Ausgabe 
14.4.1939
 
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KLEINOL BERLIN-NEUKÖLLN

ü Der schnürte jetzt nächtlicherweile den verschneiten I lebens im besten Sinne wuchs so das Werk m )t Abfuhrweg hinauf, auf dem die Holzer auf hoch-1 seiner gigantischen Monumentalität heraus m ei- e beladenen Bockschlitten die im Herbst geschlagenen nem Erstehen zugleich seine innere Durchgllederung n Föhrenscheite zu Tal fahren. Alle hundert Gänge erschließend und sich so überzeugend klar und em- verboffte er heulte seinen Hunger in die Winter- gängig dem Hörer zuwendend. Dem Zuge des Wer-

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ländische.

TDithlitfi gut gepflegt ist 7hr Fjoor nur dann, wenn es die Tluance hat, die Sie om besten Kleidet! Sie zu erzielen, fiilft seht filemol fiesha. Es tönt das fiaar, verschönt es, steigert seinen flusdruck, macht es interessanter!

von Ihrem Friievr eine Klelnol Hoortönung I

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Die NS.-Frauenschaft und das Deutsche Frauen- werk organisatorisch eng miteinander verbun­den widmen sich mit allem Ernst den großen Aufgaben, die ihnen gestellt sind. Die Aufgaben gehen im Wesentlichen darauf hinaus, auf vielen Gebieten Erziehungsarbeit an der deutschen Frau zu leisten, damit diese ihren großen ethischen, kul­turellen und volkswirtschaftlichen Aufgaben als Hausfrau und Mutter im Dienste un- eres Volkes gerecht werden kann. Beide Or-

ftohlen andere Hähne ihnen zugesellen ;.. *

Der Urogallus ist als selteneres Edelflugwild noch in den einsamen Nadelholzforsten der Bergwälder Alt-Deutschlands, dem Harz und Schwarzwald, Spessart, Erzgebirge und in der Eifel zu finden, wo er, ein scheuer Kulturflüchter, als Eeinsiedler haust. Zn den österreichischen Gebirgen, den Alpen und Karpathen kommt er in größerer Zahl vor; die reichsten Bestände Mitteleuropas an Auerwild oer- gen die weiten Wälder Schwedens. Vor dem Um­sturz wies Rußland große Mengen des schönen Wildgeflügels auf; die mächtigen Waldgebiete und Moore boten ihm Beeren und Kiefernnadeln als bevorzugte Aesung in Fülle. Neu eingebürgert ist das Auerhuhn im schottischen Hochland. Wie die deutschen Rothirsche die Artgenossen anderer euro­päischer Länder überragen, ist auch der deutsche Auerhahn weit stärker als der russische und iw-

verhoffte er, heulte seinen Hunger in die Winter- nacht hinaus und tappte windend weiter. Unter den hohen Randbäumen einer Blöße drückt er sich platt in die weiße Decke war das nicht eine Schnee­grube und wölbte sich nicht ein überschneiter Buckel aus dem Geriesel, der sich leise hob und senkte? Die buschige Lunte wedelt sacht, lockende Witterung weht 'ihm um den Windfang mit einem Sprung ist er über dem schlafenden Hahn... Ein erstickter Todesruf, zwei Körper wälzen sich über das flockige Weiß, rote Spritzer und stahlgrüne, schwarze und weiße Federbüschel bezeichnen die Mordstelle...

Pflichten und allen Aufgaben vertraut zu machen, die heute von der zukünftigen Hausfrau und Mutter zu erfüllen find. Aus dem ganzen Reich kommen die jungen Mädchen hierher und haben Gelegenheit, ich in der Hauswirtschaft, im Kochen und Nähen, in der Säuglingspflege, in der Heimgestaltung usw. grundlegende Kenntnisse anzueignen, die es ihnen dann in der Ehe erleichtern, ihre Aufgaben, ju er- üllen. Bei allen Teilnehmern der Besichtigungs- ahrt löste die feine und einfache Ausstattung des Heimes Bewunderung aus.

Der Besuch der Einrichtungen der NS.-Frauen- chaft und des Deutschen Frauenwerks ließ erken­nen, daß allenthalben verantwortungsbewußte Kräfte am Werke sind, und darauf hinwirken, daß die deutsche Familie durch das Können der Frau immer mehr erstarkt und so zum sichersten Garan­ten der deutschen Zukunft wird.

kes bis zum Letzten folgend erhoben sich so die weiten machtvollen Steigerungen mit pulsierender Vollatmigkeit; nachgiebig versonnen waren die Mo­mente der Versunkenheit der Gesamtklang war aufs äußerste modulationsreich ausgeglichen und von leuchtender Klarheit in der Zeichnung des Details. Die dynamischen Grade feinster AUsstufung, die oft der restlosen Auswirkungsmöglichkeit bei Bruckner entgegenstehen, waren hier dank der her­vorragenden Qualitäten unseres Orchesters kompro­mißlos realisiert worden.

auf und streckt den Hals; dann huscht er mit knal­lendem Geflatter über die Krummjöhren und steht wieder auf seinem Ast. Der Alte horcht in die Runde, dann hebt der hitzige Liebesgesang von neuem an, bald hat er sich zur vollen Balz einge- fpielt. Hennen streichen aus dem Wald herzu; von den feurigen Strophen des Minnesängers angelockt, sammeln sich immer mehr und fallen schwirrend in das Heidekraut ein. Da schwingt sich der Herr und Gebieter unversehens zu Boden und tanzt unter den leise gockenden Hennen den Hochzeitsreigen. Nach und nach verlieren sich die heiß Umworbenen unter den deckenden Büschen und Kusseln, wo sich ver-

Oeutsche Reichspost führtZeitungsdrucksachen" ein.

Zur Förderung und Erleichterung des Zeitungs­bezugs, besonders während der Reisezeit, wird mit Wirkung vom 1. Mai 1939, zunächst versuchsweise, eine neue Art von Zeitungssendungen, dieZei­tungsdrucksache", eingeführt. Zeitungsdrucksachen dürfen nur von Zeitungsverlegern und Zeitungs­vertriebsstellen (Zeitungshändlern) versandt werden. In der Aufschrift der Sendungen sind der in die Augen fallende VermerkZeitungsdrucksache", so­wie Name und Wohnung des absendenden Verlags usw. und des Empfängers anzugeben. Empfänger der Sendungen können außer den Beziehern selbst auch andere Personen oder Firmen, z. B. Buch­handlungen oder Zeitungshändler, sein. In die Sen­dungen dürfen Zeitungen und Zeitschriften jeder Art, auch solche, die zum Postvertrieb nicht ange­meldet sind, und Beilagen, aber keine Mitteilungen an die Empfänger ausgenommen werden, gleichviel ob sie handschriftlich, oder durch Druck hergestellt werden. Auch dürfen in den Zeitungen keine Aende- rungen vorgenommen werden. Die Sendungen find einzeln durch Freimarken oder Absenderfreistempel freizumachen. Die Gebühr beträgt für eine Sen­dung bis 50 g 3 Pf., über 50 bis 100 g 4 Pf., über 100 bis 250 g 8 Pst, über 250 bis 500 g 15 Pst, über 500 bis 1000 g 30 Pst Zeitungsdrucksachcn werden als eilige Drucksachen behandelt.

Die Einleitung der Symphonie mit ihrem klin­genden Pizzicato der Bässe wurde so bedingend für das Ganze» Das allmähliche Herauswachsen des klanglichen Quaderbaues vollzog sich in breit schwel­lender Steigerung zum Einsatz des Allegras hin. Das zweite Thema mit seiner gesanglichen Verinner­lichung und dem farbigen Wechsel der Instrumen­tierung sei aus dieser Entwicklung hervorgehoben. Ganz 'besonders aber organisch bedingt waren die Einhaltepunkte im Uebergang zur Durchführung, die gerade in ihren Einzelentwicklungen zu über­zeugen vermochten.

Das Adagio war mit seiner Betontheit des instru­mentalen Eigencharakters ein volles Ausschöpfen der tiefen, rnenschlict-en Gefühlswerte. In seinen dyna- mischen Kontrasten individuell betont, zumal durch das Tempo, gab sich das Scherzo mit seinem Drän­gen, elementar und doch beherrscht gezügelt. Das Finale gestaltete sich aber zum unbedingten Gipfel­punkt mit der Herausstellung seiner inneren Be- zogenheit zu den anderen Sätzen. Energiegefüllt in der ersten Fuge des Finalthemas erhob sich die Choralszene zum Ausdruck hoher Feierlichkeit. Der Eintritt des Themas aus dem ersten Satze steigerte sich in elementarer Größe heraus. Der Schlußchoral, von einer besonderen Bläsergruppe durchgeführt, wurde der Beginn einer klanglichen Apotheose, die, vom stärksten Impuls getragen, leuchtendes Or­chester und höchste Gefühlsballung in die Einheit münden ließ, die den Hörer ergreift und erschüttert.

Es mag als Wiederholung von oft Ausgesproche­nem klingen, über das Orchester mußte man aber des höchsten Lobes voll sein. Ein jeder ging bis zum Letzten mit und stellte sein Schönstes, sein Bestes zum Einsatz bereit.

Solchem Erleben mußte der Dank des Hörers gewiß sein. Leider wies das Haus nicht den üblichen vollen Besuch auf. Dr. Hermann Hering.

der Arbeit, wie sie in der Kreismütterschule gepflegt wird. Dabei kam zur Sprache, daß die Frauen froh und dankbar kommen, mit aller Aufmerksamkeit teil- nehmen und nur ungern das Haus wieder verlassen. Dabei läßt man es sich angelegen sein, die Schule gar nicht so sehr als Schule erkennen zu lassen, viel­mehr soll in kameradschaftlicher Arbeit, in zwang­losen Aussprachen das erreicht werden, worauf es ankommt. Die Form des Vortrags steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr ist es die Arbeitsgemein­schaft, in der die Frauen aufgeschlossen werden sollen für die Forderung unserer Zeit und der Zukunft.

Den Frauen wird in dieser Kreismütterschule wertvoller Rat zuteil. Sie werden aufgeklärt über rassenpolitische Fragen, über familienrechtliche Be­lange, sie haben Gelegenheit zu unmittelbar prak­tischer Betätigung in der Küche, in der Nähstube, an der Nähmaschine, es wird die Behandlung und Pflege des Säuglings praktisch geübt, und der Volkswirtschaft wird durch Aufklärung über wirt­schaftliche Haushaltführung gedient. In der Aus­stattung der Schule haben alle Kursusteilnehmerm- nen eine lebhafte Anschauung, wie mit einfachsten Mitteln das Heim nicht nur zweckmäßig, sondern auch sehr schön und behaglich ausgestaltet werden kann. In interessanten Darlegungen war ferner von der wichtigen Arbeit in den Mütterschulungs­kursen und hauswirtschaftlichen Kursen, die auf dem Lande abgehalten werden, gesprochen. Manches Lied wird gemeinsam gesungen, und der Humor soll dabei ebenfalls zu seinem Recht kommen.

Gau-Jrauenschastsschule

Mammolshain im Taunus.

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eßlich 25 15 Pf. n stags 15! Zeit istPn 7 gültig.

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Winterstürme brausen durch die Bergwalder. Leichte Flocken, die alle Winkel durchdringen, olle Tiefen füllen und alle Buckel hoch und weich ver­hüllen, wirbeln in weißem Gestöber zwischen den Stämmen und begraben den Wald unter der rie­selnden Winterlast. Der starke Auerhahn aus der verödeten Birkenheide der Vorberge ist vor dem Un­wetter in den steilen Bergwald geflüchtet; doch auf keinem Ast der sturmgeschüttelten Fichten konnte er fußen. Darum ließ er sich als der Abend kam, in den weichen warmen Schnee fallen, entkräftet von dem weiten Umherstreichen und der Suche nach

2luch Reineke hatte seit Tagen gefastet. In der Frühe hat er einen Hasen beschlichen, der sich unter einer Zwergfichte eingeschoben hatte. Auf Sprungweite war der Räuber schon heran; doch der alte Rammler hatte Wind bekommen, war wie der Blitz aus der Sasse gerutscht, hatte tn höchster Fahrt den abschüssigen Hang angenommen, und die langen Hinterläufe trugen den Flüchtigen |o schnell 'bergauf, daß der Rote das Nachsehen hatte.

Aus der Stadl Gießen.

Die neue Wohnung.

Warum erzählt man eigentlich so private Dinge? Dies ist es, was man sich stutzend fragt, ehe man Das Schreiben beginnt. Je nun, weil jeder Leser sichon einmal so etwas erlebt hat, oder weil er's noch erlebt, und weil er nun vergleichen tonn; war vir's auch so ums Herz? *

Ich wohne jetzt in einer Straße mit vielen Vor- qärten. Manchmal hören die Häuser ganz auf, und Dann kommt ein richtiger kleiner Park. Oder ein Haus hat sich ganz weit zurückgeflüchtet, und vor chm liegt nun eine breite, grüne Wiese.

Jeden Morgen wecken mich die Vögel. Nie in meinem Leben bin ich so angenehm geweckt worden. Nicht mehr das häßlich-schnarrende Geräusch des Weckers, sondern Amselsang, das Schlagen der Drosseln und Finken, das vergnügte Schilpen der Spatzen. Warum nennt man die Spatzen eigentlich immer frech? Die armen, kleinen, bescheidenen Grau- röcklein. Sie wollen leben. Sie freuen sich des Da­seins. Laß sie schilpen!

An meiner Zimmerdecke gibt es Stuckarbeit. Rosensträuße, ganz aus weißem Gips. Ich mochte so etwas früher gar nicht, aber jetzt denke ich: schöner ist's doch, als gar nichts. Es paßt zu den Vögeln da draußen und zu dem Frühlicht, das durch die gespaltenen Läden kommt.

Die Straße ist still. Ich kam aus einer lärmenden, klirrenden Straße; die Straßenbahn schnurrte am Tage alle sieben Minuten vorbei, Fernlastzuge suchten ihren Pfad, und vor dem großen Gasthaus mir gegenüber stand immer eine Kavalkade von Privatwagen. Es glühten die Fenster in den Fa­schingsnächten. Weit standen die Fenster auf, wenn im Sommer die Männerchöre sangen. Diese werden mir am meisten fehlen in der stillen Straße der Bäume und Vögel, der schöne Gesang an den Maien- □benben. Eine Weile später sieht man die Sanger am Büfett stehen und kühles Bier trinken ... ah, man thefam sofort ebenfalls Lust. Und tat den kleinen Vang über die Straße ..

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Gießener Konzeriverein.

IV. Orchesterkonzert.

Obwohl man für das letzte große Orchesterkonzert von der Hinzuziehung eines Solisten abgesehen hatte, stand ihm dennoch durch die Gewichtigkeit der symphonischen Werke besondere Bedeutung zu, zumal sich das allgemeine Interesse engstens auf die Orchesterwerke konzentrieren konnte.

Gerade die Gegenüberstellung zweier den ver- schiedensten Stil- und Zeitperioden angehöriger Werke erwies sich, an dem durchschlagenden Erfolg des Abends gemessen, als besonders berechtigt. Ein eigenartiger Reiz ging von Mozarts Haffner- Symphonie (Köchel Nr. 385) aus. In fein­sinnigem Durchdringen ließ hier Paul Walter das Unmittelbare des klanglichen Gehalts aufbluhen: im Allegro mit der vornehmen Haltung festlichen Glanzes, dem feinen, stimmigen Spiel der Jnftru- mente in thematisch bedingter, dynamischer Ab­stufung. In anmutiger Zartheit, in galanter Emp­findsamkeit entfaltete sich das Andante mit seinen graziösen Pointierungen und den filigrangleich durchsichtigen Streicherfiguren. In natürlichem Fluß, ursprünglich nahe erklang das Menuett mit seiner chlichten Innigkeit des Trios. Innere Lebendigkeit und Sinn für die Ausdruckswelt der Form spiegelte sich im Finale. .

In voller Größe und fast elementarer Eindring­lichkeit stellte Paul Walter Bruckners Fünfte Symphonie in B-dur aus ihren grundlegenden Bedingungen dar, indem er für diese aus dem Klangerlebnis heraus geschaffene Musik mit dem Klangwerden zugleich das Lebenselement dieses Werkes erschloß. Walters unreflektierte Art zu musizieren entzündete sich an der klanglichen Realität, und im Aufglühen eines musikantischen Er-

Ich bin erst vor ein paar Tagen umgezogen. Meine Freunde haben mich noch nicht besucht. Manchmal schellt es, und dann kommt jemand und will zu den Leuten, die nicht da sind. Nein, wohnen nicht mehr da, nein, nein, tut mir leid ...ah und Rvieder allein, und wieder Ruhe! r.k.

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3m Dienst an der deutschen Familie.

Aus der Arbeit der NG-Frauenschast und des Deutschen Frauenwerks

Für die Ausrichtung der Ortsfrauenschaftsleite­rinnen für die Arbeit in Stadt und Land hat die Gau-Frauenschaft in herrlicher Lage im Taunus, unweit dem Feldberg, bei Mammolshain, eine Schule eingerichtet, in der Ortsfrauenschaftsleiterm- nen aus dem ganzen Gau, und Zwar immer aus verschiedenen Kreisen, zusammenkommen, um hier in universeller Weise für ihre Arbeit geschult zu werden. Im Laufe der Zeit sollen alle Ortsfrauen- schaftsleiterinnen des Gaues, etwa 1200 an der Zahl, einmal im Schulungsheim gewesen fern. Die Arbeit in diesem Schulheim geschieht zunächst in der Form des Vortrages, die von den Abteilungs­leiterinnen der Gaufrauenschaft gehalten werden und zu denen dann die Kursusteilnehmennnen Stel­lung zu nehmen haben. In reger Aussprache werden dabei die Erfahrungen ausgetauscht, die in der täg­lichen Arbeit gemacht werden. Die Ausstattung des Schulungsheimes ist bewußt einfach gehalten, denn auch hier soll, insbesondere den Landfrauen, gezeigt werden, wie durch einfache Mittel ein Heim schon und zweckmäßig ausgestaltet werden kann. Selbst­verständlich bestimmt auch hier nicht etwa der Schul­drill die gemeinsame Arbeit, sondern der Geist der Kameradschaft. Die Gaufrauenschaftsschule dient aber auch der Erholung derjenigen Kameradinnen, die, veranlaßt durch Ueberlastung, dringend der Er­holung bedürfen. Zum Heim gehört em 13 Morgen großer Park, der besonders den Zwecken der Er­holung sehr dienlich ist.

Die Gouheim-Mütter- und Bräuteschule Weilburg.

Der weitere Verlaus der Besichtigungsfahrt führte dann durch das idyllische Weiltal nach Weilburg. Dort wurde der Gauheim-Mütter- und Bräuteschule Webersberg" ein Besuch abgestattet, die dem be­sonderen Zwecke dient, junge Mädchen, die heiraten wollen, in einem Kursus über 6 Wochen mit allen

Das Bauernzimmer in der Gaufrauenschaftsschule Mammolshain. (Aufnahme: Neuner, Gieß. Anz.) ganifafionen haben die Pflicht, möglichst vielen Frauen das Bewußtsein zu vermitteln, daß sie in erster Linie dazu berufen sind, an der Zukunft un­seres Volkes unmittelbar und praktisch bauen zu helfen.

Das Arbeitsgebiet, das hier NS.-Frauenschaft und Deutsches Fraüenwerk vorfinden, ist ungemein groß, und die Erziehungsarbeit an der deutschen Frau ist wie es sich täglich oftmals und drastisch erweist unbedingt notwendig. Die Arbeit wurde mit den vorhandenen Kräften längst energisch in Angriff ge­nommen und auf verschiedenen Gebieten mit großem Erfolg vorgetragen. So gilt ein Teil der Arbeit der Volks- und Hauswirtschaft, besonders gründliche Schulung erfolgt auf dem Gebiete des Mütterdienstes, der Gesundheits­pflege, der Hygiene, ferner der zweckmäßigen und schönen Ausgestaltung des Heimes und schließlich gilt auch die Arbeit dem Grenz- und Auslandsdeutschtum.

Gestern wurde nun durch die Gau-Frauenschafts- leiterin, Frau Western acher, der Presse des Gaues Gelegenheit gegeben, einen Teil der Einrich­tungen kennenzulernen, die der Arbeit der N«.- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks die­nen. Bei einem Besuch der

Kreismütterscbule Frankfurt a. M

sah man nun zunächst die Räume, die Tag für Tag von Frauen und Müttern und auch von jungen Mädchen besucht werden, die sich auf ihren Beruf als Hausfrau und Mutter vorbereiten wollen. Durch «die zuständige Referentin hörte man von der Form

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Dornotizen.

Tageskalender für Freitag.

Stadttheater: 20 bis nach 22 UhrEinen Sommer ffnng". Gloria-Palast, Seltersweg:Hotel Sacher . j Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Heidi"; Spatvor- stellung 23 UhrRasputin". Oberhessischer Kunst­verein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhaus am Brand.

Stadttheater Gießen.

Heute abend findet die Erstaufführung des Lust- ffpiels von Katharina StollEinen Sommer lang jftaft. Spielleitung Günter Winkel, Bühnenbild Karl Sßöffier. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 27. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr.

Nur noch Sicherheitsglas für FroMchutricheiben.

Fwd Wie dieKraftverkehrswirtschaft" mitteilt, dürfen ab 1. April 1939 Frostschutz- bzw. Klarsicht- ! Mieibcn für die Verwendung im Inlande nur noch aus Sicherheitsglas hergestellt werden. Die Liefe­rung nicht splittersicherer Klarsichtscheiben durch die Fabriken ist - außer für den Export - noch die­nern Zeitpunkt verboten. Im Rahmen dieser Um­stellung sollen die am 1. 4.1939 noch vorhandenen Bestände an nichtsplittersicheren Frostschutzscheiben robalb wie möglich geräumt werden. _____

Auerhahnbalz.

Von Karl Scherer.

lieber dem Hochtal zwischen ragenden Stein- «vänden liegt noch das Dunkel der kalten Aprilnacht. In den Föhrenwipfeln raunt der Wind, am Rand tzes Moors fhiftern Binsen, unter denen schon der junge Schuß keimt, dürres Rohr und Riedgras wie­gen sich in dem frostigen Wehen Ueberall harte braune Schneeflecke, verwittert und verharscht; tags- Liber von den wachsenden Sonnenstrahlen benagt mnd zerfressen, in den Nächten unter dünner Eis­kruste von neuem erstarrend. Doch unter den Moor- SUchten und grauen Blöcken färbt sich das Moos Tichtgrün, und das letzte Schneewasser rieselt in tbünnen Strähnen zu Tal.

Heber den Gipfeln im Osten erwacht der Morgen; die Schneehäupter der Bergriesen beginnen zu oglühen, und das Dunkel der Grunde und Tmer «reicht mattem Dämmer. Von lensests des Hoch­moors kommt es mit wuchtigem Schwingen,chlag gezogen, schwenkt in aufstrebendem Bogen über die Legföhren und fällt prasselnd w die Krone der mächtigen Zirbe ein der Alte der Urhahm eit Jahren Herr des Hahnenreviers, hat sich zur Fruh- öalz eingeschwungen. Aus einem Durrast steht er wie ein dunkler Schemen und .s'^rt gegen dao Hochtal, sein Schattenriß zeichnet sich schwarz gegen den fahlen Morgenhimmel ab. Die ersten «onnen «tragen zucken über Kuppen und Kamme rosem roter Schimmer umspinnt die Launen Wipfel, und in Myriaden Tautropfen erwacht em b itzendes Ge- ffunkel. Draußen über den Gründen leuchtet eine Felswand wie reines Gold .

Jetzt ein Ton, hart und spröde wie Glav.Rock Röck Oeröck" der Hahn spielt sich em. ^nnge Verschweigen. Dann sträubt sichiber Kehlbart, die Schwingen senken sich und der Stoß wölbt sich zu mnem breiten Fück-er. Nun Klippen und heiseres Wetzen. Durch den Rumpf des mach igen Vogels lauft ein zähes Zittern; das Haupt gesenkt, gauk.lt er auf dem Ast hin und her, dreht sich in fiebernder Leidenschaft im Wirbel und lockt und balzt. Doch Ä einen Büchsenschuß weit, hat sich, em aperer H-chn in di- schwankend- Sran« etner KrNppelfichte cingeschwungen, und d-r Alt- hat den Anflug des Rivalen wahrgenommen. Auf ^ugeN' blicke verhofft er, dann verlaßt er mit wildem Schwung den Ast unit braust dem Gegner 3U- Ctm hartes Raufen am Boden, daß die Federn wirbeln, bis der Feind, zerzaust und abgekämpft, das Feld . ^Die*'Sonne blickt über die Berge, die Luft ist still, mariner Glanz breitet sich über Kare und Schluch em Der alte Hahn schüttelt das Gefieder, reckt sich hoch

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