Volkes und im Auftrag des Führers wurde.
V
fast
erkenne ich a nder Maschine französische Ab-
3m Weichselbogen.
Das Kampfgebiet der deutschen Truppen.
Von unserem Wehrmachi-Miiarbeiier.
Der erste Strich.
6in Jagdflieger berichtet vom ersten Lustkampf
Sonderbericht des DAÄ.
Erlebnisse vom Weichselübergang bei Graudenz.
Von unserem p. K -Sonderberichterstatter.
das Weichselland. Zur Wiederherstellung dieser polnisch gewordenen Niederungsteile wurden im 16.Jahrhundert wiederum deutsche Siedle r ins Land gerufen. Diese Kolonisotionsbewegung war aber keineswegs auf die wiederaufbaubedürf- tigen Niederungsgebiete des Weichselunterlaufes beschränkt, sondern sie erstreckte sich auch auf die Täler von Netze und Warthe und mittlerer Weichsel. Sie erfaßte also große Teile Großpolens und erstreckte ihre Ausläufer bis weit in das Gebiet des Weichselbogens hinein.
Deutsche Truppen, die heute auf dem Vormarsch befindlich sind, treffen auch jetzt noch deutsche Weichseldörfer an, die sich verhältnismäßig gut geholten haben. Von Plozk aus setzt eine fast ununterbrochene Kette deutscher Dörfer ein, die hj s vor d i e Tore von Warschau reicht. So wird im Weichselbogen heute wieder einmal deutsches und europäisches Schicksal durch deutsche Soldaten entschieden. Was jetzt erkämpft wird, wird dazu beitragen, den Frieden in Osteuropa für alle Zeiten zu sichern.
„Tempo und Kühnheit".
Die dänische Presse
zu den deutschen Erfolgen im Osten.
Kopenhagen, 12. Sept. (Europapreß.) Die dänische Presse bereitet am Dienstag ihre Leser auf einen entscheidenden Schlag des'deutschen Heeres gegen die polnischen Truppen im Abschnitt von Warschau vor. Es wird damit gerechnet, daß die Kampfhandlungen die noch vor der Weichsel stehenden Truppen abfchneiden wer- den, „so daß die Polen früher oder später gezwun- gen sind, sich zu ergeben". „Politiken" schreibt über die durch die Schlagkraft der modernen deutschen Waffen erzielte Gefangennahme ganzer polnischer Regimenter: „Wenn es den Deutschen gelang, so bedeutende Truppenteile abzuschneiden, so ist dies in erster Linie dem traditionellen Tempo und der Kühnheit, mit der man auf deutscher Seite vorgegangen ist, zuzuschreiben; des weiteren auch den ausgezeichneten Hilfsmitteln, über die die deutsche Heeresleitung in ihrer überlegenen Luftwaffe verfügt, die den Rückzug der Polen behinderten und schließlich in ihren schnellen P a n z e r t r u p p e n , die die Flußübergänge vor den zurückflutenden Polen erreichten und diesen den Weg versperren konnten.
Deutschland für den totalitären Krieg gerüstet.
Eine schweizer Stimme.
Bern, 12. Sept. (DNB.) Im „Bund" beginnt ein Berliner Korrespondent eine Artikelserie über die Praxis des totalitären Krieges. Die Redaktion des „Bund" schickt die Bemerkung voraus, der totalitäre Krieg bestehe organisatorisch in einem Leistungsausgleich zwischen Front und Heimat. In seinem ersten Artikel weist der Korrespondent daraufhin, daß sich die Umgestaltung der Produktionskräfte in Deutschland mit größter Schnelligkeit und stärkerer Konsequenz, also im ganzen mit größerer Wirkung durchführen lasse als in den anderen Großstaaten, weil die autoritäre Führung der deutschen Wirtschaft, die bisher schon bestand, unerläßliche Organisationsformen b ere its geschaffen und sich habe einspielen lassen. Zum anderen habe der wirtschaftliche General st ab, den Hitler vor einigen Jahren berief, gerade diese umfassende Umstellung in großen Zügen schon vorbereitet. Die Kriegswirtschaftsverordnung mit ihrem Appell an den Leistungs- und Opferwillen aller Bevölkerungsschichten bezeuge, daß HiUer der Einheit zwischen Führung und Volt
Graudenz, September 1939.
Seit vielen Stunden rollen motorisiierte und be- spannte Kolonnen über die drei Pontonbrücken, die unsere Pioniere am Abend fertiggestellt hatten. Kaum woanders kann man das Wunder der deutschen Militärischen Organisation so bildhaft sehen, wie bei diesen Weichselübergängen. Die Straßen sind schmal und entsetzlich staubig. An manchen Stellen ist ein Gegenverkehr kaum möglich. Trotzdem rollen die Kolonnen, deren Führer in stän- diger telefonischer Verbindung mit den Befehls- stellen stehen, mit erstaunlicher Pünklichkeit an den Weichselübergängen ein. Es gibt keine Derstopfun- gen, keine Aufenthalte, und obwohl mit aller Vorsicht und unter Beachtung aller Sicherungsmaßnahmen marschiert wird, ist diese Unaufhaltsamkeit
Truppen eingeholt und mit ein paar freundlichen und beruhigenden Worten zur Umkehr veranlaßt. Auffallend viele junge Zivilisten treffen die Soldaten, so daß Vermutung berechtigt ist, daß es sich um polnische Soldaten handelt, die ihre Uniform ausgezogen haben, um sich in Zivil nach Hause retten zu können.
Vor uns feuert eine deutsche Kanonenbatterie tn absichtlich regellosem Feuer mit ostwärts gerichteten Rohren. Diese Batterie, der noch einige andere zur Seite stehen, bindet — wenn man in diesem Zusammenhang ein unmilitärisches Wort gebrauchen will — den Sack zu, in dem große Teile der polnischen Armee nordostwärts von Warschau eingeschlossen sind. Die Polen versuchten an der Stelle der Weichsel, an der der Narew mündet, eine Pontonbrücke über die Weichsel zu schlagen, um der sonst überall vorhandenen Urn-
Der deutsche Heeresbericht hat in den letzten Tagen Namen veröffentlicht, die jedem Weltkriegsteilnehmer im Osten vertraut find, unter denen sich schon einmal deutsche Truppen, damals gegen die Russen, Waffenruhm erobert haben. Jetzt wird das Kampfgebiet in Polen bestimmt durch die Weichsel, an der sich 'bas Schicksal des polnischen Heeres entscheiden wird. Erft diejenigen, die dieses schwierige Gebiet kennen, werden wissen, was es bedeutet, wenn die deutschen Truppen in wenigen Tagen so große Teile Polens besetzten. Die schwierigste Aufgabe, die die deutschen Truppen zu lösen hatten, war vielleicht der Kampf um den I a b l u n k a - Paß und um die Nordausgänge der Beskiden. Hier in diesem Gebiet bildete die Weichsel bis 1919 die Grenze zwischen Oesterreich-Ungarn und । Rußland. Bezeichnenderweise ist die Weichsel in diesem Gebiet fast ausschließlich am rechten, also am früheren österreichischen Ufer, durch Deiche und Buhnen festgelegt. Auf der anderen Seite aber ist die Weichsel noch st a r k verwildert und fließt in zahllosen Windungen. Wenn dann die Weichsel das Hügelland verläßt, erhält sie von rechts die starken Karpathenzuslüsse Dunajec, Wisloka und San, die auch jetzt wieder den Schauplatz der Kämpfe bildeten und an denen insbesondere unsere Pioniere zeigen konnten, was sie gelernt haben.
Auch heute noch bildet dann in Mittelpolen die Weichsel das eindrucksvolle Bild eines unge- bändigten, gänzlich sich selbst überlassenen Stromes, wie er in Mitteleuropa schwerlich ein zweites Mal zu finden ist. Auenwälder oder Streifen dichten Weiden- und Erlengestrüpps säumen die teils flachen und sandigen, teils niedrige Steilkanten bildenden Ufer. Gestrüpp deckt auch die großen Strominseln, die Kämpen genannt werden. Ketten gelber Sandbänke leuchten grell aus dem Wasser hervor. Wo es nur irgend möglich ist, da haben die Polen das Außendeichland als Weide benutzt, stellenweise wird hier sogar geackert. Aber ständig nagt der wilde Strom am ungeschützten Ufer, und Jahr für Jahr verschwinden breite Streifen mühsam unter Kultur genommenen Bodens.
So bietet die Weichsel in Polen ein trostloses Bild, das sich dann aber mit einem Schlage ändert, wenn die Grenze von 1914, b i e alte deutsch- russische Grenze bei Thorn erreicht wird. Hier verliert infolge der Tätigkeit der Deutschen,
zug der Polen sofort hätte gesprengt werden können. Noch bevor der Rückzug begann, wurden die Befestigungsanlagen von Graudenz durch deutsche Flieger mit Bomben belegt. Durch Zufall fiel eine kleine Bombe auf die Weich- selb rücke. Niemals hätte diese Bombe der Weichselbrücke ernstlich Schaden zufügen können. Sie löste aber die polnischen Dynamitladungen aus. Drei der großen Steinpfeiler flogen auseinander, und in einer Länge von etwa 50 Meter versank d i e Brücke in den Fluten der Weichsel. Die Folgen für die auf dem diesseitigen Weichselufer befindlichen polnischen Heeresteile waren und sind noch furchtbar.
Nach Zerstörung dieses einzigen Ueberganges blieb nur noch eine Fähre bei Kulm und ein einziger Dampfer zum Uebersetzen übrig. Die Reste der zurückflutenden Truppenteile gedachten nun bei Kulm vermittels der Fähre über die Weichsel zu gehen. Nur wenige Soldaten und weniges Gerät konnten jedesmal mit der Fähre übergesetzt werden, als plötzlich deutsche Granaten die Fähre zerstörten, den Polen damit den letzten Rückzugsweg abschnitten und in die massierten polnischen Heeresteile diesseits der Weichsel einschlugen.
Die sofort einsetzende Panik muß grauenvoll gewesen sein. Gefangene erzählen, daß die Fahrer ihre Pferde, die Kanoniere ihre Geschütze und die Infanterie ihre Gewehre im Stich ließen, daß Soldaten Stiefel und Tornister wegwarfen und schwimmend in regelloser Flucht das jenseitige Ufer zu erreichen suchten. In diesem Augenblick erschienen deutsche Panzerwagen und jagten die etwa noch Zögernden in die an dieser Stelle etwas enger und darum reißend strömende Weichsel hinein. Diele erreichten zwar das jenseitige Ufer, sind aber so demoralisiert, daß sie als Kampftruppen überhaupt nicht mehr in Frage kommen. Diele ertranken, und alle verloren ihre gesamte Ausrüstung.
Als wir an der Übergangsstelle ein treffen, bietet sich uns ein Bild des Grauens. Die Wiesen an der Weichsel stellen ein riesiges Leichenfeld dar, auf dem viele Hunderte von zerschossenen Wagen, Protzen, Kanonen und Autos liegen. Ein großer Kokshcrufen brennt feit zwölf Stunden, und feine hell auflodernden Flammen werfen in der Abenddämmerung flackernde Reflexe auf das Spiel der Zerstörung. Hunderte von Pferden, die sich im Augenblick des Krachens der Granaten losgerissen haben, laufen frei herum, galoppieren plötzlich rudelweise über die Zufahrtsstraßen oder springen über umgestürzte Wagen, Unsere bespannten Trup-
klammerung im letzten Augenblick noch zu entgehen. In aller Eile wurde ein gemischtes Detachement, bestehend aus Aufklärern, Infanteristen und Artilleristen in einem Tagesmarsch von 80 Kilometer motorisiert an diese Stelle geworfen, und ehe noch die Pontonbrücke halb fertig war, sausten die ersten deutschen Granaten in die Brücke und in das Vorgelände hinein. An historischer Stelle, wo im Weltkrieg harte Kämpfe stattfanden, am Narew, wird der polnischen Armee jenes Tannenberg bereitet, das die Geschichte aller Kriege bisher noch nicht kannte. Fest eingeschlossen sitzen die Divisionen der Polen, abgeschnitten von Nachschub und Zufuhr, ohne Nachrichten und ohne Rettung. So schlägt das deutsche Heer als das scharf geschliffene Schwert, das es durch den einmütigen Willen des deutschen
Eine Gemeinheit.
In der öffentlichen Diskussion zwischen zwei feindlichen Ländern gibt es sozusagen eine unter ft e Grenze, die auch von dem schlimmsten Lügenhetzer und Verleumder nicht überschritten werden kann. Es ist die Grenze, welche durch die äußersten Ausgeburten der menschlichen Phantasie Überhaupt gegeben ist. Diese Grenze des Möglichen dennoch überschritten zu haben, ist das „Verdienst' einiger Zeitungen der Vereinigten Staaten von Nordamerika, eines Landes also, das sich nicht nn Kriegszustand mit dem Deutschen Reich befindet, sondern unter dem Gesetzt der Neutralität lebt. Bekanntlich haben eine Reihe von neutralen Zeitungsberichterstattern Gelegenheit gehabt, die Schreckensstätte des BrombergerBlutsonn- tags zu besuchen und die von den vertierten polnischen Horden verstümmelten und hingeschlachteten deutschen Opfer zu- sehen. Bekanntlich haben- auch die Augenzeugenberichte der fremden Pressevertreter überall im neutralen Ausland den ftärtften Eindruck gemacht.
Den für die Bromberger Bartholomäusnacht verantwortlichen polnischen und englischen Regierungsstellen war diese Enthüllung so peinlich, daß sie zunächst einmal 48 Stunden lang die Tatsache dieses furchtbaren Verbrechens mit keinem Wort erwähnten. Der dann von den polnischen Amtsstellen gemachte Versuch, die Ermordeten von Bromberg als Polen und die Mörder als Deutsche hinzustellen, erstarb in seiner eigenen Lächerlichkeit. Bedenklicher schon war, daß sich die Engländer diese lügnerische Umkehrung des Tatbestandes zu eigen machten.
Aber am tollsten ist, was sich nunmehr die Blätter des Scrips-Howard-Konzerns in USA. an Wahrheitsverdrehung leisten. In diesen Zeitungen empfiehlt nämlich der amerikanische Publizist Westbrock Pegler seinen Lesern, den Augenzeugenbericht des in Bromberg gewesenen amerikanischen Journalisten sorgfältig zwischen den Zeilen zu lesen. Nach Peglers Ansicht könnten auf Grund dieses Berichtes die verstümmelten Zimliistenleichen ebenso gut von deutschen Soldaten oder Zivilisten getötete Polen sein oder auch Deutsche, die von deutschen Truppen unterschiedslos getötet und auf Befehl des deutschen Propagandaministeriums verstümmelt worden feien.
Der smarte Herr Pegler wirft also dem Propagand aministerium vor, es habe die Volksdeutschen in Bromberg absichtlich toten und verstümmeln lassen, um aus diese Weise in der Welt Propaganda gegen Polen zu machen. Es fehlen uns die Worte, eine solche jedes menschliche Maß sprengende Gemeindheit zu charakteri- steren. Aber daß es diesem idiotischen und gemeingefährlichen Subjekt erlaubt ist, einen großen Teil des amerikanischen Zeitung spapier es mit den Erzeugnissen seines irren Geistes zu beschmieren, das stimmt uns doch sehr nachdenklich. H. Ev.
.... DNB. Grell stand die Sonne über dem weiten Rollfeld. Jetzt zoa ein klarer Spätsommerabend herauf. An den Rändern des Feldes standen die schnittigen Jagd Maschinen absprungbereit wie Panther. Die Bereitschaft lag in den Siege» stählen, wartete auf ihren Einsatz. Da läutet der Fernsprecher! Der Mann am Hörer rief: .Kinder, der erste Abschuß!" Die Flieger drängten sich um den Telephonisten. Jeder wollte die knappe Schilderung des Luftkampfes hören.
In der Luft kam Motorengeräusch näher. Zwei Jagdmaschinen drehten eine Platzrunde, setzten dann zögernd auf, rollten an ihre Liegeplätze. Die Kabinenhaube der Jagdmaschine klapte zur Seite, und heraus sprang mit lachendem Gesicht ein junger Fliegerleutnant. Flugzeugführer und Bodenpersonal stürzten auf ihn zu und beglückwünschten ihn zum ersten Abschuß der Staffel. Inmitten seiner Kameraden geht der glückstrahlende Kämpfer zur Unterkunft. Tausend Fragen muß er beantworten. Etwas später sahen wir auf dem Trittbrett eines Kraftwagens und Leutnant G. erzählte:
„Ich erhielt heute abend den Auftrag, in 5000 bis 6000 Meter Höhe mit meinem Rottenflieger Sperre zu fliegen. Wir waren schon einige Male hin- und hergependelt, da sehe ich in etwa- 3500 Meter Hohe einen Hochdecker fremder
(Scherl-Bilderdienst-M.)
des Dorrollens der deutschen Kriegsmaschine ein technisches und organisatorisches Wunder, das eines der Ursachen unserer militärischen Erfolge ist.
In dieser Beziehung Vergleiche mit der polnischen Gegenseite auszustellen, ist eigentlich kaum möglich. Die Unterschiede find hier wie Tag und Nacht. Ein einziger Zufall, der von den Polen selbst verschuldet wurde, hat den Polen eine furchtbare Niederlage bereitet. Die große Eisenbahn- und Straßenbrücke, die bei Graudenz über die Weichsel fuhrt, war von den Polen so unterminiert worden, daß sie nach dem Rück
ergeben hatten und dann plötzlich mit Handgranaten warfen, gebieten, daß äußerste Vorsicht geübt wird. Deswegen kann nur bedingungslose und vollständige Uebergabe der eingeschlossenen Polen vor völliger Vernichtung bewahren.
Dom Brückenkopf der Graudenzer Brücke aus sind Maschinengewehre auf die Uferbüsche gerichtet. Zwar ist Graudenz bereits von den von Ostpreußen her angreifenden Truppen besetzt. Aber in den Uferbüschen sitzen immer noch versprengte Polen. Wir steigen in einen alten Fischerkahn, der am Ufer festgebunden liegt, und staken und paddeln langsam über die Weichsel. Auf einmal bellen Gewehrschüsse auf. Einige am Ufer versteckte Polen eröffnen das Feuer. Sofort fangen die deutschen Maschinengewehre an zu tacken und treiben zwei Verwundete aus den Büschen, die sich ergeben, nachdem der andere Teil des versteckten Hausens erschossen worden ist. Als wir uns dem anderen Weichselufer nähern, stehen uns mit finsteren Gesichtern eine Anzahl polnischer Zivilisten gegenüber. Gerade der Teil von Graudenz, der an der Brücke liegt, ist von den wenigen Polen bewohnt, die in Graudenz zu finden sind. Wir gehen mit gelockerter Pistole an den Polen vorbei, kommen in Straßen und Plätze von (3rau= §enz und sehen nun das wahre deutsche Gesicht der Stadt. Die Menschen grüßen uns schon von weitem mit dem deutschen Gruß. Die ersten primitiv gemalten Hakenkreuzfahnen werden herausgesteckt. Eine freudige Bewegung und Ge- fchäftigkeit liegt über den Menschen. Die polnischen Geschäfte sind geschlossen. Noch hängen an den Fensterscheiben die aufreizenden gemeinen Hetzplakate gegen das Deutschtum, aber heute lachen die Deutschen von Graudenz nur noch darüber. So haßerfüllt und hinterlistig der polnische Terror gegen das Deutschtum auch hier gewesen ist, die deutschen Truppen, die sich von Westen her und von Ostpreußen kommend, in Graudenz die Hand gereicht haben, holten diese alte deutsche Ostfeste wieder heim. Graudenz ist wieder deutsch, und der polnische Spuk, der mehr als 20 Jahre bas Land zwischen Warthe und Weichsel narrte, ist weg- aesegt. Hitlerbilder stehen in den Schaufenstern, Hakenkreuzbinden tragen die Deutschen, um sich kenntlich zu machen, und über der Stadt herrscht Hochstimmung.
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Bauart fliegen. Ich gebe meinem Kameraden das anzugreifen. Der Kampfgeist und der Slegeswille Angrifsszeichen, drehe selbst ab, um dem Feind den unserer Luftwaffe sind die Garanten für die Sicher Weg zur Grenze zu verlegen. Beim Näherkvmmen rung des Luftraumes über Grohdeutfchland.
hängen."
Ohne Ausschmückung gab der Jagdflieger feinen Bericht. Wir erhoben uns und gingen zu der siegreichen Messerschmitt. Die Warte waren schon dabei, die Maschine startklar zu machen, „Schnaps" aufzutanken, neue Munition einzuziehen. An das Seitensteuer der „Me" hatten sie beiderseits einen weißen Strich angebracht. Nach einer alten Sitte der Kampfflieger wird jeder anerkannte Abschuß einer Maschine in dieser Weise registriert. Wir haben am Morgen Leutnant G. mit seiner Maschine beim Scharfschießen beobachtet und sind sicher, daß dieser erste Strich nicht allein bleiben wird, wenn es Frankreich ober England gelüsten sollte, Deutschland
pen suchen sich die bestes Pferde aus, und . jedes Fahrzeug führt ein Beutepferd mit. Aber noch viele Hunderte von Pferden können den deutschen Weicheslbauern abgegeben werden, denen die Polen ihre gesamten Pferde abgenommen hatten.
Durch den Feuerüberfall wurde das Gros der polnischen Truppen in die Wälder zurück- getrieben .die sich in etwa 20 Kilometer Breite diesseits der Weichsel erstrecken. Damit wurden sie zwei deutschen Armeekorps in die Arme getrieben und von ihnen völlig eingekesselt. Rund um den Wall stehen die Panzerwagen, die Geschütze, die Mascbinengewehre bereit, um jeden Ausbruchsversuch dieser polnischen Divisionen sofort zu vereiteln. Mit Recht sind die deutschen Truppen über das heimtückische Verhalten der Polen empört und werden jeden Widerstandsversuch der Polen blutig niederdrücken. Die zahlreichen Ueberfätte, auf einzelne Melder, die heimtückischen Angriffe von Soldaten, die sich erst
die ja diesem Lande das Gesicht gegeben haben, die Weichsel den Charakter eines ungeregelten Naturstromes. Sie wird zum Kultur ström, der durch starke Deiche und durch Befestigungen in eine geregelte Bahn gezwungen ist. Freilich ist auch heute schon nicht mehr das Weichselbett in der vorzüglichen Verfassung, in die die Deutschen es gebracht haben. Auch heute schon ist dem Strombett die Verwilderung anzusehen, weil man sich nicht darum kümmerte und nicht darum kümmern konnte.
Bis zu einem gewissen Grade bestimmt die Weichsel auch den Charakter des Raumes mit dem unteren Bug und dem unteren Narew. Die Gebiete um beide Flußtäler sind auch jetzt wieder Kampfgebiete gewesen so wie es 1914 und zuletzt auch 1920' im russisch-polnischen Kriege war. Die von uns im Kriege stark ausgebaute Narew- linie mit den befestigten Städten Lomza und Ostrolenka wurde 1920 von den Russen glatt überrannt und die Verfolgung der Polen artete damals in eine regellose Flucht aus. Der Weichselbogen er- scheint hier als das Kerngebiet des polnischen Polkstums und nicht zuletzt wohl auch aus diesem Grunde haben die Polen im Jahre 1920 hier in diesem Teil der Weichsel den letzten Widerstand geleistet. Dieser ganze Raum des Weichselbogens ist einmal als der Vorhof, Osteuropas bezeichnet worden. Tatsächlich ist er das Uebergangsland zwischen dem Osten und dem Westen.
Das zeigt sich am besten, wenn man die Sied- lungsverhältnisse im Weichselbogen knapp darstellt. Im Unterlauf der Weichsel hat schon im Jahre 1309 der Deutsche Ritterorden ein Kulturwerk eingeleitet und in erstaunlich kurzer Zeit durchgeführt, das höchste Bewunderung verdient. Im Laufe von wenigen Jahrzehnten hat er aus der sumpfigen, größtenteils mit Gestrüpp und Erlenbruchwäldern bedeckten Urlandschaft des Weichseldeltas, aus dem mit dichtem Rohr und Schilf bewachsenen Weichseltal flußabwärts von Thorn eine blühende Kulturlandschaft geschaffen. Damit hat der Orden eine der großartigsten Kulturleistungen vollbracht, die jemals deutsche Menschen geleistet haben. Hier hat er die Kornkammer des Ordensstaates geschaffen. Mit dem Verfall des Deutschen Ritterordens, mit dem Sieg der Polen kam aber auch wiederum Verwüstung in
Zeichen. Nun greife ich an und jage dem Flugzeug von der linken Seite aus etwa 150 Meter die er|te Garbe hinein. Aus dem Fernaufklärer schlug Feuer. Ich hatte den Benzintank getroffen. Noch einmal ging ich den Gegner an, dessen Beobachter sich mit einem Zwilling-MG. wehrte, ohne Treffer bei mir zu landen. Bei dem zweiten Angriff kam ich von rechts hinten und schoß die Kiste zu Bruch, die bann trudelnd und brennend a b sl Ü r z t e. Der Flugzeuführer fiel aus der Maschine, während der Beobachter mit dem Fallschirm absprang. Ich umkreiste den zur Erde schwebenden Franzosen einge Male und sah ihn schwerverwundet in den Gurten
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