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nicht zu reben.

Eine Einigung schien ausgeschlossen. So zag sich das Gericht zu einer kurzen Beratung zurück und verkündete dann, daß man der Mutter ein Meder- sehen mit dem Kinde erst dann zugestchen könne, wenn ein ärztlicher Sachverständiger entschieden habe, ob eine solche Begegnung dem Knaben schäd­lich werden könnte oder nicht.

Hierauf erklärte Justizrat Hafer sofort, daß sein Mandant sich mit einer solchen Entscheidung keines­wegs zufrieden geben und gegen jeden Einfluß Frau Domkats auf feinen Sohn Verwahrung eiir- legen werde.

Beppo Brehm wartete also in Magdeburg-SA startbereit aus Luise. Er ^wartete vergeblich.

sie stehen.

Sie reichte Doktor Kemmrich die Hand:Vorerst

Hofer. ;

Unten in der Halle des Gerichtsgebäudes blitt

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Rundfunkprogramm

Dienstag, 14. November:

schoß.

Gleich nach der Pause eröffnete sich für die Vlau- Weihen nochmals eine große Chanoe als Bonarius gut zur Mitte flankte, der Ball blieb jedoch im Dreck stecken und Carstens konnte, 1 Meter vor dem leeren Tor, das Leder nicht über die Linie bringen. Durch eine unnötige Dribbelei von Günther, der den Ball an-den Halblinken verlor, kam Leihgestern zum 3:1. Eine allzu harte Elfmeterentscheidung gab den Gast­gebern Gelegenheit, auf 4:1 zu erhöhen. Die trotz der Trefferspanne eintretende Drangperiode der Blau-Weißen ließ es zu keinem Erfolg kommen, obwohl hierzu reichlich Gelegenheit war. Ein wuch­tiger Schuß von Häuser traf nur die Latte. Eine jetzt eintretende Verwirrung nutzte der Gastgeber zum 5. Tore aus, das jedoch aus klarer Abseitsstellung fiel.

Leihgestern hatte eine körperliche Elf zur Stelle, in der der Mittelläufer Arnold der überragende Spieler

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^Deutschland: Tor: Rastl; Verteidigung: Ja- nes, Billmann: Läuferreihe: Kupfer Sold, Man­ner; Sturm: Lehner Schön, Binder, Urban, Arlt.

Böhmen/MäHren: Tor: Burk er t, Ver­teidigung: Burger, Stumpf; Läuferreihe: SmeM, Boucek, Kolsky; Sturm: Riha, Ludl, Mcan, Ko-

pecky, Puc.

Nach 12 Minuten 3 : v für die Tschechen.

Unsere Elf machte einen deprimierten Eindruck, während das Protektorat mit großem Elan kämpfte und dabei hervorragende Kombinationen _ zeigte. Riha konnte in der ö.Mnute fast ungestört Mit seiner Flanke warten, bis der Jnnensturm nachge­kommen war. Zentimetergenau chng sem Ball zu Bican, der mit prachtvollem Kopfstoß zum i:u verwandelte. In der folgenden Minute konnte Raftl einen wuchtigen Schuß Kopeckys zur zweiten Ecke abschlagen. Riha gab den Ball gut herein zu Puc, der mit alter Meisterschaft unheimlich scharf und Jach aus 16 Meter aus 2:0 erhöhte. Von nun ab waren die Tschechen klar überlegen. Sie erziel­ten in der 10. Minute eine dritte Ecke und zwei Minuten später wieder durch den gut fteigespielten Bican die 3:0-Führung. K ..

Angesichts der sicheren Führung uehen die Tschechen etwas nach. In den letzten Minuten vor der Pause führten zwei seine deutsche Vorstöße von Lehner und Binder zu den ersten deutschen Toren. Binder war in der 30. und 35.Minute jeweils der Schütze der beiden schönen Tore. Die deutsche Elf schien dem Ausgleich nahe. Aber in der 40. Mi­nute schoß Bican nach einer Vorlage von Ludl das vierte Tor der Prager. Bei einem Eckenver« Hältnih von 4:3 für die Gäste wurden die Seiten

Angriff.

Schweiz Italien 3:1.

Eine mißglückte Generalprobe hatte der Fußball- Weltmeister Italien vor dem Länderkampf gegen Deutschland am 26. November in Berlin am Sonn« tag in Zürich zu verzeichnen. Vor 20 OOO Zuschauern wurden dieAzzurri" von den Eidgenossen verdient mit 3:1 (1:1) Toren bezwungen. Dabei muß aller­dings berücksichtigt werden, daß die Italiener aus die verletzten Spieler Piola, Biaoati, Locatelli usw. verzichten mußten.

Große lleberraschungen in den Rundenspielen.

DfB.-ReichsbahnLondorf 8:2 Watzenborn-SteinbergGroßen-Bufeck 10:2 Leihgestern1900 5:1

KrofdorfSteinbach 6:0.

Man hätte es nicht für möglich gehalten, daß der Spielsonntag derartige Überraschungen bringen würde. Der Sieg der DfB.-Reichsbahner geht m Ordnung. Unter die Räder kamen die Grotzen- Busecker, die bei Teutonia eine erhebliche Nieder­lage bezogen. Aber auch die Blauweißen mußten m Leihgestern erkennen, daß auch auf dem Lande guter Fußball gespielt wird. Krofdorf ließ sich gut an und sorgte durch einen sicheren Sieg für die

war. Die Blau-Weißen, die in der angekundigten Aufstellung antraten, konnten sich auf dem auf- aeweichten Boden mit ihrem kurzen Paßspiel me recht zusammenfinden. Der entschlossenere Sturm der Platzbesitzer entschied das Spiel. Der Sieg war verdient.

AL.Teutonia" Grohen-Vuseck 10:2!

Wohl keiner der anwesenden Zuschauer hatte zu Beginn des Spieles gedacht, daß die Eircheimfichen dieses Treffen mit 10:2 für sich entschieden Hutten, denn die Gäste aus Großen-Bufeck hatten zweifel­los in den ersten 10 Minuten dieses Treffens den Teutonen manches voraus. Die leichte Felduber legenheit brachte jedoch nichts Zahlbares em, di schlagsichere Verteidigung der Pl^mannschaft mit Fett und Buß stemmte sich energisch gegen den geg­nerischen Sturm. Die Teutonen wachten sich aber bald frei und nun sah man vorerst em Spiel.der beiden schlagsicheren Hintermannschaften. Der Sturm der Teutonen war aber bei semen Angriffen stets sehr gefährlich und so schoß nach etwa 20 Minuten der Rechtsaußen W. Häuser den ersten Treffer. Der

6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkonzert. Das kleine Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). Sende- reihe:Lebendige Geschichte".Die Drei von Kol- berg", Hörspiel. 10: Blasmusik. Es spielt der Musik- zua der SA.°Gruppe Hessen. 11: Frohe Weisen. 12* Stcütt und Land Hand in Hand. 12.10: Von Leipzig: Mittagskonzert. Das Mufittorps einer Fliegerhorstkommandantur. 12.30 bis 12.40: Nach­richten. 13: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werks, konzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude". 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Disch... 15: Nachmittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. Einlage 16.30 bis 16.35: Bücher für unsere Sol- baten. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurz­weil. Es spielt das kleine Orchester des Reichs« fenders Saarbrücken. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernährungsamt. 18.15: Nach des Tages Arbeit. Es spielt das kleine Orchester des Reichs- fenders Berlin. Dazwischen 18.30: Aus dem Zelt­geschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15:

Nachdem noch eine Reihe wichtiger Fragen be- sprachen worden war, forderte Kameradschafts, führer Bill alle alten 116er auf, den Kamerad­schaftsgeist zu pflegen und mitzuarbeiten an dem Platz, an dem die alten Soldaten ihre Aufgaben zugewiesen erhalten haben. Nach dem Treugruß an den Führer saßen die Kameraden beim Gesang alter Soldatenlieder noch gemütlich beieinander, während die Kameraden A l b o l d und B a y e r Erinnerungen an Gießener Originale auffrischten.

Linksaußen Harnilch hatte «n-n E>»a2 schon v°r das Tor gegeben, Dieser war jedoch abgewehrt wor den unfein« sofortige genaue Vorlage de-sewen Spielers an den Rechtsaußen wurde von dwsem per. wandelt. Die Gästeabwehr war etwas verwirrt urw sofort nutzte dies der einheimische Sturm aus. Trü­mer wieder war es der jugendliche, temperament­volle Linksaußen Harnisch, der fein durch kam und den Ball in des Gegners Strafraum vorlegte. O. Happel, Schmitt, H. Harnisch K. Hauser und wie- der O Zippel sorgten für den Halbzeitstand von 6.0 Treffern.

Nach Halbzeit nahmen die Gäste Eisenacher in die Verteidigung zurück, um durch Bruck dem Sturm mehr Durchschlagskraft zu geben. Doch auch dies war vorerst erfolglos. Schmitt, ch. Harnisch und O.Hap. pel erhöhten auf 9:0. Im Gefühl eines sicheren Sie- aes ließ sich die Verteidigung der Einheimischen dazu hinreißen, hier und da mit in den Sturm norm- rücken. In wenigen Minuten hatten ote

Gäste zwei Treffer, darunter einen Elfmeter, aus. geholt. Schmitt, der Dirigent im Sturm der Teu­tonen, riß nochmals alle Mannen mit nach vorn und verwandelte selbst seine feine Vorlage mit hartem Schuß zum 10. Treffer. In den letzten Minuten hatten die Gäste wieder weit mehr vom Spiel, aber zu weiteren Erfolgen für sie langte es nicht.

SV. Leihgestern SV. 1900 5:1 (2:1).

Eine Ueberraschung war in Leihgestern fällig, wo der derzeitige Tabellenführer eine 5:1-Niederlage hinnehmen mußte. Um es gleich vorwegzunehmen waren die Blau-Weißen um keine 4 Tore schlechter! Der größte Hindernisgrund für die Blau-Weißen war der völlig aufgeweichte Boden, mit dem sich die Platzbesitzer weit besser abfinden konnten. Ihrem Eifer verdankten die Platzbesitzer in der 3. Minute eine l:0-Führung. Jedoch ließen die Blau-Weißen sich nicht entmutigen und nach Verlauf einer Viertel­stunde im Anschluß an eine Ecke konnten sie durch Carstens den Ausgleich erzielen. Durch einen Fehler der Verteidigung gelang es dem Gastgeber noch vor der Pause in Führung zu gehen. Sie, Blau-Weißen hatten aber auch hier noch die Möglichkeit, zum Ausgleich zu kommen. Von den beiden klaren Tor­chancen versiebte Günther durch allzu große Be­quemlichkeit, während zum anderen Bonarius vor dem leeren Tor stehend den Ball über die Latte

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lich doch noch die Belohnung, als in der 86. Mi- Übertragung vom Deichchlandsender. 22 lns 22.15. nute durch Janes der Ausgleichstreffer fiel. Nachrichten.

Der Anwalt sah die Schauspielerin bestürzt an Was hatte sie vor? Er fürchtete eine Unbedacht samkeit der Frau, eine Unüberlegtheit, die alle* verderben konnte. Er mahnte:Was haben Gjj vor, gnädige Frau? Sie wissen, daß man Sie i» Wien dringend erwartet!"

Luise Domtat hatte nur eine abwehrende Hand bewegung:Dort werde ich auch morgen noch 3^ rechtkommen. Man wird eben einen Tag martert. Sie nickte Dr. Kemmrich beruhigend zu:Haben Sie keine Sorge, Doktor. Ich will meinen Sohn nicht entführen. Noch nicht... Aber ich habe im hier in Magdeburg noch einen Besuch zu machen- Einen sehr notwendigen Besuch und j^ell eich' einen letzten Versuch zu einer Mnigung."

Sie wollen mit Herrn Rückstein persönlich vef handeln?"

Nein!"

Es klang hart. Luise erklärte:Ich will mit W alten Frau Rückstein sprechen, mit der Mutte meines geschiedenen Mannes. Gewiß hat sie aw heute noch wie früher alle Fäden in der Hand/

(Fortsetzung folgt)

gewechselt. . w ,

Die deutsche Elf hatte nach der Pause einen prachtvollen Start. In schönen und schnellen Kom- binattonszügen wurde die tschechische Abwehr hart bedrängt. Nach mehrmaliger prachtvoller Abwehr Burkerts glückte dann Binder in der 52. Minute ein drittes Tor. So stand der Kampf nun 4:3 für die Gäste. Die deutsche Elf kam nun immer besser in Fahrt. Unter dem Jubel der Zuschauer wanderte der Ball mehrmals fast über Den ganzen Platz, ohne daß die Deutschen ihn verloren. Das große Spiel der deutschen Elf nach der Pause fand schließ-

daß bei einer Schauspielerin, die bald hier, bald dort wohne und spiele, von einem geordneten Leben im bürgerlichen Sinne kaum die Rede sein könnte. Und als Luise rasch die Hand hob, als wollte sie unterbrechen, wanote er sich mit einer kleinen Nei­gung ihr zu und fuhr fort:Einem Kinde tut eine so unruhige, immer wechselvolle Atmosphäre nicht gut. Ein nervöses, zartes Kind kann durch ein Herausreißen aus dem gewohnten ruhigem und be­hüteten Leben Schäden bauontragen."

Der Gegenanwalt erwiderte knapp und fachlich, daß Frau Domtat in Wien eine feste Wohnung habe. Es handle sich um ein durchaus geordnetes Leben, das den Knaben aufnehmen würde. Ueber die Bedenken der Gegenpartei wäre also wohl gar

In einem mitreißenden Spiel und nach W sichtslosem Stand erzielte die deutsche Fußball- Mannschaft im Ländertreffen gegen das Protektorat Böhmen und Mähren in Breslau E.^hrerwolles Unentschieden von 4:4 Toren nacktem die Tschechen bereits 3:0 und zur Pause 4:2 geführt hatten. Rund 45 000 Zuschauer wohnten dem Kampf bei. Die Mannschaften spielten in der vorgesehenen Auf-

Auf dem Flugplatz in Magdeburg-Süd wartete Beppo Brehm, der bekannte Berliner Reklarne- zeichner, mit seinem FlugzeugLibelle" auf Luise. Gestern hatte er einen dringenden Anruf aus Wien bekommen. Bruder Konni sah drüben am Fern­sprecher. Konni, der Filmregisseur, drehte draußen in den Rosenhügel-Ateliers einen Film, in dem Luise Domtat spielte. Und da muhte diese Frau ausgerechnet jetzt in Magdeburg einen Termin haben, an dem sie auch unbedingt selbst teilnehmen wollte.Weißt, Beppo, es geht da um ihre ver­rückte Ehegeschichte ihren kleinen Buben will sie haben"

Also kurz und gut, Luise flog nach Berlin und mußte von da weiter nach Magdeburg. Beppo sollte sie in Berlin in Empfang nehmen, mit derLibelle" nach Magdeburg und nach dem Termin schleunigst wieder nach Berlin zurückbringen und nicht eher aus den Augen lassen, bis sie wieder im Flugzeug Richtung Wien saß.Oder noch besser, Beppo ... bringe sie selbst gleich nach Wien!"

Ausgeschlossen!" schrie Beppo wütend zurück. Er war doch nicht Luftchauffeur für Konnis Filrngesell- fchastl.

die Derwaltungs-Oberafiistenten Karl Wilhelm Pfeil und Peter Wilhelm Sei bert m Alsfeld, die Verwaltungs-Assistenten Wilhelm Goullon und Adolf Seitz in Büdingen, sowie Konrad Mainhardt m Lauterbach.

Kamerai)schastsappeilderehem.416er.

Am Samstag hielt di- Kameradschaft «hem. 116-r imAuerhahn" ihren Kam-radschastsapp-ll ab, der von Kameradschaftsführer chans Bill erngeleitet wurde mit einer Kennzeichnung der internationalen Kräfte, die veranttvorllich sind für den Anschlag aus den Führer. Wie das ganze Volk, so sind auch die alten Soldaten entrüstet über das feige Verbrechen, dem einige alte Kämpfer des Führers mm Opfer fielen. Ihnen zu Ehren erhoben sich dieKäme- roden von chren Plätzen, und Kameradschaftssuhrer Bill widmete ihnen, sowie denen, die bei der Wiedervereinigung mit dem Mutterland und im jüngsten Kriege ihr Leben lassen mußten, sowie den guten Kameraden, die einstmals an ihrer Seite geschritten sind, ein stilles Gedenken. Der Karne- radschastsführer gab aber auch der Freude der alten Soldaten darüber Ausdruck, daß die Vor­sehung unseren Führer, wie einstmals im Welt­kriege, die Gefahr glücklich überstehen ließ, und er forderte die Kameraden auf, immer treu zur Fahne zu stehen und noch enger als bisher das Baiw der Kameradschaft auch um die junge Wehrmacht zu schließen.

Don den unter den Fahnen stehenden Kame­raden sind weitere Grüße eingegangen. Ihnen wur­den Liebesgaben übersandt. Jedem Kameraden soll zu Weihnachten eine Freude bereitet werden, des- halb ist es notwendig, daß die Angehörigen die Feldpostnummern schnellstens Mitteilen. Besondere Freude bereitete den ehemaligen 116em ein Grutz der Kameraden des jungen Regiments. Diese Gruße werden von den alten Kameraden freudig erwidert.

Wie Schießwart Kamerad Kern mitteilte, [mb neue Richtlinien für das Schießwesen herSusge- rommen; u. a. soll auch die HI. in stärkerem Maße zum Schießdienst herangezogen werden. Der Schietz- dienst wird am kommenden Sonntag aufgenommen Und dann vierzchntäglich fortgeführt.

♦♦ 6 5. Geburtstag. Am heuttgen Montag wird die Musiklehrerin Frau Cläre Schlesier- Altmann in Gießen, Gaethestraße 63 wahnhaft, 65 Jahre all. Der Jubilarin ist es zu ihrer. Freude noch vergönnt, neben ihren mannigfachen häuslichen PMchten auch noch ihrem Beruf als Musiklehrerin mit derselben Liebe und Begeisterung nachgehen zu können, wie in jüngeren Jahren. Zu ihrem Ge­burtstage übermitteln wir auch unsere herzlichen Glückwünsche.

unüberbrückb aren Ab stand, d en Rückftein in per­sönlichen Angelegenheiten wünschte und sehr deut­lich betonte.

Während der VerhaMung hatte sich der Aus­druck seines schmalen und verschlossenen Gesichtes kaum verändert.

Aber auch die Frau zeigte Beherrschung. Luise Domkat war den sehr geschickten Ausführungen des eifrigen Justizrats mit wacher Aufmerksamkeit ge­folgt; und nur als er die Begegnung zwischen Mut­ter und Kind schroff ablehnte,^Hatte fie in die Ver­handlung eingegrifien. Sonst üverließ sie die Wort- sührung ihrem Rechtsbeistand Doktor Kemmrich, der sie von Wien her begleitet hatte.

Der Richter neigte sich etwas vor. Er sagte: Frau Domkat, wenn wir hier natürlich auch im weitesten Maße die natürlichen Rechte der Mutter berücksichttgen wollen, so müssen doch in diesem besonderen Fall Bedenken Beachtung finden, die durchaus verständlich sind."

Ich sehe keine Bedenken, Herr Landgerichtsrat', erwiderte Luise. Ihr Kopf hob sich stolz. Unter dem kleinen dunklen Hut glänzte das kastanienbraune Haar. Die warmen braunen Augen sahen den Rich­ter freimütig an.Es ist dock selbstverständlich, daß mein Kind während eines Aufenthaltes bei mir in allerbester Obhut ist. Es ist dann bei seiner Mut­ter!"

Johannes Rückstein sah zu seiner einstigen Frau ' hin. Um seinen Mund spielte ein dünnes Lächeln. : Es sprach daraus Ueberlegenheit, Ironie ... viel- ' leicht sogar Verachtung. Er sprach ein paar leise : Worte zu seinem Anwalt. Der Jufttzrat nickte und

der el^egante, lebhafte Gegner.

Jüstizrat Hofer fand sofort eine scharfe Erwide­rung. Wenn Frau Domkat auf diese Zahlungen verzichtete nun gut. Das sei ihre Sache. Er wies noch einmal auf die Billiguna des Dormundschafts­gerichtes hin und forderte Ablehnung der Klage der Frau Luise Domtat, die eine Aufhebung jener damaligen Verzichterklärung erreichen wollte.

Der ernste Mick des Richters ging in aufmerk­samem Prüfen über die Parteien. Er kannte diesen Ehetonflikt nicht erst aus der jetzigen Verhandlung. Dieser Scheidungsprozeß hatte damals, vor fünf Jahren, in Magdeburg Staub genug aufgewirbelt.

Der Großkaufmann Johannes Rückstein stand in gerader und strenger Haltung am Tisch der Par­teien. Er war mittelgroß und etwa Mitte der Drei­ßig, mit peinlicher Sorgfalt gekleidet. Das dünne, bräunliche Haar wurde an den Schläfen schon merk­lich grau. Der Richter kannte den untadligen Cha­rakter des Mannes, aber er wußte auch um jenen

CARL DUNCKER VERLAG BERLIN

Das Sonnenlicht der Mittagsstunde durchbrach die bunten Glasfenster des Gerichtszimmers mit leuchtenden Farben, aber es konnte die kühle Atmosphäre im Raum nicht bannen.

Obwohl der Landgerichtsrat schon zum zweiten Male beschwichtigend die Hand hob, fuhr Justtzrat Hofer sehr scharf betont fort:Ganz besonders aber muß ich auf die große Nervosität des Kindes Hin­weisen. Schon allein aus dieser Sorge um eine seelische Erschütterung muß von uns aus jede Be­gegnung des Knaben mit Frau Domtat abgelehnt werden!"

Luise Domkat trat einen Schritt vor. Sie stützte ; den linken Arm leicht auf das Holzgitter, das Richter und Parteien voneinander schied. Ihre hohe, stolze Gestalt beugte sich etwas vor. Empörung flammte über ihr schönes Gesicht und klang aus der eigenartig tiefen schwingenden Stimme. Sie wandte sich an den Richter: ,Herr Landgerichtsrat, es geht hier um eine Begegnung zwischen Mutter und Kind! Ich stehe hier, um von Ihnen eine Ver­fügung zu erlangen, nach der für eine bestimmte Zeit im Jahr ncein Sohn mir zugehört!"

Sofort war der Vertreter des Gegners mit seiner Antwort bereit. Justizrat Hofer galt als einer der ersten Anwälte in Scheidungs- und ähnlichen Pro­zessen. Bei dieser Verhandlung vertrat er die Rechte des Magdeburger Großkaufmanns Johannes Rück- stein. Er führte aus, daß die Schuld an der Zer­störung der Ehe zwischen Johannes Rückstein und Luise Domkat die Frau hatte nach der Schei­dung wieder ihren Mädchennamen angenommen allein auf feiten der Frau gelegen habe. Bei dieser Scheidung verzichtete Frau Domkat auf alle mütter- lichen Rechte an ihrem damals dreijährigen Sohn Johann-Christian. Dieser Vertrag wurde seinerzeit vom Dormundschaftsgericht gebilligt. Als Gegen- leistung hatte sich Johannes Rückstein bereit er­klärt, seiner Frau nach der Scheidung hohe Unter­haltskosten zu zahlen.

Ich möchte bemerken", betonte Doktor Kemm­rich, der Vertreter der Klägerin,daß Frau Domkat fett drei Jahren aus diese Zahlungen verzichtet hat."

Er sprach ruhiger als der ge-gnertsche Anwalt, er

Kameradschaftsführer Bill besprach hierauf eine Reihe organisatorischer Fragen. Im Vordergründe steht die Betreuungsarbeit für die Kameraden und ihre Angehörigen. Er machte darauf aufmerksam, daß für den Deteranensold solche Kameraden, die über 70 Jahr alt sind, an einem Kriege teilge- nommen haben, oder im Besitze des Ehrenkreuzes der Frontkämpfer sind, in Betracht kommen In Gießen sind es bereits drei Kameraden, die diesen Veteranensold erhalten, und einige Anträge laufen bereits. In seinen weiteren Ausführungen hob Kamerad Mll hervor, daß die Kameradschafts­appelle, die nun wieder regelmäßig abgehalten werden, reichlicher ausgestattet, die Propaganda­arbeit fortgeführt, die Verbindung mit der Partei enger gestaltet und das Fechtwesen mehr m den Vordergrund gestellt werden soll. Für die Bucher- spende wurden das Heft mit den Bildern vom Großdeutschen Reichskriegertag 1939 und der Kyfi- häuser-Kalender empfohlen.

ersten Punkte.

VfV.-R. I Io. Londorf I 8:2 (4:2).

Wenngleich die Grünweißen einen hohen Sieg für sich buchen konnten, so ließ doch die. Mannschaft Mängel erkennen. Heeg im Tor war sehr schwach, auch in der Verteidigung wollte es nicht immer klappen. Die Läuferreihe spielte zuviel, während der Sturm wieder einmal kläglich wirkte. Die Lon° dorfer hatten in ihrem Schlußmann chre größte Stütze. Der Mannschaft, die zwar sehr eifrig war, fehlt die Technik. w

Zu Beginn desSpieles nahmen die Grunweitzen das Heft in die Hand, doch wurden zunächst alle Chancen versiebt. Der Gegner beschränkte sich aus Durchbrüche. Erst nach 14 Minuten konnte Schlitz einen Handelfmeter zum Führungstreffer einschie- ßen. Drei Minuten später war eine Ecke fällig, die Leutheuser im Nachschuß verwandeln konnte. Wenig später schoß Godglück eine Flanke von links mit Erfolg ab. Die Grünweißen gaben weiterhin den Ion an, Brück wurde im Strafraum gelegt und schoß den Elfmeter zum vierten Tor ein. Im Gegen­angriff kamen die Gäste infolge eines Fehlers der Hintermannschaft zum ersten Gegentreffer und drei Minuten später ließ Heeg einen haltbaren Ball durch. Der Gästetorwart zeigte großartige Para- den Nach der Pause sah man nur noch die Grün- weißen auf dem Felde, die den Gegner vollkom­men einschnürten.

Luise ging schweigend neben Doktor Kemmrich £ die breiten Treppen im Justizpalast hinunter. Ihr fc Gesicht war jetzt wie verhängt von dem Schlei« 5 einer traurigen Müdigkeit.

Kemmrich sagte, daß er noch ein paar Tage in Magdeburg bleiben wollte, um den Spruch des Ge­richtsarztes und die dann wohl folgende richterliche Entscheidung abzuwarten. Es paßte ganz gut, denn zwischendurch wollte er nach Berlin hinüber, wo ein paar wichtige Geschäfte zu erledigen waren.

Luise nickte. Es war nicht ganz sicher, ob sie alles verstanden hatte, was Doktor Kemmrich sagte. Sie war krank vor Sehnsucht nach ihrem Kinde unß fürchtete heute mehr denn je, daß sie diesen Kamp! gegen Johannes Rückstein verlieren würde. Oder es müßte irgendein Wunder geschehen. Rückstein würde sich dem Urteil des ärzttichen Sachverständigen nichi unterwerfen. Er würde vielmehr mit einstweiliger Verfügungen und tausend anderen Einwänden auf' marschieren er und sein trefflicher Justizr»!

Deutschland -Vöhmen-Mhren 4:4 (2:4).

1 Stumpf hatte sich im Strafraum auf den Ball ge­worfen und verteidigte ihn liegend gegen Lehner und Schön. Zu Recht pfiff der Schiedsrichter ab und deutete auf den Elfmeterpunkt. Die Prager pro- teftterten, aber Janes hatte sich schon den Ball aurechtaelegt und verwandelte den Sttafitotz mit gewohnter Genauigkeit und Wucht. Bei einem Eckenverhältnis von 6:5 für Deutschland klang der Kampf mit dramatischen Schlußminuten aus.

Fraglos konnte dieser Kampf durch das Fehlest von Conen nicht zu der gewünschten Generalprobe für das Treffen gegen Italien führen. Trotzdem war das Spiel eine gute Vorbereitung. Die Tschechen hatten ihren besten Mannschaftsteil im

herzlichen Dank, Herr Doktor! Und eine Bitte! Fahren Sie zum Flugplatz und sagen Sie Hern Brehm, daß er nur Sie allein nach Berlin mit nehmen soll. Ich bleibe noch hier."