GchwererVerkehrsunfallveiOutenhofen
KAM.
feine Schuld entstandene
Unheil weiter und drängte einige hundert Meter entfernt auch ein Personenauto so zur Seite, daß
Auf der Landstraße Dutenhofen—Garbenheim ereignete sich kurz vor der Straßengabelung nach Dorlar ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Opel - Blitz - Wagen, der aus Richtung Wetzlar kam, fuhr so stark in der Mitte der Straße, daß ein aus entgegengesetzter Richtung von Garbenheim herkommendes Lastauto mit Anhänger, das der Firma Seibert in Wieseck gehört, bis an den äußersten Rand der Fahrbahn gedrängt wurde, dort abrutschte und mit seiner ganzen Ladung umschlug. Zum Glück kamen daoei Personen nicht zu Schaden, jedoch entstand allerlei Sachschaden. Der Lenker des Opel- Blitz-Autos fuhr unbekümmert um das durch
fönen nicht zu Schaden. Der rücksichtslose Autofahrer machte sich unerkannt davon. Die polizeilichen Ermittlunaen sind im Gange. Es handelt sich um es ebenfalls in den Straßengraben geriet und um- einen rotfarbigen Wagen mit Heller Beschriftung stürzte. Glücklicherweise kamen auch diesmal Per- an den Längsseiten. — (Aufnahme: Kretschmer.)
Zm Heizraum unter dem Aequator.
Das „Bergwerk" eines Ozeandampfers. - Als Kohlentrimmer auf Abenteuer-
Es gibt kaum einen Ort auf der Welt, wo man so niederträchtig schwitzen kann wie im Golf von Panama. Seit Tagen knallt die Tropensonne unbarmherzig auf die Schutzsegel unseres kleinen Frachtdampfers herab, und die Luft ist so feucht, daß einem das Atmen fast zur Qual wird. In rascher Fahrt zerteilt der Bug die öligglatte Wasserfläche, die nur hier und da von der spitzen Rückenflosse eines Haifisches gefurcht wird. Je näher wir dem Aequator kommen, um so drückender wird die Glut.
Mißmutig hocke ich vor der Schreibmaschine. Ich will zum soundsovielten Male nach der Flasche mit Eiswasser greifen, da sehe ich eine schwarze Gestalt zur Reeling wanken. Ein Heizer hat seine Wache beendet und will an Deck ein wenig Luft schöpfen. Der Schweiß hat helle Streifen auf sein Gesicht gemalt, das trotz des Kohlenstaubs merkwürdig blaß und eingefallen erscheint. Verwundert sehe ich, wie der Mann ein dickes Stück Segeltuch um seine Schultern legt. Er scheint tatsächlich zu frieren — bei 30 Grad Tropenhitze! Und plötzlich bekomme ich eine leise Ahnung, welche Höllenglut unten im Kesselraum herrschen muß, wo eine Anzahl pflichttreuer Männer unbeachtet die Arbeit verrichtet.
Im Heizraum unter dem Aequator! Ich vergesse plötzlich meine Müdigkeit und beschließe, selbst einmal in die Bunker zu steigen — als Kohlentrimmer!
15 Meter unter Deck.
Gegen 4 Uhr morgens klopft ein Heizer an meine Kammertür. Mit pochenden Schläfen steige ich aus der klitschnassen Koje, denn selbst die Nächte bringen
in der feuchten Treibhausluft keine Erquickung. Schnell habe ich das dunkle Trimmerjäckchen übergestreift, und dann verschwinden zwei dunkle Gestalten im Niedergang hinter dem Schornstein. Mit jedem Leiterabsatz scheint die Luft noch stickiger zu werden. Ein würgendes Gefühl sitzt mir in der Kehle, und schon beginnt der Schweiß zu tropfen.
Fünfzehn Meter unter Deck! Eine trockene Glutwelle wallt mir entgegen, als ich die rußigen Eisenplatten des schmalen Heizraumes betrete. Die Heizer sind gerade beim „Sck)leusen". Sie haben die Feuerklappen geöffnet und lösen mit langen eisernen Stangen die glühende Asche vom Rost. Polternd fallen die rauchenden Schlackenreste von meine Füße. Jemand drückt mir einen Wasserschlauch in die Hand, ein kalter Strahl ergießt sich auf die rotglühenden Schlackenberge, und plötzlich verschwindet alles in einer einzigen Dampf- und Qualmwolke. Krampfhaft schnappe ich nach Luft. Lautes Zischen übertönt jedes Wort. Das Zeug klebt mir naß am Körper, die Augen beginnen zu brennen.
Als die Schlackenhügel endlich rauchend in sich zusammensinken, will ich einen Augenblick verschnaufen. Aber da reicht mir jemand freundlich grinsend einen Spaten und zeigt auf einen großen Behälter. Wieder heißt es, die Zähne zusammenbeißen und feste schaufeln. Denn oben an Deck wartet ein anderer Trimmer, um die schweren Ascheneimer, die polternd durch eine Windhutze emporgewunden werden, ins Meer zu entleeren.
Schon nach dem dritten Eimer schwindelt mir der Kopf, und als ich endlich den Spaten fallen lassen
kann, habe ich längst gemerkt, daß es mit der Romantik hier unten im Heizraum sehr faul bestellt ist. Kohlenschippen und Aschehieven ist wirklich keine aufregende Beschäftigung, aber weit anstrengender, als sich mancher vorstellen kann. Ungläubig blicke ich auf das rußbeklebte Thermometer, das 43 Grad anzeigt! Aber die Heizer sind ganz zufrieden. „Kommen Sie erst ins Rote Meer, da ist es weit schlimmer. Oft haben wir über 50 Grad gemessen!"
Ich stelle mlch unter eine der großen Windhuken, aber es kommt kein erfrischender Luftzug von oben. Der feuchtwarme Brodem, der aus den Dschungeln der nahen Küste übers Meer herüberquillt, bringt keine Linderung.
Mit Nauchhelmen im Bunker.
Die Heizer haben die Oberkörper entblößt und schüren die Flammen. Unermüdlich müssen die Schaufeln in Bewegung sein. Denn die drei mächtigen Kessel des 5000-Tonnen-Dampfers find unersättlich. 32 Tonnen Kohlen verschlingen sie täglchi 32 Tonnen Kohlen müssen aus den Bunkern vor die Feuerlöcher geschafft werden. Jetzt beginnt die richtige Arbeit der Trimmer. Ich werde in einen schwarzen Schlund gezogen und stolpere über Kohlenbrocken und Eisenleitern in einen langen schwarzen Tunnel. Ein paar Glühlampen brennen trübe und verschwinden oft ganz hinter dicken Staubwolken.
„Wir sind jetzt in einem Seitenbunker", erklärt mein rußgeschwärzter Führer. „Er zieht sich durch das ganze Mittelschiff, von einer Ladeluke zur anderen. Durch Schotten kann er von den anderen Bunkern abgeteilt werden. In der ungewöhnlichen Tropenhitze kann sich die Kohle nämlich selbst entzünden, und schon mehrmals waren die Bunker so vergast, daß wir nur mit Rauchhelmen arbeiten konnten!"
Leben ohne Romantik.
Allein der Gedanke, in dieser Backofenglut mit einem schweren Helm herumlaufen zu müssen, bereitet Unbehagen. Ziemlich erschöpft setze ich mich auf einen Kohlenhaufen, der am Ende des fast geleerten Bunkers liegt. Der Trimmer hat einen eisernen Karren ergriffen und verschwindet polternd im Kohlendunst. Wieder halte ich den Spaten in der Hand und schaufle meinen Karren voll. Mechanisch wanke ich zwanzig Schritt zur Bunkeröffnung, entleere den Wagen und grabe die Schaufel von neuem in den Kohlenberg. Meine ganze Sehnsucht gilt jetzt der Flasche mit Eiswasser, die oben in meiner Kammer steht. Zu weiteren Ueberlegungen. bleibt mir keine Zeit, die Heizer brauchen immer neuen Brennstoff. Pausenlos rollen die Karren durch den schwarzen staubigen Tunnel. Man gönnt sich keine Ruhe im „Bergwerk" eines Ozeandampfers.
Nach vier Stunden, die mir beinahe zur Ewigkeit wurden, nimmt mir ein Arbeitskamerad den Karren aus der Hand. Meine Wache ist zu Ende. Ich habe längst gemerkt, daß ich in dieser arbeitsamen Umgebung keine aufregenden Dinge erleben werde. Hier unten geht es wirklich nicht so verwegen und blutrünstig zu, wie man in manchen abenteuerlichen Schmökern lesen kann. Romanschriftsteller und Filmautoren finden in dieser Umgebung keinen sensationellen Stoff. Auch im Heizraum eines Ozeandampfers wird nur gearbeitet und ohne viel Aufhebens die Pflicht getan. Selbst wenn das Schiff im stärksten Seegang schlingert und der Wärmemesser verdächtig in die Höhe klettert, ist die Maschinenwache auf dem Posten. Rudolf Jacobs.
Aus aller Wett.
Generalleutnant a. D. Karl Höfer gestorben.
Im 77. Lebensjahr verschied in Wümburg ff* Oberführer Generalleutnant a. D. Karl Höfer. Während des Weltkrieges war Höfer Regimentsund Brigadekommandeur an der Ostfront und zeichnete sich besonders bei Iwangorod aus. Für seine Tapferkeit wurde er mit dem Pour le merite mit Eichenlaub ausgezeichnet. 1918 war Höfer Divisionskommandeur im Westen, wo er mit seiner Division den Kemmelberg stürmte. Nach dem Weltkriege kam General Höfer als Kommandeur der 17. Infanterie-Division zum Grenzschutz gegen Polen. 1920 trat er in den Ruhestand, wurde aber 1921 erneut zur Wahrung des Grenzschutzes nach Oberschlesien berufen. Schriftstellerisch trat er mit einem Buch „Oberschlesien in der Aufstandszeit von 1918 bis 1921" hervor. Der hervorragende Offizier wurde in den Stab des Reichsführers ff berufen und zum ff-Oberführer ernannt
Ueberschwemmungen in Württemberg fordern zwei Todesopfer.
Schwere Regengüsse, die durch Gewitterausbrüche verstärkt über ganz Württemberg niedergingen, riefen starkes Hochwasser hervor. Im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach wurde ein Arbeiter, der mit Kanalarbeiten beschäftigt war, von den Wassermassen fortgerissen. Er ist ertrunken. Bei Oeschelbronn geriet ein Mann in den Dorfbach und ertrank gleichfalls. Der Neckar ist besonders im Unterland auf weite Strecken über die Ufer getreten. Auch im Nagoldtal, im Enztal und im Würmtal sind starke Ueberschwemmungen eingetreten.
Wetterbericht
Die am Sonntag beobachtete leichte Besserung, die unserem Gebiet zeitweilig Aufheiterung und im wesentlichen auch trockenes Wetter brachte, bleibt nur vorübergehend. Sowohl von Ost als auch von Nordwest her haben sich ausgedehnte Niederschlagsgebiete genähert, die noch im Laufe des Montag auf unser Gebiet übergreifen werden. Die Temperaturen werden sich unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt halten.
Vorhersage für Dienstag: Nach verbreiteten Regenfällen Bewölkung wieder zeitweilig aufreißend, doch Neigung zu einzelnen Schauern bei zeitweise auffrischenden über West nach Nord drehenden Winden, für die Jahreszeit zu kalt.
Vorhersage für Mittwoch: Wechselhaft und zu weiteren Niederschlägen geneigt, kühl.
Lufttemperaturen am 14. Mai: mittags 15,2 Grad Celsius, abends 9,7 Grad; am 15. Mai: morgens 6,9 Grad. Maximum 16,5 Grad, Minimum heute nacht 3,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Mai: abends 13,4 Grad; am 15. Mai: morgens 10,3 Grad. — Sonnenscheindauer 10,3 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
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Bekanntmachung.
Betrifft: Oeffentliche Erst-Jmpfung der Kleinkinder aus Geburtsjahr 1937 und früheren Geburtsjahren sowie aus dem Geburtsjahr 1938 (zunächst nur, soweit der Familienname mit den Buchstaben A—G beginnt).
Für diejenigen Kleinkinder aus den Geburtsjahren 1937 und vorher, die noch nicht erstgeimpft sind, wegen Krankheit oder aus anderen Gründen von der Impfung zurückgestellt waren oder ungeimpft in Gießen zugezogen sind, findet letzter besonderer öffentlicher Impftermin wie folgt statt:
Impfung: Montag, den 15. Mai 1939, 15 bis 16 Uhr, Nachschau: Montag, den 22. Mai 1939, 15 bis 16 Uhr, Jmpflokal: Turnhalle der Schillerschule, Schillerstr.
Weiterer öffentlicher Impftermin für die Kleinkinder aus dem Geburtsjahr 1938, jedoch zunächst nur für die Familiennamen mit den Anfangsbuchstaben A—G ist anberaumt wie folgt:
Impfung: Mittwoch, den 17. Mai 1939, 15 bis 16 Uhr, Nachschau: Mittwoch, den 24. Mai 1939,15 bis 16 Uhr, Jmpflokal: Turnhalle der Schillerschule, Schillerstr.
Für die Kleinkinder mit Anfangsbuchstaben H—Z des Familiennamens werden in Kürze weitere Impftermine veröffentlicht.
Die Eltern und Pflegebefohlenen der obenbezeich- neten Kinder werden aufgefordert, die Kinder pünktlich zu obigen Impfterminen zu bringen, andernfalls Strafanzeige erfolgen muß. Es wird noch besonders darauf hingewiesen, daß die Kinder und ihre Kleider sich in sauberem Zustand befinden müssen, und daß Kinder aus Häusern, in denen z. Z. ansteckende Krankheiten bestehen, zur Impfung nicht zugelassen werden können. In Fällen letzterer Art ist ärztliche Bescheinigung dem staatl. Gesundheitsamt Gießen, Wilhelmstraße 59, vorzulegen. 3470C
Gießen, den 10. Mai 1939.
Der Oberbürgermeister.
3« V.: Nicolaus, Beigeordneter.


