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Schluß der Ostpreußenfahrt.
Mit der letzten Tagesstrecke von Marienburg nach dem Ausgangsort Königsberg wurde am Freitag die dreitägige Ostpreußenfahrt für Krafträder und -wagen zu Ende geführt. Die nur 250 km lange Etappe wurde durch zwei Sonderprüfungen erschwert. Auf dem Wege hatten die 312 Teilnehmer, von denen 108 ohne Strafpunkte waren, bei gutem Wetter wieder unter dichten Staubwolken zu leiden. Bei der ersten Sonderprüfung bei Bahnau waren 2 km Querfeldeinfahrt zu bewältigen, bei der die verhältnismäßig kurze Höchstzeit manchem Fahrer zum Verhängnis wurde, lieber hügeliges Gelände und durch tiefen Sand waren die Wagen zu steuern, und etwa 36 Teilnehmer wurden hier mit Strafpunkten belastet. Ebenso groß war die Zahl der Strafpunkt-Empfänger bei der zweiten Prüfung auf dem Truppenübungsplatz
S t a b l a k, wo eine Ohnehaltfahrt bei den geforderten Schwierigkeiten für Sichtung sorgte.
Die genaue Zahl der Strafpunktfreien war am Freitagabend noch nicht zu erfahren. Mehr als sechzig werden aber kaum übrig geblieben fein.
Christel Cranz und Fritz Müller ausgezeichnet.
Italiens Hochschulsportler Haden zwei Studenten- Weltmeistern und damit gleichzeitig Deutschlands Hochschulsport eine große Ehrung erwiesen. Christel Cranz (Freibura) und Fritz Müller (Kiel), der hervorragende Zehnkämpfer, haben eine Einladung erhalten, an den vom 15. bis 18. Mai in Florenz stattfindenden Littoriali des Sports, dem Treffen der italienischen Hochschulsportler, als Ehrengäste teilzunehmen. Beide werden der ehrenvollen Einladung Folge leisten.
„Rund um die Gießener Anlagen."
Was bringt der morgige Großffaffellauf?
Wie alljährlich, so hat auch diesmal die Ortsgruppe Gießen des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen die Gießener Vereine und Formationen zum Großstaffellauf „Rund um die Anlagen" aufgerufen. Diese Veranstaltung, die ihren Werbecharakter für den deutschen Sport immer mehr gesteigert hat, wird auch morgen ihre Anziehungskraft nicht verfehlen. Dadurch, daß nicht weniger als sieben Klaffen gebildet sind, ist die Möglichkeit für ausgeglichene und spannende Kämpfe gegeben. Wen sehen wir morgen Vormittag am Start?
In der H a u p t k l a s s e (10 Säufer; Streckenaufteilung: 200, 200, 400, 1000, 400, 200, 200, 200, 100, 100 Meter; Start: am Stadttheater) treffen SA.-Kampffpielgemeinschaft und Universität aufeinander. Man darf die SA.-Männer als die ausgeglichenere Mannschaft und somit als Favorit ansehen. Leider fehlen die beiden Gießener Sportvereine, Spielvereinigung 1900 und VfB -Reichsbahn, die infolge Erkrankungen bzw. Abstellungen zu Formationen Mannschaftsschwierigkeiten haben.
Die für nichtrasensvorttreibende Vereine eingerichtete Klasse B (Streckeneinteilung wie Hauptklasse) sieht den Schiklub mit dem Ruderklub „Has- sia" im Kampf. Man darf ein ausgeglichenes Rennen erwarten.
In der Sonderklasse für Formationen (Streckeneinteilung wie Hauptklasse) ist das Feld zwar auch nicht so groß- wie in den Vorjahren, jedoch glauben wir, daß das sportliche Niveau dieses Wettbewerbs dadurch kaum notleiden wird. Da- für bürgen vor allem die in ausgezeichneter Besetzung antretenden Mannschaften der Luftwaffe und des II. Bataillons JR. 116. Auch das Nationalsozialistische Fliegerkorps dürfte zu beachten sein.
Die Jugendklas.se (15 Läufer, Streckenaufteilung: 100, 100, '100, 100, 200, 200, 1000, 400, 200, 100, 100, 100, 100, 100, 100 Meter; Start: am Stadttheater) ist unterteilt in eine solche für Vereins- (Leistungssport-) und in eine solche für HI.- Mannschaften. Bei den Dereinsmannschasten kämpfen die alten Rivalen VfB.-Reichsbahn und Spiel- vereiniguna 1900 gegeneinander, bei den HI.-Einheiten greifen sieben Gefolgschaften nach der Siegespalme.
In der Frauenklasse (10 Läuferinnen über je 100 Meter; Start an der Gabelsbergerstraße) sind ebenfalls zwei Gruppen gebildet: die Vereins- Mannschaften und die BDM.-Vertretungen der einzelnen Ortsgruppen. Für letztere ist eine Voraus- sage nicht möglich; bei dem Lauf der Vereine werden die DfBerinnen versuchen, den Wanderpreis mit Erfolg zu verteidigen. Ob dies allerdings die Mtv.-Mädel zugeben, muß der Kampf selbst zeigen.
Fußball her heimischen Mnnschasten.
Pokalspiele in Südwest und Hessen.
Zn den Gauen Südwest und Hessen wird der Kampf um den Tschammerpokal am 21. Mai mit der zweiten Hauptrunde fortgesetzt. Wieder gibt es einige interessante Paarungen, in denen man abermals den ehrgeizigen Bezirksklassenvereinen eine gute Rolle zutrauen darf. Es spielen:
In S ü d w e st : Eintracht Frankfurt — Viktoria Walldorf; FV. Biebrich 02 oder VfL. Friesenheim — FSV. Frankfurt; SV. Wiesbaden — SV. Flörsheim 09; Borussia Neunkirchen oder FV. Kusel — FD. Saarbrücken.
In Hessen: SV. Kassel — Kurhessen Kassel; SpD. 06 Alsfeld — GfL. Wilhelmshohe-Kassel; Borussia Fulda — Kickers Obertshausen; TSG. Rodtheim — VfB. Friedberg; VfB. Großaüheim — Germania Niederrodenbach; Kewa Wachenbuchen — Sportfreunde Frankfurt.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
1900 — Rieder-Florstadt.
Die Blau-Weißen empfangen am morgigen Sonntag den Fußballsportverein Nieder-Florstadt zum Gesellschafts-Rückspiel. Die Gäste, unter dem Namen „Hübner-Elf", durch den bekannten Mittelstürmer Hübner, wohl besser bekannt, stehen im Sportkreis Friedberg mit an führender Stelle. Und gerade in diesem Jahre kam dies deutlich zum Ausdruck, denn als die vom Militär zurückgekehrten Spieler wieder zur Verfügung standen, wurden fast alle Spiele gewonnen. Ganz ließ sich der vorher verlorengegangene Boden aber nicht mehr aufholen, und so müssen die Florstädter ihre Ansprüche auf die Meisterschaft, die dem „Phönix" Bad Vilbel schon sicher war, durch den „Fall Massenheim" jetzt aber an Bad Homburg fallen kann, auf das nächste Jahr verschieben. Für die Blau-Weißen bedarf es daher schon einer der verflossenen Sonntage gleichenden Leistung, wenn die beim Vorspiel erlittene knappe Niederlage ausgeglichen werden soll. Das Antreten mit der stärksten Elf genügt jedenfalls nicht, selbst, wenn man den Platzvorteil in Rechnung stellt.
1900 II. — Nieder-Florstadt II.
Beim Spiel der Reserven darf man den Blau- Weißen schon ein gewisses Plus einräumen, denn die letzten Ergebnisse der Platzbesitzer beweisen, daß die Mannschaft z. Z. in guter Verfassung ist.
Spielvereiniqunq 1926 Leihgestern
Am morgigen Sonntag stehen sämtliche Mannschaften der Spieloereinigung 1926 Leihgestern im Kampf.
Die 1. Mannschaft, die sich in letzter Zeit wieder zur alten Form emporgeschraubt hat, fährt zur 1. Mannschaft des To. Klein-Linden, um dort ein fälliges Rückspiel auszutragen. Die Leihgesterner, die in Heuchelheim ein klares 4:0 errangen, werden den Gegner nicht unterschätzen dürfen, denn Klein- Linden versteht immer noch zu spielen, um so mehr, wenn es gegen einen besseren Gegner geht. Aus diesem Grunde dürfen sich die Blau-Weißen keinen Scherz erlauben, und sie müssen von Anfang an auf Sieg spielen. Trotz allem Für und Wider erwarten wir einen Sieg der Blau-Weißen, die mit folgender Mannschaft das Spiel bestreiten: Krick; Brückel, Velten; Faber, Brunotte, Textor; Martini, Väth, Schäfer, Funk und Laux.
Die 2. Mannschaft empfängt die 1. des SD. Nie- der-Weisel und hat die noch in Erinnerung liegende 6:0-Niederlage gutzumachen. Ob dies allerdings gelingt, bleibt abzuwarten.
Die Jugendmannschaft empfängt die Jugendmannschaft des Lokalrivalen ebenfalls zum Gesellschaftsspiel. Beide Mannschaften dürften gleichstark fein, so daß eine Voraussage ungewiß ist.
S. f. K Lich.
Lich I — Butzbach fomb.
Lich Jugend — Butzbach Jugend.
Nachdem die Rasenspieler vergangenen Sonntag mit ihrer Ersten und der Jugendelf in Butzbach weilten, empfangen sie schon am morgigen Sonntag die Butzbacher auf eigenem Platz. Nach den in Butzbach gezeigten Leistungen sollte man eigentlich die Grünweißen auf heimischem Gelände als Sieger erwarten können. Zu bedenken ist nur, daß die Einheimischen bei den derzeitigen Gesellschaftsspielen immer wieder neue Spieler ausprobieren und man so eine konstante Leistung schwer voraussagen kann. Anderseits werden die Gäste durch Verstärkung ihrer Mannschaften alles versuchen, um ein günstiges Ergebnis zu erspielen.
Sportgemeinde Steinbach.
Die neugegründete Sportgemeinde Steinbach beabsichtigt, am morgigen Sonntag einen Sportwerbe- tag durchzu führen. Schon am Samstagnachmittag wird mit den leichtathletischen Wettkämpfen begonnen. Sonntagmorgen beginnen die Wettkämpfe für HI., BDM., Aktive sowie Altersklasse; man erwartet rege Beteiligung und gute Leistungen. Auch die Schützenabteilung kommt zur Geltung, da man ein Schießstand errichtet hat.
Um 11 Uhr beginnen die Fußballwettkämpfe. Als erstes steigt das Spiel der Jugendmannschaften. Hier kann man Voraussagen, daß die Gäste den Sieg mit nach Hause nehmen, denn die Jugend von Steinbach ist noch am Aufbauen. Als zweites Spiel steigt das Schülerspiel; auch hier rechnet man den Gästen den Sieg zu, denn die Schülermannschaft wurde erst vor kurzer Zeit von einem aktiven Trainer übernommen. Nun zu den aktiven Mannschaften. Der Turn- und Spielverein Naunheim hat sich bereiterklärt, an diesem Werbetag zwei aktive Spiele auszutragen. Um 14 Uhr treffen sich die beiden 2. Mannschaften; hier rechnet man mit einem schonen Kamps, der erst nach dem Schlußpfiff des Schiedsrichters beurteilt werden kann, da sich beide Mannschaften noch nicht gegenübergestanden haben. Zum Abschluß steigt das Spiel der beiden 1. Mannschaften; hier rechnet man mit einem Sieg der Gäste, der aber nach den letzten Resultaten des Gastgebers nicht allzu hoch ausfallen dürfte.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Heuchelheim I — Londorf I.
Die Heuchelheimer empfangen den Meister der 2. Kreisklasse zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste bilden eine kampffreudige Einheit, die den ersatzgeschwächten Blau-Weißen den Sieg schwer machen wird. Das Treften bietet besonderen Reiz, da Londorf in den kommenden Punktekämpfen möglicherweise in der gleichen Gruppe wie Heuchelheim spielen wird.
VfB.-Reichsbahn Gießen.
Jugendfuhball.
1. Jugend — Germania 08 Marburg 1. Jugend. 2. Jugend — Rodheim 1. Jugend.
5ür Sonntag sind wieder beide Mannschaften voll besetzt. Beide spielen auf dem Waldsportplatz.
Die 1. Jugend empfängt zum Rückspiel die (Ger
manen aus Marburg. Die Gäste, die auf eigenem Platze eine hohe Niederlage hinnehmen mußten, werden jedenfalls alles daransetzen, um ein gutes Resultat mit nach Hause zu bringen. Die Gießener werden dieses Spiel in bester Besetzung bestreiten, und man erwartet ****** »***♦• ^»Utunq der Mannschaft.
Die 2. Jugend hat sich die 1. Jugend von Rodheim zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Die Gäste, die zur Zeit in einer guten Form sind, werden sich den Sieg nicht nehmen lassen. Die kleinen Gießener stehen hiermit vor einer sehr schweren Aufgabe, die wohl kaum zu losen ist.
Fußball-Großkamps in Watzenborn-Steinberg, Saumeister „Wormatia^ Worms in stärkster Besetzung am Himmelfahrtstag bei den Teutonen in Steinberg.
Die Vereinsleitung der Teutonen in Watzenborn- Steinberg hat sich wieder einmal alle Mühe ge» macht, um einen Großkampf zu bieten. Als Gegner wurde die erste Besetzung von Wormatia-Worms zum Himmelfahrtstag verpflichtet.
Spielte diese Elf auch in der Vorrunde zu den Gruppenspielen um die Deutsche Meisterschaft keine glückliche Rolle, so hat sie doch erst am vergangenen Sonntag bewiesen, daß die Elf in kompletter Aufstellung über erstklassiges Können verfügt. Betrachtet man die Mannschaft im einzelnen, dann kann man wohl sagen, daß einige ganz hervorragende Kräfte darin vorhanden sind. Eckert, Kiefer, Schwindt und neuerdings wieder Fath sind Könner, die zum Teil schon mit größtem Erfolg die Farben des Reiches und des Gaues 13 vertraten. Ein weiterer Beweis für die spielerischen Leistungen der Mannschaft dürfte die Tatsache sein, daß Worms schon dreimal als Meister des Gaues Südwest 13 hervorging. Bereits bei der Jubiläumsfeier im Jahre 1937 begeisterten die Wormser mit ihrer anständigen und technisch hochstehenden Spielweise die zahlreichen Zuschauer in Watzenborn- Sternberg. Damals verloren die Teutonen glatt mit 6:0, was auch dem Spielverlauf entsprach.
Die Aussichten der Steinberger für den kommenden Kampf sind nun auch sehr gering. Aber es soll ja ein Lehrspiel für den Bezirksmeister sein, und die Teutonen werden gut tun, wenn sie von diesem Gegner manches erlernen würden. Vielleicht wird den Wormsern diesmal der Sieg nicht so glatt zufallen, da die Platzbesitzer seit 1937 einen erheblichen Formanstieg zu verzeichnen haben, der auch durch die Mißerfolge der jüngsten Zeit nicht zu verwischen ist.
Nach einer gestern eingetroffenen Meldung aus Worms spielt die Meistermannschaft in der gleichen Aufstellung, mit der sie am vergangenen Sonntag dem FC. Schalke 04 die erste Niederlage in den Gruppenspielen beibrachte. Auch dies dürfte ein Beweis dafür fein, daß die Wormser bestrebt sind, wieder in Watzenborn-Steinberg ein Spiel zu zei- gen, von dem auch der letzte Zuschauer begeistert werden soll. Folgende Besetzung wurde gemeldet:
Schwindt
Hartmann Kem
Zimmermann Kiefer Herbert .Stahl Lehr Eckert Busam Fath
tim den Ausstieg in die Gauklasse.
Entscheidungsspiel Hörnsheim — Kirch-Göns.
Wird die Frage nach dem Aufstieg in die Gau^ klaffe am morgigen Sonntag beantwortet? Wird Kirch-Göns auch in Hörnsheim gewinnen, ober ist die Platzmannschaft in der Lage, sich für die im Vorspiel erlittene unverdiente Niederlage schadlos zu halten? Ein,Sieg der Gäste bedeutet die Entscheidung. Denn es ist praktisch ausgeschlossen, daß Kirch-Göns dann noch eines der zwei auf feinem Platz stattfindenden Treffen verlieren wird. Gewinnt Hörnsheim, so ist die Aufstiegsfrage auch weiterhin ungeklärt, weil dann ein Entscheidungsspiel notwendig werden wird, zumal auch hier kaum noch mit einer Ueberraschung gerechnet werden kann.
Daß beide Gegner spielen können, haben sie oftmals bewiesen. Wer diesmal die größten Aussichten hat, Sieger zu werden, steht dahin. Es mag sein, daß, vom rein spielerischen Standpunkt aus gesehen, Kirch-Göns ein kleines Plus hat. Hörnsheim steht demgegenüber sein eigener Platz, der bekanntlich schon mancher Mannschaft zum Verhängnis geworden ist, zur Verfügung. Den dadurch hervorgerufenen Vorteil wird die Elf naturgemäß in entsprechender Weise ausnutzen. In bezug auf die Leistungen im allgemeinen halten sich _beibe Mannschaften ungefähr die Waage, vielleicht, daß der Sturm der Gäste die größere Durchschlagskraft und den härteren Torschuß besitzt. Das aber allein kann, wie ja das Vorspiel mehr als deutlich gezeigt hat, das Endergebnis bestimmen. Nun hat allerdings Hörnsheim zweckmäßig umgestellt und sich so nicht unwesentlich
zu seinem Vorteil verändert. Das beweisen die Ergebnisse der beiden letzten Spiele. Wird diese Tatsache auch diesmal richtig zum Einsatz gebracht, so liegt ein knapper Sieg durchaus im Bereich der Möglichkeit. Im anderen Falle ist an einem Sieg der Gäste nicht zu zweifeln, zumal dann auch die ausgezeichnete Hintermannschaft nicht alles vereiteln kann.
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Im Pokalspiel (übrigens das erste der 1. Zwischenrunde) stehen in Nauborn Tv. Nauborn und Tv. Hausen gegenüber. Beide Gegner haben
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schon oft und mit wechselndem Erfolg zusammen gekämpft. Diese Tatsache kann heute nicht mehr als Maßstab gelten, weil beide Einheiten neu zusammengestellt sind. Das erste Auftreten hat den Beweis erbracht, daß hier starke Gegner erstanden sind, die sich sicherlich einen spannenden Kampf liefern werden.
Der Freundschaftsspielbetrieb leidet etwas unter dem Handballturnier in Butzbach, an dem sich eine Reihe von Mannschaften unseres Kreises beteiligt.
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
Mlttagsbörse fast ohne Geschäft.
Frankfurt a. M., 12. Mai. Die Umsatztätigkeit an >der Börse hat einen nie gekannten Tiefpunkt erreicht. Trotz der Vielzahl günstiger Nachrichten aus der Wirtschaft, insbesondere weitere Dioiden- benertlärungen, blieb die Kundschaft weiterhin fern, so daß auch die Berufskreise keine Betätigung fanden.
Am Aktienmarkt blieb die Grundhaltung weiter freundlich, die Kurse wiesen aber nach wie vor nur geringe Abweichungen nach beiden Seiten auf. Soweit Veränderungen über 0,25 bis 0,50 v. H. eintraten, beruhten sie auf Zufall. So z. B. bei Aschaffenburger Zellstoff mit 106,50 (104,50). Von den Hauptwerten stellten sich JG.-Farben mit 150, Verein. Stahl mit 102,75 und Mannesmann mit 106,65 unverändert, Reichsbank bei einigem Umsatz 179 bis 178,90 (178,50). Motoren- und Maschinen- werte bröckelten eher etwas ab, Adlerwerk, 103,25 (103,75), . Daimler 139,50 (139,75), Rheinmetall 128,65 (129).
Renten lagen gleichfalls sehr ruhig, nur NF.- Steuergutscheine II im halbamtlichen Verkehr weiter gefragt und auf 99,20 (99,10) befestigt. Kommunal Umschuldung wenig verändert mit 93,65. Die variablen Werte lagen still, Reichsaltbesitz unv. 132, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 125,90. Industrie-Obligationen weiter leicht schwankend, ebenso einzelne Liquidationspfandbriefe, dagegen Goldpfandbriefe und Stadtanleihen ruhig. Von Staats- anleihen 1929er Hessen nach Pause 99,75 (100), von Reichsanleihen 5prozentige von 1927 101,90 (102,25). Reichsbahn-VA. im Verlaufe 126 nach 125,90.
Im Verlaufe ergaben sich vereinzelt leichte Erhöhungen, fo bei Bemberg auf 138,25 nach 137,50, bei Mannesmann auf 107 nach 106,65, im ganzen hielt aber die Geschäfts stille in vollem Umfange an. Von später notierten Papieren, die wenig Abweichung aufwiesen, seien Scheideanstalt mit 202,50 (204), andererseits Deutscher Eisenhandel mit 149,40 (148) und nach Pause Akkumulatoren mit 224,50 (222) erwähnt. Felten trotz der Dividendenerhöhungen ohne Geschäft und 0,50 v. H. schwächer mit 136,25.
Abendbörse kaum verändert.
An der Abendbörse kam es nur ganz vereinzelt zu kleinen Umsätzen, wobei sich die Kurfe kaum veränderten. Holzmann waren 1 v. H. höher gefragt
mit 152 gegenüber einem Berliner Kurs von 152,25, Bemberg tagen 0,50 v. H. niedriger mit 137,75, während bei den übrigen Papieren die Veränderungen nicht über 0,13 bis 0,25 v. H. hinausgingen. U. a. notierten: IG. Farben 150 (150,25), Vereinigte Stahl 103, Mannesmann 106,90 (107), Hoesch 109, Rheinstahl 136,90 (136,65), BMW. 147 (146,75), Adlerwerke 103,25, Daimler 139,50, Deutsche Erdöl 124 (123,75), Scheideanstalt 202,50, Felten 136,25, Gesfürel 133,75 (134), Metallgesellschaft 114,25 (114), Moenus 125, Schuckert 179,75 (180), West- deutsche Kaufhof 105,25. Bankaktien zeigten ebenfalls letzte Kurse, Commerzbank 105,40, Deutsche Bank 111, Dresdner Bank 105,50. Am Rentenmarkt bröckelten Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,25 v. H. ab auf 125,75. Im Freiverkehr nannte man NF- Steuergutscheine II etwas niedriger mit 99,05 bis 99,10 (99,20), Kommunal-Umschuldung mit 93,65 unverändert.
Rundfunkprogramm
Sonntag, 14. Mai.
6 Uhr: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.10: Besinnliche Morgenfeier, mit Werken deutscher Meister. Einlage: Lebendige Geschichte. 9: Von Saarbrücken: „Die Zeit fordert von uns Gehorsam gegen das Gebot der Stunde". 9.30: Chorgesang. 10: Bekenntnisse zur Zeit: Glückliche Jugend Libyens. 10.15: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 11.30: Das Tier und wir. Unterhaltsames und Belehrendes aus dem Frankfurter Tiergarten. 12: Don Berlin: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Von Berlin: Musik am Mittag. 14: Von Stuttgart: Kennt ihr das Land in deutschen Gauen ... 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Von Koblenz: Zeitgenckssische Blasmusik. 16: Von Saarbrücken: Musik zur Unterhaltung. 17 bis 17.10: Sportereignisse des Sonntags: Radrennen rund um Frankfurt. 18: Aus dem Festzelt des Musterdorfes Holzhausen bei Biedenkopf: Froher Dorfsonntag der Jugend, mit der Dorfgemeinschaft aus Anlaß der feierlichen Weihe des Dorfes Holzhausen als Musterdorf durch den Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Sprenger im Rahmen der Gaukulturwoche des Gaues Hessen- Nassau. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. Dom Turf: Henkelrennen. Deutsche Bergmeisterschaft. 20: Nachrichten. 20.15: Walzerseligkeit. 22: Nachrichten. 22.15: Berichte vom volkstümlichen Maienfest auf dem Römerberg. 22.30 bis 24: Unterhaltung und Tanz.
JiiacTMilcUuigin fütTtim u.


