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Donnerstag, 15.3uli 1959
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen)
'r.löi Zweites Blatt
Augenblicksbild vom Platzkonzert in Steins Garten. I
Warum Schlaflosigkeit?
Mer Schrottsammelaktion in den Betrieben
Freunde
er
und
die
Oie Bowle.
Von 3o Hanns Rösler.
Einer Bowle widerstehe, wer kann.
Otto konnte es nicht.
Er ging in eine Weinstube, wo drei seiner beim Skat saßen.
„Was macht ihr?" rief Otto.
„Wir spielen eine Bowle aus."
„Kann man mithalten?"
„Mit Vergnügen."
Otto warf den Hut auf den Haken und eilte zum Tisch.
„Was für eine Bowle?" fragte er.
„Eine Ananasbowle."
„Prächtig, prächtig."
„Mit frischer Ananas und zehn Flaschen Mosel!"
„Ohne Sekt?" fragte Otto enttäuscht.
„Vier Flaschen!"
„So lobe ich mir eine Bowle."
Die Karten wurden verteilt.
Otto hatte gleich die Hand voll und rief:
„Grand ohne Vier!"
So ging es los. *
Es war der einzige Grand, den Otto bekam.
Es war überhaupt das einzige Spiel, das
„Danke schön."
Die Wirtin steckte das Geld em und ging friedlich hinaus. Otto wartete auf die Bowle. Jetzt sollten die Brüder was erleben; die halbe Bowle trank er allein! Solchen Durst hatte er selten gehabt,
sehen ließ. m ,
Nach diesem ausgezeichneten Beginn darf man
spielte.
Und auch dies hatte er verloren.
„Bin ich denn hier nur Kartenhalter?" rief
Dornotizen.
Togeskalender für Donnerstag.
erbost.
„Aber, Otto!"
Bei euch Brüdern verliert man ja Haus §°f!"
Otto verlor immer weiter.
„Ist die Bowle noch nicht bald beieinander?"
„Bold, Otto, bald."
„Ich glaube, ich zahle die ganze Bowle!"
„Es scheint so, Otto!"
Es schien nicht nur so, es war auch so.
Otto mußte die ganze Bowle zahlen.
„Fräulein Wirtin, hier ist das Geld für Bowle!"
Martin Luserkes köstliche Seegeschichten „Obadjah 1 und die ZK 14". .
Oder du sitzst vor dem Dorfgasthaus m der Rhön und der lange, mondhelle Abend verlangt nach Erzählen, nach Vorlesen; da kramst du aus deinem Koffer hervor, was Wilhelm von Scholz unter dem Titel „Das Buch des Lachens' an heiteren Erzählungen zusammengetragen hat, oder Homunculus - Radeckis Anekdotenband „Die Jvojc und der Ziegelstein" oder das viele Abende füllende „Buch der Erzählungen". Ist aber die Tischrunde auch höherem Genüsse zugänglich, so versuchst du es mit einigen Seiten aus Ernst Jüngers „Abenteuerlichem 'Herz", einem Buch, das man in vier Wochen niemals „aus-lesen" wird. Oder der Konigs- wusterhäuser Landbote beschließt den Tag wie das Abendlied des Wandsbekers, der ihm Pate stand („Das festliche Jahr"). n
So schließt sich um em Buch die zufällige Gemeinschaft der Stadtflüchtigen sinnvoller als aus der Bierbank und am Kartentisch. Aber auch dem Einsamen ist es hold: „Ein Mann mit einem Buche ist nie allein". Ein Buch, das unter freiem Himmel, im Angesicht des lebendig Wachsenden ringsum, besteht, das ist gewiß jede Stunde der Einsamkeit wert, die sogenannte „leichte Lektüre" aber, das Straßenbahnbuch, mag es auch frisch vom Ladentisch kommen und im schmissigsten Umschlag einhcr- gehen, offenbart hier alsbald seinen wahren Wert (beim Altpapierhändler zu erfragen!).
Welcher Art also sollen die Bücher sein, die einen ohnehin schweren Ferienreisekoffer belasten dürfen? Mancher nimmt sich wohl ganz schwere Kost nut auf den Weg, Bücher, deren Gedanken-Gehalt ihn dann durch "ein ganzes Arbeitsjahr begleitet wie die Erinnerung an die Sorglosigkeit und das naturnahe Leben der Ferientage. Das mögen einige der handlichen Bände aus den Sammlungen Kroner oder Dieterich fein; nennen wir uns die vvrzug- i liehen neuen Auswahlen der Schriften von Leibniz, i den Bänden Grimm, Friedrich List, Jean Paul oder l aus Jacob Burckhards Reisebriefen, die Novalis-,
Hochschulnachrichten.
Zum ord. Professor der Chirurgie an der Universität Wien wurde Professor l)r. meck. Leopold Schönbauer ernannt. ....
Zum Honorarprofessor ernannt wurde der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt a. M. Arthur Ungewitter. Er vertritt Bürgerliches Recht, Zivilprozeßrecht und Konkursrecht.
Zum ord. Professor für theoretische Physik an der Universität Königsberg wurde >Dr. phil. Fritz Sauter ernannnt , .....
3um Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek ernannt wurde Professor 2r. Otto Handwerker
die Pascal-Auswahl. ..
Ein anderer fängt das Reisen gründlich an und sucht die Vertiefung des Erlebnisses der Landschaft und ihrer Menschen im Buch; er findet rn der Atlantis-Reihe einen Typ von Bild - und-Tert- Büchern, der den reinen Bildband, den ost fluchtig zusammengehauenen, immer mehr ablöst (so z. B. die deutsche Nordsee, Ostpreußen, Schwabenland, der Rhein, Potsdam, meist mit vorzüglich gewählten älteren Texten). Ausgezeichnete Bände solcher Art sind auch Josef Friedrich Perkonigs Karntem deu - scher Süden" und Walter Engelhards „Memel
bilderbuch" (mit Ernst Wiecherts Lobpreisung seiner Heimat) und die sie nach der naturgeschichtlichen Seite hin ergänzenden, packend geschriebenen und ausgezeichnet illustrierten Tierbücher „Elche zwischen Meer und Memel" von Katies, „Gams in ihrer Bergheimat" von Franz Graf Zedtwitz und „Unter Säbelschnäblern und Seeschwalben" von Eugen Schuhmacher. Reiseberichte aus allen deutschen Landen und aus zwei Jahrhunderten hat Hans Pflug im „Lob der deutschen Landschaft" zusammengetragen; hier vertreten reizvolle Stahlstiche das Lichtbild als Illustration. Etwas Besonderes für den Reisenden mit Verstand aber ist die „Deutsche Heimatkarte, von der bisher drei oberbayrische Blätter vorliegen; kein Buch zwar, aber mit ihrer Fülle geschichtlicher, kultur- und volkskundlicher Hinweise keinem stattlichen Bande gleichwertig; unmöglich, mit diesem Begleiter an irgend etwas Wesentlichem in der Landschaft ahnungs- und achtlos vorbeizuwandern. u ....
Ein Wort noch für Brief und Gedicht, eine Feriendiät, die den Geist bereichert und erfreut, ohne ihn mit Gedankenarbeit allzusehr zu bela|ten. Neue Freude am Gedicht hat vorzügliche Sammlungen auf den Plan gerufen, darunter Rudolf Mirbts „Deutsches Herz", Pfeiffers geistliche Sammlung „Anfechtung und Trost im deutschen Gedicht und die entzückenden Einzelbände „Aus dem ewigen Schah deutscher Lyrik". — An Briefsammlungen seien nur zwei hier in Vorschlag gebracht, die m unübertrefflicher Weise in das Wesen künstlerischen Sehens und Schaffens einführen: „Kunstlerbriefe über Kunst" und „Europäische Künstlerbriefe .
Genug für zwei Dutzend Koffer! Und doch nicht mehr wie sich bei flüchtigem Rundblick als Reife- kameradschaft anbietet! Sieh dich um, prüfe und , behalte das Beste — auch das gehört zur ^erien- . Vorfreude wie Karten- und Fahrplanftudieren — und Kofferpacken! Und glückliche Reise alsdann!
Guter Auftakt in Steins Garten Erstes Platzkonzert wurde zu einem schönen Erlebnis.
Maschinenteile, unbrauchbare Apparate, Schienen, Tanks und Behälter, Fässer, Ketten, Drahtseile, Ventile, Hähne, Bleche, Sprungfedern, Riemenscheiben, eiserne Fensterrahmen usw.
Die Durchführung der Sammelaktion erfolgt im Gau Hessen-Nassau unter Verantwortung des Gaubeauftragten, dem es überlassen bleibt, sich nach eigenem Ermessen mit den Betrieben wegen der Erfassung und Ablieferung des gesammelten Schrotts in Verbindung zu setzen. Im übrigen ist es vollkommen gleichgültig, wie die Schrottsammelaktion im einzelnen organisiert wird; das wesentliche ist, daß alle anfallenden Bestände sofort gesammelt und an die beauftragten Sammler Sammelstellen oder direkt an den Althandel abgefuhrt werden. Zweckmäßig ist es, wenn die Betriebe innerhalb ihres Bereichs die Schrotterfassung straff organisieren, wobei die Vertrauensmänner und die Werkscharen mitwirken können Einzelne Betriebe haben übrigens die Erlöse der Schrottsammlung für Gemeinschaftszwecke zur Verfügung gestellt, ein I Vorgehen, das die Freude an der Sammlung wesentlich gefördert hat.
Heraus also mit dem Schrott aus den Betrieben des R h e i n - M a l n - Ge- tz i e t e s ! Jeder muß wissen daß Schrott kein Altmaterial im landläufigen Sinne ist. Der Schrott ist vielmehr einer der wichtigsten Rohstoffe für die Eisen- und Stahlerzeugung. Bisher ist es erfreulicherweise gelungen, etwa 90 bis 9-3 v. H. des deutschen Schrötkbedarfs aus dem Inlands zu decken. Durch restlose Erfassung des gesamten Schrottanfalls müssen und können wir dazu kommen, daß in Zukunft überhaupt keine Devisen mehr für die Schrotteinfuhr aus dem Auslande benötigt werden. Jeder Arbeitskamerad kann hierzu helfen.
packen gesetzt! _ ,, ri .
Für den Reisenden aus Leidenschaft zwar, den Routinier des Kursbuches, fängt das ^Fenenver- qnüqen hier schon an; er treibt es als sporl, eine Stunde vor Abgang des Zuges seine siebenund- siebzig Sachen zusammenzutragen und sachgemäß zu verstauen: ein Strafpunkt für jedes vergessene Stück! Der gewöhnliche, durchschnittliche Ferien- reisekoffer indessen wird drei Tage vorher vom Boden geholt: an einem verkehrsgünstigen Platze der Wohnung steht er, weit geöffnet, und gern stolpert jeder'über ihn in der Vorfreude des Kommenden, während er sich allmählich mst all dem Zubehör eines mehrwöchigen Aufenthalts m der Fremde füllt. Dann, in der Nacht vor der Abreise, beginnt die eigentliche Packerei; nach drei- bis viermaligem Angriff nimmt das »ehal.tm-- die Masse des Unentbehrlichen auf und wird mit roher Gewalt verschlossen. Ganz unter aber m der Geldtasche des Sommermantels, stecken die Fahrkarten... Also: noch einmal, die Uebung!
Aber auch ein Buch liegt dort ganz unten im Koffer wir wollen es hoffen, und es harrt dem endgültigen Schlösserfchnappen entgegen wie em blinder Passagier in seinem Versteck dem Heulen der Dampfsirene. Denn Ferien ohne Buch, das wäre ein Meer ohne Wellen, em Berg ohne Fernsicht, wie Mosel ohne Wein oder Grog ohne Rum wer es nicht wahrhaben will, dem fei cm angenehmer Dauerregen gewünscht!
Doch braucht es dessen nicht unbedingt, um den Wert des Buches als Reisegenossen zu erweisen im Gegenteil: die Sonne liegt prall aus heißem Sande " dein Strandkorb dreht ihr den Nucken zu, und dein Blick wandert hm und her zwischen der Brnnduna zu deinen Füßen und den Seiten des Buch-- "in'dem auch das M-°r rau|d)t: etwa
Nehmen Sie doch abends einen Teelöffel Klostcr- srau-Nteliffenaeist mit einem Eßlöffel Wasser verdünnt, dann werden Sie wahrscheinlich bald mcm mehr unter Schlarlosigkeit leiden! Warum? Durch seinen günstigen Einfluß aus grundlegende ^unt- tionen des menschlichen Organismus beruhigt । Klosterfrau-Melissengeist Herz und Sternen und er- m d°nB-,n-b-n wurden. Man sieh, atfo, leicht
^Bei der Entschrottungaktian der Betriebe sind zu Gewd^mmg^ E Ihrem Avotbeker
erfassen: unbenutztes Material, überzähliges und aus- 0<)er Drogisten den echten Klosterfrau-Melissengeist gebautes Material und Material, das ohne Beem- -n bcr blauen Packung mit den 3 Nonnen, damit trächtiqung des Betriebes und seiner Einrichtungen Sie ibn im Bedarfsfälle sofort zur Hand haben, entfernt werden kann. Hierfür einige Beispiele: Flaschen zu NM. 0 90,1.63 und 2.80 (Inhalt. 2u, Eisen- und Stahlteile, unbrauchbare Maschinen, | 50 unb 100 cem)
NSG. Die Schrottsammelaktion in den Betrieben, die im vorigen Jahre durchgeführt wurde, hat einen durchschlagenden Erfolg gehabt. Auch in diesem Jahre findet wieder eine allgemeine Schrotterfassung im ganzen Reichsgebiet in der Zeit vom 1. Juli bis Ende September statt, bei der alle Betriebe mit neuem Eifer mitwirken müssen. Insgesamt sind 1938 im ganzen Reich über 255 Millionen Kilogramm Schrott
„Das dauert ja eine Ewigkeit!" begann er. — Was denn, Otto?" — „Wo bleibt denn die Bowle so lange?" — „Welche Bowle?" — Otto schaute verwundert: „Die Bowle, die wir soeben ausgespielt haben!" — „Aber, Otto!" — „Was denn?" — „Die Bowle —" Die Drei konnten vor Lachen nicht weiter. „Die Bowle —", gröhlten sie. — „Was ist denn mit ihr?" — „Die Bowle haben wir doch schon gestern getrunken!"
Ganz unten im Koffer...
So wichtig wie Fahrkarte, Reisepaß und Zahnbürste: ein Buch!
Vor den Urlaub haben die Götter das Koffer-
Aus der Stadt Gießen.
Irrlicht und Feuerschroter.
In warmen Sommernächten entzückt uns durch feine leuchtenden Luftreifen im Laubwald oder glimmenden Glanz im Grafe das Glühwürm- ( e n. Seine weiteren Namen „Johanniskäfer" (für das geflügelte männliche Tier) und „Johanniswürmchen^ (für das flügellose Weibchen) bekam es, , eil es erst bei dem Schwinden des Frühlings seine liebliche Illuminationen sehen läßt. Dem entspricht aid) die bayerisch-österreichische Bezeichnung „Sunn- wendkäferl". Im Althochdeutschen hieß das bei Tage höchst unscheinbare, fast unsichtbare Insekt „ghmp . , n der Altmark wird es „Feuerwurm", am Rhein Iohannisfünkchen" genannt. Mit seinem stark Poetiken Wesenszug hat sich die deutsche Volksseele des rnberbar auffälligen Leuchtschwärmers natürlich be-- inrzuqt angenommen. Es galt früher vielerorts als räqer einer Totenfeele, die es himmelwärts bringe; [5 „Spukgeist" oder „Irrlicht" wird es tm Dolks- mnbe ebenfalls gern bezeichnet. In Schwaben sagt man: wo sich ein Glühwürmle ins Gras niederlasse, ei ein Schatz verborgen; unb allgemein gilt biefe '“ffiennWe Johanniskäfer hell leuchten im Garten, bann ist gutes Wetter zu erwarten!
solche Prophezeiung stimmt schon desha b weil iefe Tiere fehr empfindlich gegen Feuchtigkeit fmb.
Am strahlenden ©ommermorgen hingegen in der lanzenden Mittagshitze und im Flimmern ber 6pab inne funkelt und flirrt die Libelle am schönsten luck sie ist bemerkenswert durch die Fülle ihrer ^olksnamen: „Teufelsnadel" oder „Jungfer Nah- 'label" heißt sie, weil sie so ruckartig hin und her l-öießt wie eine nähende Hand. „Teufelsbolzen' sagt ian auch oder „Wasserjungfer"; und das Volks- ■lärdic meint, die Libelle sei eigentlich eine per- □uberte Prinzessin. Wirklich hat sie em prächtiges Aeid die „Goldspinnerin'; deshalb steht ihr auch "cr Name „Schillebold" wohl an. Prosaischer — nenn auch verständlich — ist die Benennung „Dick- iiödel"' nicht viel poetischer sind did Namen „Schilf- cißer" und „Scherenschleifer". Man sagt seit alters: Senn es im Sommer viele Libellen gibt, bann gibt 3 auch Krieg. Unb babei hat man boch früher an ie typisch charakteristische „Fliegersorrn" bes Jn- Ats noch nicht benten können! ± .
Der stattlichste Käfer unserer Heimat ist der > i r s ch k ä f e r, auch „Feuerschröter" genannt Der -tztgenannte Name hängt mit einem alten Volks- iauben zusammen: Man sagt in Niedersachsen, das Mir ansehnliche Kerbtier liebe es, mit fernen gewaltigen, hirschgeweihähnlichen Zangen glühende Sohlen vom Herde auf das Strohdach zu tragen! Wie mnmt wohl folcher Aberglaube zustande? Nun, die Hirschkäfer nisten an Eichen, deren süßer Baumsast te anlockt. Die Eichen aber sind Wahrzeichen des Wettergottes Donar. Eichen werden besonders häufig ?om Blitz getroffen, zumal wenn sie — ihrer Gigern rt als Einzelgänger entsprechend — isoliert stehen. Von den Eichen sollst du weichen", sagt ja em alter □olfsreim mit einigem Grunde. Also meint man.
er Hirschkäfer mit feinen sonderbaren, übernatürlich rofjen Zangenhörnern ziehe den Blitz an? Drum nimmt man den Hirschkäfer nicht gern mit ms Haus^ Doch kann es nicht wundernehmen, wenn sich auch ijne gegenteilige Bewertung findet So sagt man im deutschen Wasgenwalde, ein Hirschkaferkopf schütze por Blitz und Brand! L-
Gießener Studenten fahren zur Erntehilfe.
Am heutigen Donnerstagnachmittag fahren die Studenten unserer Universität zur Erntehilfe ab. Die innqen Männer, die sich für dieses Hilfswerk zur Verfügung gestellt haben, treten um 15.15 Uhr vor bem Bahnhofsgebäude an. Dort werden sie m einer Innen und schlichten Feier verabschiedet, um dann ’jm 1619 Uhr in einem Sonderzug mit ihren Kameraden aus anderen Hochschulorten dem gemem- mmen Ziel des Ernteeinsatzes zuzufahren.
sangs- ober Jnstrumentalkonzert gehört worben Gloria-Palast, Seltersweg: „Verliebtes Aben- war. Um so anbächtiger unb in Erinnerungen an ^ner".
vergangene Zeiten vertieft folgten fie bankbar ben
Klängen ber Musik. Aber auch viel Jugend be and F M
sich unter den Zuhörern. In dichtem Kranz umstand NK.ApMpiNsKM iM MM
sie die Musiker und verfolgte aufmerkfam all bas, » uiun vut io
was sich hier darbot. ,
Das Musikkorps unseres Fliegerhorstes unter Lei- Ommbusfahrl zum Nurburg.
hing von Musikmeister Pfarre gestaltete dieses 93 Juli fährt die NSG. „Kraft durch Freude" erste Platzkonzert in diesem Park zu einem befom Nürburgring. Fahrpreis einschließlich Eintritt deren Erlebnis. Schon uach ben ersten ^ten 3 ^M. Anmeldungen bis spätestens 19.7.1939.
wurde den Zuhörern bewußt, daß mit dem Kiang-1
körper des Musikkorps unserer Flieger das Musik- --------
leben unserer Stadt eine wertvolle und bedeutsame Fahrt zur Reichsaartenschau.
Bereicherung erfuhr. Durch die schwungvolle und d 1 y r„, .
überaus sorgfältige Wiedergabe der einzelnen Kon- Am 22. 7. bis 23. 7.1939 fahrt ein Sond^zug zertstücke des künstlerisch wertvollen Programms nach Stuttgart. Abfahrt 22. 7., abends 23 Uhr, Ruck- sicherten sich das Musikkorps und fein Leiter Herz- kunft 23. 7., 22 Uhr. Teilnehmerpreis 9,50 RM. An- lichen und anhaltenden Beifall, der die aufrichtige meldungen Seltersweg 60.
Dankbarkeit der sehr großen Hörergemeinde für ben --------
erlesenen musikalischen Genuß in gebührender Weise
zum Ausdruck brachte. Runbfunkausstellung.
Dank und Anerkennung gebührt aber auch der b}5 g August fährt ein Sonderzug nach
Stadtverwaltung, die diesen idealen.Konzertplatz zur s« Teilnehmerpreis 20 RM. Anmeldungen Sel- Verfügung stellte und ihn für die alteren Besucher ^eriin- 4877D
mit Stühlen aus dem Bestand der Volkshalle ver- tersweg vo. L_-
Das erste Platzkonzert, bas am gestrigen Mittwochnachmittag in Steins Garten ftattfanb, war in jeder Hinsicht ein schöner und vielversprechender Auftakt für die weiteren Konzerte, die dort nun regelmäßig an jedem Mittwochnachmittag ftattfinden sollen. Der Konzertveranstaltung war günstiges Wetter beschieden. So fanden sich denn auch viele Zuhörer ein, deren es schätzungsweise etwa 400 gewesen sein mögen.
Das Konzert nahm einen überaus stimmungsvollen Verlauf. Die Sonne schien, und ihr Licht fiel durch die Zweige der vielen und schonen alten Bäume des Parks. Der Blumenschmuck in ben Grünflächen unb die schonen, blaublühenden Stauden in ben großen Kübeln boten einen fast festlichen Rahmen. Die Abseitigkeit bes Parks zwischen Garten- und Bergstraße, fern dem Verkehr unb bem Lärm ber Kraftfahrzeuge unb ber Straßenbahn, gestattete es, sich vollkommen unb ohne Storung ben Klängen ber Musik hinzugeben. Das Muykkorps unseres Fliegerhorstes trat in schmucker Uniform mit weißer Mütze auf und belebte damit das Bild dieses Sommer-Nachmittags in reizvoller Weise.
Eine besondere Freude war das Konzert für die älteren Volksgenossen unserer Stadt. Sie fanden sich besonders zahlreich ein und nahmen gerne auf ben für sie bereitgestellten Stühlen Platz. Für sie alle
mit Steins (Barten verbinden, in dem manches Stätte nut Freude und Spannung entgegeniehen. große und schöne Fest gefeiert, manches schöne Ge-l z


