Ausgabe 
15.7.1939
 
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Neues für den Büchertisch.

effante Raritäten vereinigt: der Flugdrache, ein Tier, das einer Echse ähnlich sieht, fliegen kann und aus Urweltzeiten zu stammen scheint; die Drachenechse daneben, eine wirkliche Echse mit einem wahrhaft teuflischen Angesicht, die Gottesanbeterin, die Riesenstabheuschrecke, die giftige Dogelspinne, das ,.Wandelnde Blatt", die gefürchtete Wanderheu­schrecke, der Riesenskorpion, der durch seinen Stich ein Pferd umzubringen vermag das alles aus­gezeichnet präpariert, fo, daß kein noch so zartes Fühlhorn, kein noch so empfindsames Tastoraan beschädigt ist. Und alles säuberlich in festen Kästen hinter Glas! Unsere Bilder zeigen einen winzigen Bruchteil dieser naturwissenschaftlichen Schätze, die am Sonntag, 23. Juli, im großen Gewächshaus des Botanischen Gartens zu sehen sein werden. N.

Rahmenpreise für Obstpachtungen.

Fwd. Der Vorsitzende der HD. der deutschen Gar­tenbauwirtschaft erläßt eine Anordnung, die für die Verpachtung von Obstbaumbehängen folgende Rah­menpreise je 50 kg geschätzten Behanges festsetzt: Süß- und Sauerkirschen 3 bis 11 RM, Pflaumen 3 bis 8 RM., Hauszwetschen 3 bis 7 RM. Aepfel: Preisgruppe I 10 bis 12 RM., II und III 6 bis 10 RM., IV 4 bis 6 RM., V bis 4 RM. Birnen: Preisgruppe I 7 bis 10

Don Ringen um eine Ronumentalkunst.

Eine Monumentalkunst in Deutschland ist eine innere Notwendigkeit unserer Zeit, aber dieses Ge­bot der Stunde ist unerwartet schnell und katego­risch aufgetaucht, und trotz der vielen Versuche seit MarLes, Hodler und Hildebrandt besitzt die Monu­mentalkunst bei uns keine Tradition wie etwa im Mittelalter, wir müssen uns die große Form erst langsam erkämpfen." Mit diesen Worten kennzeich­net R. Hamann-MacLean in einem Aufsatz Das Monument" in derneuen linie" eine Situation, die nur aus der Betrachtung des Kunst- schaffens des vergangenen Jahrhunderts ganz ver­standen werden kann. Gerade in der Schaffung einer Monumentalkunst versagte das 19. Jahrhundert vollkommen:Denn wo ist von vereinzelten Werken abgesehen die Kunst, in der die gewal­tigen Ereignisse seit dem Zusammenbruch des ersten Reiches, die Befreiungskriege, die Einigung Deutsch­lands und die Gründung des zweiten Reiches, der Weltkrieg mit seinen Folgen bis zur Wiedervereini­gung der alten Reichslande und der Wiederaufer­stehung der alten Reichsidee in der jüngsten Ver­gangenheit, einen ihrer Bedeutung entsprechenden Ausdruck gesunden hätte? Diese offiziellemonu­mentale" Kunst dieser Zeit, die Kunst im Dienste der Geschichte hat, wie die religiöse, im eigentlich Künstlerischen nicht zu überzeugen und mitzüreißen vermocht, und die Kunst, die Geschichte gemacht hat, hot sich um die politische Geschichte und die großen öffentlichen Aufgaben sehr wenig gekümmert. Was dos 20. und 19. Jahrhundert, dem Geiste und der Gesinnung nach, endgültig scheidet, ist der AuÄrruck einer neuen totalen Durchformung unseres gesamten öffentlichen Lebens, die ihren Sinn von dem Ge- rneinschaftsgedanken, dem Gedanken des Opfers und der Treue empfängt. Wir verstehen, warum die Monumentalkunst im 19. Jahrhundert bisher ver­sagte, obwohl es ihr an Stoff nicht gebrach: Es fehlten eine feste und allgemein verbindliche Form und Haltung als Elemente des Gesamtlebensstiles, woraus die künstlerischen Formen der Monumen­talität hätten geboren werden können."

Dorgeschichtsforschuna im Reagenzglas

In derUmschau in Wissenschaft und Technik" weist Prof. Dr. Friedrich B e h n auf die große Bedeutung hin, die heute die Chemie für den Dorgeschichtsforscher besitzt:Reagenzglas und Mikroskop bedrohen die alten Symbole des Ausgräbers, Spaten und Pickel in ihrer angestamm­ten Monopolstellung, die gegen nicht mehr dem Auge sichtbare Objekte zu voller Machtlosiakeit verurteilt sind. Der Boden baut alle organischen Substanzen in kürzester Frist ab, und der Löß läßt sehr oft so- Har die Knochen alter Gräber (die immer noch den Hauptanteil der Forschung darstellen) spurlos ver­gehen, so daß die naive Einstellung früherer Zeiten von Kulthügeln und Mahnmalen fabelte. Mit den Mitteln der Chemie aber sind alle diese Substanzen noch nachweisbar. Wo einmal Knochen lagen, zeigt der Boden starke Anreicherung von Phosphaten, die von den Wurzeln der Pflanzen gierig aufgesucht werden. So fand ich in einem steinzeitlichen Grab­hügel im Odenwald auch nicht die geringste Spur von Knochen, doch die Grabmulde war angefüllt

RM., II und IN 5 bis 7 RM., IV 2 bis 5 RM., V bis 2 RM. Die Verpachtung von Obstbaum­behängen nach meistbietender Versteigerung oder schriftlichem Höchstgebot ist verboten. Der Pacht­preis muß sich innerhalb der festgesetzten Rahmen­preise bewegen. Der höchstzulässige Rahmenpreis darf nur für Obst bester Sorte vereinbart werden, während für geringwertigere Sorten ein ihrem ge­ringeren Wert entsprechender Preis innerhalb des Preisrahmens zu berechnen ist. Pachtpreise und ge­schätzter Behang sind in den von der HV. vor­geschriebenen Vertragsformblättern niederrzulegen. Wesentliche und absichtliche Ueberschätzungen sind als Preisüberschreitungen anzusehen und strafbar. Zur Vermeidung unbilliger Härten sind Ausnahmen zu diesen Bestimmungen zugelasien. Die Anordnung tritt sofort in Kraft.

Erzeugerfestpreise für Speisefrühkartoffeln.

Fwd. Die Erzeugerfestpreise für Speisefrühkar­toffeln frachtfrei Empfangsstation je 50 kg aus­schließlich Verpackung sind für die Zeit vom 17. bis 22. Juli wie folgt festgesetzt: weiße, rote und blaue Sorten 4,45 RM., runde gelbe Sorten 4,85 RM. und für lange gelbe Sorten 5,25 RM.

von einem dichten Geflecht verfilzter Pfbanzenwur- zeln, in dem die Analyse hohen Phosphatgehalt nachwies. Das einfttge Vorhandensein des Körpers zeigt sich im Gehalt des Bodens an tierischen Fetten, die von pflanzlichen unschwer zu unterscheiden sind. Auch die einstige Lage des Körpers verrät sich durch höheren Eisengehalt an der Stelle der Lunge. Sehr ergiebig sind Bodenproben aus der Bauchhöhle. So gelang kürzlich die Feststellung, daß der Tote, von dem der letzte Knochenrest verschwunden war, als letzte Mahlzeit Spargel genossen hatte. Außer den Speiseresten zeigen sich Darmflora und Darmpara­siten, gelegentlich waren auch Gallen- und Nieren­steine vorhanden. Sehr ergiebig für solche Unter­suchungen sind die Abfallgruben, die sich neben jeder Siedlungsstelle finden; sie enthalten zumeist die ganze Speisekarte der damaligen Bewohner und noch vieles andere. In Urnen lohnt die Unter­suchung des Bodensatzes auch dann, wenn sich dem Auge nichts besonderes zu erkennen gibt. Meist han­delt es sich allerdings um das längst bekannte sog. Urnenharz, das zum Abdichten der Gefäße verwen­det wurde und nun in dicken schwarzen und brau­nen Klumpen auf dem Boden liegt. Dann aber stellen sich überraschende Entdeckungen ein, wie ein Rest römischen Weines in einer Glasflasche aus der Rheinpfalz oder der Niederschlag von richtiger Vier­maische in einem Tongefäß aus Alzey in Rheinhes­sen. Die Wichtigkeit solcher chemischen Untersuchun­gen im Dienste der Dorgeschichtsforschung hat dazu geführt, daß an der Universitä Köln ein eigenes Institut dafür eingerichtet worden ist, das der Lei­tung von Dr. von Stokar untersteht und allen deut­schen Ausgräbern seine Hilfe gewährt."

Lieder machen Geschichte.

Unter diesem Titel berichtet Hans Bajer im Juni­heft derM u s i k" über die Entstehung der Kampf­lieder der Bewegung u. a.:Empört über die bru­tale Unterdrückung und Rechtlosmachung der deut­schen Studenten an der Universität Prag durch den Senat, der durchaus einen jüdischen Rektor einsetzen wollte, erklärte Kleo Pley er als Führer der nationalsozialistischen Studentenschaft einen Stu­dentenstreik. In Lieser Zeit (Weihnachten 1922) ent­stand sein .Kampflied der Nationalsozialisten", das nach der Melodie(Stimmt an mit hellem, hohem Klang" gesungen wird:

Wir sind das Heer vom Hakenkreuz, hebt hoch die roten Fahnen!

der Deutschen Arbeit wollen wir den Weg zur Freiheit bahnen!"

Als an der Beisetzung des Fronttameraden Wer­ner Dölle, der 1925 auf dem Kurfürstendamm in Berlin von einem Juden erschossen wurde, das Lied vom guten Kameraden verklungen war, kam Karl- Heinz M u s ch a l l a auf den Gedanken, für die SA. ein besonderes Lied zu schreiben, in dem vor­nehmlich das Heldentum der Kameraden zum Aus­druck kam. Bald darauf hatte die SA. ein neues Lied:

Als die goldne Abendsonne sandte ihren letzten Schein, zog ein Regiment von Hitler in ein kleines Städtchen ein."

Martin Wagenschein: Zusammen­hänge der Naturkräfte. Das Gefüge des physikalischen Naturbildes. 119 Seiten, 10 Abbil­dungen. Geh. 3,60 RM., geb. 4,80 RM. Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1937. (24) Ohne irgendwelche mathematischen oder physika­lischen Kenntnisse oder Fertigkeiten vorauszusetzen, wendet sich dieses Buch nur an den Forschungstrieb, den Natursinn und die Nachdenklichkeit eines unbe­fangenen Lesers ..." Es handelt von Trägheit und Gravitation, von Bewegung und Wärme, von Wärme und Licht, von Licht und Elektrizität, von Elektrizität und Magnetismus älso von vielen Erscheinungen der uns umgebenden Welt, denen jeder von uns täglich irgendwie begegnet, über die aber wohl die wenigsten von uns sich Gedanken machen, mit denen sich die meisten wahrscheinlich seit ihrer mehr oder minder fernen Schulzett kaum je wieder ernstlich beschäftigt haben. Dabei müßte eigenllich in unserer weithin naturwissenschaftlich be­stimmten Gegenwart ein lebhaftes Interesse für die hier erörterten Dinge vorhanden sein. Der Betrachter rechnet sich aus tiefer Ueberzeugung zu der im Vor­wort angesprochenen Gruppe von unbefangenen Le­sern unbefangen ist sogar noch ein ziemlich scho­nender Ausdruck, aber er gesteht, das Meiste mit Interesse gelesen und manches gelernt zu haben. Wagenschein verfügt über das pädagogische Geschick und die glückliche Gabe, schwierige oder dem Unvor­bereiteten schwierig erscheinende Vorgänge faßbar und anschaulich zu machen; und das Wertvolle an seiner Methode scheint uns dies zu sein, daß er den Leser wirklich anregt, ihm Lust zu Experimenten macht und ihm yahelegt, selbst nachzudenken über das, was hier von den Naturkräften und ihrem Zu­sammenhang entwickelt wird. Hans Thyriot.

Ludwig Thoma :Der Jager- l o i s l". Mit 36 Zeichnungen von Eduard Thöny und Julius Widnmann. In Leinen geb. 4,00 RM. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. (176) Um froher Laune zu werden in sommer­lichen Ferientagen braucht es nur eine so vergnüg­liche Erzählung wie diese Tegernseer Geschichte. An den Geschehnissen, denen sich der Jagerloisl während einiger Sommerwochen zu seiner Ueberraschung ausgeliefert sieht, wird jeder, der sie liest, seine Helle Freude haben. Mit Entzücken folgt man ihm auf seinem Wege, der ihn der hübschen Henny Fehse aus der lärmenden Schar der Tegernseer Sommerfrischler, einer Berlinerin von reinstem Wasser, mehr und mehr in die Arme zu treiben droht, bis er sie mit einem Male durchschaut und ihrem Liebesscherz ein Ende macht, wobei das Glück ihm zur rechten Zeit in Gestalt der Resei von Leng­gries zu Hilfe kommt, deren redliche Liebe ihm mehr wert ist als der allzu flüchtige Zauber eines nur mit Liebe spielenden Herzens. Von besonderem Reiz für das in neuer Aufmachung erscheinende Buch sind die prächtigen Zeichnungen von Eduard Thöny und Julius Widnmann, die Thoma zu seinen Lebzeiten als Gabe guter Freundschaft für die hand- chriftliche Fassung des jagerloisl" zum Geschenk gemacht wurden.

Norbert Jacques : Die frohe Reise. Mit 20 Zeichnungen, 29 Photos und acht Farbtafeln. Verlag Knorr 8z Hirth, München. Preis Leinen 2,80 RM.(199)Die frohe Reise" das ist die geruhsame, genußreiche Reise, die Reise als Erlebnis, als Steigerung des Lebens! Um die geht es hier! Norbert Jacques hat um die Eisen­bahn, das immer noch bequemste allgemeine Reise­mittel unserer Zeit, eine Reihe deutscher Autoren

versammelt wie Anacker, Edschmid, Iahst, Agnes Miegel, Paquet. Und siehe, der Zauber des Reisen; ist mit der Postkutsche nicht entschwunden, her Wunder des Erlebens sind nicht weniger geworden ob ein Liebesabenteuer zwischen zwei Zügen spielt oder ein Riesenzirkus durch die Nacht reist, ob das technische Wunderwerk modernster Schnell' zugsmaschinen uns gefangen nimmt oder die üppige Blumenpracht neben allen Bahnwärterhäuschen. Reisen ist Schauen. Darum ist das Buch reich ge-, schmückt mit Zeichnungen und Bildern, darunter gelungenen farbigen Naturaufnahmen, die nicht nur die Schönheit deutscher Gaue widerspiegeln, sondern auch den feingegliederten Reiseorganismus der Reichsbahn veranschaulichen.

Handbuch der Kulturgeschichte. Her- ausgegebep von Dr. Heinz Kindermann, Professor an der Universität in Münster i. W. Etwa 3000 Abbildungen. Zahlreiche vierfarbiae und einfarbige Tafeln. Preis 2,80 Mark pro Lieferung. Akade­mische Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam. Lieferung 4647. Es ist von höchstem Reiz zu lesen, wie der bekannte Kulturhistoriker Professor W. Flemming auf neuen Wegen zum Wesenskern des Barock vorstößt. Es ist erhebend und erschüt­ternd zugleich, zu sehen, wie von allen Seiten aus das Deutschland des schrecklichsten aller Kriege fremde Kultureinflüsse einwirken und wie sich ttotz ihrer zeitweiligen Uebermächttgkeit das vom nordi­schen Leistungstyp bestimmte innere Stilempfinden des deutschen Menschen erfolgreich wehrt. Auch die Fortführung derKultur Skandinaviens" durch Professor H. de Soor zeigt diese Dorzü-ge. In den nordischen Ländern steht im 17. Jahrhundert der Kampf des Individuums um sein Geltungsrecht im Mittelpunkt des kulturgeschichtlichen Interesses. Aus dem mit hoher Anschaulichkeit dargelegten Entwick­lungsgang schält de Boor einleuchtend den Grund- gedanken heraus, daß nicht die humanistische, son­dern die nationalromanttsche Renaissance für öen Norden entscheidend geworden ist.

Lene Bertelsmann: D ie Möller von Möllenbeck. Roman. Volksausgabe. Preis in Leinen geb. 2,85 RM. Verlag C. Bertelsmann Gütersloh. (103) Im Ravensberger Lande, unweit der alten Westfalenstadt Bielefeld, sitzen feit undenklichen Zeiten die Möller auf Möllenbeck, der wehrhaften Kornmühle. Dor dem düsteren Hinter­grund jbes Dreißigjährigen Krieges nun sind ihre Schicksale zu spannender Handlung seltsam verkettet Die Eigenart westfälischer Landschaft, Schwermut, herbe Verschlossenheit und wieder lichte Heiterkeit, piegelt in diesen Menschen. Der Möller findet bafi> einsamen Tod. In den Kriegswirren wächst der Sohn Wolf heran, leichtfertigen Geblüts, und gibt doch in der letzten Not für Hous und Herd sein Herzblut hin, während in der alten Mühle aus Möllenbeck unter dem Geläut der Friedensglocken chon der Enkel einer neuen Zukunft entgegen­schlummert.

Kurt Eggers: Feuer über Deutsch, land. Eine Huttenballade. 110 Seiten. Geb. 2,50 RM. Verlag Stalling, Oldenburg, 1939. (92) Um die Persönlichkeit Huttens ballt Eggers jene Epoche der deutschen Geschichte zusammen, m der auf lange Zeit Deutschlands Schicksal entschieden wurde. Pfaffen und Bauern, Rom, Augsburg und Wittenberg, Maximilian, Luther, Melanchchon unb Sickingen sie alle bewegen sich in ihren Idem um Ulrich von Hutten, der zugrunde gehen mvß/e, weil Deutschland noch nicht reif war.

Bruno C. Schestak besuchte 1925 eine Hitler- kundgebung in Plauen. Durch die auftüttelnde Rede des Führers begeistert, schrieb er spontan fein Lied, zu dem er auch die Melodie komponierte:

Deutschland, erwache aus deinem bösen Traum! Gib fremden Juden in deinem Reich Nicht Raum!" Roman Hädelmayr führte 1926 in Wien eine politische Versammlung durch, die mit einer hefttgen Saalschlacht endete. Noch am selben Abend, an dem er mit seinen Kameraden zusammensaß, and er die Worte zu seinem Lied:

Es pfeift von allen Dächern, für heut die Arbeit aus, es ruhen die Maschinen, wir gehen jetzt nach Haus."

Auf einem Nachtmarsch der SA. im Jahre 1929 in Leipzig entstand Herbert Hammers Lied:

Durch Groß-Berlin marschieren wir. Für Adolf Hitler kämpfen wir."

Nach einem Ausmarsch der SA. im Jahre 1929 wurde Edgar Poelschau zu seinem Lied an­

geregt, das er am gleichen Abend unter feinen meraden im Sturmlokal vollendete:

In dem Kampfe um die Heimat starben viele Hitlerleute, Aber keiner denkt ans Klagen, jeder will es mutig wagen."

(Zu sinaen nach der Weife derGio- vinezza , des ital. Faschistenmarsches.) Alle diese Lieder, meist aus einem persönlichen Erlebnis heraus geboren, waren voll revolutionären Geistes, waren flammender Auftuf, ernste Mahnung und heiliges Gelöbnis. So reich die Kampfzeit an bewegten politischen Ereianissen war, so reich war die Bewegung an Kampfliedern. Wohl kaum eine andere Geschichtsepoche hat es erlebt als gerade die Kampfzeit, welch Heldenmut und unbändige Kraft, welch hohes Maß von Kameradschaftstteue die Kampflieder auszuströmen vermochten. Diese er­lösende, befreiende Kraft ging in erster Linie vom Wort aus.

Der Hinweis - ein Vlist in die Zeitschristen.

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DANKSAGUNG.

Die überaus große und herzliche Teilnahme an dem schmerzlichen Verlust unseres unvergeßlichen

Karli

macht es uns unmöglich, jeden, der uns in den schweren Tagen beistand, zu bedenken. Wir sagen daher auf diesem Wege allen innigsten Dank.

Karl Hofmann und Familie.

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Danksagung.

Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen

Herrn Johannes Kreiling

sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden und die trost­reichen Worte des Herrn Dekan Sattler, den ehrenden Nachruf der Deutschen Reichsbahn und des Turnvereins 1862 Wieseck, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Gießen-Wieseck. Leihgestern, Friedberg. Reichelsheim.

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