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Aus -er engeren Heimat.

Koscheike hat sich neu eingekleidet

LPD. Frankfurt a. M., 13. Jan. Die weiteren Ermittlungen nach dem flüchtenden Os­wald K o s ch e i k e haben den Verdacht bestätigt, daß er trotz aller Ueberwachungsmaßnahmen in der Nacht zum Freitag wiederum Einbrüche ver­übt hat, um sich in den Besitz von unauffälliger Kleidung sowie von Geld und Lebensmitteln zu setzen.

Gegen Mitternacht hat Koscheike in der Lim­burger Brückenvorstadt einen Einbruch in ein Wohnhaus, das an der Lahn liegt, verübt und hier die Gefängniskleidung zurück- gelassen. Koscheike hat sich wie folgt eingekleidet: blaue leinene Arbeitshose, nicht mehr neue graue Jacke, einreihig mit schwarzen Hornknöpfen, braune, fast neue Halbschuhe, Größe 43, mit Gummiabsätzen MarkeGloria", braune Schirmmütze mit Ohren­klappen, die ihm vermutlich zu klein ist. In der gestohlenen Jacke befand sich eine schwarze Brief­tasche mit folgenden Papieren, auf den Namen Albert Zollmann, geboren am 20. November 1910 zu Mensfelden, lautend: ein Kraftfahrzeugführer­schein Klasse I und ein Lehrzeugnis. Koscheike wird zweifellos von diesen Papieren Gebrauch machen.

Anschließend an diesen Einbruch hat Koscheike wenige Stunden später in Eschhofen einen zweiten Einbruch verübt, bei dem er Lebens­mittel und ein Damenfahrrad Marke EMweiß" erbeutet hat.

Unter Hinweis auf die auffällige Bekleidung und dos entwendete Damenfahrrad fordert die Polizei zu eifriger Mitfahndung auf. Ueber die Flucht­richtung kann zur Zeit noch nichts gesagt werden. Sachdienliche Meldungen nehmen alle Polizeidienst- stellen in Stadt und Land entgegen. Da zu ver­muten ist, daß Koscheike in der näheren und wei­teren Lahn- und Weil-Umgegend weitere Einbrüche in Lebensmittelgeschäfte, Wirtschaften und Bauern­höfe verüben wird, ergeht insbesondere an die

Landbevölkerung die wiederholte Bitte, erhöhte Aufmerksamkeit auf fremde Personen zu richten, die sich in verdächtiger Weise herumtreiben. Es ist an^unehmen, daß Koscheike bei Tage Unterschlupf in Gartenhütten, Lauben, Strohschobern usw. sucht.'

Kreisbauerntag in Biebenkops.

* Biedenküpf, 13. Januar. Vom 3. bis 7. Februar findet in unsere Stadt der B auer n- tag der K r e i s b a u e r n s ch a f t Hessen- Nassau Nordost statt, der einen Ueberblick über die gesamte nährständische Arbeit vermitteln soll. Gleichzeitig ist unter dem TitelWir schaffen für das Volk" eine Ausstellung geplant. Im Rah­men des Kreisbauerntages finden mehrere Tagun­gen statt. Der Landesbauernführer und der Kreis­leiter werden sprechen. Es finden Zusammenkünfte der Ortsbauernführer, der Landjugend und der Hauptabteilungen I, II und III statt: es werden Tagungen der Wirtschaftsoerbände (für Getreide, Kartoffel, Milch und Vieh) abgehalten. Eine Obst­bau-Tagung und verschiedene weitere Zusammen­künfte sind vorgesehen. Eine große Gemeinschafts- kunügedung wird alle Teilnehmer des Bauerntages vereinigen.

Landkreis Gießen

5 Steinbach, 14. Jan. Am morgigen 15. Ja­nuar feiert Frau Christina Clara Gerhard, geb. Schmitt, Witwe des am 29. 3. 1934 verstorbenen Carl Gerhard 4., ihren 7 9. Geburtstag. Der Gesundheitszustand von Frau Gerhard, die in Op­penrod geboren ist, ist annehmbar.

D Li ch, 13. Jan. Der SA.-Sturm 26/116 hielt imHolländischen Hof" einen Sturmabend ab, in dessen Mittelpunkt ein Lichtbildervor- trag von Oberscharführer K. Rau stand. Der Redner nahm im Sommer des vergangenen Jah­res als ehemaliger Angehöriger des Regiments General List", bei dem auch der Führer stand, an einer Besichtigungsfahrt der Schlachtfelder in

Belgien und Frankreich teil und gab davon seine starken Eindrücke wieder. Die Kameraden folgten dem Vortrag mit großer Aufmerksamkeit Die Kameraden des N S K K.-S t u r m e s 5 / M 14 7 trafen sich zu einem Kameradschaftsabend im Holländischen Hof". Nach einem Vorspruch be­grüßte Obertruppführer Rinker die Gäste und die Kameraden und gab dann einen Rückblick auf die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit, vor allem auf dem Gebiet der Verkehrserziehung. Der technische Referent, NSKK.-Anwärter Hahn, sprach über Bau und Leistung des Motors, ins­besondere des Rennmotors.

00 Eberstadt, 14. Jan. Dieser Tage konnte der Landwirt August L ö b r i ch seinen 7 3. Ge­burtstag feiern. Der Jubilar erfreut sich aller körperlichen und geistigen Frische und hilft noch bei allen Arbeiten in der Landwirtschaft. Am heu­tigen Samstag, 14. Januar, kann Frau Marie G ö r l a ch bei guter Gesundheit ihren 7 5. G e.- b u r t s t a g begehen. Im Saal der alten Schule sand eine Bauernversammlung statt. Land­wirtschaftsassessor Nagel von der Landwirtschafts­schule und Wirtschaftsberatungsstelle Gießen hielt einen lehrreichen Vortrag. Er umriß zunächst die Geschichte und den Kampf des Bauerntums von der Urzeit bis zur Gegenwart, schilderte das Bauern­tum als den Blutquell unseres Volkes, kennzeichnete die jetzigen großen Aufgaben zur Sicherung unserer Ernährungsfreiheit und empfahl dringlich, dazu Wv- zutragen, daß die Landflucht verhindert wird. Weiter beschäftigte sich der Redner mit dem Einsatz arbeitssparender Maschinen, mit der Anlage von Jungoiehweiden, der Vermehrung des Zwischen­fruchtbaues und der Verbesserung der vorhandenen Futterflächen. Der Redner gab eine Fülle prak­tischer Anregungen. Ortsbauernsührer G ö r l a ch schloß die Versammlung in üblicher Weise.

Kreis Büdingen.

* Eichelsdorf, 14. Jan. Der älteste Ein­wohner unseres Dorfes, Karl Nagel, kann am morgigen Sonntag, 15. Januar, in ausgezeichneter geistiger und körperlicher Frische seinen 9 5. Ge­burtstug begehen.

Oie Straße für Jedermann!

Deshalb verkehrspflichlen einhallen!

Die Sttaße dient dem Verkehr, und wir habet? alle das gleiche Recht, auf ihr zu gehen oder zu fahren. Nun gibt es Volksgenossen, deren Verhalten den -Eindruck erweckt, als gehöre ihnen die Straße ganz allein. Da möchte einer auf dem Weg von einem Bürgersteig quer über die Fahrbahn zunr andern brennend gern wissen, wie der Roman in seiner Zeitung weitergeht und hebt den Blick nicht von dem Blatt. Ein anderer treibt anscheinend Vor­übungen zu seinem ersten Auftritt im Zirkus als Kunstfahrer: freihändig saust er auf dem Rade durch die Gegend, hart an einem Fuhrwerk vorbei, dessen Lenker eben dabei ist, ein paar Balken von erheb­licher Länge quer auf den Wagen zu laden. Noch ein anderer kommt in einem Auto angefahren, das durch Stöhnen und Quietschen dem stärksten Mann an die Nerven gehen könnte. Sie all? leben in dem Wahn, sie könnten sich auf der Straße bewegen, w i e es ihnen paßt.

Das ist nun doch nicht der Fall! Bei der Ver- kehrsdichte auf unseren Straßen ist ein strenges Ein­halten der bestehenden Bestimmungen unerläßlich. Die Straßenverkehrs-Ordnung ist nicht erfunden, damit die Polizei etwas zu tun hat. Sie ist bitter notwendig, um Zahl und Umfang der Verkehrs« Unfälle in einem erträglichen Rahmen zu halten« Das kann sie aber nur, wenn sich feder Straßen­benutzer nach ihr richtet.

Und auch das genügt noch nicht! Verordnungen! und Erlasse lediglich nach ihrem Buchstaben zu be­achten, ist schon immer Stückwerk gewesen, sinnvoll allein ist ihre Beachtung, wenn man sich ihren Geist zu eigen macht. Verkehrsregeln haben den Sinn, den Verkehr gefahrlos zu gestalten, machen wir uns also ihren Geist zu eigen und arbeiten selber mit an der Ausschaltung der Verkehrsgefah- ren, die zum größten Teil durch falsches Verhalten hervorgerufen werden.

Sprc^ftnnden Der Petition.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach« mittag geschlossen.

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Wird mit Henk» eingeweicht, geht das Waschen^ti doppelt leicht.f^alg

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Hans Holtz

geben ihre Verlobung bekannt

Gießen, im Zanuar 1939

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Jeder kommt wie er sich gefällt

Samstag, den 28. Januar 1939, 20.11 Uhr, in sämtlichen Räumen des Klubs.

Für Mitglieder und deren Angehörige.

(Reicfisfcolonialßund

Ortsverband Gießen.

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Überraschende Erfolge werden gemeldet! So schreibt beispielsweise Herr Norbert Tuschen (Bild nebenstehend). Vertretungen, Duisburg, Tonhallen- shaße 61. am 22. 5. 38:Ich bekam im Januar einen Grippeanfall. Nachdem sw am Abend zwei Klostersrau-Melissengeist-Heißgetränke genommen und mich sofort ins Bett gelegt hatte, war ich am andern Tage wieder so weit, daß ich meiner Beschäftigung nachgehen konnte. Ich kann Klosterfrau-Melissengeist nicht mehr missen."

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14. Januar 1939

Sonntag, den 15.Januar 1939

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Anfang 4 Uhr 3osA Parkettboden

Für die anläßlich unserer Goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glück- wünsche sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. [0202]

Karl Klein I und Frau

Mach, den 14. Januar 1939.

Zhre Verlobung geben bekannt

Gretel Rügner

. Ludwig Siühler

Malermeister (Kreis-Handwerksmeister)

Frankfurt a. M. Gießen, Wolfstraße 26

15. Januar 1939

Amrg Gleibevs

Sonntag, den 15. Januar, nachmittags ab 3 Uhr:

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Musik wird ausgeführt von Mit­gliedern des Inf.-Regts. 116

Abends ab 11.30 Uhr steht ein Omnibus zur Rückfahrt nach

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Hans Leonhard Pfarrverwalter Toni Leonhard, geb.Kimpel

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Trauung: 15. Januar, 13.30 Uhr, Stadtkirche

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Bekanntmachung.

Bekr.: Fundgegenslände der Straßenbahn.

Im Jahre 1938 sind in den Straßenbahnwagen wiederum mehrere Gegenstände, wie:

Herren- und Damenfchirme, Handtaschen, Hand­schuhe, Aktentaschen, Linkaufnehe, Geldbörsen und verschiedenes andere

gefunden worden. 233A

Diese Gegenstände sind von den Eigentümern spätestens bis zum 1. Februar d. J. auf der Ver­waltung, Hammftraße 35, Zimmer TU. 2, in Emp­fang zu nehmen, andernfalls dieselben wegen der Gefahr des Verderbs an die minderbemittelte Be­völkerung verteilt werden.

Gießen, den 10. Januar 1939.

Direktion der Städtischen Betriebe.

Abteilung Straßenbahn.____________

Bekanntmachung

Betr.: Abgrenzung der Finanzamtsbezirke.

Im Zuge des Angleichs der Grenzen der Finanz­ämter an die Kreisgrenzen werden mit Wirkung vom 1. II. 1939 die Gemeinden 237D

Gambach, Kirch-Göns, Pohl-Göns

von dem Bezirk des Finanzamts Gießen abgetrennt und dem Bezirk des Finanzamts Friedberg zugeteilt.

Gießen, 14. Januar 1939.

Finanzamt Gießen.

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