Nr. 266 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Montag, 15. November 1959
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Das Leben im Licht der Forschung
P. B.
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m«agen, wenn man sie wirklich künstlerisch zusam- mührt. Don ihm stammen Idee und Drehbuch s „Sternes von Tetuan". Eine marokkanische «ranze nennt er den Film im Untertitel, und eine warrze von seltenem Reiz ist er auch geworden.
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Oer Stern von Tetuan
Don Dieter v. der Gchulenburg.
lied sein das chen Bild
„Allah Jkber — Allah Jkber — Mohamed RsoUl A—llah!"
NSG. Der GauHessen-Nassau beging gestern wieder in geschlossener Einheit den Opfersonntag. Zum zweitenmal in diesem Kriegswinterhilfswerk fand sich die Bevölkerung zu diesem Feiertag des deutschen Volkes zusammen und wie im Oktober so bekundete sie auch jetzt, daß sie zu einem unerschütterlichen Block zusammengeschweißt ist mit dem festen Willen zur sozialen Tatbereitschaft und zum Einsatz für das Vaterland. In die Sammellisten, mit denen die freiwilligen Helfer des Kriegswinterhilfswerks von Familie zu Familie gingen, wurden wieder Beträge eingezeichnet, die ' stolzes Zeugnis von der Opfersreude der Volksgenossen im Rhein-Main-Gebiet ablegen.
Durch die Opferbereitschaft der Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau wurde auch der zweite Opfer- sonntag zu einem großen Erfolg, der die Ergebnisse des Vorjahres in den Schatten stellt. In der,
steigert. Wir sehen, wie der Bauer Äalami kleines Feld bestellt, wie seine Fran Fatma anspruchslose Hauswesen besorgt, ihr Söhn- und den alten Vater umhegt. Ein Idyll und des Friedens, das von Anstand und Würde,
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lideli 1 öti Wesentlichen ist die spanische Fassung auch des iin fc=r deutschen beibehalten worden. Mit feinem
Anmut und Liebe beherrscht ist. Aber freilich, das Brot ist kärglich, und alljährlich nach der Ernte macht sich Aalami aus den Weg, um sich Arbeit zu suchen. Wir wandern nun mit ihm von Stadt zu Stadt und teilen mit ihm seine Erlebnisse. Wir begleiten ihn in die Moscheen, in denen er Allah um seinen Segen bittet, oder in das Zelt wandernder Wüstenbeduinen, die ihm Obdach und Gastfreundschaft gewähren. Wir wohnen Festen und ritterlichen Reiterspielen bei, wie dem „Pulverfest", bei dem noch zu Roß die Flinten knallen, knallen müssen, erfreuen uns an Volkstänzen und bewundern die ausgebreiteten Schätze in den Bazaren der größeren Städte.
In Tetuan, der Perle Marokkos tritt zur Romantik des Orients die Kultur des Abendlandes. Die blütenüberschüttete Stadt, von wildzerrissenen Felsgebirge umgeben, ist von berückender Schönheit. In den blühenden Gebüschen schlagen die Nachtigallen. Orangen glühen in den Zweigen. Im schimmernden Glanz liegt Tetuan zu den Füßen des Beschauers,,
ren zu züchten, die im Jahre 1911 begonnen wurden Und bis auf den heutigen Tage lebendig erhalten werden konnten. Das dabei entstandene Gewebe betrage jetzt das Vielfache des Gewichtes eines Huhnes.
An Hand von Zeichnungen erläuterte der Redner dann die verschiedenen Stadien der Gewebeneubil- dung, den ersten Vorstoß der Lymphozyten vom Muttergewebe aus, die Nachfolge der Makrophagen und schließlich das Wachstum der Fibroplasien und des Deckepithels. Mit großem Interesse hörte man davon, daß es bei der Züchtung keine Ermüdung in der Fähigkeit der Zellteilung gebe, eine Tatsache, die mit großer Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen sei, daß von dem neuentstandenen Gewebe keine Arbeitsleistung verlangt werde, während das Gewebe im lebendigen Körper doch einer heftigen Beanspruchung ausgesetzt sei.
Um den Zuhörern das Wunderbare des Vorganges der künstlichen Gewebezüchtung (wie auch des Wachstums im Körper überhaupt) vor Augen zu führen, sprach der Vortragende davon, wie es
Unser neuer Noman.
In der beute erscheinenden Nummer des „Gießener Anzeigers beginnen wir mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romans, der eine ungemein spannende Handlung in nicht alltäglichem Milieu sich entwickeln und abrollen läßt. Der Roman heißt
„Inkognito" von Meta Brix.
Er schildert den Kampt einer geschiedenen FraU um ihr Kind, das man ihr Nicht überlassen will, weil es ganz in der strengen Atmosphäre eines ehrbaren Kaufmannshauses groß werden soll. Wie nun die in ihrem Innersten getroffene Mutter Mit ebensoviel Mut wie Selbstüberwindung ein neues Leben beginnt und sich durch Klugheit und Tatkraft eine geachtete Stellung verschafft, das schildert unser neuer Roman überaus fesselnd und anziehend. Wir sind gewiß, er wird unseren Lesern in Stadt und Land eine höchst unterhaltsame, von Fortsetzung zu Fortsetzung mit freudiger Erwartung begrüßte Lektüre bieten, zumal ein krimineller Einschlag bet Handlung ungewöhnlich dramatische Steigerungen! gibt.
Auszeichnung für treue Dienste.
In Anerkennung langjähriger treuer Dienste hat der Führer den nachstehenden Beamten, Angestellten und Arbeitern des Landes Hessen das silberne Treudienstabzeichen für über 25jährige treue Mitarbeit verliehen. Die Auszeichnung erhielten Vermessungsoberinspektor Werner H a nitsch in Alsfeld, die Vermessungs-Inspektoren Karl Appel in Grünberg, Heinrich Land und Heinrich Oßwald in Nidda, die Verwaltungs-Inspektoren Ludwig Alles in Lauterbach, Johannes Dippel und Karl Kneisel in Alsfeld, Karl Ha nitsch in Lauterbach, Heinrich Müller in Schotten, Wilhelm Müller in Gießen, die Verwaltung sfekre- täre Nikolaus Hasenzahl und Heinrich Schäfer in Gießen, Friedrich Zöller in Büdingen,
Aus der Stadt Gießen
Stadt im Nebel.
An gewappnet vor.
Dornotizen.
lagesfafeaber für Montag.
selbst in der künstlichen Gewebezüchtung keinerlei Dhaos gebe, sondern die gleiche Gesetzmäßigkeit und Ordnung herrsche, wie in jedem lebenden Körper. Unnütze oder unnütz gewordene Formationen würden genau so abgebaut, Gifte würden genau so
^sdrgfältig aufgelöst, wie im großen und vielfältigen Zellverband eines Körpers. Jeder Teil des Gewebes wisse, was zu tun sei, Und so sei es der „Geist der lebendigen Substanz", der das ganze erfülle. Dabei vollziehe sich im lebenden Organismus aber nicht nur durch Zellteilung eine einfache Massevermehrung, sondern auch die Ausbildung der Bestimmungen, denen die einzelnen sich entwickelnden Organe zu dienen haben. Das letzte Geheimnis, das das Leben umwittere, könne aber bis heute weder von der Wissenschaft der Physik, noch von der Chemie gelüftet werden.
Prof. Dr. Herzog verband mit seinen interessanten Darlegungen die Vorführung zweier Filme, die in einer auch für den Laien vollauf verständlichen Weise das Wachstum in Gewebekulturen veranschaulichten und besonders eindrucksvoll auch den Vorgang der Zellteilung vor Augen führten. Dabei hatte man Gelegenheit, den Stand der Filmtechnik im Dienste der Wissenschaft zü bewundern. Mit Hilfe von Mikroskop und Zeitraffer wurden intimste Vorgänge der Zellbildung und Zellteilung gezeigt und dabei Bewegungen und Entwicklungsoorgänge, die sich über Stunden und Tage erstrecken, auf den Zeitraum weniger Minuten zusammengedrängt.
Wie der Vortrag von Prof. Surfer vor 14 Tagen gab auch der Vortrag von Prof. Herzog einer dankbaren Zuhörerschaft einen tiefen Einblick in die Wunder der Natur. Museumsdirektor Dr. Krüger, der Kreisreferent des Volksbildungswerkes, sprach zum Schluß des Vortrags herzliche Worte des Dankes an den Redner. N.
Die Zeitung zur Front.
Eine erfolgreiche Aktion des Gaues Hessen-Nassau.
Zeitschriften.
— Den Spuren polnischer Zerstörung stehen leuchtend die Zeichen deutscher Kultur gegenüber, die unter dem Titel „Schlösser in Polen" im November-Heft der „neuen I i n i e" (Verlag Otto Beyer. Leipzig) die bezaubernde Verbindung einer romantischen Landschaft mit der Festlichkeit einer edlen Baukunst zeigen. Dem Soldaten, der diese alten deutschen Kulturgüter dem deutschen Volk wieder zurückgewonnen hat, ist der Aufsatz „Wandlung des Soldaten" gewidmet. In diesem Beitrag eines bekannten Philosophen wird gegenüber der ewigen Unveränderlichkeit des soldatischen Geistes der Wandel im Wesen des Soldaten, wie er sich im Laufe der Jahrhunderte vollzog, heraus gearbeitet. Die Besinnung auf das Haus und auf die Familie als die wichtigsten Krastguellen der Nation wird die „neue linie" in der Fortsetzung ihrer Tradition als Zeitschrift der Besinnung und Verinnerlichung besonders pflegen. Deshalb fei auf den mit prachtvollen Fotos ausgestatteten Beitrag „Ein Kindsvater an einen, der es werden soll" verwiesen.
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Byrds Niesentank für den Südpol.
Mit einem ganz neuartigen Fahrzeug von abenteuerlichen Dimensionen will der amerikanische Forscher Byrd auf seiner diesjährigen Südpolar-Expe- dition den antarktischen Kontinent durchforschen. Auf vier drei Meter hohen Rädern mit entsprechend großen und breiten Gummireifen ruht eine Art geschlossener Schiffsrumpf, der den Namen „Festland-. Schiff" rechtfertigt. Zwei Dieselmotoren mit zuiam-c men 400 Pferdekräften sollen dem 20 Tonnen scywe- ren Riesen eine Stundengeschwindigfeit bis zu 40 Kilometer geben. Im allgemeinen soll aber nur 16 Stundenkilometer mit einem Motor gefahren wer-, den, während der zweite in Reserve bleibt. Das „Festland-Schiff" ist 17 Meter lang und 4,5 Meter breit. Es enthält den heizbaren Wohnraum für vier Mann und trägt auf dem Dach ein Flugzeug. Es nimmt Ausrüstung und Verpflegung für ein volles Jahr mit und verfügt auch über eine Dunkelkammer. Natürlich ist auch eine Radio- und Radio peil- Anlage vorhanden. Mit diesem Fahrzeug will Byrd 8000 Kilometer zurücklegen. Räder und Untergestell sind so eingerichtet, daß damit Eis- und Gletscherspalten bis zu viereinhalb Meter Breite überwunden werden können. Der Wagen soll auch Steigungen bis 35 Grad nehmen können, was bei dem gebirgigen Charakter des antarktischen Kontinents sehr wichtig ist.
Byrd will mit dem „Festland-Schiff" zum Südpol hin und zurückfahren, und zwar in Zickzacklinien, um ein möglichst großes Gebiet zu erforschen. Der Wagen soll über die Maudberge zu dem dahinter liegenden Südpolplateau ansteigen, das 3000 Meter Höhe erreicht. Das mitgeführte Flugzeug kann sich bis zu 800 Kilometer von seiner Basis entfernen und wieder zurückkehren. — Auf dem Südpolkontinent werden drei große Stationen angelegt, eine bei Little America an der Walfisch- Bay, eine an der Barriere bei den Peter-Inseln und eine auf Graham-Land. Von diesen Stationen aus machen fünf bis sechs Flugzeuge Streifzüge zur Aufnahme von Luftphotographien der bisher noch unerforschten Gebiete. Äußer dem Riesten-, wagen verfügt die Expedition noch über drei schwere, natürlich unbewaffnete Tanks. 160 Schlittenhunde werden zum Transport in den Gebieten benutzt, die für die Tanks unpassierbar sind. Jeder einzelne Schlitten hat feinen besonderen Rundfunkempfänger, so daß er ständig die Weisungen der Expeditionsleitung entgegennehmen kann. Für die Expedition, deren Dauer auf zwei Jahre berechnet ist, werden mehrere zusammenlegbare Häuser mitgenommen, eine Bücherei von 1000 Büchern und 500 Zeitschriften, 5000 Büchsen Konserven, zwei Tonnen gekochte Bohnen, 25 Tonnen Mehl, zweit Tonnien Eier und 25 Tonnen Fletsch. Ndz.
Ein neuer großer Erfolg.
Der zweite Opfersonntag im Gau Hessen-Nassau für das Kriegs-ÄHW
Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein, in Ar- trtsaemeinschaft mit der Dolksbildungsstätte Gie- Hcv der NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude", 20 Uhr im Großen Hörsaal der Universität, Vortrag des Schweizer Dichters Jakob Schaffner. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Es war eine rau= ffcnbe Ballnacht". — Lichtspielhaus (Bahnhof- jäiße): „Dschungel-Geheimnisse".
Gietzen-Wieseck.
5n geistiger und körperlicher Frische konnte am xetrigen Sonntag eine der ältesten Einwohnerin- 1tei von Wieseck , Frau Anna S p a a r , geb. 3)cnfult, ihren 8 7. Geburtstag feiern. 50 Jahre fette die hochbetagte Frau in Rödgen. Vor einiger Act siedelte sie nach Wieseck über, wo sie einst kyi? Jugend verbrachte. Nachträglich unseren herz- likftn Glückwunsch! I
.selbst Menschen und Fahrzeuge entrinnen ihm ^chst und das Ohr vernimmt ihre Fortbewegungs- Geräusche, bevor ihre Umrisse aus den wabernden fünften auftauchen. Es ist, als trügen sie eine -arnkappe und eine unsichbare Hand lüfte sie ihnen lur für die kurze Spanne einer Begegnung. Ein iltemzug Zigarettenrauch, eine Duftwelle eines beerenden Parfüms verflüchtigen sich langsamer als He Gestalt, von der sie herwehten. „So ist das kben!" meint mein Freund, der mich begleitet und ijsrn grüblerisch und philosophisch wird. „Ein Kommen und ein Gehen. Und was von der Erinne- |un0 an einen Menschen bleibt, ist nicht mehr als AN bißchen Qualm, ein bißchen Duft!" Ich zerlache sine Schwermut und deute über uns, wo man wie Inter Milchglas die Sonne ahnen kann. ,^en= pits der paar Spinngewebe prangt der blaue 2 ether", sage ich, „und morgen ist vielleicht der onze Spuk um uns verweht!" Er stimmt mir nicht ji, weil er nun einmal den Nebelung nicht leiden rng.
Der frühe Abend bringt keine Wandlung, der timmel bleibfverschleiert, und der Glanz der (iterne ertrinkt in dem dichten grauen Qualm, ehe « die Erde erreicht. Ein paar kleine Lichter huschen fit nachtwandlerischer Sicherheit vorbei. Sie zeigen hem Fahrrad, einem Kraftwagen den Weg. In Mr Nähe sehen die Lichtschlitze der Laternen wie duzende, ein wenig tränende Augen aus. Es ist rit, daß die Fußgänger solcher Wegweiser auf den kchsteigen nicht bedürfen. Man könnte kein Dutzend ichritte ungestört tun, sondern würde immerzu an- zstrahlt und abgetastet. Und es gibt nichts Reiz- > lleres — mein Freund ist längst von mir abge- i roenft — als das Alleingehen in völliger Dunkelet. Das Auge gewöhnt sich mehr und mehr an die jnfternis, und das Gehör ist schärfer eingestellt als nft. Man freut sich, seinem Orientierungssinn so ber vertrauen zu können wie ein Steuermann auf fitem Meer seinem Kompaß. Hastige und gemäch- iye Schritte tappen vorüber. Der schwere Nagel- l!uh verrät den Soldaten. Einer kommt mit hart isstoßendem.Spazierstock. Er gleicht dem Jungen, r mit vollem Kraftaufwand eine mutige Melodie r?ift. Beide kommen sich irgendwie gegen irgend-
Riffs, besonders der Fischer von Alhucenas, einer Insel, die wi-e ein Schlachtkreuzer aussieht, x ist in einem besonderen Extrakt, einem kürzeren Kulturfilm, der als Vorspann gleichsam vor jedem anderen Spielfilm gezeigt werden könnte, zusammen- gestellt worden.
Zum Gelingen dieses neuen Filmversuches trug ferner nicht zuletzt die musikalische Untermalung und Ausmalung bei, eine Musik, die mit dem Stempel des Echten, Volkhasten, Typischen, Wohlklang und Schönheit verbindet. Ihr Schöpfer ist der noch jugendliche Komponist Norbert Schultze, dessen Märchenoper „Der schwarze Peter" über die meisten deutschen Bühnen gegangen ist, und der sich durch seine Musik zu „Renate im Quartett", „Kamerad Mutter" und „Frau nach Maß" auch im Film bereits einen Namen gemacht hat. Die Musik, wie übrigens auch der deutsche Begleittext, ist gleichsam dosiert. Die deutschen Worte erklingen, vom deutschen Standpunkt aus gesprochen, nur an den Stellen, an denen sie zur Erklärung notwendig sind. Sonst ließ man den arabischen Dialog bestehen da, wo die Szene für den Beschauer ohne weiteres klar den Inhalt der Rede ergab.
Alle handelnden Personen, auch die vier Hauptdarsteller, sind ungenannt. Es ist ja ein ganzes Volk, das zu uns sprechen soll, nicht die wenigen, gleichsam herausgegriffenen Typen. Aus den Ein- zelschickfalen erwächst aber das Erleben eines ganzen Volkes, das sich aus der Romanze zum Helden-
Lom Minarett der Moschee zu Tetuan ruft Stimme des Muezzin die Gläubigen zum Gebet,
Der Tag ist wie von riesigen Spinngeweben verhangen, wie von wogenden Schwaden weißen Rauches eingehüllt. Unaufhörlich bringt er, als blase ihn
Modisch, singend, klagend, voll unendlicher Trau- öbeit. Aus der Stimme klingt der verzauberte 'Brent, schwingt Mythisches und Mystisches des Ilc m mit. Sie gehört zu einem Lande der Träume, ooleer Wunder, voller Geheimnisse, einem Lande So^er Naturschönheit und Eigenart seiner Volks- b?. Mit dieser Stimme und dem charakteristischen W>e von der großen Moschee zu Tetuan im spa- niigren Teil von Marokko setzt auch ein neuer Ii m der Tobis-Degeto „Der Stern von Tetuan" ein, der in den nächsten Wochen anlaufen wird.
Ziefer Film gelangt aus dem Grunde zu beson- kir Bedeutung und wird gleichsam bahnbrechend tonen, weil in ihm der gelungene Versuch unter» ton men worden ist, drei verschiedene Filmarten, : yfc KSrunMemente filmischer Kunst Überhaupt, die nrültens getrennt nebeneinander herzulaufen pfle- Nn, zu vereinen: das dokumentarisch festgelegte Ze tgescheh en mit dem Kulturfilm und iton Spielfilm. Das Zeitdokumentarische rollt ijevöhnlich rein objektmäßig vor dem Kinobesucher iii h der Form eines Bildberichtes, wie etwa einer Wochenschau, durch aneinander gereihte Bilder, bei itäun höchstens einmal flüchtig das Kulturelle in «Meinung tritt. Eine Handlung endlich, wie in 'W? Spielfilm, fehlt solchen Dokumentfilmen ganz, lsör auch bei der starren, berichtmäßigen Fonn nötig fehl am Platze. Der spanische Filmproduzent [tejue Dominguez Rodino zeigt nun aber, daß fid) tiefe drei Filmgattungen sehr wohl miteinander
un leichter Wind vor sich her, aus der Landschaft n die Straßen. Wie ein graues Heer gespenstert er den Wald herab, gleitet er über den Fluß, steigt er aus den Weggräben und Ackerfurchen und chleicht er sich in Gärten und Höfe ein. Langsam limmt er den Dingen ihre Form und Gestalt, in- hem er sie behutsam wie in weiche Watte packt.
Dank dieser Hilfsbereitschaft ist es möglich gewesen, zur Zeit bereits Hunderte von Kompanien in der vorgesehenen Weise mit Zeitungen und Zeitschriften ihrer Heimatpresse zu versorgen, lieber die Bedeutung dieses Einsatzes braucht fein Wort weiter verloren zu werden. Der Dank der Front, die durch diese Aktion mit den Ereignissen in der Heimat wie auch mit dem großen politischen Geschehen auf das Engste verbunden bleibt, spricht in vielen Anerkennungsschreiben an die Ortsgruppen der Partei für sich selbst.
Um die erfolgreiche Durchführung dieser Aufgabe auch weiter zu garantieren und die Aktion gegebenenfalls weiter auszubauen, wird gebeten, folgendes zu beachten: So selbstverständlich es ist, daß Volksgenossen, die selber Angehörige an der Front stehen haben, ihr gelesenes Zeitungsexemplar diesen direkt zuschicken können, so selbstverständlich muß es sein, daß Zeitungsabonnenten, bei denen diese Umstände nicht zutreften, die Ortsgruppen der Partei bei dieser Aktion weiter unterstützen Wo also der Ruf noch ergehen sollte, in diesem Sinne behilflich zu sein, halte man es für selbstverständlich, es zu tun.
Die dritte Vortragsveranstaltung der Volksbil- dungsstätte in der NSG. ,Kraft durch Freude" gestaltete sich zu einem schönen Erfolg. Eine stattliche Zuhörerschaft füllte afn gestrigen Sonntagvormittag den Hörsaal des Physiologischen Instituts dis auf den letzten Platz, als Professor Dr. Herzog das Wort zu feinem Vortrag über das Thema „D a s Leben im Körper" ergriff.
Der Redner sprach einleitend davon, wie es heute der Wissenschaft möglich sei, das Leben in der Bewegung der Zellen zu studieren, und wie hier gerade die Methode der Gewebezüchtung zu aufschlußreichen Erkenntnissen verhelfe. Dann schilderte er zunächst die Technik der Gewebezüchtung, die darin bestehe, Zellgewebe in ckn Nährmedium zu bringen, das im Wesentlichen aus Blutplasma besteht. In dieses Nährmedium hinein bilde sich vom Muftergewebe aus ein Wachstumshof, der sich immer mehr verd^ichte und zu einem dem Muttergewebe völlig gleichen Gewebe ausbilde. Mit Hilfe dieser Form der Gewebezüchtung sei es schon gelungen, aus Teilen eines Hühnerherzens Gewebekultu-
Gauhaupfstadt ftrattffurt a. M. wurde fast die Hunderttausend-Mark-Grenze erreicht. Das vorläufige Ergebnis des Kreises Groß-Frankfurt belauft sich auf ründ 92 000 RM. gegenüber 74 000 RM. des zweiten Eintopfsonntags im Vorjahr.
Mit dieser Opferfteude zeigt auch der Gau Hessen-Nassau erneut unseren Feinden, daß das Volk in diesen ernsten Zeiten nur noch entschlossener hinter seinem Führer und seiner Idee steht. Keine Macht der Erde kann es von Adolf Hitler trennen, der es aus der Knechtschaft befreit und das Vaterland zu einem stolzen und machtvollen Staat emporgeführt hat. Das deutsche Volk ist seinem Führer verschworen. Mit «ihm kämpft/es bis zum Sieg. Jeder ist bereit, seist Höchstes für Führer und Volk zu gebert^jJtöjgn die Zeiten auch noch so ernst werden, Adolf Hitler wird^stets Deutschland und Deutschland immer Adolf^YMer fein.
Diep Pefändnis für die künstlerische Essenz und die cai^Neuerung hat Wilhelm Stöppler das < ^Iche Manuskript und die Herstellung dieser beub w !pn Fassung übernommen. Seine Arbeit wurde Lgßifcfti auch von der, Filmprüfstelle als „künstlerisch l oöt oll" anerkannt. Was vielleicht zu breit gelegt i(66t ® mochte, oder heterogen durch das an eine be- >beCjiWrUe Gegend gebundene, allzu spezifische Lokal- Mstkvlrt aus dem Gesamtrahmen herauszufallen ffyi* wie Land und Leute des marokkanischen
NSG. Eine vorn Gaupresseamt bereits vor iacht Wochen eingeleitete Aktion „Die Zeitung zu? Front" kann nun nach Vorlage eines tSnbergeb« nisses als bedeutender Erfolg bekanntgegeben werden.
Nahezu alle Ortsgruppen des Gaues sind für die Aufgabe, die Zeitung als Vermittlerin der Heimat zur Front einzusetzen, herangezogen worden. Jede dieser Ortsgruppen übernahm eine Patenstelle für die Zeitungsbeschaffung einer Kompanie und stellte damit sicher, daß täglich mindestens 75 Zeitungen an die betreute Kompanie abgesandt werden. Eine selbstverständliche Voraus- setzung hierfür war die innegehaltene Forderung, daß diese Zeitungen durchaus aktuell, d. h. nie älter als einen Tag zum Versand kommen müssen. Möglich war dies allein dadurch, daß sich in jeder Ortsgruppe die betreffende Anzahl von Volksgenossen fand, die bereit war, bis spätestens am nächsten Tag seines Erscheinens den eingesetzten Sammlern der HI. laufend auszuhändigen. Eine große Zahl von Volksgenossen fand sich darüber hinaus bereit, laufend Zeitungsexemplare für die von der Ortsgruppe betreute Kompanie zu abonnieren.
und nun staunen wir mit Aalami über die malerischen Gassen und Winkel. Wir sehen den Kalifen in weißen Gewänden auf prachtvollem Berber- Hengst zum Freitagsgebet in die Moschee in langem Zuge reiten und erleben die Audienz mit, die der Sultan Muley Hassan dem spanischen Residenten gewährt. Spanier und Marokkaner haben sich stets gut verstanden im Laufe der Jahrhunderte. Und als der Caudillo zum F^eiheitskampf in Spanien an jenem denkwürdigen 17. Juli 1936 aufruft, da steht auch das ganze marokkanische Volk auf und stellt sich unter die gold-rot-goldene Fahnen. Selbstverständlich auch Aalami, und wir teilen nun mit ihm das Soldaten!eben.
Die Ju 52 dingt ihn mit vielen Kameraden zur Front. „Deutsche Junkersmaschinen schaffen in wenigen Tagen eine Armee von 12 000 Mann auf dem Luftwege über Gibraltar nach Sevilla: eine bisher in der Kriegsgeschichte einzig dastehende Leistung!" Angriff, Kampf, Schlacht, aber Allah behütete Aalami. Mit einer Kriegsauszeichnung geschmückt kann er endlich heimkehren. Daheim ging das Leben weiter. Fatma hat tapfer Haus und Hof bestellt, Jahr um Jahr. Oft hat sich eins zum andern gesehnt. Einmal war der Kleine krank, aber der spanische Militärarzt hat gleich geholfen. Und nun ist Aalami wieder gesund zurückgekehrt. Er kam noch rechtzeitig zur Ernte zu recht. 'Sofort greift er wieder zur Sichel, und so klingt diese Romanze in einem frohen Erntefest aus. „Allah's Segen war mit Aalami!"


