Ausgabe 
13.12.1939
 
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lir.202 Erste? Blatt

189. Jahrgang

Mittwoch, 13. Dezember 1939

Druck und Verlag: vrühlsche UuiverfitStsdruckerei N. tauge in Sieben. Schriftleitung und Seschäftritelle: Schulstraße 7

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bi%hhe V,6 *"nb if)re Sugangsmege als Sriegsgebiet zu

bic Netze von ihren Verankerungen losgerissen

gelten haben.

Neues deutsches Weißbuch belegt Englands Kriegsschuld

dem

Der Inhalt der Dokumentensammlung

4.

1.

2.

3.

Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen.

Die englische Kriegspolitik.

Deutschlands Bemühen um Sicherung friedlicher Beziehungen zu seinen Nachbarländern.

Polen als Werkzeug des englischen Kriegs­willens.

Die veröffentlichten Dokumente find in vier große Kapitel gegliedert, deren Ueberschriften lauten:

Finnisch amerikanischer Handel.

Neuyork, 12. Dez. (Europapreß.) Unter dem Vorsitz des finnischen Gesandten in Washington ist eine finnisch-amerikanische Handelsgesellschaft ge­gründet worden, die mit den ihr von halbstaatlichen Unternehmen zur Verfügung gestellten Krediten und der Finanzhilfe von Privaten finnische Käufe in den Vereinigten Staaten vornehmen wird. Die Gesell­schaft wird von der finnischen Regierung auch zum Erwerb von Kriegsmaterial ermächtigt, das frei nach Finnland ausgeführt werden kann, weil das Neutralitätsgesetz für diesen Staat nicht gilt, nachdem Finnland seine Schulden stets bezahlt hat. Das Leben in Helsinki wieder normal.

Helsinki, 12. Dez. (Europapreß.) In den letzten Tagen zeigte das Stadtbild Helsinkis einen verhält­nismäßig normalen Charakter. Verschiedene Zei­tungskioske sind wieder geöffnet. Auch die Wurst­händler erscheinen wieder auf den Straßen Helsinkis. In den letzten 24 Stunden wurden wieder verschie­dene Restaurationen und Cafes geöffnet. Täglich er­scheinen sechs finnische Morgenzeitungen.

Die neueste Untat der Entente wird in der Welt Entsetzen Hervorrufen. Zeugt schon die Fahrlässig­keit der Alliierten bei der Verankerung ihrer Mi­nen von wahrer Unmenschlichkeit, so wird das neueste Verbrechen, das sich wiederum gegen die Neutralen richtet, als Höhepunkt der Gemeinheit gelten müssen. Die K ü st e n g e w a s s e r Bel­giens werden damit von denselben Westmächten in die Kriegszone einbezogen, welche nicht einmal dulden wollen, daß die britischen Flöt-

Neuer Anschlag auf Belgiens Neutralität.

Das erste Kapitel beginnt mit 25 Stücken, in denen in einigen besonders typischen Beispielen der Kampf Polens gegen das Deutschtum in Polen und gegen Danzig von 1919 bis 1933 in Erinnerung ge­rufen wird. Von besonders aktuellem Interesse ist ein Auszug aus dem Memorandum Lloyd Georges als britischer Premierminister auf der Versailler Konferenz vom 25. März 1919, in dem es prophetisch heißt, die im Osten Deutschlands beabsich­tigte Grenzziehung müsse seiner Beurteilung nach früher oder später zu einem n e u e n K ri e g in Ost-

m o s f fl u , 13. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Die fowjetrussifche Regierung hat dem Präsidenten des zur Prüfung der finnisch-russischen Differenzen ein­gesetzten Ausschusses der Genfer Liga. Damatta, ein kurzes Telegramm übermittelt, in dem sie ihm für diesehr liebenswürdige" Einladung dankt, an den Genfer Arbeiten teilzunehmen. Die sowjetrussische Regierung fei jedoch aus den Gründen, die Molotow in seinem Telegramm an Avenol mitgeteilt habe, nicht in der Lage, die Einladung anzunehmen.

Der Moskauer Rundfunk verbreitete ferner fol­gende Mitteilung.- Der Außenkommifsar Molotow habe der Genfer Liga auf ihre Anfrage mitgeteilt, sie sehe sich nicht in der Lage, der Aufforde­rung der Liga vor Einstellung der Kampf­handlungen in Finnland nachzukvmmen, und zwar aus den Gründen, die sie bereits in ihrer Rote an die Genfer Liga vom 4. Dezember mitgefeilt habe.

£)er SchnelldampferBremen" wieder in der Heimat.

europa führen. Sodann wird an Hand von Auf­zeichnungen leitender Persönlichkeiten und von Be­richten der deutschen diplomatischen und konsula­rischen Vertretungen in Polen eingehend die Ge­schichte der deutsch-polnischen Beziehungen von 1933 bis 1939 aufgezeigt. Die wiedergegebenen Schrift­stücke zeigen nunmehr der Welt, wie die deutschen Friedensbemühungen von gewissen Elementen in Polen sabotiert worden sind, welches Maß von Leid und Elend die Volksdeutschen in Polen in diesen langen Jahren auf sich nehmen mußten und mit welcher Geduld Deutschland immer wieder ver­sucht hat, trotz allem den Weg des Ausgleiches zu finden.

Die im zweiten Kapitel wiedergegebenen Dokumente folgen dem Gang der englischen Kriegspolitik seit der gemeinsamen deutsch- englischen Erklärung von München. Die britischen Aufrüstungskyaßnabmen gingen mit der Kriegs­hetze gegen Deutschland Hand in Hand. Schon im

immer deutlicher offenbar wird und wie die britische Regierung dann schließlich die von chr selbst absicht­lich herbeigeführte Verblendung der polnischen Re- gierung benutzte, um den seit langem geplanten Krieg gegen Deutschland zu entfesseln.

Französisches Minenfeld auf Fangplätzen der belgischen Fischerei. Brüssel 12. Dez. (DNB.) Rund 100 belgische ^ilcherboote sind in ein großes französisches Minen­feld geraten, das unter erneutem Bruch des Völ­kerrechtes unmittelbar vor der belgischen Küste an- ßelegt worden war. Als die neutralen Fischer fried­lich ihrer Tätigkeit nachgingen, ereignete sich plötz­lich eine gewaltige Explosion, die von einem riesigen Wasserstrahl begleitet war. Es han- delte sich um eine Mine, die sich in dem Netz des FischdampfersNieuwpoot" verfangen hatte. Die

Januar 1939 schlug auch der englische Premier­minister selbst kriegerische Töne an. Die Proteste des deutschen Botschafters wurden mit lahmen Aus­reden beantwortet, die öffentlichen Warnungen des Führers in den Wind geschlagen. Bei der Begrün­dung der englischen Einkreisungspoliitik hat die tschechische Frage eine wichtige Rolle ge­spielt. Abschnitt B dieses Kapitels beweist, wie es in Wahrheit um biefen Vorwand bestellt ist. Die englische Einkreisungspolitik wird aus Abschnitt C des zweiten Kapitels ersichtlich.

Das dritte Kapitel bringt die Dokumente zit Deutschlands Bemühungen um die Sicherung fried­licher Beziehungen zu feinen Nachbarstaaten. Das vierte Kapitel bringt den Nachweis für den Mißbrauch Polens als Werkzeug des eng­lischen Kriegswillens. Im ersten Abschnitt zeigt eine Fülle von Berichten der deutschen Botschaft in Warschau und der deutschen Konsularbehörden m Polen, wie nach der Erteilung der britischen Blanko­vollmacht Polen zum Vernichtungsfeldzug gegen die deutsche Volksgruppe ansetzte. Gleichzeitig erreichte die Bedrohung Danzigs ihren Höhepunkt.

Die letzte Phase der deutsch-polnischen Krise wird im letzten Teil des vierten Kapitels behandelt. Die englische Präoentiokriegspolitik wird noch einmal in voller Deutlichkeit sichtbar in der Unterhauserklä­rung Chamberlains vom 10. Juli 1939, die Polen in seiner Unnachgiebigkeit gegenüber den beschei­densten Forderungen in verhängnisvollster Weise bestärkt, obgleich die Lösung der Krise nun mehr als dringlich geworden ist. Aufzeichnungen des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes über seins Unterredungen mit den Botschaftern Englands und Frankreichs zeigen, in welch eindringlicher Weiss die Westmächte immer wieder gewarnt worden sind. Die Antwort der Westmächte auf diese Warnungen ist der Welt bekannt. Wir wissen heute, daß Eng­land ebenso den deutschen Versuch, in letzter Stunde Polen nochmals durch die denkbar großherzigsten Ausgleichsvorschläge vom Weg des Verderbens zu- ruckzureißen, bewußt sabotiert und die Hasardeure m Warschau angetrieben hat. den vollen Einsatz die Existenz des polnischen Staates aufs Spiel zu setzen. Es war nur logisch, daß der englische Kriegswille dann auch den letzten Ver mitt-, lungsversuch des Duce von Anfang Sep­tember 3um Scheitern gebracht hat. So muß das als letztes Stück der neuen Aktensammlung ab» gedruckte Rundtelegramm des Auswärtigen Amtes die volle Verantwortlichkeit Eng- lands für den Kriegsausbruch feststellen. Damit ist der Ring geschlossen. Was Lloyd George in dem eingangs zitierten Memorandum voraus^ gesagt hat, ist eingetroffen. ----*

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Die Sowjetunion lehnt die Genfer Einladung ah Einstellung der Kampfhandlungen unmögliche

Berlin 12. Dez. (DRB.) Das Oberkorn- der Wehrmacht gibt bekannt: Der Lloyd-SchnelldampferBremen" ist heute abend aus Ueberfee wieder in der Heimat eingetroffen. Die Kriegsmarine hatte Wahnahmensürdie sichere Einbringung des Schiffes ge- troffem U. a. waren Flugzeuge angefeht, um dem Schiff den nötigen Schuh zu gewähren. In der Nordsee verfuchte ein britisches U-Boot bteBremen" anzugreifen. Lines der zur Sicherung derBremen entsandten Flugzeuge drückte das englische U-Boot aber fo unter Wasser, daß der Angriff verhindert wurde.

*

. W f^ibt berDeutsche Dien st": Mit stolzer Freude hort das deutsche Volk die Nachricht daß die .,Bremen" gegen alle englischen Versuche! dieses stolze Schiff zu kapern oder zumindest es zu versenken, siegreich geblieben und sicher in der Heimat angekommen ist. Seitdem dieBre­men aus Neuyork auslief, sind drei Monate ver- gangen, bie angefüllt waren mit verzweifelten eng= "scheu Versuchen, sich gerade dieses deutschen Spit° zenfchiffes zu bemächtigen und so wenigstens dieses eme Mal das stark lädierte Ansehen britischer See­geltung ein wenig auszupolieren. Es hat den Eng- andern aber nichts genutzt. Die Kühnheit und die seemännische Kunst seines Commodore, die Tapfer­keit und Zähigkeit seiner Besatzung haben allen Nachstellungen desmeerbeherrschenden Albions" ein Schnippchen geschlagen und damit abermals das Britenwort, daß England die Meere beherrsche, als eitle Prahlerei entlarvt, lieber die Weltmeere ging die Jagd, und doch ist dieBremen" gut und sicher nach Hause gekommen. So wie sie ausfuhr, hat sie den Heimathafen wieder erreicht.

Mit besonderer Freude erinnern wir uns in die­sem Augenblick der englischen Meldung aus den ersten Septembertagen, die mit allen Einzelheiten beschrieb, wie englische Seestreitkräste dieBremen" an der Südwestküste Englands aufgebracht und als gute Prise in einen englischen Hafen geschleppt hätten. Wenige Tage später schon stellte es sich heraus, daß bereits diese erste Waffentat der eng­lischen Marine nichts anderes war als d i e e r st e . fredje Lüge Churchills. Dennoch gab man , die Hoffnung nicht auf, dieBremen" doch noch zu fangen. Aber jetzt schwimmen nun dem Herrn Churchill auch die letzten Felle davon, ebenso rasch, 1 wie ihm dieBremen" davongeschwommen ist.

Churchill möge allerdings uns nicht mit der Be- Häuptling kommen, daß er aus purer Menschen­freundlichkeit und Rücksichtnahme, oder etwa be-

Die belagerte Insel.

~2)te englische Admiralität hat die Orkney- und Shetland-Inseln sowie gewisse Gebiete der eng­lischen Ostküste als Kriegsgebiet erklärt und die Handelsschiffahrt in diesen Gegenden unter ihrÄ Kontrolle genommen, d. h. in Wirklichkeit verboten« Sie hat damit den Belagerungszustand über die englischen Küstengewässer verhängt ein Einge­ständnis dafür, daß die englische Insel K r i e g s g e b i e t geworden ist. Damit ist der eng­lischen Borniertheit ein Dämpfer aufgesetzt worden, der in seiner Bedeutung kaum genügend von uns gewürdigt werden kann, denn nur einmal in der neueren Geschichte, als Napoleon seinen Zug gegen Albion plante und im Kriegshafen von Sou- logne Massen von Kriegs-Transportschiffen zusam- wenzog, ist die britische Insel in diesen Alarrnzu-- stand versetzt worden. Damals konnte englisches Geld die Habsburger bewegen, Bonaparte den Ab- lenkungskrieg zu erklären, so daß der Korse den Plan aufgeben mußte, England direkt anzugreifen.

In diesem Krieg also, der nach Chamberlains Worten so ganz anders verläuft, als es sich die Briten vorgestelll hatten, ist England durch den Luftkrieg, dessen Initiative nach Garvins Worten im Observervöllig bei Deutschland liegt", und durch den Seekrieg direkt zum Kriegsschauplatz ge­worden. Die Berichte der britischen Admiralität sprechen nicht nur von Versenkungen englischer Schiffe an der Ostküste der Briteninsel, sondern aui4' von Schiffsuntergängen, bewirkt durch deutsche U-Boote oder Minen, an anderen Stellen der eng­lischen Seefront. Diese der Öffentlichkeit oertraute' Standortbezeichnung aber besagt nicht mehr und nicht weniger, als daß die Engländer int eigenen Heim blockiert sind. Die Deutschland zugewandte Waffe britischer Perfidie einschließlich des Aus­hungerungskrieges gegen die Frauen, Kinder und Greise Europas richtet sich also mit aller Wucht gegen England selbst!

Die Enttäuschung und Verwirrung, die dieses so gänzlich unerwartete Ergebnis dreieinhalbmonatiger Kriegsführung für die Briten brachte, sind an den pielen Klagen über den Rückgang des Exportes, über die Fehler in der Lebensmittelrationierung unb an sonstigen britischen Lamentationen wie an einem Barometer abzülesen. Die Weherufe der Kriegshetzerclique über diedeutsche Barbarei zur See", von der Chamberlain und W. C. so herzbe­wegend jammern, sind angesichts der deuHchen Er­folge in der Seekriegsführung nur zu verständlich. England wollte den Krieg. Es führt ihn mit völker­rechtswidrigen Mitteln, mit der gesamten Brutali­tät und dem Vernichtungswillen einer blindwütigen Bulldogge durch und jammert jetzt darüber, daß ich die deutsche Abwehr direkt gegen England kehrt.

.Zwungen von der Tapferkeit des deutschen Commo­dore, eine weitere Verfolgung derBremen" durch britische Streitkräfte eingestellt habe und so, ein er­greifendes Bild der Ritterlichkeit, dieBremen" habe ungeschoren ihren Kurs ziehen lassen. Wir möchten ihm schon heute sagen, daß noch vor we­nigen Tagen ein englisches U-Boot ver­suchte, dieBremen" anzugreifen und zu tor­pedieren. Daß der englische Torpedo ganz im Gegensatz zu der Sitte deutscher Torpedos nicht traf, 'beruht darauf, daß deutsche Flugzeuge dieBre­men" begleiteten und das englische U-Boot durch einen sofortigen Angriff derartig in die Flucht schlugen, daß es samt seinem ausgefahrenen Periskop i soweit unter Wasser gezwungen wurde, daß ein ; Angriff auf dieBremen" nicht mehr möglich war.

Herr Churchill soll jetzt also nicht etwa aus der | Wot eine Tugend machen. Ihm glaubt doch kein I Mensch> auch wenn er noch so ergreifend lügt. Die Tatsache der siegreichen Heimkehr dieses stolzen deutschen Schiffes in die Heimat ist nun einmal un­erschütterlicher als die Behauptung des Herrn

waren, setzten aber dennoch ihre Arbeit fort. Zehn Minuten später erfolgte eine zweite Minen- expl.osion. Die Besatzung des DampfersH 31" wurde gegen die Schiffsbrücke geschleudert und das Boot teilweise zerstört. Daraufhin ergriffen die belgischen Dampfer die Flucht. Drei Boote durch­schnitten die Taue ihrer Fischernetze, weil sie be­merkten, daß sich weitere Minen in den Netzen verfangen hatten. Das beschädigte Fischerboot mußte nach Nieuport abgeschleppt werden. In belgischen Fischerkreisen sieht man es als ein Wunder an, daß feine Menschenleben bei dem Unfall zu beklagen sind.

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Ein Geleitwort Ribbentrops.

Berlin, 12. Dez. (DNB.) Das Auswärtige Amt veröffentlicht unter dem TitelDokumente zur Vorgeschichte des Krieges" ein umfangreiches neues Weißbuch. Wie der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, in einem Ge- leitwort zu dem Werk feststellt, wird durch diese authentischen amtlichen Dokumente noch einmal der unwiderlegbare Nachweis erbracht,daß es aus­schließlich England war, das den Krieg ver­schuldet und ihn gewollt hat, um Deutschland zu vernichten". In dem Geleitwort heißt es:

Die 482 Dokumente, die in den Anlagen ab ge­druckt sind, zeigen den systematischen Ausrot- tungskampf, den die Polen seit dem Wellkrieg gegendasDeutschtuminPolen und gegen Danzig geführt haben; sie zeigen das großzügige und unendlich geduldige staatsmännische Be­mühen des Führers, die deutsch-polnischen Beziehungen auf eine dauerhafte, den Interessen beider Teile gerecht werdende Grundlage zu stellen; te zeigen demgegenüber die kurzsichtige Verständ- nislosigkeit der polnischen Macht­haber, die die ihnen von Deutschland immer wie-

i rrschütterlicher als die Behauptung des Churchill, daß England die Herrschaft auf Meere besitze.

Zwar würde es, um das heuchlerische und frevel­hafte Vorgehen der englischen Politik in seinem ganzen Umfang zu entlarven, einer Darstellung der gesamten Nachkriegszeit bedürfen, in der sich England jedem Versuche Deutschlands, sich aus den Fesseln des Versailler Diktats zu be­freien, hemmend in den Weg gestellt und jede Mög­lichkeit, die Revision dieses Diktates auf dem Ver­handlungswege herbeizuführen, immer wieder ver- eitell hat. Aber es genügt, anhand der in diesem Weißbuch zusammengestellten Dokumente die kurze Epoche seit dem Herbst 1938 ins Auge zu fassen, um ZU erkennen, daß England von vornherein entschlossen war, mit Gewalt den Weg des Führers zu durchkreuzen, dessen genialer Staats­kunst es gelungen war, schlimmste Verbrechen von Versailles ohne jedes Blutvergießen und ohne jeden Eingriff in die Interessen Englands zu beseitigen, und der in der gleichen Weise auch eine friedliche Lösung der deutsch-polnischen Frage erzielt haben würde, wenn England nicht Polen als Werkzeug

Die britische Admiralität in Verlegenheit.

Amsterdam, 13. Dez. (Europapreß.) Die bri­tische Admiralität befindet sich in einer starken Ver­legenheit. Da die Welt bisher nur von den glän­zenden Waffentaten deutscher U-Boote gehört hat, sucht man nunmehr auch den englischen Untersee­booten Verdienste zuzuschanzen. Diese Verdienste lie­gen nach einem von der britischen Admiralität aus­gegebenen Bericht allerdings aufhumani­tärem" Gebiet. Das britische U-Boot, so heißt e-, das kürzlich den deutschen DampferB r e - ii ni e n" gesichtet habe und angeblich auf Torpe- !j dc>schußweite an ihm vorbeigefahren sei, habe den . Dampfer nur deshalb nicht torpediert, | um nicht mit denvölkerrechtlichen Bestimmungen in Widerspruch zu geraten", weil die Entfernung 1 terBremen" so groß gewesen sei, daß die sichere Landung der Besatzung gefährdet war und ?he Versenkung ohne vorherige Warnung lech den völkerrechtlichen Bestimmungen verboten !e>. Daß in Wirklichkeit d i e deutsche Luft­waffe dieses U-Boot an der Ausführung eines Zugriffes gehindert hatte und das U-Boot Pnng, schleunigst unter der Wasseroberfläche zu verschwinden, wird mit keiner Silbe erwähnt, wo- wt sich jedoch Churchill in eine peinliche Lage Mnövriert hat. Man wird ihm die Frage stellen, Di rum denn das U-Boot, wenn es das Schiff nicht Dxrnungslos versenken durfte, die erforderliche Warnung nicht abgegeben hat.

her gebotene Möglichkeit, zu einem endgültigen rourue, wenn irngiano mcyl Polen als Werkzeug Ausgleich zu kommen, zunichtemachen. Vor allem seines Kriegswillens mißbraucht und durch diese aber sehen wir, wie unmittelbar nach der Konferenz verbrecherische Politik Europa in den Krieg gestürzt von München der Kriegswille E n g l a n d s , hätte.

Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen