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Das Rote Kreuz bewährt sich
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warfen worden sind und daß also eine neue Neutralitätsverletzung Englands vorliegt. „Jydske Tidende" bemerkt dazu ironisch, das
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Die Mitropa hat den Schlaf- und Speisewagen- betrieb wieder ausgenommen.
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Mussolini hat die Italien ischeKronprin- zessin znr Generalinspektorin des ita- lienischeu Roten Kreuzes ernannt. Der Beschluß des Duce findet in der italienischen Presse freudigen Widerhall, wobei die Blätter die selbstlose und unermüdliche Tätigkeit der Kronprinzessin während des abessinischen* Feldzuges unterstreichen.
Die großen italienischen Ueberseedampfer „(Tonte bi Savoi a", „21 u g u ft u s" und „Virgilio" werden nun alle wieder in den italienischen Ueberseeverkehr eingestellt. Ebenso wird der
Kopenhagen, 12. Sept. (DNB.) Der d ä - Nische Gesandte in London hat bei der englischen Regierung Vorstellungen erhoben, nicht nur wegen des englischen Bombenabwurfs bei Esbjer der beiden späteren
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Erneuter dänischer Protest gegen die Aeutratitätsverletzung englischer Flieger.
Das dänische Kriegsministerium kündigt militärische Abwehrmaßnahmen an.
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Der Bromberger Blutsonntag kein Cinzelfall.
In ganz Westpreußen entsetzliche Greueltaten polnischen Militärs. Englands Schuld an der Ausrottung des Deutschtums in den Grenzgebieten.
mutlich englische Flieger über dänischem Hoheitsgebiet gewesen sind. Die englische Regierung hat darauf geantwortet, daß die der englischen Luftwaffe erteilten Instruktionen, neutrales Gebiet zu vermeiden, „streng eingeschärft" werden würden. Für den Bombenabwurf bei Esbjerg ist weiter von der dänischen Regierung Anspruch auf Schadenersatz erhoben worden. Dazu hat der englische Gesandte in Kopenhagen mitgeteilt, die englische Regierung sei bereit, solchen Ersatz zu leisten, unter der Voraussetzung, daß in ausreichender. Weise festgestellt werden könne, daß die auf Esbjerg abgeworfenen Bomben englischer Herkunft waren. (!)
Die beiden verbreitetsten dänischen Blätter in Nord-Schleswig, „I y d s k e Tidende" und der Apenrader „Hejmdal" geben zu, daß in der
Paris, 11. Sept. (DNB.) Die Umbildung französischen Regierung steht im Vordergrund Interesses der französischen Oeffentlichkeit. „Matin" hält es nicht für ausgeschlossen,
Bereits in den ersten Tagen hat sich die Organisation des Deutschen Roten Kreuzes in hervorragender Weise bewährt. Vor wenigen Tagen hat sich der Führer selbst durch einen Besuch im Lazarettzug von der Betreuung der Verwundeten überzeugt. Unser Bild zeigt einen Lazarettzug von der Ostfront nach der Ankunft auf einem Berliner Bahnhof. Hier wird ein Verwundeter von Rot-Kreuz-Helferinnen mit Blumen und Liebesgaben begrüßt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
dänische Außenministerium habe die englische Regierung darauf aufmerksam gemacht, wo Dänemark liege. Weder England noch Dänemark könnten ein Interesse daran haben, daß schlecht aus- gebildete Flieger entsandt. würden, wie es der Fall gewesen sei. Auch der „Hejmdal" meint, die Neutralitätsoerletzung sei durch geographisch K orientierte Flieger erfolgt. Das Blatt fordert ilage von großen, weit sichtbaren Nationalabzeichen, die nachts mit Scheinwerfern beleuchtet werden sollten. Wenn dann trotzdem noch Verletzungen der Neutralität vorkämen, dann bleibe nichts anderes übrig, als daß Dänemark feine militärischen Machtmittel gebrauche, über die es verfüge, um feine Neutralität zu schützen.
Vom dänischen Kriegsministerium wird auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, daß bei militärischen Maßnahmen zur Abwehr unerlaubten U eb e rfl ieg ens dänischen Gebietes das Publikum durch das Herabfallen von Sprengstücken aus großer Höhe gefährdet werden könnte. In Gebieten, wo solche militärischen Abwehrmaßnahmen besonders in Frage kommen können, wird daher die Bevölkerung aufgefordert
|u. ---daß
Daladier dem bisherigen Botschafter in Spanien, Marschall Petain, das Landesverteidigungsministerium anbieten werde, um sich selbst mehr der Außenpolitik zu widmen. Der jüdische Unterrichtsminister Fan Zay werde möglicherweise durch den bisherigen stellvertretenden Mnister- präsidenten Chautemps ersetzt werden, und Kammerpräsident H e r r i o t werde vielleicht ft e 11= vertretender Ministerpräsident. Das neu zu schaffende Rüstungsmini st erium solle dein Generaldirektor der französischen Eisenbahnen Dautry unterstellt werden. Für das sogenannte Blockade mini st erium, dessen Schaffung ebenfalls in Aussicht genommen ist, roirb noch kein sicherer Kandidat genannt. Aus anderer Quelle verlautet, D a l a d i e r werde persönlich das
gefunden. In Gollub lebten acht volksdeutsche Familien. Von diesen wurden sechs Männer und ein löjähriger Knabe erschossen.
Der größte Teil der Greuel ist nach übereinstimmenden Aussagen von regulärem polni- schem Militär verübt worden. Das beweisen auch die zahllosen bestialisch Erstochenen, die einwandfrei Bajonettstiche aufwiesen. Teile der polnischen Armee sind mit französischen vierkantigen Bajonetten, sogenannten Stiletten, ausgerüstet.
In M i s l i w i t s ch wurde der Bauer Molden- Hauer im Bett erschlagen aufgefunden. Sein Sohn wurde nach Aussagen eines einwandfreien Zeugen von. einem polnischen Sergeanten beim Wasserfahren auf dem Felde getroffen. Der polnische Sergeant zwang den jungen Molden- Hauer, den Wasserwagen mit Wasser zu füllen, wobei Moldenhauer den Weg vom See zum Wagen unter ständigen Bajonettstichen des polnischen Unteroffiziers machen mußte. Als der Wagen voll war, stieß der polnische Unteroffizier dem aus zahllosen Wunden blutenden Mann das Bajonett von hinten durch den Leib. Der Unglückliche brach mit dem Ruf: „Barmherziger Gott!" zusammen, worauf der Pole dem Sterbenden mit dem benagelten Stiefelabsatz den Kopf einschlug und dann den noch zuckenden Körper in den See warf. — Spuren ähnlicher Behandlung hat man bei zahlreichen anderen Opfern gleichfalls gesunden. Teilweise müssen die gejagten Volksdeutschen von den von englischen Garantien trunkenen polnischen Soldaten buchstäblich zu Tode getrampelt worden sein.
Ein junger volksdeutscher -Bauer, den der Berichterstatter auf dem Felde dabei traf, als er seinen bei dieser Flucht umgekommenen alten Vater ausgrub, um die Leiche in die Heimat zu bringen, war Zeuge, wie reguläre polnische Soldaten bei Hohenkirch neun aus Lindenau im Kreise Grau- denz mitgeschleppte deutsche Bauern, die versuchten, bei der allgemeinen Flucht zurückzubleiben, vor den Augen ihrer Frauen und Kinder n i e der stach en und mit dem Kolben zusammenschlugen und in einen leid) warfen. Die Leichen sind gefunden und bereits bestattet worden.
Holland
sichert seine Rohstoff-Versorgung.
A m st e r d a m , 12. Sept. (Guropapreg.) Die nie- derländische Regierung hat weitere Maßnahmen ergriffen, um die Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Rohstoffen bei längerer Kriegsdauer zu sichern. Zunächst sind schwere Erdöle, Petroleum und Benzin sowie Benzol zu „Rationierungs-Gütern" erklärt worden. Das bedeutet noch nicht die sofortige Rationierung für die Verbraucher, sondern vorläufig eine Aufsicht des Staates über die vorhandenen Vorräte und über alle Erzeuger und Importeure von Erdölerzeugnissen. Die Erzeuger und „Importeure müssen sich in eine von der Reichsbehörde für Erdölerzeugnisse angeleate Liste eintragen. Ferner wurde eine Reihe von Ausfuhrverboten mit Wirkung vom 12. September erlassen, und zwar für Farben, Lacke, Firnisse, Harze und Terpentin usw. Sofern die eigene Dersorgungslage es zuläßt, sollen Ausfuhrbewilligungen für Güter dieser Klasse durch das im Haag errichtete Krisis-Ausfuhrbüro erteilt werden können.
Oie tlmbildungsabsichten der französischen ORegieruna.
Außenministerium übernehmen, während Außenminister Bonnet Marschall Petain als Botschafter in Spanien ersetzen solle.
OaS Deutsche 2Rofe Kreuz erbittet Vertreter desInternationalen Komitees
Berlin, 12. Sept. <DNB.) Das Deutsche Rote Kreuz hat an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf das folgende Telegramm gerichtet:
Entgegen der strengen Beachtung aller völkerrechtlichen Bestimmungen und Gesetze der Menschlichkeit bei deutschen Kampfhandlungen verüben Polen im Rückzug vor deutscher Besatzung auf Volksdeutsche grausamste Unmenschlichkeiten. Deutsches Rotes Kreuz hat dringenden Wunsch, daß das Internationale Komitee Vertreter entsenden möchte zu eigener Bezeugung bei völliger Freiheit der Feststellung. Zustim- mendenfalls Benachrichtigung und unverzögerte Abreise von größter Dringlichkeit.
Deutsches Rotes Kreuz.
Englisch-polnischer Spion in Rußland verurteilt.
Moskau, 12. Sept. (DNB.) Wie das Militär- blatt „Krahnaja Swjesta" mitteilt, fand in Smolensk vor dem Kriegsgericht des weißrussischen Militärbezirks ein Prozeß gegen einen früheren Emigranten statt, der unter Spionage- Anklage stand. Der Angeklagte, der sich zuerst a l s Agent der Intelligence Service in Deutschland versuchte, war dann im Auftrage des polnischen Spionagedienstes mit einem falschen Paß nach der Soyijet- uniyn gekommen und hatte dort versucht, durch hinterhältigste Methoden Agenten für den polnischen Geheimdienst anzuwerben. Der englisch-polnische Spion wurde jedoch bald nach seinem Grenzübertritt von den Sowjetbehörden gefaßt und nunmehr vom Kriegsgericht, wie das genannte Blatt berichtet, „n a ch Gebühr bestraft".
Reuregelung des japanischen Oberbefehls in Ehina. Tokio, 12. September. (DNB.) Amtlich wird die Einrichtung eines gemeinsamen Oberbefehls für die gesamten japanischen Truppen in China gemeldet. Zum Oberbefehlshaber wurde General Nishio ernannt, der bisherige Generalinspekteur für Militärerziehung. Generalleutnant Ita g a ki, der bisherige Kriegsminister, ist Gene- ralstabschef. Diesem Oberbefehl unterstehen die bisherigen drei Armeegruppen: 1. In Nordchina tritt an die Stelle des bisherigen Befehlshabers General Su gi y a m a, der zum Kriegsrat ernannt wurde, Generalleutnant Lida, bisher Kommandeur der Garde-Division in Tokio; 2. Befehlshaber der Mit- telchinafront bleibt Generalleutnant P a - mada ; 3. Befehlshaber in S üd chin a bleibt Generalleutnant Ando. Der neuernannte Botschafter in Mandschukuo Generalleutnant Umezu wird gleichzeitig Oberbefehlshaber der Kwantungarmee. Der bisherige Botschafter General U e d a tritt zum Generalstab in Tokio. Militärische Kreise bezeichnen die Errichtung des neuen Oberkommandos in China als Einleitung eines neuen China- Feldzuges.
Kleine politische Nachrichten.
Der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichsverteidigung hat zum Stellvertreter des Generalbevollmächtigten für die Reichsv erw al- t u n g Reichsminister Dr. Frick, den Reichsführ^r ff und Chef der deutschen Polizei im Reichsmini, sterium des Innern, Himmler, und zum Stabsleiter des Generalbevollmächtigten für die Reichsverwaltung den Staatssekretär im Reichsministerium des Innern, Dr. Stuckart, bestellt.
Brüssel, 12. Sept. (DNB.) Der ständige Aus- shuß der Oslogruppe beendete heute abend fine Brüsseler Besprechungen. In einer Verlaut- tirung wird mitgeteilt, daß der Meinungsaustausch sch auf die Maßnahmen erstreckt habe, die infolge i?s Krieges a u f dem Gebiet des Handel s - rerkehrs vorauszusehen seien. Es habe sich eine rollständig übereinstimmende Stellungnahme der vertretenen Länder ergeben. In unterrichteten Krei- fn wird betont, daß England die belgische Neuerung und vermutlich auch die Regierungen der übrigen Oslo-Staaten aufgefordert hat, das genaue Ausmaß der für ihre Existenz benötigten Karen und Lebensmittel anzugeben. Die 'Oslo-Staaten würden diese britische Anfrage, die einen verzweifelten Druck Englands auf die neutralen Staaten öarftelfe, ihren Transitverkehr mit Deutschland einzustellen, mit einem Protest und mit der Erklärung, daß ein solches Verfahren unzulässig sei und der Neutralitätspolitik widerspreche, beantworten.
Zahlreiche für Belgien bestimmte Handelsgüter werden vermutlich schon jetzt in englisch en Häfen *z u r ü ck g e h a l t e n. Die kriten wollen anscheinend durch diese (Seeräuber- ivethoden die Empfänger der auf diesen Schiffen beförderten Waren dazu zwingen, genau e A n - gaben über di e Bestimmung dieser Waren machen. Schließlich wird in unterrichteten Kreisen angenommen, daß die Konferenz der Oslo- Staaten sich auch mit der Frage der von England schon eifrig geübten Ueberfliegu n g de s neutralen Luftraumes nicht kriegführender Staaten befaßt hat.
Neue neutrale Opfer der englischen Minensperre.
Rumänien sichertseineGrenze.
Bukarest, 13. September. (DNB.) Die Zahl der ukrainischen und polnischen Flüchtling e vermehrt sich von Stunde zu Stunde. Genaue Zahlenangaben liegen nicht vor, es fällt den rumänischen Behörden sehr schwer, Zählunaen durchzufuhren, da die Flüchtlinge bestrebt sind, sich der Internierung zu entziehen. Aus diesem Grunde verstärkt die rumänische Regierung feit Tagen ihre Truppen längs der Grenze mit Polen, besonders an der Dnjestr-Grenze, und errichtet Stacheldrahtverhaue und Schützengräben, um den Uebertritt über die grüne Grenze zu erschweren.
Dor allem fürchtet man den Einrnarsch ge - schlossener^o^nis^^^r^rup^enernher- ten mit Waffen über die Grenze. Kleinere Einheiten sollen entwaffnet und in das Innere Rumäniens abgeschoben werden. Falls ganze Regimenter auf der Flucht nach Rumänien entweichen wollen sind sie weisungsgemäß m i t SB a f f e n gemalt zuruckzuschlagen. Die rumänischen Truppen werden zu diesem'Zweck in der Bukowina, wo bisher eine Division stand, au f A rme e- korps stärke gebracht, um den sicheren Grenzschutz zu gewährleisten Besonders unange- nehrn berührt ist man von den Übertritten polnischer Juden. Allein in Tschernawitz Hal- ten sich nach privaten Zählungen schätzungsweise 1000 polnische Juden auf, die auf Schleichwegen gekommen waren.
Oie Haltung der Türkei.
Istanbul, 12. Sept. (DNB.) Besonders der außenpolitische Teil der Rede des türkischen Ministerpräsidenten stndet in der Istanbuler Presse eine sehr interessante Aufnahme. In der türkischen Oeffent- lickkeit wird es mit großer Genugtuung begrüßt, daß die Türkei keinen Anlaß hat, a u s i b r e r Reserve herauszutreten. Großen Eindruck machte ferner die überaus freundliche Beurteilung der türkischen Beziehungen zur S o w j e t u n t o n durch den Ministerpräsidenten. Obwohl Italien m der Regierungserklärung nicht genannt wurde, weiß man doch daß die Haltung Roms entscheidend für die Türkei ist nicht minder allerdings auch die Haltung der Sowjetunion, des wichtigsten und stärksten unmittelbaren Nachbarn der Türkei.
Danzig, 13. September. (DNB.) Aus dem Kreise Briesen, einem westpreußischen Landkreis bei Thorn, trafen Nachrichten über die der unmenschlichen Kriegführung der Engländer in Polen zum Opfer gefallenen Märtyrer des Deutschtums ein. Sie beweisen, daß die Schreckenstage von Bromberg durchaus kein Einzelfall sind. Man muß damit rechnen, daß ein Viertel des Deutschtums in Polen, wenn nicht mehr, durch die entsetzlichen Greuel der von England aufgeputschten Polen vernichtet worden ist. Die Stadt Briesen zählt 9500 Einwohner. Sie war früher zu zwei Dritteln deutsch. Durch die systematische Entdeut- schung der Westgebiete durch Polen ist das Deutschtum in der Stadt auf etwa 1500 Köpfe zurückgegangen. Im Kreise Briefen gibt es nach Schätzung des Landbundes etwa 3—4000 Deutsche.
Der Berichterstatter traf den nach tagelangem Aucharren in einem Versteck geretteten Geist-- l i ch e n nach her Beerdigung von vier Volksdeutschen in Rheinsberg. Den Unglücklichen waren die Augen ausgestochen worden, dann wurden sie durch einen Bajonettstich in den geöffneten Mund getötet. Die evangelischen Gemeinden Briesen und Rheinsberg zählen nach Angabe des Geistlichen etwa 1600 Seelen, die zur deutschen Volksgruppe gehören. Davon sind 400 verschleppt worden. Bis jetzt muß man mit 100 Toten rechnen, doch besteht kaum Hoffnung, daß die übrigen Verschleppten lebend zurückkehren. Täglich werden neue Tote in den Wäldern, den Teichen und Seen oder auf den Feldern aufgefunden. Sie alle weisen Spuren bestialischer Mißhandlungen auf. Fast allen sind die Augen ausgestochen, die Gelenke gebrochen oder die Gliedmaßen abgehackt worden.
In dem Dorfe Arnoldsdorf (polnisch: Jaranto- wice) sind sämtliche deutschen Männer verschleppt worden. In Barent wurden 18 gräßlich verstümmelte Leichen verschleppter Volksdeutscher im See aufgefunden. Die Unglücklichen waren aneinandergefesselt fortgeschleppt worden. Vor der Ermordung sind ihnen die Augen ausgestochen und die Gliedmaßen abgehackt worden. In Mittwalde fand man zehn Ermordete auf. In Lapatken wurden neun Volksdeutsche ermordet auf-
ehenfo sicher sei, wie der Stärke der Staatsmacht. Ar Nationalsozialismus habe Maßnahmen getroffen, aus denen die breiten Volksschichten die Üeberzeu- flimg gewinnen, daß keine Person und keine Jn-- jttution außerhalb der Sparmaßnahmen und der Lpferleistung geblieben ist. Auch habe das national- 'sozialistische Regime Spekulation, Preistreiber, jclegsgeroinnler usw. besonders hart an die Strippe genommen.
England kämpst für Versailles
Eine Hetzrede Edens macht das englische Kriegsziel deutlich. Berlin, 12. Sept. (DNB.) In England wirb amtlich bekanntgegeben, daß eine Anzahl von I Regierungsbehörden London verlassen werde. De Zahl der Beamten, die ihren Amtssitz in sicheren Gegenden aufschlagen wollen, wird mit 8000 bziffert. Es wird zwar amtlich versichert, daß jedes Dinisterium „auch weiter in London vertreten sein werbe". Bei einem Vergleich der London verlassenden Beamten mit der Gesamtzahl der in den äentralbehorden Tätigen ergibt sich aber, daß in ufunft die Besetzung der in London weiter tätigen erntet außerordentlich schwach sein wird. Der als Sominienminister wieder ins'Kabinett aufgenom- ene unglückliche Sanktionspolitiker Eden hat eine Rede gehalten, in der er noch etwas deutlicher d i e englischen Kriegsziele unterstrich, als es jtine Ministerkollegen getan haben. Er stestt seine Rede unter den Leitgedanken, daß England „f ü r die gleiche Sache kämpfe wie im Welt- kr i e g". Er bestätigte damit die deutsche Auffassung, diß die plutokratische englische Oberschicht unter alen Umständen das Diktat von Versail- sts aufrechterhalten will. Während die «iglische Propaganda sonst genau so betrügerisch wie vor 25 Jahren harmlosen Gemütern einreden M, der Kampf der Londoner Regierung gdte nicht dm deutschen Volke, erklärte Eden, „wenn nötig werbe man auch dem deutschen Volk klar- U a ch e n, daß England bis zum bitteren 6nbe zu kämpfen bereit sei". Daß Eden ein bittens Ende für fein Land Voraussicht, ist der einzige trtereffante Punkt feiner Rede.
„Verbündete".
Schwere Schlägereien zwischen denBesatzungen d^r „Normandie^, und der „Queen Martz".
Neuy o r k, 12. Sept. (DNB Funkspruch). Zwi- ffren Besatzungsmitgliedern des französischen Darnp- f<rs „N o r m a n b i e" und des englischen Darnp- füs „Queen Mary" kam es am Pier des Neu- yorker Hafens zu schweren Schlägereien. Lie französischen Seesoldaten hatten nämlich die gngländer beschuldigt, Frankreich in einen Irieg hineingezerrt zu haben, der F r a n k- rrich nichts angehe und durch den die englische Regierung Frankreich nur zum Prügel- haben Englands machen wolle. Die Schlägerei nahm derartige Ausmaße an, daß Polizei jur Hilfe herbeigerufen werden mußte. Bezeich- ■ nenderweise wurde dieser Zwischenfall in der Neu- yorker Presse, die über ein ganzes Heer von Schiff- fihrtsberichterstattern verfügt und auch sicherlich davon unterrichtet war, völlig totgeschwiegen. Der größte Teil der Besatzung der „Nor- nianbie" ist über Kanada abgereift, um dort der Militärpflicht zu genügen. Die beiden Dampfer .Rormandie" und „Queen Mary" liegen immer n»ch untätig im Neuyorker Hafen.
Protest der Oslo-Staaten gegen britische Seeranbermethoden. Die Brüsseler Besprechungen beendet.
Kopenhagen, 12. Sept. (Europapreß) Die ' er-glifche Minensperre vor der dänischen Westküste hat. neue Opfer gefordert, rote erst jegt in Kopenhagen bekannt wird. D e r f t n n t = (£) e Diermaster „Oliva Bank tft am ssreitagnachmittag auf dem Wege von Englano nid) Finnland auf eine Mine gelaufen unö inner- h°lb drei Minuten gesunken. Von der einundzwan- zg Mann starken Besatzung find vierzehn Dann ums Leben gekommen. Die st eh en llederlebenden wurden nach mchr als neunzigstun- bigem Umhertreiben auf einem Schiffsmast am Ö enstagmittag von dem Esbjerger FischkuUer Xalonä" geborgen. Drei Mann hatten ihre Lskleidunq vollständig verloren. Alle sieben mußten er!fd)öpft ins Seemannsheim von (Esbjerg em gelt fert werden. Seit der Auslegung der englischen Uinenfperre hat sich f a ft j e d e n Ta g em Unglück in den Minenfeldern ereignet. Nahezu vus- uchmslos ist bisher die Schiffahrt neutraler Staate betroffen worden.


