Ausgabe 
14.3.1939
 
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Aus der engeren Heimat.

Wirtschaft

Köhler, geb. Bommersheim, beerdigt, die Witwe des im Jahre 1911 verstorbenen deutsch-völkischen Vorkämpfers Philipp Köhler (Langsdorf), nie entstammte von all ihren Ahnen her alten Betten­häuser Bauernfamilien, die Jahrhunderte lang das Dorf geführt hatten. Mit dem Tode der Frau Köh­ler ist die Zeit zu Ende gegangen, die sich tief m die Erinnerung unseres Dorfes eingegraben hat.

Kreis Büdingen.

h Schotten, 10. März. Gestern wurde hier Kreiskassenrechner Ludwig Eckel unter allgemeiner Teilnahme zu Grabe getragen. Der Verstorbene war an der Provinzialkasse Gießen tätig, kam 190b

an das Kreisamt Schotten und hat über 30 Jahre die Geschäfte des Kreiskassenrechners m vorbildlicher Treue und Gewissenhaftigkeit geführt Der hiesige . Männerchor sang an seinem Grab, Regierungsrat Kessel (Büdingen) legte mit einem warmen Nach­ruf einen Kranz am Grabe nieder, ebenso Rektor Steinhauer namens des Obst- und Gartenbau­oereins. Auch in unserer Stadt wurde das Er­nährungshilfswerk eröffnet. Eine be­sondere Schweinemastanstalt wurde mit Hufe der Stadt in einer landwirtschaftlichen Hofreite ein­gerichtet. Dort wird eine große Anzahl Schweine durch eine geeignete Person, die zugleich die Samm­lung der Küchenabfälle vornimmt, gemästet.

Appell und Feierstunde des SA.-Gturmes 24/116 Laubach

* Laubach, 12. März. Der hiesige SA - Sturm 24/116 veranstaltete imSolmser Hof einen Appell mit einer Feierstunde, in der die Ueberreichung von SA.-Wehrabzeichen stattfand. Der Saal war festlich geschmückt. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 und der Ehor des Sturmes ver­schönten die Feier, zu der sich auch Angehörige der Partei, der Frauenschaft, der HI. und des BDM. einfanden.

Sturmführer Haas sprach einleitend vom Sol­datentum in der deutschen Geschichte und wies be­sonders darauf hin, daß gerade der Führer den Geist der Frontsoldaten aus dem Weltkrieg hinein- qetraaen habe in die SA., die diesen Geist erhalte und fortführe. Dieser soldatische Geist habe Deutsch­land nach Jahren des Niedergangs emporgeführt zu Macht und Ansehen. Heute werde die deutsche Ju­gend zu Mannesehre, Stolz und Tugend erzogen, und das SA.-Wehrabzeichen sei das Ehrenzeichen des wehrfähigen Mannes geworden, es sei das Zei­chen einer klar ausgerichteten Marschrichtung in der Erziehung der Jugend. Abschließend gedachte der Sturmführer der Gefallenen des Weltkrieges und der Bewegung. , _ .

Im weiteren Verlaufe des Appells brachten Zwie­gespräche und Sprechchöre, von Musik untermalt, einen Streifzug durch die deutsche Geschichte, wobei die Heldenhaftigkeit des deutschen Manftes im Kampf für Heimat und Vaterland besonders betont wurde.

Sodann überreichte Standartenführer Lutter an über 30 Kameraden der SA., der Partei, der SAG und der Polizei die erworbenen SA.-Wehr- abzeichen. Er wies auf die Bedeutung dieses Ehren­zeichens hin und gab seiner Freude darüber Aus­druck, daß er gerade dem Sturm 24/116, der in der Geschichte der SA. schon mehrmals hervorgetreten fei, die verdienten Leistungsabzeichen überreichen dürfe. Weiter sprach er über die Aufgaben der SA., wie sie sich durch die Erhebung des SA.-Sportabzei- chens zum SA.-Wehrabzeichen ergeben haben.

Kameradschaftliches Beisammensein beschloß die schöne Veranstaltung.

Gastspiel des Gießener Stadttheaters.

Zs Alsfeld, 12.März. Am Samstag brachte das Gießener Stadttheater im Rahmen der Veranstaltungen der NS.-Kulturgemeinschaft »n großen Saal desDeutschen Hauses" eine Auffüh­rung der altbewährten OperetteWiener Blut" von Johann Strauß. Die Aufführung hinterließ den besten Eindruck. Die Gäste aus Gießen brachten eine in allen Teilen hervorragende Wiedergabe des köst­lichen Humors und der unvergänglich schönen Straußschen Walzermelodien. Das Städtische Orche­ster unter Leitung von Kapellmeister P o p e l k a verdient ein besonderes Lob für seine ausgezeichne­ten Leistungen. Das bis auf den letzten Platz besetzte Haus spendete der vorzüglichen Aufführung reichen Beifall. Mit dem Abschluß der diesjährigen Win-

Rhein-Mainische Börse.

TNittagsbörse schwächer.

Frankfurt a. M., 13. März. Kleines Angebot der Kundschaft drückte bei der starken Geschäfts­stille erneut auf die Kurse, die überwiegend 1 v. H. niedriger einsetzten, von denen während der ersten Börsenstunde eine verschwindend geringe Anzahl zur Notiz gelangten, wobei die Umsätze über Mindest­beträge nicht hinausgingen. Käufe lagen am Ak­tienmarkt kaum vor, da die Zurückhaltung in­folge der Vorgänge in der Slowakei noch mehr zu­genommen hat. Zunächst kamen nur IG. Farben mit 149 (149,75), AEG. mit 111,75 (112,75), Man­nesmann mit 107,40 (108,75), Hoesch mit 106,50 (107,25), Reichsbank mit 178 (179), Conti Gummi mit 210 (211,50), Scheideanstalt mit 202 (202,50) und nach Pause Deutsch-Atlanten-Telegraph mit 105,75 (112) niedriger zur Notiz. Weiter etwas höher Feinmech. Setter mit 99 (98). Behauptet lagen Elektr. Lieferungen mit 128, dement Heidelberg mit 150 und Salzdetfurth Kali, mit 132.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls äußerst still und nicht ganz einheitlich. Reichsaltbesitz schwächten sich auf 129,80 (130,13) ab, Kommunal-Umschul- dung blieben mit 93,25 ebenso wie Späte Schuld­buchforderungen mit 99,25 gehalten. Reichsbahn- Vorzugsaktien verloren 0,25 v. H. auf 123,25. Von Pfandbriefen gaben Liquidationswerte vielfach bis 0,13 v. H. nach. Teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. er­mäßigt wurden ferner Stadtanleihen; 4Va v. H. Pforzheim 97,50 (98), 4*/2 v. H. 1928er Mainz 96,75 (97,13)-, jedoch 4'/- v. H. Baden-Baden 98,50 (98,40). Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich; 5 o. H. Gelsenbenzin 100 (100,40), 5 v. H. Hoesch 101 v. H. (100,50), 5 v. H. Mittelstahl 100,50 (100,40).

Abendbörse teilweise weiter schwächer.

Der Abendbörse mangelte es in hohem Grade an Aufträgen, so daß im Großverkehr des Aktien­marktes nahezu völlige Geschäftsstille herrschte. Die Zurückhaltung dauerte an. Meist kamen die Kurse nominell und nicht ganz einheitlich, über­wiegend aber weiter etwas schwächer zur Notiz. Von Maschinenwerten waren besonders MAN. gedrückt auf 140 (141)50 und 140,75 in Berlin), Rheinmetall bröckelten auf 128,50 (128,90) ab, während Demag mit 142, Adlerwerke mit 105 und BMW. mit 147,50 gehalten blieben. Von Montanwerten stellten sich Hoesch auf 105,75 (106), Mannesmann auf 107,25

(107,40), Laurahütte auf 12,40 (12,65), Deutsche Erdöl auf 121,75 (122), hingegen Vereinigte Stahl auf 108,75 <108,50), Rheinstahl auf 131,75 (131,50) und Buderus auf unverändert 102,50. IG. Farben tonnten sich mit 149, ebenso wie Metallgesellschaft mit 114,50, DDM. mit 180, Gesfürel mit 131, ELG. mit 128 und Lahmeyer mit 111 behaupten. Dagegen gaben Reichsbank auf 177,25 (178), Bembera auf 131 (131,50), Bekula auf 158 (158,50) und van Groß­bankwerten Deutsche Bank auf 117,75 (118,25) nach.

Frankfurter Getreidebörse.

Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W9 210, 11 212, W12 213, W13 214, W 16 217, W18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen R 11 196, R 12 197, R 14 199, R15 200, R 16 202, R17 203, R18 204, R19 206, Großhandelspreise der Mühlen der ge­nannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W 20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 0,50 RM. Fracht- Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Bei- Mischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R16 22,95, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. FrachEusgleich. Weizen- futtermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Mühlen­festpreise ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, ge­sund, trocken 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80' Roggenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 3,00, Hafer- und Gerstestroh, bindfadengepreßt oder gebündelt, 2,60 bis 2,70, Erzeugerpreis ab Erzeuger- Verladestation.

Frankfurter Scklackilviebmarkt.

Frankfurt a. M., 14. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 818 Kälber, 30 Hümmel, 41 Schafe, 3842 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hümmel 40 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Häm- mel und Schafe mittel.

teroeranstaltungen wird der große Saal uu Hotel Deutsches Haus" für einige Wochen seine Pforten schließen, um einer gründlichen Renovierung unter­zogen zu werden.

Tagung Der z-rauenschafi-leiterinnen.

Gfs. Butzbach, 10. März. Hier fand am Mittwoch eine Tagung der Orts - F r a u e n - schaftsleiterinnen des Kreises Wet­te r a u statt. Frau W r e d e eröffnete die Tagung mit einem Wort des Reichsführers jf Himmler. Sie ermahnte darauf die Frauen zu nie ermüden­dem Verantwortungsgefühl. Hierauf kamen die ein­zelnen Abteilungsleiterinnen zu Wort. Nach regster Aussprache verließen die Frauen die Tagung mit neuen Anregungen und Richtlinien für ihre nicht immer leichte Arbeit.

Raubmörder Dörr hingerichtet.

Frankfurt a. M., 14. März. (LPD.) Die Ju­stizpressestelle Frankfurt teilt mit: Am 14. Marz 1939 ist der am 29. Juli 1912 geborene Albert Dörr aus Wiesbaden hingerichtet worden, der durch das Urteil des Sondergerichts Frankfurt am Main vom 13. Februar 1939 zum Tode verur­teilt worden ist. Dörr hatte in Eschborn im Taunus an der 56 Jahre alten Witwe Wilhelmine Kirchner, geb. Roth, einen Raubmord ver­übt.

Landkreis (Sieben.

Y Wieseck, 13. März. Am Sonntag trat die HI. mit einem D or f ge mei n s cha ft s ad e nd vor die Oeffentlichkeit, der sehr gut besucht war und einen schönen Verlauf nahm. Die Vorführungen, die mit dem Lied:E.in junges Volk steht auf" er­öffnet wurden, gaben ein Bild des Strebens der HI. Ein luftiges Theaterftückchen und eine Spinn­stube wurden gut gespielt und fanden viel Beifall. Der zweite Teil, der in Gemeinschaft mit dem Turnverein gestaltet wurde und neben Boden- und Barrenturnen der HJ.-Sportdienstgruppe Tänze und Reigen der Turnerinnen brachte, zeigte den Willen zur Pflege der Leibesübungen in Kameradschaft mit dem NSRL.

Gfs. Daubringen, 13. März. Der Märzpflicht­abend der N S. - F r a u e n s ch a f t stand unter dem ThemaOrtsbäuerin und Erzeugungsschlacht". Nach Eröffnung des Abends durch die Leiterin brachte bie Ortsbäuerin und Abteilungsleiterin für Volkswirt­schaft = Hauswirtschaft Frau Pfeiffer interessante Ausführungen über Anbau und Ernte, und zeigte drei Filme des Reichsnährstandes, die den Frauen viel Neues brachten; z.B. Anlegung des Gartens auf dem Lande, praktische neue Gartengeräte und richtige Aufbewahrung von Wintervorräten. Die Frauen folgten mit großem Interesse. Das Dritte Reich gibt gerade der Landfrau viel Anregung und Winke, um vorteilhaft, Zeit und Geld sparend zu wirtschaften.

ex} Langsdorf, 13. März. Heute wurde hier nach vollendetem 76. Lebensjahr Frau Dorothea

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