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Unter stärkster Beteiligung der Häger des Jagdkreises Gießen sand am Samstagnachmittag in Gießen der Jägerappell statt, zu dem der Kreisjägermeister (gleichzeitig Gaujägermeister) Nicolaus eingeladen hatte. Der „Saalbau Liebigstraße" war fast bis aus den letzten Platz besetzt, als ein Horn- sigiMl den Appell eröffnete und der
Kreis- und Saujägermeister Nicolaus ein dreifaches „Horridoh" auf den Reichsjägermeister ausbrachte. Herzliche Worte der Begrüßung galten dann den Gästen, besonders Generalmajor Süß- mann, der ein eifriger Jäger sei, ferner dem .„Mentor und getreuen Ekkehardt" der Jägerei in unserem Heimatgebiet, dem 85jährigen Oekonomierat Hoffmann, der heute noch auf die Jagd gehe und entsprechend dem Abschußplan das Wild in seinem Jagdrevier einwandfrei auf die Decke lege. Mit besonderer Freude hieß der Redner weiter den stellvertretenden Landesjägermeister, Oberforstmeister Rausch, willkommen. An dem Appell nahmen^ außerdem Oberst Herrlein, Landrat Dr. Lotz, Se. Magnifizenz der Rektor unserer Universität, Prof. Dr. Seiser, Oberbürgermeister Ritter, Kreisamtsleiter Frank von der NSV. und Leutnant Radon für die Polizei teil.
In seinen folgenden Ausführungen sprach dann der Gaujägermeister Nicolaus seine Freude darüber aus, daß zum ersten Male auch ein Rothirsch in der Trophäenschau des Kreises vertreten sei, dex aus der „Laubacher Ecke" stamme, mit der nun zahlreiche tüchtige Jäger zum Jagdkreis gekommen seien. Ferner wies er auf zwei Hirschgeweihe hin, die aus dem Sudetenland stammen.
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Forstmeister Klingelhöfer
gab dann das Ergebnis der Bewertung der Trophäenschau bekannt. Dem Bericht sei folgendes entnommen: Der genehmigte Abschuß an Böcken belief sich auf 118 jagdbare und 462 geringe Böcke, insgesamt also auf 580 Tiere. Abgeschossen wurden 519 Stück, das bedeutet 89,5% des Äbschußplanes. Für die Bewertung schieden 10 Tiere aus, die überfahren oder gerissen worden waren. Von den genehmigten 115 starken Böcken wurden 24 Stück geschossen (20,8%), von den genehmigten 462 geringen Böcken kamen 485 zur Strecke (105%). Von den 24 jagdbaren Böcken wurden 23, von den 485 geringen Böcken wurden 461 weidmännisch richtig abgeschossen. Insgesamt wurden 485 Böcke weidmännisch richtig erlegt, das bedeutet, auf die Gesamtzahl gesehen, den außerordentlich günstigen Satz von 95,3%. Der Anteil an Moorböcken betrug 95 Stück.
Gaujägermeister Nicolaus
gab feiner Freude über das günstige Abschuß- und Bewertungsergebnis Ausdruck und beglückwünschte die Jäger des Jagdkreises zu diesem hervorragenden weidmännischen Erfolg. Sodann schritt er zur Verteilung der Medaillen, die für ausgezeichnete weidmännische und vorbildliche Hegeleistung vergeben wurden. Er konnte eine goldene, zwei silberne und zwei bronzene Medaillen überreichen. Die goldene Medaille erhielten für die Arbeit im Gesamt-
Vaterland — Sieg-Heil!
Mächtig brauste der dreimalige Rus über weite Feld, des Trieb.
Nach der Feier begab sich Generalleutnant von Apell mit den Ehrengästen vor die Volkshalle, während sich die Truppen und die Ehrenabordnungen der Partei und ihrer Gliederungen sowie der alten Soldaten aus der Grünberger Straße in Richtung Professoreneck zum Vorbeimarsch bereitstellten. Nach der Formierung der langen Marschkolonne begann
silberne Medaille erhielt das Gesamtrevier Rabenau für 30 abgeschossene Böcke bei einem Fehler. Die zweite silberne Medaille erhielt das Staatsrevier Forstamt Grünberg für 19 ohne Fehler geschossene Böcke. Die bronzene Medaille bekam für seme im Eigenjagdbezirk und im Jagdbezirk Lich III für 18 fehlerlos geschossene Böcke der Erbprinz zu Solms- Hohensolms-Lich. Die zweite bronzene Medaille erhielten die Kameraden Jung und Denninghofs für 16 im Jagdbezirk Annerod fehlerlos geschossene Böcke. _
Im weiteren Verlauf des Appells sprach der Gaujägermeister über eine Reihe weidmännischer Fragen, die für jeden Jäger von großer Wichtigkeit waren. Er sprach zunächst von der Erweiterung der Schußzeit für Böcke, die nunmehr nicht erst am 1. Juni, sondern bereits am 15. Mai beginnt. Die Schußzeit für weibliches Rebwild ist bis zum 31. Januar verlängert. Diese Maßnahmen bewiesen, so sagte der Gaujägermeister, daß der Jägerschaft alles Vertrauen entgegengebracht werde. Er enrpfahl aber, sich nicht auf die verlängerten Abschußzeiten zu verlassen, sondern rechtzeitig mit dem Abschuß zu beginnen, damit der Abschußplan erfüllt werde. Innerhalb des Jagdkreises sei im vergangenen Jahre der Abschußplan zu 91% erfüllt worden. Nachdrücklich forderte er dann zur genauen Wildzählung, als der Grundlage des Abschußplanes für das Jagdjahr 1939/1940, auf. Er empfahl ferner die Anlage von Wildäckern und Wildremisen, die in kleinen Flächen u. U. in den Wald zu verlegen seien. Erfreulicherweise konnte mitgeteilt werden, daß der Wildschaden des Jagdkreises verhältnismäßig gering ist. Mit Interesse nahm die Jägerschaft davon Kenntnis, daß im Bezirk Rabenau Muffelwild ausgesetzt worden ist, das hier wieder eingebürgert werden soll. Der Gaujägermeister schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis, daß auch in Zukunft der Kameradschaftsgeist gepflegt werden soll, und forderte dazu auf, stets auf die Ehre als Weidmann und als Mensch bedacht zu sein.
Oer stellv. Landesjägermeister Rausch überbrachte die herzlichen Wünsche des Landesjägermeisters, Gauleiters, Reichsstatthalters Sprenger. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Abschuß im Jagdkreis Gießen weidmännisch so tadellos erfolgte, und gratulierte den Jägern. Die vom Reichsjägermeister gegebenen Richtlinien für den Abschuß seien im Jagdkreise Gießen in die Tat umgesetzt worden. Der beschrittene Weg, der zur Aufartung unserer Waldbestände führen solle, werde konsequent weiter verfolgt.
Mit besonderer Freude sprach dann der stellvertretende Landesjägermeister über das vorzügliche Spende-Ergebnis für das Winterhilfswerk, darinnerhalb des Bereichs des Landesjägermeisters im Jahre 1938 = 34018 RM. betrug, gegenüber 14000 RM. im Vorjahre. Von den Jägern seien Opfer gebracht worden, die sich würdig der geschichtlichen Bedeutung des Jahres 1938 anpaßten.
In seinen weiteren Darlegungen sprach der Redner von der Enttäuschung, die in diesem Jahre das Niederwild bereitete, von der Notwendigkeit der Förderung des Verständnisses zwischen Bauer und Jäger durch gemeinsame Besprechungen, ferner von der hohen Bedeutung der Wildzählungen als dem A und O des Abschußplanes und in großer Ueberschau über den deutschen Jäger schlechthin, dessen Weidwerk über dem Weidwerk in anderen Ländern stehe und in seiner Art ein Stück deutscher Kultur darstelle.
An den Appell schloß sich eine längere Besichtigungszeit an, die den Jägern Gelegenheit gab, sich eingehend im Meinungsaustausch mit der Trophäenschan zu beschäftigen, weil diese auf den Abschuß der kommenden Jahre richtunggebend wirken soll.
Oer Ausklang
Dann vereinigte ein Kameradschaftsabend die. Jägerschaft mit zahlreichen Gästen, unter denen der Kreisjägermeistcr auch eine größere Zahl von Damen begrüßen konnte. Neben der Pflege der Geselligkeit bei guter Musik und alten Jägerliedern diente er vor allem der Aufgabe, die Nachbarn aus verschiedenen Jagdbezirken, die oft weit getrennt voneinander wohnen, persönlich zusammenzuführen. Denn daraus soll ja das freundnachbarliche Verhältnis erwachsen, das allein dem Weidwerk und dem Wilde zu dienen vermag. ________________
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Streit. Immer trostloser wurden die wirtschaftlichen Verhältnisse.
Aber unser Herrgott dort oben hatte wohl erkannt, daß er uns erst in die tiefsten Tiefen herabführen mußte, bis wir uns auf uns selbst besinnen und seiner Hilfe wieder wert werden würden. Und bann hat er uns seine Hilfe nicht versagt. Er sandte uns den
Retter in Gestalt Adolf Hitlers!
Nicht leicht fiel ihm der Sieg in den Schoß. Jahre- langen, unermüdlichen Ringens um die Seele jedes einzelnen deutschen Menschen und großer blutiger Opfer bedurfte es, bis fein unerschütterlicher Glaube zum Sieg führte. Dankbar gedenken wir in dieser Stunde aller seiner treuen Helfer, die in dieser Kampfzeit der Bewegung ihr Leben gaben für Deutschlands Wiedererneuerung, wie mir auch dankbar gedenken unserer Kameraden, die in treuer Pflichterfüllung für den Wiederaufbau der deutschen Wehrmacht starben.
Was in den sechs Jahren seit der Machtergreifung Gewaltiges geleistet ist, haben wir alle gesehen und miterlebt voll dankerfüllten Herzens. Glied für Glied zerbrach unser geliebter Führer mit kraftvoller Hand die Ketten von Versailles. Und im vergangenen Jahre krönte er fein Werk durch die Heimführung der Ostmark und des Sudetenlandes ins Reich.
Begonnen hat eine neue, glückliche Zeit eines völlig freien, großen und mächtigen Deutschland, das in feiner Einigkeit unüberwindlich ist, fo wie es auf dem Schwert Hermanns des Befreiers auf dem Denkmal bei Detmold eingegraben steht: Deutschlands Einigkeit — Deutschlands Starke, Deutschlands Stärke — Deutschlands Macht.
Voll stolzer Zuversicht können mir deshalb heute unfern unvergeßlichen im Weltkriege gefallenen Brüdern zurufen: Und ihr habt doch gesiegt! Euer Blutopfer mar ni ch t v e r- gebens. Die Saat, die ihr gesät, ist aufgegangen! Euer (Bei ft lebt im neuen Deutsch,- lanb weiter. Er ist uns ewiger Ansporn, gleich euch alle unsere Kraft und, wenn es fein muß, auch unser Leben einzusetzen für unseres Volkes Glück und unseres Reiches Größe!
In diesem Sinne senken mir in Dankbarkeit und
Weidmann sein — ein Ehrentitel!
Kreisjägerappell mit Trophäenschau.-Weidwerk istein Stück deutscher Kultur.
der Vorbeimarsch
Mit der Fahnenkompanie an der Spitze rückten das Jnf.-Regt. 116, die III. Abteilung Art.-Regt. 9, die II./Kampfgeschmader 155 und anschließend alle Ehrenabordnungen vor Generalleutnant von Apell und den führenden Männern der Partei und der Behörden unter den Klängen der Marschmusik des Jnf.-Regts. 116 bzw. des Musikkorps des Fliegerhorstes in strammem Schritt vorbei. Eine große Menschenmenge mar auch bei diesem Teil der Feier mit größter Aufmerksamkeit dabei.
Nach der Feier auf dem Trieb und vor der Volkshalle begab sich Generalleutnant von Apell in Begleitung des Kommandeurs Jnf.-Regts. 116, Oberst Herrlein, zum Gefallenen-Denkmal der ehemaligen 116er auf dem Landgraf-Philipp-Platz, mo er namens der Wehrmacht des Standortes Gießen als Gruß an die gefallenen Kameraden einen Kranz niederlegte. Damit fand die militärische Feier des Tages ihren Abschluß.
Deutschland in den Tod gingen.
Während nun die Truppen und Verbände still- standen, die Fahnenkompanie das Gemehr präsentierte und die Fahnen sich senkten, mürbe der Gefallenen ber felbgrauen Front und ber Ermorbeten der Bewegung in üblicher Weise gedacht. Dann saate Generalleutnant von Apell weiter:
Und so geloben mir erneut in dieser feierlichen Gedenkstunde, nach dem Vorbild unserer gefallenen Helden im Leben wie im Sterben getreu zu sein dem Eid, den mir dem Führer geschworen, und wir bekräftigen unser Treugelöbnis voll unerschütterlichem Glauben an unseres Reiches Größe und Herrlichkeit mit dem Ruf:
Unser Führer und Oberster Befehlshaber Wehrmacht, Adolf Hitler, unser deutsches Volk
halt jetzt auch einmal drankommen. Bloß Strixen als Bub und nix zu fressen und grab nur ein Kellerloch in Ottakring, bas ist mir auf bie Dauer zu wenig. Ich möch? nicht bitter werben, aber das dürfen S' mir glauben, Herr Baron: so ein Leben wie meins führt nicht einmal ein Hund. Und wie ich am wenigsten daran denk', kommt plötzlich das Glück über mich. Sagt einer zu mir: Du, Schani, das mär' was für dich. Verschaff' denen die Erfindung, und du bist ein gemachter Mann. Da hab ich halt zugegriffen. Schauen S', ich bin fünfzig. Mit fünfzig ist höchste Eisenbahn, daß einer zupackt, wenn er einen Zipfel vom Leben erwischen soll. 20 000 Dollar! Mach ich's nicht, macht's ein anderer. So blöd werd' ich sein und 20 000 Dollar fahren lassen. Wissen S', was ich mach' wenn die Geschichte vorüber ist? Nix Weiber, nix Autos, da ist der Gaidl zu alt dazu. Ich wander' nach Australien aus, mo ich einen Vetter hab, der mir an die Hand geht, und kauf' mir eine Schaffarm! Jeder Mensch träumt von etmas. Der Gaidl träumt von Schafen! Ich verhau das Geld nicht, ich halte es zusammen und merbe ein friedlicher Mann. Sehen S', das ist mein Traum!"
Tinser saß noch immer steif da und fand keine Worte. Da packte ihn der andere am Arm und stieß halblaut hervor:
„Dreißig Jahre marf ich jetzt auf die große Möglichkeit. Jetzt ist sie da. Und Sie, Herr Baron, müssen mir dabei helfen!"
Tinser fvhr erschrocken hoch: „Ich? Wieso ich? Sie sind ja nicht recht bei sich! Sie erzählen mir da haarsträubende Sachen, und am Schluß verlangen Sie, ich soll Ihnen auch noch helfen!"
„Es wird Ihnen wohl nichts anderes überbleiben, Herr Baron. Setzen S' Ihnen nur wieder hin. Mit der Aufregung kommen mir nicht vom Fleck. Also das mit dem Geld ist für mich eine ausgemachte Sache. Da disputieren wir gar nicht drüber. Wenn mir einer das mit dem Geld! krumm macht, rauche ich keinen guten. Ich bin ein wahres Lamm, fragen S' nur herum, aber bei dem Geld! werd' ich falsch wie ein Maria-Theresia-Taler. Schauen S', die Ge« schicht' ist ja so einfach. Sie geben mir einen Wink, wie ich an dem Hegemann sein Geheimnis herankomme, und dann verschwind' ich für immer. Ich schwöre Ihnen, mich sehen S' nimmer, wenn alles in Butter ist. Für die Spesen komme ich natürlich auf, so viel Kavalier ist der Gaidl noch. Also, wie haben's wir dann, Herr von Tinser?"
„Nennen Sie mich nicht immer beim Titel", rief Tinser verzweifelt. a
„Auch gut. Ich will nur wissen — ja oder nein? (Fortsetzung folgt!)
einiges Volk, so wie es einstens es war in jenen denkwürdigen Augusilagen von 1914, als es hinauszog, um die heilige Muttererde zu schützen gegen eine Delk von Feinden.
Kameraden! Kein Tag erscheint mir geeigneter ZU sein, um das deutsche Volk in dieser Einigkeit immer fester zusammenzuschweißen, als der heutige, der Heldengedenktag. Gilt dieser Tag doch der Erinnerung an jene große Zeil, in der jung und alt, arm und reich, hoch und niedrig, Städter und Bauer, Arbeiter des Geistes und der Faust in treuer Kameradschaft draußen vor dem Feind zusammen st anden, um mit dem unüberwindlichen Wall ihrer Leiber das teure Vaterland zu schützen. Alle geeint in opferbereiter Liebe zum Vaterland! Alle beseelt von dem einen Wort: Deutschland ! Alle beseelt von dem einen, gleichen Gedanken: Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen!
So gleiten unsere Gedanken ganz unwillkürlich noch einmal zurück zu jenen denkwürdigen Tagen, unvergeßlich für jeden, der sie miterlebt, den Tagen ber Mobilmachung 1914, in denen das deutsche Volk aufstand wie ein Mann, wie ein lebendes Bild zu unserm herrlichen Liede, der Wacht am Rhein: „Lieb Vaterland, magst ruhig sein, wir alle wollen Hüter sein!"
Mit Stolz und Wehmut lasten wir unsere Erin- nerungen über die langen, schweren Kriegsjahre schweifen. Jeder Tag brachte neue Kämpfe, neue Siege. Namen wie Langemarck und Ypern, Verdun und Somme, Tannenberg und Masuren, Gorlice und Jsonzo, Falkland-Jnseln und Skagerrak und unzählige andere gleiten an uns vorüber. Welche Unsumme von Heldentaten, von treuester Pflichterfüllung von echter, aufopfernder Kameradschaft!
Wir gedenken mit brennenden Herzen all der treuen Kameraden, die einer nach dem andern dahin- sanken. Fast 3V- Millionen ruhen in den Gräbern in Belgien und Frankreich, in Ostpreußen und Rußland, in Serbien, Rumänien und Italien, in Kleinasien, Syrien und Palästina, im Fernen Osten in Tsingtau, in unfern Kolonien in der Südsee und in Afrika, in Schnee und Eis, im heißen Wüstensand und draußen in den Meeren fast der ganzen Welt. Die wenigsten in heimischer Erde.
Gewaltiges wurde geleistet vom deutschen Volk in Waffen draußen auf den Schlachtfeldern zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Wir gedenken dabei nicht nur der gefallenen Helden, deren Namen unsterblich leben im deutschen Volke, wie Richt- hosen, Bölcke, Jmmelmann, Graf Spee, sondern in gleicher Weise auch des stillen Heldentums, wie mir es draußen täglich erlebten, des stillen Heldentums des unbekannten* deutschen Soldaten, dessen Namen keine Schrift kündet.
In gleicher Weise gedenken mir auch in Dankbarkeit der zahllosen Helden wie dieser, die hier unter uns sitzen, die in treuster Pflichterfüllung in mancher Schlacht ihr Leben aufs Spiel setzten und ihre Gesundheit dahingaben für ihr Vaterland.
Dir gedenken auch in Dankbarkeit der deutschen Frau, die draußen im Felde und in der Heimat mit milder Hand die Schmerzen linderte. Wir neigen uns in Ehrfurcht vor dem stillen Duldertum der deutschen Frau und Mutter, die das Liebste, das sie auf Erden hatte, Mann und Sohne, ohne zu klagen in stolzem Schmerz dem Vaterlande zum Opfer brachte.
Und bann denken wir zurück mit brennender Scham und bitterem Schmerz an den Tag, an dem die deutsche Heimat, einst ebenso opferbereit wie die Front, zermürbt durch den Hunger und verführt durch falsche Propheten, zusammenbrach. In aller Schmach nur zwei Lichtblicke: unbesiegt und unbefleckt die Ehre kehrte das deutsche Heer zurück in die Heimat, und mit wehenden Kriegs f l aggen ging bi e deutsche Flotte von eigener Hand hinab ins Wellengrab !
Ein traurige Zeit begann. Wehrlos und darum ehrlos waren wir, ein Spielball der Launen unserer rachsüchtigen Feinde. Es schien, als ob die gewaltigen Opfer wirklich umsonst gebracht seien. Immer tiefer versank das deutsche Volk im moralischen in Bruderhab und
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