Ausgabe 
14.12.1939
 
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Oer russisch-finnische Konflikt

Die russische Flotte

der

Der

vor die Nase 311 setzen.

Kleine politische Nachrichten

um Die

wandt würden.

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In Gibraltar ist am Dienstagmittag

DampfersP i l s u d s k i" aufgefunden. Wegen des stürmischen Wetters gelang es dem Kutter nicht, das Boot in den Hafen von Esbjerg einzubringen.

Ein Fischkutter aus Esbjerg hat während des Fischfangs in norwegischen Gewässern ein leeres

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ben- und Maschinengewehrangriffe auf motorisierte Ostsee, gelangen, um uns dort eine U-Boot-Basis Jnfanterieabteilungen durchgeführt. Ivor die Nase zu setzen.

Die slowakisch-deutschen Verhandlungen über die Lieferung deutscher Kohle wurden abge­schlossen. In Preßburg wird eine Zentralverkaufs­stelle für Kohlen errichtet, die eine Monopolstellung einnehmen und als Geschäftspartner gegenüber den deutschen Stellen fungieren soll.

12 Uhr Fliegeralarm gegeben worden. Bevölkerung begab sich sofort in die Luftschutzkeller. Nach einer Viertelstunde wurde der Alarm ab- geblasen. Später erfuhr man, daß vier Flugzeug-, die n-icht identifiziert werden konnten, auf dem Flug von Süden auf Gibraltar beobachtet worden waren. Später änderten diese Flugzeuge ihre Richtung.

dodol. Schlechtes Wetter verhinderte Aktionen Luftwaffe.

Was die Finnen melden.

Rumänien schützt seine Erdölgebiete.

Sicherurrgsmatznahrnen gegen britische Sabotage.

Bukarest, 14. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Der Kommandierende General des Bukarester 2. Armee­korps, in dessen Bereich auch das Erdölgebiet von P l o j e s ch t i fällt, ordnete an, daß alle Betriebe Maßnahmen ergreifen müssen, um Sabotageakte zu verhindern. Die Verordnung, die eine Folge der dauernden Sabotageakte im Erdölgebiet ist, wird als erster Schritt der Regierung betrachtet, die offen­sichtlich durch englische Machenschaften heroorgerufenen Anschläge auf lebenswichtige Be­triebe der rumänischen Wirtschaft in Zukunft mit allen Mitteln zu verhindern.

Schluß mit den Vildsälschungen.

Eine Forderung der rumänischen Presse.

Bukarest, 13. Dez. (Europapreß.) Unter dem MottoSchluß jetzt mit den Bildfälschungen" wen­det sich das BukaresterTageblatt" gegen die bei verschiedenen Bukarester Blättern sehr beliebten Mechoden, irgendein verstaubtes Klischee aus dem Bildarchiv der Schriftleitung hervorzuholen und es mit einem aktuellen Text zu ver-

Zur Luft: Feindliche Flieger haben am 12. dieses Monats aus großer Höhe die Gegend um Hangö und Ekenäs und eine Anzahl vorgelegener Inseln bombardiert. Die finnischen Flieder haben auf verschiedenen Frontabschnitten zahlreiche Bom-

Rechtsschutr für Einberufene.

Nachdem die Zuständigkeit der Amts­gerichte in Streitigkeiten über vermögensrechtlichk: Ansprüche auf 150 0 R M. h e r a u f ges etzl: worden ist, werden die Amtsgerichte in größerem Umfange als bisher mit Rechtsstreitigkeiten befahl werden, deren Ausgang für die Parteien von ein« schneidender wirtschaftlicher Bedeutung ist. Es i|ö verständlich, daß Parteien, denen es an der erfor­derlichen Rechtskenntnis oder Gewandtheit fehlt, besonderem Maße das Bedürfnis empfinden werden, durch einen Rechtsanwalt vertreten M sein. Der Reichsjustizminister führt aus, daß die Gerichte dies bei der Entscheidung über die Bei" ordnung eines Rechtsanwalts im Armenrecht nichu unberücksichtigt lassen dürfen. Vor allem gelte hfl® für die Behandlung der Anträge solcher Partelen» die durch Einberufung an der persönliche« Wahrnehmung von Terminen behindert sind. Bevor hier auf die Möglichkeit der Vertretung durch än» gehörige oder Angestellte verwiesen wird,, soll besonderer Sorgfalt geprüft werden, ob eine sola^ Vertretung möglich und zumutbar und im Hinvi^ auf die Bedeutung der Sache überhaupt zweckdtem lich ist.

Die sowjetrussische Wirtschaftsdele« gation, die im Zuge der deutsch-sowjetrussischen Wirtschaftsverhandlungen unter Führung des Volks- kommissars Tewoßjan und des Generals der Ar­tillerie Sawtfchenko nach Berlin gekommen war, um mit der deutschen Industrie Fühlung aufzunehmen und eine Reihe der für die Lieferung deutscher In-

Oie Förderung des Akademiker-Nachwuchses.

Das Zentralorgan des NSD.-Studentenbundes Die Bewegung" gibt eine Bilanz der Studien- örderung des Reichsstudentenwerks bekannt. Der ozialistische Auslesegedanke auch für die akademi- chen Berufe konnte bereits so weit verwirklicht werden, daß heute der Begabte ohne eigene Kosten von der Sexta bis zum Staatsexamen gebracht wer­den kann. Die gute Auslese wird gesichert durch eine Zusammenarbeit des Reichsstudentenwerks mit der NSDAP. Auch die Schule, der RAD. und die Wehrmacht leisten wertvolle Unterstützung. Die 1938 eingerichtete Stipendienvermittlung des Reichsstudentenwerks sichert den höchsten Nutzwert der von der Wirtschaft und den Berufsverbänden bereitgestellten Mittel. Es werden zur Zeit etwa 600 Studierende, vorzugsweise der tech­nischen Fachrichtungen, durch die Stipendienoermitt- lung betreut; für sie stehen 200 000 RM. im Jahr bereit. Mit dem Neuaufbau auf allen Lebensgebie­ten haben sich auch für die wissenschaftlich vorge- bildete Frau neue Berufsmöglichkeiten in so gro- ;er Fülle ergeben, daß ein besonderes Referat im lteichsstudentenwerk für die Auslese und Betreu­ung der Studentinnen eingerichtet wurde.

Selbstverständliche Voraussetzung der Studienför« derung sind: körperliche und geistige Gesundheit, überdurchschnittliche Begabung und persönliche Eig­nung sowie Bewährung im politischen Dienst. Don Semester zu Semester unterrichten die Hochschul­lehrer die Studentenwerke über die Studienfort« schritte der Geförderten. Ebenso beurteilt der Käme- radschastsführer oder Fachgruppenleiter des NSDStB. die charakterliche und polittsche Bewäh­rung. Die Förderungseinrichtungen sollen besonders der Lenkung fähiger junger Kräfte in staats­politisch wichtigen Berufen dienen.

Während stüher in der Regel eine Förderung erst ab 3. Semester erfolgte, kann heute, der völlig mittellose Student bereits vom 1. Semester an ausgenommen werden. Die Anfängerförderung schlägt so die Drücke von den Erziehungsbeihilfen und Schulgeldbesteiungen der Oberschule zur Hoch- und Fachschule und ermöglicht jeder Begabung ohne Rücksicht auf Stand und Vermögen des Vaters den Zugang zur höheren Ausbildung. Insgesamt sind im Ähre 1938/39 aus Mitteln des Reichsstudenten' werks rund 3,6 Millionen RM. für Förderung^ zwecke gegeben worden. Davon entfallen zwei Mil­lionen auf nicht rückzahlbare Studienbeihrlfen der' Anfänger- und Fortg-eschrittenenförderung. Demge- genüber wird die Abschlußförderung in. Form fanfl- fristiger Darlehen gewährt, und zwar jährlich etwa: 1,6 Millionen RM. Seit Begründung der Dar­lehensförderung sind rund 40 000 Studenten mit: einem Gesamtbetrag von 22 Millionen RM. gefor­dert worden.

Die russische Flotte hat mit der Blockierung Finnlands begonnen. Heber ihre Einsatzmog- lichkeit ist nicht leicht ein völlig klares Bild zu gewinnen, einmal weil die Sowjettussen ihre Kriegsschiffbauten sehr geheim halten und dann, weil sich die russische Flotte auf das Eismeer, die Ostsee, das Schwarze Meer und den Stillen Ozean verteilt. In der Ostsee haben die Sowjetrussen zwei modernisierte Schlachtschiffe von je 23 000 Tonnen, die 1911 in ihren ursprünglichen Formen fertigge­stellt waren. Außerdem verfügen sie über zwei Kreuzer, darunter den ersten eigentlichen Neubau ihrer Kriegsflottte, den 8000 Tonnen großen Kreu­zer ,L i r o w", der mit 18-cm-Geschützen bestückt ist.

Die Russen haben erst 1937 in großem Stil Mit der Modernisierung und dem Neubau ihrer Flotte begonnen. Sie sind offenbar dabei, erst die Schiffs­typen auszuprobieren. Erhebliche Leistungen haben sie dagegen mit dem Bau von Zerstörern und U-Booten vollbracht. Sie verfügen in der Ostsee und im nördlichen Eismeer über zwölf Zer­störer, vierzehn Torpedo-Boote und insbesondere 72 U-Boote nach offiziösen Angaben. Vielfach wurde ihr Bestand an Schiffen dieser Kategorien sogar als höher vermutet, wofür charakteristisch ist, daß die Gesamtzahl aller sowjettussischen U-Boote (also einschließlich des Schwarzen Meeres und des Fer­nen Ostens) bald auf 160 und bald auf 250 ange­geben wird. Hervorgehoben sei, daß Großadmiral R a e d e r vor einiger Zett bemerkte, daß die rus­sischen U-Boote technisch auf der Höhe seien.

Vielleicht hat der eine oder andere Leser gestutzt, daß wir die Zahl der russischen Zerstörer und U-Boote im Eismeer und in der Ostsee in einem Atemzuge angaben. Das ist aber durchaus kein Irrtum," denn der Stalin-Kanal, der Lenin­grad mit Murmansk am Eismeer verbindet, ist für die flach gehenden sowjetrussischen Zerstörer, Tor­pedo- und U-Boote befahrbar! Aus demselben Grunde woltten die Engländer ursprünglich mit j ihren U-Booten durch diesen Stalin-Kanal in die

nen Vorgesetzten kennt. Auch die aufgefunbe- nen Briefe geben ihm keine Handhabe, etwas Ad. ttägliches über die Stimmung in der Heimat zu de- richten. Er muß vielmehr erkennen, daß auch die An. gehörigen sich in jeder Weise diszipliniert verhalten und die Briefe, wie er sich ausdrückt,vorsichtig ab- gefaßt" sind. Gänzlich unverständlich ist ihm des deutschen Soldaten selbstverständliches Bekenntnis zum Nationalsozialismus. Er schließt:Die deutsche Jugend geht mit geschlossenen Augen dorthin, wo es dem Führer gefällt, sie hinzuführen."

Bulgariens politische Linie.

Rom, 14. Dez. (Europapreß.)Giornale d'Jta- lia" veröffentlicht Äußerungen des bulgarischen Ministerpräsidenten zur Lage. Bulgarien fei fest entschlossen, seinerseits die Lage auf dem Balkan :n keiner Weise zu komplizieren; es mühe sich nut allen Mitteln, die Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn fortzusetzen, es erwarte, auf diese Weise eine ge­rechte und steundschaftliche Lösung aller noch offe- nen Fragen zu erreichen. So wie die Haltung Ita­liens sei auch jene Bulgariens eine der wachsa­men Erwartung. Diese Haltung bedeute keines­wegs einen Verzicht auf die Verwirklichung des eigenen nationalen Programms. Bulgarien glaube, daß feine Forderungen sogar durch Verzicht einer Ausnützung eventueller Schwierigkeiten des Nach, barn befriedigt werden können; eher noch am Frie. densverhandlungstisch als auf dem Schlachtfeld werde Bulgarien feine Probleme lösen können, vor allem, wenn bedacht werde, daß eine Großmacht wie Italien im Augenblick der Friedensverhandlun. gen ein entscheidendes Wort sprechen werde, das nicht nur seinen, sondern den Interessen aller Völker dienen werde, die ihm bei der Be­grenzung des gegenwärtigen Konflikts Hilfsdienste geleistet haben.

Werden englische Kriegsschiffe die »Gansu Maru" festhalten?

M a i l a n d, 13. Dez. (Europapreß.) Der Sprecher des japanischen Außenministeriums erklärte, der ja- panische DampferSanju Maru" werde Rotter- d a m wahrscheinlich am Mittwoch mit deutschen Exportwaren verlassen. Japan habe von Low don noch keine amtliche Mitteilung über die britische Haltung erhalten. Man wisse daher nicht, ob es seine Fahrt ungestört sorffetzen könne. Die Regierung habe im Falle der Anwendung der englischen Blockademaßnahmen mit Vergeltungsmaß. regeln gegen hie englischen Schiffe in Ostasien gedroht.

französischen Staatsschatz. Auch geaen diese Regelung läßt sich nichts anführen. Sie ist fachlich gerecht­fertigt. Hingegen verwandelt sich das Bild sofort zu einem wahren Zerrbild kriegerischer Ehrgesetze, wenn wir den Artikel 3 weiter verfolgen. Er be­stimmt nämlich, daß im Falle der Aufbringung einer Prise auf hoher See durch französische See- < ftreitfräfteein Viertel des Erlöses den Capteurs zuzufallen habe". Mit anderen Worten: Geld­prämien werden ausgesetzt, um die Wachsamkeit, : die Dienstbereitschaft und den Mut der Besatzungen ; französischer Kriegsschiffe aufzustacheln wahrlich, ein sauberes Geschäft, nicht einmal würdig dessen, in Verbindung mit dem Namen eines ehrbaren Kaufmannes genannt zu werden. Die französische Republik ist aber überzeugt, und sie folgt dann, wie gesagt, britischen Spuren, daß sie mit dieser Methode ein Mittel gewonnen habe zur Vermeh­rung ihrerGloire und zur Sicherung des Sieges.

Unser Dekret begnügt sich nun aber nicht nur mit allgemeinen Anordnungen über das Geschäftemachen im Seekrieg; o nein, es geht noch erheblich weiter! Es enthält eine peinlich genaue Bestimmung, wie das Viertel des Prisenerlöses auf die einzelnen Be­satzungsteile französischer Kriegsschiffe zu verteilen sei. Von dem bewußten Viertel gelangen 25 v. H. zur Auszahlung an diehöchsten Offiziere, Kom­mandanten und Offiziere aller Einheiten, die den Stab derjenigen Seestreitkräfte oder Fahrzeuge bil­den, die bei Aufbringung der Prise mitgeroirrt haben." Die restlichen 75 v. H. des Gewinnes wer- den an die beteiligten Mannschaften alsKriegs­prämie" ausgeschüttet. Und noch weiter: auch über die Aufteilung der Anteile von 25 bzw. 75 v. H. läßt sich das Dekret bis in alle Einzelheiten aus. Für Geschwaderchefs, Stabsoffiziere, Subalternoffi- ziere bzw. sind bestimmteGutscheine fest­gesetzt, ebenso auch für die Regelung des Gold­stroms, der in die Mannschaftsräume fließen soll Und gelingt es gar, ein französisches Handelsschiff, das in Feindeshand gefallen war, zurückzugewmnen, also eineReprise" vorzunehmen, dann erhöht sich der Gesamtanteil der Kriegsprämie von 25 auf 33Vs v. H.!

Man sieht, es ist ein Erlaß entftanben, der seine Durcharbeitung offenbar in einem Kreise von Män­nern gefunden hat, die faulen Börsengeschäften näher stehen als dem Marineministerium. Sollen wir uns darüber wundern? Kaum, schwimmt doch Frankreich auch auf anderen Gebieten mehr und mehr im britischen F a h r w a s s e r Und beim Britentum ist die Zeit in mancher Hinsicht stehen- geblieben. Es hat von den Raubinstinkten verflösse- ner Jahrhunderte nicht ein Iota preisgegeben. Durch Kriege reicher werden, ist noch immer seine Losung. Und von diesem Gedanken ist es in allen feinen Volksschichten erfaßt. Eines der markantesten, aber auch widerwärtigsten Beispiele hierfür ist das Verhalten des Kommandanten des britischen Linien­schiffesCanopus" nach der Falkland- Schlacht. DieCanopus", ein älterer Kasten, hatte als eine Art schwimmenden Forts vor Port Stanley auf den Falkland-Jnseln gelegen, als die Schlacht begann. Sie hatte sich überhaupt Nicht in See begeben, sondern sich nur mit einigen wenigen Schiessen an der ersten Kampfhandlung beteiligt; während jener Zeit, als unsere KreuzerGneisenau" undNürnberg gegen Port Stanley vorstießen.

Trotzdem beanspruchte der Kommandant der(Ta­rn) pus" für sich und seine BesatzungKopfgel­der", die die britische Marine gewohnheitsgemäß für niedergekämpfte feindliche Schiffe und Fahr­zeuge in einer der Besatzungsstärke des Gegners entsprechenden Höhe bewilligt. Der Kommandant derCanopus" beharrte derart unnachgiebig au seiner Forderung, daß es zu einer Gerichtsverhand­lung kam, ausgetragen zwischen ihm und feinen Ka­meraden. Diese Verhandlung mußte Platz greifen, weil die Vertreter der übrigen an der Falkland- Schlacht beteiligten britischen Schiffe es ablehnten, sich in ihrem schönen Gewinn mit den Leuten der Canopus" zu teilen.

Wir empfinden über solche Anschauungen nichts als Bitterkeit und Abscheu. Und sind dessen gewiß, daß der auf der Walstatt der Stärkere ist, der für seine Heimat, für sein Volk und feine Waffen- ehre ficht. Mögen andere selbst aus dem Kriege ein Geschäft machen wir verlieren auch in bitter­ster Notzeit höhere Ziele nicht aus den Augen!

Das Oberkommando der Wehrmacht hat allen Angehörigen von kriegsgefangenen oder internierten deutschen Wehr- machtsangehörigen, soweit die Anschriften bekannt waren, die SBeftimmungen über Brief- und Pa ketversand als Merkblatt zugeleitet. Diese Bestimmungen können bei den Postämtern und den Dienststellen des Deutschen Roten Kreuzes eingesehen werden.

Unter dem Vorsitz von Reichminister Darr6 fand im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Arbeitstagung der Lande s- (Provinzial-) Ernährungsämter statt. Die Tagung diente dem Austausch der in den ersten Monaten der Kriegsernährungswirtschaft gemachten Erfah­rungen und der Ausrichtung für die im neuen Jahr und später zu bewältigenden Aufgaben.

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Reichswirtschaftsminister Funk hat zusammen mit dem Gauleiter und Dberpräfibenten von Schle­sien, Josef Wagner, eine mehrtägige Besichti­gungsreise in das ostoberschlesische Industriegebiet angetreten. Von Ostoberschlesien wird sich Reichs- wirtschaftsminister Funk in das Generalgouverne­ment Polen begeben zu Besprechungen über Wirt­schaftsfragen mit dem Generalgouverneur Reichs­minister Dr. Frank in Krakau.

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Aus Anlaß der vom Generalgouverneur Dr. Frank getroffenen Bestimmung, daß die beiden Ge­birgskurorte Zakopane und K r y n i tz a den deut­schen Kriegsopfern und den Hinterbliebenen der Gefallenen zur Verfügung gestellt werden, hatte Reichskriegsopferführer Oberlindober mit dem Generalgouverneur auf der Burg zu Krakau eine Besprechung, böi der die praktische Verwirklichung dieses großzügigen Planes erörtert wurde.

Am Mittwoch überreichte Seine Exzellenz der Königlich Rumänische Gesandte in Berlin, Herr Crutzescu, dem Reichsorganisationsleiter der Natio­nalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und Lei­ter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, im Austrage Seiner Majestät Königs Carol II. von Rumänien das GroßkreuzdesOrdensdes SternsvonRumänien als Anerkennung für die im Juli d. I. mit großem Erfolg durchgeführte Ausstellung des Internationalen Zentralbüros Freude und Arbeit" in Bukarest.

Präsident Roosevelt teilte in der Pressekon­ferenz mit, daß das Amerikanische Rote Kreuz bisher etwa eine halbe Million Dollar für Spenden in europäischen Kriegsge­bieten aus gegeben habe, darunter etwa 200 000 Dollar, die im Einvernehmen mit deutschen Be­hörden für die Linderung der Not in Polen ver-

Zur See: Die finnische Küstenartillerie bei Bjärkö hat mit ihrem Feuer die finnischen Trup­pen auf dem Festlande unterstützt. Am Ladoga- See haben unsere Batterien feindliche Landungs­abteilungen zerstreut. Bei Saunaniemi wurden Gruppen feindlicher Transportfahrzeuge vertrieben.

Helsinki, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) innische Heeresbericht sagt: Zu Lande: Zahl­reiche örtliche Gefechte und Patrouillentätigkeit. Dabei sind zahlreiche feindliche Tanks zerstört worden. Die Kämpfe am Teipaleenjoki gehen weiter. An der Ostgrenze setzt der Feind die Angriffe fort Sie wurden größtenteils a b g e ro i e f e n. Bei Talvijärvi unternommene Gegenangriffe wurden mit Erfolg fortgesetzt. Die Finnen haben 5 mittelschwere Tanks, 5 Pan­zerabwehrgeschütze, zahlreiche automatische Hand- euerroaffen erbeutet. Der Feind hat Verluste er­litten.

dustrieerzeugnisse nach Rußland in Frage kommen­den Werke zu besichtigen, reifte nach Erfüllung ihrer Aufgaben nach Moskau zurück. Die Verhandlungen werden in den nächsten Tagen in Moskau zum Ab­schluß gebracht werden. *

Der Chef der russischen Flotte in den arkttschen Gewässern, P a p a n i n , hat sich von Leningrad nach Murmansk begeben, um mit dem russi­schen EisbrecherStalin" an den Rettungsarbei­ten für den im Grönland-Packeis festsitzenden russi­schen EisbrecherSedow" teilzunehmen. Papanin, der ein Fachmann auf diesem Gebiet ist, wird die Rettungsarbeiten persönlich leiten.

Der sowjetrussische Botschafter in Paris, Suritz, der als Beobachter der sowjetrussischen Regierung i n Genf weilte, ist am Mittwoch in Begleitung feines römischen Kollegen von Genf a b g e r e i ft.

Der ehemalige finnische Gesandte in Moskau, Baron Koskinen, ist, von Moskau kom­mend in Stockholm eingetroffen. Er wird sich sofort nach Helsinki begeben.

300 finnische Flüchtlingskinder sind in Stockholm eingetroffen. Es handelt sich um Kinder aus den ge­räumten Gebieten Kareliens.

Die vereinigte eidaenössische Bundesversammlung hat sämtliche sieben bisherigen Mitglieder des Bundesrates bestätigt. Die von den So­zialdemokraten aufgefteüten zwei Kandidaten blie­ben stark in der Minderheit. Zum Bundesprä- sidenten der Schweiz für das Jahr 1940 wurde mit 142 von 158 gültigen Stimmen gewählt der bisherige Vizepräsident Bundesrat Marcel P i I e t, zum Vizepräsidenten Bundesrat Hermann O b r e ch t, der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements. Der neue Bundespräsident ist Chef des Post- und Eisenbahndepartements und gehört der Landes­regierung seit 1928 an.

Der Ducehat dem Wunsch des Direktoriums der Kriegerverbände um Aufnahme aller Kriegs­teilnehmer in die Faschistische Partei stattgegeben und verfügt, daß die Kriegsteilnehmer mit dem Eintrittsdatum des 3. März 1925 in die Partei ausgenommen werden. Später eingetretenen Kriegsteilnehmern wird der gleiche Tag als Eintritts» datum in die Partei zuerkannt. In der Begründung heißt es, daß die italienischen Kriegsteilnehmer dem Faschismus feit Anfang an zur Seite standen und die gleichen Ideale verfolgen.

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Der Generalgouverneur von Libyen, Luftmarschall B a l b o, ist aus dem Luftwege nach Tripol is zurück gekehrt. Er hatte an der Sitzung des Großen Faschistenrats teilgenommen. Zusammen mit Dalbo begab sich Marschall de Bono nach Libyen. Der Marschall, der Generalinspettor der italienischen Ueberseestteitkräfte ist, wird die Truppen in ganz Libyen inspizieren.

Französisches Lob über deutsche Kriegsgefangene.

Berlin, 13. Dez. (DNB.) Ein aufschlußreiches Urteil über den deutschen Soldaten verdanken wir dem Kriegsberichterstater desPetit Journal". Wir wissen heute recht gut durch die Gefangenen, die wir in letzter Zeit gemacht haben", so schreibt er, was der deutsche Soldat von 1939 ist, wie er lebt, wie sein Geist beschaffen ist, und was er als Kriegs­instrument wert ist. Man muß mit vielen Märchen aufräumen. Den Gegner unter­schätzen, ist die größte und gefährlichste Dummheit, die wir begehen können. Die deutsche Truppe, die an der lothringischen Front den Franzosen gegenüber- steht, ist aus oft sehr jungen Leuten von 20 bis 25 Jahren zusammengesetzt. Diese sind sehr stramm. Sie bewundern den Führer und glauben an feinen Sieg. Es ist sehr schwer, gefangene Soldaten zum Sprechen zu bringen. An eine strengere Disziplin als unsere gewöhnt, dauert es sehr lange, bis sie sich auf­lockern."

Großes Erstaunen ruft bei dem Verfasser hervor, daß der deutsche Soldat keine Kritik an sei-

Die Russen weiter im Angriff.

Der russische Heeresbericht vom Mittwoch.

Moskau, 14. Dezember. (DNB. Funkspruch.) Der Heeresbericht des Generalstabes des Leningra­der Militärbezirkes für den 13. Dezember lautet:

Die russischen Truppen rücken in Richtung auf Uchta weiter vor und befinden sich 105 km von der Grenze entfernt. In Richtung auf Petro- zavodsk besetzten die Truppen Burg und (Station Kitela der Bahnlinie Pitkaranta-Ger-

sehen. Darauf werde das Bild dann dem Leser als brühwarme Sensation aufgetischt. Als Schulbeispiel für diese Methoden brandmarkt der Verfasser ein, , .. f ..,m

in derRomania" vom 12. Dezember unter der | Rettungsboots des versenkten $ englisci^vlnischen ÜberschriftBereitet Deuffchland den Großangriff an der Westftont vor?" versehenes Bild einer Mili- tärparabe, unter dem die Worte stehenDie deut­schen Truppen, die am Feldzug in Polen teilgenom- men haben, marschieren vor dem Führer vorbei, bevor sie an die Westfront geschickt werden". Mit Verblüffung sieht man, so beißt es in der Glosse des BukaresterTageblattes , im Hintergrund des Bildes die Fahnenmasten des Zeppelin- feldes in Nürnberg, während auf der Tri­büne neben dem Führer und Göring noch der ehe­malige Reichskriegsminister von Blomberg mit dem Marschallstab deutlich erkennbar ist. Es handelt sich also um ein mindestens zwei Ja h r e altes Klischee vom Reichsparteitag in Nürnberg. Durch die aufreizende Unterschrift sei das Bild einer Friedenskundgebung in den Dienst der Beunruhi­gung der Welt gestellt worden.