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Panzerwagen gehen über eine pionierbrülke
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lNachdruck verboten!)
83. Fortsetzung.
motorige polnische Maschine wurde von sowjetrussischen Jagdflugzeugen gestellt und zur L a n -
polnische Regierung lehnt Austausch verschleppter Volksdeutscher ab.
Berlin, 14. Sept. (DNB.) Im Hinblick auf die zahlreichen Verschleppungen von Volksdeutschen aus dm von den deutschen Truppen besetzten Gebiet nach dm Innern Polens ist die mit der Wahrnehmung d-r polnischen Interessen in Deutschland beauftragte hösige schwedische Gesandtschaft vom Aus-
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28.
Zwischenfall auf dem Bahn st ei g.
„Ah... Sieh da! Der Herr Sohn!"
Mit einladender Gäste weist Friedrich Hellmers auf die fünf leeren Stühle seines Tisches.
Wie immer haben sich die beiden Männer in der Gaststätte der Victoria-Station getroffen. Hier sitzt man unbeachtet im Trubel des weltstädtischen Verkehrs, hier kann niemand nachweisen, wenn man gekommen oder gegangen ist, ja, keiner der Kellner hat in dem rastlosen Betrieb überhaupt Zeitlich seine Gäste genauer zu besehen.
„Was verschafft mir die hohe Ehre? Wollte man mich nicht neulich einfach abschieben... jupphe'di, weg mit dem unangenehmen Vater aus Amerika? Und nun sitzest du hier? Ueberhaupt..er stutzt mißtrauisch, „bist du nicht mehr in Untersuchungshaft? Oder ist das nur Zeitungsschwindel, daß du den Tenor... diesen... na, ich kenne ihn nicht... also diesen berühmten Sänger erschossen hast?"
„Schweig davon!" zischt Joachim. „Ich bin ihnen entwischt... es war nicht einmal ein Kunststück. Einer meiner Leute aus der Fabrik hat mir Werkzeug eingeschmuggelt."
„Schau, schau! Tüchtig, der Herr Sohn! Die Polizei wird sich freuen! Oder glaubst du, länger als vierundzwanzig Stunden so in aller Frechheit Herumlaufen zu können? O du ahnungsloser Engel! Wer weiß, ob nicht der Fahndungsdienst dich schon in der nächsten halben Stunde festnimmt?"
„Darum bin ich ja hier! Du sollst mir helfen!" Ein kurzes Gelächter ist die Antwort.
„Bin doch nicht blöd, mein Junge! Löffle deine Suppe gefälligst allein aus!"
Joachim beißt die Zähne zusammen. Tatsächlich, es entwickelt sich alles, wie Pembroke es vorausgesagt hat.
„Du hast doch schließlich Geld von mir erhalten! Alles, was ich besitze, hast du aufgebraucht! Du kannst mich doch nicht einfach im Dreck sitzenlassen!" drängt er. Aber das Gesicht des Alten, von tausend Falten durchzogen, so daß es scheint, als lächle er unaufhörlich, bleibt unbeweglich. Er winkt einem Zeitungsverkäufer, der das Abendblatt ausruft.
„Wetten, daß du bereits... bitte! Sieh dir das an!"
Er legt das Blatt triumphierend auf den Tisch.
Wie ein Pfeil schnellt der kleine Schwarzhaarige »tT ... Fäuste packen ihn ... er reißt sich los ...
. ein ... Aufschrei ...
„Er schießt! — Vorsehen!"
iZu spät! Schon peitscht der Knall eines Schusses .. nochmal ... dann endlich hat man den Toben-
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verschiedene repräsentative Bauten ein modernes Stadtbild erhalten. Die polnische Regierung fand also 1919 ein blühendes Gemeinwesen vor, das deutscher Arbeit seinen Bestand verdankte. Die Stadt war seitdem der Sitz der nationaldemokratischen Bewegung Polens, die durch besondere Deutschfeindlichkeit hervortrat.
Die Landwirtschaft ist es, die der alten Provinz Posen mit ihren 2 Millionen Einwohnern das Gepräge gab. Zahlreiche Kleinstädte liegen überall im Lande, doch ist die Industrie ohne Bedeutung, abgesehen von Zuckerfabriken, den Salz, werken von Hohensalza, dem Holzhandel usw. Die deutschen Bauernsie-dlungen waren am zahlreichsten in den Bezirken von Bromberg, Hohensalza, Genesen und Posen-Land. Der polnische Staat hot den größten Teil der deutschen Bauern vertrieben, trotzdem sind erhebliche Teile der schon seit Jahrhunderten ansässigen Deutschen bis zuletzt in der Provinz geblieben. Die größeren Städte, die bis zum Weltkrieg fast einen reindeutschen Charakter hatten, wurden der Polonisierung ausgesetzt. In der Stadt Posen liegen die Eltern des Generalfeldmarschalls von Hindenburg begraben, deutsche Konfirmanden haben ihre Gräber in ihre Obhut genommen.
Der Täter mitten unter uns
Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Gskar Meister, weröau L Sa.
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Die tieferen Gründe der polnischen Mederlage
Mißachtung einer vernünftigen Nationalitätenpolitik.
Ein Militärbefehlshaber Oanzig-Westpreußen.
Danzig, 14. Sept. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres hat den General der Artillerie Heitz zum Militärbefehlshaber im Gebiet der früheren Freien Stadt Danzig und in der früheren polnischen Provinz Pommerellen ernannt 3i einem Aufruf hat der Militärbefehlshaber Dan- zig-Westpreußen es als seine vornehmste Aufgabe bezeichnet, die in der nunmehr überwundenen Zeit heroorgerusenen Schäden und Nöte zu beseitigen und Ordnung und Sicherheit in Zu- semmenarbeit mit dem Chef der Zivilver- Haltung, Gauleiter Albert Forster, wiederherzustellen.
Modernste Panzerkupi-eln bezwungen.
Berlin, 14. Sept. (DNB.) Die vor wenigen Sagen von unseren Truppen erstürmten polnischen Befestigungsanlagen am N a r e w waren an zahlreichen Stellen überaus stark ausgebaut. So befanden sich allein bei der Festung Nowogrod 15 Werke mit modern st en Panzerkuppeln. Durch den schwungvollen Angriff ostpreu- ßischer Truppenteile wurde jedoch die den Abschnitt nm Nowogrod verteidigende polnische Division nicht nur sehr schnell durchbrochen, sondern f a st v ö l l i g aufgerieben.
dm die Interessen Polens und der Union von Süd- (ifrifa von Schweden, die Interessen Frankreichs sowie Großbritanniens (mit Ausnahme der Südafrikanischen Union) von den Vereinigten Staaten von Nordamerika, die Interessen Ägyptens von Iran und die Interessen des Irak uon Afghanistan wahrgenommen.
Die Behandlung von Ausländern.
Meldepflicht innerhalb 24 Stunden für bestimmte Staatsangehörige.
Berlin, 12. Sept. (DNB.) Der Reichsminister ds Innern teilt mit: Auf Grund der Verordnung über die Behandlung von Ausländern vom 5. 9. 1919 (RGBl. I S. 1667) werden alle sich im Gebet des Großdeutschen Reiches aufhaltenden über 1? Jahre alten Staatsangehörigen von Aegypten md der britischen Dominien Kanada, Australien, Neuseeland, Neufundland und Süd- urikanische Union ausgefordert, sich innerhalb 24 Stunden bei der nächsten Ortspolizeibehörde prrsönlich zu melden. Innerhalb derselben Frist sind alle unter 15 Jahre alten Angehörigen dieser Staaten durch ihren gesetzlichen Vertreter der für den Aufenthaltsort zuständigen Ortspolizeibehörde schriftlich oder mündlich anzumelden. Der Zeichen persönlichen und schriftlichen Meldepflicht unterliegen auch Staatenlose, die vor dem Eintritt der Staatenlosigkeit zuletzt die Staatsan» «hörigkeit eines dieser Staaten besessen haben und plche Personen, bei denen es zweifelhaft ist, ob st diese Staatsangehörigkeit besitzen.
Alle Angehörigen dieser Staaten, ferner die er» «ahnten Staatenlosen dürfen den Ort, an dem sie sth bei der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung aifhalten, nur mit Genehmigung der für ihren Aufenthaltsort zuständigen Krei-?polizeibehörde ver- liisen. Die für weitere Teile des Reichsgebiets er« feite Aufenthaltserlaubnis erlischt mit der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung.
An dem überaus schnellen Vormarsch unserer Truppen in Polen haben die deutschen Panzerwagen einen hervorragenden Anteil. Die zahlreichen gesprengten Brücken und schlechten Straßen bereiteten ihnen jedoch vielfach große Schwierigkeiten, und oft war der weitere Vormarsch der Panzerwagen nur durch einen schnellen Einsatz unserer Pioniere möglich. — (PK.-Lanzinger-(Scherls -M.)
Posen, Stadt und Provinz.
Die alten Provinzen Posen und Westpreußen waren dem deutschen Volke durch das Versailler Diktat fast ganz entrissen worden. Die zu Polen geschlagenen Landesteile bildeten die „Wojewod- • chaft Pornerellen". Das Netzegebiet Bromberg und Hohensalza bildeten den Nordrand der ehemaligen preußischen Provinz, Lissa, Ostrowo und Krotoschin, die vor einigen Tagen wieder durch deutsche Truppen besetzt wurden, die südliche Grenze.
Mitten in der Provinz gleichen Nomens an der Warthe liegt ihre alte Hauptstadt und Festung Z o s e n. Posen wurde 1256 nach deutschem Recht egrünbet, das Bistum Posen-Genesen unterstand dem Erzbischof von Magdeburg. Nach dem Wechsel der Jahrhunderte, die durch Streit und Zerfall gekennzeichnet waren, kam Posen im Jahre 1793 an Preußen, dessen Herrschaft sich segensreich auswirkte. Im Jahre 1910 hatte Posen 170 000 Einwohner, war Sitz der Regierung und hatte durch eine Akademie, durch das Kaiserschloß und
„Nicht sehr ähnlich... aber immerhin... es genügt!"
Hellmers starrt auf fein eigenes Porträt. „Der 'entflohene Mörder des bekannten Tenors Holgerson."
Ein Schauder packt ihn. Wie unheimlich präzise arbeitet dieser Pembroke! Herrgott, wie gefährlich muß es sein, diesem Mann als Gegner gegenüberzustehen. Wie phantasttsch, überhaupt auf Den Gedanken zu kommen, das Bild und den Aufruf ein» rücken zu lassen, damit der Alte keinen Verdacht schöpft!
„Man wird mich darauf nicht erkennen! stammelt er endlich mühsam. „Und noch eins ... ich verlange deine Hilfe ja nicht umsonst! Ich zahle ...!"
„Du zahlst?" Der alte Hellmers hebt erstaunt die Brauen. „Ja, hast du denn noch was?"
„Die Pläne meiner letzten Arbeit. Sie verkürzen den Arbeitsprozeß bis zum fertigen Gespinst auf die Hälfte. Man kann bei genügend großer Produktton Millionen ersparen!"
„Tatü — total" pfeift der Alte leise durch die Zähne. „Sich mal an! Das hört sich ja schon ganz anders an! Und die Sache ist fertig?"
„Vollständig. Sie steht vor dem Abschluß."
„Derkaufsreif?"
„Auch das. Vielleicht noch acht Tage Laborarbeit. Dann ift's geschafft. Auf meine Arbeit kannst du dich verlassen."
Eine Weile hockte Hellmers, der Aeltere, stumm vor seinem kalt gewordenen Kaffee.
Gespannt beobachtet Joachim, wie es in seinem Antlitz arbeitet, wie da anscheinend der neue Plan geprüft und im Geiste schon zu klingendem Gewinn verarbeitet wird.
„Nun ... hast du dir's überlegt?"
„3a. Ich halte mit. Wir teilen uns den Erlös, halb und halb ... aber nicht hier ... drüben! Jen- setts des Kanals! Ich habe da ... Verbindungen. Komm!"
Hafttg wirft er zwei Münzen auf den Tisch, winkt dem Kellner und geht mit seinen langen, ausgreifenden Schritten vorweg. Joachim hat Mühe, ihm zu folgen.
„Wir müssen sofort los! Noch heute nacht! Hoffentlich geht am Zoll alles glatt. Morgen bist du hier nirgendwo mehr sicher. Hast du bei dir, was du nötig hast?"
(Fortsetzung folgt)
jmungen. Die dreikövsige Besatzung wurde f e st- genommen. Am selben Tag verletzten drei polnische Bombenflugzeuge die sowjetrussische Grenze im Distrikt von Mosyr in Weißrußland; auch in diesem Falle wurde die Landung der Grenzverletzer durch sowjetrussische Jagdmaschinen erzwungen und die drei Besatzungen — insgesamt zwölf Mann — fest genommen.
Deutsche Filmtheater im Dienst der Kriegsberichterstatter.
Berlin, 13. Sept. (DNB.) Nachdem Frankreich und England sich als im Kriegszustand mit Deutschland befindlich erklärt hatten, verfugten die dortigen Behörden fast sämtlicher Städte neben der Schließung von Vergnügungsstätten auch die Schließung der Filmtheater. Dieses Verbot erregte im Publikum so große Beunruhigung, daß die großen englischen und französischen Zeitungen nunmehr seit Tagen fordern, man möge die Schließung insbesondere der Filmtheater sofort aufheben. Deutschland hat demgegenüber nur in einer verschwind end geringen Anzahl von Fällen Schließungen von Filmtheatern aus sicherheitspolizeilichen Gründen und Erwägungen des Luftschutzes durchgeführt. Aber auch diese vorsorglich erfolgten Schließungen sind in den letzten Tagen fast ganz aufgehoben worden. Jeder Volksgenosse hat also überall die Möglichkeit, an jedem beliebigen Abend ins Kino zu gehen. Darüber hinaus stehen die deutschen Filmtheater durch die Filmwochenschauen mehr als sonst i m Dienste der Berichterstattung über die großen Ereignisse dieser Zeit. Während die Wochenschauen bisher eine Länge von ungefähr nur 350 Meter hotten, ist ihr Umfang in Zukunft auf mindestens 500 bis 600 Meter festgesetzt worden, und während weiterhin die Wochenschauen früher acht Wochen benötigten, um sämtliche deutschen Lichtspieltheater zu durchlaufen, ist die Kopienanzahl jetzt verdoppelt, so daß auch für die kleineren Orte die Möglichkeit geschaffen ist, die neuesten Wochenschauen mit den Berichten vom Kampf unserer Truppen anzusehen.
i «erung einen Austausch verschleppter Volksdeutscher gegen Nationalpolen
! vorzuschlagen. Die schwedische Gesandtschaft ; hct dem Auswärtigen Amt nunmehr mitgeteilt, daß « die polnische Regierung ab l e h n t, auf den beut- st en Vorschlag einzugehen.
„Bravo!" ruft Linkerton. „Bravo, kleines Mädel! Sie haben uns geholfen, einen der gefährlichsten Burschen zu fangen! Wahrscheinlich hat der Mann ogar einen Mord ... aber Fräuleinchen, he, was ist Ihnen denn?" Mit einem Satz ist er bei ihr, doch er kann es nicht hindern, daß sie langsam nach vorn sinkt ... über den Bartisch ...
Gläser und Flaschen klirren, dumpf stürzt sie über Die Hocker hinweg in Linkertons Arme.
„Ein Arzt! Sofort! Einen Arzt!"
Zwei Beamte hasten zum Telephon, Frauen kreischen hysterisch auf, Männer fragen, was denn geschehen sei ...
,Lum Teufel! halten Sie den Mund!" brüllt Linkerton dazwischen.
Und dann beugte er sich zu Lizzy: „Hat er Sie getroffen, der Schuft? Wird nicht so schlimm fein! Halten Sie sich tapfer, Kind! Bitte, bitte ... tun Sie mir den Gefallen! Es ging doch alles bisher so schön! Wie wir's uns verabredet hatten! Und nun machen Sie mir einen Strich durch die Rechnung und spielen nicht mehr mit! Aber Mädchen, tapferer kleiner Kerl ... was ist? Sagten Sie etwas?"
„Bitte ... Holgerson ... nicht 'reinbringen ... in das hier! Seine Familie ... soll ... nicht erfahren ...!"
„Dafür lassen Sie Linkerton nur sorgen!
„Dann ... dann ... ift's gut ...!"
Schwer sinkt der Kopf in seinen stützenden Arm.
Linkerton beißt die Zähne aufeinander. Er sieht, ^s geht zu Ende ... aus der Brust sickert Blut ...«unaufhörlich... _, . , Vl/,
„Dieser Lumpenkerl ... dieser Schweinehund! knirscht er in ohnmächtiger Wut, bann spürt er, wie ber Körper schwer wirb in seinen Armen.
Auf Lizzys Gesicht liegt ein Lächeln, bas niemand zu deuten vermag. Sie sieht sehr glücklich aus. _
Betroffen, entsetzt stehen Männer und Fraueit in schweigendem Rund.
Sie ist tot!" sagt Sinterten mit heiserer Stimme urtb richtet sich auf. „Die Razzia ist beendet!"
Kaltes Morgenlicht liegt auf den ausgestorbenen Straßen der Stadt, als man Lizzy hinausträgt.
Ein Aussah der prawda.
Moskaus Interesse an dem Schicksal der
Weitzrussen und Ukrainer.
Moskau, 14. Sept. (DNB.) Ein Leitartikel der „Prawda" schreibt: Obwohl erst vierzehn Tage seit dem Beginn der Kampfhandlungen zwischen Deutschland und Polen vergangen seien, könne man jetzt schon sagen, daß Polen militärisch vernichtet sei und all seine politischen und wirtschaftlichen Zentralen verloren hat. Eine so rasche Niederlage Polens sei nicht allein durch das Ueber- gewicht der krieastechnisch und militärischen Orga- nifation Deutschlands und durch das Ausbleiben einer effektiven Unterstützung Polens durch England und Frankreich zu erklären. Die polnische Staatsmaschine sei bereits in wachsendem Maße desorganisiert, und das polnische Staatsgebilde habe sich so ohnmächtig und so zur Aktion unfähig erwiesen, daß es bei den ersten militärischen Mißerfolgen buchstäblich zufammen- b r a ch.
Die Gründe für diesen Bankrott Polens, so folgert die „Prawda" weiter, liegen tiefer; sie beruhen in erster Linie auf den inneren Schwächen und den Gegensätzen des polnischen Staates. Polen sei ein Nationalitätenstaat. Die Polen selbst machen nur 60 v. H. der Gesamtbevölkerung aus, 40 vH. sind nationale Minderheiten, darunter 8 Millionen Ukrainer und 3 Millionen Weißrussen. Um das spezifische Gewicht dieser beiden fremden Volker zu kennzeichnen, genügt der Hinweis darauf, daß sie eine größere Volkszahl darstellen als die Bevölkerung Finnlands, Estlands, Lettlands und Litauens zusammengenommen. Trotz des Vorhandenseins so starker nationaler Minderheiten in ihrem Staate hätten die Polen die Lebensinteressen dieser Völker völlig mißachtet.. Die Westukraine und das westliche Weißrußland seien die Objekte der grausamsten, unverschämtesten Ausbeutung der polnischen Großgrundbesitzer, die aus diesen Gebieten eine Kolonie gemacht hätten! Gewaltsame Po- lonisierungsversuche auf dem Gebiet der Schule, der Presse usw., militärische Strafexpeditionen, Kriegsgerichte und Terrormaßnahmen — das feien die Methoden der polnischen Politik in diesen Ge-
Zwei harte Fäuste zerrten ihn fort. Man beginnt plötzlich zu erkennen, daß dieser Inspektor trotz (einer Späße verdammt ernst zu nehmen ist.
Das Lachen erstirbt, Frauen beginnen vor Angst leise zu meinen.
„Keinen Ausweis, Gnädigste? Tut mir leib! Ihr Dann ist Bankbirektor? Wo steckt er benn? Auf venstreise? O Gott, o Gott! Unb bas liebe Frauen amüsiert sich inzwischen im Nachtlokal? Pein- liy, aber nicht zu ändern. Bitte nach drüben! Ihr Dann kann Sie morgen von Scotland-Pard ab- hcken."
„Er schlägt mich tot, wenn er's erfährt. Ich bin ‘[um ersten Male hier!" schluchzt die Blondine mit dem hochgetürmten Lockenkopf.
Interessiert mich nicht, gnädige Frau! Außerdem sehen Sie nicht so aus, als wenn Sie 5um wlen Male nachtschwärmen!" zuckt Linkerton die Achseln. ,Hhr Mann hätte früher mal... durch- Rifen sollen! Also bitte...r
Der Rest der Anwesenden war schnell durchprüft. 6f)on will sich Linkerton abmenben, ba tönt Lizzys
1 Timme aus ber Tiefe bes Raumes: „Achtung! fyrr Jnfpektot! Der Mann bort... bas ist Blumberg! Blumberg... alias Tschernowitfch!... Hier ßrd die Beweise!"
Triumphierend hält Lizzy die Brieftasche empor. „Verdammt!"
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"biejein "artigen Amt gebeten worden, ber polnischen Ge
bieten gewesen, in beren Gefolge die ukrainische unb weißrussische Bevölkerung auch zur kulturellen Verelendung verurteitt sei.
Das Blatt schließt: Die nationalen Minderheiten sind keine zuverlässige Stütze für bas staatliche Regime Polens geworben und konnten es auch nicht werden. Ein Nationalitätenstaat, ber nicht bie Freunbschaft unb Gleichberechtigung aller seiner Volker pflegt, sondern im Gegenteil auf der Unterdrückung und Ungleichheit der nationalen Minderheiten aufgebaut ist, kann auch keine gefestigte militärische Kraft darstellen. Hierin liegt die Wurzel der Schwäche des polnischen Staates und die innere Ursache für seine militärische Niederlage.
In Moskau hat der Artikel der „Prawda" Aufsehen erregt. Ausländische Vertreter, die nicht glauben wollten, daß die Sowjetunion sich für das Schicksal der ukrainischen und weißrussischen Bevölkerung Polens interessieren würde, (egen sich getäuscht. Der Artikel der „Prawda" sowie die scharfe amtliche Erklärung zu den Grenzverletzungen der polnischen Flieger zeichnen den politischen Hintergrund ab zu den Mobilisierungsmaßnahmen der Roten Armee an der Westgrenze der Sowjetunion.
polnische Lustwaffe verletzt russische Grenze.
Bier polnische Bomber zum Landen gezwungen.
Moskau, 14. Sept. (DNB.) Die Telegraphenagentur der Sowjetunion teilt mit: In den letzten Tagen häuften sich die Fälle von Verletzungen ber sowjetrussifchen Grenze durch polnische Militärflugzeuge. Die Grenzverletzer versuchten sogar, in das innere sowjet- russische Gebiet einzudringen. Arn Dienstag verletzten polnische Militärflugzeuge die sowjetrussische Grenze in den Distrikten von Chepetovka (Ukraine) und Jikovitchi (Weißrußland). Sowjetrussische Jagdflugzeuge zwangen die polnischen Flugzeuge zur Rückkehr auf polnisches Gebiet. Arn Mittwoch stteßen mehrere polnische Bombenflugzeuge in den Distrikten Krivine und Pampol (Ukraine) auf sowjetrussisches Gebiet vor. Eine zwei«
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