Ausgabe 
14.3.1939
 
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AS.-Lehrerbund, Gießen

Neusprachliche Fachschaft.

'Nächste Sitzung am Donnerstag, 16. März, 16.30 Uhr, in der Iustus-von-Liebig-Schule.

BdM.-Jührerinnen-Tagung.

Ein rassenpolitischer Vortrag.

Im Rahmen der BDM.-Führerinnen-Tagung, über die wir gestern bereits berichteten, wurde in der Arbeit des Sonntags auch ein Vortrag über rasse­politische Fragen gehalten.^Dr. Zinßer schilderte die bisher eingeschlagencn Wege und die Notwendigkeit einer zielsicheren Rassepolitik, um das Anwachsen minderwertiger Kräfte und auch den Bevölkerungs­rückgang aufzuhalten. Der Redner zeigte die Folgen der Geistesverfassung der früheren Zeit, durch die es möglich war, daß minderwertige Kräfte sich in er­schreckendem Maße ausbreiten und das ganze Leben des Volkes beeinflussen konnten. Der frühere Staat gab mehr Gelder für asoziale Elemente aus, die für den Nachwuchs der Irrenanstalten, Gefängnisse, Krankenhäuser und Siechenhäuser sorgten, als für erbgesunde, arbeitswillige Volksgenossen. Aus dem Rassegefühl heraus sind nun Abänderungen nötig, damit die kinderreiche, erbgesunde Familie gefördert wird. Der Redner zeigte die Folgen des Geburten­rückganges und unterstrich die Notwendigkeit des Kinderreichtums zur Sicherung der politischen Erfolge. Militärische Vorführungen der Flieger

und der Artillerie.

Für denTag der Wehnnacht" am kommenden Sonntag, 19. März, bietet der F l i e g e r h o r st Gießen den Besuchern aus Gießen und Umge­gend folgende fliegerische Veranstaltungen: Vorfüh­rung von Kampf-, Transport- und Kurierflugzeu­gen; Start eines Kampfverbandes; Kunstflugvor­führungen; Segelflug; Rundflüge über Gießen zum Preise von RM. 5, je Fluggast. Gezeigt werden den Besuchern: Fliegerbomben, Flugzeugwaffen, Flugzeugfunkgeräte, Schießen mit Flieger-MG., Filmvorführungen. Ferner findet Kleinkaliberschie­ßen statt. Ein Fliegerangriff auf den Horst und Ab­wehr durch Flak wird ebenfalls zu sehen sein. Zu dem Eintopsessen auf dem Fliegerhorst wird der Musikzug der Flieger spielen. Die Besichtigungen und Veranstallungen beginnen um 9 Uhr, Dauer bis 17 Uhr.

In der B l e i d o r n - K a f e r n e wird man bei unfern Artilleristen Gelegenheit zum Reiten, ferner zu Spazierfahrten mit Krümperwagen haben. Unsere Artilleristen haben ferner in Aussicht genom­men, daß für eine entsprechende Spende zum WHW. der Besucher auch ein Geschütz abschießen darf, das mit Manöverkartuschen geladen wird. Kleinkaliber­schießen und Vorführungen von MG.-Wagen wer­den gleichfalls die Besucher unterhalten. Eine Reit- abteilung der Artillerie wird mit dem Reiten einer Quadrille erfreuen. Kasernenbesichtigungen ist na­türlich auch hier während des ganzen Tages mög­lich.

Heber die Vorbereitungen der Infanterie für die Darbietungen in den Kasernen konnten wir bis­her noch keine näheren Anhaltspunkte erhallen.

Bis 31. März Anmeldefrist zum Schaufensterwettbewerb.

NSG. Unter den verschiedenen Aktionen des Reichsberufswettkampfes nimmt der alljährlich statt­findende Schaufensterwettbewerb eine besondere Stellung ein. Er wird jeweils vorn FachamtDer Deutsche Handel" in der DAF. als zusätzliche Leistung für den gesamten deutschen Einzelhandel durchgeführt. In diesem Jahre sindet der Wettkampf in der Zeit vom 20. bis 30. April statt. Zum ersten Male nimmt auch die deutsche Ostmark am Schaufensterwettbewerb teil, die bereits bei den jetzt beginnenden Vorarbeiten eine starke Anteilnahme zeigt.

Teilnahmeberechtigt am Schaufensterwettbewerb sind alle im Gau Hessen-Nassau im Einzelhandel schaf­fenden Deutschen. Eine Altersbegrenzung ist nicht festgelegt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Anmel­dung hat bis spätestens 31. März bei den Orts- bzw. KreisfachabteilungenDer Deutsche Handel" in der DAF. Gau Hessen-Nassau zu erfolgen.

3u der Aufgabenstellung des Schaufensterwett­bewerbes ist folgendes vorgesehen: Es ist ein Schau­fenster mit einer guten Idee bei möglichst geringem Kostenaufwand und sauberer technischer Ausführung zu gestalten, mit dem eine erfolgreiche Werbewirkung erzielt wird. Idee und Ausführung müssen von dem Wettbewerber selbst kommen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtzielsetzung des Schaufensterwettbewerbes, -jedoch kann den besonderen Erfordernissen des Ge- Ichäftszweiges enttzfrochen werden. Weitere Richt­linien werden nicht ausgegeben. Ein Teilnehmer Tann mehrexe Fenster gestalten, jedoch ohne Mitwir- üuttg eines zweiten Teilnehmers.

Versammlung

der Gießener Ziegenzüchter.

Die Ortsfachgruppe Gießen der Ziegenzüchter hielt ihnFrankfurter Hof" eine Mitgliederversammlung mb. Die Stallschau, die, wie Ortsfachgruppenleiter Hch. Hödel ausführen konnte, sich bewährt hat, "dH fortgesetzt werden, wobei die Stallverhältnisse,. Der Nährzustand und die Pflege sowie die Klauen- oflege eingehend überprüft werden. Im Mittelpunkt Des Abends stand eimVortrag von Züchter Weh- r u m vom Tierzuchtamt Gießen über das Thema Die Ziegenzucht". An Hand zahlreicher Lichtbilder interstrich der Redner die Notwendigkeit der Aus­wahl nach züchterischen Gesichtspunkten, damit nur olche Tiere gehalten werden, die ihr Futter ver- ihenen. Das Zuchtziel sind Tiere mit breiter Brust, guter Rippenwölbung und Beinstellung. Angestrebt wird eine gewisse Tiefe des Körpers. Gleichzeitig wuß die Durchschnittsleistung an Milch von 559 Liter auf 800 Liter, wie sie bei den Herdbuchzuchten bereits erzielt wird, an gestrebt werden. Es fehlen in Deutschland 1 Million Ziegen mit einer Mehr- !Lüftung von mindestens 100 Liter Milch pro Tier. Der Redner unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung i' er Ziege und hob besonders den Verbrauch der bgerahmten Milch für die Schweine- und Hühner­zucht hervor. Die Milch- und Zuchtleistung wird i ur durch gute, gesunde Tiere gesteigert werden lönnen, die neben einer ausreichenden Fütterung (esunde Stallungen, Sauberkeit und sorgfältige Wege sowie gründliche Klauenpflege bedingen und (iner Leistungskontrolle unterworfen sein müssen. As die in der Landesbauernschaft vorherrschende ^uchtrasse nannte der Redner die deutsche neiße Edelziege. Seine inhaltsreichen Aus- jührungen schloffen mit einem Appell an alle Zie- eenhalter, sich zu gemeinsamer Arbeit zusammen- liuschließen und ihre Tiere einer Leistungskontrolle

unterziehen, damit auch die Ziegenzüchter ihren Beitrag zum Aufbauwerk leisten.

©iefoenec Wochenmarktpreise.

* Gießen, 14. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse A 12%, B 12, C 11%, Wirsing, % kg 18, Weißkraut 12 bis 13, Rotkraut 14 bis 15, Karotten 12 bis 15, rote Rüden 10 bis 16, Unter­kohlrabi 10, Rosenkohl 25 bis 45, Feldsalat 90 Pf. bis 1,10 Mark, */io 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 45, Zwiebeln 15 bis 17, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 45, Rhabarber 60, Kar­toffeln, % kg 5 bis 7 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark, Aepfel, % kg 40 bis 60 Pf., Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 15 bis 20, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, % kg 35 bis 40 Pf., Radieschen, das Bündel 15, Spinat, % kg 30 bis 35 Pf.

** Neu Verpflichtungen an das Stadt­theater Gießen. Für die Spielzeit 1939/40 wurden an das Stadttheater Gießen, Intendant Hermann Schultze-Griesheim, neuverpflichtet: Harry

Grüneke (Münster) als Oberspielleiter der Operette und Buffo; Elisabeth Leiprecht (Beuchen) als ju­gendliche Salondame; Jngeborg Riehl (Neuß) als Sentimentale und jugendliche Heldin; 5)ans Ca- ninenberq (Krefeld) als jugendlicher Held; Siegfried Lowitz (Breslau) als jugendlicher Charakter- und Chargenspieler; Hilmar Manders (Wiesbaden) als 1 Charakterheld und Komiker; Richard Boeck (In­golstadt) als 3. Kapellmeister.

** M i e t e r j u b i I ä u in. Am morgigen 15. März wohnt Herr Georg Brusius ununterbrochen seit 25 Jahren im Hause Walltorstraße 15. Das lange Mietverhältnis zeugt von gutem Einvernehmen zwischen dem Mieter und dem Hausbesitzer Erwin Semmler, und es ist für beide in gleicher Weise ehrenvoll.

** Sirenenprobe. Am morgigen Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr, werden die Feuer- und Luft­schutzsirenen wiederum, wie bereits am Samstag, ausprobiert. Wenn also morgen das bekannte Si­renengeheul ertönt, braucht keinerlei Beunruhigung zu bestehen, da es sich nur um eine Hebung handelt.

9 Ji.-Sport

Um den Aufstieg zur Bezirkskiaffe.

Lollar I Burgsolms I 3:3 (0:1).

Eine außergewöhnlich zahlreiche Zuschauermenge umsäumte am Sonntag den ßollarer Sportplatz um einen von Anfang bis zum Schluß spannenden Kampf mitzuerleben. Nur zu einem Teilerfolg reichte es gegen Burgsolms im zweiten Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse. Die Gäste kamen mit etwas Glück um eine Niederlage herum und hatten dies in der Haupt­sache dem schwachen Schußvermögen des Lollarer Sturms zu verdanken. Dagegen kämpfte die Lolla­rer Elf gegenüber den Gästen viel zu weich und verscherzte obendrein noch durch einige Unachtsam­keiten, nach einer 2:1-Führung, den Sieg. Dem Schiedsrichter stellte sich folgende Lollarer Elf: K. Ziegler; Hörstel, Ad. Ziegler; Hch. Ziegler, Klin­ket, Schilling; Haas, Gerlach, Pfarre, Rudolf, W. Ziegler.

Mit Beginn des Kampfes sah man ein verteiltes Spiel, das sich fast über die ganze erste Halbzeit er­streckte. Zwei gleichwertige Mannschaften scheinen sich gegenüberzustehen. Geraume Spielzeit verlief, ohne daß der eine oder andere Gegner zu Erfolgen

richter ausblieb, nur als Gesellschaftsspiel ausgetra­gen. Das Vorhaben der Gäste, die Lollarer Jugend­mannschaft niederzuringen, glückte ihnen nicht. Lol­lar war dem Gegner zu jeder Zeit gewachsen.

Oie Turner in Watzenborn-Steinberg im Dienste des WHW.

Das Fachamt Turnen des Kreises 8 führte am Samstag in der Volkshalle zu Watzenborn-Steinberg einen Turnabend durch, der von der Bevölkerung von Watzenborn-Steinberg und aus der Umgebung sehr gut besucht war. Vereinsführer Jung begrüßte Orts­gruppenleiter Jung, Bürgermeister Schäfer, Kreis- fachwart Daupert, Kreismännerturnwart Reuter, die Kreisriege der Turner und die Wiesecker Tur­nerinnen mit Oberturnwart Heller. Kreisfachwart Daupert ging kurz auf die Bedeutung der Leibes­übungen im Dritten Reich ein und erläuterte den doppelten Zweck des Abends, dem WHW. einen ansehnlichen Betrag abzuführen und für die Leibes­übungen zu werben.

Das turnerische Programm, das die Turner am Barren, am Pferd, bei den Bodenübungen und am

Reck zeigte, und das von den Turnerinnen mit Tänzen und Gymnastik sehr wirkungsvoll ausgestaltet wurde, gab immer wieder Anlaß zu Beifallsstürmen und hinterließ einen außerordentlich günstigen Eindruck. Es wurden nicht alltägliche Leistungen geboten und die Vielseitigkeit der Leibesübungen, wie sie das Fachamt Turnen betreibt, den aufmerksamen und bei­fallfreudigen Zuschauern gezeigt. Ortsgruppenleiter Jung stellte zum Schluß den jetzigen Betrieb der Lei besübungen dem der früheren Zeit gegenüber und forderte die Anwesenden, besonders die Jugend aus, ihren Körper durch Leibesübungen frisch und gesund zu erhalten. Dem WHW. konnte als Ueberschuß des Abends der Betrag von 92 RM. übergeben werden.

Schulen im Gerätewettkampf.

Am Samstag trug in der Turnhalle in Butzbach der Bezirk I, der die ein- bis dreiklassigen Volks­schulen um Butzbach umfaßt, seine Wintergeräte Wettkämpfe aus. Zum erstenmal beteiligte sich auch an diesen Kämpfen Rockenberg, so daß fünf Schu­len antraten. Außer Münzenberg mit zwei Knaben- Mannschaften und Rockenberg "mit drei Mädchen- Mannschaften beteiligten sich alle Schulen mit je einer Knaben- und einer Mädchenmannschaft in Stärke von sechs Schülern. Nach dem LiedAuf hebt unsre Fahne" und einer kurzen Ansprache be- gaitnen die Wettkämpfe, die aus Hebungen am Reck, Barren, Bodenübungen und einer Gemeinschafts- Übung bestanden. Die Ergebnisse bewiesen, daß,auch die Landschulen trotz ihres Mangels an Geräten und geeigneten Turnhallen, nicht mit ihren Leistungen zurückzustehen brauchen.

Die Ergebnisse.

Knaben: 1. Münzenberg 1. Mannschaft, 2. Kirch- Göns, 3. Griedel, 4. Münzenberg 2. Mannschaft, 5 Pohl-Gons, 6. Rockenberg.

Mädchen: 1. Kirch-Gons, 2. Griedel, 3. Rocken­berg 1. Mannschaft, 4. Pohl-Gons, 5. Rockenberg 3. Mannschaft, 6. Rockenberg 2. Mannschaft, 7. Mün­ze nberg,

Am Sonntag spielte die Jugend-Handballmann- schaft des Turnvereins auf hiesigem Sportplatz gegen die Jugend vom To. Södel. Auch dieses Spiel konnten unsere Jungens, dank ihrem schönem Spiel, mit 16:6 Toren (9:3) gewinnen. Großen Anteil an dem Sieg hatte der schußgewaltige Außenstür­mer Hans Scheurich, der allein 12 Tore schoß. Mit diesem Spiel wird Münzenberg der Staffelsieg nicht mehr zu nehmen sein.

kam. Erst allmählich merkte man, daß die Gäste, an­gefeuert durch ihre zahlreichen Schlachtenbummler, sich immer mehr einsetzten. Bruchteile von Sekunden waren sie dann stets früher am Ball und verschaff­ten sich so für kurze Zeit eine leichte Feldüberlegen­heit. Lollar spielte etwas zerfahren und kam erst langsam wieder auf. Vor dem Gästetor gab es span­nende Momente und der Führungstreffer schien bald zu fallen. Doch es kam anders. Im Gegenangriff gelang es dem Gästesturm die Lollarer Verteidigung zu umspielen, und er konnte zum Führungstor ein­senden. An diesem Stand war dann bis zur Pause nichts mehr zu ändern.

Nach dem Wechsel sah man ein anderes Spiel. Lollar kämpfte jetzt überlegen. Erfolge blieben aber vorerst noch aus. Burgsolms verstärkte die Verteidi­gung. Ein Durchkommen für den Lollarer Sturm gab es jetzt nicht mehr. Dafür aber erhöhte sich die Zahl der Eckbälle. Im Anschluß an einen von Haas schon hereingegebenen Eckball wehrte eine Gästespie­ler mit der Hand ab. Der fällige Elfmeter wurde von Ad. Ziegler sicher verwandelt. Im nächsten An­griff gab es einen weiteren Eckball. Im Gedränge prallte das Leder von einem Gästespieler ab ins eigene Tor. 2:1 für Lollar! Nun legten die Burg- solmser wieder ihr Hauptgewicht auf den Angriff. Lollar verstand den Vorsprung nicht zu halten. In einer übereifrigen Abwehr, gerade noch im Straf- aum stehend, benutzte Haas die Hände. Mit dem fälligen Elfmeter konnte Burgsolms gleichziehen. Wenig später konnten die Gäste sogar durch eine etwas harte Strafstoßentscheidung wieder die Füh­rung an sich reißen. Nur noch wenige Minuten Spielzeit. Mancher gab den Kampf als endgültig verloren auf. Lollar versuchte es verbissen nochmals durch letzten Einsatz. Uni) wiederum machte ein Gäste­spieler im Strafraum Hand. Ad. Ziegler konnte bann wenigstens den Ausgleich noch Herstellen.

Die Ergebnisse der Kreisklassenspiele.

I. Kreisklasse.

Kreisspieltag des Zachamtes Handball.

In Anwesenheit des Gaufachwartes für Handball im Gau Hessen, Denn (Kassel) und des Kreissport- wartes Mohr (Gießen) hielt das Fachamt Hand­ball im Kreis Gießen seinen Kreisspieltag ab. Trotz­dem eine Reihe von Vereinen nicht vertreten waren die Wahl des Tages wirkte sich ungünstig auf den Besuch aus nahm die Tagung bei zahlreicher Be­teiligung einen ausgezeichneten Verlauf. Die Refe­rate, die sich in der Hauptsache auf Zeitfragen be­zogen, vermittelten den Vereinsvertretern noch ein­mal das Wirken und Wollen des Fachamtes 4 und gaben einen tiefen Einblick in die damit zusammen­hängende Arbeit.

Mit einer kurzen, finnigen Würdigung des Hel­dengedenktages leitete Krelsfachwart Luh über zu der eigentlichen Tagesordnung, die vielgestaltig in ihrer Art, alle interessierenden Gebiete streifte und selbstverständlich auch auf die Note und Wünsche der Vereine einging.

Aus einer kurzen Rückschau konnte man entneh­men, daß der Mannschaftsbestand im abgelaufenen Jahre gehalten wurde und daß vorgekommene Ab­gänge restlos durch Neuaufnahmen ausgeglichen worden sind. Eine großzügige Werbeaktion, bei der u. a. an Spiele der Kreismannschaft, Pokalspiele, Städtespiele, Turniere der Hmkreismannschaften usw. gedacht ist, soll der Handballbewegung im Kreis neuen Auftrieb geben. Als eine erfreuliche Tat­sache wurde die nach und nach eingetretene anstän­dige Spielweise der Mannschaften herausgestellt. Die laufende Runde konnte ohne jeden Zwischenfall durchgeführt werden. Herausstellungen kamen nur ganz selten vor. Die.ftserie hat sich durch laufend notwendig gewordene' Verlegungen etwas verzögert. Trotzdem hofft man, die Termine einhal­ten und die Sieger ordnungsgemäß melden zu kön­nen. Einen breiten Raum im erweiterten Lehr­

gangsprogramm nimmt für die Folge die Schu­lung der Spitzenspieler, Schiedsrichter und Uebungs- leiter ein. In der Kreismannschaft soll sich die wahre Stärke des Kreises widerspiegeln. Dazu ist es aber erforderlich, daß die Männer aufeinander eingespielt sind und dadurch zu einer wirklichen Meisterleistung kommen.

Nachdem Kreissportwart Mohr einige Erläute­rungen allgemeiner Natur gegeben hatte, sprach Gaufachwart Denn über Zeitfragen. Er sagte die volle Unterstützung des (Baues für alle Maßnah­men des Kreises zu und kündigte vor allen Dingen an, daß gerade der Kreis Gießen ausersehen sei, schon in allernächster Zeit einige große Hand- ball-Veranstaltungen m seinen Grenzen auszurichten.

Im weiteren Verlauf der Tagung ergriff dann der Obmann für Basketball, Mohr, nochmals das Wort, um für das von ihm betreute Spiel zu wer­ben. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß gerade die Handballer dem schonen Hallenspiel die Aufmerk­samkeit widmen mochten, die ihm zukommt.

Zum Schluß sprach dann Kreisschiriobmann Becker über Schiedsrichter- und Jugend fragen. Seine Hinweise sind nur zu leicht verständlich, weil allen bekannt ist, daß mit einem Stamm tüchtiger Schiedsrichter die Spielbewegung steht und fällt. Deshalb soll alles getan werden, um hier für den notwendigen Nachwuchs zu sorgen. Seine Ausfüh­rungen bezüglich der von ihm betreuten Jugend- mannschaften ließen erkennen, daß zwar auch hier noch Mängel austreten, daß er aber zuversichtlich hoffe, sie schon in allernächster Zeit abzustellen.

Mit der Siegerehrung aus der vorjährigen Runde und dem Gruß an den Führer schloß Kreisfachwart Luh die wohlgelungene Arbeitstagung.

Großen-Linden Steinbach 2 : 0 Hungen SA.-i Kampstpielgem. 1:1

II. Kreisklasse.

(Brünberg Harbach 1 :1

Nieder-OhmenGöbelnrod ausgefallen Geilshausen Saasen 4 : 2

Staufenberg Londorf 2 : 4

Krofdorf VfB.-Reichsbahn III. 4:1

Großen-Linden konnte auch das letzte Meister­schaftsspiel für sich entscheiden, aber das Ergebnis läßt deutlich erkennen, daß sich die Steinbacher ihrer Haut wehrten und wieder stärker geworden sind. Leider wurde die Siegesfreude durch einen Hnfall getrübt, denn ein Spieler der Platzherren prallte unglücklich mit feinem Partner zusammen,, und beide mußten vom Platz geschaffen werden. Obwohl die SA. nur eine Mannschaft zu stellen hatte, waren es in der Mehrzahl Spieler der zweiten Garnitur, die die Reise nach Hungen machten. Trotzdem ge­lang es ihnen, ein Unentschieden herauszuholen.

Hart wurde in Grünberg gekämpft, wo der Schiedsrichter ausgeblieben war. Beide Mann­schaften trennten sich zum Schluß unentschieden. Aus unbekannten Gründen kam das Spiel in Nieder- Ohmen nicht zustande. In Geilshausen lieferte Saasen eine ansprechende Partie. Bis zur Pause stand es noch unentschieden, dann allerdings hatten die Platzherren die Oberhand und sicherten sich den Sieg. In Staufenberg hatte der Meister zu kämp­fen, um zum Siege zu gelangen, Gegen den Wind spielend, mußte sich die Mannschaft bis zum Wech­sel geschlagen bekennen, zog aber dann davon und schoß vier Tore. Reichlich "hart war das Spiel in Krofdorf. Die Gastgeber waren schneller und holten sich einen verdienten Sieg.

Fußball um bie Banumeisterschast.

Garbenleich 1. Jugend 1900 1. Jugend 2:2 (0:0).

Am Sonntag begannen die Zwischenrundenspiele um die Bannmeisterschaft. Die 1. Jugendmannschaft der Blau-Weißen hatte ihr schwerstes Spiel zu be­streiten, das mit 2:2 schon einen Erfolg darstellt. Das Spiel litt sehr unter dem starken Wind, und so mußten beide Mannschaften ihr Letztes hergeben, um nicht noch in letzter Minute einen sehr wich­tigen Punkt zu verlieren.

Lollarer Jugend 1900 lb-Jugend 3:1 (2:0).

Besser als erwartet schlug sich die Lollarer Jugend­elf. Das Spiel wurde aber, da der angesetzte Schievs-

Hauptversammlung des Turnvereins Grünberg.

Arn Samstagabend hielt der Turnverein (Brün­berg im dortigen GasthausTaunus" feine Haupt­versammlung ab. Vereinsführer Wenzel erstattete einen eingehenden Jahresbericht, der durch die Be­richte der einzelnen Fachwarte ergänzt wurde.

Vom Turnbetrieb find folgende Zahlen zu nennen: Turner 67 Abende mit 1297 Teilnehmern, Turnerinnen 55 Abende mit 664 Teilnehmerinnen, Frauen 29 Abende mit 271 Teilnehmerinnen, Schü­lerinnen 41 Hebungsstunden mit 1735 Teilnehmerin­nen.

Fußballabteilung: 1. Mannschaft 10 Pflichtspiele (3 gewonnen, 7 verloren), Jugendmann­schaft 4 Pflichtspiele (1 gewonnen, 3 verloren) sowie 4 Freundschaftsspiele (3 gewonnen, 1 verloren).

Das Bergturnen auf dem Hoherodskopf wurde mit 35 Vereinsmitgliedern mit Omnibus besucht, 20 Wettkämpfer konnten Siege erringen. Das Unter- kreisturnen in Holzheim erbrachte 10 Siege. 6 Ver­einsmitglieder besuchten das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau, ein Zehnkämpfer konnte einen Sieg erringen. Der traditionelle Turngang an Him­melfahrt führte nach Homberg (Ohm).

Die Turnhalle war vermietet 14mal an die Stadt bzw. Partei für ihre Veranstaltungen und Kund­gebungen, an Vereine und sonstige Veranstalter 12maf. Seit März 1938 finden an Sonntagen Kino- vorführungen in der Halle statt. Aus diesem Grunde mußten ein Vorführungsraum erstellt und einige bauliche Aenderungen vorgenommen werden. Außer­dem wurde über dem Bühnenraum eine Wohnung eingerichtet, die an den Turnwart vermietet wurde. Einschließlich des Staatszuschusses zur Wohnung in Hohe von 600 Mark sind bis jetzt auf diese Bauten 4300 Mark bezahlt worden, zu welchem Zwecke ein Darlehen ausgenommen wurde. Die Endabrechnung liegt noch nicht vor, schätzungsweise wird sie noch rund 1300 Mark ergeben.

Die von Rechner Ehr. S ch m a d e l vorgetragene Jahresrechnung ergab eine Einnahme von 3355,84 Mark und eine Ausgabe von 3141,14 Mark. Als größter Ausgabeposten erscheint darin Zinsen und Tilgung mit 1806,37 Mark. Der Stand der Schul­den betrug am 1. Januar 1939 33 325 Mark.

Der seitherige Vereinsführer Wenzel wurde ein­stimmig wiedergewählt. Turnwart wurde Heinrich Schm adel, als Leiterin der Turnerinnen wirkt

Dina Michel, als solche der Frauen Gertrud Bock. Spielführer 'der 1. Fußballmannschaft ist Willi Port, der Jugendmannschaft Ewald Repp.

Dem Verkauf eines kleinen Geländestreifens des Turnplatzes, auf dem ein Heberwandlungsrecht ruht, an die anstoßende Weberei H. Schmidt I. wurde zugestimmt. Es wurde darauf hingewiesen, daß am 6. April in der Turnhalle der Film vom Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau gezeigt wird. Nach Erörterung verschiedener Vereinsangelegenheiten wurde die Versammlung in der üblichen Weise ge­schlossen.

Kurze Sportnotizen.

Max S cf) m e l i n g ist nach einem längeren Aufenthalt in den Vereinigten Staaten am Freitag mit dem SchnelldampferDeutschland" wieder in die Heimat zurückgekehrt.

*

Mercedes - Benz und 21 u t o - Union werden.sich mit je einem Rennwagen am Tier­garten-Rundstreckenrennen am 17. Mai in Helsinki beteiligen.

Rundfunkprogramm

Mittwoch, 15. März.

6 Uhr: Morgenlied, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunach­richten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus 10: Schulfunk: Gewaltig viel Noten, lieber Mozart. Ein Hörspiel. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werks konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14' Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Bilder­buch der Woche. 18: Wer will Elektrotechniker wer­den? 18.10: Artisten im Rampenlicht. 18.30: Frauen der Vergangenheit: Bettina von Arnim. 19: Flie­gendes Deutschland:Flieger Funker". Bei den Männern mit den braunen Spiegeln. 19.15: Tages­spiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nach­richten, Grenzecho. 20.15: Wunschkonzert. Sie fpen- den wir senden fürs WHW. 22: Nachrichten. 22.20: Weltwirtschafti. Monatsbericht für Februar 1939. 22.35: Musik aus Wien. 24 bis 3: Nacht­konzert.