Ausgabe 
13.9.1939
 
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Das Rote Kreuz bewährt sich

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warfen worden sind und daß also eine neue Neutralitätsverletzung Englands vor­liegt.Jydske Tidende" bemerkt dazu ironisch, das

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Die Mitropa hat den Schlaf- und Speisewagen- betrieb wieder ausgenommen.

Mussolini hat die Italien ischeKronprin- zessin znr Generalinspektorin des ita- lienischeu Roten Kreuzes ernannt. Der Beschluß des Duce findet in der italienischen Presse freudigen Widerhall, wobei die Blätter die selbst­lose und unermüdliche Tätigkeit der Kronprinzessin während des abessinischen* Feldzuges unterstreichen.

Die großen italienischen Ueberseedampfer(Tonte bi Savoi a",21 u g u ft u s" undVirgilio" werden nun alle wieder in den italienischen Ueberseeverkehr eingestellt. Ebenso wird der

Kopenhagen, 12. Sept. (DNB.) Der d ä - Nische Gesandte in London hat bei der englischen Regierung Vorstellungen erhoben, nicht nur wegen des englischen Bomben­abwurfs bei Esbjer der beiden späteren

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Erneuter dänischer Protest gegen die Aeutratitätsverletzung englischer Flieger.

Das dänische Kriegsministerium kündigt militärische Abwehrmaßnahmen an.

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Der Bromberger Blutsonntag kein Cinzelfall.

In ganz Westpreußen entsetzliche Greueltaten polnischen Militärs. Englands Schuld an der Ausrottung des Deutschtums in den Grenzgebieten.

mutlich englische Flieger über dänischem Hoheits­gebiet gewesen sind. Die englische Regierung hat darauf geantwortet, daß die der englischen Luft­waffe erteilten Instruktionen, neutrales Gebiet zu vermeiden,streng eingeschärft" werden würden. Für den Bombenabwurf bei Esbjerg ist weiter von der dänischen Regierung Anspruch auf Scha­denersatz erhoben worden. Dazu hat der eng­lische Gesandte in Kopenhagen mitgeteilt, die eng­lische Regierung sei bereit, solchen Ersatz zu leisten, unter der Voraussetzung, daß in ausreichender. Weise festgestellt werden könne, daß die auf Esbjerg abgeworfenen Bomben englischer Herkunft waren. (!)

Die beiden verbreitetsten dänischen Blätter in Nord-Schleswig,I y d s k e Tidende" und der ApenraderHejmdal" geben zu, daß in der

Paris, 11. Sept. (DNB.) Die Umbildung französischen Regierung steht im Vordergrund Interesses der französischen Oeffentlichkeit. Matin" hält es nicht für ausgeschlossen,

Bereits in den ersten Tagen hat sich die Organisation des Deutschen Roten Kreuzes in hervorragender Weise bewährt. Vor wenigen Tagen hat sich der Führer selbst durch einen Besuch im Lazarettzug von der Betreuung der Verwundeten überzeugt. Unser Bild zeigt einen Lazarettzug von der Ostfront nach der Ankunft auf einem Berliner Bahnhof. Hier wird ein Verwun­deter von Rot-Kreuz-Helferinnen mit Blumen und Liebesgaben begrüßt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

dänische Außenministerium habe die englische Re­gierung darauf aufmerksam gemacht, wo Däne­mark liege. Weder England noch Dänemark könn­ten ein Interesse daran haben, daß schlecht aus- gebildete Flieger entsandt. würden, wie es der Fall gewesen sei. Auch derHejmdal" meint, die Neutralitätsoerletzung sei durch geographisch K orientierte Flieger erfolgt. Das Blatt fordert ilage von großen, weit sichtbaren Natio­nalabzeichen, die nachts mit Schein­werfern beleuchtet werden sollten. Wenn dann trotzdem noch Verletzungen der Neutralität vorkämen, dann bleibe nichts anderes übrig, als daß Dänemark feine militärischen Macht­mittel gebrauche, über die es verfüge, um feine Neutralität zu schützen.

Vom dänischen Kriegsministerium wird auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, daß bei mili­tärischen Maßnahmen zur Abwehr un­erlaubten U eb e rfl ieg ens dänischen Gebietes das Publikum durch das Herabfallen von Sprengstücken aus großer Höhe gefährdet wer­den könnte. In Gebieten, wo solche militärischen Abwehrmaßnahmen besonders in Frage kommen können, wird daher die Bevölkerung aufgefordert

|u. ---daß

Daladier dem bisherigen Botschafter in Spa­nien, Marschall Petain, das Landesverteidi­gungsministerium anbieten werde, um sich selbst mehr der Außenpolitik zu widmen. Der jüdische Unterrichtsminister Fan Zay werde möglicherweise durch den bisherigen stellvertretenden Mnister- präsidenten Chautemps ersetzt werden, und Kammerpräsident H e r r i o t werde vielleicht ft e 11= vertretender Ministerpräsident. Das neu zu schaffende Rüstungsmini st erium solle dein Generaldirektor der französischen Eisen­bahnen Dautry unterstellt werden. Für das so­genannte Blockade mini st erium, dessen Schaffung ebenfalls in Aussicht genommen ist, roirb noch kein sicherer Kandidat genannt. Aus anderer Quelle verlautet, D a l a d i e r werde persönlich das

gefunden. In Gollub lebten acht volksdeutsche Fa­milien. Von diesen wurden sechs Männer und ein löjähriger Knabe erschossen.

Der größte Teil der Greuel ist nach übereinstim­menden Aussagen von regulärem polni- schem Militär verübt worden. Das bewei­sen auch die zahllosen bestialisch Erstochenen, die einwandfrei Bajonettstiche aufwiesen. Teile der polnischen Armee sind mit französischen vier­kantigen Bajonetten, sogenannten Stiletten, ausgerüstet.

In M i s l i w i t s ch wurde der Bauer Molden- Hauer im Bett erschlagen aufgefunden. Sein Sohn wurde nach Aussagen eines einwandfreien Zeugen von. einem polnischen Sergeanten beim Wasserfahren auf dem Felde getroffen. Der polnische Sergeant zwang den jungen Molden- Hauer, den Wasserwagen mit Wasser zu füllen, wo­bei Moldenhauer den Weg vom See zum Wagen unter ständigen Bajonettstichen des polnischen Unteroffiziers machen mußte. Als der Wagen voll war, stieß der polnische Unteroffizier dem aus zahllosen Wunden blutenden Mann das Bajonett von hinten durch den Leib. Der Unglückliche brach mit dem Ruf:Barmherziger Gott!" zusammen, worauf der Pole dem Sterbenden mit dem benagelten Stiefel­absatz den Kopf einschlug und dann den noch zuckenden Körper in den See warf. Spuren ähnlicher Behandlung hat man bei zahlreichen an­deren Opfern gleichfalls gesunden. Teilweise müssen die gejagten Volksdeutschen von den von englischen Garantien trunkenen polnischen Soldaten buchstäb­lich zu Tode getrampelt worden sein.

Ein junger volksdeutscher -Bauer, den der Be­richterstatter auf dem Felde dabei traf, als er sei­nen bei dieser Flucht umgekommenen alten Vater ausgrub, um die Leiche in die Heimat zu bringen, war Zeuge, wie reguläre polnische Soldaten bei Hohenkirch neun aus Lindenau im Kreise Grau- denz mitgeschleppte deutsche Bauern, die versuchten, bei der allgemeinen Flucht zurückzubleiben, vor den Augen ihrer Frauen und Kinder n i e der stach en und mit dem Kolben zusammen­schlugen und in einen leid) warfen. Die Leichen sind gefunden und bereits bestattet worden.

Holland

sichert seine Rohstoff-Versorgung.

A m st e r d a m , 12. Sept. (Guropapreg.) Die nie- derländische Regierung hat weitere Maßnahmen er­griffen, um die Versorgung des Landes mit lebenswichtigen Rohstoffen bei längerer Kriegsdauer zu sichern. Zunächst sind schwere Erdöle, Petroleum und Benzin sowie Ben­zol zuRationierungs-Gütern" erklärt worden. Das bedeutet noch nicht die sofortige Ra­tionierung für die Verbraucher, sondern vorläufig eine Aufsicht des Staates über die vorhandenen Vorräte und über alle Erzeuger und Importeure von Erdölerzeugnissen. Die Erzeuger undImpor­teure müssen sich in eine von der Reichsbehörde für Erdölerzeugnisse angeleate Liste eintragen. Ferner wurde eine Reihe von Ausfuhrverboten mit Wirkung vom 12. September erlassen, und zwar für Farben, Lacke, Firnisse, Harze und Terpentin usw. Sofern die eigene Dersorgungslage es zuläßt, sollen Ausfuhrbewilligungen für Güter dieser Klasse durch das im Haag errichtete Krisis-Ausfuhrbüro erteilt werden können.

Oie tlmbildungsabsichten der französischen ORegieruna.

Außenministerium übernehmen, während Außenminister Bonnet Marschall Petain als Botschafter in Spanien ersetzen solle.

OaS Deutsche 2Rofe Kreuz erbittet Vertreter desInternationalen Komitees

Berlin, 12. Sept. <DNB.) Das Deutsche Rote Kreuz hat an das Internationale Ko­mitee vom Roten Kreuz in Genf das folgende Telegramm gerichtet:

Entgegen der strengen Beachtung aller völkerrechtlichen Bestimmungen und Gesetze der Menschlichkeit bei deut­schen Kampfhandlungen verüben Polen im Rück­zug vor deutscher Besatzung auf Volksdeutsche grausamste Unmenschlichkeiten. Deut­sches Rotes Kreuz hat dringenden Wunsch, daß das Internationale Komitee Vertreter entsenden möchte zu eigener Bezeugung bei völli­ger Freiheit der Feststellung. Zustim- mendenfalls Benachrichtigung und unverzögerte Abreise von größter Dringlichkeit.

Deutsches Rotes Kreuz.

Englisch-polnischer Spion in Rußland verurteilt.

Moskau, 12. Sept. (DNB.) Wie das Militär- blattKrahnaja Swjesta" mitteilt, fand in Smo­lensk vor dem Kriegsgericht des weißrussischen Militärbezirks ein Prozeß gegen einen frü­heren Emigranten statt, der unter Spionage- Anklage stand. Der Angeklagte, der sich zuerst a l s Agent der Intelligence Service in Deutschland versuchte, war dann im Auf­trage des polnischen Spionagedien­stes mit einem falschen Paß nach der Soyijet- uniyn gekommen und hatte dort versucht, durch hinterhältigste Methoden Agenten für den polni­schen Geheimdienst anzuwerben. Der englisch-polni­sche Spion wurde jedoch bald nach seinem Grenz­übertritt von den Sowjetbehörden gefaßt und nun­mehr vom Kriegsgericht, wie das genannte Blatt berichtet,n a ch Gebühr bestraft".

Reuregelung des japanischen Oberbefehls in Ehina. Tokio, 12. September. (DNB.) Amtlich wird die Einrichtung eines gemeinsamen Ober­befehls für die gesamten japanischen Truppen in China gemeldet. Zum Oberbefehlshaber wurde General Nishio ernannt, der bisherige General­inspekteur für Militärerziehung. Generalleutnant Ita g a ki, der bisherige Kriegsminister, ist Gene- ralstabschef. Diesem Oberbefehl unterstehen die bis­herigen drei Armeegruppen: 1. In Nordchina tritt an die Stelle des bisherigen Befehlshabers General Su gi y a m a, der zum Kriegsrat ernannt wurde, Generalleutnant Lida, bisher Kommandeur der Garde-Division in Tokio; 2. Befehlshaber der Mit- telchinafront bleibt Generalleutnant P a - mada ; 3. Befehlshaber in S üd chin a bleibt Generalleutnant Ando. Der neuernannte Bot­schafter in Mandschukuo Generalleutnant Umezu wird gleichzeitig Oberbefehlshaber der Kwantungarmee. Der bisherige Bot­schafter General U e d a tritt zum Generalstab in Tokio. Militärische Kreise bezeichnen die Errichtung des neuen Oberkommandos in China als Ein­leitung eines neuen China- Feld­zuges.

Kleine politische Nachrichten.

Der Vorsitzende des Ministerrats für die Reichs­verteidigung hat zum Stellvertreter des General­bevollmächtigten für die Reichsv erw al- t u n g Reichsminister Dr. Frick, den Reichsführ^r ff und Chef der deutschen Polizei im Reichsmini, sterium des Innern, Himmler, und zum Stabs­leiter des Generalbevollmächtigten für die Reichs­verwaltung den Staatssekretär im Reichsministe­rium des Innern, Dr. Stuckart, bestellt.

Brüssel, 12. Sept. (DNB.) Der ständige Aus- shuß der Oslogruppe beendete heute abend fine Brüsseler Besprechungen. In einer Verlaut- tirung wird mitgeteilt, daß der Meinungsaustausch sch auf die Maßnahmen erstreckt habe, die infolge i?s Krieges a u f dem Gebiet des Handel s - rerkehrs vorauszusehen seien. Es habe sich eine rollständig übereinstimmende Stellungnahme der vertretenen Länder ergeben. In unterrichteten Krei- fn wird betont, daß England die belgische Ne­uerung und vermutlich auch die Regierungen der übrigen Oslo-Staaten aufgefordert hat, das ge­naue Ausmaß der für ihre Existenz benötigten Karen und Lebensmittel anzugeben. Die 'Oslo-Staaten würden diese britische Anfrage, die einen verzweifelten Druck Englands auf die neu­tralen Staaten öarftelfe, ihren Transitverkehr mit Deutschland einzustellen, mit einem Protest und mit der Erklärung, daß ein solches Verfahren unzulässig sei und der Neutralitätspolitik wider­spreche, beantworten.

Zahlreiche für Belgien bestimmte Han­delsgüter werden vermutlich schon jetzt in englisch en Häfen *z u r ü ck g e h a l t e n. Die kriten wollen anscheinend durch diese (Seeräuber- ivethoden die Empfänger der auf diesen Schiffen be­förderten Waren dazu zwingen, genau e A n - gaben über di e Bestimmung dieser Waren machen. Schließlich wird in unterrichteten Krei­sen angenommen, daß die Konferenz der Oslo- Staaten sich auch mit der Frage der von England schon eifrig geübten Ueberfliegu n g de s neutralen Luftraumes nicht kriegführender Staaten befaßt hat.

Neue neutrale Opfer der englischen Minensperre.

Rumänien sichertseineGrenze.

Bukarest, 13. September. (DNB.) Die Zahl der ukrainischen und polnischen Flüchtling e ver­mehrt sich von Stunde zu Stunde. Genaue Zahlen­angaben liegen nicht vor, es fällt den rumänischen Behörden sehr schwer, Zählunaen durchzufuhren, da die Flüchtlinge bestrebt sind, sich der Internierung zu entziehen. Aus diesem Grunde verstärkt die rumänische Regierung feit Tagen ihre Truppen längs der Grenze mit Polen, besonders an der Dnjestr-Grenze, und errichtet Stacheldraht­verhaue und Schützengräben, um den Uebertritt über die grüne Grenze zu erschweren.

Dor allem fürchtet man den Einrnarsch ge - schlossener^o^nis^^^r^rup^enernher- ten mit Waffen über die Grenze. Kleinere Ein­heiten sollen entwaffnet und in das Innere Rumä­niens abgeschoben werden. Falls ganze Regimenter auf der Flucht nach Rumänien entweichen wollen sind sie weisungsgemäß m i t SB a f f e n gemalt zuruckzuschlagen. Die rumänischen Truppen werden zu diesem'Zweck in der Bukowina, wo bisher eine Division stand, au f A rme e- korps stärke gebracht, um den sicheren Grenzschutz zu gewährleisten Besonders unange- nehrn berührt ist man von den Übertritten polnischer Juden. Allein in Tschernawitz Hal- ten sich nach privaten Zählungen schätzungsweise 1000 polnische Juden auf, die auf Schleichwegen gekommen waren.

Oie Haltung der Türkei.

Istanbul, 12. Sept. (DNB.) Besonders der außenpolitische Teil der Rede des türkischen Minister­präsidenten stndet in der Istanbuler Presse eine sehr interessante Aufnahme. In der türkischen Oeffent- lickkeit wird es mit großer Genugtuung begrüßt, daß die Türkei keinen Anlaß hat, a u s i b r e r Reserve herauszutreten. Großen Eindruck machte ferner die überaus freundliche Beurteilung der tür­kischen Beziehungen zur S o w j e t u n t o n durch den Ministerpräsidenten. Obwohl Italien m der Re­gierungserklärung nicht genannt wurde, weiß man doch daß die Haltung Roms entscheidend für die Türkei ist nicht minder allerdings auch die Haltung der Sowjetunion, des wichtigsten und stärksten un­mittelbaren Nachbarn der Türkei.

Danzig, 13. September. (DNB.) Aus dem Kreise Briesen, einem westpreußischen Land­kreis bei Thorn, trafen Nachrichten über die der unmenschlichen Kriegführung der Engländer in Polen zum Opfer gefallenen Märtyrer des Deutsch­tums ein. Sie beweisen, daß die Schreckenstage von Bromberg durchaus kein Einzelfall sind. Man muß damit rechnen, daß ein Viertel des Deutschtums in Polen, wenn nicht mehr, durch die entsetzlichen Greuel der von England aufgeputschten Polen ver­nichtet worden ist. Die Stadt Briesen zählt 9500 Einwohner. Sie war früher zu zwei Drit­teln deutsch. Durch die systematische Entdeut- schung der Westgebiete durch Polen ist das Deutsch­tum in der Stadt auf etwa 1500 Köpfe zurückge­gangen. Im Kreise Briefen gibt es nach Schätzung des Landbundes etwa 34000 Deutsche.

Der Berichterstatter traf den nach tagelangem Aucharren in einem Versteck geretteten Geist-- l i ch e n nach her Beerdigung von vier Volksdeut­schen in Rheinsberg. Den Unglücklichen waren die Augen ausgestochen worden, dann wurden sie durch einen Bajonettstich in den geöffneten Mund getötet. Die evangelischen Gemeinden Briesen und Rheins­berg zählen nach Angabe des Geistlichen etwa 1600 Seelen, die zur deutschen Volksgruppe gehören. Da­von sind 400 verschleppt worden. Bis jetzt muß man mit 100 Toten rechnen, doch be­steht kaum Hoffnung, daß die übrigen Verschlepp­ten lebend zurückkehren. Täglich werden neue Tote in den Wäldern, den Teichen und Seen oder auf den Feldern aufgefunden. Sie alle weisen Spu­ren bestialischer Mißhandlungen auf. Fast allen sind die Augen ausgestochen, die Gelenke gebrochen oder die Gliedmaßen abgehackt worden.

In dem Dorfe Arnoldsdorf (polnisch: Jaranto- wice) sind sämtliche deutschen Männer verschleppt worden. In Barent wurden 18 gräßlich verstümmelte Leichen ver­schleppter Volksdeutscher im See aufgefunden. Die Unglücklichen waren aneinandergefesselt fortgeschleppt worden. Vor der Ermordung sind ihnen die Augen ausgestochen und die Gliedmaßen abgehackt worden. In Mittwalde fand man zehn Ermordete auf. In Lapatken wurden neun Volksdeutsche ermordet auf-

ehenfo sicher sei, wie der Stärke der Staatsmacht. Ar Nationalsozialismus habe Maßnahmen getroffen, aus denen die breiten Volksschichten die Üeberzeu- flimg gewinnen, daß keine Person und keine Jn-- jttution außerhalb der Sparmaßnahmen und der Lpferleistung geblieben ist. Auch habe das national- 'sozialistische Regime Spekulation, Preistreiber, jclegsgeroinnler usw. besonders hart an die Strippe genommen.

England kämpst für Versailles

Eine Hetzrede Edens macht das englische Kriegsziel deutlich. Berlin, 12. Sept. (DNB.) In England wirb amtlich bekanntgegeben, daß eine Anzahl von I Regierungsbehörden London verlassen werde. De Zahl der Beamten, die ihren Amtssitz in siche­ren Gegenden aufschlagen wollen, wird mit 8000 bziffert. Es wird zwar amtlich versichert, daß jedes Dinisteriumauch weiter in London vertreten sein werbe". Bei einem Vergleich der London verlassen­den Beamten mit der Gesamtzahl der in den äentralbehorden Tätigen ergibt sich aber, daß in ufunft die Besetzung der in London weiter tätigen erntet außerordentlich schwach sein wird. Der als Sominienminister wieder ins'Kabinett aufgenom- ene unglückliche Sanktionspolitiker Eden hat eine Rede gehalten, in der er noch etwas deutlicher d i e englischen Kriegsziele unterstrich, als es jtine Ministerkollegen getan haben. Er stestt seine Rede unter den Leitgedanken, daß Englandf ü r die gleiche Sache kämpfe wie im Welt- kr i e g". Er bestätigte damit die deutsche Auffassung, diß die plutokratische englische Oberschicht unter alen Umständen das Diktat von Versail- sts aufrechterhalten will. Während die «iglische Propaganda sonst genau so betrügerisch wie vor 25 Jahren harmlosen Gemütern einreden M, der Kampf der Londoner Regierung gdte nicht dm deutschen Volke, erklärte Eden,wenn nötig werbe man auch dem deutschen Volk klar- U a ch e n, daß England bis zum bitteren 6nbe zu kämpfen bereit sei". Daß Eden ein bitte­ns Ende für fein Land Voraussicht, ist der einzige trtereffante Punkt feiner Rede.

Verbündete".

Schwere Schlägereien zwischen denBesatzungen d^rNormandie^, und derQueen Martz".

Neuy o r k, 12. Sept. (DNB Funkspruch). Zwi- ffren Besatzungsmitgliedern des französischen Darnp- f<rsN o r m a n b i e" und des englischen Darnp- füsQueen Mary" kam es am Pier des Neu- yorker Hafens zu schweren Schlägereien. Lie französischen Seesoldaten hatten nämlich die gngländer beschuldigt, Frankreich in einen Irieg hineingezerrt zu haben, der F r a n k- rrich nichts angehe und durch den die eng­lische Regierung Frankreich nur zum Prügel- haben Englands machen wolle. Die Schlä­gerei nahm derartige Ausmaße an, daß Polizei jur Hilfe herbeigerufen werden mußte. Bezeich- nenderweise wurde dieser Zwischenfall in der Neu- yorker Presse, die über ein ganzes Heer von Schiff- fihrtsberichterstattern verfügt und auch sicherlich davon unterrichtet war, völlig totgeschwie­gen. Der größte Teil der Besatzung derNor- nianbie" ist über Kanada abgereift, um dort der Militärpflicht zu genügen. Die beiden Dampfer .Rormandie" undQueen Mary" liegen immer n»ch untätig im Neuyorker Hafen.

Protest der Oslo-Staaten gegen britische Seeranbermethoden. Die Brüsseler Besprechungen beendet.

Kopenhagen, 12. Sept. (Europapreß) Die ' er-glifche Minensperre vor der dänischen Westküste hat. neue Opfer gefordert, rote erst jegt in Kopenhagen bekannt wird. D e r f t n n t = (£) e DiermasterOliva Bank tft am ssreitagnachmittag auf dem Wege von Englano nid) Finnland auf eine Mine gelaufen unö inner- h°lb drei Minuten gesunken. Von der einundzwan- zg Mann starken Besatzung find vierzehn Dann ums Leben gekommen. Die st eh en llederlebenden wurden nach mchr als neunzigstun- bigem Umhertreiben auf einem Schiffsmast am Ö enstagmittag von dem Esbjerger FischkuUer Xalonä" geborgen. Drei Mann hatten ihre Lskleidunq vollständig verloren. Alle sieben mußten er!fd)öpft ins Seemannsheim von (Esbjerg em ge­lt fert werden. Seit der Auslegung der englischen Uinenfperre hat sich f a ft j e d e n Ta g em Un­glück in den Minenfeldern ereignet. Nahezu vus- uchmslos ist bisher die Schiffahrt neutraler Staa­te betroffen worden.