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-bon Otto Corbach.
Der Siegeslauf -er Elektrochemie
ßlnderla
Schlageters letzte Tage
1847 hatte Herzog Maximilian von Leuchten, wurde berg Len grundsätzlich entscheidenden Weg der'' ' " ' Kupferraffination gewiesen, und 1852 zeigte Lunsen — mit Hilfe des von ihm erfundenen, einen verstärkten Strom liefernden Elementes — den vor-
zu spät kommen, die Verteidigung der Hauptstadt vor seinem Eintreffen durch die Roten organisiert sein. Ueberließ er aber die Besatzung des Älkazars ihrem Schicksal, d. h. der fast sicheren Abschlachtung durch die Roten, so würde sicher das Vertrauen auf ihn und seine Truppen einen schweren Stoß er» leiden, der zum Zusammenbruch seines ganzen Unternehmens führen konnte. Außerdem aber würden nach dem Fall des Älkazars die dort siegreichen roten Hörden eine ernste Gefahr für seine rechte Flanke und die rückwärtigen Verbindungen be- deuten. Franco faßte in dieser Lage den einzig richtigen Entschluß, die Besatzung des Älkazars zu entsetzen und die roten Belagerer zu schlagen. Es! war auch unbedingt richti-g, daß er nicht etwa mit den Hauptkräften den Marsch auf Madrid fortsetzte und nur mit schwächeren Teilen auf Toledo mar-
unvergeßlichen Tage beobachtet habe, war im höchsten Grade bewundernswert. Er nahm unerschrocken )ie ganze Verantwortung für seine Tätigkeit im be- etzten Gebiet allein auf sich und war in jeder Hin» icht bemüht, seine mitangeklagten Kameraden zu entlasten.... •
Ich hatte noch am Tage vor der Erschießung mit dem Präsidenten des Gerichts, das Schlageter verurteilte, und mit dem Anklagevertreter die Möglichkeit einer Vollstreckung des Todesurteils besprochen. Beide waren der aufrichtigen Meinung, daß das Urteil niemals vollstreckt werde, da man auf keinen Fall einen Märtyrer schaffen wolle. An demselben Tage wurde Poincare als Ministerpräsident im ranzösischen Abgeordnetenhaus von T a r d i e u nterpelliert, wegen des Mißerfolgs außerordentlich charf angegriffen und ihm außerdem noch der per» önliche Vorwurf der Schlappheit gemacht. Während Tardieu sprach, schrieb Poincare, dessen starke Er
teilhaftesten Weg zur elektrolytischen Reindarstellung von Calcium, Aluminium, Magnesium und Lithium. Weiter führte 1871 Woh lwill die ersten Versuche zur technischen Silbergewinnung elektrolytisch mit Erfolg durch.
schiente, sondern den Houptteil seiner noch sehr bescheidenen Kräfte auf Toledo ansetzte, um den
an der pazifischen Küste Südamerikas doch erst nach Eröffnung des Panamakanals, der dem Ausbruch des großen Krieges fast unmit* telbar folgte, brechen.
| Nichts ist bezeichnender für die Fadenscheinigkeit „demokratischer" Verfassungen ibero - amerikanischer Länder als die große Rolle, die britische oder nordamerikanische Besitzrechte jeweils bei ihren inneren Umstürzen und gegenseitigen, ost genug blutig ausgetragenen Feindseligkeiten spielte:'. Bolivien geriet dabei trotz seines Rohstoffreich' tums ins Hintertreffen, sobald sich für fremde Kap'' talanlagen in den Guano- und Salpeterlagern der pazifischen Küste leichter zugängliche unerm& liche Gewinnquellen boten. Peru und Eh'lk konnten, da die durch die chemische Wissenschaft ent* deckten neuen landwirtschaftlichen Kraftstoffe haupl' sächlich innerhalb ihrer Grenzen gefunden wurden, nun mit Hilfe fremden Kapitals ihr Verwaltungs-, Wirtschafts- und Militärwesen rascher entwickeln und modernisieren als Bolivien. Was Wunder, daß der schmale Zugang zum pazifischen Ozean, über den Bolivien verfügte, infolge des ..pazifischen Krieges" einer Aufteilung zw>'
Schleussner Film
mit Garantieschein gegen Fehlbelichtung
sich heldenhaft gegen erdrückende Uebermacht hielt. I '
Sranco stand vor einem schweren Entschluß. Ließ LpUYNNü
er sich nach dem weit in seiner rechten Flanke lie-1 v 1 ’ff
genden Toledo ablenken, so konnte er bei Madrid
„Meine Erlebnisse im Ruhrkampf" veröffentlicht werden. Bräutigam, der 1934 starb, wurde seinerzeit von Schlageter zu seinem Verteidiger gewählt, er hat den Ruhrkampf als für die deutsche Sache kämpfender Jurist erlebt und charakterisiert in seinem Bericht vor allem die Rechtspraxis unter der Franzosenherrschaft, die oft genug eine Unrechtspraxis war. lieber Schlageters Prozeß und Hinrichtung schreibt er u. a.:
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Es gelang mir, in dem engen Kriegsgerichtssaal unmittelbar neben Schlageter einen Platz zu bekommen, so daß ich ihm während der zweitägigen Verhandlung auch unmittelbar manches Wort zuflüstern konnte. Seine Haltung, die ich während dieser beiden
wenn sie ihm zweckmäßig erschienen, verwertet. Selbst Friedrich der Große hat sich von seinen besten Generälen Operationsentwürfe vorlegen lassen und, wenn sie seine Billigung fanden, feine Person und seine königliche Autorität für ihre Durchführung eingesetzt. Nicht das ist das Entscheidende, ob der Feldherr alles selbst erdacht hat, sondern, ob er geistig und seiner militärischen Durchbildung nach den strategischen und taktischen Gedanken und Zielen gewachsen ist, vor seinem Heer, Volk und der Geschichte durch seine Entscheidung und durch seinen Einsatz für die Durchführung die hohe Verantwortung übernimmt. Wer nicht selbst eine Feldhermnatur besitzt, der wird auch bann, wenn ihm der genialste und tüchtigste Generalstabschef zur Seite steht, nicht in der Lage sein, stets die richtige Entscheidung zu treffen und für sie mit seiner ganzen Person einzutreten.
Um den Fekdherrn Franco würdigen zu können, wollen wir in großen Zügen den Weg verfolgen, auf dem er seine Streitkräfte zum Endsieg geführt hat. Als Führer der in Marokko durch die langen Kämpfe mit den Rif-Kabylen gestählten Truppen sah er mit Schmerz und Zorn den unaufhaltsam erscheinenden Verfall seines heißgeliebten Vaterlandes in die Anarchie, erkannte er richtig die Fäden, die von Rußland aus gesponnen wurden, um aus Spanien eine westliche Hochburg des Bolschewismus zu machen und von hier aus die Well- reoolution der Komintern weiterzutreiben. Aufmerksam verfolgte er vor allem die Vorgänge in der spanischen Wehrmacht. Er täuschte sich nicht darüber, daß sie in zwei Lager gespalten war, daß ein erheblicher Teil von Heer und Flotte den anarchistischen Ideen der Roten verfallen und nur der bessere Teil, insbesondere aber die Mehrzahl der Offiziere, national gesinnt war und die Wiederherstellung einer straffen antibolschewistischen Regierungsgewalt erstrebte. Es war ihm auch klar, daß diese Spaltung und das Mißtrauen der roten Gewalthaber die Wehrmacht auf längere Zeit lahmlegen würden. Diese Erkenntnis ließ in ihm den Plan reifen, mit seiner kleinen, aber kriegsgewohn» ten und als Frontkämpfer bolschewistischer Der- seuchung nicht zugänglichen Marokko-Truppe, auf die er sich unbedingt verlassen konnte, den Anstoß zur militärischen und politischen Erhebung zu geben, der, so hoffte er, die völkische folgen würde. Wohl waren es nur etwa 3000 Mann, über die er im Anfang verfügen konnte, aber Franco vertraute darauf, daß nach den ersten Erfolgen ein Teil des Heeres und der Flotte, und zwar der bessere, zu seinen Fahnen strömen würde. Er war sich auch klar darüber, daß er rasch handeln müsse, bevor die roten Gewalthaber nach Ueberwindung des ersten Chaos eine Art Regierungsgewalt und eine einigermaßen organisierte Truppenmacht schaffen würden. Dementsprechend handelte er kühn und entschlossen. Im Juli 1936 setzte er teils mit Flugzeugen, teils mit Seetransport unter dem Schutze des national: gesinnten Teiles der Flotte, dessen Mitwirkung er sich versichert hatte, seine marokkanischen Truppen auf das spanische Festland über und begann sofort von Cadiz aus zunächst die Eroberung der Provinz Andalusien mit den wichtigen Städten leres de la Frontera, Sevilla, Cordoba. Es erwies sich alsbald, daß feine Rechnung richtig war. Seine festgefügte Kerntruppe fand in dem Chaos nur geringen Widerstand und bald wuchs sie durch Zuzug aus den besten Elementen der Armee zu einer beachtlichen Streitmacht an, mit der er wohl wagen konnte, durch die Provinz Estremadura weiter nach Norden oorzustoßen und, wenn ihm das Glück treu blieb, von dort aus den Schlag gegen das Herz des Landes, die Hauptstadt Madrid, zu führen. Er wußte wohl, daß Eile nottat, und doch erkannte er sehr richtig, daß noch wichtiger als Schnelligkeit die unbedingte Sicherung seiner zunächst sehr schmalen Operationsbasis in Andalusien war. Diese organisierte er daher mit größter Sorgfalt, indem er mcht nur die eroberten Ortschaften und die Ver- bindunasbahnen und -straßen mit ausreichenden zuverlässigen Sicherheitsbesatzungen versah, sondern auch die zivilen Derwaltungskörper mit national» gesinnten Männern besetzte. Erst dann, als er überzeugt war, daß Ruhe und Ordnung in Andalusien wiederhergestellt und seine Operationsbasis fest in feiner Hand war, setzte er seinen Zug durch die Estremadura mit dem Ziel Madrid fort. Gerade diese Gründlichkeit in der Sicherung seiner Ope- rationsbafis zeigt, daß Franco nicht der Desperado war, als welchen ihn das übelgesinnte Ausland zu bezeichnen beliebte, sondern ein verantwortungsbewußter, durchgebildeter und weitblickender Soldat und Führer. Das trug ihm auch das unbedingte :
So hatten sich auf Grund der forschenden Neugier eine Fülle von Möglichkeiten ergeben, den elektrischen Strom chemisch zur Sto sveredlung und Stoffumwandlung einzusetzen. Allein das alles blieb in der Hauptsache — gelehrte Spielerei. Es fehtte noch die technische Möglichkeit, die neue elektrische Energie in industriellem Maßstab zur Auswirkung gelangen zu lassen, mit ihr bisher noch nicht erreichte Temperaturen zu erzeugen, um Stosse | zu läutern und zu schmelzen und um mit starkem kontinuierlichen Strömen Stosse zu scheiden, um sie zu neuen Verbindungen zu vereinen.
Nachdem die erste Dynamo-Maschine 1875 in Hamburg zum Betrieb der Raffination von goldhaltigem Silber und von Kupfer in großtechnischem Maßstab aufgestellt war, nachdem 1878 die elektro-
V0^ Si°m°n- 8° j)alsfe u„,lylcllcl, uu, v„ uc„ ,lumEn „fiDr|Qr oa bte Muffteltung von sechs Dynamomaschinen ver- Dschungels" eintrugen. Bei Kriegsende Mitt- 1935, AhÄi^'n5,1' En-nldung einer Reche übernahm er die Leitung de- Eeneralstab-s. Nach °°' elektrochemischen Unternehmungen. Und schließ- dem Sturze Toros wurde er 1937 zum Staats- llch errichtete die heute zur IG. Farbenlndustrie AG., Präsidenten gewählt. 4
eIeJt.r°d)emi!^en I Die geschriebenen Verfassungen der iberoamerita- Seutf^10005 oeremt sind, gehörige Chemis ch e nischen Länder im allgemeinen, der Andenstaaten Fabrik Gr l eshe i m --E le ktroni die erste Venezuela, Kolumbien, Peru, Chile und Bolivien ri?»a w»3fUr Durchführung der ^loElkali-Elektro- jm besonderen, entsprachen seit ihrer Losreißung 6 maÄ ber$r>Cn n fomboHjaft genug, end- von den Mutterländern nie den wirklichen Verhält- K^ ^n alten Prozeß der Sodabttdung aus nisten. Das Erbe der spanischen Solonialmad)t tra- dE die chemische GroßmdMrie ihren ten altansässige aristokratische Familien, die ein- steht heute heimisch gewordene Geistlichkeit und die jeweiligen Älchnttts der Mensch- Inhaber militärischer Macht an. Mit diesen von rP-Od)vk ?eb^tun9 bcL?( i1’ Pen breiten Massen der Indios und Mischlinge ab- /r k;6 L unentbehrliche gesonderten Kasten verbündete sich in er ter Lim-
Grundlage für die sich entwickelnde Chemie der bas britische ft i n a n t f a n i t n f (Fnafani Seife die Sniinn ?ie Fabrikation der hotte planmäßig die Freiheitskriege gefördert, um Hnffpn mbbc-r "ich3 nach den napoleonischen Kriegen unter dem Schützt hinm? nfmeDer ber nordamerikani chen Monroe-Doktrin desto UN' S ?"d weitere Entwick-1 auffälliger mit seinen Pfunden alle Schlüsselstel'
rn-tminmm„? t?l<? vollkommene I lungen südamerikanischer wirtschaftlicher Entwick'
“h10 lung besetzen zu können. So starke Einbrüche auch
b£ U?b bC\ °ber We nordamerikanische Dollar-Diplomatie lange vor
und Werkstoffe un- sidem großen Kriege in anderen ursprünglich aus* ferer. Tage nicht möglich gewesen. Heute erzeugen schließlich britischen Interessensphären in Ibero. Tonnen °nnd »^0 000 Amerika zuwege brachte, so konnte sie den Bann
Kalium und150^Tonnen^aMiim °°°H ps <mglifd>en Pfundes am Karibischen Meer und Katturn und 150 000 Tonnen Nattium. H. Sch—r. an her üaüfitoen Küste ^üdomerika« hn* e rft
Vertrauen nicht nur seiner Truppen, sondern auch das der Behörden und des besseren Teiles der Bevölkerung ein.
Günstig für das Unternehmen Francos war es, daß es dem tüchtigen national gesinnten General Mola gelungen war, in den Provinzen Galicien und Alt-Kastilien mit den wichtigen Städten la Co- runa, Salamanca, Valladolid und Burgos, sowie in einem Teil von Aragonien mit der Stadt Saragossa den größten Teil der Garnisonen auf seine Seite zu bringen und in diesen Landesteilen die bolschewistische Bewegung niederzuwerfen. Dagegen mar es ihm nicht gelungen, die wegen ihrer Erzgruben Wichten baskischen Landesteile mit der Provinz Asturien in seine Hand zu bringen. Hier hielt sich nur, eingeschlossen von roten Truppen, die Garnison Oviedo unter dem heldenhaften General Aranda.
Demnach war es richtiger Weise das erste weitere Ziel, das Franco sich setzte, die Vereinigung mit den Truppen des Generals Mola herzustellen. Beide vereinbarten, einander entgegenzumarschieren, und es gelang unter Kämpfen im Oktober die Herstellung der Verbindung bei Bajadoz. Mola unterstellte sich Franco, der nunmehr über eine leidliche Truppenmacht verfügte, die allerdings im Verhältnis zu den Kräften, die die roten Dtachthaber bei einiger Tatkraft hätten aufbringen können, immer noch weit geringer war. Franco schätzte jedoch die rote Regierungsgewalt richtig darin ein, daß sie wohl eine Truppe rasch zerstören, aber nur langsam wieder aufbauen könnte. Ausländische Hilfe, die später allein den Roten die Aufstellung erheblicher Truppenteile gestattete, stand damals weder ihnen noch den Nationalen in nennenswertem Maße zur Verfügung.
Auf dem Vormarsch gegen Madrid begriffen, erhielt Franco die Nachricht, daß eine nationale Truppenckbteilung mit einer Anzahl Zivilpersonen, vorwiegend Greise, Frauen und Kinder, von starken roten Abteilungen aller Waffen seit Wochen im Alcazar von Toledo eingeschlossen war und
Oer Feldherr Franco.
Von Erhard Wegeli, Oberstleutnant a. D.
Der Bürgerkrieg in Spanien ist mit dem Siege der von General Franco geführten nationalen Spanier über den bolschewistisch gesinnten Teil des Volkes entschieden. Am 15. Mai zieht General Franco als „Caudillo" (Führer) des spanischen Volkes an der Spitze der siegreichen Truppen in Madrid ein. Fast drei Jahre haben die Kämpfe gedauert und in ihrem Gefolge schwere Verluste an Gut und Blut auf beiden Seiten gehabt. Wenn jetzt endlich die nationale aufbauende über die bolschewistische zerstörende Idee gesiegt hat und das schwer heimgesuchte Volk und Land einem Wiederausstieg' entgegensehen darf, so verdankt es diese Entwicklung zu einer hoffnungsvollen Zukunft in erster Linie* Franco. Seine politischen Verdienste mögen von anderer berufener Feder gewürdigt werden, seine Feldherrneigenschaften sollen im folgenden untersucht und ins Licht gestellt werden.
Zunächst muß mit einer Ansicht aufgeräumt werden, die oft geäußert wird und sich besonders in der dem nationalen Spanien mißgünstig gesinnten Auslandspresse findet, nämlich mit der, daß Franco keine Feldherrneigenschasten befitie. Was in strategischer und taktischer Hinsicht aus nationalspanischer Seite geleistet worden sei und schließlich zum Siege geführt habe, sei auf den Rat ausländischer militärischer Berater — womit wohl in erster Linie deutsche und italienische Offiziere gemeint sind — zurückzusühran. Franco selbst sei mehr eine Abenteurer-Natur als ein Feldherr. Es soll hier nicht untersucht werden, ob in der Tat Entwürfe zu strategischen Operationen oder Gedanken über die zweckmäßigsten taktischen Formen und das Zusammenwirken der verschiedenen Wasfen in den Köpfen anderer Männer, seien es Spanier oder Ausländer, entstanden sind. Das ist nicht entscheidend. Auch andere große Feldherren haben gern den Rat tüchtiger und kluger Männer eingeholl und angenommen. Es sei an Hindenburg erinnert, der die genialen Gedanten und die nie versagende Arbeitskraft eines Ludendorff verwertet hat und dennoch als eine der überragendsten Feldherrngeltalten in der Kriegsgeschichte aller Zeiten meiterleoen wird. Auch Ludendorff hat gewöhnlich vor größeren Operationen die Vorschläge der beteiligten Armeeführer oder ihrer Generalstabschefs eingefordert und sie,
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„Die Effekte der dynamo-elektrischen Maschine müssen bei geeigneter Konstruktion kolossale sein. Die Sache ist sehr ausbildungsfähig und kann eine neue Aera des Elektromagnetismus anbahnen. Magnet- Elektrizität wird billig werden und kann nun zur Lichterzeugung, für elektrotechnische Zwecke mit Vorteil verwendet werden." Werner von Siemens, der große Pionier der Elektrotechnik und der Führer zu einer neuen Welt kolossaler chemischer Ereignisse schrieb dieses nach seiner Entdeckung des dynamo-elektrischen Prinzips an seinen Bruder Wilhelm. Das war am 4. Dezember 1866. Siebzig Jahre später war die Welt durch die höchst fruchtbare Verbindung der Elektrizität mit der Chemie um ein gutes Stück verändert. 1936 betrug allein in Deutschland der Jahresverbrauch der industriellen Elektrochemie an elektrischer Energie den Wert von 4,2 Milliarden Reichsmark. Etwa die Hälfte dieser gewaltigen Summe entfiel auf die Gütererzeugung im elektrischen Ofen. Und die andere Hälfte diente dazu, durch Elektrolyse Stoffe zu verwandeln und ein- chließlich der Gewinnung von leichten Metallen Neustoffe zu schaffen.
Um 1780 begann die moderne Chemie als Wis- enschaft. Der Franzose Lavoisfier löst sie von alchemistischen Gedankengängen, bahnt den Weg für eine Chemie der Elemente, bringt sie auf Maß und Zahl und legt den wissenschaftlichen Grund der ersten großen chemischen Industrie, der Verwandlung von Kochsalz und Soda. Diese Großindustrie eroberte die Welt. Um diese Zeit begannen auch die Gelehrten mit Elektrisiermaschinen zu „spielen". Sie ließen schwache elektrische Funken auf Stosse einwirken, um zu sehen, was dabei herauskommt. 1783 gelang es dem englischen Forscher Cavendish, ein Wasserstoff- und Sauerstoff- Gemisch (Knallgas) durch den Junten zu entzünden. Ein Jahr später zerlegte Berthollet auf gleichem Wege Ammoniak-Gas. 1787 stellte wiederum Cavendish mit Hilfe des elektrischen Funkens Salpetersäure aus der Lust her. 1789 wurde Wasser elektrolytisch in seine Elemente zerlegt. Zchn Jahre päter gelang die bahnbrechende Erfindung des Italieners Volta, durch verschiedenartige Metalle, die in eine Säure oder Lauge getaucht wurden, Strom zu erzeugen. 1800 schied Ritter Kupfer aus wäss- riaer Lösung. 1801 gewann Simon elektrolytisch Chlor, und Cruikshank zerlegte Kupfer und Blei- alze. 1802 sand Davy die Elektrolyse der Säuren. 1806 zerlegten B e r z e l i u s und E i s i n g e r die Alkalisalze und gewannen Kaliumchlorad und Chlorid. 1807 erzeugte Davy aus geschmolzenem Aetz- kali und Aetznatron Kalium- und Natriummetall. Später dann, 1836, gelang es demselben Forscher mit Hilfe des Stroms Kaliumcarbid zu erschmelzen.
Die Nachricht, daß sich in Bolivien Oberst Gering (Hermann) Busch, also offenbar ein Mann beutL scher Herkunft, als regierender Präsident zum Dij, tatar aufgeworfen, das Parlament aufgelöst und Das herkömmliche „demokratische" Regime zugunslei [eines „autoritären" für ausgehoben erklärt hab,' muffte, in den verschiedenen Lagern der „Weltdemc! Iratie" zunächst nicht geringe Verwirrung nerut. fachen. Sollten etwa „Agenten Hitlers" schon an Werke fein, von dem schwer zugänglichen, zu A fällen nach allen Seiten um so geeigneteren Ho. lanbgebiefe des drittgrößten Staates Südamerika aus die koloniale Eroberung dieses Erdteils Doru- bereiten? Wäre das nicht eine drastische Bestätigung der Warnung des Präsidenten Roosevelt vor dunk len Absichten der Diktatoren der alten Welt, fr, durch die Monroe-Doktrin gebannten Gefahren, tzj, ____________ , ______ ,vor mehr als hundert Jahren der westlick^n Erb Sieg nach menschlichem Ermessen zu sichem. Der hälfte von der „Heiligen Allianz" drohten, in neu» Erfolg war, daß die Roten bei Toledo völlig ge- Gestalt Wiederaufleben zu lassen?
schlagen, die tapferen Verteidiger des Älkazars ent- Man begann in diesem Sinne allerhand m setzt wurden und somit auch seinen geringen Streit» kein und wartete im übrigen gespannt auf dag? Eräften eine für ihn begeisterte zwar Seine aber Stichwort, mit dem gegebenenfalls Washington! erprobte Kern truppe zufloß. Das ganze nationale einen Entrüstungssturm der „Welt.
Spanien rubelte ihm zu, schwankende Elemente ge» wannen Vertrauen zu ihm und wurden jetzt un» bedingte Anhänger der nationalen Bewegung. Franco hat sich als „General psychologos" gezeigt und bei richtiger Bewertung des in jedem Kriege, besonders aber in einem Bürgerkriege äußerst wich, tigen moralischen Elements, das auch ©laufe.
witz als einen der stärksten auf die Äriegsent» i ... s„ ~
scheidung wirkenden Faktoren darstellt, kann man „ entfe^.e^ mürbe. 2)lauschte ma,
wohl ohne Ueberfreibung Jagen, baf? dieser Ent- b'/dv- erwartet- SiMal, Dafür l«. schluß Francos einen der Keim« zum Endsiege in ,Qr96n
fidi trua s I norvarneriramschen Zeitungen unmißverstandkü
(ftortfetiuna folat > Anweise entnehmen, daß sehr wesentliche Belam
(u I S 9 I 9 •) Wallstreets durch den bolivianischen Umschwim
gerettet ober begünstigt werden fömtiet, „New Port Tribüne" erinnerte daran, daß, als Oberft Busch 1937 den damaligen Präsidenten 3o|e !Toro, auf die Armee gestützt, stürzte, ,chehauM
' , daß nord amerikanische Geschäftsinteresse« I dabei im Vordergründe standen". Oberst Busch hatte isich durch dieses Vorgehen den Weg zur Macht gebahnt. Gewiß sprechen diese Anzeichen dafür, bafj der neue Diktator auch im wohlverstande- neu Inter esse seines Landes nordamerikanische Kapitalinteressen vor blindwütigen umstürzlerischen Umtrieben zu retten sucht, so daß schließ, lich mancher Dollar-Imperialist, der seine Karte auf ihn setzt, das Schicksal eines betrogenen Betrügen erleben könnte. Nur die Zukunft kann lehren, oi es dem Diktator aelingen wird, das seit dem un- glücklichen Chaco-Kriege noch nicht so recht wieder steuerfähige Staatsschiff zwischen der Scylla eines inneren Chaos und der Charybdis äußerer Schuld, knechtschaft hindurchzubugsieren.
Sicher ist, daß die deutsche Herkunft des bolivia. nischen Staatsmannes nichts mit feinem „Glück" zu tun hat. Sein Vater kam in den achtziger Iah. ren des vorigen Jahrhunderts als deutscher Auswanderer nach Bolivien, heiratete die Tochter eines bolivianischen Großgrundbesitzers und gelangte durch Beteiligung an Bergbauunternehmungen zu beträchtlichem Wohlstand. Sein Sohn „German" Busch-Becerra, der erst 32 Jahre alt ist, legte im Chaco-Kriege Zeugnis von glänzenden.militärische! Fähigkeiten ab, die ihm den Namen „Korsar 6es
Dor sechzehn Jahren, im Mai 1923, wurde Albert i regung von meinem Gewährsmann, einem Pariser Leo Schlageter durch ein französisches Kriegsgericht Kollegen und bekannten Politiker, bemerkt worden war, einen Zettel, ließ seinen Sekretär an den Ministertisch treten, um ihm mit auffallend eindringlichen Worten den Zettel zu übergeben. Dann bestieg Poincare die Rednertribüne und sagte unter atemloser Stille des ganzen Hauses: „Mir ist soeben der Vorwurf gemacht worden, ich sei der Ruhrbevölkerung gegenüber zu schlapp. Sie werden morgen Gelegenheit haben, zu erkennen, daß ich durch» zugreifen vermag, wenn ich dies für notwendig er» achte." Poincarö hatte soeben den Befehl zur Erschießung Schlageters erteilt.
Ich bin mit Schlageter sodann noch am Vorabend feiner Erschießung im Gefängnis in Düsseldorf zusammen gewesen. Zu dieser Zeit war die Voll- ftredung des Urteils in Paris bereits beschlossen, und der Befehl dSr Erschießung nach Düsseldorf unterwegs Wenn wir auch beide demnach die Ereignisseeiner ziurreuung z^. bes folgenben Tages noch nicht wußten, so merkte s chen Peru und Chile verfiel. Weder eine ich doch an der HuUung und den Worten Schlageters, lange Kette panamerikanischer schiedsrichterlicher ®c* daß er von der Vollstreckung des Todesurteils durch mühungen, noch viel weniger die später erfolgten Die Franzosen überzeugt war. Ich hatte ihm gegen- Einmischungsoersuche des Völkerbundes konnten über meine per|onliche Ansicht bis dahin zum Aus-1 etwas an der unbefriedigenden weil ungerechten druck gebracht daß ich an eine Vollstreckung des gewaltsamen Lösung des Streites um „Tacna- Urteils nicht glaube. Er gab mir darauf zur Ant- Arica" ändern. Wenn »abei von Fall zu Fnll wort, daß er die Franzosen anders beurteile, und langfristig in den Bodenreichtümern des hochalpinen daß man ihn auch bestimmt erschießen werde. Er Herzstückes Boliviens angelegte Dollars für eine setzte mit wunderbarer Ruhe hinzu: „Mich können sie I beffere Sache in die Waagschale geworfen wurden zu jeder Zeit haben, ich bin bereit. Nachdem ich I als kurzfristig aber vorübergehend wirksamer in den einmal für mein Vaterland so gehandelt habe, will I pazifischen Kuftenstrichen angelegte englische Pfunde, ich auch für mein. Vaterland sterben." Angesichts so mußte sich dafür das nordamerikanische Finanz' solcher Worte war jeoe Antwort, insbesondere aber kapital nach immer neuen Niederlagen um so na*' jeder tröstliche Zuspruch, unmöglich. Zuspruch und drücklicher darauf verlegen, die Entwicklung Bob' Trost brauchte Albert Leo Schlageter nicht. Als ich viens zu einem ausgesprochenen Militär st aat mich an diesem Abenb von ihm verabschiedete, tat zu begünstigen.
ich es mit den Worten: „Ich komme wieder." —I Es ist nun nicht ohne weiteres verständlich, daN „Dann müssen Sie sich aber beeilen", war Schlageters I der bolivianische Staat für seine durch norbamen* Antwort. „Kommen Sie nur nicht zu spät!" z I kaniscke Kapitalinteressen begünstigten, langer Hand
•-------7 laufgespeicherten militärischen Energien durch den
i Mai 1U2J, wurde Albert i . „ , französisches Kriegsgericht
verurteilt und erschossen. In der Maifolge von I „W eftermanns Monatsheften" treten uns die Ereignisse jener Zeit noch einmal in den Aufzeichnungen Dr. Ludwig Bräutigams vor Augen, die jetzt aus feinem Nachlaß unter dem Titel


