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Rhein-Mainische Zörse
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Fremde in Frankreich.
Aus einem englischen Kriegsroman.
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Die Tarifvorschriften für die Einkommensteuer in der Land- und Forstwirtschaft müssen bei
Zwischen dem Oberkommando der Wehrmacht und der Reichsjugendführung ist der Einsatz von Teilnehmern an den Kämpfen im Osten und Westen des Reiches auf Heimabenden der Hitler- Jugend vereinbart worden, die den Hitlerjungen von ihren Erlebnissen berichten sollen.
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Wirtschaft.
erung des ilSA.-HandelS mit Südamerika.
Leicht'' Steigerungen.
Frankfurt a. M., 13. Rov. Die Börse hatte einen stillen Wochenbeginn. Die wenigen Aufträge der Kundschaft betrafen aber vorwiegend kleine Käufe, so daß die Haltung am Aktienmarkt weiterhin zuversichtlich und verhältnismäßig fest war. Die Umsätze waren jedoch ziemlich klein. Im Durchschnitt ergaben sich Besserungen von 0,50 bis 1 v. H., anderseits aber auch ebensolche Rückgänge. Don chemischen Werten traten Rütgerswerke mit 146,25 (144,50) mehr hervor, JG.-Farben gewannen 0,90 v. H. auf 159,40 und Scheideanstalt 0,75 v. H. auf 209. Auto- und Maschinenaktien zogen bis 1 v. H. an, Adlerwerke 89 (88), Daimler 114,75 (113,75), Moenus 115 (114,50), Rheinmetall aber 116 (116,25). Don Bergwerkspapieren stiegen Vereinigte Stahl aus 94,25 (93,50), Mannesmann auf 103,40 (102,50). Elektroaklien bröckelten zumeist etwas ab, Bekula 151 (151,50), RWE. 115,75 (116,50), AEG. 114,50 (114,75).
Renten lagen still, aber freundlich. Kleine Nachfrage verblieb in Pfandbriefen, Industrie. Obligationen, Steuergutscheinen und in Aus- losunqsanleihen; von letzteren Reichsaltbesitz 135,90 (135,70), Dekosama I 140 (139,75). Reichsbahn-VA. gingen nach unv. 124,50 auf 124,40 zurück Don Industrie-Obligationen 5 v. H Eisenbahn-Renten- Bank 97 (96), 5 v. H. Mittelstahl 100,50 (100,25), dagegen 5 v. H. Gelsenbenzin 99,13 (99,50). Llgui- PfaNdbriefe meist 0,13 v. H. höher, die übriaen Renten wenig verändert. Pfandbriefe mangels Material vielfach gestrichen.
Im Verlause blieb das Geschäft bescheiden, Kursveränderungen traten kaum ein. Mannesmann noch 0,13 v. H. höher mit 103,50. Bei den später no- Herten Werten ergaben sich meist Erhöhungen bis 1 v. H., Harpener plus 1,75 v. H. auf 145,75, BMW. plus 1,25 v. H. auf 140,25, dagegen nach Pause Akkumulatoren 222 (226).
Im Freiverkehr bröckelten Katz & Klumpp auf 92 (93) ab. Tagesgeld unv. 2 v. H.
Frankfurter Getreidebörse
Frankfurt a. M., 13.Nov. Jrn Hinblick am die vordringlichen Feldarbeiten blieben Die Zufuh- ren von Weizen und Roggen unverändert klein Soweit durch die laufenden Vermahlungen Lager- raum frei wird, nehmen die Mühlen Ware auf. Das Geschäft in Braugerste hat kaum noch Bedeu-
In der Nacht zum Montag wurde in Paris wieder Fliegeralarm gegeben, der von 4.35 bis 5.25 Uhr dauerte.
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Die Beamten der englischen Ministerialbehörden, die aus London evakuiert worden sind, werden ihre Quartiere in Hotels und Schulen auf dem Lande aufgeben müssen. Auf vielfache Beschwerden aus den betroffenen Privinzgemeinden hat sich die Regierung entschlossen, Baracken als Arbeits- und Wohnräume für diese Beamten errichten zu lassen.
der Freigrenze für den Kriegszuschlag unberücksich- tigt bleiben. Das gilt auch, wenn außergewöhnliche B e l a st u n g e n bei der Einkommensteuer berücksichtigt roerben. Die Freigrenze von 2400 RM. für den Kriegszus »lag wird dadurch nicht beeinflußt. Ein Steuerpflichtiger aus der Land- wirtschaft mit einem Einkommen von 2800 RM. wird beispielsweise nicht dadurch vom Kriegszuschlag befreit, daß sich sein für das Einkommensteuer maßgebendes Einkommen durch Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen in Höhe von 500 RM. auf 2300 RM. ermäßigt. Aber es wird in der Regel angezeigt sein, auch den Kriegszuschlag wegen der außergewöhnlichen Belastung des Steuer- pftichtigen entsprechend zu ermäßigen.
Wenn die Voraussetzung für eine Erhöhung oder Herabsetzung der Einkommensteuervorauszahlungen erfüllt ist, so wirkt sich das grundsätzlich auch bet den Vorauszahlungen aus den Kriegszu- schlag aus. Eine Herabsetzung wird jedoch nicht im gleichen Verhältnis wie bei den Einkommensteuer- Vorauszahlungen erfolgen können, weil der Kriegszuschlag für den ersten Erhebungszeitraum sich nach dem Einkommen des ganzen Kalenderjahres 1939 bemißt. _ ,,,
Der Grundsatz, daß der Knegszuschlag nicht von einer anderen Person Übernom- m e n werden darf, gilt nur für das Lohnsteuerabzugsverfahren, nicht dagegen für den Kriegszuschlag zur Einkommensteuer, der zusammen mit b er Kapitalertragsteuer im Abzugsver- fahren erhoben wird. Der Schuldner der fteuerab- zugsp süchtigen Kapitalerträge darf also außer der Kapitalertragssteuer auch den Kriegszuschlag, zur Einkommensteuer zu Gunsten des Gläubigers über-
begann, scheiterte wieder an dem britischen Widerstand.
Neben dem Schattensultan von Koweit ist der wirkliche Gewalthaber der englische Agent Captain de G a u r y , der um so sckärfer in das Zeug geht, als das jenseits des persischen Golfes gelegene Iran (Persien) den englischen Flugzeugen Jen Luftweg über iranisches Gebiet nach Indien untersagt hat. Ibn Saud hat mit dem Gegenzug geantwortet. daß er zwei Häfen südlich von Koweit ausbaut, um seinen Überseeverkehr der englischen Kontrolle zu entziehen. Im Frühjahr dieses Jahres kam es zu Unruhen in Koweit, dessen Bevölkerung nicht einsieht, warum sie Spielball ftemder Interessen sei und ihren bisherigen Handelsverkehr verlieren soll. Sie wünscht entweder den Anschluß an das Irak oder an Saudi-Arabien. Die Engländer halten offenbar den Augenblick für günstig, um jetzt einen Gewaltstreich in diesem abgelegenen Winkel zu wagen, wobei sie darauf hoffen, datz die allgemeine Aufmerksamkeit auf die europäischen Ereignisse gelenkt ist und sie inzwischen „im Dunkeln" fischen können.
Oer Hintergrund des russisch-japanischen Gesprächs.
Wie in Tokio jetzt offiziell bestätigt wird, wird das russisch-japanische Gespräch über die Beseitigung der Grenzkonflikte jetzt in Gang kommen; es war bei dem vor etwa vier Wochen gemeldeten Waffenstillstand an der mandschurisch-außenmongolischen Grenze bereits in Aussicht genommen. In den letzten Monaten hat die javanische Regierung Abe- Nomura das gesamte außenpolitische Gelände ab« getastet. Sie stieß dabei auf einen bemerkenswert starken amerikanischen Wider st and. Die Bereinigten Staaten verlangten, daß sich Japan aum Neun-Mächte-Vertrag von 1920/21 bekenne, was dem völligen Verzicht auf die japa-' nische Position in China gleichgekommen wäre. Die Kündigung des amerikanisch-japanischen Handelsvertrages durch Washington ist ebenso in der Erinnerung, wie die Mahnung des Senators Pitman, über Japan ein „moralisches" Embargo (Ausfuhrverbot) zu verhängen. Es gab immer in Japan eine Strömung, die ihre Hoffnungen auf einen Ausgleich mit England und den Vereinigten Staaten setzte. Insbesondere war es die Zeitung „Asahi", die für diese Politik eingetreten ist. Die grobkörnige Art, in der die Vereinigten Staaten ihre offensichtlich antijapanische Politik durch ihren neuen Botschafter in Tokio, Grewe, vertreten ließ, hat die Hoffnungen dieser Kreise auf den Nullpunkt zurückgeführt, besonders da auch England ganz und gar im Kielwasser Washingtons segelt. Die japanische Ankündigung der neuen Verhandlungen mit Rußland ist offenbar die postwendende Antwort auf diese Unfreundlichkeiten.
Reichswirtschaftsminister Funk traf in Begleitung des Leiters der Haupttreuhandstelle, Bürgermeister a. D. Dr. Winkler, und des Mimstenal- rats ©alter in Memel ein. Mit ihm kam auch Gauleiter Erich Koch. Im Rathaus hieß Ober- bürgermeister Dr. Brindlinger den Minister und den Gauleiter willkommen und gab einen Ueberblicf über die wirtschaftlichen Nöte, mit denen das Memelland in den Jahren der Abtrennung vom Reich haben kämpfen müssen. Dank der Tatkraft des Gauleiters habe aber Memel nach der Wiederkehr ins Reich einen großen Aufschwung genommen.
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Die Engländer, sich als Fremde in Frankreich u hl end, werden von den Franzdsen als Eindringlinge betrachtet — wie soll es auch anders fein, da England das französische Land nur als bequemen und ungefährlichen Kriegsschauplatz betrachtet? „Und als der Krieg immer länger dauerte", heißt es in dem Roman, „da fand es sich, daß dieser Krieg um Leben oder Tod ihres eigenen Wirtschaftslebens und Prestiges im Lande eines andern Vol- fes ausgekämpft wurde. Kann es ein größeres Glück geben als das?" So fragt der Engländer, ohne an die Verheerungen und Opfer zu denken, die dieser Krieg im Lande seines Verbündeten hinterlassen hat!
Aber es war ja immer die Methode Englands, frembe Völker für sich kämpfen und bluten zu lassen. Da erinnert sich Dornier — einer der Romanhelden, hinter denen sich der Verfasier selbst verbirgt — „an ein Buch von Anatvle France, in dem einst ein großer Eroberer erst alle Männer seines Volkes zu den Waffen rief, dann alle Männer der benachbarten Völker, dann alle Wilden bis ans Ende der Welt und endlich die Paviane und andere kämpfende Tiere. Das war eine Fabel. Aber es erregte Donners Entsetzen, die Fabel vor seinen Augen verwirklicht zu sehen. Was für eine Menagerie war das! Aus allen Berufen, aus allen Völkern, Chinesen, Zulus, Westindier, Aegypter. Er konnte die Deutschen nicht tadeln, die einem gefangenen Ausländer, ehe sie ihn in die englische Front zurückschickten', mit Blaustift auf den bloßen Rücken geschrieben hatten: ,Das Affenhaus ist voll'."
Warum Mottram feinen „Spanischen Pachthof geschrieben hat? Er sagt es mit folgenden Worten: „Dieser Bericht soll unseren Kindern einen Weg zeigen, Meinungsverschiedenheiten auf vernünftigere Art zu beseitigen. Wenn wir diesen Weg nicht finden oder unsere Kinder ihn nicht beschreiten können, dann wird dieser böse Traum zu mehr als einem Traum, nämlich zu einer Wirklichkeit, die den Untergang unserer Kinder bedeuten würde. Dies wäre ein entschiedener Verrat an unseren toten Kameraden und würde ihr williges Opfer zu einer lächerlichen Sinnlosigkeit herabwürdigen, so daß Judas im Vergleich zu uns unschuldig zu nennen wäre. Das ist der Grund, warum dieses Buch geschrieben werden mußte."
Aber auch diese Warnung, deren Tendenz den ganzen Roman durchzieht, ist, wie zahllose andere, von den englischen Kriegshetzern in den Wind geschlagen worden.
Buenos Aires, 13. Nov. (Europapreß). Die jüngste Entwicklung auf dem amerikanischen Kontinent läßt immer deutlicher erkennen, daß die wich« tigfte Kriegsfolge eine Intensivierung des nord- amerikanischen Handels mit den Staaten des ibero- amerikanischen Kulturkreises sein wird. Dabei wird klar, daß die Bestrebungen in dieser Richtung diesmal nicht wie 1914 bis 1918 auf eine vorübergehende Ausnutzung der Situation gerichtet sind, sondern ein Handelsaebäude von Dauer errichtet werden soll. Die Lage gegenüber dem Weltkrieg hat sich auch insofern grundsätzlich geändert, da diesmal der gesamte amerikanische Kontinent einheitlich neutral ist und diese Neutralität nach den in Panama aufgestellten Normen ausgerichtet wird. Das politische Mißtrauen gegenüber Nordamerika ist überdies infolge der von Washington betriebenen gutnachbarlichen Politik gegenwärtig geringer als im Weltkrieg.
Hinzu kommt ein größerer direkter Schiffsverkehr von Nordamerika nach der südamerikanischen West- und Ostküste infolge der Indienststellung großer und schneller nordamerikanischer Schiffe. Die nordamerikanischen Schiffahrtslinien sind angewiesen, diesen Dienst noch zu intensivieren. Es ist die Charterung bzw. der Ankauf fremder Schiffe in südamerikanischen Häfen beabsichtigt. Ferner werden nordamerikanische Schiffe, die bisher die Europaroute fuhren, auf die Südamerikaroute umgefteüt. Weiter bestehen ernsthafte Pläne Nordamerikas, seine Einfuhr aus Südamerika, die letztes Jahr 450 Millionen Dollar betrug, im Jahre 1940 zu verdoppeln, und zwar in der Erwartung, daß auch die USA.-Exporte nach Südamerika verdoppelt werden können. Man glaubt, daß in zwei bis drei Jahren der Gesamtwert des Handelsaustausches Nordamerika—Südamerika zwei Milliarden Dollar, d. h. zwei Drittel des Gesamtwer- tes des nordamerikanischen Außenhandels betragen wird.
Als wichtigste Voraussetzung für die Verwirklichung dieser Pläne betrachtet man die jetzt erfolgte Einleitung nord amerikanisch - argentinischer Handelsvertragsverhandlungen. Man hofft bis Mitte Dezember einen Vertragsentwurf fertig zu haben, und daß der Verttag im nächsten Jahr in Kraft treten kann. Im Anschluß beabsichtigt Nordamerika, einen Handelsvertrag mit Uruguay abzuschließen. Schon im gegenwärtigen Zeit-
Verminderung der britischen Garnisonen in Nordchina.
Tokio, 13. Nov. (Europapreß). Der japanische Außenminister Nomura hatte eine Unterredung mit dem britischen Botschafter C r a i g i e , der ihm den Beschluß der englischen Regierung mitteilte, einen Teil der britischen Garnisonen in Nordchina zurückzuziehen. Von britischen Stellen in Tokio wird dazu bemerkt, es handele sich nicht um eine Aushebung der englischen Besatzung. Die Zurückziehung der Truppen sei nur aus militärischen und nicht aus politischen Gründen erfolgt. Es sei ein Irrtum, non einem Rückzug Großbritanniens aus China zu sprechen.
Wieder Unruhen
in den indischen Nordwestprovinzen.
Rom, 14. November. (DNB.-Funkspruch.) Die Proklamation Gandhis, England die kalte Schulter zu zeigen und passiven Widerstand zu leisten, hat im indischen Volk Die richtige Seite getroffen. Wie „Teuere" aus Simla meloet, sind die indischen Nordwestprooinzen in großer Unruhe, die von den Dortigen Stammeshäuptlingen mit anti- engüscher Propaganda in die gewünschten Bahnen geleitet wird. Auch die Plänkeleien an der Grenze haben wieder begonnen. Die englischen Behörden zeigen sich höchst beunruhigt und lassen Massen- Verhaftungen in den größeren Zentren vor- nehmen. In Bombay sind bei einer Versammlung 100 Gandhi-Anbänger verhaftet worden, worauf das Kongreßkomitee mit einem heftigen Protest geantwortet hat.
Kleine politische Nachrichten.
Anläßlich der 25jährigen Wiederkehr des Tages von Langemarck hat der deutsche Bot - schafter in Belgien auf dem Totenfnedhos der Deutschen Studentenschaft in Langemarck einen Kranz des Reichsstudentenführers niedergelegt. Die geöffneten Hoch- und Fachschulen im Reich haben in schlichter Feierstunde Des Tages gedacht.
Regierungsrat Dr. Oermann, Reichsfinanz« ministerium, wendet sich gegen die Auffassung, daß der Kriegszuschlag nur eine Erhöhung der Einkommensteuer sei. Er sei eine selbständige Steuer und fließe ausschließlich dem Reiche zu. Aus diesem Grunde könne der Kriegszuschlag jur Ein- kommensteuer auch nicht der Kirchensteuer, der Bur- * sonstigen Abgaben und Beiträgen L werden, die an die Einkommen-
Ralph H. Mottrams „Spanischer Pacht, o f" gilt in England als der Krieasroman, der sich vor vielen anderen eine beinahe klassische Geltung errungen hat. Sein Verfasser hat den Krieg 1914 bis 18 als Offizier der englischen Kontinentalarmee in Frankreich mitgemacht, und was er, der Front- oldat, damals über die englische Mentalität und iber die englischen Methoden der Kriegführung getrieben hat, gewinnt heute wieder eine sehr zeitgemäße Bedeutung. Aus der großen Romantrilogie — sie umfaßt in der deutschen, 1929 erschienenen Ausgabe des Insel-Verlags über 700 Seiten — feien nur wenige bezeichnende Stellen mitgeteilt.
Der Frontkämpfer Mottram sagt sehr unumwunden, daß er, wäre nicht eben Krieg gewesen, „in Den meisten Dingen viel mehr Sympathien ür Die Deutschen als für Die Franzosen" gehabt haben würde, denn: „Er mochte Teile davon (von Frankreich) leidlich gut kennen, eine Sprache ziemlich gut sprechen, Seite an Seite mit seinen Soldaten gekämpft haben, konnte viel aufrichtige Bewunderung für Volk und Sitten aufbringen, aber nichts würde ih n je zu einem Franzosen machen. Es würde ihm vielleicht leichter gewesen sein, sich in Deutschland einzuleben." Das ist also das Verhältnis zwischen den beiden ungleichartigen Verbündeten: Fremdheit und Feindseligkeit, Die auch durch vier Kriegsjahre nicht getilgt werden konnten. „Die Engländer", sagt Mott- ram, „waren als Verbündete begrüßt, als Eindringlinge empfunden worden, aber nie waren sie mit Dem Lande oder seinen Bewohnern zur Einheit verschmolzen, und sie konnten auch keinen dauernden Eindruck auf Land und Leute hinterlassen ... Ihm schien es, daß der englische Vorstoß verblaßt und nichts als Gräber zu-
tung, da auf die wenigen noch vorhandenen Bezugscheine nur beste Qualitäten bezogen werden, ebenso zeigt die RfG. nur für erste Partien Interesse. Industriegerfte geht flott an die Verarbeiter, während in Futtergerste kaum Angebot vorliegt. Auch Futterhafer bleibt sehr gefragt. Das Mehlgeschäft liegt verhältnismäßig ruhig, besonders in Weizenmehl, während in Roggenmehl der Verkauf reger ist. Am Futtermittelmarkt erwartet man Die zweite Oelkuchenzuteilung. Aus Der ersten Zuteilung wird noch Oelkuchenmischfutter abgegeben. In -Mühlennachprodukten ist die Versorgung gut. Vollwertige Zuckerschnitzel werden jetzt angeliefert, Dagegen fehlen Trocken- und Stefsenschnitzel. In Biertrebern und Malzkeimen besteht fühlbarer Mangel. Heu bleibt stark begehrt, in Stroh ist Die Dersor- gung besser. Alle Notterungen blieben unverändert.
Schweinemarkt in Alsfeld.
♦ Alsfeld, 14. November. Auf Dem gestrigen Schweinemarkt standen 173 Ferkel zum Der- kauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 14 bis 18 RM., 8 bis 10 Wochen alte 18 bis 20 RM. pro Stück. Der Handel verlief schleppend, es verblieb geringer Ueb erstand.
frankfurter 9chlachtvie!;markl.
Frankfurt a. M., 14. Nov. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 414 Kälber, 357 Hämmel und Schafe, 2000 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hämmel 30 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 56 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Der Kriegszuschlag eine selbständige Steuer.
punkt ist eine große Zunahme des argentinischen Handels mit Nordamerika festzustellen. Argentinien führte z. B. im Oktober 1939 für 30 Millionen Pesos nach USA. aus gegenüber 14 Millionen Pesos im Oktober des Vorjahres. Die argentinische Ausfuhr nach Nordamerika in den ersten zehn Monaten des Jahres 1939 ist um fast 60 v. H. höher als in der gleichen Zeit des Vorjahres, und zwar hauptsächlich als Folge Der gesteigerten Ausfuhr feit Krieasbeginn. Die Hauptzunahme Der argentinischen Ausfuhr nach Nordamerika erstreckte sich auf Wolle, Häute, Tannin, Mineralien, Käse und Kasein.
Die Ausdehnung des nordamerikanischen Handels nach Südamerika, namentlich nach Argentinien, ist in erster Lime praktisch gegen England gerichtet, dessen Argentinien-Handel infolge Der Knappheit an Schiffsraum ständig zurückgeht. Beispielsweise kaufte Nordamerika in Argentinien seit Anfang Oktober Dreimal s o viel Wolle wie England. Früher war dieses Verhältnis umgekehrt. Die einzige Zunahme englischer Bestellungen in Argentinien entfällt auf Fleischkäufe. Hierbei handelt es sich aber bisher nur um ein theoretisches Geschäft, Da bereits seit Anfang September über ein Abkommen verhandelt wird und seine Unterzeichnung immer noch nicht erfolgte, obwohl Die Lieferungen bereits begonnen haben.
Durch diesen Vorgang macht sich allmählich bei den argentinischen Gefrierfleisch-Produzenten und Gefrierfleisch-Häusern eine große Unsicherheit bemerkbar, da feit Dem 23. Oktober ständig Lieferungen an argentinischem Gefrierfleisch an England erfolgen in der Hoffnung auf einen baldigen Ver- tragsabschluß, diese Hoffnungen bisher jedoch enttäuscht wurden. Nach Den letzten Nachrichten aus England sollen für die Dertragsunterzeichnung noch in jüngster Zeit ernstliche Schwierigkeiten bestehen, die einen längeren Aufschub Der Vertrugsunterzeich- nung befürchten ließen. Dieses argentinisch-englische Geschäft bedeutet eine Schädigung argentinischer Interessen, Da Argentinien in Der sicheren Erwartung einer Dertragsunterzeichnung Die Unterbringung seiner Fleischvorräte auf anderen Märkten zurückstellte. In weiten argentinischen Krei- fen, Die am Gefrierfleischgeschäft interessiert sind, macht sich eine immer größere werdende Ungeduld über die Derzögerung Des englisch-argentinischeu Vertragsabschlusses bemerkbar.
Dons haben Unbekannte die großen Schaufenster jüdischer Kaufhäuser und Geschäfte eingeschlagen und in Den stehengebliebenen Scherben Das Wort „Jude" eingeritzt.
Dr. Manuel Prado wurde mit 271300 (Stimmen gegen 76 376 vor seinem Gegenkandidaten Ivs6 Quefaba zum Präsidenten der Republik Peru gewählt. Prado wurde 1889 in ßima als Sohn eines früheren Präsidenten und Generals geboren. In Lima betrieb er staats- und verwaltungsrechtliche, mathemattsche und technische Studien. Seit etwa 20 Jahren ist Prado im Wirtschaftsleben tätig. Zuletzt war er Direktor Der staatlichen Notenbank.
In verschiedenen Stadtteilen Londons kam es zu antisemitischen Kundgebungen. In dem eleganten Westend wie auch im Zentrum Son-


