Beamte im Wochenend-Lehrgang
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reichen.
Oer zweite Brand
(Nachdruck verboten!)
20. Fortsetzung.
lennr) Coordt dasitzen und fragte
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und
Der-
Schaub beugte
„Sie besuchten Stimmt das?"
Ein schwaches Schaubs Stimme
„Mit Ihrem Revolver wurde der Mordanschlag aus Dr. Bortefeld verübt! Wie erklären Sie sich das?
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den Stuhl zurück.
Schaub griff in die Schublade und holte den nen perlmuttereingelegten Revolver hervor.
„Ist das vielleicht Ihr Revolver?" fragte er sah das Mädchen zwingend an.
„Ja", kam die leise Stimme des Mädchens wehend.
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Der Sonntagmorgen brachte zunächst das Wecken, dann einen kurzen Lauf als Frühsportübung, Körperpflege und Stubendienst, und nach dem Frühstuck eine Morgenfeier mit Flaggenhissung.
Der Hauptvortrag des Vormittags war dem Thema „Unsere bevölkerungspolitische Lage" gewidmet, Redner Kamerad M u r m a n n.
Nach dem Mittagessen und einem Gang durch den Bergwerkswald, der bei dem prächtigen Wetter den Teilnehmern die schöne Landschaft erleben ließ, stand im Mittelpunkt des Nachmittags ein Vortrag von Kam. Dr. Roe scheu (Butzbach) über das Thema „Beamtentum und politische Weltanschauung".
In den frühen Abendstunden wurde die Flagge eingeholt, und die Kameraden begaben sich dann, erfüllt von den Stunden kameradschaftlichen Erlebnisses und von mancher gewonnenen Anregung wieder in ihre Heimatorte.
„Kriminalrat Schaub? Nanu, was ist denn hier passiert?" Er sah H> ' ‘
erstaunt in den Raum hinein.
„Was ist denn nur geschehen? Du läufst aus der Oper fort, der Chauffeur sagt mir, du habest dich hierherfahren lassen. Da bin ich dir nachgekommen — man wies mich hier herauf--ja, was ist denn
Hauptversammlung
des Eisenbahnvereins Sieben.
Der Eisenbahnverein Gießen, der die Eisenbahn- bediensteten aus dem bis Langsdorf, Reiskirchen, Klein-Linden und Niederwalgern reichenden Gießener Gebiet umfaßt, hielt am gestrigen Sonntag im „Cafe Leib" eine ordentliche Hauptversammlung ab.
Der Vereinsführcr, Reichsbahnobersekretär Pg. R e u s ch, schloß den Willkvmmensworten an die in stattlicher Anzahl erschienenen Mitglieder den Bericht über die Vereinsarbeit im letzten Jahre an. Er erinnerte an den Anteil der Reichsbahner an den politischen Erfolgen des vergangenen Jahres und stellte mit Stolz fest, daß alle Reichsbahner, gan; gleich, wo sie in jenen kritischen Wochen eingesetzt waren, ihre Pflicht bis zum letzten Augenblick erfüllt haben. Der Eisenbahnverein, der eine Fürsorge- emrichtung für die Berufskameraden an der Reichsbahn darstellt, konnte auch im verflossenen Jahre wieder 98 Anträge auf zusätzliche Fürsorge aus eigenen Mitteln der Reichsbahnbediensteten erfolgreich bearbeiten. Insgesamt wurden rd. 11 000 RM. an Unterstützungen aufgewendet, wovon durch den Bezirksfürsorgeverband 60 v. H. bestritten wurden,
Schaub reichte das Blatt seinem Assistenten und sagte etwas ärgerlich:
„Flotte Arbeit, das muß man sagen. Da wird wohl irgendein Reporter hier im Funkhaus gewesen sein und hat alles schnell an die große Glocke gehängt. Bedauerlich. Aber in dem Trubel hier hat natürlich niemand darauf geachtet--Geben Sie
jetzt aber keine Auskünfte, Torsten, wenn man Sie noch nach irgendwas fragt). Man wird nachher sicher nochmal anrufen und nach neuerem fragen ..."
Er legte das Blatt fort und fah die Besucherm an.
„Darf ich wissen", fragte er ruhig, „was Sie mir zu sagen haben?"
Das überzarte schmale Gesichtchen der Besucherin hatte sich mit angstvoller Röte überzogen, sie öffnete die schmalen Lippen, wollte etwas sagen und schwieg doch.
„Ihr Name?" fragte Schaub sachlich.
In diesem Augenblick öffnete sich leise die Neben- tiir. Evelyn und Thomas Kay standen auf der Schwelle. Evelyn sah Schaub an. „Sie haben mein Klopfen wohl überhört, Herr Kriminalrat — — entschuldigen Sie bitte! Der Wagen ist da. Dürfen wir fahren?"
Dann wandte sie sich um und erbliche Die kleine zusammengesunkene Gestalt, die auf Dem Siuhl kauerte und den Kopf tief gesenkt hatte.
Befand er sich zur Zeit der Tat in Ihrem Besitz? Oder--?" Er wehrte Evelyns erregte Geste ruhig
ab. „Lassen Sie nur, Fräulein Kay, es ist doch so, daß Sie Fräulein Coordt aus irgendeinem Grunde den Revolver fortnahmen, das läßt sich ja nun doch nicht mehr verbergen —"
Er schwieg einen Moment, ein hartes Anklopfen unterbrach feine Gedanken. Ein breiter Herr stand auf der Schwelle, im eleganten Abendanzug, mit erregtem nervösem Gesicht.
Schaub sprang auf.
„Herr Geheimrat Novelius?!" Der weißhaarige Herr sah den Kriminalisten erstaunt an.
wohl hier ins Funkhaus gefahren, um Näheres zu erfahren? Kind, ich begreife ja, daß dich der Anschlag erregt, aber das hättest du nicht tun sollen, ich hatte dich doch sowieso gebeten, alles zu lassen, was Bortefeld ..Er brach schnell ab, schwieg. Schaub beobachtete ihn aufmerksam.
„Es tut mir furchtbar leid!" sagte Novelius schwer. „Wie geht es denn Bortefeld? Sind seine Verletzungen schwer? Liegt er im Krankenhaus — und wie kam das alles?"
„Ich kann Ihnen auch nicht viel darüber sagen! Die Sache ist noch nicht geklärt. Bortefeld ist angc» schossen und schwer verletzt worden. Sein Zustand ist ernst. Man hat ihn allerdings operiert und hofft das Beste--Man hofft, ihn am Leben zu erhalten.
Trotzdem — der Anschlag muß aufgeklärt werden! Es geht nicht an, daß mitten in einem so belebten Haus ein Mensch seines Lebens nicht sicher ist, nicht wahr?"
Der alte Herr murmelte verstört: „Ich habe Dr.
sich vor.
Herrn Bortefeld heute abend?
Kopfnicken war die Antwort.
Der Eifenbahnoerein Gießen, der nach dem Frankfurter Verein Der älteste im Direktionsbezirk ist, kann in diesem Jahre sein 40jähriges Bestehen begehen, das in entsprechender Weise gefeiert werden wird. Der Zeitpunkt steht noch nicht genau fest. Jedenfalls wird zu gleicher Zeit eine Tagung des Be- zirksfürforgeverbandes Frankfurt in Gießen statt- finöen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird eine Ehrung der Gründer des Gießener Vereins und aller dem Eisenbahnverein seit 40 Jahren an- gehörenden Berufskameraden, ganz gleich, in welchen Standorten sie früher Mitglied waren, stehen. Mit der Feststellung aller für die Ehrung in Betracht kommenden Berufskameraden wurde Reichs- bahnoberinfpektor Luh beauftragt.
Dereinsführer Reusch gab abschließend noch einen Ueberblick über die Bedeutung der sozialen Aufgaben, für die 1937 rund 8,2 Millionen RM. aufgewendet wurden. Dann wurde die Tagung in üblicher Weise geschlossen.
** Ein Achtzigjähriger. Am morgigen 14. Februar feiert Herr Heinrich Scharmann, Marburger Straße 82 I, im Kreise feiner Familie seinen 80. Geburtstag. Bevor der Jubilar in den wohlverdienten Ruhestand trat, stand er über dreißig Jahre lang in städtischen Diensten. Trotz seines
nur los?"
Schaub bot Dem erregten alten Herrn Platz an.
„Bitte, Herr Geheimrat, setzen Sie sich Doch! Vielleicht können Sie uns helfen, ein Rätsel zu losen. Wissen Sie nicht, daß auf Dr. Bortefeld heute abend kurz vor acht Uhr ein MorDanschlag verübt worden ist?"
Der alte Herr fuhr auf.
„MorDanschlag? Bortefeld! Aber Das ist ja» entsetzlich! Das ist ja —" Die Stimme brach ab. „Um Gotteswillen, wie kam das denn? Und wer hat —?" .fiaftig und stoßweise kamen Die Worte aus seinem Mund. Dann wandte er sich zu Henny. „Du bist
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Schule sei dazu bestimmt, Den nationalsozialistischen Geist in Die letzte Zelle tragen zu helfen. Sie ei geschaffen, an Der Erziehung .unseres Volkes zur Gemeinschaft mitzuarbeiten. Die Ausrichtung aller derer, die hier aus- und eingehen, geschehe immer für die Gesamtheit unseres Volkes und für Den Führer Adolf Hitler.
An der Arbeit. - Frohe Kameradschaft.
Im Anschluß an diese kurzen einführenden Ansprachen las Kreisamtsleiter Ulrich aus einer Schrift von Wulf Sörensen, „Die Stimme der Ahnen", in der in klaren Darstellungen germanische und christliche Geisteshaltung einander gegenüber- gestellt waren.
3n Der Zeit bis zum Abendbrot wurden dann unter Leitung von Lehrgangsleiter Eifert noch einige Lieder gelernt, wobei erstaunlich rasch cm schöner Zusammenklang erreicht mürbe. Unter Den Klängen eines Der neugelcrntcn Lieder wurde anschließend Die Fahne eingeholt.
Nach Dem AbenDdrot waren Die restlichen Stunden bes Ahenbs Dem kamerabschaftlichen Beisammensein qemibmet, währenb bem noch manches gemeinsame Lieb gesungen würbe unb angeregte Unterhaltung die Stunben im Fluge vergehen ließ.
Oer Sonntag.
Schuß im Funkhaus,
Ein Roman von Maria Dberlin.
Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, Gröbenzell bei München.
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„Henny!" rief sie erregt. „Henny--Du hast
--du bist hier--Mein Gott!--Ich bat dich hoch so, vernünftig zu sein!" Sie brach ab, als sie bem ersten Blick Schaubs begegnete.
„Sie kennen biefe Dame, Fräulein Kay?" frage er schnell. „Wer ist es?"
Evelyn senkte ben Kopf. Sehr leise klang ihre Stimme.
„Henny Coorbt--eine Freundin von nur .."
„Es ist bie Dame, bie Sie heute abenb kurz vor acht Uhr bei Herrn Dr. Bortefeld im Zimmer sahen, weshalb Sie Ihren geplanten Besuch bei ihm nicht mehr ausführen konnten, nicht wahr?"
Evelnn biß sich auf die Lippen unb schwieg beharrlich.
„Sie brauchen nichts zu sagen, Fräulein Kay!
währenb die weiteren 40 v. H. aus den allgemeinen Beiträgen aufkamen. Die Unterstützungen wurden für Sachbeihilfen, Krankenfürsorge, Ferienver- chickung kranker und bedürftiger Kinder unb zur Bekämpfung' ber Tuberkulose verwendet. In ber warmen Jahreszeit rourbep rund 38 000 Flaschen Selterswasser, Das sind 10 600 mehr als im Vorjahr, an bie Berufskameraden ausgegeben. Damit hat diese kameradschaftliche Selbsthilfe ihre soziale Bedeutung erneut bewiesen. Der Dereinsführer hob hervor, daß diese soziale Einrichtung noch zu wenig bekannt ist unb er ermahnte die Berufskameraden, in ihren eigenen Reihen für Aufklärung zu sorgen, damit manche noch unbekannte Not gelindert werden könne. Nach ber Machtübernahme habe ber Verein unter ber neuen Führung einen Aufstieg von etwa 600 auf 1800 Mitglieber erfahren.
Der Kassenwart, Reichsbahnsekretär Loos erstattete den Rechnungsbericht, der geordnete Kasfen- verhältnisse aufwies.
Reichsbahnoberinspektor Luh brachte den Dank der Versammlung für bie aufopfernde Tätigkeit Der Dereinsführung zum AusDruck.
Hierauf berichtete Der Vereinsführer über die geplante Umordnung der Eisenbahnvereine, bei der über der Grundgedanke der Fürsorge für die Berufskameraden keine Abänderung erfahren soll.
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Bortefeld vor vierzehn Tagen zuletzt auf einem musikalischen Tee bei mir gesehen. Meine letzten beiden Einladungen hat er wegen Ueberlastung mit Arbeit ausgeschlagen ... Meine Nichte ist übrigens zart und leidend--ich glaube, es ist besser, wenn wir
gehen >.."
Schaub sah den Industriellen, einen ber reichsten unb geachtetsten Männer ber Stabt, an.
„Herr Geheimrat!" sagte er leise unb bestimmt. „Ich muß Sie leiber bitten, zu bleiben. Ihre Nichte hat Herrn Dr. Bortefelb kurz vor acht Uhr, zur Zeit bes Anschlags, besucht. Die Kugel, bie Herrn Borte- selb schwer verletzte, stammt aus bem Revolver Ihrer Nichte. Zur Zeit bes Anschlags sah man Ihre Nichte in verstörtem unb erregtem Zustande bas Zimmer Dr. Bortefelbs verlassen--Sie werben begreifen,
daß diese Dinge einer Aufklärung bedürfen —!"
Geheimrat Novelius war totenbleich geworden. Er- 1 regt fprang er auf unb griff mit ber Hanb in ben Kragen, als brücke ihm ein fürchterlicher Gebanke den Hals zu.
„Herr Kriminalrat! Das klingt ja, als ob Henny — aber nein, bas ist ja Wahnsinn, das kann ja nicht jein!" Er roanbte sich an die zitternde, blaffe Frau, die teilnahmslos im Sessel saß unb auf bie eichene Tischplatte blickte.
„Ich bitte bich. Henny, sag boch was! Verteibige dich boch. Das ist doch alles ein Mißverständnis — bas kann boch nicht sein —! Warst Du bei Bortefelb? Ich hatte es dir boch verboten! Warst Du
meinte Schaub ruhig. „Aber bleiben Sie noch eine Weile--bitte —" Er schob ihr einen Stuhl zu.
„Bitte!" Zu Thomas meinte er hohflich:
„Bitte, warten Sie brauhen, Herr Kay!"
Mit einem letzten aufmunternben Blick sah Thomas bie Schwester an, brückte ihr hastig bie Hanb, ging hinaus.
Die zarte Frau ihm hellen Mantel hatte ben Kopf tief gefenkt.
Schaub sah sie an. „Sie wollten mich sprechen, Fräulein Coorbt, in ber Sache Bortefelb, wohl? Nun?"--
Die Angeredete schwieg, ihre blassen Lippen murmelten Worte, aber sie tarnen so leise aus bem bebenben Munb, baß Schaub sie nicht hören konnte.
„Sprechen Sie lauter!" meinte er ruhig. „Sagen Sie, was Sie zu sagen haben!"
Noch immer tarn kein verständliches Wort von den zitternden Lippen.
heit?"
Evelyn Kay beugte sich erregt vor. „Henny, bitte sag boch--was war denn?" Ihre Stimme war
nur ein angstvolles Flehen.
Schaub schüttelte ben Kopf. „Lassen Sie, Fräulein Kay, Fräulein Coorbt wirb uns schon sagen, was war ..."
„Sie besuchten Herrn Dr. Bortefelb", fuhr Schaub ruhig fort. „Woher kennen Sie Herrn Dr. Bortefelb? Was wollten Sie von ihm?"
Eine Tränenslut brach plötzlich aus den Augen ber kleinen blassen Frau. Stoßenb kamen ein paar un= beutliche Worte--
„Ich wollte ihn fragen, weshalb er schon zweimal meine Einlabungen ausgeschlagen hatte, unb weshalb er sich auch niemals mehr bei meinem Onkel sehen ließ--"
Dann schwieg Henny Coorbt unb sank erschöpft in
mürbe ungebulbiger. „Haben Sie mir nichts zu sagen in bieser furchtbaren Angelegen-
Die Wochenenbschulung ber Beamten wird von letzt ab in regelmäßigen zeitlichen Abständen ftattfmbcn unb insbesondere bie Amtsträger bes Amts für Beamte ber NSDAP, unb bie Beauftragten bes Reichsbunbes Deutscher Beamter vereinigen. Der erste Kursus konnte nach ber ganzen Art seiner Durchführung als ein guter Erfolg unb verheißungsvoller > Auftakt gewertet werben.
Ok TlS.'Gemeinschast d „Kraft durch Freude".
Neue Winterfahrt.
Zusätzliche Winter-Urlaubsfahrt in die Ostmark vom 6 bis 18. März ins Pongauer Schlgeb et. Teilnehmerpreis einschließlich Fahrt unb Verp le- qung 62,50 RM. Anmelbung bei allen Freis- unb Verkaufsstellen ber NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freube". 10bbU
Zarin und llntergau 116 Wetterau.
als Hausherr bes Schulungsheims hieß bte Beamten willkommen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sie ich in dem Heim wohlfühlen mochten. Der Geist ber im Hause herrsche, möge allen bie Kraft qeben für ihre Arbeit im Alltag. Die Abgeschlosten- heit bes Hauses von aller Unruhe und allem Verkehr, die Naturnähe, die Kameradschaft unb Die aemcinfame Arbeit würben allen bie Stunden im.v <, -
A7m zum bleibenden Erlebnis werden lassen. Die'Auftakt gewertet werden.
durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten di- Psundpäckchen bereitzulegen unb ben Inhalt auf oer Umhüllung erkenntlich zu machen
Am Mittwoch, 15. Februar, wird im Bereich Der Ortsgruppe Gießen-Nord Die Kleider, arnrn- I u n g für Das Winterhalbjahr 1938/39 durchgefuhrt. Die Hausfrauen werden gebeten, die noch gut erhaltenen abgelegten Bekleidungsstücke zur Abholung bereitzulegen.
WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte.
Am 15. urib 16. Februar sammelt Die NS-Frauenschaft der Ortsgruppe Gießen-Mitte die Pf u n d- ipenDe. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzuhalten unb Den Inhalt auf der Umhüllung kenntlich zu machen. -
Am 16. Februar führt bie Ortsgruppe Gießen Mitte bie Kleibersammlung durch £ie Kleidersammlung beginnt vormittags 9 Uhr i?ie Anwohner werden gebeten, Die ßleibungsftude bereitzuhalten. Die Sammlung roirD durch Hornstgnale eines Soldaten in Den Straßen bekanntgegeben.
Das Amt für Beamte Kreis Wetterau Der NSDAP. unD die Kreiswaltung Wetterau im Reichsbund Der Deutschen Beamten hatten für das vergangene Wochenende zum er|ten Male eine Reihe Kameraden (etwa 20 an Der Zahl) zum ersten Wochenend - Schulungskursus zusammen- qerufen. Der Kursus fand in der Gauschule im Bergwerkswald statt und vereinigte Kameraden aus Gießen, Butzbach und Friedberg. T)er Kursus diente dem Ziele der weltanschaulichen Schulung und Ausrichtung, er stand ganz im Zeichen und im Geiste der Kameradschaft.
Den feierlichen Auftakt bildete am Samstag tue Flaggenhissung, Die in Der herrlichen landschaftlichen Umgebung unb zur Spätnachmittagsstunbe zu einem ersten schonen Erlebnis würbe. Der Flaggenhissung folgte eine kurze Begrüßung.
KreiSamlsleiter Ulrich
vorn Amt für Beamte hieß bie Kameraden willkommen, sprach kurz über ben Sinn Der Wochenenbschulung unb gab bem Wunsche Aufdruck, daß allen Teilnehmern Stunden reichen Erlebens uno der echten Kameradschaft beschieden sein mochten.
Kamerad Eifert-Gießen
hohen Alters konnte man ihn auch bis ins letzte Jahr hinein im Sommer täglich beobachten, wie er seine Gartenarbeiten selbst verrichtete Er geholt auch bereits 50 Jahre lang zu den treuen Bezi^ Hern bes Gießener Anzeigers. Wir wünschen ihm noch einen weiteren gesunben Lebensabend.
** Feierstunde in Kliniken. Am Sonntagnachmittag bereitete bie 2. Klasse ber Volksschule Klein-Linden unter Leitung von Lehrer R au Den Patienten ber Chirurgischen Klinik unb ber Ohrenklinik wiber eine frohe Stunbe. Prächtig vorgetragene Lieber ber Heimat unb des jungen Deutschland wechselten mit Gedicht- und Mundartvorträgen. Dazwischen erfreuten jugendliche Hanbharmonikaspielerm- nen mit ihren flotten Weisen. Aus bem Kreise ber bankbaren Zuhörer würbe ben Kinbern unb ihrem rührigen Lehrer herzlicher Dank für biefe schone Feierstunde ausgesprochen. . .
♦* Verkehrssünber. Die Polizei schritt in Der Zeit vom 3. bis 9. Februar ein: gegen Kraftfahrzeugführer mit 4 Anzeigen unb 2 gebühren- pflichtiaen Verwarnungen-, gegen Radfahrer mit 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen.
(kiserue Hochzeit.
* Salzböden (Kreis Wetzlar), 12. Febr.^Die Eheleute Johannes unb Margarete Peter in Salzböden konnten heute in guter Gesundheit die Feier ihrer eisernen Hochzeit begehen. Aus Anlaß dieses 65jährigen Ehebundes ließ Ministerprastdent Generalfeldmarschall Göring dem Jubelpaar ein Glückwunschschreiben und ein Ehrengeschenk üben
als Lehrgangsleiter wies in feiner einführenden Ansprache auf bie großen Ereignisse bes vergangenen Jahres hin, sprach von ber Sicherung Des Reiches nach innen unb außen, von ber Schaffung Großbeutschlanbs, er erinnerte aber auch baran, datz es gelte, für alle großen Aufgabenstellungen ber Zu- tunft bereit zu fein. Er sprach dem Kreis eiter ben Dank aus für bie bereitwillige Ueberlaffung bes Heimes für diese Wochenendschulung der Beamten. Nachdem der Lehrgangsleiter noch die Gau- jchule als eine Kultstätte nationalsozialistischen Willens bezeichnet hatte, wies er auf den tieferen Sinn dieser Schulung hin, ber barin zu erblicken sei von ber Kameradschaft her zur Volksgemeinschaft zu kommen, Rüstzeug zu vermitteln für bie Ausgaben im Dienst unb im täglichen Leben. Dann gab er noch ben Tagesplan bekannt, ber für biesen Wochen- enb-Schulungskursus aufgestellt worben war.
Kreisschulungsleiter Michel
eine Holge des ersten Feuers.
* Hohensolms, 13. Febr. Die Untersuchung ber beiden Scheunenbrände, die vor einigen Tagen beibemal frühmorgens hier ausbrachen, hat nach ben Feststellungen ber Frankfurter Kriminalpolizei ergeben, daß ber zweite Scheunenbrand eine Folge des einige Tage vorher eingetretenen Brandes war.Die b e i b e n Scheunen standen Direkt n e b c n e i n a n D e r. Beim ersten Scheunen- branD zogen Die Flammen auch Das Balkenwerk Der anderen Scheune an einer Stelle in Mitleidenschaft, wo die.Branbwirkung nicht bemerkt werden konnte. Dort glühte Das Feuer einige Tage lang weiter, bis es am Mittwoch frühmorgens zur hellen Flamme aufloberte unb nun auch bie zweite Scheune mit Inhalt einäscherte.
Mein-Mainische Börse.
Mittagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 11. Febr. Die Börse hattS zum Wochenschluß das erwartete übliche kleine Geschäft. Gegen bie Vortage erfuhr es noch eine weitere Schrumpfung, ba eine Beteiligung der Kund« schäft fast fehlte.
Am Aktienmarkt war bie Lage im ganzen gesehen gehalten unb Die Kurse nur wenig abwei- chend, boch zeigten einige Papiere Rückgänge über 1 v. H., ba bas herauskommenbe Material nur zu ermäßigten Kursen ausgenommen würbe. So er« mäßigten sich u. a. Rheinstahl — im Gegensatz zu ben anberen Montanwerten — um 1,25 v. H. auf 138,75, von Maschinenaktien Demag auf 148 (149,25) und AG. für Verkehrswesen auf 121,50 (122,40). Etwas niedriger setzten ferner Metallgesellschaft mit 120,90 (121,50) unb Reichsbank mit 182 (182,50) sowie Vereinigte Stahlwerke mit 111 (111,25) ein.
ben lagen mit 151,50 unoeränbert, ebenso u. a. Ees- fürel mit 140, Hoesch mit 110 unb Aschaffenburger Zellstoff mit 109. Ein wenig fester lagen Bekula mit 159 (158,75), Mannesmann mit 112,75 (112,50), Rheinmetall mit 134,25 (133,75) unb Westbeutsche Kaufhof mit 106,65 (106). Im übrigen wiesen bie Kurstafeln große Lücken auf.
Auch ber R e n t e n m ar k t war weitgehend ohne Geschäft. Von öffentlichen Werten bröckelten Reichs- bahn-VA. auf 122,90 (123) ab, Reichsaltbefitz mit 129,65 behauptet. Pfandbriefe hatten nach beiden Seiten nur kleinstes Geschäft, ebenso Stadtanleihen, i Industrie - Obligationen schwankten durchschnittlich , bis 0,25 v. H., nach Pause gaben 5 v. H. Hoesch um > 0,75 v. H. nach auf 101,50. Im Freiverkehr nannte i man Kommunal-Umschuldung wenig verändert mit ; 93,20 (93,22Vs): später aber auf 93,17'/- nach- s gebend, ebenso Reichsaltbesitz auf 129,50.
Vetr.: rNittwoch-Vorstellung im Rahmen des hI.-Theaterringes.
Die HI.-Theaterring-Vorstelluiig für die Zusatz- karten findet am Mittwoch, 15. Februar statt. Es gelangt zur Aufführung „Minna von Barnhelm . Die Karten können ab sofort auf ber Verwaltungsstelle bes Bannes abgeholt werben.
Zusammenarbeit zwischen Schule und NSB.
Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen — Lanbes- regierung - veröffentlicht Richtlinien für Die Zusammenarbeit zwischen Schulen unb RSB. Es würbe mit dem Gaubeauftragten für bas Winter- hilfswerk vereinbart, baß künftige Sammelergeb- niffe beim Sammeln von Aehren und Bucheckern ufw. zwischen WHW. unb Schule im Verhältnis 2:1 zu teilen sind. Der ber Schule anfallende Teil des jeweiligen Sommeiertrages ist für allgemeine Zwecke, wie Schullandausenthalt, Wanberungen, Verbesserung ber Ausstattung für Leibesübungen u. ä. zu verwenden. Die schulischen Leistungen dürfen durch Die Sammelarbeit nicht beeinträchtigt werden.
bei ihm?"
„Ja, ich war bei ihm!" kam es leise zurück. „Kurz vor acht Uhr. Und ich war sehr aufgeregt Jo. es stimmt alles..."
Novelius fuhr sich durch die dichten weißen Hoare.
„Aber das andere — bas ist boch Wahnsinn, Henny, ich bitte dich!"
Das junge zarte Mädchen faß mit tiefgefenktem Kopfe. Nur ihre bebenben Schultern zuckten leist unb zeigten eine ungeheure Erregung.
Geheimrat Novelius blickte ben Kriminalisten bit' tenb an.
„Darf ich Sie einmal unter vier Augen sprechen, Herr Kriminalrat?"
Schaub sah ben alten Herrn überrascht an.
„Bitte!" sagte er höflich unb wies auf die Tur des nebenliegenben Zimmers.
Torsten flüsterte er zu: „Lassen Sie Fräulein Coorbt nicht aus den Augen!" Der Assistent nickte zustimmenb. .
Dann schloß sich hinter den beiden Männern Die hohe Tür.
(Fortsetzung folgt!}


