Stellvertreter des Führers, R u
Dann tritt der
Bei allen 20 Opfern des Attentats, die i m Krankenhaus rechts der Isar liegen, ist eine Besserung eingetreten. Die gefährlichsten Wunden hatte der Blutordensträger Thenn, bei dem das Fieber jetzt zurückgegangen und zu hoffen ist, daß die Wundheilung ebenfalls fortschreitet. Von den neun leichter Verletzten in dieser Klinik können Dienstag wahrscheinlich die ersten entlassen werden. Bei den fünf Schwerverletzten in der Chirurgischen Klinik macht die Gesundung weiterhin allmähliche Fortschritte Auch der Zustand des dort liegenden Schwerverletzten, des Oberamtmannes S ch m e i d l, ist nicht mehr besorgniserregend. Der im Krankenhaus Schwabing untergebrachte SA.- Mann Anton Gruber befindet sich gleichfalls auf dem Wege der Besserung.
d o l f Heß, vor und nimmt zur Traueransprache das Wort.
„Das deutsche Volk", so sagte Rudolf cheß, „nimmt in dieser Stunde Abschied von den Opfern eines grauenhaften Verbrechens, das kaum seinesgleichen hat in der Geschichte. Es neigt sich vor den Opfern, die der Tod getroffen, den ruchlose Meuchelmörder für den Führer bestimmt hatten. Sechs alte Gefolgsmänner des Führers sind aufgebahrt hier vor der Feldherrnhalle, zusammen mit einer jungen Frau und Mutter, die in pflichtgetreuer Erfüllung ihres Berufes vom Schicksal ereilt wurde. Unter Schutt und Trümmern haben sie ihr Leben ausgehaucht, unter Schutt und Trümmern, in die ein furchtbares Sprengattentat den Saal verwandelt hatte, in dem noch wenige Minuten vorher der F ü h - r e r zu fhnen sprach, in dem sie noch wenige Atemzüge zuvor mit ihren Kampfgenossen zu einer großen Stunde vereint waren, zu einer großen Stunde des Gedenkens an den Tag vor 16 Jahren, da sie beim Marsch zu dieser Feldherrnhalle hier bereit waren, ihr Leben zu geben, wie es die Toten in den Ehrentempeln am Königlichen Platz damals gegeben haben, — ihr Leben, das das Schicksal nun jetzt von ihnen gefordert hat. Liebe zum Führer und die Erinnerung an die Gefallenen von damals haben sie an den Platz geführt, der ihnen zur Sterbestätte bestimmt war. ,2 er Führer und d i e Kameraden*, das ist der letzte Gedanke dieser Toten gewesen. Die Kameraden haben sie aus den Trümmern gezogen und ihnen die Augen zugedrückt
Aus dem Kreis der ersten Marschierer Adolf Hitlers hat sie der Tod gerissen, aus dem Kreis der Alten Kämpfer, die einst — als Verzweiflung und Resignation die Deutschen beherrschte — den Glauben an Deutschland nicht aufgaben, die gerungen und geopfert haben für die Bewe-
Der Führer spricht den Angehörigen der Opfer Tre-.st zu. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
ügungstruppe, über die Weihestätte.
Unsere Aufnahme zeigt den Führer beim Gruß an die Toten vor der Feldherrnhalle. An jedem der Särge hatte er einen großen Kranz mit Chrysanthemen medergelegt. — (Scherl-Bllderdlenst-M.)
i-alität, die ja 1939 dazu führte, daß die brittsche Regierung sich gegen die endgültige Befreiung des deutschen Volkes und damit gegen die restlose Wiederherstellung unserer deutschen Souveränität zu stellen entschlossen hat
Es ist selbstverständlich, daß sich der Führer gegen diese Angriffe so vorbereitet hat, daß an unserem Sieg nicht gezweifelt werden kann. Wir haben nichts zu befürchten. Auch die englische Blockadeandrohung kann uns nicht mehr imponieren. Während wir im Weltkrieg von einem Ring von feindlichen Staaten umgeben waren, sind wir heute von einem Kreis von neutralen Staaten umgeben, mit denen wir lebhaften Handel treiben. So kommt es, daß wir heute in Deutschland beispielsweise mehr Butter je Kopf zu verteilen in der Lage sind als die Engländer in ihrem reichen Lande tun können. Das heißt: der Blockierte ist in mancher Beziehung schon zum Blockierenden geworden! Wirtschaftlich Deutschland auszuhungern und zu erdrücken, ist vollkommen unmöglich. Militärisch ist das ebenso ausgeschlossen, denn militärisch ist die Lage ungleich viel besser als im Weltkrieg.
Ls bleibt also für unsere Gegner gar kein anderer Ausweg mehr, als einen letzten, verzweifelten Versuch zu machen, die Kraft des deutschen Volkes wieder nach dem alten Rezept, das sich Jahrhundertelang an Deutschland bewährte, zu zerbrechen, nämlich das deutsche Volk im Innern zu spalten. Es ist ein alter Trick der englischen Politik, ein Volk von seiner Führung zu trennen, es mit Phrasen zu betören, die Führung endgültig zu beseitigen und damit das Volk führerlos, waffenlos und wehrlos der Willkür der englisch-imperialistischen Politik auszuliefern. Das ist der Sinn des Attentats vom 8. November im Bürgerbräufeiler in München. Wenn es nicht gelingt, so sagt man sich in London, das Volk gegen den Führer aufzuhehen, dann mutz eben der Führer verschwinden, gleichgültig, welche Wittel dabei zur Anwendung kommen. „Dieses infame Verbrechen", so rief Dr. Goebbels aus, „ist Deutschlands Feinden nicht gelungen, und es kann ihnen auch nicht gelingen! Denn unser Instinkt sagt uns, daß es keine Gerechtigkeit mehr in der Wett gäbe, datz die Weltgeschichte ihren Sinn verloren hätte, wenn wir Deutschen, die wir uns nun sieben Jahre lang ehrlich angestrengt haben, Deutschland wieder frei und grotz zu machen, durch die Sprengbombe einer Verbrecherclique an der Erreichung dieses Zieles gehindert werden könnten. Das ist nicht möglich. Welches Wunder auch jedem geplanten Verbrechen der Gegenseite entgegentreten mag: der Führer wird diesen Krieg mit seinem Volke siegreich bestehen!"
Dann beschäftigte sich Reichsminister Dr. Goebbels mit Vorwürfen der englischen und der französischen Presse, die behauptet, daß das deutsche Volk keine Begeisterung für den Krieg habe, was daraus zu schließen fei, daß man in Deutschland so wenig Siegesfeiern veranstalte. „Unsere Propaganda- Politik", fährt der Minister fort, „ist hn Innern des Reiches ausschließlich darauf eingestellt, eine ganz feste Entschlossenheit im deutschen Volke zu erhalten, die gar nichts mit leerem und phrasenhafte Hurrapatritottsmus zu tun hat. Einem Gemeinschaft von 90 Millionen Menschen, die jahrhundertelang in der Geschichte gegeneinander« standen, sich nicht verstanden oder gar bekriegten, und die nun endlich nach jahrhundertelangen Kämpfen und inneren Auseinandersetzungen zu einem einzigen großen deutschen Reich unter einer Weltanschauung und unter einem Führer zusammengefaßt worden sind. Ihr nationales Leben gegen jede B e - drohung zu sichern, das ist der Sinn, der Zweck und das Ziel dieses uns aufgezwungenen Krieges. Es ist die Aufgabe jedes Deutschem für diesen Krieg mit Einsatz all seiner Kräfte einzustehen. Ist dieser Krieg, den England wollte, gewonnen — und wir wissen, daß er gewonnen wird — dann bedeutet das die endgültige Befreiung unseres Volkes und die Sicherung unseres nationalen Lebens für alle Zeiten."
Hinrichtung des früheren Dromberger Gtadtpräfidenten.
Bromberg, 11. Nov. (DJIB.) Am Sonntag, 11. November, wurde der Bromberger Bewohnerschaft bekanntgegeben, datz in den Morgenstunden dieses Tages der frühere Stadtpräfident Brombergs, Leon B ar ciszewski, standrechtlich erschossen worden ist, da das in den letzten Wochen schwebende Verfahren einwandfrei verantwortliche Witfchuld am B lutfonntag in Bromberg und skrupellose Beraubung des Stadtvermögens erwiesen hat.
Aolksschädling zum Tode verurteilt.
Gumbinnen, 12. Rov. (DRV.) Das Sonder- aericht verurteilte in dem Berufsverbrecher Willi Leschner einen Derbrechertyp zum Tode, wie er im deutschen Staat nur noch selten zu finden ist. Es ist der Fall eines Volksschädlings, der außerhalb der Volksgemeinschaft steht und für den die Todesstrafe die einzige Sühne bedeutet Eine fast ununterbrochene Kette von Urkundenfälschungen, leichten und schweren Diebstählen, Sachbeschädigun- aen, Körperverletzung und versuchten Totschlages füllen das Leben des 40jährigen Verbrechers aus. Dieser alte „Praktiker" hat alles auf dem Kerbholz, was ein Verbrecher überhaupt nur haben kann. Empfindliche Zuchthausstrafen hatte er abzusitzen. Nachdem er eine „Tour" durch Deutschland gemacht hatte, landete er wieder in Königsberg, nachdem er hier und in der Provinz im Jahre 1930 sein verbrecherisches Unwesen bereits getrieben hatte. Der Kampf um das Lebensrecht des deutschen Volkes störte diesen Halunken absolut nicht. Er benutzte sogar die Verdunkelung, um seinem unter- weltlichen Treiben nachgehen zu können. Bei dem Versuch, in Gumbinnen in eine Gast- stätte einzubrechen, wurde er nun gestellt. In der Verhandlung legte sich der Verbrecher anfänglich aufs Leugnen, mußte dann aber doch alles zugeben, ja, sogar noch einen weiteren Diebstahl in Singerapp, wo er 1200 RM. Beute gemacht hatte. Der Staatsanwalt beantragte die Todesstrafe. Das Gericht fällte das Urteil antragsgemäß. Es lautete nicht nur auf die Todesstrafe,' sondern auch auf Sicherungsverwahrung und wegen vier schwerer Rückfallsdiebstähle, eines versuchten Rückfalldiebstahls und einer Körperverletzung auf insgesamt 15 Jahre Zuchthaus.
Unseren Feinden aber, den Anstiftern dieses Vev> brechens, rufen wir zu: Ihr habt uns den Führer nehmen wollen und habt ihn uns näher denn j e gebracht. Ihr habt uns schwächen wollen und habt uns nur stärker gemacht. Ihr habt gehofft, uns den Glauben an die Zukunft rauben M können und habt doch nur den Glauben erhör- t e t an eine Vorsehung, die mit Deutschland ist! Ihr habt gehofft, uns die Siegeszuversicht nehmen zu können — nie war das deutsche Volk siegesgewisser denn heute. Und wenn ihr die Hölle m Bewegung setzt, der Sieg wird doch unser sein! Der Sieg ist der Dank an die Toten.
Rudolf Heß hat seine Ansprache beendet. JDte Kranzträger stehen vor den Särgen. Der Fuhre r tritt an jeden einzelnen Sarg, schmückt ihn mit dem Zeichen seines Dankes und grüßt jeden toten Kameraden. Die Weise des guten Kameraden erklingt. Sieben Salven brechen sich an den Fronten der Häuser. Das Deutschlandlied und das Horst- Wefsel-Lied sind ein Gelöbnis, derer nicht zu vergessen, die gefallen sind für Führer und Volk. Dann begibt sich der Führer zu den Hinterbliebenen der Gemordeten. Er drückt ihnen die Hand. Noch einmal tritt Adolf Hitler vor die Särge und verläßt dann, gefolgt von Rudolf Heß und Adolf Wagner, die Stätte des Staatsaktes.
Wieder ertönen Kommandorufe. Der Präsenttermarsch hallt über den weiten Platz. Die Truppe präsentiert, und die Formationen treten zum Trauerzug an. An der Spitze des Ehrengeleites marschieren hinter dem Spielmanns- und Musik» zug die Ehrenkompanien der ff, des Heeres und der Luftwaffe. Es folgen die Ehrenstürme der SA., des NSKK. und Des NSFK., die Ehrenhundertschaft Politischer Leiter, die Ehrengesolgschast der Hitler-Jugend und mit geschulterten Spaten die Ehrenabteilung des Reichsarbeitsdienstes. Langsam und dumpf rollt der Trommelwirbel. In gemessenem Abstand folgen die Kränze des Führers. Der Blutfahne, die von zwei ^-Offizieren mit blankem Degen geleitet wird, folgen auf Trauerwagen die sieben Särge der Opfer. Die Alten Kämpfer begleiten die hingemordeten Kameraden auf ihrer letzten Fahrt. Durch ein lückenloses Spalier von trauernden Volksgenossen nimmt der Zug seinen Weg die Ludwigstraße entlang durch das Siegestor zum Nordfriedhof. Dor der gemeinsamen Gruft der Toten im Nordfriedhof macht der Trauerzug halt. Zum letzten Male nehmen die Familienangehörigen Abschied. Während sich dann die Särge in die Tiefe senken, erklingt das Lied „Hakenkreuz am Stahlhelm". Die Kränze des Führers sind die ersten, die die offene Gruft schmücken. Dann zieren die Hinterbliebenen die Grabstätte mit ihren letzten Blumengrüßen.
Der Führer beiden Verwundeten und an der Stätte des Attentats.
Im Anschluß an den Staatsakt besuchte der Führer in der Chirurgischen Klinik und im Krankenhaus rechts der Isar die verwundeten alten Kameraden, die bei dem verbrecherischen Attentat im Bürgerbräu schwere Verletzungen erlitten haben. Der Führer sprach jedem einzelnen der Schwerverwundeten seine herzlichsten Wünsche für eine baldige Genesung aus und übermittelte ihnen die Anteilnahme des ganzen deutschen Volkes an ihrem Geschick. Der Führer überzeugte sich, daß sich die Verletzten unter der Leitung von Profesior Dr. Magnus und Professor Dr. Engelhardt in b e st e r Pflege und Obhut befinden. Der Führer besichtigte dann die Stätte des ruchlosen Sprengstoffattentats im Bürgerbräukeller und ließ sich vom Leiter der Untersuchungskommission, Reichskriminaldirektor ^-Oberführer N e b e, an Ort und Stelle eingehenden Bericht erstatten.
München, 11. Nov. (DNB.) Das ganze deutsche Volk hat am Vormittag des 11. November die jüngsten Blutzeugen der Nationalsozialistischen Bewegung, die sieben Opfer des fluchwürdigen Attentats im Bürgerbräukeller, zu Grabe getragen.
. Seit zwölf Stunden stehen die Sarkophage auf den Stufen zur Feldherrnhalle. Um 10 Uhr tritt die letzte Ehrenwache vor. Die Kameraden der SA. werden abgelöst von Alten Kämpfern. Bald darauf rücken je eine Ehrenkompanie der ---Verfügungstruppe, des Heeres und der Luftwaffe an. Sie beziehen längs der Residenz Aufstellung. Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Ehrenformationen der Partei angetreten. Tiefer Ernst liegt über dem Platz. Auf vier Pylonen lodern Flammen; sie hüllen die Särge und die rotsamtenen Bahrtücher mit dem Hakenkreuz in ein gedämpftes Licht. Hell leuchtet aus dem Innern des Hallenbaues das goldene Hakenkreuz. Alte Kämpfer bringen die Kränze des Führers, weiße Chrysanthemen auf grünem Lorbeer; auf roten Schleifen leuchtet fein Name. Wenig später füllt der Block der ältesten Gefolgsmänner des Führers das breite Mittelstück des großen Platzes. Sie tragen alle die graue Windjacke und die graue Mütze. Den Schluß bilden die Blutordensträger aus den Reihen der Wehrmacht und der Polizei. In den ersten Reihen der Alten Garde sehen wir Julius Streicher, Wilhelm Frick, Heinrich Himmler, Wilhelm Brückner, Julius Schaub, Hermann Esser.
Quer über dem Mittelplatz steht in langen Gliedern die Führerschaft aus Partei, Staat und Wehrmacht. Wir bemerken die Reichsleiter Schwarz, Ritter von Epp, Dr. Ley, Dr. Dietrich, Bohrmann, Amann, Hühnlein und Buch, zahlreiche Gauleiter, Obergruppenführer und Offiziere der Wehrmacht. Eine Bewegung herzlichen Mitgefühls geht durch die Reihen, als die Hinterbliebenen der Toten ihre Plätze vor den Särgen einnehmen. Alle tragen sie Blumengebinde. Nun zerreißen Kommandorufe die lautlose Stille. Die Truppe präsentiert das Gewehr. Der Blutordensträger Grimminger trägt d i e Blutfahne auf die oberste Stufe der Feldherrnhalle.
Mit dem Glockenschlag 11 Uhr nimmt der Staatsakt seinen Anfang. Ihm gibt das Erscheinen des Führers die höchste Weihe, Ernst und Er- ariffenheit, Sammlung und Geschlossenheit stehen in feinem Antlitz. Neben dem Führer schreiten barhäuptig und im schlichten Braunhemd Rudolf Heß und Adolf Wagner. Inmitten der trauernden Angehörigen hcft der Führer seinen Platz.
Feierlich und getragen hallt „Ases Tod" von Edvard Grieg, gespielt vom Musikzug der ^«Ber
gung, die dem Führer die Treue hielten durch schwerste Zeiten hindurch. Dank ihrer Treue war es dem Führer möglich, die Bewegung durch alle Stürme hindurch zu erhalten. Dank ihrer Treue war es dem Führer möglich, der Bewe-gung schließlich die Macht in Deutschland zu erringen und das Schicksal Deutschlands zu wenden. Und so verdankt es Deutschland wiederum diesen alten Kämpfern, daß es heute dem Angriff der äußeren Gegner Trotz zu bieten vermag. Nur dank der Treue der Alten Kämpfer vermochte der Führer Deutschland frei zu machen und Deutschland die starke Wehrmacht zu geben, die nun seine Freiheit sichert. Nie soll das Deutsche Volk dies den Alten Kämpfern aus der Zeit des werdenden neuen Reiches vergessen! Ä ,..
Ihr toten Kameraden! Mit Eueren Angehörigen teilt ganz Deutschland den Schmerz und die Trauer um Euch. Ihr werdet unvergessen sein im deutschen Volk, und die nationalsozialistische Bewegung wird Euch Mahnmale setzen der ehrenden Erinnerung. Dort, wo Ihr standet in der Gefolgschaft des Führers tritt das junge Geschlecht des Nattonalsozialis- mus an Eure Stelle, so, wie für jeden Kämpfer, der fällt für Deutschlands Freiheit, ein neuer an feine Stelle tritt. Ewig ist der Strom des Blutes, das für Deutschland fließt — ewig ist der Einsatz deutscher Männer für ihr Volk — ewig wird darum auch Deutschland sein, für das Ihr Euer Leben gabt.
Tote Kameraden, schlaft in Frieden in der Liebe Eures Volkes. Euer Tod hat dem deutschen Volk sinnfällig vor Augen geführt, wie furchtbar der Anschlag war, der dem Führer zugedacht gewesen ist. Euer Sterben hat dem deutschen Volk die schreckliche Erkenntnis erst ganz zum Bewußtsein gebracht: der Führer sollte Euer Schicksal teilen» der Führer sollte dem deutschen Volk genommen werden. Diese Erkenntnis aber hat die Erbitterung und die Leidenschaft des deutschen Volkes erst völlig geweckt. Die Anstifter des Verbrechens haben das deutsche Volk gelehrt zu hassen. Sie haben die Hingabe des deutschen Volkes an dem ihm aufgezwungenen Kampf, feine Bereitschaft, alles einzusehen, unendlich erhöht.
Welch ein Geist unser deutsche« Volk heute beherrscht, das spricht aus den Worten zweier Frauen, Frauen dieser Gefallenen, die sagten: „Was der Tod unserer Männer uns bedeutet, kann nur ermessen, wer sein Liebstes verloren hat. Wichtiger aber, als daß unsere Männer leben ist, daß der Führer lebt!"
Der Führer lebt! Im unendlichen Glück empfinden wir: er ist neu geschenkt. Wie viele Tränen der Freude sind darüber vergossen worden! Wie viele heiße Gebete des Dankes hat das deutsche Volk zum Höchsten gesandt! Durch das Wunder der Errettung wurde der Glaube unerschütterlich: die Vorsehung hat uns den Führer erhalt e n, die Vorsehung wird uns den Führer erhalten, denn die Vorsehung h a t ihn uns gesandt. Die Vorsehung hat ihn uns in diesen Tagen erhalten — erhalten wie einst auf den Meldegängen des Weltkrieges, im Trommelfeuer des Weltkrieges, wie einst auf dem Marsch zur Feldherrnhalle, wie einst bei dem immer neuen Lebenseinsatz in der Kampfzeit, wie jetzt im polnischen Feldzug. Immer war die Vorsehung mit dem Führer, und immer hat sie alles, was seine Gegner gegen ihn unternahmen, letzten Endes zu seinen Gunsten gewandt und damit zugunsten des deutschen Volkes.
Und es ist unsere felsenfeste Ueberzeugung, daß, fo wie das Verbrechen lm Bürgerbräu sich zu Gunsten des Führers auswirkl, auch das ganz große Verbrechen: dervom Zaune gebrochene Krieg, sich zu Gunsten des Führers und Deutschlands auswirken wird — zu Gunsten Deutschland und der ganzen Welt! Denn der Sieg Deutschlands wird der Dell wirklichen Frieden bringen! Der Sieg Deutschlands wird den Kriegshetzern endgültig das Handwerk legen. Der Sieg Deutschlands wird sie abhalten, je wieder friedlich arbeitende Völker einzukreifen und über sie herzufallen. Der Sieg Deutschlands aber wird die Gegner des Völkerfriedens auch daran hindern, weiter an den Völkern verbrechen zu begehen, wie das Verbrechen, dessen Opfer wir nun zn Grabe tragen.
Der Führer ehrt die Toten des 8. November.
Feierlicher Staatsakt für die Opfer des ruchlosen Anschlags im Münchener Bürgerbräukeller.
WW
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