Ausgabe 
13.7.1939
 
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Der Führer im Haus der Deutschen Kunst

Walther Schwerdtfeger.

den."

die Vereine stärken."

Paul Al- Dichtung,

von für

Zeitschriften.

Innere R e i ch", die

Oer Tag der Bastille.

Zur 150. Wiederkehr des französischen Nationalfeiertages am 14. Juli.

An diesem Tag ist sie verrückt, die gute Stadt Paris. An den Ecken der Boulevards sind girlanden- umwundene, mit der Trikolore und dem Stadt­wappen geschmückte Tribünen errichtet, von denen KapellenSambre et Meuse und den Triumph­marsch ausAida" schmettern. Aus kleinen Bistros dudeln Musette-Akkordeons. Bon den Kaffeehausern des Montparnasse schleudern die Jazz-Bands ihre Rhythmen in das Gewühl von Müßiggängern, Ll- monadenverkäufern, Soldaten, die von der Parade zurückkommen: Spahis mit weißen Sonnentüchern, Senegalschützen unter flachen Stahlhelmen. Man tanzt auf den Straßen, deren Pflaster unter dem schiefergrau schmelzenden Himmel zu schwelen scheint. Vierzehnter Juli. Französischer Nationalfeiertag. Vor hundertfünfzig Jahren hat das Volk die Bastille erstürmt. Das war das Zeichen zum Anbruch der demokratischen Freiheit".

Wenn man am Bastille-Platz die Untergrundbahn verläßt, sieht man im Pflaster eine dunkle Linie, die vom Zugang des M6tto weg zur Mitte des Platzes führt. Dort auf der Juli-Säule mit den 654 Namen der Bastille-Kämpfer, schwebt über der Welt­kugel der goldne Genius der Freiheit. An dieser Stelle erhoben sich einst die gewaltigen Mauern und Türme der Bastille. Während des Hundertjäh­

rigen Krieges am östlichen Stadtrand zum Schutze gegen die Engländer erbaut, diente sie seit den Zei­ten Richelieus nur noch als Staatsgefängnis, in dem Spione, aufrührerische Zeitungsschreiber und Flug­blattverfasser in Haft gehalten wurden. Diese poli­tischen Gefangenen waren oft mit allem Luxus um­geben. Dennoch umweben den unheimlichen Bau, dessen Kanonenmündungen schwarz und verderben- drohend auf die volkreiche Sankt-Antons-Porstadt starrten, Schauergeschichten von Folterkammern und geheimnisvollen Gefangenen» und bei den Wahlen zu den Reichsständen war mehrfach die Forderung erhoben worden,daß die Bastille zu Schutt unj)

Ein Meister der Zischweid.

Der ostpreußische Schriftsteller, Dichter und Jour­nalist Fritz Skowronnek, der soeben in Ber­lin im Alter von 81 Jahren gestorben ist, hat m seinerLebensgeschichte eines Ostpreußen" selbst die mannigfachen Gebiete geschildert, auf denen er sich betätigt. Der masurische Junge, der die ..bucklige Welt" dieses Landes aus seinen Kindheitserlebnissen so anschaulich auferstehen läßt und der Heimat stets die Treue bewahrt hat, wird in Berlin und Bres­lau zum viel erfahrenen Journalisten, wirkt als Parlamentsberichterstatter, als Wahlagitator, orga­nisiert die Heimatbewegung in O'tvreußen, schreibt Romane und Filme. Sein Eigentümlichstes hat er aber wohl als Jagdschriftsteller geleistet, und in die­sem Bereich ist wieder sein Sondergeb'.et dieFisch- weid", die er fachmännisch beherrscht.

Der Sohn eines Försters, dessen markige Gestalt er in seinen Lebenserinnerungen unvergeßlich hin- gestellt hat, wurde früh mit der Flinte vertraut und auch mit dem Angeln.Von Vater lernte ich auch das Angeln", erzählt er.Er fertigte sich selbst vor­zügliche Angelruten. Die untere Hälfte bestand aus einer dünnen, leichten Fichtenstange, die mit Glas glattgefchabt wurde, der obere Teil aus einer Hasel­rute die im Winter geschnitten worden war. Die

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Durchstiegen.

Raub des deutschen Theaters in Teschen.

Kattowitz, 12. Juli. (DNB.) Der polnische Wojewode in Kattowitz hat die Auflösung des Deutschen Theatervereins Teschen und idie Einziehung des gesamten Vereinsvermogens iverfügt. Dazu gehört auch das .Theater­sgebäude in Teschen, das einen Wert von über !250 000 Zloty darstellt und zu den schönsten Ge- tbäuden der ganzen Stadt gehört. Das Gebäude nvurde unter großen Opfern des Teschener Deutsch- :tumes erbaut und aus eigenen Mitteln erhalten. 'Der Zweck dieser reinen Willkürmaßnahme ist, das Gebäude dem polnisch en Theater zu über-

London, 13.Juli. (Europapreß.) Am Mittwoch ist das englisch-rumänische Handelsabkommen unter­zeichnet worden. Die Gesamthöhe der von England gewährten Exportkredit-Garantie belauft sich auf 5V2 Millionen Pfund, für die die rumänische ~ Schatzanwe isungen ausgeben

Paris in Erwartung der Antwort Moskaus.

Vorerst noch keine Entsendung eines französischen Generals.

Paris, 13.Juli. (Europapreß.) In Zusammen­hang mit Gerüchten über die Entsendung eines französischen Generals n ach Moskau zur Einleitung von militärischen Be­sprechungen zwischen Frankreich, England und der Sowjetunion nennt dieEpoque" den Namen des französischen Generals C o l s o n, der Chef des Ge­neralstabes der französischen Landarmee und Mit­glied des Obersten Kriegsrates ist. Andere Blätter sagen jedoch, daß gegenwärtig eine Reise eines französischen Generalstäblers nach Moskau nicht in Frage komme. Man erwarte in Paris erst zu Beginn der nächsten Woche die Antwort Mos­kaus auf die neuen französisch-englischen Anregun­gen. Erst nach einer Entscheidung Moskaus für die französisch-britischen Paktvorschläge, von der man noch weit entfernt sei, dürfte die Entsendung eines französischen Generals nach Moskau in Frage kommen.

Oer »Schatz von Bilbao" gehört Spanien.

entscheiden.

Englisch-rumänisches Handelsabkommen.

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14. Ms. pfti lMnt

Schnur wurde aus weißen Haaren eines Roß­schweifes ohne jeden Knoten geköpert. Der Zufall fügte es, daß ich als Junge von sieben oder acht Jahren im Tatarensee einen schweren Hecht fing. Zwar brach der Stock, aber die Schnur hielt aus, und ich schleppte den Hecht ans Land. Von dem Tage an wurde das Angeln bei mir zur Leiden­schaft und ist es geblieben bis auf den heutigen Tag. Ja ich kann sagen, daß ich schon seit Jahren dem Angelsport den Vorzug vor dem Weidwerk gebe.

In späteren Jahren hat sich dann Skowronnek eifrig für eine Verbesserung der Fischereigesetzgebung eingesetzt und seine ganze Persönlichkeit in bte Waagschale geworfen, um das Schicksal der Fischer zu verbessern. Er gründete den Fischereibund, in dem alle am Haff und der pommerschen Seeküste bestehenden Vereine zusammengeschlossen waren und schuf ein Blatt für diesen Fischerbund, denBe­rufsfischer", das er ganz allein schrieb. Dieser Bund hat vieles erreicht.Manche unnütze Verordnung wurde stillschweigend aufgehoben", berichtete Skow­ronnek,die Strafen, die früher hageldicht auf die Fischer niedersausten, verminderten sich. Es freut mich noch jetzt, daß ich auch noch einen Teil zu dieser Besserung beigetragen habe. Und unvergeßlich nor­den mir die vielen Stunden sein, die ich unter diesen einfachen Menschen verlebt habe, nicht nur bei ihren Festen und Versammlungen, sondern auch bei mancher flotten Segelfahrt auf dem Haff, wenn ich

" besuchte, um sie in ihrer Treue^ zu

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fangreiche Bauwerk mit seinen Wällen, Gräben, j Zugbrücken, Höfen und Türmen vollkommen zer- 1 stört. Als in der Nacht der Herzog de Larochefou- cauld-Liancourt mit der Schreckensmeldung m das Schlafzimmer Ludwigs XVI. zu Versailles zu drin­gen wagte, sagte der König fassungslos:Aber das ist ja eine Revolte!"Nein, Sire , entgegnete der Herzog,das ist eine Revolution!" So steht es in allen französischen Schullesebüchern, so beraten die offiziellen Geschichtsschreiber der Dritten Republik. Das ist diö Legende vom Sturm auf die Bastille.

Wie sah die Wirklichkeit aus?Die Bastille, die schlecht verteidigt war, wurde genommen von eini­gen Soldaten und einer Rotte Elender... Die Pa­riser, stets neugierig und geschwätzig liefen aus Sensationslust herbei." Dieses zeitgenössische Urteil stammt nicht von einem Reaktionär; es wurde von einem der radikalsten Revolutionsmanner gefallt, von Marat, der später unter dem Dolch der Char­lotte Corday fiel. Auf den Bildern und Stichen die man vielfach in Pariser Sammlungen antrifft, sieht man stets ein Gewimmel piken- und sensen- )cmaffneter Bürger, die mit Todesverachtung gegen die hohen Bastionen anstürmen, von denen Geschütze und Flintensalven Tod und Feuer zwischen die Freiheitskämpfer speien. Nun, die Geschütze der Festung sind überhaupt nicht in Tätigkeit getreten. Aus Verlangen einer Volksabordnung hatte sie der Kommandant zurückziehen und die Schießscharten mit Brettern verschlagen lassen, damit ihr Anblick nicht herausfordernd auf die Bevölkerung von Sankt Antoine wirke. Die Belagerer wiederum hatten wahre Museumsstücke herbeigeschleppt, darunter zwei Kanonen, die der König von Siam einst Lud- rvia XIV. geschenkt hatte, und die seit vielen.Jahren im Arsenal gestanden hatten. Sie waren zwar präch­tig ziseliert, aber ihr artilleristischer Wert wenn man überhaupt passende Munition hatte ist sicher nicht besonders groß gewesen. Die Besatzung der Bastille bestand aus etwa dreißig Schweizer Gar­disten und einigen Dutzend Jnvalid^i. Auf ihr Drängen ließ am Nachmittag der Kommandant, Herr de Launay, die weiße Flagge hissen und Scha­rade schlagen, er übergab die Festung der Pariser Stadtverwaltung. Man sicherte der Besatzung freies Geleit zu Eine halbe Stunde später ^wontte der abgeschnittene Kopf de Launys auf einer Pike durch apgeiupnut..... f PrfAntf der HaK-

geben, das in der überwiegend deutschen Stadt trotz aller behördlichen Unterstützungen bislang nicht in der Lage war, ein eigenes Theatergebäude zu schaf­fen. Der polnische Wojewode Dr. Graczynski erklärte, daß die öffentliche Sicherheit in der pol­nischen Grenzzone die Einstellung der Tätigkett des Deutschen Theatervereines erfordere.

den damaligen rotspanischen Machthabern auf Schif­fen nach Frankreich verschleppt worden.

Roosevelt gibt sich nicht zufrieden.

Eine neue Kriegseinmischungs-Borlage.

Washington, 13. Juli. (Europapreß. Funk­spruch.) In politischen Kreisen Washingtons wird die Auffassung vertreten, das Weiße Haus werde sich mit der Niederlage, die Roosevelt im Senats- ausfchuß mit seiner Kriegseinmischungsvorlage hin­nehmen mußte, nicht zufrieden geben. Am Mittwoch verlautete, Roosevelt bereite eine neue Neutralitätsvorlage vor. Er versuche gleichzeitig, durch eine Sonderbotschaft an den Kongreß die Neutralitätsfrage in seinem Sinne zu entscheiden. Staatssekretär Hüll hatte mit dem Präsidenten eine Unterredung^ Hüll verwei­gerte jedoch beim Verlassen des Weißen Hauses jede Erklärung.

Wie unzufrieden man mit Roosevelts Scharf­macherei in weiten Kreisen ist, geht aus einem Leit­artikel derNew Yorker Sun" hervor, in dem be­tont wird, Roosevelts ungerechtfertigten alarmie­renden außenpolitischen Aeußerungen, die lediglich die Ablenkung von den innenpoliti­schen Fehlschlägen bezweckten, hätten ihn weithin in Mißkredit gebracht. Daneben habe seine Tätigkeit den schwerwiegenden Verdacht aus- gelöst, er sei bestrebt, bei Behandlung der diplo­matischen Probleme gewisse verfassungsmäßig vor­gesehene Körperschaften zu übergehen und selbst­herrlich über Krieg und Frieden zu

tive Höllenmaschine übersandt hatte. Diel Staat ließ sich mit diesenOpfern des Despotismus" nicht machen. Immerhin wurde der vermindert zurech­nungfähige Attentäter auf das Königsliebchen als Märtyrer gefeiert, und noch heute kann man im Museum Camavalet die selbstgeknüpfte Strickleiter sehen, mit deren Hilfe er einen seiner Flucht­versuche unternommen hat.

Im reoolutibnären Rausch nach dein Fall des Zweiten Kaiserreiches hatte man den Tag des Bastille-Sturms zum Nationalfeiertag erklärt. In­zwischen sind sechzig Jahre vergangen, und als die Republik in diesen Wochen die Feiern für Die hun­dertfünfzigste Wiederkehr dieses Tages vorbereitete, schrieb sogar ein radikalsozialistischer Abgeordneter, der Kammerpräsident Herriot, in einem Pariser Abendblatt:Ich persönlich halte nicht übermäßig viel von der Einnahme der Bastille... Die Aktion des Volkes, die sich gegen diese Festung richtete, hatte hauptsächlich symbolischen Wert." Sind diese Worte von einem hervorragenden Mitglied der Linken gerade im Jubiläumsjahr gesprochen, nicht ein deutliches Zeichen für die Götterdämmerung unserer Tage, in der die Ideen der großen Revolu­tion dem Untergang bestimmt sind?

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wird, die mit 5 v. H. bei einer Laufzeit von zwanzig Jahren verzinst werden. Rumänien wird in Eng­land auf dem freien Markt für 750 000 Pfund Baumwollwaren, Naturwolle und Kammgarn kaufen.

Zur Bezahlung dieser Waren werden 650 000 Pfund der Kreditgarantie entnommen, während 100 000 Zfund zu Lasten des bereits bestehenden anglo-ru- mürrischen Clearingfonds gehen werden.

Kleine politische Nachrichten.

Die Stadt Heidelberg verlieh am Tag des Beginns der Reichsfestspiele 1939 Reichsminister Dr. Goebbels als Schirmherr der Reichsfestspiele das Ehrenbürgerrecht. Oberbürgermeister Dr. Neinhaus überreichte dem Reichsminister den künstlerisch ausgeführten Ehrenbürgerbrief.

Der italienische Minister für Volkskultur, Dino Alfieri , wird auf Einladung des Reichsmmlsters für Dolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, am Tag der Deutschen Kunst in München teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit werden die in Wien begonnenen Besprechungen zwischen Dr. Goeb- bels und Alfieri ihre Fortsetzung finden.

Der Stabschef der SA. hat den Chef des Führungshauptamtes Obergruppenführer I ütt ne r und den Chef des Verwaltungsamtes der Obersten SA.-Führung Gruppenführer Mappe s zu Be­sprechungen über die Neugliederung der SA. sowie über Aufbau und Ausrüstung der Wehrmannschaften empfangen. Das Ergebnis wird seinen Niederschlag in einer schnellen Beendigung der auf diesem Gebiet eingeleiteten Maßnahmen finden.

Bet Fuhr» überzeugt- sich Dom Forsichreiten der letzten Vorbereitung-arbeit-n sur die G r o tz e D eutscheKunstausstellung.die er am kommenden Sonn ag m Munch en eröffnen wird, durch eine Besichtigung im chaus der Deutschen Sunft. u"fer ®'*b .be" Führermit dem Präsidenten der Reichskammer der bildenden Künste Professor Z egler (neben ihm), Direktor Kolb vom Haus der Deutschen Kunst und Prose sor Heinrich Hoff mann (rechts) auf der Terrasse. (Presse-Jllustrattonen-Hoffmann-M.)

Kunst und Wissenschaft.

Beginn der Reichsfestspiele in Heidelberg.

Unter den Augen ihres Schirmherrn Reichsmini- sters Dr. Goebbels nahmen im Heidelberger Schloßhof die Reichsfestspiele mit der Aufführung von Shakespeares S o mm e r n a ch t s tra um ihren Anfang. Mit Dr. Goebbels wohnten auch Gauleiter unb Reichsstatthalter Robert Wagner und Ministerpräsident Köhler der Aufführung bei. Weiter sah man zahlreiche namhafte Persönlich­keiten aus Partei, Staat, Wehrmacht, Wissenschaft unb Kunst. Wie in früheren Jahren, so bewies die diesmal von Hans Schweikart inszenierte und musikalisch nach Motiven von Karl Maria von We­ber ausgestattete Aufführung wieder ihren unver­gänglichen Zauber. Erste Kräfte setzten sich für das Spiel ein, so Paul Kemp (Zettel, der Weber), Arnim S ü ß e n g u t h (Philosttat), Wilfried Sey- f e r t h als Puck. Das eindrucksvolle Spiel erntete lebhaften Beifall.

Deutsches Haydn-Fest in Bad Ems.

Unter der Schirmherrschaft des Reichsministers Rust findet in Bad Ems vom 20. bis 23. Juli bas 2. Deutsche Haydn-Fest statt, es will von der künstlerischen Persönlichkeit des klassischen Mei­sters ein allseitiges Bild geben, um auf die Haydn- pflege unserer Zeit anregend einzuwirken. Die mu­sikalische Gesamtleitung des Festes hat Kapellmeister Hans Leger.

Aus aller Welt.

Ein Forschungsinstilul für Fremdenverkehr in Frankfurt.

Im Laufe dieses Sommers wird in Frankfurt a. M. ein wissenschaftliches Institut eröffnet werden, dessen Arbeiten sich vor allem auf die Erforschung wirtschaftspolitischer unb statistischer Fragen des Fremdenverkehrs erstrecken werden, das voraussichtlich den NamenHermann-Esser- Reichsinstitut des Fremdenverkehrs erhalten wird. Reichsbahn, Schiffahrt, Luftverkehr, : Gaststätten und Beherbergungswesen werden in den : Untersuchungsbereich einbezogen. Auch wichtige Dor- i gänge im Ausland sollen beobachtet und ausgewer-

enenne ich im Einvernehmen mit dem Reichs- rinister des Innern den Pg. Dr. med Paulstich (Berlin)" Gleichzeitig hat Hauptamtsleiter Ulgenfeldt die Mitarbeit des Hauvt- tmtes für Volkswohlfahrt der NSDAP. Urch eine Anordnung sichergestellt, durch die die jräfte der NSV. an der Arbeit maßgebend be- liligt werden. Grundsätzlich unterstehen alle den Mißbrauch der Genußgifte bekämpfenden Vereine h dieser Frage der Reichsstelle. Der Deutsche Bund ur Bekämpfung der Alkoholgefahren und der deutsche Bund zur Bekämpfung der Tabakgefahren teten in eine enge Arbeitsverbindung mit der reuerridjtetenReichsstelle".

GchneUe Truppen".

Eine neue Waffengattung des Heeres.

Der Oberbefehlshaber des Heeres gibt den Erlaß iber die neue WaffengattungSchnelle Truppen betannt. Darin wird bestimmt, daß Panzer- truppe und Kavallerie zu einer em» eitlidjen neuen Waffengattung .Schnelle Truppen" zufammengefaßt wer- hen. Zu dieser WaffengattungSchnelle Trmppen gehören: Panzerregimenter, Panzerabwehrabtenun- ien, motorisierte Schützenregimenter, Kradschutzen- iataillone, Reiter- und Kavallerieregimenter, Rad- ! ahrabteilungen und motorisierte Aufklärungsabtel- Ungen. Die Waffenfarben sind bei den Zanzereinheiten rosa, wobei die Adwehr- ' -iinheiten einP" auf der Achselklappe tragen, die Schützenabteilungen wiesengrün mit einem K" für die Kradschützen und bei den Einheiten der Kavallerie- und Reiter-Regimenter -wie der Radfahrabteilung 1 goldgelb mit inem R" auf der Achselklappe der Radfahrer. Die Waffenfarbe der Einheiten der motorisierten lu Märungsabteilungen ist kupferbraun. Die BezeichnungSchwadron" führen lediglich alle Einheiten der Reiter- und Kavallerieregimenter wwie der Radfahrabteilung 1. Offiziere dieser Ein­heiten im Hauptmannsrang führen die Bezeichnung Rittmeister". Alle übrigen Einheiten heißenKom­panie", ihre Offiziere im HauptmannsrangHaupt- irann". Die Neuregelung tritt mit dem 19. Septem­ber 1939 in Kraft.

Mit Granatwerfer und Maschinen­gewehr auf den Groß-Glockner.

Einem fünf Mann starken Spähtrupp der Salzburg er Gebirgsjäger ist es nach Ifftünbiger härtester Eisarbeit gelungen, den Gipfel fies Groß-Glockner über die Pallavicini-Rinne, »inem der schwierigsten Eisanstiege der Ostalpen, «u bezwingen. Die Rinne, die von der Scharte zwi- - chen dem Groß-Glockner und dem Klein-Glockner- Mpfel zum Teil fast senkrecht gegen die Pasterze hinabsteigt, wurde bei ungünstigen Ver­hältnissen in voller Ausrüstung mit eichten Granatwerfern und Maschinengewehren durchstiegen. Die Soldaten mußten zur Bezwingung Ver Rinne allein über 2500 Stufen ins Eis schlagen. Diese hervorragende Leistung ist ein neuer Beweis für die Einsatzfähigkeit unserer Wehrmacht auch in sschwierigstem hochalpinen Gelände. Die Pallavicini- Minne galt früher als schwerste Eistour und wurde serstmals im Jahre 1876 von dem Markgrafen SPallavicini mit drei Bergführern aus Heiligenblut

Ah! ?a ira, ga ira, ?a ira Les aristocrats ä la lanterne ..

Und die Gefangenen, die in den unterirdischen Verliesen schmachteten? Es waren ganze sieben. Em Geisteskranker, vier Wechselfälscher und jener öa- tude-Danry, der einst der Pompadour eine primi-

Die britische Regierung hat der griechischen Re­gierung eine Garantie für rund 2 M i l Ito nen Pfund zur F i n a n z i e r u n g g r i e ch t- scherKäufeinEngland gegeben. Die Zmsen belaufen sich auf 5 v. H. jährlich, und der Kredit ist innerhalb van 20 Jahren zurückzuzahlen.

Das _____ , . .

Derbes herausgegebene Zeitschrift , ,

Kunst und deutsches Leben (Verlag Albert Langen- Georg Müller, München) bringt in dem Juli-Heft die leidenschaftliche Erzählung Ludwig Tügels J)er Freundschaft zweiter Satz", eine Ansprache an Bor- ries van Münchhausen, wie sie Moritz Jahn zu des­sen 65. Geburtstag hielt, klare Bilder bayrischer Landschaft von Rudolf Sieck, schwebende Derse Jo­sef Weinhebers, den dramatischen Schluß von Friede­rich Bethges neuem WerkRebellion um Preußen und Martin Raschkes Tagebuch-Gedanken. Gedan- tenforberungen an das neue Drama trägt der junge Fr. W. Hymmen vor, Gedanken um das politische Drama entwickelt H. G. ©opfert im Anschluß an eine Aufführung von Paul Ernst'sDemetrios , und nicht zuletzt steht das Bekenntnis des Reichsdrama- turgen Rainer Schlösser zu Paul Ernst als zu der fast einzigartigen großen Persönlichkeit, die berufen ist,Menschen zu ändern und ihre Seele zu btl-

Paris 13.Juli. (Europapreß.) Das Berufunas- gericht von Poitiers hat in dem Prozeß über Die Besitzverhältnisse des sog. .Schatzes von Bil­bao" zu Gunsten b er neuen s p ani- scheu Regierung entschieden und verfugt, daß die Rückerstattung sofort erfolgen muß. Dieser Schatz im Wert von 15 Milliarden Franken, der m neuntausend Kisten verpackt ist, war kurz vor der Einnahme Bilbaos durch die Franco-Truppen von Regierung

Staub werden müsse . ., nhfl'Pirhmnene jtuui vc->i - r

Als nun im Sommer 1789 alle Errungenschaften £WynJ) v' erften Male erscholl der Haß- der jungen Nationalversammlung bedroht schienen, . ^nmne der Revolution:

der beliebte Finanzminister Necker entlassen wurde, gesang, oie sn . . . __

der König Truppen zusammenzog und ein Staats­streich zu drohen schien: da erscholl in allen Pariser Stadtvierteln der RusZu den Waffen!" Im Sturm wurde das Bollwerk des Despotismus genommen, die Gefangenen, die als Opfer der königlichen Will­kür in den Kerkern schmachteten, befreit, das um-