Ausgabe 
14.4.1939
 
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Griechenland die Besetzung der Insel gestatten könne.

Bei aller Einseitigkeit der politischen Auffassung bequemte Lord Halifax sich in seiner Erklärung doch zu einem Eingeständnis, mit.dem er der englischen Regierung im Grunde genommen jede Berechtigung zu einer Kritik an den Vorgängen in Albanien ab­stritt. Er erklärte nämlich, daß es keinerlei Streit über die Sonderinteressen und die Sonderstellung gebe, die Italien in Alba­nien gehabt habe, und daß diese Dinge bereits vor vielen Jahren vom Botschafterrat anerkannt worden seien. Zum Schluß sprach Lord Halifax von Wachstumsschwierigkeiten derPflanze Vertrauen". Er vergaß leider dieVerdienste" zu würdigen, die die amtlichen englischen Stellen und vor allem die englische Presse bei dem Vertrauens­schwund in der Politik zweifellos erworben haben.

Die Londoner presse hoch befriedigt.

Paris forderte dieGarantie fürRumänien.

London, 14. April (DNB. Funkspruch). Die Unterhaus-Rede Chamberlains, insbesondere die Versuche, Griechenland und Rumänien zu verge­waltigen, finden in der Londoner Presse unge­teilte Zustimmung. Soweit doch Bedenken laut werden, bewegen sie sich in der Richtung, daß die Maßnahme der Regierung noch nicht schnell genug ergriffen würden und nicht weitreichend genug seien. Auch wird die große Frage gestellt, ob die eigene Aufrü - stung mit den eingegangenen Verpflichtungen Schritt halte. Die Ausdehnung der Garantie-Er­klärung auf Rumänien hat größte Ueber- raschuna hervorgerufen und ist erst in letzter Minute auf Drängen der französischen Regierung beschlossen worden. Die Blätter rich­ten ihr Hauptaugenmerk jetzt auf die Türkei.

Daily Telegraph" behauptet, der Beschluß, die Garantie auf Rumänien auszudehnen, habe in Balkankreisen große Befriedigung ausgelöst. Cham­berlain habe unterstrichen, daß die Zusammenarbeit mit Sowjetrußland nicht durch ideologische Bedenken verzögert werde und Simon habe fest- gestellt, daß von der britischen Regierung aus einer Militär-Allianz mit Sowjet-Rußland nichts im Wege stehe. Vernon Bartlett erklärt imNews Chronirle", die Methode, einem Lande nach dem andern Garantien anzubieten, sei eine Ermutigung zum Angriff auf die Länder, die bis­her nicht erwähnt worden feien.

Aus den Stellungnahmen der Londoner Blätter nm Freitagmorgen geht eindeutig hervor, daß sich England weiterhin nach Kräften bemüht, seine Ein- kreisungsmanöoer gegenüber Deutschland und Ita­lien fortzusetzen, wobei es allerdings auf ganz er­hebliche Widerstände und Abneigungen stößt. Eng­lands nächster Traum geht jetzt immer nach den Morgenblättern dahin, in den Wagen der eng­lischen Einkreisungspolitik nun d i e Türkei und Bulgarien einzuspannen. Es wird erklärt, es sei von größter Wichtigkeit, die Erlaubnis der Türkei zur Durchfahrt englischer Kriegs- und Transportschiffe durch die Meerengen zu erhalten. Schließlich gibt sich die Presse der Hoff­nung hin, es werde England gelingen, seine Garan­tieversprechungen für Griechenland, Rumänien und die Türkei bald in zweiseitige Abkommen um­zuwandeln. Wenn so der ganze Balkan in englischem Sinnebefriedet" sei, werde Großbritannien mit den gleichen Forderungen und unerbetenen Erklä­rungen, so erklärtDaily Expreß", an die skan­dinavischen Staaten herantreten.

Eine warnende (Stimmt.

London, 13. April. (Europapreß.) Der frühere Haupt-geistliche der Londoner St.-Pauls-Kathedrale, Dr. Inge, einer der angesehensten anglikanischen Geistlichen, warnt im(Ed en in g Standard" das eng­lische Volk vor der Gefahr einer einseitigen Haßpropaganda gegen andere Nationen. Er wendet sich dagegen, daß von englischer Seite m selbstgerechter Weise andere Nationen und ihre politischen Führer der Unwahrhaftigkeit bezichtigt werden, da England in dieser Hinsichsit s i ch selbst allerlei vorzuwerfen habe. Die Gefahr einer unauf­richtigen Pressepropaganda, wie sie in England ge­führt wird, unterstreicht Inge wörtlich wie folgt: Immer wieder ist unser Volk durch einseitige und unehrliche Propaganda in einen Zustand heftigerErregung hi neingelogen wor­den. Diese Täuschung ist besonders unheilvoll, wenn sie die Form annimmt, daß Haß gegen eine andere Nation erregt wird. Während des Krieges ließen wir uns beinahe davon überzeugen, daß'jeder, der unglücklich genug war, zwischen Rhein und Weich­sel geboren zu sein, eine doppelte Portion Erb­sünden mitbekommen hätte. Das ist in jeder Hin­sicht schlimm und kann leicht politisch ge­fährlich sein. Ich wünschte, ich könnte gewiß sein, daß wir uns jetzt nicht in dieser Gefahr be­finden."

Botschafter Lord Perth tritt in den Ruhestand.

London, 13. April. (Europapreß.) Der eng­lische Botschafter in Rom, Lord Perth, der, wie bereits vor längerer Zeit angekündigt, wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem diplomatischen Dienst ausscheidet, verläßt die italie­nische Hauptstadt in etwa zehn Tagen. Sein Nach­folger, der frühere englische Botschafter in Ankara, Sir Percy L o r a i n e, befindet sich noch auf Ur­laub. Er dürfte sich, falls nicht unerwartete Ereig­nisse eintreten, Ende des Monats auf seinen neuen Posten nach Rom begeben. Lord Perth hatte den britischen Botschafterposten in Rom seit Oktober 1933 inne. Vorher war er, wie erinnerlich, als Sir Eric Drummond Generalsekretär der Genfer Liga.

Oberst Beck in Paris erwartet.

London, 14. April. (DNB. Funkspruch.)Daily Telegraph" undDaily Mail" melden aus War­schau, daß Oberst Beck noch vor Ende dieses Mo­nats in Paris eintreffen werde. Der Hauptzweck seines Besuches bestehe darin, das französisch- polnische Bündnis mit dem britisch-polnischen Abkommen und anderenAntiaggressions-Erklä- rungen EEnglands und Frankreichs in engen Z u - fammenhang zu bringen. Daily Mail meldet außerdem, in Warschau glaube man, daß die fran­zösische Regierung das französisch-polnische Bündnis auch auf einen Krieg zwischen Frank- reich und Jtalien auszudehnen wünsche. . petoin kehrt nach Burgos zurück.

Paris, 14. April. (DNB. Funkspruch) Der französische Botschafter in Spanien, Marschall

Pötain, hat am Donnerstag Paris verlassen, um ich an seinen Posten zurückzubegeben. Der3°ur" glaubt zu wissen, daß auf General F r a n c o auch ein starker Druck ausgeübt werde, damit er eine Reihe genauer Klauseln annehme, die in dem A n - tikomintern-Pakt aufgenommen werden ollen. Hier sei der Grund dafür, daß Marschall Petain auf seinenKampfposten" zurückgekehrt sei.

Ungarns Austritt aus der Genfer Liga.

Budapest, 13. April. (Europapreß.) Außen­minister Graf Csaky begründete vor den auswär­tigen Ausschüssen des Parlaments den Austritt UngamsausderGenferLiga. Die Genfer Liga habe in den ersten Jahren vorwiegend der Er­haltung des Status quo der Pariser Verträge, später aber einer einseitigen Propaganda im Interesse der antinationalsozialistischen und antifaschistischen Ideo­logie gedient. Die Genfer Liga konnte auch ihren Ausgaben auf dem Gebiet des Minderheitenschutzes nicht nachkommen. Auch die Abrüstung wurde und zwar zum Nachteil der abgerüsteten Staaten nicht durchgeführt. Alles in allem standen der Zu- ammenarbeit Ungarns mit der Genfer Liga Hinder­nisse hauptsächlich politischer Natur im Wege. Die Bestrebungen zur Reform der Liga seien erfolglos geb Heben. Nach formellem Recht könnte Ungarn zur Erfüllung von Verpflichtungen aufgerufen werden entgegen den eigenen Interessen oder denen seiner Freunde. Auf der einen Seite stünden die Erfüllung

Paris, 13. April. (DNB.) Mnisterpräsident D a l a d i e r gab heute im Namen der französischen Regierung eine Erklärung ab, die sich inhaltlich im wesentlichen mit den Ausführungen des britischen Premierministers Cham­berlain vor dem U n t e r h a u s d e ck t. Data- dier lieferte damit erneut den Beweis, daß Paris völlig im Schlepptau der englischen Kriegspolitik handelt und der von London dirigierten Hetze er­legen ist.

Es berührt eigenartig, wenn Da lädier in seiner Erklärung eingangs davon spricht, daß dieseneue Politik" der englisch-französischen Bündnisgenossen weder von Reden noch von Drohungen begleitet" zu sein brauche. Dabei hört doch die Welt seit Wo­chen von den Wortführern dieser Politik täglich nichts als Reden tint) Drohungen. So sprach der französische Ministerpräsident ausführlich über die militärischen Maßnahmen, die Frankreich an allen seinen Grenzen getroffen habe. «Selbstver- stä üblich behauptete er, daß diese Maßnahmen eben­so wie die parallel laufenden diplomatischen Ver­handlungen nur zur Aufrechterhaltung des Friedens unternommen würden.

Diese eigenartigen Bemühungen um den angeb­lich bedrohten Frieden werden dann in einer Ver­lautbarung näher gekennzeichnet, die Daladier ab gab. Er betonte dabei, daß diese in Ueber« einftimmung zwischen ber französi­schen und der englischen Regierung f e ft g e I e g t worden sei. Im Rahmen dieser Er­klärung spricht Daladier nach englischem Muster eine besondere G arantie für Rumänien und Griechenland aus. Im Gegensatz zu dem französisch-polnischen Militärbünd­nis, auf das Daladier hinwies, mußte er zugeben, daß diese beiden Balkanstaaten s i ch in keiner Weise gegenüber Frankreich oder England g e

Washington, 14. April. (DNB.) Der republi­kanische Senator B r i d g e s empfahl dem Bundes­kongreß eine Entschließung, die die aufreizende Erklärungen hoher Regierungsmit­glieder scharf verurteilt. Es handele sich hier um Erklärungen, die nur geeignet sind, die Völker an­derer Staaten gegen die Vereinigten Staaten auf­zubringen. Die Regierung müsse alles tun, um zu verhindern, daß die männlicheJugendAme- rikas aufden Schlachtfeldern Europas sterbe. Die Entschließung empfiehlt ferner der Be­völkerung bei der Beurteilung europäischer Nach­richten Ruhe zu bewahren und sich nicht durch militante Aeußerungen irgendwelcher Personen i n ein Kriegsfieber peitschen zu lassen. Bridges bestätigte, daß die Entschließung gegen ge­wisse Aeußerungen Roosevelts und anderer hoher Regierungsbeamter gerichtet sei. Gerade Roosevelt als Regierungschef sollte bei öffentlichen Aeußerungen alles vermeiden, was geeignet ei, Kriegshysterie in den Vereinigten Staaten her­vorzurufen. Die jüngsten Erklärungen des Bundes­präsidenten hätten aber das Gegenteil bewirkt.

In einem Brief an die Studentengruppe in Northfield (Minesota) warnte auch Senator B o - r a h erneut vor den Versuchen, Amerika in einen überseeischen Krieg zu verwickeln, weil die soge­nannten europäischen Demokratien, die schon nach dem Weltkriege die einzigen Kriegsgewinnler waren, auch heute wieder nur niederträchtige imperialistiscko Ziele verfolgten. In Versailles hätten diese Demo­kratien Europas nicht einen Friedensvertrag, son­dern einen Beutevertrag unterschrieben, den im Interesse des Friedens zu ändern sie sich 20 Jahre weigerten. Alle diese Demokratien seien Ver­tragsverletzer, sie mißachteten die fundamentalsten Rechtsgrundsätze und verfolgten Methoden, die un­vermeidlich zum Kriege führen. Diese Demokratien ersuchten jetzt die Vereinigten Staaten, Kanada und andere Nationen um Hilfe, um sich aus selbstverschuldeten Verstrickungen zu befreien. Die Heranwachsende Jugend der Vereinigten Staa­ten, so führte Borah aus, müsse, wenn nötig, diese unamerikanischen Anschauungen auf dem Boden des eigenen Staates bekämpfen, nicht aber in fremden Ländern, wo die Vereinigten Staaten nach dem Ver­sailler Beispiel sofort nach Kampfschluß um die Frucht ihrer Mühen betrogen würden. Nicht die amerikanischen Kriegshetzer, sondern die in diesem Falle verführte USA. -Jugend müsse im Ernstfall an die europäische Front gehen.

In Atlantic-City eröffneten am Donnerstag 10 amerikanische Friedensorganisatio- n e n einen Aufklärungsfeldzug gegen Roosevelts Außenpolitik, die nach einer formulierten Erklärung alsKriegsprogramm der Interven­tion in Europa" bezeichnet wird. Der General­sekretär desNational Council for Prevention of War", Frederick Libdy, erklärte, daß die beteiligten Verbände in diesem Jahr zahlreiche Versammlungen obhalten und auch im Bundeskongreß ihren Einfluß geltend machen würden, um eine Verwicklung Arne- ritas zu verhindern.

internationaler Verpflichtungen, auf die Ungarn stets Gewicht gelegt habe, auf der anderen Seite die eigenen Interessen und die der Freunde Ungarns ein schweres Dilemma. Der Außenminister schloß: Wir wollen auf eigenenFüß en stehen und müssen unsere Freiheit der unvollständigen Genfer Liga gegenüber wahren. Es gab Zeiten, in denen viele Staaten geradezu fieberhaft nach Verpflich­tungen suchten. Wir wahrten auch damals unsere Handlungsfreiheit. Unser Austritt ist aus freien Stücken nach reiflicher Ueberlegung erfolgt, nicht weil wir andere Verpflichtungen übernommen haben ober zu übernehmen gedenken, sondern aus­schließlich in der Absicht, die freie Selbstbestimmung der Nation in den kommenden kampferfüllten Zeiten völlig zu sichern. Unser Austritt wird manchem Staat zu bedenken geben, ob die politische Zusam­menarbeit mit der Genfer Liga auch nicht zugleich eine Stellungnahme bedeutet."

Graf Csaky ging auch auf bas ungarisch­rumänische Verhältnis ein und erklärte, daß die ungarische Regierung die Grenzen Rumäniens respektieren wird. Rumänien könne darauf rechnen, daß seine Empfindsamkeit ungarischerseits weitgehend berücksichtigt wird, so­lange auch Rumänien die Interessen der ungari­schen Minderheit berücksichtige. Die ungarische Re­gierung halte ihren Vorschlag aufrecht, Rumä­nien möge mit Ungarn, wie dies auch andere Staa­ten untereinander schon vor langem getan haben, einen M i n de r h e i t e n v e r tr a g abschließen. Dieses würde die Besserung des Verhältnisses zwi­schen den beiden Staaten wesentlich beschleunigen.

bunden haben. Von einer Bitte um Hilfeleistung konnte er naturgemäß kein Wort sagen. Bezeich­nend ist es, daß der französische Ministerpräsident am Schluß feiner Erklärung ausführte, daß Frank­reich auf derSuche nach allen geeigneten Bünd­nissen" in bereinzigen Sorge um den Frieden" sei. Dies ist nichts anderes als die alte Parole des sowjetrussifchen Außenkommissars Litwinow-Finkel- fte'in vomunteilbaren Frieden", die nach dem Wil­len der weltrevolutionären Sowjets die diploma­tische Möglichkeit für den unteilbaren Krieg geben soll.

Das Bündnis mit Moskau.

Paris, 14. April. (DNB. Funkspruch.) Der Petit Parisien" erklärt, die augenblicklichen Ver­handlungen mit Sowjet-Rußland hinsichtlich einer russischen Unterstützung Polens und Rumä­niens durch Materiallieferungen und die sowjet­russische Luftflotte würden fortgesetzt. Die Erklärun­gen Chamberlains und Dalabiers dürften jedoch nicht als ein Schlußpunkt angesehen werden, sondern als eine (Etappe in der Organisie­rung der gemeinsamen Verteidigung der drei Völker. Journal" behauptet, Frankreich habe durch die Erklärungen Dalabiers keine neuen Ver­pflichtungen übernommen, denn wenn die Genfer Liga' etwas anderes als ein Wrack wäre, würden die gestern verkündeten Maßnahmen auto­matisch in Kraft getreten fein. Das franzö- fifch-polnische Bündnis fei wesentlich e r - weitert worden. Nur gegenüber ber Türkei bleibenoch alles zu tun übrig". Das Blatt bedauert bann, daß die neuen Garantien im Augenblick nur einseitig seien und hofft, baß man eines Tages boch noch zu einer gegenseitigen Beistands- verpflichtung gelange.

Aus dem Weltkrieg nichts gelernt."

Das amerikanische Volk will keine Verwicklung in Europa.

Los Angeles, 14. April. (DNB. Funkspruch.) In einer Ansprache vor der Universität von Süd- falifornien in Los Angeles verlangte ber amerika­nische Jurist 'Malone, der während des Krieges ein wichtiges Bundesamt in Neuyork bekleidete, daß Roosevelt mit dem Ziel der Amtsentziehung unter Anklage gestellt werde, weil er auf einer Außenpolitik beharre, die Amerika in eine Kriegsgefahr bringe. Das amerikanische Volk habe Roosevelt bei vielen Gelegenheiten bedeu­tet, daß es keine Bündnisse mit Europa wünsche und daß es nicht an einem europäischen Krieg teilnehmen werde. Keinem Präsidenten sollte gestattet werben, mit dem Leben und dem Glück bes amerikanischen Volkes zu spielen.

Malone fährt dann fort:Wir glaubten seiner­zeit, baß ber Weltkrieg alle Kriege be- e n b e n würde. Wenn wir die heutigen (Erklärungen des Präsidenten und seines Unterstaatssekretärs Welles hören, deren Ansichten anscheinend durch Richtstrahler aus dem britischen Außen- a m f ö i f 0 e r t werden, möchte man gl au 6 en, daß wir nichts aus ber geistigen, kulturellen und wirt­schaftlichen Zerstörung bes Weltkriegs gelernt haben!" Das amerikanische Volk lieh den Alliierten einst 13 Milliarden, die es niemals zurückbekom­men hat und verausgabte selbst für den Krieg 22 Milliarden Dollar. (Es ließ ferner zehntau­fe n d e junge Menschenleben auf den Schlachtfeldern Frankreichs zurück und hat heute noch Tausende von Soldaten in Veteranen-Kranken- häusern. Amerika hat ferner heute einen Fehl­betrag von 59 Milliarden Dollar im Staatshaushalt, ohne irgendwelche Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung. Aber trotzdem geben ber Präsibent und seine Berater unverantwortliche und unnütze Erklärungen ab, die Amerika in einen neuen europäischen Krieg verwickeln können!

Hyänen der Kriegshetze.

Hochkonjunktur in der Rüstungsindustrie der USA.

Neuyork, 13. April. (DNB.) Der Monatsbe­richt der Munitionskontrollbehörde beweist, baß bie amerikanische Rüstungsindustrie aus der von ihr unter Roosevelts Führung eifrig geförderten Kriegs­hetze riesige Gewinne zieht. An der Spitze aller Abnehmer stehen England und Frank­reich. Aus dem Bericht geht hervor, daß diese beiden Staaten allein im März Lizenzen für die Ausfuhr von Munition, Waffen und anderen Kriegsgeräten in Höhe von 7 Millionen Dollar erwarben. Der Großteil dieser Summe fand für Flugzeuglieferungen nach

Frankreich Verwendung. Die Ausfuhrlizenzen im ersten Quartal dieses Jahres betrugen für beide Länder 25 Millionen Dollar.

Unter den weiteren Abnehmern für amerikanisches Kriegsmaterial befinden sich auch Holland und N i e d e r l ä n d i s ch - I n d i e n mit 1 155 000, R u mänien mit 1 282000, Sowjetrußland mit 856 000, die Schweiz mit 116 000 und die Tür. fei mit 118000 Dollar. Der Bericht hebt hervor, daß Verkäufe anantidemokratische Nationen" f a ft ganz eingestellt seien. Un­ter den ibero-amerikanischen Käufern waren M e - xiko mit 2 452 000, Brasilien mit 492 000 und Peru mit 352000 Dollar vertreten.

Oie neuen amerikanischen

45 OOO-Tonnen-Schlochtschiffe.

Washington, 14. April. (Europapreß.) Wie in Marinekreisen der Vereinigten Staaten erklärt wird, soll es gelungen sein, für' die geplanten neuen 45000-Tonnen-Schlachtschifse ber Vereinigten Staaten eine solche Bauart zu finben, baß trotz ber unge­wöhnlichen Größe dieser Schiffe ihre Geschwindig­keit nicht allzu sehr herabgemindert wird. Die beiden neuen Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten sollen eine Stundengeschwindigkeit von 35 Knoten er­reichen, was ber Geschwindigkeit der schnellen Kreu- zer ber U8A.-Kriegsflotte entsprechen würbe.

Oas endgültige Ergebnis der Folketing-Wahlen in Aordschleswig. Hadersleben, 13. April. (DNB.) Hier fand die sogenannte Feinzählung des Ergebnisses ber Folketing-Wahl für Norbschleswig statt. Das endgültige Ergebnis für die deutsche Liste war 15 015 Stimmen gegen 12 670 vor vier Jahren. Parteiführer Dr. Möller erhielt einschließlich ber Listenstimmen, die nach dem Wahlgesetz dem Spitzen- kandidaten einer gebundenen Lifte zufallen, 9499 Stimmen, von denen 6062 persönlich auf feinen Na­men abgegeben waren. Von den sieben Mandaten für Nordschleswig erhalten Sozialdemokraten drei, die Venstre (Linke) mit Hilfe der Bauernpartei zwei, Konservative und Deutsche je ein Mandat. Die dä­nischen Nationalsozialisten und die Konservativen bekommen noch je ein Zusatzmandat aus Reststim­men des gesamten Großkreises Jütland. Die däni­schen Nationalsozialisten entsenden ihren Führer und Gründer, den Arzt Fritz Clausen aus Baurup bei Apenrade, ins Folketing.

Abschied der Heeresgruppe 5 von Brünn.

Loyale Zusammenarbeit beider Nationen in Mähren.

Brünn, 13. April. (DNB.) Donnerstag gab der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe 5, General der Infanterie Lift, einen (Empfang anläßlich ber Be­endigung ber Tätigkeit ber Heeresgruppe 5 im Lande Mähren. Er unterstrich das gute Verhältnis zwischen ber deutschen Wehrmacht und ber Bevöl­kerung beider Nationen und führte aus:Die An­gehörigen beider Nationalitäten haben eine vor­züglich disziplinierte, vom Verantwortungsbewußt- fein des historischen Geschehens getragene Haltung bewiesen. Wir alle haben nur den einen Wunsch, daß das historische Werk, für dessen Durchführung wir zu unserem Teil eine sichere Grundlage geschaf­fen und brauchbare Vorarbeit geleitet haben, ge­lingen möge."

Landespräsident Cerny erwiderte, die Persiche- rung, daß sich alle Behörden für eine erfolgreiche Zusammenarbeit einsetzen würden, wurde loyal und von allen Seiten eingehalten. Das Verhältnis ber Bevölkerung zur Wehrmacht war loyal, ja, man kann sagen aufrichtig freundschaftlich, ßanbespräfibent Cerny sprach für bas mustergültige Verhalten ber deutschen Wehrmacht seinen Dank aus und gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß in Zukunft alle Aufgaben, bie noch zu lösen fein wer­den, im selben aufrichtigen Sinne zum Wohle aller erfüllt würben.

Oer Gauleiter verabschiedet die Adolf-Hitler-Schüler.

NSG. Am Donnerstagabend verabschiedete Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger bie 13 Pimpfe, die in diesem Jahre aus dem Gau Hessen-Nassau für den Besuch der Adolf- Hitler-Schule ausgewählt worden waren. Die Adolf-Hitler-Schüler kommen zunächst zur Ordens­burg C r ö f f i n f e e. Sie fetzen ihre Ausbildung im Herbst in der Ordensburg Sonthofen fort. Sie sind in allen Ortsgruppen unseres Gaues aus den ^jäh­rigen Pimpfen ausgewählt worben. Nach einer Vorauslese in ben Kreisen wurden sie in Zusammen­arbeit mit dem Gaupersonalamt, dem Gauschulungs­amt und der Hitler-Jugend in einem großen Aus­lese-Lehrgang, an dem aus jedem Kreis etwa acht Pimpfe teilnahmen, zusammengefaßt. Aus diesen wählte der Gauleiter selbst bann bie 13 Jungvolk- Jungen aus, bie nun zur Adolf-Hitler-Schule fuhren.

Zugendburg als Ehrenmal der gefallenen Wandervögel.

Von ben 11 000 Wandervögeln, die hinauszogen, um die deutsche Heimat zu schützen, blieben 7 0 0 0 auf bem Selbe ber Ehre. Schon sofort nach bem Kriege entstand ber Gebaute, biefen gefallenen deutschen Ju g endwande r e r n ein Ehrenmal zu schaffen und die Burg Ludwig st ein im W e r r a t a l als Jugendburg auszugestalten. Trotz des wirtschaftlichen Niedergangs und ber starken Zersplitterung der Jugend gelang es im Laufe ber Jahre, die Jugendburg so auszubauen, daß gerade im Jahre der Machtübernahme der Schlußstein in der Weise gesetzt werden konnte, daß zusammen mit ber Hitler-Jugend der besondere Gedenkraum op weiht wurde. Besitzer ber Jugendburg war die Ver­einigung zur Erhaltung ber Burg Ludwigstein, und es galt nun, einen Weg zu finben, um diese Burg einerseits in bie Hanb ber Hitler-Jugend zu üb er­führen, anderseits aber auch denen, die mit den Gefallenen Schulter an Schulter draußen waren und die Burg mit gestalten halfen, für bie Zukunft ein Heimatrecht auf ber Burg zu sichern. Zum Oster­fest ist eine entsprechende Vereinbarung zustande gekommen. Durch eine Schenkungsurkunde ist die Burg Lubwigstein bem Deutschen Ju g e nb- herbergswerk übereignet worden. Aus ben alten Mitgliedern ist ein besonderer Färber- kreis gebildet worden, ber sich zweimal im Iah" zu Gebenkstunben auf ber Burg vereinigt und auch in Zukunft Mittel zum Ausbau der Burg zur Ver­fügung stellt. In einer Feierstunde auf ber Jugend- bürg wurde Ostern am 23urgeingang eine

Daladier aus den Spuren Chamberlains.

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