnis, daß man sich über die Aus­sichten von Friedensverhandlun-gen feinen Täu­schungen hin geben dürste. Denn Deutschland sei nicht bereit, von seiner Haltung abzugehen. Die Alliierten könnten dem Reich aber keine Kon-

Die neue Führung öes BDM -Obergaues 13

mitgeteilt.

Aus aller Welt.

Knabenmörder Eder hingerichtet.

Die Londoner presse betont Englands Vernichtungswitten

Herhog fordert Sonderfrieden mit Deutschland

empfing ...

die mit Palästina zusammenhängenden Fragen zu prüfen. Die ZeitungMisri" schreibt, der Groß­mufti habe direkte Verhandlungen mit England

Das Staatsdepartement erklärte, die Vereinig­ten Staaten beabsichtigten nicht, ihre Trup- Nordchin-a zurückzuziehen. Die Vereinigten hätten zur Zeit 1500 Mann in Nordchina, Schanghai, Peking Und Tientsin verteilt

Erblinden nahe war, seiner Freude über den Be­such Ausdruck, gleichzeitig aber auch seiner Dank barfeit darüber, daß die Vorsehung den Führer gerettet hat. Seine glücklichste Stunde aber erlebte der schwerverwundete Parteigenosse, als Führer s e l b st tags darauf sich nach dem Be­finden der verletzten Kameraden an Ort und Stelle " Nun ^st^ auch Michael Schmeidl 5ur Standarte Horst Wessels abberufen worben Alle arztl^e Kunst konnte bas Leben bieses vortrefflichen Käme- raben und prächtigen Menschen, der sich trotz seines hohen Alters durch Liede und

für den Führer von niemand übertreffen Uetz, nicht mehr retten. Die Nachricht von semem Ableben wird im ganzen deutfchm Volk herzliche^Antell nähme und schmerzvolle Trauer auslosen In Ehr furcht neigen wir uns vor dem Toten, der ebenso wie seine sieben Kameraden sein Leben für den Führer und für Deutschland geopfert hat. S m Grab aber wird zu einer neuen furchtbaren An­klage gegen die Attentäter und deren Hintermänner, die mit ihrem Anschlag vom 8. November bas ganze deutsche Volk getroffen haben.

Ein achtes Opfer

-es Mordanschlags im Bürgerbräukeller

Oberamtmann Schmeidl seinen Verletzungen erlegen.

In einem Pariser Krankenhaus starb der französische Divisionsgeneral Raymond P i g e a u b, Inhaber bes Großen Offiziersordens ber Ehren­legion sowie ber Kriegskreuze 1914/18 unb 1939 Das Blatt, bas biete Tobesanzeige veröffentlicht, I meßet ausdrücklich, daß ber Generalfür iFrankreich gefallen" ist. woraus hervor-

lands gegen Ibn Saud zu führen. Das gewachsene Selbständigkeitsbewußtsein der Afghanen und Iraner in Vorderasien und ber Araber auf der arabischen Halbinsel hat aber den Bestrebungen der europäischen Westmächte bisher einen Damm ent­gegengesetzt, der vornehmlich durch die britischen Greuel in Palästina gezogen worden ist und ber allen Angriffen bisher ftanb hielt.

Nun hat ber Irak seinen Ministerpräsidenten unb die Gattin bes irakischen Prinzregenten zu einer Konferenz nach Kairo entsandt, um auf ber gemeinsamen, bisher von England geförderten Fa­miliengrundlage mit König Faruk von Aegypten nicht nur über Palästina, sondern auch über ein arabisches Königreich zu beraten das Syrien und Transjordanien umfassen soll. König Faruk von Aegypten ist nicht nur ein Schwager bes Kronprinzen von Iran, sondern auch mit dem Herrscherhaus von Irak verwandt. Dieser Familientag in Kairo soll also Englands Pläne im nahen Orient fördern und so etwas wie eine Kon­stellation gegen Ibn Saud, wenn es nicht anders geht, auch gegen den Iran unb gegen Afghanistan zustande bringen.

Aber ganz abgesehen davon, baß die Franzosen als Mandatsinhaber Syriens den britischen Plänen abhold sind, unb bie Türkei' als nichtarabischer Staat außerhalb bieses Kreises Sonderziele ver­folgt, steht bas Problem Palästina als alles überschattende Tatsache zwischen ben englischen und den arabischen Wünschen. Der kürzlich von Damas- kurs nach Bagdad geflohene Mufti von Jerusa­lem hat verlauten lassen, er triebe nach wie vor eine Politik der Befreiung vor allem ber Pala- stina-Araber. Auch bie Nachricht, baß zwischen Roosevelt unb Chamberlain über den Plan ver- hanbelt wirb, mit finanzieller Hilfe ber Vereinig­ten Staaten nicht weniger als 2,8 Millionen Iuben Sn Palästina anzusiedeln, hat der Befürchtung rn der arabischen Welt neue Nahrung gegeben, (Eng- lanb wolle die Araber in diesen Knegszeiten nur als Vorspann benutzen, um sie bann mit einem glatten Wortbruch genau so zu hintergehen, wie die Palästina-Araber während bes Weltkrieges be­tragen wurden.

Ob Englanbs Bestreben, mit Hilfe eines Fa- milienklüngels unb besten Interessenpolitik bie all- arabische Sache zu vernichten, Erfolg haben wirb, das bürste nickst in Kairo, sondern in Mekka, Tehe­ran und überall dort entschieden werden, wo sich die mohamedanischen Herrscher ihrer Pflicht, für bie Palästina-Araber und gegen ben, britischen Impe­rialismus aufzutreten, bewußt sind. Nicht zuletzt haben aber noch Sowjetrutzland unb Italien hier­bei ein entscheidendes Wort mitzureden. E.S.

Zessionen machen.

Am interessantesten ist aber wohl dieTimes , die schon heute aller Welt mitteilt, was Eng­land i m S ch i l d e f ü h r t, falls dieser Krieg zu Ungunsten Deutschlands enden würde. Sie erklärt: Man muß nicht unbedingt annehmen, daß die Kriegsziele der Alliierten sich auf die e i n f a ch e Rückkehr zum Status quo ante beschrän­ken. England will Tatsachen sehen, nicht mehr

politische Reinigung im Protektorat.

Prag, 14. Nov. (Europapreß.) Die ,Mdove Noviny" schreiben: <Das Nationale Gericht wirb über die Gesetzmäßigkeitdes Eigen- tumerwerbs von etwa 5000 Menschen entschei­den, die wichtige Stellungen im politi­schen Leben eingenommen haben oder noch ein­nehmen. Es ist dies ohne Zweifel eine gründliche Säuberung, bie einen doppelten Sinn hat: zunächst die Menschen mit sauberen Händen streng von denen zu trennen, die ihre Ehre befleckt haben; ferner jenen staubaufwirbelnden Gerüchten über die ausnahmslose Bestechlichkeit ber politischen Reprä­sentanten ein Ende zu machen."

Weitere Opfer polnischer Mordgier aufgefunden.

Krakau, 14. Nov. (DNB.) In Neu-Sandec, Distrikt Krakau, wurden wiederzehn Volks­deutsche beigesetzt, die das Opfer polnischer Mordgier geworden waren. Sie wurden am 2. Sep­tember nach Baranow, Distrikt Lemberg, ver­schleppt, wo sie zusammen mit noch 42 an­deren Volksdeutschen aus anderen Teilen Polens auf viehische Weise ermordet und bann in einem Massengrab, das sie sich vorher selbst schaufeln mußten, -v e r s ch a r rt wurden. Dort wur­den sie durch einen Zufall aufgefunden und nach ihrer Identifizierung, die nur unter größten Schwie­rigkeiten gelang, in ihre Heimatorte übergeführt. Bei ber feierlichen Beisetzung in Neu-Scmbec über­brachte Distriktschef Dr. Wächter bie letzten Grüße des Generalgouverneurs. Unter den Ermordeten befanden sich ein 18 Jahre alter Schüler und ein 67jähriger Altrentner. Aus der volksdeutschen Fa­milie Decker wurden Vater unb zwei Söhne hinge- morbet.

Kleine politische Nachrichten.

Auf seiner Reise durch die neuen Reichsgaue im Osten traf Reichswirtschastsminister Funk mit dem Flugzeug von Warschau kommend in Posen zu Besprechungen über bas wirtschaftliche Aufbauwerk im Warthegau ein.

gefangen hatte. Der Präsident der Provinz hat sofort die Leitung aller Hilfsmaßnahmen übernom­men, die jedoch im Kampf gegen dieses Flammen­meer bisher wenig erfolgreich find. Die Flammen dehnen sich mit ungeheurer Geschwindigkeit über die ganze Lagune unb barüber hinaus aus. Eine Brücke, die die Jnselstadt mit dem Fest­lands verbindet unb die sich auf ber Rückseite ber Lagune befindet, wohin sich bas Feuer aerobe jetzt auszudehnen drvht, wirb wahrscheinlich den Flam­men auch noch zum Opfer fallen. Damit würde die letzte Hilfsmöglichkeit von außen her für bie Stadt vernichtet werden, denn nur über sie könnten sich bie vielleicht 2000 Uebertebenben ber Stadt auf das sichere Festland retten. 200 Personen, bie dort in ben See gegangen sind, wohin bas Feuer noch nickst vorgedrungen ist, konnten von einem kleinen Schiff an Bord genommen unb gerettet werben.

betont ausbrücklich, erste Vorbedingung für Frie- densverhanblungen fei, daß Deutschland bie alte Lage in ber Tschechoslowakei, Oesterreich und Polen wiederherstelle und mit diesbezüglichen Taten bie Welt bavon überzeuge, baß man roieber zum Zu­stand ber Sicherheit zurückkehre.

Die Tonart, die Churchill in seiner Rede am Sonntag angeschlagen hat, geht jedoch selbst in England vielen Leuten gegen ben Strich,yteins Chronicle" erklärt, Churchill fei, als er am Sonn- tagabend von den Deutschen als Hunnen gesprochen habe, zu weit gegangen.Ich hätte nicht erwartet , heißt es in dem Artikel,daß bie erste Beschimp­fung bieser Art seit Kriegsbeginn von ben Lippen eines britischen Kabinettsministers kommen würde. Beschimpfungen werden uns nicht ben Krieg gewinnen, während fie_ uns sehr wohl den Frieden verlieren lassen können". Weiter schreibt das Blatt, in dieser Form die Dolkswut aufzupeitschen, sei nicht die Funktion staatsmänni­scher Führung und nicht der Beweis dafür, daß man ein wirklicher Führer sein. Auch das Komitee des Nationalrates für den Frieden" hat eine Erklärung veröffentlicht, in der esals höchst beklagenswert" bezeichnet wird, daß ein dem Kriegsrat angehörender Minister eine dreiste, herausfordernde unb belei­digende Sprache gegen ben Feind führe", und baß eine berartige Rebe ausgerechnet an dem Tage

Bloemfontein, 14. Nov. (DNB.) Auf dem Kongreß ber United Party des südafrikanischen Frei­staates erklärte General H e r tz o g, er werde den Rest seines Lebens ber Arbeit für die Freiheit des südafrikanischen Volkes widmen. Wie immer, gehe auch heute ber Kampf gegen den tödlichsten Feind Südafrikas unb des Afri'kanertums, gegen die Auswüchse bes britischen Imperialis­mus. Er glaube nicht ein Wort der Behauptung, Deutschland habe den Krieg angefangen, um bie Weltherrschaft zu erringen. Schon 1935 habe er in England erklärt, ber von Englanb und Frankreich Deutsckstand auferlegte verfluchte Versailler Friedensvertrag sei der Grund allen zukünftigen Unheiles. Er habe damals be­reits gewarnt, daß eine große und stolze Nation wie Deutschland eine bauernbe Unterjochung nicht ertragen werbe. Als Sübafrikaner, ber ben süd- afrikanischen Krieg mitgemacht habe, wisse er, was Deutschland empfand.Denn", so fuhr Hertzog wört­lich fort,kann man erwarten, daß Deutschland duldet, daß ein Teilgebiet ber Nation burch einen einer fremben feindseligen Macht gehörenben Korri-

bor abgeschnitten bleibt?" Deutschland habe nidjt für die Weltherrschaft, sondern für die Beendi­gung seiner Erniedrigung gerüstet. Die Behauptung von ber deutschen Weltherrschaft", so stellte Hertzog fest,ist eine ber infam st en Lügen, bie die Propaganda je erfunden hat."

Hertzog befaßte sich mit der Behauptung, die Süd­afrikanische Union habe in ben Krieg eintreten müs­sen, weil sie sonst keine Absatzmärkte für ihre Lanbprodukte gefunden haben würbe. Wohl verkaufe man Früchte und Mais nach Englanb, aber sei das ein Grund für England, um Südafrika in ben Krieg zu ziehen? Mit der gleichen Berechtigung könnte bie Südafrikanische Union für Deutsch­land Krieg führen, das im vergangenen Jahr f ü r 7 Millionen Pfund Sterling in Süd­afrika gekauft Hube.Müsse.i unsere Söhne", rief Hertzog aus,ihr Leben opfern, tu mit wir die Märkte behalten?" Da England Deutschlands Frie­densangebot abgelehnt habe, müsse Südafrika die Möglichkeit haben, einen Sonderfrieden mit Deutschland abzuschließen. Der Kon­greß unterstütze Hertzog nahezu einstimmig.

NSG. Am 15. November übernimmt Untergau» -brerin Hebe Banicki die Führung des BDM.- Obergaues 13 Hessen-Nassau, an Stelle der bisheri­gen Obergauführerin Elfe Riese, bie als Sozial- referentin ber Hermann-Göring-Werke nach tinj berufen würbe. .... *

Hebe Banicki wurde am 12. Januar 1914 m Kraczke (Posen) geboren. Nach dem Weltkrieg lie­belten ihre Eltern, denen ber Versailler Schandver- trag bie deutsche Heimat genommen hatte, nach Dil­lenburg und 1931, nach Frankfurt am Main über. Am dortigen Lessing-Gymnasium legte sie 1934 ote Reifeprüfung ab. Anschließend trat sie in Den Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend em, um dann 1935 in Frankfurt am Main das volks­wirtschaftliche Studium aufzunchmen. Nach zwei Semestern studierte sie an der Hochschule für Leh- rerinnertbißung in Darmstadt weiter unb unterzog sich 1938 ber wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Volksschulen. .

Ihre Führerinnenlaufbahn in der Partei begann Hede Banicki in Frankfurt äm Main, wo sie als Iunamädel-Führerin von April 1934 bis Septem­ber 1935 den IM.-Ring Bornheim führte und Der Rundfunkspielichar 8 Frankfurt am Main der Reichsjugendführung Vorstand. Im Mai 1936 übernahm sie die Führung ber Arbeitsgemeinschaft nationalsozialistischer Studentinnen im Gau Hesien- Nassau. Im November 1937 wurde sie ANSt.-Refe- rentin im Bereich Rhein des nationalsozialistischen Studentenbundes berufen. Im Februar 1938 mürbe Hede Banicki mit der Leitung der BDM.-Fuhrerm- nenschule bes Obergaues 13. Schloß Heiligenberg beauftragt, die sie bis August 1939 führte. Bis 31. Oktober, dem Tag der (Einführung in ihren neuen Arbeitskreis als Obergauführerin war sie dann als Amtsreferentin im Kulturamt der RIF. tätig.

Der Generalgouverneur Reicksminister Dr. Frank hat bie großen Hotels in den Luftkurorten Zako­pane und Kryniza für Schwerverletzte aus dem polnischen Feldzug und für die Hinterbliebenen der in Polen gefallenen deutschen Soldaten unb ^-Angehörigen zur Verfügung gestellt. Die Be­treuung erfolgt in Zusammenarbeit mit ber NSV. unb ber NSKOD.

Zwischen Berlin unb Warschau ist der direkte Schnellzugsverkehr aufgenommen worden. Der Schnellzug D53, der Berlin-Friedrichstraße um 7.50 Uhr verlaßt, erreicht über die direkte Strecke BerlinPosenKutnoWarschau um 20.08 Uhr. Der Gegenzug verläßt Warschau um 7.52 Uhr und erreicht Berlin-Friedrichstraße um 19.59 Uhr. Die­ser V-Zug erhält noch in Kutno Anschlußzüge von unb nach Lodsch.

Die französische Regierung läßt wahllos alles ver­haften, was bisher im Elsaß einen Namen hatte. So sind ber Vorsitzende ber elsässischen katholischen Partei Toppt, ber Straßburger Stabtverordnete Schall unb sein engster Mitarbeiter Schlegel unter ber fadenscheinigen Beschuldigung besKom­plotts gegen bie Staatssicherheit" ins (Begäng­nis geworfen worben.

Der niederländische Ministerpräsident de Geer wandte sich in einer Rundfunkansprache gegen bie wilden Gerüchte, die in ber vergange­nen Woche in Hollanb in Umlauf gesetzt würben. Die Unruhe scheine ihre Ursache in ausländischen Rundfunk- und Presseberichten sowie in einzelnen Maßnahmen ber niederländischen Regierung zu haben. Es fei nicht notwendig, sich noch Sorgen hinzu zu phantasieren. *

Aehnlich wie ber britische Botschafter hat auch der französische Botschafter in Tokio dem japani­schen Außenminister den Entschluß ber französischen Regierung mitgeteilt, bie französischen Be­satzungen in Norb-China aus militärischen Gründen herabzusetzen. Es sollen nur die zur Aufrechterhaltung ber Ordnung notwendigen Mann­schaften an Ort und Stelle bleiben.

München, 14. Nov. (DNB ) Am Montag abend erlag, der bei dem Attentat im Bürgerbraukeller schwer verwundete Pg. Oberamtmann Michael Schmeidl, München-Solln, seinen Verletzungen Mit Oberamtmann Schmeidl ist ein alte rund bewährter Kampfgenosse des Füh­rers dahingegangen, der ihn im Jahre 1923 auf seinem Marsch 3ur Y e l d h e r r n h a 11 e begleitete. Mitten im Kreis seiner Kameraden saß Pg. Schmeidl am 8. November in der vordersten Reihe bes Bürgerbräukellers, um ben Führer zu hören unb mit den Kameraben von 1923 Wieder- sehen zu feiern. Als bann burch ben teuflischen Anschlag bie Berfammlungsftätte zusammenstürzte wurde Schmeibl von den Steinen, Balken und Trümmern verschüttet. Sein alter Kampfgefährte Kaiser, der noch in ber gleichen Nacht an ben Folgen bes Attentats starb, befreite ben Schwer- verletzten in vorbildlicher Kameradschaft aus seiner furchtbaren Lage. In ber Chirurgischen Klinik war ein Krankenlager bas erste, bas Gauleiter Adolf Wagner bei seinem Besuch am vergangenen Freitag aufgesucht hatte. In bewegten Worten gab Schmeibl, der durch eine Netzhautablösung dem

©er Einmarsch

der russischen Truppen in Litauen.

K o w n o , 14. November. (DNB.) Der Einmarlch der sowjetrussischen Truppenkontingente hat in der in dem sowjetisch-litauischen Beistandspakt verein­barten Form begonnen. Zunächst sind in ber sud- litauischen Stadt Alntus Artilleriekommandos mit einem großen Kraftwagenpark eingetroffen und haben die litauischen Kasernen bezogen. Hier soll eine Garnison von 4 bis 4500 Mann stationiert werden. Die Besetzung bes bei Kowno gelegenen Garnison platz es Gaizunai mit einer Panzertruppe unb des 40 Kilometer südlich von Kowno gelegenen Ortes Prieny mit Kavallerie erfolgt unmittelbar. Das Hauptkontingent in Stärke einer Division bleibt in Nowo-Viloika bei Wilna. Die Gesamtzahl ber sowjetrussischen Armee, die in Litauen gamifoniert wird, soll zunächst bte Zahl von 20 000 Mann nicht überschreiten.

Am Dienstag ist ber tags zuvor vom Sonder­gericht in München wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust ber bürgerlichen Ehren­rechte verurteilte Nikolaus (Eber aus Höglhaus bei Bad-Aibling h i n g e r i ch t e t worden. (Er hat an einem vierjährigen Knaben, an dem er sich be­reits vor einigen Monaten vergangen hatte, ein Sittlichkeitsverbrechen verübt und das Kind dabei in abscheulicher Weise" mißhandelt und zu Tode ge­bracht. Durch die unmittelbar nach Rechtskraft des Urteils erfolgte Hinrichtung hat ein gemeines Ver­brechen in kürze st er Zeit seine gerechte Sühne gefunden.

Gewohnheitsverbrecher unb Raubmörder zum Tode verurteilt.

Das Sondergericht in Bamberg hat am 14. November den lebigen 40 Jahre alten Michael Eduard Seufert aus Garitz bei Bad Kissingen wegen Raubmordes zum Tode und zum dauernden Verlust der büraerlichen Ehrenrechte verurteilt. Seufert hat am 20. Oktober in Garitz die 61jährige Witwe Elise Grafe in ihrer Wohnung erwürgt und anschließend beraubt. Nach der Tat flüchtete der Verbrecher, wurde aber in Wien auf­gegriffen unb verhaftet. Für diesen gefährlichen Ge- wohnheitsverbrecher, ber fast die Hälfte feines Lebens im Zuchthaus zubrachte, bedeutete Me Todesstrafe die einzige Sühne.