Ausgabe 
13.11.1939
 
Einzelbild herunterladen

Montag, 13. November 1YZY

189. Jahrgang

Ur. 266 Erstes Blatt

Annahme von LazetgeB fftr die Mittagsnummer bis 8* /,Uhr des Vormittag»

Grundpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen von70mm Breite bORpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg 25°/, mehr.

Lrmäßtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, der., Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Sietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

VrM und Verlag: Srühlsche Univerfitätrdruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung »nd Seschästsftelle: Zchulftratze 7

Erscheint tLglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholl« Monats-Bezugspreis:

Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Zernsprechanschlüfle

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen

Postscheckkonto:

Frankfurt am Main 11686

Knickerbocker und Sport»

Nachrichlenbüro dazu am

Ldfch uTin^oÄpolä Ä m«en: -- Ändert? £nn*für einen eigenen

gab sogar eine Reihe deutscher Zeitungen, di- in hatte der p°ln>sch° B-d°rftraum nicht ausgmid^ großem Stil geleitet wurden, die nicht nur Kon- Allerdings hat^rie St t sch z immer

greßpolen, die selbst über Rußland und Südeuropa stark jüdischen Emchlagwas lam Osteuropa nnm Beärreitung hattten. Daß eine deutsche Industrie, l dort der Fall zu sein pflegte, wo es Textilien g .

daß eine deutsche Siedlung sich in diesem Umfang in Lodsch entwickeln konnten, hängt mit der Zoll» und Wirtschaftspolitik des zaristischen Rußlands zu» sammen. Die Zollmauern für industrielle Fertig­erzeugnisse jeder Art waren hoch, so daß ein lieber- springen selbst mit Hilfe eines Handelsvertrages

Montag früh mitleilt, hat bei der Sonderkommission zur Untersuchung des Verbrechens, auf die Mittei­lung, daß dec angebliche Handwerker ge­

sucht wird, der sich im Bürgerbräukeller vor länge­rer Zeit zu schaffen machte, schon eine ganze Reihe Personen Angaben gemacht. Diese Spur verdichtet sich immer mehr, zumal fest- gestellt werden konnte, daß der Gesuchte weder zum Personal des Bürgerbräukellers gehört hat, noch als Handwerker dort ordnungs­mäßig tätig war. Es ist jetzt klar zu erkennen, daß dieser Mann nicht nur einmal erschien, sondern daß sein Auftreten schon bis Anfang August zurückliegt. Gerade dieser Feststellung legt man bei der Sonderkommission besonderen Wert bei und versucht, noch mehr Anhaltspunkte hinsichtlich der Persönlichkeit des Mannes zu bekommen.

Weit über 1 000 weite re Angaben wur­den inzwischen bei der Sonderkommission gemacht, die an der Auswertung des Materials mit allen Kräften arbeitet. Am den Volksgenossen ihre An­gaben zu erleichtern, wird darauf hingewiesen, daß jede polizeidien st stelle, also nicht nur die Staatspolizeistelle in München, Mitteilungen enlgegennimmt und verpflichtet ist, sie zu überprü­fen und unverzüglich weiterleiten.

3n technischer Hinsicht ist es inzwischen gelungen, zwei Firmen f e st z u st e l l e n, die als Her­steller einzelner Teile der Uhr des Zeitzünders in Frage kommen, hinsichtlich des Materials der anderen Teile des Sprengkörpers find die Unter­suchungen und die Ueberprüfungen der verwende­ten Materialien noch im Gange.

München, 11. November (DNB.) Der Reichs- ßührer ff und Lhef der deutschen Polizei teilt mit:

Ls steht nunmehr fest, daß mit der Vorbereitung des verbrecherischen Anschlages im Saal des Bür­gerbräukellers bereits Ende August dieses Jahres begonnen wurde. Dringend verdäch­tig ist in diesem Zusammenhang eine Person, die im Bürgerbräukeller wiederholt als angeb­licher Handwerker ausgetreten ist und fich dort auf der Galerie des Saales zu schaffen machte. Wer einen solchen angeblichen Handwerker im Bürgerbräusaal oder in der näheren Umgebung des Bürgerbräu beobachtet hat oder Personen kennt, die nach ihren Erzählungen im Bürgerbräu- jaal eine Zeil lang als Handwerker beschäftigt gewesen sind, wird hiermit aufgefordert, feine Beobachtungen und Wahrnehmungen der Sonder­kommission bei der Staatspolizeistelle München, Briennerstraße 50, unverzüglich mitzutei- len. Der verdächtige Mann wird wie folgt betrie­ben: 165 bis 170 cm groß, 30 bis 35 Jahre alt,

Der neueste Stand der Llnterjuchung des Münchener Attentats.

Oie Spur des angeblichen Handwerkers verdichtet sich. Weit über tausend Angaben bei der Sonderkommission. - Wichtige technische Feststellungen.

kleidung: fchmuhiger, beitskittel, vermutlich strümpfe.

wie das Deutfche

normale Figur, dunkles ungefcheilelles haar. Be- gelblicher, graubrauner Ar-

Lodsch stand mit 150 000 Arbeitern an der Spitze der Industrien Polens wobei das.^anorapltal ftarf vertreten war. Die 1700 Textilbetriebe haben nach polnischen Angaben zuletzt jährlich 600 000 Doppelzentner Gewebe und rund 1 Million Doppelzentner Garne hergestellt. Unser Bild zeigt einen Ueberblick über Lodsch. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Der Führer wird diesen Krieg mit seinem Volke siegreich bestehen."

Reichsminister Or. Goebbels spricht zu Arbeitern und Soldaten im Berliner Osten.

Der Lodscher Bezirk in das Reich eingegliedert. Oie bedeutendste Textilstadt des Ostens eine deutsche Gründung

Neutsche Ll-Aooie im Atlantik.

Ein 14ovo-Tonnen»Dampfer versenkt.

A m st e r d a m , 12. Roo. (DNB.) Aur> Vigo wird berichtet, daß bei den zahlreichen in diesem, spa­nischen Hafen liegenden englischen und französischen Schiffen, die unterwegs nach England oder Frank­reich sind, große Bestürzung herrsche durch die Nachricht vom Auftauchen deutscher U- Boote in der Umgebung dieser Verkehrsstraße des Atlantik. Diese Linie wird von der englischen und französischen Flotte bewacht. Nach einem vorgestern abend aufgefangenen Funkspruch soll der 1 4 0 0 0 Tonnen große DampferPonzano" versenkt worden sein. Ein japanischer Dampfer behauptet, ein deutsches U-Boot gesichtet zu haben. Kurz darauf habe er 808-Rufe derPonzano" aufgefangen, in denen mitgeteilt wurde, daß das Schiff versucht hatte, einem deutschen U-Boot zu entkommen, jedoch gestellt und unter Feuer ge­nommen wurde, und nun im Sinken sei.

französischer Tankdampfer explodiert.

Genf, 13. Nov. (DNB. Funkfpruch.) 3n dem französischen Kriegshafen Brest explodierte am Sonntag ein Tankdampfer aus unbekannten Gründen. Viele Besahungsmitglieder und Hafen­arbeiter, die mit dem Ausladen des Petroleums beschäftigt waren, kamen ums Leben. Die Toten, deren genaue Zahl bisher noch nicht bekannt geworden ist, fallen bereits am Sonntag bei gefetzt werden.

Zwei Schleppkähne mit Kriegsmaterial im Neuyorker Hafen gesunken.

Neuyork, 12.Nov. (Europapreß.) Zwei am Neuyorker Pier festgemachte Schleppkähne waren mit abmontierten Lockheed-Bomben­flugzeugen beladen. Auf dem Luftwege waren die Flugzeugteile von Kalifornien nach Neuyork transportiert und an Bord der beiden Schiffe ge­bracht worden. Bon hier aus sollte der Weiter­transport nach England erfolgen. Im Morgengrauen begannen die Fahrzeuge plötzlich langsam zu sinken. Aufsichtsbeamte, die den Vor­gang vom Pier aus beobachteten, konnten gerade noch den einzigen an Bord befindlichen Wächter wecken, der sich an Land rettete, einige Sekunden bevor die Kähne unter der Wasseroberfläche ver­schwanden. Die Polizei, die den Vorgang zunächst mehrere Stunden lang geheim hielt, hat bis jetzt die Ursache des Absinkens nicht feMellen können. Sie setzt ihre Tätigkeit fort, um festzustellen, ob es sich bei dem Vorgang um einen Sabotageakt handeln könnte.

Ohne die deutsche Industrie in und um Lodsch hätte sich der ganze Bezirk nicht durchsetzen können, weder unter zaristtscher noch unter polnischer Herrschaft. Unter zaristischer Herrschaft wurde dem von der russischen Verwaltung auch Rechnung getragen. Da­für zeugt, daß die deutsche Siedlung in Lodsch wie die Deutschen überhaupt im öffentlichen Leben eine erhebliche Rolle spielen konnten. Unter polnischer Herrschaft wurde das Deutschtum gewaltsam unter­drückt, wurde nichts unterlassen, um die von Deut­schen gegründete und hochgebrachte Industrie gerade so wie in Ostoberschlesien zu polonisieren. Im Rah­men des Großdeutschen Reiches wird der Bezirk Lodsch einer neuen Blüte gewiß sein, zumal das Marktgebiet nach Südosteuropa hinüberreicht.

Berlin, 12. Nov. (DNB.) Am Samstagabend veranstalteten der Kreis VII der NSDAP, und die Betriebsführung der Firma Osram einen Kamerad­schaftsabend, zu dem auch die Offiziere und Soldaten einer Flakabteilung geladen waren. Eine besondere Freude war es für alle Teilnehmer, als Reichsmini­ster Dr. Goebbels erschien und über den Sinn der Gemeinschaft des Volkes in dieser Zeit des Krieges sprach.

Wir sind uns von Anfang an darüber im klaren gewesen, so erklärte der Minister, daß dieser Krieg für uns alle nicht leicht sein würde. Das Volk aber ist am besten für den Krieg gerüstet, das die st ä r k st e n N e r o e n hat und sie auch bewahrt. Wir Nationalsozialisten hatten die Absicht, ein so­ziales Deutschland aufzubauen, ein Deutsch­land der Volksgemeinschaft; es sollten in diesem Deutschland alle Deutschen eine feste Heimat finden. Es war aber klar, daß, wenn 90 Millionen Deutsche unter einer einheitlichen Führung aus- gerichtet in einer einheitlichen politi­schen Weltanschauung zu einem Machtblock zusammengefaßt waren, bloß ihre politische Existenz allein schon von gewissen Staaten als Be­drohung angesehen werden würde, die sich daran gewöhnt chatten, Mitteleuropa als ihre Kolonie zu betrachten. Das deutsche Volk ist immer um das große Ziel seiner politischen Ent­wicklung betrogen worden. In den Jahrhunderten, in denen England die Welt eroberte, lagen wir

nur schwer war.

Aber nicht nur hatte Lodsch von den Deutschen die wirtschaftliche Prägung erhalten, die Stadt selbst trug auch kulturell ein durchaus deutsches Antlitz. Es gab ein deutsches Theater, es gab deutsche Ver­eine, die sich in der Hauptsache geselligen und bil­denden Zwecken widmeten. Auf das im Kern deutsche Lodsch gestützt, haben die Polen versucht, die Textil­industrie weiter auszubauen. Das ist ihnen aber nicht gelungen, denn was heute an idustriellen Unternehmungen in Lodsch vorhanden ist, das geht ohne Ausnahme auf deutsche Gründung zu­rück. Deutsche waren die Gründer, die dabei die Verbindung zur alten Heimat in keiner Weise ge­löst hatten. Es war die Regel, daß die jungen Deutschen aus Lodsch, soweit sie studierten ober eine umfassende kaufmännische und technische Bildung suchten, auf deutsche Hochschulen gingen. So gab cs bis 1914 in München und in Berlin zahlenmäßig starke Zirkel, deren Mitglieder nur aus Studenten aus Lodsch bestanden. Lodsch hatte bis 1914 Jemen gesamten Baumwollbedarf, der ziemlich erheblich war, über Bremen und Danzig bezogen. Daran hat sich unter der polnischen Herrschaft nicht allzu viel

Deutschen uns in den Haaren um religiöse, tonfef« sionelle, wirtschaftliche und soziale Fragen.

Wir waren auch nach dem Kriege wieder im Be­griff, denselben verhängnisvollen Fehler zu wieder« holen. Es hieß da zwar nicht mehr:Hie Katholi­zismus" und ,chie Protestantismus" wie im 17. Jahrhundert, sondern ,chie Bürgertum undHie Proletaria t". Es ist nun das eint malige historische Verdienst des Führers und dis erste große geschichtliche Tat seiner Bewegung, diese Fragestellung endgültig beseitigt zu habe n." Dr. Goebbels schilderte den Aufstieg der Bewegung zur Macht, ihren beispiellosen Kampf gegen die inneren Feinde und die einzelnen Etap« pen der einzigartig erfolgreichen Außenpolitik M Führes nach der Machtübernahme. Inzwischen hat der Führer eine starke Wehrmacht aufge­baut, hat das Volk innerlich zusammengefaßt und es politisch und weltanschaulich erzogen; wir haben uns durch den V i e r j a h r e s p l a n die für dich Kriegführung auch bei der schärfsten Blockage not< wendigen Rohstoffe im Innern des Landes be* schafft und hergestellt. DasReichistgerüstet-H um jedem Angriff wirksam zu begegnen.

Die britischen Kriegshetzer sagen heute, der ooti ihnen angezettelte Krieg würde aus morali« sch en Gründen geführt. Selbstverständlich ift die Moral dabei für sie der untergeorbetfte Faktor» Die ganze englische Kolonialgeschichte ist ja nur eins einzige Kette von Amoralität Es ist frtefeQ» Amy«

Französische Angriffe abgeschlagen.

Der Sonntags-Bericht

des Oberkommandos der Wehrmacht.

Berlin. 12.Itoo. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Mehrere Versuche der Franzosen, in den letzten Tagen eine von unseren Gefechtsvorposten besetzte höhe 11 Kilometer südwestlich Pirma- sens mit Unterstützung durch Tiefflieger und starke Artillerie zu nehmen, sind gescheitert Die höhe und eine Anzahl von Gefangenen blieben in unserer Hand.

Bevölkeruriasausiausch in Wilna.

Helsinki, 12. Nov. (Europapreß). Zwischen Litauen und Sowjetrußland haben Verhandlungen über eine großzügige Umsiedlung begonnen. Auf den von Sowjetruhland besetzten Gebieten in Polen wohnen etwa 100 000 Litauer, die in ihre Heimat zurückkehren wollen und die i t| Wilna» gebiet angesiedelt werden sollen. Dafür werden alle in Litauen lebenden Weißrussen und ein Teil der Juden nach Sowjetrußland versetzt. Eine Menge Juden ist bereits kurz vor dem Einmarsch der litauischen Truppen nach Rußland geflüchtet. In den letzten Tagen haben Großfeuer im Wilna» gebiet zahlreiche große Güter, darunter auch das des früheren polnischen Ministerpräsidenten Prystor, vernichtet. Es wird angenommen, daß es sich um Brandstiftungen handelt.

Es gibt nur wenige Städte in Europa, deren Einwohnerzahl tm letzten Jahrhundert als Folge­erscheinung einer schnellen Aufwärtsentwicklung so gefliegen ist wie in der Stadt Lodsch. Wo vor 150 Jahren noch ein unbekanntes Dorf stand, findet man heute eine Industriestadt mit etwa 700 000 Einwohnern und 1700 Textilbetrieben. Indessen Verdankt Lodsch nicht etwa einer besonderen ver- ckehrspolitischen Lage ober plötzlich entdeckten Boden­schätzen seinen Aufstteg, sondern dieser ist einzig und allein das Ergebnis deutschen reinen Gewerbe­fleißes, der nach der Wende des vorigen Jahrhun­derts durch deutsche Tuchmacher und später deutsche industrielle Unternehmer dort vor sich ging. So ist es durchaus geschichtliche Entwicklung, wenn der Bezirk Lodsch nunmehr im Rahmen des Reichsgaues Wartheland für immer in das Großdeutsche Reich eingegliedert wor­den ist. Was der Bezirk heute darstellt, insbesondere die Stadt Lodsch selbst, das ist zäher deutscher Pionierarbeit zu danken. Deutsche waren es, die vor rund 100 Jahren die ersten Unternehmun­gen gründeten, aus denen nach und nach die für osteuropäische Verhältnisse gewaltige Industriestadt Lodsch emporwuchs. Wer etwa um die Jahrhundert­wende Lodsch gesehen hat, der konnte feststellen, daß hier eine mächtige deutsche Sied­lung entstanden war. Es gab nicht nur große deutsche Fabriken, vornehmlich der Textilindustrie, es gab nicht nur viele deutsche Geschäfte, die in

Treue um Treue.

Die Opfer des Atttentats vom 8. November deckt um die Erde. In einem feierlichen Staatsakt vor der Feldhermhalle, den wir nicht vergessen werden, hat die ganze deutsche Natton Abschied genommen oon diesen Blutzeugen der Bewegung. Der Führer selbst stand vor den sieben Särgen, denn er hält denen die Treue, die ihm die Treue gehalten haben, lieber die Särge hinweg aber richtete sich unser Blick in die Zukunft. Rudolf Heß hat in seiner Totenrede das in Worte gefaßt, was uns alle in diesem Augenblick beweKe. Er hat nicht nur unserem Ge­fühl stolzer Trauer, sondern auch unserem unerbitt­lichen Willen Ausdruck gegeben, die ruchlosen Meu- chelmörder zu strafen, vor allem aber die geistigen und moralischen Urheber des grauenhaften Der- brechens daran zu hindern, daß sie jemals wieder durch ähnliche Untaten den Frieden der Völker stören. Wir haben wieder hassen gelernt. Doch es ist kein blinder Haß, der uns beherrscht, sondern ein ganz kalter Haß, der unseren Verstand nicht be- einttächtigt, ihn vielmehr zur Entwicklung seiner höchsten Fähigkeiten antreibt. Unser Verstand und unser Gefühl aber lehren uns gleichermaßen, wo die intellektuellen Anstifter des Mordanschlages vom 8. November zu finden und zu suchen find. Un­zählige Bilder, Artikel, Zeichnungen, Aufrufe, Photographien, Ministerreden, die in den letzten Wochen und Monaten unverhüllt die Ermordung des Führers forderten, beweisen uns unzweideutig, daß dieselben verbrecherischen Elemente des Aus­landes, die den Krieg gegen Deutschland vom Zaune gebrochen haben, auch die eigentlich Verantwort^ lichen für das Münchener Attentat sind. Das deutsche Volk wird durum den ihm aufgezwungenen Kampf mit einer noch größeren Härte und Energie führen, als sie ihm vor dem 8. November zu eigen war. Es wird nicht eher die Waffen niederlegen, als bis der verbrecherische Feind geschlagen ist. Denn:Der Sieg ist unser Dank an die Toten!" H. Evers.