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Karl Satt gestorben.
Wirtschaft
Das deutsche Fußballjahr neiqt sich seinem Ende beunruhigen? In den beiden heißen Dorschluß-
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von vor
zu. In wenigen Wochen tritt die erwartete Som» mersperre in Kraft und gewährt den Vereinen eine kurze Frist der Erholung von den Anstrengungen des alten Kampfjahres. Vorher aber — so will es eine alte Tradition — feiert die MillioneNgememde der deutschen Fußballer ihr würdigstes Fest mit dem Endkampf um den stolzen Meistertitel. Zwei Vereine, denen die Sympathien der Massen wie wohl nie zuvor gehören, greifen am nächsten Sonntag im Berliner Olympia-Stadion nach der Meisterkrone: Schalke 04, der dreifache deutsche Meister, und Admira Wien, die ruhmreiche Elf der deutschen
Hungen der Mutter zu dem Juden. Die Mutter bekundete vielmehr unter Eid, daß der Jude zwar einmal zudringlich zu ihr gewesen sei, aber daß sie ihn zurückgewiesen habe. Die Entscheidung in diesem Prozeß brachte schließlich ein Gutachten des Instituts für Erb- und Rassen
sehen bekommen.
Wien — etwas pessimistisch.
Aus Wien hört man, daß Platzer und Schall beim Gaukampf gegen Schlesien erheblich verletzt wurden und am kommenden Sonntag wahrscheinlich nicht antreten können. Das hat den Optimismus der Ostmärker gedämpft. Die Wiener wissen, wie wertvoll für sie diese beiden Spieler sind. Um den dadurch entstandenen schweren Verlust wenigstens einigermaßen wieder auszugleichen, haben sie beim Reichsfachamt darum gebeten, den gesperrten Urbanek wieder einsetzen zu dürfen.
Während also bei Schalke eitel Zuversicht herrscht, macht sich in Wien ein gewisser Pessimismus breit. Das darf aber den Betrachter keineswegs zu der Ansicht verleiten, daß Admira nun im Endkampf
zur deutschen Heimat Die Hauptversammlung soll in Wiesbaden stattfinden.
tim die Ehre der Mutier und das Glück der Kinder.
Fy. Frankfurt a. M., 13.Juni. Ein alltäglicher Prozeß wurde dieser Tage vor einem Darmstädter Gericht verhandelt. Eine Witwe, Mutter von neun bereits erwachsenen Kindern, klagte
200 Mark. Dabei warnte der Richter jeden weiterer Gerüchtemacherei.
CRunbfunfprogratnm
Donnerstag. 15. Juni.
auf dem Marktplatz zu den Zielen des Vereins und
.... - . ■ - ■ - - 1940
Schalke 04 oder Admira?
Um die deutsche Fußball-Meisterschaft im Berliner Olympia-Stadion.
rundenkämpfen gegen den Dresdner SC. haben sie ihre Kräfte erprobt, haben sie gezeigt, daß sie wie in alten Zeiten zu spielen und zu siegen verstehen. Aber noch eins: auch ihre rein kämpferischen Qualitäten erstrahlten in schönstem Glanz. Man rühmte nach den Kämpfen gegen den DSC. gerade die große körperliche Form, in der sich alle Spieler aus Schalke befinden. Und wenn die Knappen am nächsten Sonntag im Berliner Olympia-Stadion den kraftvollen Elan der beiden letzten Kämpfe aufbringen und all ihre technische Eleganz entfalten, bann wird man von ihnen wieder einmal ein meisterliches Spiel, wie es eben nur die Schalter demonstrieren können, zu
italienische Frühkartoffeln bereits wesentlich an Bedeutung gewonnen. In Westdeutschland trafen außerdem die ersten' holländischen Frühkartoffeln ein, die gleichfalls gute Ausnahme sanden. Da der Witte- rungsoerlauf in Italien jetzt Ernte und Versand begünstigt, dürfte der im Vergleich zum Vorjahre bestehende Rückstand in der Frühkartoffelversoraung allmählich ausgeglichen werden. Von den deutschen Anbaugebieten meldet das Rheinland bereits den Beginn der Ernte, doch handelt es sich zunächst nur um kleine Mengen, die über die nähere Umgebung hinaus noch keine Rolle zu spielen vermögen. In wenigen Tagen dürste sich der Ertrag aber bereits steigern, und da bald weitere Anbaugebiete Mittelund Westdeutschlands hinzukommen, werden in absehbarer Zeit auch deutsche Frühkartoffeln die Auswahl an den Märkten der Hauptverbrauchsplätze erweitern. Die Ernteausfichten gelten bis jetzt als zufriedenstellend, wenn auch nach den heißen und trockenen Tagen der letzten Zeit, die an sich die Entwicklung durchaus begünstigten, Niederschläge zum Teil erwünscht sind.
Bhein-Mainiscke Börse.
Mittagsbörse still und uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 13.Juni. Die Börse war an den Aktienmärkten weitgehend geschöfts- los. Aufträge lagen fast nicht vor. Die Kurse entwickelten sich erneut uneinheitlich, wiesen im allgemeinen aber nur geringe Abweichungen auf. IG. Warben unverändert 151. Am Montanmarkt gaben Mannesmann 0,65 v. H. nach auf 105,13, dagegen Verein. Stahl 102,25 (102), Rheinstahl 135 (134) und Ilse Genuß 133,50 (132,50). Sonst kamen wäh- rend der ersten Börsenstunde nur noch Daimler mit 123 (123,50), Rheinmetall mit 125,75 (126,75) und anderseits Adlerwerke mit 101,50 (100,50) und Lech- werke Augsburg mit 97,50 (96,50) zur Notiz.
Am Rentenmarkt stellten sich von amtlich notierten Papieren Reichsaltbesitz auf 132,05 (132,13). Größere Umsätze fanden erneut in Steuer» gutscheinen bei allerdings weiterhin stark schwankenden Kursen statt. Serie 1 102,70—102,35—102,50, Serie II, Juni, 98,13—98,20, Juli 98,13. Industrie- Obligationen und Liquidationspfandbriefe zeigten die üblichen leichten Schwankungen, während Staats« papiere, Goldpfandbriefe und Stadtanleihen unverändert notierten.
Abendbörse behauptet.
Bei sehr kleinem Geschäft war die Abendbörse am Aktienmarkt behauptet. Nur vereinzelt erfolgten kleine Abschlüsse, während der größte Teil der Notierungen nominell lautete. Unverändert blieben u. a. IG. Farben mit 151,25, Verein. Stahl mit 102, Buderus mit 92,50, Deutsche Erdöl mit 122, Scheideanstalt mit 202,25, VDM. mit 168, MAN. mit 140, Gesftirel mit 133. Eine Kleinigkeit höher stellten sich Klöckner mit 118,25 (118), Mannesmann mit 105,40 (105,13), Daimler mit 123,50 (123), Demag mit 142 (141,65), Rheinmetall mit 126 (125,75), anderseits bröckelten Reichsbank auf 178,50 (179), Felten auf 132,25 (132,75) und Westdeutsche Kaufhof auf 98,75 (99) ab. Von Renten blieben Reichsbahn-VA. mit 122,25 und 6 v. H. IG. Farben mit 124,25 unverändert
$ranffurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 13. Juni. Austrieb: Kälber 792 (gegen 763 am 6. 6.), Hämmel und Schafe 155 (74), Schweine 4265 (5100). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (61 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (35 bis 40). Hämmel a2) 51 (—), bl) 49 bis 50 (47 bis 50), b2) 44 bis 48 (40 bis 44), c) 32 bis 41 (32 bis 35). Schafe a) 40 bis 42 (42), b) 33 bis 39 (—), c) 18 bis 32 (28 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.
Zweigvereins Herborn. Aus diesem Anlaß hatten sich viele Wanderkameraden, besonders auch aus den Großstädten, wie Düsseldorf, Bonn und Essen, eingefunden; etwa 30 Zweigvereine waren durch Abordnungen vertteten. Die Jahreshauptversammlung wurde durch die Anwesenheit des Vertreters des Reichswanderwarts, Professor K i ß i n g e r (Darmstadt) ausgezeichnet, der in der Erinnerung an den erhebenden Verlauf des Reichswandertages 1926 in Herborn der Einladung Folge geleistet hatte und dem Westerwaldverein die Grüße des Reichswanderführers überbrachte. Ihm wurde das goldene Ehrenabzeichen des Westerwaldvereins vergehen. Die Hauptversammlung fand am Sonntag» vormittag statt und wurde von dem ersten Vorsitzenden des Hauptvereins, Derwaltungsgerichts- direktor a.D. Ulrici, geleitet. Es wurde be- Mosien, zur Herbstausschußsitzung am 24. September in Steimel zusammenzukommen. Eine große Anzahl Wanderkameraden konnte für besonders zahlreiche Wanderungen ausgezeichnet werden. In den Mittagsstunden bekannten sich die Mitglieder des Westerwaldvereins in einer Wanderkundgebung
Gießener Schlachtviehmarkt.
Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt ! Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehversteige- rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 6 Qchsen, 1 Bulle, 23 Kühe, 21 Färsen, 101 Kälber, 280 Schweine aufgetrieben. Preise: Ochsen 39 bis 45,5 Pf., Bullen 42, Kühe 26 bis 43,5, Färsen 37,5 bis 44,5, Kälber 36 bis 65 Pf. je Pfund Lebendaewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16 Mk., bl (135 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1,04, d—f (unter 100 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,14, i (Altschneider) 1,12, g2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,02 Mk.
Marktoerlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Kälber ausverkauft.
Butzbacher Werke für Eisenverarbeitung A.G., Butzbach.
Die Gesellschaft (Bamag-Meguin-Konzern) berichtet über 1938 von einer starken Erhöhung der abgerechneten Lieferungen und des Aufttagsbestandes, nachdem bereits im Vorjahr Steigerungen um 40 Prozent bzw. auf etwa das Doppelte eingetreten waren. Die Zunahme bezog sich dabei sowohl auf die Aufträge des Hauptakttonärs, der Bamag- Meguin - AG., als auch auf die Aufträge Dritter einfchl. der Deutschen Reichsbahn. Die Gefolgschaftszahl flieg auf über 1300 (Ende 1936 noch rund 840, Ende 1937 — 1100). Der Jahresertrag stellte sich 1938 auf 3,56 (2,50) Millionen RM., zuzüglich 0,002 (0,013) Millionen RM. ao. Erträge. Demgegenüber sind die Aufwendungen für Löhne und Gehälter auf 2,58 (1,82), soziale Leistungen auf 0,28 (0,20) — darunter 0,05 (0,03) freiwillige — angewachsen. Zinsen beanspruchten 0,047 (0,056), Steuern 0,278 (0,040) Millionen RM. Nach 219 756 (396 412) RM. Abschreibungen und 80 000 (—) RM. Zuweisung an die gesetzliche Rücklage wird einschl. 2480 (1201) RM. Gewinnvortrag em Reingewinn von 68 670 (2480) RM. ausgewiesen, woraus auf 1,0 Millionen RM. Aktienkapital die Aufnahme der Dividendenzahlung mit 6 v. H. der am 7. Juni in Berlin bereits stattgefundenen HD. vorgefchlagen wurde. 8670 RM. Restgewinn gelangten zum Neuvortrag. — Der vorliegende Auftragsbestand sichere dem Unternehmen für längere Zeit starke Beschäftigung.
Gegen Umgehung
der Ausverkaufsbestimmungen.
Der Reichswirtschaftsminister hat unter dem 15. April 1939 eine Anordnung über „benachbarte Gemeinden" im Sinne des § 7o des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb erlassen. Die Anordnung enthält ein Verzeichnis von Gemeinden, u. a. auch in Hessen, die als benachbarte Gemeinden, d. h. als ein Ort im Sinne der genannten Vorschrift angesehen werden. Diese Regelung hat Bedeutung für die Veranstaltung von Ausverkäufen. § 7o des Wettbewerbsgesetzes bestimmt, daß der Geschäftsinhaber, der einen Ausverkauf durchführt, nach Beendigung dieser Veranstaltung vor Ablauf eines Jahres den Geschäftsbetrieb an dem Orte, an dem der Ausverkauf stattgefunden hat, nicht fortsetzen oder wiedtterösfnen darf. Die Erklärung benachbarter Gemeinden zu „Ein-Ort-Gemeinden" verhindert Umgebungen dieser Bestimmungen dadurch, daß der betreffende Geschäftsinhaber sich innerhalb der Sperrfrist in unmittelbarer Nähe des Ortes, an dem er den Ausverkauf veranstaltet hatte, geschäftlich neu niederläßt.
Frühkartoffeln im Anmarsch.
Während die Speisekartoffelmärkte Nord- und Ostdeutschlands noch eindeutig von der Winterkar- toffel beherrscht werden, haben im Süden des Reichs
gegen eine Frau aus ihrem Dorf, die die Urheberin eines Gerüchtes war, an dem unmittelbar vor der Eheschließung die Ehe ihrer jüngsten Tochter scheiterte. Der Bräutigam war vvr der Eheschließung zurückgetteten, weil ihm gerüchtweise zu Ohren gekommen war, die Mutter der Braut hab? vor mehr als zwanzig Jahren ein ehebrecherisches Verhältnis mit einem Juden gehabt, aus dem diese Tochter und auch andere Kinder hervorgegangen seien. In der Beweisaufnahme ergaben sich keinerlei Anhaltspunkte für die angeblichen ehebrecherischen Bezie-
Stanley Woods
zum 10. Male TT-Sieger.
Halbwegs zwischen England und Irland liegt in der Irischen See das Gebirgs-Eiland Man. Hier wird alljährlich der Welt schwerstes Motorrennen, die englische Tourist Trophy, auf Straßen entschieden, die keineswegs für den motorisierten Verkehr geschaffen sind. Sie winden sich durch bergiges Heide- und Waldland. Nur wenige gerade Strecken ermöglichen es, die neuzeitlichen Rennmaschinen auf ihre Höchstgeschwindigkeit zu beschleunigen. Unzählige Kurven und spitze Kehren, zuweilen auch noch tückische Bodenwellen und Querrinnen machen den Fahrern ordentlich zu schaffen.
Die schwere diesjährige Prüfung begann am Montag mit dem Rennen der Klasse bis 350 ccm, der Iunioren-Tourist-Trophy. Es brachte dem Iren Stanley Woods einen einzigartigen Erfolg. Er gewann das mörderische Rennen über 434 Kilometer in 3:10,30 Std. mit einem Durchschnitt von 133,769 Kilometer auf Velocette und sicherte sich damit bereits seinen zehnten TT.-Sieg. Die deutschen Fahrer auf dem 1938er-Mvdell der Auto-UnionDKW. schlug sich ausgezeichnet. Unter 61 Fahrern aus neun Nationen belegte der Nürnberger Heiner Fleischmann hinter dem Engländer D a nie 11 (Norton) einen ehrenvollen dritten Platz. Auch Siegfried Wünsche (Karlsruhe) konnte sich mit einem sechsten Platz trotz viermaligen Kerzenwechsels gut behaupten. Die drei deutschen NSU.-Fahrer haben aus sportlichem Geist heraus ihre Meldungen erfüllt, obgleich ihre Motoren noch nicht renntüchtig waren. Europameister Kluge startete nicht, und ebenso fiel Vaasen (Hambach) aus dessen Norton das scharfe Training nicht bekommen war.
sorgte aber dafür, daß gerade diese Etappe an die Fahrer Anforderungen stellte, die den äußersten Einsatz an Energie und Leistung verlangten. Ein eisiger, peitschender Gegenwind, strömender Regen, das waren die Begleiter während der ganzen Fahrt. Verständlich, daß bei diesen Strapazen das Feld stark zerrifsen wurde. Aus einer Spitzengruppe von zehn Mann bildeten sich in den Straßen von Augsburg nochmals kleine Gruppen. Der Chemnitzer Herbert Gerber gewann mit kräftigem Antritt den Spurt urih damit die Etappe in 6:38:49 Stunden vor seinem Landsmann Alfred Meyer^ In der Gesamtwertung hat es kaum eine Veränderung gegeben. Umbenhauer, der auf den 17. Platz kam, hat weiter mit 78:11:34 Stunden die Führung vor Scheller und Zimmermann. In der Länderwertung mußten die Schweizer die Spitze an Belgien abgeben.
Diele erwarten von diesem 31. Kampf um die ^Victoria" eine Offenbarung fußballerischer Spiel- fultur schlechthin. Und diese Erwartung ist wohl begründet in der Tatsache, daß die Spielauffaflunaen beider Vereine und die technischen und taktischen Fähigkeiten sich auf einer „klassischen" Ebene begegnen. Die Zauberer aus Schalke und ihr wirbelndes Kreiselspiel stoßen auf einen ebenbürtigen Gegner, der die Kunst des feinen, exakten Zusammenwirkens ebenso meisterhaft in der Praxis anzuwenden und zu gebrauchen versteht.
Die Stimmung in Schalke.
Arn Schalter Markt sieht man dem Endkampf mit jener sicheren, unerschütterlichen Ruhe entgegen, die das untrügliche Zeichen eines gesunden und starken Selbstvertrauens ist. Was könnte auch die Schalter
Sflege bei der Universität Gießen, as nach einer Untersuchung sämtlicher Kinder zu dem Ergebnis kam. daß bei keinem Kinde jüdische Rassenmerkmale festzustellen sind, insbesondere die jüngste Tochter vorwiegend dinarisch geartet fei. Die Urheberin des Gerüchtes erhielt eine Geldstrafe
der Ausgleich und kurz von Schluß der Sieges* treffer.
Dor dem Spiel der zweiten Mannschaften trafen sich die Iugendmannschaften beider Vereine. Beide Mannschaften zeigten ein schönes und vor allem ritterliches Spiel. Leihgestern lag bei Halbzeit noch mit 2:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit glichen jedoch die Gäste aus, so daß man sich mit einem gerechten Unentschieden trennte.
BOM.-Untergau 116 Gießen.
Madel- und Jungmädeluntergau 116.
Bett.: Untergaumei st erschuften im Schwimmen am 18. Juni in Großen» Buseck.
Die Ausschreibungen dazu sind im Rahmen der anderen Untergaumeisterschasts - Ausschreibungen schon an die einzelnen Gruppen herausgegangen. Teilnahme berechtigt sind alle Mädel (auch IM.» Führerinnen), die zwischen dem 1.9.1920 und dem 1. 9.1925 geboren sind, außerdem alle Mädel, die vor dem 1. 9.1920 geboren sind und dem BDM.-Werk angehören.
Anmelden können sich alle am Mittwoch, 14. Juni, nachmittags in der Müllerschen Badeanstalt bei der Untergaufachwarttn für Schwimmen Erika Weber (IM. von 16 bis 17 Uhr, Mädel von 17 bis 18 Uhr und berufstätige Mädel um 19.30 Uhr). Training für Sonntag findet zu der oben angegebenen Meldezeit und nach Vereinbarung mit der Untergau» fachwartin im Laufe der Woche noch einmal statt. Wer von IM. dafür in Frage kommt, hat für die Uebungsstunden frei vom sonstigen Dienst.
Bett.: Untergaumeisterschaft in der 4 X 100-Meter-Staffel.
Sonntag, den 18. Juni, treten die Staffeln der Gießener Gruppen um 9 Uhr am Universitätssportplatz an. Wer nicht da ist, kommt nicht in die Entscheidung.
£ajef schlägt Santa de Leo.
Die erste größere deutsche Freilust-Boxveranstal- tung des Jahres im Innenraum der Frankfurter Radrennbahn gestaltete sich am Samstagabend Nicht zu dem erwarteten Publikumserfolg. Als die Kämpfe begannen, säumten kaum 1000 Zuschauer die Anlage. Sportlich stellte das Programm in jeder Beziehung zufrieden. Im Haupttampf des Mends zwischen dem Wiener Exeuropameister Heinz L a z e k und dem italienischen Schwergewichtsmeister Santa d e Leo sah man einen überaus farbigen und temperamentvollen Kampf, den der Wiener eindrucksvoll über 12 Runden nach Punkten gewann.
Vorher gab es einen ausgezeichneten Kampf um die deutsche Leichtgewichtsmeisterschaft zwischen dem Wiener Titelverteidiger Karl Blaho (61 Kilogramm) und Federgewichtsmeister Beck (60 Kilogramm). Blaho beherrschte seinen Gegner von Anfang an und errang einen hohen Punktsieg.
5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das kleine Dresdner Orchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Aus Bad Kreuznach: Bäderkonzert. Ausführende: Kurorchester Bad Kreuznach. 10: Schulfunk: Volksliedsingen. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Ausführende: Das kleine Rundfunkorchester. 13: Nachrichten. 13.15: Dom Iva: Leichtes Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Auf gut Glück! Improvsiertes auf Schallplatten. 14.45: Für unsere Kinder: Im Walderdbeerenland. 16: Nachmittagskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Wien. 17 bis 17.10: Bücher, von denen man spricht. 18: Was geschieht mit den Begabten? (IV). Der Sender fragt für den Hörer — Männer der Bewegung, des Staates und der Wirtschaft antworten. 18.30: Klang der Landschaft: Im hessischen „Knüll". Durch Täler und Wälder im Kern des Hessenlandes. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Industrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt: Berlin — München — Wien. 22: Nachrichten. 22.15: Unsere Kolonien. Europäische Kolonialmethoden. 22.30 bis 24: Volks- und Unterhaltungsmusik: Soldatenleben — Soldatenliebe.
von vornherein auf verlorenem Poften stehe. Man darf nicht vergessen, daß auch die Ersatzkräfte der Admiren durch die hohe Schule der Wiener Fußball- funft gegangen sind und in technischen Dingen sicherlich feinen Lehrmeister mehr benötigen.
Fußball der heimischen Mannschaften.
Lauterbach — 1900 2:2.
Der kurz vor und während des Beginnes niedergehende, so sehnsüchttg herbeigewünschte Regen glättete den Rasenplatz so sehr, daß die Akteure mehr, als es ihnen angenehm mar, mit dem Boden Be- anntschaft machen mußten. Immerhin kamen die Zlatzbesitzer noch besser mit den Tücken zurecht, als ie Blau-Weißen. Dadurch kam eine deutliche Feldüberlegenheit zustande, die fast die ganze erste Hälfte anbauerte, mit Ausnahme der Abschnitte, in denen die Gäste mit einigen Angriffen zum Zuge kamen. Das bemerkenswerteste hierbei war, daß keine Tore fielen. Nach dem Wechsel wurde dies jedoch schnell anders. Bei einem planvollen Angriff der linken Seite kam eine Flanke von Heuser genau zu Koch, der aus der Lust mit unhaltbarem Schuß verwandelte. Lange dauerte diese Freude aber nicht, denn als bei einem Angriff der Gastgeber Rensing mit der Hand abwehrte, hieß es 1:1 durch Elfmeter. Fünf Minuten später war es die rechte Seite der Blau-Weißen, die sich vorgearbeitet hatte. Die Flanke von Güncher verwandelten Kirchner und Liebel gemeinsam. Dadurch tarnen die Platzbesitzer stark aus dem Konzept. Die Blau-Weißen drängen etzt. Eine Kombination Rensing, Bischost, Koch chloß letzterer mit wuchtigem Schuß ab, jedoch von Der Latte sprang bas Leder ins Feld zurück. Kurz vor Schluß kommen- die Gastgeber noch zum Ausgleich, als die Verteidigung der Blau-Weißen den Ball nicht aus dem Strafraum zu schaffen weiß.
Lauterbach zeigte nur teilweise etwas von dem, was im Vorspiel das Unentschieden eingebracht. Ersatz war hierfür der Entschuldiaungsgrund. 1900, in der Aufstellung Fischer, Schneider, Jäger, Günther, Rensing, Bischost, Kirchner, Weiß, Liebel, Koch, Heuser, hatte gegen die körperlich weit überlegenen Lauterbacher einen schweren Stand. Das Ergebnis ist bemerkenswert.
Spidoereinigung 1926 Leihgestern II. — Turnverein Großen-Linden II. 3:2 (1:2).
Am vorigen Sonntag gastierten die unteren Mannschaften des Lokalrivalen Großen-Linden in Leihgestern, um gegen die gleichen Mannschaften der Spielvereinigung die fälligen Rückspiele aus- zuttagen.
Die zweite Mannschaft konnte siegreich den Platz verlassen. Großen-Linden ging in Führung, bie aber wieder ausgeglichen wurde. Wenig spater stellte Großen-Linden bas Halbzeitergebnis her. In ber zweiten Halbzeit waren die Leihgesterner die bessere Elf, jedoch blieb ihnen der Erfolg versagt, da die Gästehintermannschaft sehr sicher arbeitete. Erst Mitte der zweiten Halbzeit gelang den Platzbesttzern
Karl Gall. — (Schirner-M.)
Einer ber erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Motorradrennfahrer, NSKK.-Oberttuppführer Karl Gall (München), hat seinen Einsatz für Deutschland mit dem Leben bezahlt. Von seinem so überaus schweren Trainingssturz auf der Insel Man hatte sich Gall dank dem soforttgen Eingreifen des deutschen Rennarztes schon so weit erholt, daß die Krisenlage befriedigend verliefen. Gehirnquetschungen, die als Komplikationen zu seinen mehrfachen Schädelbrüchen hinzukamen, führten aber am Dienstag um 14 Uhr seinen Tod herbei.
Aon Salzburg nach Augsburg.
11. Mappe der Deutschlandfahrt.
Die 43 Fahrer, die am Dienstag zur elften Etappe der Großdeutschland-Rundfahrt von Salzburg nach Augsburg über 223,5 Kilometer starteten, konnten diesmal mit einem etwas leichteren Tag rechnen, da die Fahrt über 'durchweg gute Straßen im stachen Gelände führte. Die überaus schlechte Witterung


