Ausgabe 
14.11.1939
 
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der

6

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Stadttheater

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ausgegeben.

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Kinder bis zu 3 Jahren für % unb n (insgesamt % Liter),

Kinder von 3 bis 6 Jahren für Va Liter, Kinder von 6 bis 14 Jahren für K Liter.

nung bis zur Arbeitsstätte mindestens elf Stunden von ihrer Wohnung abwesend sind, oder

c) in Nachtschichten, wenn auch abwechselnd mit Tagesschichten, tätig sind. Als Nachtschichten gelten Arbeitsschichten, von denen mindestens vier Stunden in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr

bj infolge weiter Entfernung von der Woh- Arbeitsstätte mindestens elf Stunden

Mittwoch I

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dienst der Reichsbahn, der parteigliederungen. dec Feuerwehr und des Roten Kreuzes ein. Die Reichs­bahnhilfszüge aus heydebreck. Kzrtibor und Oppeln wurden unmittelbar nach Eintreffen der Nachricht an die Unglücksstelle gesandt. Die Bergungs- und Aufräumungsarbeiten wurden von dem Präsidenten der Reichsbahndirektion Oppeln persönlich geleitet. Der Reichsverkehrsminister hat eine Untersuchungs­kommission auf dem schnellsten Wege an die Unfall­stelle entsandt.

Schwerer Wintersturm an der norwegischen Küste.

Der erste schwere Wintersturm hat die norwegische Küste heimgesucht. Zahlreiche Fischerboote sind auf den Strand geworfen worden. Ob Menschenleben zu beklagen sind, wird sich erst in einigen Tagen Herausstellen. Die Schnelldampfer im Küstenverkehr haben bis zu 12 Stunden Verspätung, ba sie in den Häfen besseres Wetter abwarten muh­ten. Selbst der BergungsdampferJason", der dem bet dem Broennoysund aus Grund gelaufenen deut­schen FischdampferAdolf Hitler" zu Hilfe eilen

Die zur Ausgabe gelangenden Lebensmittelkarten gelten für die Zeit vom 20. November 1939 bis 17. Dezember 1939.

Die bereits ausgegebenen Reichsseifenkarten haben Gültigkeit bis 30. September 1940.

Verlorene oder abhanden gekommene Karlen werden nicht erseht. Es wird auf ihre sorgfältige Aufbewahrung hierdurch besonders hingewiesen.

An den vorgenannten Tagen können Bezug« scheine für Schuh- und Spinnstoff waren nicht aus« gestellt werden.

Gießen, den 13. November 1939.

Der Oberbürgermeister. Ernähnmgsamt. ALLSlgUS»

Grenze nichts umkommt.

Rundfunkprogramm

Mittwoch. 15. November:

wollte, mußte einen Nothafen aufsuchen. Die Mann­schaften des Fischdampfers sind jedoch in Sicherheit. Im Hafen von Drontheim mußten die Leute a u f allen Vieren kriechen, um sich nicht vom Sturm ins Meer schleudern zu lassen. Ein nor­wegischer Dampfer, der auf der Nordsee nach dem Ausland unterwegs war, kehrte nach Sta­vanger um, nachdem die Kohlenvorräte durch das Unwetter sehr stark in Anspruch genommen worden waren, so daß zuletzt mit Holzplanken und Tauwerk gefeuert werden mußte.

Die Luther-Akademie feierte den Geburtstag des- Reformators.

Die Luther-Akademie in Sondershausen feierte am 12. November aus Anlaß des Geburts­tages Luthers das Gedächtnis des Reformators, wobei der Leiter der Luther-Akademie, Professor D. Stange (Göttingen) im Weißen Saal des Schlosses die Festrede über das ThemaLuther und Deutschland" hielt. Vor dieser Feier sand in der Stadtkirche ein Gottesdienst statt, bei dem der ruf Urlaub anwesende Oberpfarrer Harz eine aus seinen Erfahrungen im Felde geborene Predigt hielt.

Aus aller Wett.

Zarah Leander im 12. Wehrmachtswunschkonzert.

Auch das 12. Wehrmachts-Wunschkonzert des Deut­schen Rundfunks brachte zahlreiche Ueberraschungen. Sehr gefeiert wurde bei ihrem Erscheinen am Mikrophon die berühmte Filmschauspielerin Z a r a h Leander, die sich für diese Sendung sofort nach ihrer Rückkehr aus ihrer schwedischen Heimat, wo sie selbst eine eifrige Hörerin der Wehrmachts- Wunschkonzerte war, zur Verfügung gestellt hatte.

(Scherl-Bilderdienst-Mh

Schweres Eisenbahnunglück in Oberschlesien.

Oppeln. 13. Nov. (DRV.) Am Sonnlagabend hat sich in Oberschlesien ein Eisenbahnunglück von bedauerlich schwerem Ausmaße ereignet. Auf der eingleisigen Nebenbahn st recke Heyde­breck Bauerwih stießen zwischen den Bahn­höfen Langlieben und Rosengrund zwei P e r - fonenzüge vermutlich infolge Versagens des Fahrdienstleiters des Bahnhofs Rosengrund z u- jammen. Bisher sind 43 lote und an­näh e r nd 60 Verletzte zu beklagen. Die Schwere des Unglücks ist auf die starke Besetzung der Züge infolge des Sonnlagsverkehrs zurückzu­führen.

Unmittelbar nach dem Unglück setzte der hilfs-

zählte ein Landwehrmann aus Ober« Hessen.Seine Leute waren so leichtsinnig ge« wesen, das sachte am Spieße brutzelnde Schwein eine Zeitlang unbeaufsichtigt zu lassen. Andere Truppen hatten inzwischen dafür Interesse gezeigt. Seit diesem Erlebnis schreiben wir vor unsere eige­nen Schweine- und Hühnerställe grundsätzlich die achtunggebietenden Worte:Vorsicht! Alles vermint!" Uns hat noch keiner Schweine ge­klaut. Im Gegenteil, auf diesem Gebiet sind mir ogar vom Glück begünstigt gewesen. Fand doch neulich ein von Ablösung kommender Posten eine chlafende Sau an. Selten ist ein Feind so bot* ichtig überrumpelt worden, wie dieses arme Tier, das sich im Wald nicht länger halten konnte.

Kahnfahrt mit französischen Gäuen.

Der Gegner hat 'schon wiederholt den Versuch gemacht, unsere Minenfelder zu entdecken, indem er Vieh darüber Hinwegtrieb. Manche Kuh ist so in die Luft gegangen. Doch der größte Teil dieserfeindlichen" Viehherden kam ungehindert herüber. Da Kampfhandlungen nur in geringem Umfange stattfanden, wurde auf Rindvieh und Schweine Jagd gemacht, die durch das Niemands­land herüber kamen. Fünf französische Schweine machten eine Kahnfahrt über einen wild rauschen­den Fluß. Auf dem jenseitigen Ufer waren sie von unseren Vorposten gefesselt worden, und dann be­gann ihre Seereise, die nicht nur für Schweine etwas neuartiges war. Nur ein Knüppel mit einem Zigarrenkistendeckel war als Ruder und Steuer vorhanden. Das Wasser reichte bis 10 Zenti­meter an den Bootsrand heran. Dennoch wurden alle fünf Schweine geborgen. Ein wüstes Gequietsche begleitete dieses Unternehmen, Soldaten aus anderen -Einheiten eilten herbei, alle halfen mit, und jeder erhob Anspruch auf eines der Schweine, als alle drüben waren.Zwei Schweine haben wir deshalb der Ari gegeben,, wir hatten aber auch an den drei anderen genug."

Das war die letzte Schweinestory, die wir hörten. Sie wurde uns erzählt von dem Zugführer 1:100 000", wie die Soldaten ihren Oberleutnant nennen, weil er so klein ist. Dann verließen wir diese Vorposten, die dafür sorgen, daß vorn an

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Hühner flattern ins Kochgeschirr.

Treibjagd aus halbwilde Gäue. Kochkünstier an der Feldküche. - Landser im Vorfeld sind Gelbstversorger.

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als Schwer- oder Schwerstarbe.iter nicht vorliegen, die aber trotzdem wegen langer Arbeitszeit, wegen langer Wege zur Arbeitsstätte, oder weil sie regelmäßig in Nachtschichten tätig sind, eine besondere Berücksichtigung erfordern. Die Zulagen sollen in erster Linie einer Erleichterung der Werkküchenverpflegung dienen. Das geschieht da­durch, daß die Lang- und Nachtarbeiter, die nicht Schwer- oder Schwerstarbeiter sind, für Fleisch und Fett künftig nur die Hälfte der für die Werk­küchenverpflegung erforderlichen Kartenabschnitte aus ihrer normalen Lebensmittelkarte zur Ver­fügung zu stellen brauchen und ihnen für die andere Hälfte eine besondere Zulagekarte gegeben wird. Da nach den gemachten Erfahrungen in Werkküchen zu einer warmen Mahlzeit täglich für 4 Wochen etwa 800 Gramm Fleisch und 160 Gramm Fett je Person gebraucht werden, erhalten die zulageberechtigten Lang- und Nachtarbeiter für die Hälfte dieser Menge, also für 400 Gramm Fleisch und für 80 Gramm Fett für je 4 Wochen Zulagekarten.

Um auch einem stärkeren Brotbedarf zu ge­nügen, ist ferner angeordnet, daß sie bis zu 600 Gramm Brot wöchentlich zusätzlich erhalten können.

Diese Zulagen werden gewährt für Arbeiter, die nicht Schwer- oder Schwerstarbeiter sind, wenn sie regelmäßig:

a) eine Arbeitsschicht von mindestens zehn Stunden, bei einer reinen Arbeitszeit von min­destens 9 7* Stunden bei Frauen und Jugend­lichen von mindestens 9 Stunden haben, oder

nehmen. Der übernommene Betrag ist als Leistung des Schuldners dem Kapitalertrag hinzuzurechnen. Eine Verrechnung der durch Steuerabzug zuviel ge- zahlten Beträge bei der Einkommensteuer mit einer Steuerschuld beim Kriegszuschlag und umgekehrt findet nicht statt. Da der Kriegszuschlag eine selb­ständige Steuer ist, kann die Verrechnuna von Steuerabzugsbeträgen nur bei der Steuer erfolgen, bei der der Steuerabzug dot genommen word en ist.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Pro- vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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Bekanntmachung.

Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten er­folgt in den zuständigen Bezirksgeschäftsstellen des Ernährungsamtes der Stadt Gießen gegen Vor­lage oes Personalausweises in der Zeit von 8 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr an folgenden Tagen:

Mittwoch, den 15. November 1939: für Antrag- fteüer mit den Anfangsbuchstaben A bis F.

Donnerstag, den 16. November 1939: für Antrag­steller mit den Anfangsbuchstaben G bis K.

Freitag den 17. November 1939: für Antragsteller mit den Anfangsbuchstaben L bis R.

Samstag, den 18. November 1939: für Antrag­steller mit den Anfangsbuchstaben S bis Z.

Schwer- und Schwerstarbeiter erhalten zukünftig Karten für Normalverbraucher bei den zuständigen Bezirksgeschäftsstellen und Zusahkarten durch ihre Betriebsführung. 6815C

Für Kinder bis zu 3 Jahren und Kinder von 3 bis 6 Jahren werden besondere Reichsfettkarten

Im Westen ....

In den Ortschaften dicht an der Reichsgrenze be­suchten wir deutsche Landwehrsoldaten. Die Dorfbewohner sind seit Kriegsbeginn fort, ihre Häuser stehen leer. Doch am Dorfausgang fanden mir ein Gehöft, in dem unsere Vorposten sich nie­dergelassen hatten, um nach dem schweren Dienst m Nässe, Lehm und Kälte dicht vor dem Feind ein Dach über dem Kopf zu haben. Hier haben sich die Landser eine Küche eingerichtet, wahre Kochkünstler wurden entdeckt. So können die Soldaten das verzehren, was ihnen das Land bie­tet. Kartoffeln werden gebuddelt, Salate und Obst geerntet. Das lebende Vieh, soweit es nicht in die Heimat abtransportiert werden konnte, wandert nach und nach in die Kochgeschirre unserer Solda­ten. Es wäre Vergeudung, wollte man dieses Gut dem Schicksal des Winters überlasten, denn unsere Soldaten auf Vorposten haben diese Extragabe wirklich verdient.

Hühner nehmen Neißaus.

Es geht an der ganzen Front entlang die Mär, daß me Hühner ausreißen, wenn sie nur einen Soldaten sehen. Obschon der Krieg mehr als zehn Wochen dauert, ist der Vorrat an lebendem Klein­vieh noch nicht aufgebraucht. In der Kompanie ist ein Hühner st all eingerichtet. Der Koch ist gleichzeitig Oberhühnerfarmaufsichtsdirektor. Seine Adjutanten sind stets auf der Wacht, neu auftau­chendes Federvieh sofort einzufangen. Hierbei haben mir sie gerade erwischt. Zwei Hühner hatten sie schon gefangen, dazu einen stolzen Hahn, der mit wütendem Gesicht feinem großen Gegner noch in die Finger schnappte. Doch das störte unseren Land­wehrmann nicht. Auch dieser Hahn war dem Tode des Erfrierens entrissen. Ein drittes Huhn hatte sich in eine umgestürzte Regentonne, tief unter einem Haufen Gerümpel verkrochen. Es schien, als hätte das gute Tier Erfahrung im Umgang mit Soldaten. Sorgfältig getarnt verhielt sich das Hebe Vieh mucksmäuschenstill, um sich demFeind" ja nicht zu verraten. Das Huhn hatte wirklich starke Nerven, die auf eine längere Kriegserfahrung schließen ließen. Ein Unteroffizier und drei Mann durchsuchten die Rümpelecke. Dieses Manöver kam dem schon gefangenen Federvolk sehr zu statten. Dem Hahn gelang ein kühner Fluchtversuch. Er arbeitete sich aus der Umklammerung heraus und startete zu einem letzten Gewaltflug. Doch er mußte

v Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt die Kapelle Otto Fricke. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Musik am Vormittag. Es spielt das Rhein- Mainische Landesorchester. 10: Frohe Weisen. 11: Heitere Klänge. Die Unterhaltungskapelle des Reichssenders Hamburg. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. Kleines Or­chester. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrich­ten. 14.15: Unterhaltungskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 15.50: Aus dem Opernhaus Frankfurt a. M.:Cavalleria rusticana, Oper in einem Akt. 17: Nachrichten. 17.10: Nachmittagskonzert. 18: Otto Dobrindt spielt. Dazwischen: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutsch, landsender. Dazwischen: 22 bis 22.15: Nachrichten.

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Bekanntmachungen.

Noch in dieser Woche Kakao.

Kinder bis zu 14 Jahren erhalten, wie das Landesernährungsamt Hessen mitteut, ab sofort auf den Abschnitt F 4 der Reichsfettkarten für Kinder und Kleinkinder ein Achtelpmnd Kakao- vulver, Schokoladenpulver oder kakaohaltige Mi­schungen. Die Abgabe dieser Mengen gilt für die Seit bis zum 19. November. Für den folgenden ersorgungsschein sind die Zeiten und Mengen der Kakaozitteilungen auf die entsprechenden Reichsfettkarten aufgedruckt. 6818D

Lebensmittelzulagen für Lang- u. Nachtarbeiter.

Das Reichsernährungsministerium teilt mit: Mit Wirkung vom 20. November tritt eine wesent­liche Verbesserung in der Lebensmittelversorgung der Lang- und Nachtarbeiter ein. Es werden da­durch diejenigen Arbeitergruvven herausgehoben, bei denen die Voraussetzungen für die Anerkennung

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fallen.

Wenn auch die Zulagen in erster Linie der Erleichterung der Werkküchenvervflegung dienen, so sind sie doch nicht auf Betriebe mit Werkküchen­vervflegung beschränkt. Die Zulagekarten können daher insbesondere wo Werkküchen fehlen auch wie andere Fleisch- oder Fettkarten verwendet | werden.

Die Anträge auf Zulagekarten sind von den | Betriebsführern durch die Gewerbeaufsichtsämter 1 (bei bergbaulichen Betrieben durch die Berg­behörde) bei den Ernährunysämtern des Betriebs­sitzes einzureichen. Sie müssen die Zahl der Ar­beiter angeben, die unter jede der genannten drei Gruvven fallen. Die Verteilung der Zulage­karten erfolgt durch die Betriebe. e

Gleichzeitig werden einige Einzelbestimmungen über das Verfahren bei Ausgabe der Lebensmittel­karten für Schwer- und Schwerstarbeiter geän­dert. Diese Arbeitergruppen erhalten vom 20. No­vember ab an Stelle der bisherigen einheitlichen Lebensmittelkarten besondere Zusatzkarten für Brot, Fleisch und Fett. Diese Zusatzkarten werden künftig durch das Ernährungsamt des Betriebssitzes ausgegeben und dem Betriebsführer zur Ver­teilung zur Verfügung gestellt. Die Normalkarten für Brot, Fleisch und Fett erhalten die Schwer­oder Schwerstarbeiter auf dem gleichen Wege wie die übrigen Versorgrmgsberechtigten. 6819 D

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zu ftüh wieder landen, und bald war er von neuem eingefangen. Das letzte der Hühner aber konnte ebenfalls geborgen werden, nachdem die Regen­tonne aufgestellt und ein Entkommen so unmöglich wurde.

Schnell waren sie gerupft und ausgenommen, und dann kamen sie in den Kochtopf. Die Koch- aeschirre der Landser bekamen ungewohnten Be­such, und keiner war böse darum.

Gäue preschen durch das Dorfeld.

Wir waren ein Zug von 30 Mann" so hör­ten wir in einer anderen Unterkunftund es kam keine Verpflegung durch, dafür aber der Be­fehl, uns selbst zu verpflegen. Einer un­serer Posten hatte gerade im Morgengrauen, nahe unserem Quartier, eine Sau mit 10 Ferkeln entdeckt. Die wollten Wir finden, also gingen Wir auf Saujagd. Es mar nicht schwer, die Familie aufzustöbern. Die Alte beobachtete scharf ihr junges Volk. Sie standen auf einer Höhe, wo die Span­ferkel munter umher schnupperten. Vorsichtig wurde unsere noch lebendeVerpflegung" wie bei einer 'Treibjagd umstellt. Ein Bach und ein Abhang er­leichterten das Unternehmen. Bis auf 10 Meter tarnen wir heran, da erkannte uns die Alte und preschte davon, wobei sie die Ferkel vor sich her scheuchte. Dennoch gelang es, drei Ferkel abzu­spalten. Die sollten jetzt für uns an die Reihe kommen. Als sie uns sahen, steckten sie ihre kleinen Rüssel in den Sand wie der Vogel Strauß. Ganz dicht konnten wir herankommen. Als ich Wich auf das größte stürzen wollte, um es zu greifen, sauste mir ein anderes durch die Deine. Ich stolperte, ein Grasbüschel half nach, und während ich Wit der einen Hand einen Fuß des Ferkels fassen konnte, verlor ich selbst den Halt und trudelte etwa zehn Meter den Abhang hinunter. Die Kameraden woll­ten sich schütteln vor Lachen, doch das Ferkel hatten mir."

Die Schweine müssen sorgfältig gewaschen wer­den, erfuhren Wir zum Schluß: denn die Viehcher hätten Läuse und ähnliches Ungeziefer. Trotzdem haben Kotelett und Schweinerippchen sehr gut ge­schmeckt.

Vorsicht Minen!

Kürzlich kam hier ein Hauptfeldwebel wütend 1 vorbei, der eine halbgebratene Sau suchte", so er»

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