Ausgabe 
13.2.1939
 
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Nr.37 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Montag, 13 Hebruar MY

FW''" '*>

Gfs.

C. K.

Hochschulnacbn'chien.

Professor Philosophie

erneuernden Lebens, des gläubigen Vertrauens auf die Zukunft. Konnten wir Frauen uns ein besseres Sinnbild für unsere Arbeit wählen? Nichts hat die Man-Rune zu tun mit einem vom Aberglauben ge­bundenen Heilszeichen, wohl aber ist sie richtung­gebend für die unter ihrem Symbol zu leistende Arbeit. So steht nun auch das ganze Sinnen und Trachten des Deutschen Frauenwerks danach, sich in ihrer unerhört mannigfachen Tätigkeit des Ab­zeichens würdig zu zeigen, lebensfördernd sich aus­zuwirken.

Das Deutsche Frauenwerk ist in viele Arbeitsab­teilungen eingeteilt, die alle wieder unterteilt sind. Das erste Gebiet ist zunächst die Abteilung Orga­nisation, die jeder Arbeit und jedem in der Arbeit den richtigen Platz zuweist. Dazu benötigt sie und alle die anderen Abteilungen, die Arbeit der Abteilung Presse und Propaganda. Von großer Wichtigkeit ist die Abteilung Volkswirtschaft-Haus­wirtschaft gerade in der jetzigen Zeit: sie hat sich strikte an den Vierjahresplan zu halten und hat für alles Rat zu wissen. Und wieder muß man schrei­ben, von ebenso großer Wichtigkeit ist der Reichs­mütterdienst mit seinen vielen Kursen zur Er­ziehung deutscher Mütter und Frauen und seinen «wertvollen Mütterschulen. Auch die Abteilung Grenz- lland-AusIand mit der Betreuung all der nun zum «Großdeutschen Reich hinzugekommenen Bevölkerung mnd den vielen anderen noch im Ausland lebenden Deutschen steht an Wichtigkeit gleichberechtigt unter Den anderen Abteilungen. Wie wichtig ist das Drauenarnt der DAF., das all den berufstätigen Krauen Auskunft und Hilfe erteilt. Und wie wichtig list es auch, daß jede deutsche Frau rassenpolitisch er- gogen und aufgeklärt wird.

Angeschlossen an das Deutsche Frauenwerk sind Vie Jugendgruppen, die alle Frauen und Mädchen vorn 21. bis 30. Lebensjahr umfassen. Sie fördern n vorbildlicher Weise den Gemeinschaftssinn und die Kameradschaft und geben den Mädchen und Frauen Gelegenheit, sich an all den nützlichen Kursen des

Deutschen Frauenwerks zu beteiligen und reichen Ge­winn für ihre Zukunft davonzutragen.

Deutsche Frauen, ihr seht also, wie reichhaltig das euch gebotene Betätigungsfeld ist. Zögert nicht, einzutreten in das Deutsche Frauenwerk, helft mit am Aufbauwerk des Führers, helft mit, Deutschland

und plastischer, affektgebundener Koloratur. Die Wir­kung ihres Gestaltens wäre noch unmittelbarer ge­wesen, wenn sie sich mehr von dem Notenblatt ge­löst hätte.

Ein vollbesetztes Haus bewies das rege Interesse für diese Veranstaltung, lebhafter, ja begeisterter Beifall war der Dank für die Rokoko-Feierstunde.

Dr. Hermann Hering.

ttne hier doch schon sich persönliche Züge sowohl in der formalen Struktur des Ausbaues wie auch in der Individualisierung des Ausdrucks ankündeten. (Der innere Zusammenhang mit der geistigen Ent­wicklung der Zeit erhellt sich sofort, wenn man be­denkt, daß ein Jahr nach der Entstehung dieses Werkes GoethesGötz" erschien und im folgenden seinWerther".)

Die verhältnismäßig große Zahl der einzelnen Sätze, zwei Menuette mit mehrfachen Trios (mit überaus reizvollen und ausgezeichnet durchgeführ­ten Blöserpartien) und ein doppeltes Finale bestäti- gen, wie der Inhalt über die übliche formale An­lage hinaus zu streben beginnt.

Heinz Mar k w a r d t gab diesen empfindsamen Tönen differenzierten, sensiblen Ausdruck in feiner Abstufung mit plastischem Herausstellen der einzel­nen instrumentalen Son^ei-wert» Vielleicht mehr noch als bei Mozart kündet sich bei Haydns -A b s ä) i e d s s y m p h o n i e", ebenfalls aus dem Jahre 1772, die beginnendeSturm- und Drang"- Periode an. In einer über ein Jahrzehnt hinaus reichenden praktischen Erfahrung im Bemühen um öas Wesen der Symphonie war er in formaler Hin- fieftt wohl schon zu gewissen feststebenden Ergebnissen gekommen. Um so stärker bricht während der siebziger Jahre das persönliche inbaltliche Moment durch, liebe raus interessant ist beispielsweise die Durch­führung des Kopfsatzes, die mit der Verarbeitung der aufnestellten Themen beginnt, dann aber einen neuen Gedanken einschaltet und darauf erst zur Wiederkeb'- der Themen hinleitet.

Heinz Mark wardt ließ die Moll-Welt des Kovfsatzes erregt heraustreten. Mit besonderer Nach- giebiakeit erschloß er die inhaltliche Tiefe des zwei­ten Satzes: das eigenwillige Antlitz des Menuetts wie auch der lebhafte Beginn des Finales bezeugten mitgehenden Impuls beim Dirigenten und bei sei­ner Gefolgschaft. Das Finale in seiner weiteren Durchbildung ronr von sichtlicher Musizierfreude er­füllt. Der Sinn dieserAbschieds"-symphonie konnte durch nichts stärker betont und begriffen werden, als durch 1>ie szenische Aufführung im Kostüm: wie ein Instrument nach dem andern sich aus dem mu- izierenden Verbände löst, die Kerzen am Pult Der» Aschen und zuletzt nur noch imei Geigen in innigem - Eingehen aufeinander das Werk zu Ende führen: ein geistreicher, vorbedachter Scherz Haydns.

Zwischen den beiden Orchesterwerken sang Anni Assion die zweite Arie der Donna Anna aus MozartsDon Giovanni". Während die erste Arie der Donna Anna von dem Racheaedanken be­herrscht ist, gibt Mozart hier einen Einblick in diese i Gestalt als weiblich emDfindsarnes Wesen. Anni Assion erweckte diese Gefühlswelt mit Innigkeit und . herzlicher Wärme bei ausladender Breite des Forte

Die neue Dienststelle des SA.-Sturmes 13/116 in Watzenborn-Steinberg.

Gießener Siadiiheater.

IX. Morgenveranstaltung: Meister des Rokoko.

Sowohl bei Haydn wie auch bei Mozart Zwingt das Wesen des Zeitalters in den Werken nit. Ja, ihre Musik kann als sinnfälliger Zeuge '/ir das geistige und gesellschaftliche Leben ihrer .,;eit gelten. Beide nahmen zunächst die rnusikali- skhen Formen auf, die ihnen die Umwelt bot, aber m fortschreitender Entwicklung setzte sich das Per- inliche durch, indem es wie bei Haydn auf neue l usdrucksformen in der Symphonie und im ('treichquarkett vorstieß oder wie bei Mozart, daß e-r die geistigen Ströme der Zeit auffing und im Zirechungslicht des Eigenen zur Verinnerlichung, ÜLrtiefung und Individualisierung führte.

Unter den drei großen Wiener Meistern sind e-r Haydn und Mozart, die in der Ausübung ilirer Tätigkeit die Lasten des dienstlichen Arck- trngs und des musikalischen Amtes mit ihren Ab­hängigkeiten zu tragen haben. Haydn bringt die orößte Zeit seiner Wirksamkeit im Dienste des Ersten Esterhazy zu: Mozart muß den rigorosen §ichritt wagen, um sich von dem Zwang der Salz- birger Verhältnisse zu lösen.

.Das Kostüm der Zeit ist gleichzeitig das Svmbol ir die gesellschaftliche Stellung der beiden Künst­le- gewesen: dem Hörer der Musik aus jenen Ta- $ii wird es zweifellos zur unverkennbaren Hilfe, dl!' Werke aus dem Zeitmilieu heraus zu erfassen. Baer in der gestrigen Morgenfeier des Stadttheaters )ls Bild auf der Bühne in sich aufnahm, konnte ki in jene Zeit zurückversetzt glauben, und wenn nd) noch die Echtheit der Gebärde durch kleine Z nderzüge an Deutlichkeit gewann, so war damit ii innere Bereitschaft des Hörenden gesichert. So trabte man Mozarts Divertimento in D-dur (1792) ir Streichkörper, Flöte, Oboe, Fagott und vier kurner in dem ihm ursprünglich zukommenden ußeren Rahmen, aus dem zugleich das geistige 9 sen der Zeit Gestalt gewinnen konnte.

Divertimento und Serenade waren gebräuchlichste llsdrucksformen der Musik im Bereich des gefell- h ftlichen Lebens geworden. Daß ein starker Be- njf an solchen Werken vorhanden war. bafür spricht e reiche Zahl, die uns von Mozarts Schaffen über-- r men ist. Die Ausdrucksmittel des gebräuchlichen llärumentalkörvers bedingten ein vornehmlich 'Uppenroetfes Musizieren der beteiligten Jnstru- Mte. Die galante geistreiche Konversation war das k'enselement dieser Musik ebenso wie die aus- s rochene Freude am Musizieren. Wer aber bei 1 tp Aufführung bedacht zuhörte, dem zeigte es sich, i

Als die Schier noch neu waren.

Die großen Schimeisterschaften, die soeben in Deutschland und Polen ausgetragen wurden, fesseln gegenwärtig wieder die Aufmerksamkeit aller Sport­ler und Sportfreunde in der ganzen Welt. In diesem Zusammenhang liest sich ein Artikel, den derSchwei- zer Berichterstatter derTimes" aus seiner Erinne­rung an die Kindheitstage des - Schilaufs schreibt, sehr unterhaltsam:

Gegen Ende Januar 1901", so plaudert er,über­querte ich mit meinem Vater zu Fuß den Saanen- möser Paß und kam in Gstaad im Berner Oberland an. Die Kälte mar hart, und eine hohe Schneeschicht bedeckte das Land. In der Halle des Hotels ich alaube, es war das Rößli" saßen ein paar Eng­länder und spielten Whist.Da bist du ja endlich!" rief ein großer Mann, warf seine Karten fort und lvrang auf, um uns zu begrüßen. Es war Oberst Williams von der indischen Armee, ein Freund meines Vaters, der uns gebeten hatte, zu kommen und eine Woche mit ihm, feiner Frau und ihren beiden Schwestern zu verbringen.

Nach dem Mittagessen sagte der Oberst:Ihr seid grade zur Zeit gekommen. Morgen früh wollen wir unsere Schier ausprobieren."Eure?"Unsere Schier. Kennst du diese Erfindung noch nicht: eine Art hölzerne Schlittschuhe, die ich vom Himalaja mitaebrarfit habe. Du wirst schon sehen." Am nächsten Moraen beobachtete eine kleine Menschen­menge den Oberst, wie er sich bemühte, ein Paar lange Planken die an einem Ende gebogen waren, zu schultern. Seine Damen rangen mit ähnlichen scknvierigen Geräten. Die Zuschauermenge wuchs an.

Gehen wir", sagte der Oberst.

Gefolgt von den Ortseinwohnern und einer An­zahl englischer Gäste erreichten mir die Spitze des Hügels. Der Oberst und feine Begleiterinnen be­gannen, die Planken mit einer Art Flechtwerk und ein paar Lederriemen an den Stiefeln zu befestigen. Es dauerte lange und erschien schwierig. Während­dessen erklärte der Oberst, wie er zu den Schiern kam. Voriges Jahr", erzählte er,kam ein Norweger zum Himalaja und versuchte die Dinger. Ich sah ihn ein paar Abhänge in toller Geschwindigkeit herunter-

Bürgermeister Schäfer überreichte nach der Verlesung die Urkunde und den Schlüssel des Hau­ses dem Obergruppenführer Beckerle, der seiner­seits dem Sturmführer Schäfer die Urkunde und damit das Haus zu treuen Händen übergab. So­dann hielt

Obergruppenführer Beckerle

eine kurze Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die Gemeinde keine glücklichere Zeit zur Heber« gäbe dieser Dienststelle habe wählen können, als gerade diese Wochen, in denen der SA. vom Füh­rer die vor- und nachmilitärische Ausbildung über­tragen und ihr damit eine Aufgabe gestellt wurde, die der Bedeutung der SA. für das Dritte Reich ge­recht wird. Der Obergruppenführer erinnerte in die­sem Zusammenhang an das Wort des Führers: Alles, was ihr seid, seid ihr durch mich alles, was ich bin, bin ich durch euch allein!" In feinen weiteren Darlegungen sprach der Redner von der Arbeit der SA., wie sie sich im SA.-Sportabzeichen, im SA.-Reiterschein, im SA.-Sanitätsschein usw. dokumentiere, er sprach von der tiefen Kamerad- chaft in der SA. und dem unerschütterlichen Ver­trauen auf den Führer, von der Kameradschaft, wie ie in der Kampfzeit geboren wurde, von den Opfern, die von SA.-Kameraden gebracht worden sind, die in der Kampfzeit verwundet wurden, den Beruf, den Arbeitsplatz, mancher gar das Leben, verloren. Er sprach aber auch davon, daß die Kame­raden der SA. immer Nationalsozialisten waren und bleiben werden, daß die Idee Adolf Hitlers Anfang

Bürgermeister Schäfer verliest die Schenkungs- Urkunde. Neben ihm Obergruppenführer Beckerle. (Aufnahmen [2J: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Kleidersammiuna für das WHW.

An den Ortsgruppen Gießen-Nord, Gießen-Ost und Gleßen-Mitte findet am Mittwoch und Don­nerstag eine Kleidersammlung für die Zwecke des Winterhilfswerkes statt. Zur Abholung der Kleider stellt die Wehrmacht Wagen bereit, in denen die Beauftragten des WHW. in den Straßen der drei Ortsgruppen zur Entgegennahme der Spenden er­scheinen werden. Ein Hornist wird die Hausfrauen auf das Erscheinen jedes Wagens aufmerksam ma­chen Der Kreisbeauftragte Gießen-Wetterau des WHW. appelliert an unsere Hausfrauen, diese Spende in bestmöglichster Weise zu unterstützen. Es ist darauf zu achten, daß bei der Sammlung solche Kleidungsstücke gegeben werden, die tatsächlich noch eine Verwendung für die hilfsbedürftigen Volks-

Für unsere Nachbargemeine Watzenborn- Steinberg brachte der gestrige Sonntag eine ? 0^0 . ntliche Begebenheit: dem S A. - St u r m 13/116 konnte eine eigene Dienststelle in einem eigenen Haus übergeben werden! Die Uebergabe öes Hauses fand in feierlicher Form statt. Ober­gruppenführer Beckerle, Kreisleiter Backhaus Standartenführer Lutter, die SA.-Stürme 11, 12, 13, 14 und 15/116, sowie zahlreiche Volks- genoflen aus dem Orte und der Nachbarschaft nah- men daran teil. Die Straßen des Ortes waren mit vielen flaggen geschmückt.

Die Feier der Uebergabe fand unmittelbar vor öem Hause Glosse ngasse 14, das nun dem nUrrT . . ols Eigentum übergeben wurde, statt,

so ü' ginnte Pünktlich traf Obergruppenführer Beckerle in Watzenborn-Steinberg ein und schritt zunächst die Front der Stürme ab.

Bürgermeister Schäfer

dieß dann die Gäste herzlich willkommen und sprach davon, wie die Arbeit der Partei und ihrer Gliede­rungen in Watzenborn-Steinberg bisher immer un- ter Raumnot litt, wie es auch nicht möglich wurde, allen Gliederungen in den Räumen des Volks­hallengebäudes Platz zu verschaffen, wie insbeson­dere für die SA. die Frage der Raumbeschaffung dringend wurde. Er kennzeichnete im einzelnen, wie ds dazu kam, dieses leerstehende und unbenutzte Haus, in dem ursprünglich ein anderer Geist, als der der SA. geherrscht habe, zur SA.-Dienststelle umzugestalten und würdig einzurichten. Er schilderte die Schaffung dieser Dienststelle der SA. als ein Gemeinschaftswerk von Partei, SA. und Gemeinde und sagte allen denjenigen Dank, die sich durch Rat und praktische Tat für das Zustandekommen ÖG5 Werkes einsetzten. Bürgermeister Schäfer gab erner bekannt, daß die StraßeGlossengasse", deren Name von keinerlei historischer Bedeutung' ei, in Zukunft den NamenStraße der SA." ühren soll. Im Anschluß daran verlas der Bürger­meister die Schenkungsurkunde, in deren Wortlaut der Geist zum Ausdruck kommt, aus dem das Werk entsprang. Die Schenkungsurkunde hat folgenden Wortlaut:

Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg schenkt am 12. Februar, im VII. Jahre des national­sozialistischen Reiches, dem örtlichen SA.-Sturm 13/116 das Gebäude mit dem dazugehörigen Grund und Boden Glossengasse 14, als SA.- eigene Dienststelle. Sie bringt damit den Dank und die Anerkennung zum Ausdruck, die der SA. gebühren für ihre Verdienste um die Er­ringung der Macht und den Aufbau des natio- j nalsozialistischen Reiches.

Watzenborn-Steinberg, am 12. Februar des < VII. Jahres der nationalsozialistischen Erhebung. <

Der Gemeinderat.

Der Bürgermeister, (gez.) Schüfe r." I

und Ende sei. Mit Worten des Dankes an die Ge«> mcinde, die dem SA.-Sturm 13/116 ein würdiges Heim geschaffen hat und mit der Aufforderung, immer in unerschütterlichem Vertrauen zum Führer zu stehen, Kameradschaft zu üben und immer wieder nationalsozialistische Einstellung zu beweisen, schloß Obergruppenführer Beckerle seine Ansprache.

Ein schönes Heim.

Im Anschluß daran wurde das Heim besichtigt, das, wie man sich überzeugen konnte, mit gluck- lirfjcr Hand ausgestaltet und eingerichtet wurde. Die Besucher gewannen den besten Eindruck. Die Front des Hauses schmückt das Zeichen der SA.

Nachdem sich die Gäste das Haus betrachtet hat­ten, fand an der Volkshalle ein Vorbeimarsch vor Obergruppenführer Beckerle statt, bei dem man die SA. nach den Klängen des Mnsikzuges der SA.- Standarte 116 wieder in vortrefflicher Disziplin sah.

Ekn gemeinsamer Eintopf-Mittagstisch, den Frauenschaft und BDM. mit viel Sorgfalt zubereitet hatten, vereinigte abschließend die SA. aus Stadt und Land zu einer weiteren Stunde der Kamerad­schaft.

Dr. Max W u n d k, Ordinarius für , . an der Universität Tübingen, be­ging dieser Tage feinen 6 0 Geburtstag. Pro­fessor Wundt, der dem Sachverständigenbeirat des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands angehört, hat zahlreiche Schriften veröffentlicht, u. a. über griechische Philosophie, Augustin und Kant, Fichte, fernerDeutsche Philosophen und ihr Schick­sal",Was heißt Völkisch?",Der ewige Jude" und Ewigkeit und Unendlichkeit, Grundzüge der Wesen- lehre".

zu einem wahren Großdeutschland zu machen für alle Zeiten!

Dornoiizen.

Tageskalender für Montag.

Oberhessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr, Aula des Gymnasiums, Vortrag von Dr. Krüger:Die deutschen Straßen in Vor- und Frühgeschichte". Gloria-Palast, Seltersweg:Heimat". Licht- fvielhaus, Bahnhofstraße:Zwischen Strom und Steppe Pußtaliebe".

Aus her Stadl Gießen.

Hilf mit im Deutschen Srauenwerf!

Das Symbol des Deutschen Frauenwerks ist die silberne Man-Rune im schwarzen Feld. Dieses Sym­bol steht wie jedes Symbol, für den geistig-seelischen Anhalt der Sache. Was bedeutet die Man-Rune des Deutlchen Frauenwerks? Sie ist ein altes germani- Mes Heil^zeichen, nicht nur äußerlich von großer jchlichter Schönheit, sondern in ihrer tiefen Bedeu­tung von größtem ethischem Wert. Mit ihren bei- afeur!. ?lnps.or9^obenen Annen ist sie das vereinfachte Abbild des der Sonne zugekehrten Lebensbaumes, ist sie zugleich das Zeichen des aufsteigenden Jahres und der Heranwachsenden Ernte, ist sie das Sinnbild der immer neu erstehenden Natur, des sich ewig

Jetzt wiff"n wir. was Schiläufen bedeutet Die Sache hat einen Nachteil", sagt der Oberft, a'ls'wir narfi dem Hotel zurückkehren.Es ist wie mit d-m Wbiskn: man weiß nie, wie und wann man auf- horen soll!" ~

SA.-Stumi 13/116 (Watzenborn-Steinberg) in eigenem Hans

Obergruppenführer Beckerle in Watzenborn-Steinberg. -Straße der SA."

kommen. Als er abreifte, taufte ich dieses Paar hier von ihm und beschloß, sie nächstes Jahr in der Schweiz zu benutzen. Ich bestellte mehrere weitere Paare aus Norwegen für meine Frau und ihre Schwestern, und da wären wir denn!"

Mit einiger Mühe schreitet der Oberst bis an den .70nd des Abhanges. Er scheint sehr steif, entenartig und behindert in seinen Bewegungen, aber er sieht hodjft patent aus mit seinem breitrandigen grauen i^lZhut, semer Kchakijacke, Reithosen und Gamaschen. Um sein Gleichgewicht zu halten, hat er vom Hotel öen längsten Alpenstock ausgeliehen.Achtung!" fchrelt er, und damit saust er los. Er gleitet in voller ovhrt abwärts, gestützt auf seinen Alpenstock, und kommt glücklich unten an. Die Dorfbemohiier jubeln ihm zu. Frau Williams, mit lang hinter sich her- mehendem Rock, macht ebenfalls eine erfolgreiche Ab- fahrt, während ihre ältere Schwester mit dem Kopf voran im Schnee landet. Die jüngere Schwester hat einen steileren Hong gewählt und wird durch ihre rafenbe Geschwindigkeit fortgeriffen, über einen Weg hiniDeg, in einen Obstgarten, wo ihre Fahrt in einem Apfelbaum endet. In die Zweige vermick"lt kann sie sich nicht selbst frei machen. Ein paar Männer eilen 3U ihrer Hilfe. Vergeblich. Aus einem yghegelemmen Hause bringt jemand eine Leiter und eine Säge und nach einigen Minuten gibt der beschnittene Apfelbaum fein £)nfer frei. Ein bißchen gewittertes Hvlz, ein paar Schrammen im Gesicht, aber kein ernsthafter Schaden. Ein alter zahloser Bauor pro­testiert:Und was ist mit .meinem Avselbaum^ Ganz kaput gemacht!"Schadet nichts", saat der Oberft und oiht ihm ein Goldstück. Der Alte blinzelt nimmt die Pfeife aus dem Mund und meint- Ja' für den Preis will ich Ihnen gern jedes Jahr meine Avtelernte verkaufen."

gen offen möglich machen. Hoffentlich wird auch diese eammlung em befriedigendes Ergebnis bringen.

WHW. Ortsgruppe Gieheu-Ost.

Bekr.: Kleidersammlung.

Am 15. Februar wird im Bereich unserer Orts- ?lrupPef ,eine K l e i d e r s a rn rn l u n g durchgeführt.

'n den Haushaltungen am 13. uno 14. d. M. durch die NS.-Frauenschast abgehost, ""0 es. wird gebeten, in Frage kommende Klei­dungsstücke in Papier verpackt bereitzuhalten.

WHW. Ortsgrupve Äießen-7!ori>.

Am Dienstag, 14., und Mittwoch, 15. d. M wird- im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfundsammlung für den Monat Februar

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