Einzelbild herunterladen

Aei1ag,14-ZuliMY

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

162 Zweites Blatt

Aus der Stad« Gießen. Gießener Studenten W ErnteWe abgefahren.

Jahr,

Form ihrer Organisation jetzt auch innerlich leben-

Gpiel am Waffer.

B

anderen Hochschulen kurz nach 16 Uhr auf dem

d

mir so

10

4885*

12.50

n

u e

'eit vor K iruif üh ? meist« id)te, fit Öen Ei

mnen. Mnd

XXV, 1R

Völlig i

Oer Helfer.

Von Alfred dichter.

und zwar am 15., 16. und 17. dieses Rlonats, die große Rosenschau in Steinfurth statt. Diese Schau soll wiederum die Leistung unserer heimatlichen Rosenzüchter veranschaulichen. Sie ist deshalb einmal eine Ausstellung für Fachleute, zum andern soll sie aber auch ein besonderes Erlebnis für alle Blumenliebhaber, insbesondere für alle Rosenfreunde sein. Veranstalterin des Rosenfestes ist die RS.-GemeinschastKraft durch Freude". Sie wird dafür sorgen, daß das Rosensest in Stein­furth zu einem wahren Volksfest ausgestaltet wird.

geringe.

Gott schütze die Bäuerin!

Wie ihre Kameraden von den anderen deutschen Hochschulen, so haben sich auch unsere Gießener Studenten und Studentinnen einsatz-

stets von

Eger: Man geht durch friedlich-geschäftige Stra­ßen,' man steht vor dem Haus, in dem Konrad Henlein seine Proklamation zur Einigung Der sudetendeutschen. Parteien abgefaßt hat. Graue Häuserfronten zeugen von zwei Jahrzehnten bitter­ster deutscher Not. Wenn es auch dem aufbauwilli- gen Einsatz aller gelang, Armut und Arbeitslosigkeit erfolgreich anzugreifen, in vielen der alten und jungen Gesichter' sind die Spuren jahrelanger Ent­behrungen unauslöschlich eingezeichnet. Die Mädel, die aus dem Westen des Reiches kommen und aus den Kinderjahren die Schande einer Besatzungszeit kennen, erlebten auf diesem morgendlichen Gang die Gemeinschaftlichkeit deutschen Schicksals. Die Be­grüßungsfeier auf dem alten Marktplatz, mit der Partei und Behörden ihre Gäste aus dem Altreich willkommen hießen, wurde ein dankbares Bekennt­nis zum Führer.

Ein stilles Tal, dessen verschwiegener Schönheit Goethe auf einer Karlsbader Wanderung Verse

Volkes sei auch der Student durch seine Arbeit und seine Verpflichtungen gegenüber der Gernein- chaft vollkommen in Anspruch genommen. Um so )öher sei es anzuerkennen, daß sich die Studentcn- chaft trotzdem zum Ernteeinsatz bei den deutschen Bauern entschlossen habe und dort eifrig helfen wolle. In dieser Tat liege etwas Gewaltiges. Der Führer habe es schon in der Kampfzeit immer als ideal herausgestellt, daß es einmal erreicht werden müßte, daß der Arbeiter der Stirne und der Faust sich gegenseitig achten und erkennen möchten, daß sic beide aufeinander angewiesen sind und daß nur in der rechtschaffenen Arbeit das Höchste für die Nation geleistet werden könne. Diese Erkenntnis habe auch das Studentcntum und die deutsche Hoch­schule erfaßt. Der Umbruch von 1933 habe auch sur die Hochschule und die Studentenschaft neue For­men geschaffen, ja schaffen müssen. Erst jüngst wieder habe der Gießener Studententag gezeigt, wie tief dieser innere Umbruch an den Hochschulen vor sich gegangen und daß nun die äußere Form des Studententums mit einem großen Inhalt erfüllt worden ist. Die Partei begrüße diese Wandlung mit großer Freude, und er glaube, daß auch die Studen­tenschaft darüber erfreut sei, wie stark die neue

1100 hessen-nassauische VDZK.-Whrennnen im Egertand.

Für zehn Tage sind 1100 hessen-nassamsche BDM.-Führerinnen ins Egerland zu einem Großzeltlager gefahren. Die kurze Zeit, die sie jetzt im Sudetenland weilen, brachte ihnen schon'reiche Erlebnisse. Von ihrer Fahrt und ihren Eindrücken erzählt nachstehender Be­richt, der uns von einer BDM.-Führerin aus dem Lager erreichte:

Die nächtliche Fahrt mit einem Sonderzug von Frankfurt a. M. über Bamberg und Hof, der frühe­ren sogenanntenMainlinie" entlang, weckte noch einmal die Erinnerung an jenen politischen Kampf, der vor der Machtergreifung des Führers am schmälsten Gürtel des Reiches den deutschen Süden vom Norden trennen wollte. Am Morgen des foL genden Tages standen die 1100 hessen-nassauischen BDM.-Führerinnen in Eger, der Stadt, die vor noch nicht Jahresfrist als eine der ersten den Führer im wiedergewonnenen Sudetengau be­grüßen durfte.

schönster Naturbegcisterung widmete,' birgt die Z elt- stad t a m Berg Hang, hölzerne Wachtürme, den Führerdienstbau und vorbildliche Küchen- und Sani­tätsbaracken. Der Sportplatz auf der Talsohle bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zu Training und frohem Spiel, und der geruhsame, ufcrbcschattete Flußlauf der Eger lädt zum Boden und Schwim­men ein. So ist alles bereit, daß sich die 1100 Mädel froh und heimisch fühlen können.

Schon in den ersten Lagertagen kamen die Gäste: der Egerer Stadtarckiivor Dr. Sturm, um von alter Geschichte, von Siedlungszeit und dein Kampf um den Osten, vom Streit mächtiger Königshäuser zu erzählen und die stolze Freiheit der ehemaligen - Reichsstadt zu rühmen, deren Geschick so eng nut der Reichsgeschichte verbunden war wie das Schick­sal unserer Städte im Westen. Dann sprach Prof. Hannika vom Brauchtum der Egerländer und seiner Bewährung im Volksdeutschen Kampf. Die Egerer BDM.-Kameradinncn, die in ihrer farbenprächtigen Tracht mit ihm gekommen waren, sangen und tanzten bis in den späten Abend ihre heimatlichen Weisen. Beiträge sudctcndcutscher Kunst zum deutschen Geistesleben behandelte an­schließend an die Morgenfeier des Sonntags ein Referat von Gauamtsleiter Höller, während die Schillerfestspiele mit der Aufführung der Wallen- stein-Tviaologie den Schlußakt eines großen, in Eger beschlossenen Feldhcrrnschicksals herausbeschwo­ren. Die Kaiserburg mit demSchwarzen Turm", dem Egerer Wahrzeichen, vor demWallensteins Lager" in bunter Mittelalterlichkeit auserstand, erin­nerte stark an die Gclnhäuser Barbarossaburg em architektonisches Zeugnis für die Verbundenheit ost-

dig geworden.ist.

Wenn jetzt die Studentenschaft dem Ruf des Reichsstudentenführers zum Ernteeinsatz in so gro­ßer Zahl folge, so könne das ganze deutsche Volk st o l z sein a u f d e n deutschen Stu­denten, der die Größe unserer Zeit erkannt habe uni) j i ch entschlossen ein setze. Bei ihrer Erntehilfe könnten die Stu­denten aber auch wertvolle Erkenntnisse von dem Kampf des deutschen Volkstums im Osten sammeln und ^zugl'eich feststellen, mit welcher Liebe und Opferbereitschaft die deutschen Menschen im Osten des Reiches, diesem alten deutschen Kulturland, zum großen deutschen Vaterlande stehen und alles ein- sctzcn für die Größe unseres Reiches.

Der Kreisleiter bat die Studenten und Studen­tinnen, den Bauern im deutschen Osten und allen deutschen Volksgenossen die herzlichsten Grüße aus Gießen zu überbringen und den dortigen deutschen Brüdern die Versicherung zu geben, daß das ganze deutsche Volk sic in ihrem schweren Dvlkstums- kampfe unterstützt. Er gab weiter dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß die Erntehilfe der Studenten und Studentinnen nicht nur dem ein­zelnen Bauern von Nutzen, sondern auch für das ganze deutsche Volk segensreich sein möge, die jun­gen Kameraden zugleich Erkenntnisse empfangen möchten, die ihnen in ihrem späteren Leben bei ihrer Arbeit für Volk und Vaterland zum Besten der Gemeinschaft nützlich sein möchten. In diesem Sinne wünschte er den Studenten und Studen­tinnen frohe Fahrt, erfolgreiche Arbeit und frohe

.nsclmftl* ideroeblet W schenDW^

und westdeutscher Kultur.

Die wirtschaftskundliche Studienfahrt nach Karls­bad, in die Glas- und Porzellanindustrie des Su­detenlandes, Ernteeinsatz, Tagesfahrten und Dorf- gemeinschaftsabcnde in der Umgebung des Lagers vermitteln vielfältige und unmittelbare Eindrücke von Land und Leuten. Das stärkste Erlebnis aber wurde der Besuch des Gauleiters Kon­rad Henlein. Der weiße Reigen der Volkstänze auf den Egerwiesen, Gymnastikvorführungen und fröhliche Lieder, derAeppelwoi"-Umtrunk im Zelt­block der Frankfurter Mädel, die ihr Reich stolz die Schirn" genannt und entsprechend ausgestaltct haben, dankten ihm für die Gastfreundschaft seiner Heimat und die Herzlichkeit der Worte, mit denen er den Hessen-nassauischen Mädeln vom Kampf sei­ner Kameraden sprach, vom gemeinsamen Glauben und der Treue zum Führer.

Wie es die Leiterin des Lagers, Obergauführerin Else Riese, anschließend an den Gaulcitcrbesuch aussprach: die Hochstimmung der Egerländer Tage wird noch lange in fröhlicher Arbeitsbereitschaft nachklingcn. Als schönstes Geschenk tragen die Madel von Rhein und Main das Erlebnis großdeutscher Heimat zurück in ihren Gau. ül.

'M S. 'S

sei dieser Tisch der Strohhalm gewesen, nach dem ie gegriffen in höchster Not, als sei er die letzte ersehnte Ruhestatt geworden, als hätte sie wäre der Tisch nicht gewesen, zu Boden sinken müssen, aller Kraft beraubt. Es sah aus, als liege alle Ar­beit, alle Mühsal, olle Last ihres Lebens auf diesem chmalen Rücken und habe ihn niedergestoßen.

Und es zwang mich, mich dicht neben sie zu setzen und mit einem' Arm leicht diesen Rücken zu um- chlingen, um ihre Verzeihung zu erbitten, daß ihr o übermäßig viel Arbeit geworden und st

Jm, Jes In tritt, : ''nem j MainiiJ modjt i.

, ^rb, ebersjh

°er jju ener

Ä Ghtigj Michis ", ÜQlti einmal ln er ß- 1 verhch Erblch nten f0; t tn bii "orgestz ui ewgehex Prüfen, zu unen fai gezei

>t und ii 6lme gen. ft iun), M, 80 Seii Bändck an eir knapp u en wüfr Kunsts ! und fr Hilmes Hvt05 l!' tler-fr

freudig in den Dienst der Erntehilfe bei un­seren Bauern im deutschen Osten zur Verfügung gestellt. Am gestrigen Donnerstagnachmittag fuhren

Sie hat ein Herz, die Bäuerin, das merkt man auch am Klang ihrer Stimme, die tief und ange- rchm ist und sich nie erregt. Nur die Augen blitzen r anchmal drohend, wenn die Aennerl wieder etwas (ngeftellt hat. Die ist das schwarze Schaf der Fa- Tui'üe. Sie ist schon vierzehn Jahre alt, macht aber dies verkehrt. Sie träumt. Gern tut sie außerdem rndfahren, lesen, schreiben, Geschichten erzählen und .lüchncn. Und immer stiehlt sie den Bleistift aus isem Wirtschaftsbuch der Mutter. Dann gibts jedes- nal Krach. Die Aennerl ist das Kreuz, das der Bäuerin auferlegt wurde. Sie wirft die schmutzigen Schwammerln auf das blühwciße Tischtuch, vom .utfer streut sie die Hälfte daneben, und wenn sie Keller herausnimmt, so zerbricht wenigstens einer. 5»ie Aennerl ist spindeldürr und doch immer hung­rig. Die Augen in dem mageren kleinen Gesicht sind 1 bhaft und klug. Auch lachen kann sie gut; lachen lmd meinen zur gleichen Zeit.

Da ist die Moidl, die große Schprester,,anders.

Sieben Kinder hat die Bäuerin geboren, davon sind nur zwei mehr im Haus. Die Moidl, die kennt die Folge der Arbeit und sie geht ruhig und selbstver­ständlich vor sich; das hat sie von der Mutter. Aber so still ist die Moidl, daß man fast glauben könnte, sie sei mürrisch oder verbittert. Wenn man sic dann aber lachen hört, so quellend und unauf­hörlich, da merkt man, daß auch die Moidl em junges Menschenkind ist, das sich des Lebens freut.

Was die Töchter und die Arbeit im Hanse anbe- lanqt, so kommandiert die Mutter. Ihr gehören die Töchter, und sie müssen gehorchen. Sie mißt ihnen zu, sie entscheidet. Ihr Wille gilt. Und so bekommt die Aennerl Kopfstücke, wenn sie Bilder anschaut oder liest, statt die ihr zugewiesene Arbeit zu machen, und auch die Moidl muß stetig im Geschirr gehen wie die Bäuerin selbst. Die Moidl hat ihre Arbeit und fertig.- Unterhaltung braucht sie keine.

Hart und mager ist der Körper der Bäuerin. Und wenn sie am Sonntag aus der Kirche heimkommt in der schwarzen Tracht mit der lichtseidenen Schurze und dem schwarzen Hut mit den breiten schwarzen Bändern, sieht sie sehr vornehm aus. In der Küche aber hat sie die Blaiidruckschürze vor und leise Hausschuhe an den Füßen.

Küche und Garten sind ihr Arbeitsfeld Der Ge­müsegarten, der so groß ist, daß sie mit der Arbeit kaum nachkommt, und der mit seinen großen Kraut- köpfen, dem Blumenkohl, dem schönen Salat und den Heilkräutern viele Käufer herbeilockt, den be­treut sie allein, und alle Augenblicke muß sie mit dem Messer hinaus, um etwas zu holen. Das ist

hiesigen Bahnhof eintraf, zu ihrem neuen Wir­kungskreise ab.

Um 15.30 Uhr war die Kolonne der Studenten und Studentinnen auf dem Platze vor dem Bahn­hofsgebäude zur Verabschiedung durch den Kreisleiter angetreten. Viele Angehörige, Freunde und Bekannte hatten sich eingefunden und umsäumten den Block der Studenten und Studen­tinnen.

Kreisleiter Backhaus

verabschiedete die freiwilligen Erntehelfer, noch Ent­gegennahme der Meldung durch den Studenten­führer Frank, mit einer Ansprache, in der er einleitend an die starke Inanspruchnahme des Stu­denten von heute durch sein Studium, im Gegensatz zu der Zeit vor dem Kriege, erinnerte. Damals formte sich mancher Student einige Semester der Erholung gönnen, heute aber in der Zeit des Aus­baues und des Aktivismus des ganzen deutschen

ihr Sommer. , . .,

In der Küche ist es eine wahre Freude, ihr zu­zusehen, weil alles so ruhig und zweckmäßig, so harmonisch vor sich geht. Sie ist sparsam mit ihren Bewegungen wie ein Tier, und man hat das Gefühl, daß nichts ihr Mühe macht. Kem Handgriff ist über­flüssig, kein Schritt ist zuviel. Arbeit, seit Jahr, lehnten gewohnt, ist in den Körper hmeingewachsen, ist ihr zur Natur, ist zum Gesetz geworden.

Wenn man aber die Schritte zählte, die sie im Laufe des Tages zurücklegt, waren es viele Kilo­meter. Und wenn man die Stufen zahlte die ste täglich steigt, so bestiege sie täglich den Stephans- Ö°Unb wenn es auch so aussieht, als könne sie nutzt müde werden, so ist das doch eine Täuschung Ich traf sie letzthin allein in der Küche. Alle anderen waren schon schlafen geganaen. Da hatte sie beide Arme auf den Tisch gelegt, den Kopf auf die Arme und schlief. Ich sah nur den Rucken und den dunk len Kopf mit den dünnen Zöpfen. Und es sah aus, als habe eine Kraft von außen jte hmgeworfen, als

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag.

X3loria-Palast, Seltersweg:Verliebtes Aben- tkuer".

Lichtbildervortrag über Obstbaumschädlinge.

Der Obst- unb Gartenbauverein Gießen veran- ft (tet nm Sonntag, 16. Juli, nachmittags, im Sanl- bu Liebgistraße, einen Lichtbildervortrag. Dr. §.a n f von der Pflanzenschutzstelle Gießen wird über fr s ThemaDie in diesem Jahre aufgetretenen kostbaumschädlinge und deren Bekämpfung" firedjen.

** Eine Achtzigjährige. Frau Amanda A.eißner Wwe. Ebelstraße 12, kann am heutigen fr-eitag, 14. Juli, bei bester Gesundheit ihren 80. Ge- lurtstag feiern. Wir beglückwünschen herzlich!

Heimkehr.

Studentenführer!?ranf

sprach dem Kreisleiter den herzlichen Dank der Studenten und Studentinnen für die anerkennenden Worte aus und äußerte besonders große Freude darüber, daß die Partei und das deutsche Volk stolz sind auf das Studentcntum von heute, und daß die Studentenschaft mit stolzer Freude sich durch ihren neuen Einsatz dieser Anerkennung würdig er­weisen will. Mit dem Gruß an den Führer als Bekenntnis der unbedingten Gefolgschaftstreue schloß der Studentcnsührcr seine Worte, die bei seinen Kameraden freudigen Widerhall fanden.

"Hierauf begab sich die Reisegemeinschaft zum Bahnsteig, wo bald daraus der Sonderzug einlief. Unter herzlichen Abschiedsgrüßen rollte der Trans­port nach kurzem Aufenthalt des Zuges aus der Bahnhofshalle.

Oie Bäuerin.

Von Anna von Schrott.

Die Bäuerin ist krank. Sie hat Gallensteine, die sich wieder einmal allzu schmerzlich fühlbar gemacht haben. Sie entschuldigt sich bei allen, daß sie heute i cht arbeiten kann und legt sich nieder.

Die Bäuerin ist krank, und es ist so, als stünden ; ötzlich alle Räder still. Unbehagen und Hilstosig- . I it breiten sich aus. Der Motor, der alles m (<chwingungen versetzte, steht, und das Räderwerk helft nicht mehr.

Die Bäuerin ist die Seele und der Kopf des Kaufes. Ist sie auch dessen Herz ...? Doch. Sie ist c.id) sein Herz.

Oft kommen Burschen vorbei und bitten um Wen. Dann schaut sie sich die Leute an und bittet sp, ein wenig zu warten, denn sie steckt immer mit5 im drin in einer Arbeit, und dann bringt sie ihnen eiwas, Brot oder Suppe oder von dem Mus, das vorn Morgenmahl übrig blieb immer findet sic Pirnas für Hungrige. Immer aber geht sie vorher mb schaut sich die Hungrigen an.

Und bann o ja, sie hat ein Herz, die Bäuerin! dann bot sie der Klara ihr Haus als Heimstatt cn. Die Klara, die hat einmal viel Geld gehabt. !bas ging verloren, und ste kam ins Armenhaus. Da aner hat die Klara sich geschämt, obgleich sie keine E.chuld trug am Verlust des Geldes, und war so unglücklich und weinte so viel, daß die Bäuerin, die h.e Klara sehr gern hat, sich entschloß, sie zu sich zi nehmen.

214 fc orgens 11! heute nut n Tiefe £ i: morgti nben.

n Lange, mft M die W ins ThO für Sie) öliunM leiqenleitc alt her fr über M itsbruden natsbezug! lstellgeick zelverkauj! I der H stifte

Verliebtes Abenteuer/'

Die KriminalkomödicVerliebtes Abenteuer" ist besonders gut dazu geeignet, zwei Stunden eines Sommerabends unterhaltsam auszufüllen. Der Titel läßt schon vermuten, daß den Film keinerlei Pro­blematik beschwert, daß vielmehr alles auf einen heiteren Ton abgestimmt ist, der von der Spiel­leitung (Hans Sy Z e r l e 11) auch konsequent bei- behalten wird. Es geht dabei um die Liebe zweier junger Menschen, die aber davon beeinträchtigt wird, daß die Angebetete ihren Verehrer, nach den Um- tänden zu urteilen, für einen raffinierten Juwelen­dieb halten muß und er sie auch in dem Glauben läßt, daß er ein ganz gefährlicher Mensch sei, der mit einem Fuße im Zuchthaus steht. Die Folge ist eine Fülle von Irrtümern und .Mißverständnissen, ja sogar von Konflikten mit der Polizei solange, bis der junge Mann (der sich in besten Verhält­nissen befindet und nach dem Erbe, das ihm die Diamantenkönigin" hinterlassen wird, derreichste Mann der Welt" sein wird) bestimmt weiß, daß er nicht um seines Geldes willen geliebt wird. Und diesen Beweis erbringt ihm Olivia, die ihn selbst als den Juwelendieb liebt und zu ihm halten will. Wie sich die Geschichte im einzelnen abfpiclt und zu einem glücklichen Ende geführt wird, braucht hier wohl kaum geschildert zu werden. Paris und Nizza sind die Schauplätze der Handlung, der Ausstattung ist viel Raum gegeben, so daß sich alles in einem äußeren Rahmen abspielt, der den allgemeinen Vor­stellungen des Filmpublikums von P^ris und Nizza entspricht.

Die Schauspieler zeigen sich ihrer Ausgaben voll­auf gewachsen. Olga Tschechowa beweist in der Rolle der von Liebe und Angst um den Geliebten hin: unb hergerissenen Olivia eine erfreuliche Viel­falt des Ausdrucks. Ihr steht Paul Klinger mit überzeugender Frechheit und einer uetonten gesell­schaftlichen Gewandtheit gegenüber. Georg Alexun- ber mimt den Polizeipräsidenten von Pans und beweist glaubhaft, wie wenig er sich für dieses Amt geeignet fühlt. Die Rolle eines benachteiligten Liebf Habers liegt ihm dabei besonders gut. Erika vo n Thcllmann, als Olivias geschwätzige und sen­sationslüsterne Freundin Therese reizt zu herzlichem Lachen. In anderen Rollen begegnen uns u. a. Hans Junkermann, Heinz Schorlemmer, Olga Limburg.

Das Beiprogramm bringt im Zeichen eines anderen Geistes einen Film von den vielfältigen Formen der deutschen Leibesübungen. Mit beson­derer Freude hört man dabei die luftigen -ccrfe, die den verbindenden Text barfteilen.

Heinrich Ludwig Neunen -

Ich bitte daher alle Rosenfreunde der näheren und weiteren Umgebung, sich diese hervorragende Schau anzusehen und an dem schönen Volksfest in Stein­furth teilzunehmen.

Backhaus, Kreisleiter.

rilbet, die nicht milde weroen, mir iyren |uuei- bqenben, sichelförmigen Schwingen über den Mas­st:, auf- und nicderzuflitzen.

fine Gruppe Knaben vergnügt sich beim Reiter- [i("l Sic stehen in metcrrociten Abständen oonein- coer im Kreis, immer zwei beisammen, von denen L eine den andern auf dem Rucken tragt. Der fRiter bars den Ball, der von einem zum andern -warfen wird, nicht fallen lassen, sonst muß ge- v-chselt werden, und wer eben noch Pferd war und tngen mußte, darf nun aufsitzen und Reiter sein. 2 ch hier sind Gelenkigkeit und Fixigkeit der Arme Urd des Oberkörpers erforderlich, wahrend der T.iger vor allem sicher unb beweglich in den Bei- niii"bleiben muß.

Der berühmte von Krosigk, der auf seinem Gute unweit Halle in der Franzosenzeit ihnen, die er aus ben Tob haßte, so manches Schnippchen schlug, und der bann bei Leipzig 1813 an der Spitze seines Ba­taillons den Heldentod starb, wovon noch heute eine Straßenbenennung in Möckern kündet, gelprte nut feinem Gebiet zu dem von Napoleon aus der Karte zurechtgestrichenen Königreich Westfalen unter Je- rome. Krosigk hatte, bei starkem Mangel an Arbeits­kräften, einen Berg von Weizen liegen, der unbe­dingt umgeschaufelt werden mußte, wenn er nicht stockig werden sollte. Es war eine patriotische Arbeit, beim ber Staat Preußen, der zum Kriege heimlich rüstete, brauchte Brot. Eines Tages erschienen nun, mm Erstaunen des Gutsnachbarn, bei Krosigk em Dutzend Zollsoldaten Jeromes mit martialischen Mienen und stachen mit Schaufeln den- ganzen Mer­zen um unb um. Dann zogen sie fluchend ab.Ja , sagte Korsigk, der mit untergeschlagenen Armen die ganzen Stunden zugeschout hatte, zu den herbei- qeeilten Freunden,da staunt ihr? Warum sollen die Franzosen nicht auch einmal für uns arbeiten? Steuern unb Kontributionen erheben sie doch genug! Aber ich will euch das Geheimnis erklären. Wer Luft hat, der mache die Sache nach. Vielleicht wird er bann allerdings verhaftet. Ich habe einfach dies ge­tan: Ich habe nach Kassel ans hohe Ministerium geschrieben, unter einem Phantasienamen natürlich, ber obenbrein unleserlich geschrieben war, ber be­rüchtigte Franzosenfresser Krosigk hielte unter einem riesigen Weizenhaufen geschmuggelte Waffen ver­borgen, mit denen er eine Volkserhebung vorbereite. Und da die Kasseler Federhelden mir so etwas ohne weiteres zutrauen, haben sie mir eben kostenlos meinen nach dieser Betreuung durstenden Weizen­hausen umstechen lassen."

Item und Glanz des Flusses machen das Herz c p)t, stimmen die Seele froh. Alles Gefühl des stunbenfeins an Arbeit unb Beruf verfluchtet, rin grüßt sich befreit unb gelöst, Lachen unb _______ ......................

ige Zurufe hallen über ben Spiegel bcs Was- |je ,n einem Sonberzug, ber mit Kamerabcn von hin unb zurück.

Keglückt tummeln sich die Babcnbcn im Spiel )e Strömung. Die Muskeln ber Arme unb Beine fr iien sich ihrer Kraft, mit ber sie dem Druck des TOiffers stanbhalten. Triefend, mit schimmernden ihnen und- Schenkeln, verläßt ein Rudel junger Machen in zierlichen Kostümen die Flut und trabt in anmutigem Lauf den Rasen hinauf, wo sich et- licte in die Sonne ausstrecken, andere ein vergnug- t(!5 Spiel mit Ringwerfen beginnen. Der handgroße (Mimmireif, wie von einem Liliputancrauto stam­mend, fliegt kreuz und quer in schönem 'Bogen unb b Arme schnellen ihm entgegen, die Hande hajchen, b mit er nicht zur Erbe fällt. Die gcjchmeibigen Kuper werben jeben Augenblick zu neuen Wen- b »gen und Sprüngen angefeuert. Bicgjam und bi!end tollen sie her unb hin, mit lautem Fabel n "d ein besonders kühner und gelungener «zang- if belohnt. Es ist der nämliche Rhythmus der Fi'udc und Spiclbegeisterung, wie er in den ver- nmenen und wilden Flugschlcifen der Möwen sich

Siet die nicht müde werden, mit ihren silber-

5in paar kleinere Jungen haben sich aus dem Ibrfanb eine Handvoll glatter, münzenförmiger K-stl gesucht unb schleudern sie in flacher Wurfbahn

ben Wasserspiegel. DreiSprünge" muß jeder E-?in machen, d.h. dreimal muß er den Wasser­st .cqcl streifen und wieder weiterschnellen, wenn d^'Wurf gelungen sein soll. Manche werfen so ge- smckt, daß sich' die drei Sprünge sogar mehrere *Toale hintereinander wiederholen, wobei die Lust- jrünqe des Geschosses allerdings immer kleiner und f rfjer werden, bis cs zu einem Aufschnellen nicht r hr ausreicht. Lärmende Freude und höhnisches ( lächter begleiten jeden Erfolg oder Mißerfolg.

Wie mancher der einen Augenblick oder länger I turnteilcnben Spaziergänger, die mit sichtlichem Er­oiken da und dort zuschaiien, spielt mit heißem Her- p heimlich mit und fühlt sich iyr Weiterschreiten cn wenig jünger geworden. P- B-