Ausgabe 
13.3.1939
 
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sein?

Aus alter Wett.

Listige Ausbil-

Vom Sondergericht

Kapper

Bahnhofstraße 110, zur Linde, aus statt.

irosD

Gießen (Horst-Wessel-Wall 54), den 13. März 1939.

Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 14. März, um 14 Uhr, in

der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.

1802D

Der frühere Inhaber unserer Firma

18061

Frau M. Cordier.

Gießen (Walltorstraße 1), 12. März 1939.

Gießen, den 12. März 1939.

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dem b e -- en offen

zum Tode

11. März

Der jetzige Inhaber der Firma Eduard Sack Die Gefolgschaft der Firma Eduard Sack.

verurteilt.

(DNB.) Das den neunzehn- aus Graz, der

Berlin, 12. März. (DNB.) Am Schluß der Konferenz der Rektoren der wissen­schaftlichen Hochschulen desGroßdeutschen Reiches faßte Staatsminister Dr. Wacker als einheitliche Auffassung aller Rektoren die wesent­lichen Ergebnisse der Arbeitsbesprechung in folgen­den zwölf Sätzen zusammen:

1. Die nationalsozialistische deutsche Hochschule hat die großen völkischen Aufgaben, die ihr vom Führer und dem Beauftragten für den Dier- johresplan gestellt sind, mit dem festen Entschluß übernommen, sie zu lösen und damit zu ihrem Teil beizutragen, die Lebensgrundlage des deutschen Vol­kes zu sichern und zu verbessern.

2. Die deutsche Hochschule als

senkt werden.

3. Durch positive Auslese muß der geeignete Nach­wuchs in dem erforderlichen Umfange für die deut­sche Hochschule zur Verfügung gestellt werden. Da­durch wird auch die Deckung des Bedarfs an An­wärtern der akademischen Berufe möglich. Auslese

führende Slowaken und verschleppten sie.

Der von Prag eingesetzte Ministerpräsident Kart Sidor, der noch am Samstagabend auf die Frage nach dem Verbleib T u k a s die Ant­wort schuldig blieb, hat Sonntagabend öffentlich in einer Rundfunkansprache die Verhaftungen und Verschleppungen fe st ae stellt. Er verlangte die Freilassung der Verhafteten so­wie die Zurückbringung der Verschleppten innerhalb von 48 Stunden und erklärte, daß er in Prag gegen die Verhaftungen Protest eingelegt habe.

Sidor verwahrte sich gegen den Vorwurf, irgend­wie an den Verhaftungen, die die Tschechen vor­nahmen, beteiligt gewesen zu sein. Er erklärte, daß er mit den Verhaftungen nicht das Geringste zu tun habe.

Madrid vor der Hungersnot.

Die Nationalen halten Lebensmittel bereit.

Paris, 13. März. (Europapreß.) Madrid steht vor der Hungersnot. Die Kämpfe zwischen den Milizen Miojas und den Kommuni­st e n haben die Stadt tagelang von den sowjetspa­nischen Hafenstädten vollkommen abgeschnitten. Die Folge war, daß die in den Magazinen für den äußersten Notfall aufbewahrte eiserne Reserve an Brotmehl aufgebraucht wurde. Don Montag an kann daher, wie die französischen Berichterstatter

dungsstätte des deutschen Volkes muß gabten deutschen Volksgeno st e h e n ; nicht nur die Durchführung des Stu­diums selbst, sondern auch die Aufnahme des Stu­diums muß gesichert werden. Das bedeutet, daß der liebergang von der Grundschule zur Höheren Schule, von der Höheren Schule zur Hochschule ohne Rück­sicht auf Herkunft und wirtschaftliche Stellung jedem jungen Deutschen ermöglicht werden muß. Hierzu ist auch erforderlich, daß die vorhandenen Mittel zur Förderung der Begabten innerhalb der Hochschule erhöht und die Kosten der Gesamtaus­bildung einschließlich der S t u d i e n k o st e n g e -

und seiner Ersparnisse in Höhe von 152 Mark beraubt hatte, wegen vorsätzlicher und überlegter Tötung zum Tote.

15 Mitglieder einer Rauschgiftschmuggelbande in Frankreich verhaftet.

Die Sicherheitspolizei in Paris hat eine umfan® reiche Rauschgiftschmugglerbande dingfest gemacht.

Ls ist bestimmt In Gottes Rat, daß man vom Liebsten was man hat, muß scheiden.

Sonntag, den 12. März, entschlief sanft nach kurzen, schweren Leiden, im Alter von 39 Jahren mein lieber, herzensguter Mann, treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel

Wilhelm Keßler, Mechanikermeister.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Keßler, geb. Stengel, nebst Kindern Familie Philipp Keßler Familie Philipp Stengel Christine Peppier.

Großen-Linden, den 12. März 1939.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 14. März, 15'/r Uhr, vom Trauerhause

Ltvanssvevfteisevm»s

Dienstag, 14.3.1939,14Uhr. sollen im Verkanlslokal Hartmetz, Nenenw. 28, bzw. an Ort n. Stelle (Bekanntg.i. obig, iiokal) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert werden:

Saus-, Laden- u. Bürvmöbel aller Art,1Sofa,2Staubiauger,lSvie- gel, 1 Lochstanze, 1 Schneidernäh- maschine, Anzugsstoff, 1 Schreib­maschine, 1 Standuhr, 1 Schau- fen'terausstellungseinr'chtung.

Bestimmt wird versteigert: isnD 1 Schaubeckalbum nuBriefmarken. QphQpmann Gerichtsvollz. i. Gienen OblldrillaUH Wiesenstr. 2, Tel. 3108

Leipziger Frühjahrsmesse voller Erfolg

Fwd. Rach Abschluß der Mustermesse in Leipzig kann das Ergebnis kurz dahin zusammengefaßt wer­den, daß die Rekordmesse des Jahres 1938 noch übertroffen wurde. Namentlich gilt das für das Jn- landgeschäft, aber auch der Auslandabsatz konnte ver- schiedentlich erfreulich gesteigert werden. Die Tech­nische Messe und die Baumesse, die noch bis Montag geöffnet bleiben, hatten am Freitag einen unter­ändert starken Besuch zu verzeichnen. Insbesondere war auch hier vielfach lebhaftes Auslandeinteresse zu beobachten.

Mil dem Auto in den Rhein.

Auf der rechten Rheinstraße vor der Ruine Ehren­fels fuhr ein Kraftwagen mit drei Insassen, die aus Wiesbaden - Biebrich stammten, in den Rhein. Das Auto rannte in der Kurve gegen das eiserne Straßengeländer. Bei dem heftigen Anprall wurden zwei Insassen herausgeschleudert und blie­ben schwerverletzt liegen. Der Fahrer stürzte mit dem Wagen in den Rhein und ertrank. Seine Leiche wurde noch nicht gefunden.

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Die Aufgaben der deutschen Hochschulen

12 Leitsätze als Ergebnis der Rettorenlonferenz.

15 Mitglieder wurden hinter Schloß und Riegel gk« bracht. Man war der Bande auf die Spur gekom­men, als die Neuyorker Polizei vor einigen Mona­ten in dem Gepäck eines aus Frankreich kommenden Passagiers mehrere Kilogramm Heroin gefunden hatte.

Spielhöllen in Budapest ausgehoben.

Die Budapester Polizei hat am Samstag zwei Spielhöllen ausgehoben, wobei hohe Bargeldbeträge und mehr als 5000 Spielmarken beschlagnahmt wurden. Der eine Spielklub war mit einer am Fen­ster angebrachten Strickleiter versehen, die von den Besuchern bei einer etwaigen Razzia zur Flucht benutzt werden sollte. Gegen mehr als 40 Personen wurde das Strafverfahren eingeleitet.

Berchtesgaden, Sondergericht München verurteilte

Herr Eduard Sack

wurde nach einem arbeits- und segensreichen Wirken leider allzu früh aus unserer Mitte gerissen. Der Verlust trifft uns umso mehr, als dieser gerade und aufrechte Mann nicht nur in der Zeit der eigenen Inhaberschaft der Firma, sondern auch noch nach seinem Ausscheiden uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Sein Leben und Wirken wird uns allen Vorbild bleibe*

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jährigen ledigen Alfred , , im Juli 1938 einen Arbeitskameraden ermordet

und Förderung der Besten und Begabtesten allein aewährleistet auf die Dauer den Hochstand der deut­schen Wissenschaft und der deutschen Hochschule.

4. Die nationalsozialistische deutsckje Hochschule stellt eine Arbeits- und Erziehungsgemeinschaft dar.

5. Lehre und Forschung sind für die deutsche Hoch­schule eine untrennbare Einheit: Grundforschung und Zweckforschung sind gleichberechtigte, notwendig zu­sammengehörende Aufgaben der Forschungsarbeit des deutschen Hochschullehrers. Der deutsche Hoch­schullehrer ist Lehrer und Forscher zugleich.

6. Die Erfüllung der völkischen Aufgaben, die der deutschen Wissenschaft gestellt sind, beeinträchtigt nicht die Freiheit der Lehre und Forschung, die Wesensmerkmale und unabdingbare Grundlage der deutschen Hochschule und ihrer Idee der Wissen­schaft ist.

7. Die Hochschule ist nicht nur eine Bildungs- und Ausbildungsanstalt: sie ist darüber hinaus dazu be­stimmt und dafür verantwortlich, den Gesamtbestand und Hochstand des Geistesgutes des deutschen Volkes zu hüten, zu vertiefen und zu erweitern.

8. Bei der Festlegung der Studienpläne und der Gesamtausbildung ist die entscheidende Frage, welcher Umfang und welches Maß an wissen­schaftlicher Ausbildungsarbeit erforderlich ist, um die selbständige, schöpferische wissenschaftliche Arbeit zu sichern. Nicht entscheidend ist also die Frage, was abgestrichen werden soll und muß, um eine Ver­kürzung zustande zu bringen. Die Verkürzung der Gesamtausbildungszeit ist insoweit anzustreben und zu verantworten, als der hohe Leistungsstand deutscher wissenschaftlicher Arbeit da­durch nicht zum Schaden des gesamten Volkes beein-

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trächtig! wird. Sie darf nicht einseitig zu Lasten der Studierenden erfolgen. Gleichzeitig mit einer Verkürzung der Gesamtausbildungszeit ist eine Ver­besserung der wirtschaftlichen Lage der Jungakade­miker nach Abschluß ihres Studiums notwendig.

9. Zur Erfüllung der völkischen Aufgaben der deutschen Hochschule ist erforderlich, ihr zusätzliche Mittel zur dauernden Verbesserung ihrer Einrich­tungen zur Verfügung zu stellen. 10. Die deutsche Hochschule erstrebt die Einheit deutscher wis­senschaftlicher Arbeit: das bedeutet, daß Grundwissenschaft und angewandte Wissenschaft gleichberechtigte Glieder eines Ganzen sind, weil ent­scheidend für den Fortschritt der Wissenschaft im Enderfolg sowohl die Ausarbeitung und Anwendung gewonnener und übernommener Erkenntnisse, wie die Gewinnung neuer Erkenntnisse sein werden. Aus diesem Grunde müssen alle Wissenszweige ihrer 21uf- cjabe und Bedeutung entsprechend gepflegt und ge­fördert werden.

11. Die deutsche Hochschule hat nach überlieferter Weltgeltung der deutschen Wissenschaft und nach ihrer gegenwärtigen Aufgabe und Leistung im Groß­deutschen Reich den Anspruch auf die Anerkennung und die Unterstützung des gesamten Volkes.

12. Die wissenschaftlichen Hochschulen des Groß- deutschen Reiches stellen eine Einheit dar, die not­wendig auch die organisatorische Verein­heitlichung des gesamten Hochschulwesens beim Reich erfordert. Die nationalsozialistische deutsche Hochschule will die hohe Schule des deutschen Volkes

melden, nicht einmal mehr eine äußerst beschränkte Brotration verteilt werden. Auf nationalspanischer Seite sind unter Berücksichtigung dieser Lage im Laufe des Sonntags große Lebensmitteltransporte hinter der Front eingetroffen, die sofort nach dem Einmarsch der nationalen Truppen an die Madri­der Bevölkerung zur Verteilung gelangen sollen.

Der kommunistische Widerstandswille, der seit dem Eingreifen der von der Äalencia-Front einge­troffenen Kerntruppen Miajas gebrochen worden war, der aber innerhalb der letzten 48 Stunden doch immer wieder aufflackerte, ist im Laufe des Sonn­tags anscheinend völlig erstickt worden. Nur in der weiteren Bannmeile von Madrid wird gegen­wärtig noch gekämpft. Die Erbitterung, mit der sich die beiden Gruppen bekämpften, geht daraus her­vor, daß alle Personen, die im kommunistischen Parteihaus angetroffen worden waren, erschossen wurden. Ein Teil der Kommunisten hat sich Miaja ergeben, nachdem er erkannte, daß Widerstand aus­sichtslos war.

Von den Milizen Miajas wurden große Lebens­rnittel- und Munitionsreseroen gefunden. Nach An­sicht der Pariser Blätter scheint dies darauf hinzu­deuten, daß die Kommunisten bei ihrer Revolte ge­gen Miaja nach einem genau festgelegten Plan handelten, und daß die Versuche, die gemäßigteren marxistischen Elemente durch die Extremisten aus­zuschalten, von langer Hand vorbereitet waren.

Rundfunkprogramm

Dienstag, 14. INärz.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Entlang der Grenze. Ein Gang durch das südlichste Kärnten. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags­konzert. 14: Nachrichten. 14.15: O holde Frau Musical 16: Tanz- und Unterhaltungsmusik. Ein­lage: Das Mikrophon unterwegs. 18: Volk und Wirtschaft: Typenbegrenzung eine nationale Not­wendigkeit. 18.15: Ein vorbildliches Dorf. 18.30: Immer, wenn Soldaten fingen! 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Nicht lange mehr ist Winter. Unsere Jungen und Mädel treiben den Winter aus. 20: Nach­richten, Grenzecho. 20.15: Beliebte Suiten und Pot­pourris (I). 21: Der junge Goethe (XL Abend). Flucht in die Berge (Schweiz 1775). 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert.

Wetterbericht

Der Hochdruckrücken vom Atlantik nach Nordruß- land hat sich weiterhin verstärkt. Während an seiner Nordseite die vom Atlantik ausgehenden Störungen nach dem Nordmeer durchgehen, strömen an der Süd­seite weiterhin kalte Festlandsluftmassen nach Deutsch- land ein, die zu wechselnder Bewölkung und ver­einzelt noch zu leichten Schneefällen Anlaß geben.

Vorhersage für Dienstag: Wechselnd be- wölkt, doch einzelne leichte Schneeschauer möglich, kühl, nachts stellenweise mäßiger Frost, nordöstliche Winde.

Vorhersage für Mittwoch: Weiterhin kühl, wechselnd bewölkt, vereinzelt noch leichte Schneeschauer.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts« druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Unerwartet schnell verschied am 10.März 1939 mein herzensguter,

unvergeßlicher Gatte, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel

im 58. Lebensjahr.

Ein Leben voll treuester Pfichterfüllung und Arbeit hat ein allzu

frühes Ende gefunden.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Marie Sack, geb. Freund.

Danksagung.

Für die warme Anteilnahme am Heimgang meines

lieben Mannes sage ich auch im Namen meiner

Kinder herzlichen Dank.

Statt Karten.

Am 7. März 1939 entschlief mein lieber Mann, unser

guter Vati, Sohn und Bruder, der

Preußische Staatsforstmeister

Hans Borgmann.

Senta Borgmann und Kinder

Margarete Borgmann

Eberhard Borgmann

Peter Borgmann.

Kassel (Kr. Gelnhausen), den 13. März 1939.

Eduard Sack

Metzgermeister