Ausgabe 
13.5.1939
 
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SJl.-tfpOTt

Schluß der Ostpreußenfahrt.

Mit der letzten Tagesstrecke von Marienburg nach dem Ausgangsort Königsberg wurde am Freitag die dreitägige Ostpreußenfahrt für Kraft­räder und -wagen zu Ende geführt. Die nur 250 km lange Etappe wurde durch zwei Sonderprüfungen erschwert. Auf dem Wege hatten die 312 Teil­nehmer, von denen 108 ohne Strafpunkte waren, bei gutem Wetter wieder unter dichten Staubwolken zu leiden. Bei der ersten Sonderprüfung bei Bahnau waren 2 km Querfeldeinfahrt zu be­wältigen, bei der die verhältnismäßig kurze Höchst­zeit manchem Fahrer zum Verhängnis wurde, lieber hügeliges Gelände und durch tiefen Sand waren die Wagen zu steuern, und etwa 36 Teilnehmer wurden hier mit Strafpunkten belastet. Ebenso groß war die Zahl der Strafpunkt-Empfänger bei der zweiten Prüfung auf dem Truppenübungsplatz

S t a b l a k, wo eine Ohnehaltfahrt bei den gefor­derten Schwierigkeiten für Sichtung sorgte.

Die genaue Zahl der Strafpunktfreien war am Freitagabend noch nicht zu erfahren. Mehr als sechzig werden aber kaum übrig geblieben fein.

Christel Cranz und Fritz Müller ausgezeichnet.

Italiens Hochschulsportler Haden zwei Studenten- Weltmeistern und damit gleichzeitig Deutschlands Hochschulsport eine große Ehrung erwiesen. Christel Cranz (Freibura) und Fritz Müller (Kiel), der hervorragende Zehnkämpfer, haben eine Einladung erhalten, an den vom 15. bis 18. Mai in Florenz stattfindenden Littoriali des Sports, dem Treffen der italienischen Hochschulsportler, als Ehrengäste teilzunehmen. Beide werden der ehrenvollen Ein­ladung Folge leisten.

Rund um die Gießener Anlagen."

Was bringt der morgige Großffaffellauf?

Wie alljährlich, so hat auch diesmal die Orts­gruppe Gießen des Nationalsozialistischen Reichs­bundes für Leibesübungen die Gießener Vereine und Formationen zum GroßstaffellaufRund um die Anlagen" aufgerufen. Diese Veranstaltung, die ihren Werbecharakter für den deutschen Sport im­mer mehr gesteigert hat, wird auch morgen ihre Anziehungskraft nicht verfehlen. Dadurch, daß nicht weniger als sieben Klaffen gebildet sind, ist die Möglichkeit für ausgeglichene und spannende Kämpfe gegeben. Wen sehen wir morgen Vormittag am Start?

In der H a u p t k l a s s e (10 Säufer; Strecken­aufteilung: 200, 200, 400, 1000, 400, 200, 200, 200, 100, 100 Meter; Start: am Stadttheater) treffen SA.-Kampffpielgemeinschaft und Universität auf­einander. Man darf die SA.-Männer als die aus­geglichenere Mannschaft und somit als Favorit an­sehen. Leider fehlen die beiden Gießener Sport­vereine, Spielvereinigung 1900 und VfB -Reichs­bahn, die infolge Erkrankungen bzw. Abstellungen zu Formationen Mannschaftsschwierigkeiten haben.

Die für nichtrasensvorttreibende Vereine einge­richtete Klasse B (Streckeneinteilung wie Haupt­klasse) sieht den Schiklub mit dem RuderklubHas- sia" im Kampf. Man darf ein ausgeglichenes Ren­nen erwarten.

In der Sonderklasse für Formatio­nen (Streckeneinteilung wie Hauptklasse) ist das Feld zwar auch nicht so groß- wie in den Vorjahren, jedoch glauben wir, daß das sportliche Niveau die­ses Wettbewerbs dadurch kaum notleiden wird. Da- für bürgen vor allem die in ausgezeichneter Be­setzung antretenden Mannschaften der Luftwaffe und des II. Bataillons JR. 116. Auch das National­sozialistische Fliegerkorps dürfte zu beachten sein.

Die Jugendklas.se (15 Läufer, Streckenauf­teilung: 100, 100, '100, 100, 200, 200, 1000, 400, 200, 100, 100, 100, 100, 100, 100 Meter; Start: am Stadttheater) ist unterteilt in eine solche für Ver­eins- (Leistungssport-) und in eine solche für HI.- Mannschaften. Bei den Dereinsmannschasten kämp­fen die alten Rivalen VfB.-Reichsbahn und Spiel- vereiniguna 1900 gegeneinander, bei den HI.-Ein­heiten greifen sieben Gefolgschaften nach der Sieges­palme.

In der Frauenklasse (10 Läuferinnen über je 100 Meter; Start an der Gabelsbergerstraße) sind ebenfalls zwei Gruppen gebildet: die Vereins- Mannschaften und die BDM.-Vertretungen der ein­zelnen Ortsgruppen. Für letztere ist eine Voraus- sage nicht möglich; bei dem Lauf der Vereine wer­den die DfBerinnen versuchen, den Wanderpreis mit Erfolg zu verteidigen. Ob dies allerdings die Mtv.-Mädel zugeben, muß der Kampf selbst zeigen.

Fußball her heimischen Mnnschasten.

Pokalspiele in Südwest und Hessen.

Zn den Gauen Südwest und Hessen wird der Kampf um den Tschammerpokal am 21. Mai mit der zweiten Hauptrunde fortgesetzt. Wieder gibt es einige interessante Paarungen, in denen man abermals den ehrgeizigen Bezirksklassenvereinen eine gute Rolle zutrauen darf. Es spielen:

In S ü d w e st : Eintracht Frankfurt Viktoria Walldorf; FV. Biebrich 02 oder VfL. Friesenheim FSV. Frankfurt; SV. Wiesbaden SV. Flörs­heim 09; Borussia Neunkirchen oder FV. Kusel FD. Saarbrücken.

In Hessen: SV. Kassel Kurhessen Kassel; SpD. 06 Alsfeld GfL. Wilhelmshohe-Kassel; Borussia Fulda Kickers Obertshausen; TSG. Rodtheim VfB. Friedberg; VfB. Großaüheim Germania Niederrodenbach; Kewa Wachenbuchen Sportfreunde Frankfurt.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 Rieder-Florstadt.

Die Blau-Weißen empfangen am morgigen Sonn­tag den Fußballsportverein Nieder-Florstadt zum Gesellschafts-Rückspiel. Die Gäste, unter dem Namen Hübner-Elf", durch den bekannten Mittelstürmer Hübner, wohl besser bekannt, stehen im Sportkreis Friedberg mit an führender Stelle. Und gerade in diesem Jahre kam dies deutlich zum Ausdruck, denn als die vom Militär zurückgekehrten Spieler wieder zur Verfügung standen, wurden fast alle Spiele ge­wonnen. Ganz ließ sich der vorher verlorengegan­gene Boden aber nicht mehr aufholen, und so müssen die Florstädter ihre Ansprüche auf die Meisterschaft, die demPhönix" Bad Vilbel schon sicher war, durch denFall Massenheim" jetzt aber an Bad Homburg fallen kann, auf das nächste Jahr verschieben. Für die Blau-Weißen bedarf es daher schon einer der verflossenen Sonntage gleichenden Leistung, wenn die beim Vorspiel erlittene knappe Niederlage ausgeglichen werden soll. Das Antreten mit der stärksten Elf genügt jedenfalls nicht, selbst, wenn man den Platzvorteil in Rechnung stellt.

1900 II. Nieder-Florstadt II.

Beim Spiel der Reserven darf man den Blau- Weißen schon ein gewisses Plus einräumen, denn die letzten Ergebnisse der Platzbesitzer beweisen, daß die Mannschaft z. Z. in guter Verfassung ist.

Spielvereiniqunq 1926 Leihgestern

Am morgigen Sonntag stehen sämtliche Mann­schaften der Spieloereinigung 1926 Leihgestern im Kampf.

Die 1. Mannschaft, die sich in letzter Zeit wieder zur alten Form emporgeschraubt hat, fährt zur 1. Mannschaft des To. Klein-Linden, um dort ein fälliges Rückspiel auszutragen. Die Leihgesterner, die in Heuchelheim ein klares 4:0 errangen, werden den Gegner nicht unterschätzen dürfen, denn Klein- Linden versteht immer noch zu spielen, um so mehr, wenn es gegen einen besseren Gegner geht. Aus diesem Grunde dürfen sich die Blau-Weißen keinen Scherz erlauben, und sie müssen von Anfang an auf Sieg spielen. Trotz allem Für und Wider er­warten wir einen Sieg der Blau-Weißen, die mit folgender Mannschaft das Spiel bestreiten: Krick; Brückel, Velten; Faber, Brunotte, Textor; Martini, Väth, Schäfer, Funk und Laux.

Die 2. Mannschaft empfängt die 1. des SD. Nie- der-Weisel und hat die noch in Erinnerung liegende 6:0-Niederlage gutzumachen. Ob dies allerdings ge­lingt, bleibt abzuwarten.

Die Jugendmannschaft empfängt die Jugend­mannschaft des Lokalrivalen ebenfalls zum Gesell­schaftsspiel. Beide Mannschaften dürften gleichstark fein, so daß eine Voraussage ungewiß ist.

S. f. K Lich.

Lich I Butzbach fomb.

Lich Jugend Butzbach Jugend.

Nachdem die Rasenspieler vergangenen Sonntag mit ihrer Ersten und der Jugendelf in Butzbach weilten, empfangen sie schon am morgigen Sonn­tag die Butzbacher auf eigenem Platz. Nach den in Butzbach gezeigten Leistungen sollte man eigentlich die Grünweißen auf heimischem Gelände als Sie­ger erwarten können. Zu bedenken ist nur, daß die Einheimischen bei den derzeitigen Gesellschaftsspielen immer wieder neue Spieler ausprobieren und man so eine konstante Leistung schwer voraussagen kann. Anderseits werden die Gäste durch Verstärkung ihrer Mannschaften alles versuchen, um ein günstiges Er­gebnis zu erspielen.

Sportgemeinde Steinbach.

Die neugegründete Sportgemeinde Steinbach be­absichtigt, am morgigen Sonntag einen Sportwerbe- tag durchzu führen. Schon am Samstagnachmittag wird mit den leichtathletischen Wettkämpfen begon­nen. Sonntagmorgen beginnen die Wettkämpfe für HI., BDM., Aktive sowie Altersklasse; man er­wartet rege Beteiligung und gute Leistungen. Auch die Schützenabteilung kommt zur Geltung, da man ein Schießstand errichtet hat.

Um 11 Uhr beginnen die Fußballwettkämpfe. Als erstes steigt das Spiel der Jugendmannschaften. Hier kann man Voraussagen, daß die Gäste den Sieg mit nach Hause nehmen, denn die Jugend von Steinbach ist noch am Aufbauen. Als zweites Spiel steigt das Schülerspiel; auch hier rechnet man den Gästen den Sieg zu, denn die Schülermannschaft wurde erst vor kurzer Zeit von einem aktiven Trai­ner übernommen. Nun zu den aktiven Mannschaf­ten. Der Turn- und Spielverein Naunheim hat sich bereiterklärt, an diesem Werbetag zwei aktive Spiele auszutragen. Um 14 Uhr treffen sich die beiden 2. Mannschaften; hier rechnet man mit einem scho­nen Kamps, der erst nach dem Schlußpfiff des Schiedsrichters beurteilt werden kann, da sich beide Mannschaften noch nicht gegenübergestanden haben. Zum Abschluß steigt das Spiel der beiden 1. Mann­schaften; hier rechnet man mit einem Sieg der Gäste, der aber nach den letzten Resultaten des Gastgebers nicht allzu hoch ausfallen dürfte.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Heuchelheim I Londorf I.

Die Heuchelheimer empfangen den Meister der 2. Kreisklasse zu einem Freundschaftsspiel. Die Gäste bilden eine kampffreudige Einheit, die den ersatz­geschwächten Blau-Weißen den Sieg schwer machen wird. Das Treften bietet besonderen Reiz, da Lon­dorf in den kommenden Punktekämpfen möglicher­weise in der gleichen Gruppe wie Heuchelheim spie­len wird.

VfB.-Reichsbahn Gießen.

Jugendfuhball.

1. Jugend Germania 08 Marburg 1. Jugend. 2. Jugend Rodheim 1. Jugend.

5ür Sonntag sind wieder beide Mannschaften voll besetzt. Beide spielen auf dem Waldsportplatz.

Die 1. Jugend empfängt zum Rückspiel die (Ger­

manen aus Marburg. Die Gäste, die auf eigenem Platze eine hohe Niederlage hinnehmen mußten, werden jedenfalls alles daransetzen, um ein gutes Resultat mit nach Hause zu bringen. Die Gießener werden dieses Spiel in bester Besetzung bestreiten, und man erwartet ****** »*** ^»Utunq der Mann­schaft.

Die 2. Jugend hat sich die 1. Jugend von Rodheim zu einem Freundschaftsspiel verpflichtet. Die Gäste, die zur Zeit in einer guten Form sind, werden sich den Sieg nicht nehmen lassen. Die kleinen Gießener stehen hiermit vor einer sehr schweren Aufgabe, die wohl kaum zu losen ist.

Fußball-Großkamps in Watzenborn-Steinberg, SaumeisterWormatia^ Worms in stärkster Besetzung am Himmelfahrtstag bei den Teutonen in Steinberg.

Die Vereinsleitung der Teutonen in Watzenborn- Steinberg hat sich wieder einmal alle Mühe ge» macht, um einen Großkampf zu bieten. Als Gegner wurde die erste Besetzung von Wormatia-Worms zum Himmelfahrtstag verpflichtet.

Spielte diese Elf auch in der Vorrunde zu den Gruppenspielen um die Deutsche Meisterschaft keine glückliche Rolle, so hat sie doch erst am vergangenen Sonntag bewiesen, daß die Elf in kompletter Auf­stellung über erstklassiges Können verfügt. Be­trachtet man die Mannschaft im einzelnen, dann kann man wohl sagen, daß einige ganz hervor­ragende Kräfte darin vorhanden sind. Eckert, Kiefer, Schwindt und neuerdings wieder Fath sind Könner, die zum Teil schon mit größtem Erfolg die Farben des Reiches und des Gaues 13 vertraten. Ein weiterer Beweis für die spielerischen Leistungen der Mannschaft dürfte die Tatsache sein, daß Worms schon dreimal als Meister des Gaues Süd­west 13 hervorging. Bereits bei der Jubiläums­feier im Jahre 1937 begeisterten die Wormser mit ihrer anständigen und technisch hochstehenden Spiel­weise die zahlreichen Zuschauer in Watzenborn- Sternberg. Damals verloren die Teutonen glatt mit 6:0, was auch dem Spielverlauf entsprach.

Die Aussichten der Steinberger für den kommen­den Kampf sind nun auch sehr gering. Aber es soll ja ein Lehrspiel für den Bezirksmeister sein, und die Teutonen werden gut tun, wenn sie von diesem Gegner manches erlernen würden. Vielleicht wird den Wormsern diesmal der Sieg nicht so glatt zufallen, da die Platzbesitzer seit 1937 einen erheb­lichen Formanstieg zu verzeichnen haben, der auch durch die Mißerfolge der jüngsten Zeit nicht zu verwischen ist.

Nach einer gestern eingetroffenen Meldung aus Worms spielt die Meistermannschaft in der gleichen Aufstellung, mit der sie am vergangenen Sonntag dem FC. Schalke 04 die erste Niederlage in den Gruppenspielen beibrachte. Auch dies dürfte ein Be­weis dafür fein, daß die Wormser bestrebt sind, wieder in Watzenborn-Steinberg ein Spiel zu zei- gen, von dem auch der letzte Zuschauer begeistert werden soll. Folgende Besetzung wurde gemeldet:

Schwindt

Hartmann Kem

Zimmermann Kiefer Herbert .Stahl Lehr Eckert Busam Fath

tim den Ausstieg in die Gauklasse.

Entscheidungsspiel Hörnsheim Kirch-Göns.

Wird die Frage nach dem Aufstieg in die Gau^ klaffe am morgigen Sonntag beantwortet? Wird Kirch-Göns auch in Hörnsheim gewinnen, ober ist die Platzmannschaft in der Lage, sich für die im Vorspiel erlittene unverdiente Niederlage schadlos zu halten? Ein,Sieg der Gäste bedeutet die Ent­scheidung. Denn es ist praktisch ausgeschlossen, daß Kirch-Göns dann noch eines der zwei auf feinem Platz stattfindenden Treffen verlieren wird. Ge­winnt Hörnsheim, so ist die Aufstiegsfrage auch weiterhin ungeklärt, weil dann ein Entscheidungs­spiel notwendig werden wird, zumal auch hier kaum noch mit einer Ueberraschung gerechnet wer­den kann.

Daß beide Gegner spielen können, haben sie oft­mals bewiesen. Wer diesmal die größten Aussichten hat, Sieger zu werden, steht dahin. Es mag sein, daß, vom rein spielerischen Standpunkt aus gesehen, Kirch-Göns ein kleines Plus hat. Hörnsheim steht demgegenüber sein eigener Platz, der bekanntlich schon mancher Mannschaft zum Verhängnis gewor­den ist, zur Verfügung. Den dadurch hervorgerufe­nen Vorteil wird die Elf naturgemäß in entspre­chender Weise ausnutzen. In bezug auf die Leistun­gen im allgemeinen halten sich _beibe Mannschaften ungefähr die Waage, vielleicht, daß der Sturm der Gäste die größere Durchschlagskraft und den härte­ren Torschuß besitzt. Das aber allein kann, wie ja das Vorspiel mehr als deutlich gezeigt hat, das End­ergebnis bestimmen. Nun hat allerdings Hörnsheim zweckmäßig umgestellt und sich so nicht unwesentlich

zu seinem Vorteil verändert. Das beweisen die Er­gebnisse der beiden letzten Spiele. Wird diese Tat­sache auch diesmal richtig zum Einsatz gebracht, so liegt ein knapper Sieg durchaus im Bereich der Möglichkeit. Im anderen Falle ist an einem Sieg der Gäste nicht zu zweifeln, zumal dann auch die ausgezeichnete Hintermannschaft nicht alles vereiteln kann.

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Im Pokalspiel (übrigens das erste der 1. Zwi­schenrunde) stehen in Nauborn Tv. Nauborn und Tv. Hausen gegenüber. Beide Gegner haben

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schon oft und mit wechselndem Erfolg zusammen gekämpft. Diese Tatsache kann heute nicht mehr als Maßstab gelten, weil beide Einheiten neu zusam­mengestellt sind. Das erste Auftreten hat den Be­weis erbracht, daß hier starke Gegner erstanden sind, die sich sicherlich einen spannenden Kampf lie­fern werden.

Der Freundschaftsspielbetrieb leidet etwas unter dem Handballturnier in Butzbach, an dem sich eine Reihe von Mannschaften unseres Kreises beteiligt.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Mlttagsbörse fast ohne Geschäft.

Frankfurt a. M., 12. Mai. Die Umsatztätigkeit an >der Börse hat einen nie gekannten Tiefpunkt erreicht. Trotz der Vielzahl günstiger Nachrichten aus der Wirtschaft, insbesondere weitere Dioiden- benertlärungen, blieb die Kundschaft weiterhin fern, so daß auch die Berufskreise keine Betätigung fanden.

Am Aktienmarkt blieb die Grundhaltung weiter freundlich, die Kurse wiesen aber nach wie vor nur geringe Abweichungen nach beiden Seiten auf. Soweit Veränderungen über 0,25 bis 0,50 v. H. eintraten, beruhten sie auf Zufall. So z. B. bei Aschaffenburger Zellstoff mit 106,50 (104,50). Von den Hauptwerten stellten sich JG.-Farben mit 150, Verein. Stahl mit 102,75 und Mannesmann mit 106,65 unverändert, Reichsbank bei einigem Umsatz 179 bis 178,90 (178,50). Motoren- und Maschinen- werte bröckelten eher etwas ab, Adlerwerk, 103,25 (103,75), . Daimler 139,50 (139,75), Rheinmetall 128,65 (129).

Renten lagen gleichfalls sehr ruhig, nur NF.- Steuergutscheine II im halbamtlichen Verkehr weiter gefragt und auf 99,20 (99,10) befestigt. Kommunal Umschuldung wenig verändert mit 93,65. Die va­riablen Werte lagen still, Reichsaltbesitz unv. 132, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 125,90. In­dustrie-Obligationen weiter leicht schwankend, ebenso einzelne Liquidationspfandbriefe, dagegen Gold­pfandbriefe und Stadtanleihen ruhig. Von Staats- anleihen 1929er Hessen nach Pause 99,75 (100), von Reichsanleihen 5prozentige von 1927 101,90 (102,25). Reichsbahn-VA. im Verlaufe 126 nach 125,90.

Im Verlaufe ergaben sich vereinzelt leichte Er­höhungen, fo bei Bemberg auf 138,25 nach 137,50, bei Mannesmann auf 107 nach 106,65, im ganzen hielt aber die Geschäfts stille in vollem Umfange an. Von später notierten Papieren, die wenig Ab­weichung aufwiesen, seien Scheideanstalt mit 202,50 (204), andererseits Deutscher Eisenhandel mit 149,40 (148) und nach Pause Akkumulatoren mit 224,50 (222) erwähnt. Felten trotz der Dividendenerhöhun­gen ohne Geschäft und 0,50 v. H. schwächer mit 136,25.

Abendbörse kaum verändert.

An der Abendbörse kam es nur ganz vereinzelt zu kleinen Umsätzen, wobei sich die Kurfe kaum ver­änderten. Holzmann waren 1 v. H. höher gefragt

mit 152 gegenüber einem Berliner Kurs von 152,25, Bemberg tagen 0,50 v. H. niedriger mit 137,75, während bei den übrigen Papieren die Verände­rungen nicht über 0,13 bis 0,25 v. H. hinausgingen. U. a. notierten: IG. Farben 150 (150,25), Vereinigte Stahl 103, Mannesmann 106,90 (107), Hoesch 109, Rheinstahl 136,90 (136,65), BMW. 147 (146,75), Adlerwerke 103,25, Daimler 139,50, Deutsche Erd­öl 124 (123,75), Scheideanstalt 202,50, Felten 136,25, Gesfürel 133,75 (134), Metallgesellschaft 114,25 (114), Moenus 125, Schuckert 179,75 (180), West- deutsche Kaufhof 105,25. Bankaktien zeigten eben­falls letzte Kurse, Commerzbank 105,40, Deutsche Bank 111, Dresdner Bank 105,50. Am Rentenmarkt bröckelten Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,25 v. H. ab auf 125,75. Im Freiverkehr nannte man NF- Steuergutscheine II etwas niedriger mit 99,05 bis 99,10 (99,20), Kommunal-Umschuldung mit 93,65 unverändert.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 14. Mai.

6 Uhr: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.10: Be­sinnliche Morgenfeier, mit Werken deutscher Mei­ster. Einlage: Lebendige Geschichte. 9: Von Saar­brücken:Die Zeit fordert von uns Gehorsam gegen das Gebot der Stunde". 9.30: Chorgesang. 10: Be­kenntnisse zur Zeit: Glückliche Jugend Libyens. 10.15: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten. 11.30: Das Tier und wir. Unterhalt­sames und Belehrendes aus dem Frankfurter Tier­garten. 12: Don Berlin: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Von Berlin: Musik am Mittag. 14: Von Stuttgart: Kennt ihr das Land in deutschen Gauen ... 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Von Koblenz: Zeitgenckssische Blasmusik. 16: Von Saarbrücken: Musik zur Unterhaltung. 17 bis 17.10: Sportereig­nisse des Sonntags: Radrennen rund um Frankfurt. 18: Aus dem Festzelt des Musterdorfes Holzhausen bei Biedenkopf: Froher Dorfsonntag der Jugend, mit der Dorfgemeinschaft aus Anlaß der feierlichen Weihe des Dorfes Holzhausen als Musterdorf durch den Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Sprenger im Rahmen der Gaukulturwoche des Gaues Hessen- Nassau. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. Dom Turf: Henkelrennen. Deutsche Bergmeisterschaft. 20: Nachrichten. 20.15: Walzerseligkeit. 22: Nachrichten. 22.15: Berichte vom volkstümlichen Maienfest auf dem Römerberg. 22.30 bis 24: Unterhaltung und Tanz.

JiiacTMilcUuigin fütTtim u.