Rassenpolitik ist Friedenspolitik
ragen der
Aufeinander ab gestimmt: Chlorodont Zahnpaste und Mundwasser
Der Kriegsverlust jeder, Art treffe wertmäßig in erster Linie die Tauglichen. Diese Tatsache gebe der
Die zweite Schlußfolgerung, die sich aus der zahlenmäßigen Zusammensetzung des belgischen Parlamentes ergibt, geht dahin, daß die (sozusagen) „h i - st o r i s ch e n Parteien" der Sozialdemokraten, Katholiken und Liberalen einander jeweils die Waage halten können, je nachdem es ihnen gelingt, kleinere Parteien zu ihrer Unterstützung heranzuziehen. Darum ist die Regierungsbildung so schwer; daher wurde auch immer in den letzten Jahrzehnten schließlich und endlich auf ein Koalitionsministerium hingesteuert; darum hat aber auch die Idee einer „königlichen", will sagen: sich über dieses nur parteipolitische Tauziehen hinaushebenden, unabhängigeren Regierung Fortschritte gemacht. Schon bei der Berufung van Zeelands und nachher Spaaks zum Ministerpräsidenten haben diese Gedankengänge ebenso eine Rolle gespielt wie bei dem kürzlichen Hinweis des Königs auf feine verfassungsmäßigen Vorrechte.
Innerhalb dieses ganz alten Partei-Baus ist die Rexistische Bewegung, die um das Jahr 1935 aufkam und bei der Wahl von 1936 einen star- sten Achtungserfolg erzielte, eine absolute Neuerung. Der Vorrang der Regierungsgewalt gegenüber dem parteipolitischen Tauziehen und der parlamentarischen Korruption wird von ihr einbeutig betont. Parallelen zum Faschismus oder Nationalsozialismus sind dabei unleugbar vorhanden, allein der eigentliche Ursprung ist ein ganz anderer. Die Rexistische Bewegung ist zugleich eine jung-katholische Bewegung und führt ihren Namen von Christus Rex her. Da in Belgien die Trennung von Kirche und Staat besteht, so fordern die Rexisten Aufhebung dieser Trennung durch staatliche Besoldung der Priester und Errichtung von Konfessionsschulen. Der hohe belgische Klerus hält freilich an der überlieferten katholischen Partei fest, die eine typische Verkörperung des politischen Katholizismus ist.
lifcher Industrie-Erzeugnisse nach Rumänien vorsieht. Englische Firmen sollen, nach einer Andeutung des „Daily Telegraph", mit dem Ausbau eines rumänischen Habens nördlich von Constanza beauftragt werden. „Während dies zuerst von handelstechnischer Bedeutung fein würde", schreibt der „Daily Telegraph", „sind die Möglichkeiten eines Flotten st ützpunk- t e s von englischen Sachverständigen günstig beurteilt worden." Ferller spricht man in Citykreisen von der Möglichkeit einer Anleihe an Rumänien und nennt dabei die Summe von drei bis fünf Millionen Pfund. Man sei sich aber noch nicht im Klaren darüber, ob die Anleihe mit einem Warenkredit verbunden werden soll.
Lord Sernpill verließ in der Nacht zum Samstag die rumänische Hauptstadt. Vor seiner Abreise erklärte er Pressevertretern, er sei von König Carol in Audienz empfangen worden und werde jetzt nach London zurückkehren, um mit den englischen Wirtschaftskreisen .über die Bedingungen eines erweiterten englisch-rumänischen Wirtschaftsverkehrs zu beraten. Er hoffe, schon in Kürze nach Bukarest zurückkehren zu können.
Wahlsieg der karpatho- ukrainischen Regierung.
C h u st, 12. Febr. (Europapreß.) Die Wahlen zum ersten karpatho-ukrainischen Landtag gingen am Sonntag unter begeisterter Teilnahme der Bevölkerung vor sich. In zahlreichen Gemeinden waren bereits um 12 Uhr mittags die Wahlen abgeschlossen, da die Bevölkerung nach dem Gottesdienst geschlossen bei den Wahlurnen erschien. Viele Orte vermochten die weiße Fahne zum Zeichen dafür zu hissen, daß hundertProzentderBe- völkerung mit I a gestimmt hatten. Die ersten Ergebnisse bestätigen den Wahlsieg der kar- . patho-ukrainischen Einheitspartei. Im Bezirk W o - l o w e waren bei einer Wahlbeteiligung von 93 v. H. von den abgegebenen Stimmen 99,6 v. H. Ja- Stimmen, und im Bezirk Welke Berezne betrugen die Ja-Stimmen 98 v. H. der abgegebenen
„Ob die Töne des Deutschlandliedes erklingen oder die Schicksalsschläge von Beethovens 5. Symphonie — diese Klänge sind mehr als die Menschen, die sie schufen. Die deutsche Sprache entströmt dem Munde unseres Volkes als erhabener Ausdruck seines Wesens und feiner Art. Deutschlands Musik aber tönt direkt vom Herzen unseres Volkes her. Wenn wir nichts anderes in dieser Welt geleistet hätten, als allein das, was in einem kleinen Bücherschrank an Partituren und Liedern aufbewahrt werden kann, das deutsche Volk trüge dennoch an feiner Stirn das Zeichen feiner Unsterblichkeit und damit den Glanz der höchsten Gnade."
ßitte Ba»-Feier der HI.
Am Samstagvormittag fand in der bis auf den letzten Platz gefüllten Thomaskirche eine Bach-Feier statt. Der Thomaner-Chor, eine geschloffene Einheit der Hitler-Jugend, das Städtische Gewandhaus- und Theaterorchester der Thornas- OrWift Professor Günther Ramin und namhafte Solisten fangen und spielten und der Leitung des Thomas-Kantors Professor Dr Dr Straube die Motette „Singet dem Herrn" und die Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme". Der Nachmittag brachte Kammermusik „Junger Nachwuchs — junges Schaffen". Es wurden Werke junger Komponisten aus den Reihen der Hitler-Jugend vorgetragen. Auch die Ausführung lag bei Künstlern aus der HI. und dem BDM. Den fröhlichen Ausklang bot eine Liedkantate zum „Lod der Frau Musika" von Helmut Bräutigam. Pefonders traten noch Heinrich Svitta, MZolfgang Hiltfcher, Heinz Rockstroh nut einer Musik für Holzbläser und Gottfried Wolters mit einer Chor-Ballade über die Rolandrnär hervor.
Kant-Kopemikus-Woche in Königsberg
Als Auftakt der Kant-Kopernikus-Woche fand am Kant-Grabmal in Königsberg eine Kranzniederlegung statt. Der „Kant-Tag der Universität" wurde mit einer Morgenfeier in der Neuen Aula eröffnet. Der früher in Gießen lehrende o. Professor des Strafrechts Dr. Gallas entwarf ein Bild von dem Schaffen Kants und feiner Bedeutung auch für unsere Zeit.
Die heutige Feierstunde gelte nicht allein der chrsurchtgebietenden Gestalt des ehemaligen Gelehrten der Albertus-Universität, sondern sie sei zugleich Bekenntnis zu dem lebendigen Kant, der in seinen Werken unsterblich sei. Nach einer Würdigung der unvergänglichen Tat Kants, die mit der Befreiung des Menschentums von der Fessel der nur stofflichen Betrachtungsweise ein festes Bollwerk gegen den Ansturm einer materialistischen Epoche errichtet habe, wies der Redner auf die Beziehungen hin, die zwischen dem anscheinend einander widersprechenden Freiheitsbegriff und dem Rechtsgedanken in der Lehre Kants bestehen. Bei einer Würdigung der Wesensart der Philosophie Kants zeigte der Redner, wie darin der trutzige protestantische Geist eines Luther und die harte Pflichtauffassung des preußischen Königtums zum Ausdruck komme und wie sich in ihr auch die Herbheit und Pichte des deutschen Ostens widerspiegle. Aus der Zeitverbundenheit heraus fehle zwar in der großen ehrfurchtgebietenden Lehre Kants noch der Begriff von Volk und Gemeinschaft, aber in seinem einsamen Kampf um Freiheit, Pflicht und Recht habe der große Königsberger Sohn das Fundament geschaffen, auf dem, ausgehend vom einzelnen Wesen, der Bau der Gemeinschaft errichtet werden konnte.
Zur Jahresfeier hielt der Rektor Professor Dr. von Grünberg die Eröffnungsansprache. Er ging kurz auf die Geschichte der Universität ein, die mit Stolz ihres großen Gelehrten Immanuel Kant gedenke. Nach der Totenehrung für die im Jahre 1938 verstorbenen Lehrkräfte und Studenten hielt Professor Dr. B ä t h g e n , der einem ehrenvollen Ruf der Universität Berlin folgen wird, einen Vortrag über das Thema „Vom Deutschen Reich des Mittelalters". In dieser Woche folgen zahlreiche öffentliche Vorträge und Führungen. Auch wird in den Ordens- räumen des Schlosses eine Kant-Kopernikus- Ausstellung eröffnet.
Mädchen an Inngenschnlen.
Zur Aufklärung von Zweifelsfragen nimmt der Reichserziehungsminifter nochmals zu dem Thema „Mädchen an Jungenschulen" Stellung. Wiederholt ist der Wunsch au den Minister gelangt, den Jungenoberschulen, die besonderer örtlichem Verhältnisse wegen in der Unter- und Mittelstufe einen großen Anteil von Mädchen mitunterrichten, die A-ngliederung einer Klasse 6 (hauswirtschaftliche Form) zu gestatten. Der Minister erklärt sich mit solchen Maßnahmen einverstanden, dc» sie der Forderung weiblicher Sondererzjehung entsprechen. In berechtigten Ausnahmefällen will er darüber hinaus auch die Angliederung einer Klaffe 7 und 8 der hauswirtschaftlichen Form geftattep, so daß neben der Oberstufe der Jungenschule eine Oberstufe der hauswirtschaftlichen Form durchgeführt werden kann. Diese Ausnahmen dürfen aber keinesfalls den Ausbau grundständiger, für sich bestehender Mädchenoberschulen gefährden. Die Aufnahme üony Mädchen an Aufbauschulen bezeichnet her Minister als eine Uebergangsmaßnahme.
Die Regierungskrisis in Belgien
Iaspar mit der Kabinettsbildung beauftragt.
Wirtschaftliche Bestrebungen Englands in Rumänien.
London, 12. Febr. (Europapreß). England unternimmt zur Zeit einen neuen Versuch, sich stärker als bisher auf dem rumänischen Markt festzusetzen. Lord Sempill, ein bekannter Wirtschafts-Sachverständiger, weilte acht Tage in Bukarest. ' Man nimmt an, daß er einen Vorschlag mitbringen wird, der die Lieferung großer
feten vorhin gebrauchten Ausdruck zu wiederholen „ ......
— darnib das eigentliche flämisch-wallonische Pro- Mengen Holz und Getreide rumänischen ölem. 'Ursprungs für England und die Ausfuhr eng-
Frankreich und die Besetzung der 3nfel Hainan
Ein französischer Schritt in Tokio.
Alle 10 Sekunden ein Betriebsunfall.
„Verhütung von Unfällen eine volkswirtschaftliche Pflicht."
'-Berlin, 10. Febr. (DNB.) In der Hochschule für Politik gab der Leiter der Abteilung Arbeitsschutz im Sozialamt der DAF., Hup sauer, einen inter- enanten Einblick in das Gebiet des Arbeitsschutzes. Jährlich werden 300 Millionen Reichsmark für Behandlungen, Renten, Sterbegelder und Abfindungen gezahlt. Das Jahr 1936 brachte 1034 309 Gefamt- unfälle, davon entfallen allein auf die gewerblichen Betriebe 37 865 entfchädigungspflichtige Unfälle, von denen 4 0 5 0 tödlich verliefen. Vermeidbar find eigentlich alle Unfälle, bis auf die durch höhere Gewalt herbeigeführten. Das deutsche Volksvermögen wird durch Unfälle jährlich um 3 Millionen Arbeits- fchichtenausfall geschädigt.
Jeder Betriebsunfall ist genau so ein Mißerfolg im Betriebe, wie ein Produktionsfehler. Es darf nicht nur heißen. Wer ist schuld? sondern: Was ist schuld? Eine wirksame Abhilfe kann nur erreicht werden, wenn jeder Betriebsführer sich ernstlich um den Arbeitsschutz bemüht und die gesamte Gefolgschaft ihn dadurch unterstützt, daß auftretende 'Gefahrenquellen sofort gemeldet werden. Je mehr geleistet werden müsse, um so mehr Sicherheit muß die Arbeitskraft schützen.
Ndz. Schwache Geburtenjahrgänge haben später entsprechend schwache Rekrutenjahrganae zur Folge Die Sorgen des Bevölkerungspolitikers von heute sind in zwei Jahrzehnten die Sorgen des Wehrpolitikers. Der Leiter des Rassenpolitischen Amtes, Professor Dr. Groß, weist deshalb im „Neuen V o l k " darauf hin, daß die aktive Bevölkerungspolitik die allerstärkste Unterstützung gerade der Wehrmacht verdiene. Er legt gleichzeitig ein Programm für eine aufbauende Bevölkerungspolitik vor. Im Vordergrund steht die erzieherische Aufgabe einer Wandlung der Einstellung zu den Fragen der Familie und des Kindes. Daneben muß die Benachteiligung der Kinderreichen gegenüber den Kinderarmen nach Möglichkeit fortfallen. Neben dem Familienlastenausgleich gehört die Förderung der Frühehe zu den wichtigsten Punkten des bevölkerungspolitischen Programms. Entscheidend für die Leistung ist aber nicht die tote Zahl, sondern auch die Wertigkeit der Menschen. Eine Natton kann nur dann auf die Dauer überdurchschnittliche Leistungen erzeugen, wenn die Träger überdurchschnittlicher Anlagen ausreichende Kinderzahlen aufweisen. Der Soldat selbst, insbesondere der Wehrpolitiker, müsse sich darüber klar sein, daß von der Frühheirat und den Kinderzahlen der Offiziere und Soldaten von heute die Wertigkeit und Ein- fatzfähigkeit -des Heeres von morgen abhängt. Auch Soldatentum und soldatische Tugenden setzten erbliche Anlagen voraus, deren Erhaltung und Vermehrung entscheidend für die Wehrkraft der Nation sei.
Brüssel, 12. Febr. (Europapreß.) Der ehemalige Ministerpräsident S p a a k hat nach dem Scheitern seiner Bemühungen um die Beilegung des Streites um den flämischen Professor Martens dem König den Auftrag zur Neubildung der Regierung zuruck gegeben. Der König nahm den endgültigen Rücktritt der Regierung Spaak an und beauftragte den ehemaligen Ministerpräsidenten Henri Iaspar mit der Bildung eines neuen Kabinetts. Iaspar, ein bekannter katholischer Politiker, der aber bereits seit langer Zeit politisch nicht in Erscheinung getreten ist und von dem man auch nicht annahm, daß er noch einmal eine entscheidende politische Rolle zu spielen haben werde, hat stch eine vierundzwanzigstündige Bedenkzeit ausgebeten. Da er sowohl bei den Sozialisten wie bei den flämischen Katholiken, mit denen er als erstes über den Fall Martens eine Verständigung herbeizuführen haben würde, Gegner hat, ist noch nicht sicher, ob ihm die Lösung seiner Aufgabe möglich fein wird. Leon Degrelle, der Gründer der belgischen Rexisten- Partei, ist von einer Besuchsreise nach Nationalspanien nach Brüssel zurückgekehrt — wie es heißt, um einer Einladung des Königs zu folgen und an den Bemühungen teilzunehmen, di« Innenpolitische Lage des Landes nach dem Rücktritt bet Ministeriums Spaak entwirren zu helfen.
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Die belgischen Regierungskrisen der letzten Jahre waren immer durch eine phantastische Dauer ausgezeichnet. Und das ist kein Wunder, denn in der Kammer herrscht eine gewisse politische Gleichgewichtslage. Von 202 Mandaten verfügen die belgischen Sozialdemokraten über 70, die katholische Partei über 63 und die liberale Partei über 23 Sitze. Dann kommen die kleineren Parteien, wie die Rex-Bewegung mit 21, der national-flämische Block mit 16 und die Kommunisten mit 9 Mandaten. Die erste Feststellung, die wir angesichts dieser Zahlen zu treffen haben, geht dahin, daß die so wichtige Rivalität des flämischen und wallonischen Volkstums in der Zusammensetzung des Parlaments noch ganz weitgehend überdeckt ist von den alten pa?t eipolitischen Gruppierungen. Den Sozialdemokraten und den Katholiken — sehr viel weniger den Liberalen, die hauptsächlich wallonischen Einschlag haben — gehören sowohl Flamen wie Wallonen an. Die Parteien haben also überwiegend gesamtstaatlichen Charakter und überdecken — um un-
Paris, 11. Febr. (Europapreß.) Wie am Quai d'Orsay verlautet, hat der französische Botschafter in Tokio bei der japanischen Regierung um Aufklärung über die japanischen Truppenlandungen auf der Insel Hainan, d. h. vor allem über die Dauer der Besetzung und ihren Charakter gebeten. Man glaubt zu wissen, daß die britische Regierung sich auf einen ähnlichen Schritt in Tokio vorbereitet. Obwohl der englische und der französische Schritt völlig unabhängig voneinander unternommen werden, halten sich die Pariser und die Londoner Regierung hierüber auf dem Laufenden.
Die Nachrichten über die japanischen Truppenlandungen auf der Insel Hainan, die den Zugang zu dem Golf von Tonking und damit zu der zwanzig Millionen Einwohner zählenden französischen Kolonie I n d o ch i n a beherrscht, beschäftigen die Öffentlichkeit lebhaft. Es liegen auch Meldungen aus Hongkong vor, nach denen französische Kriegsschiffe in der Straße von Hainan zwischen der Insel' und dem chinesischen Festland kreuzen. In der Umgebung des Quai d'Orsay wird jedoch erklärt, in diesen Bewegungen französischer Kriegsschiffe dürfe nichts Ungewöhnliches gesehen werden. Man wolle sich auf eine „Beobachtung" der japanischen Truppenlandungen beschränken. Der Gedanke, Frankreich konnte sich den japanischen Truppenlandungen auf Hainan gewaltsam widersetzen, wird schon aus dem Grunde zurückgewiesen, weil die im Fernen Osten vorhandenen französischen Streitkräfte dazu viel zu gering wären. Vom Quai d'Orsay wird weiter die von dem japanischen Marineministerium abgegebene Erklärung unterstrichen, die Truppenlandungen auf der Insel Hainan, die der U n t e r=, binbung der Waffeneinfuhr nach China durch ausländische Handelsschiffe dienten, hätten nur einen zeitlich begrenzten Charakter.
biologischen Bedeutung des Krieges erst ihr ganzes ernsthaftes Gesicht, und sie fei der Grund, weshalb eine zielbewußte Raffenpolitik stets eine ernsthafte Friedenspolitik fein müsse. Sie sei sich der nicht wieder gutzumachenden Schäden selbst eines siegreichen Krieges bewußt. Was die Bewertung der Jugend und des Alters beim Kriegsverlust betreffe, so sei gefühlsmäßig verständlich der Wunsch, bei unvermeidlichen Verlusten den Ernährer einer zahlreichen Familie stärker zu schonen, als den unverheirateten Alleinstehenden, und selbstverständlich sei, daß für viele Aufgaben die unverbrauchte Kraft des jungen Soldaten mehr Erfolg verspreche als der Einsatz etwa der Vierzigjährigen. Trotzdem liege auch in dieser Einstellung eine Verschärfung der biologischen Gefahr des Krieges. Der Verlust des Familienvaters treffe einen einzelnen, dessen Fortpflanzung mehr oder weniger abgeschlossen ist, der Tod eines Jungen schneide gleichzeitig die Erblinie in die Zukunft hinein ab.
Auch im Frieden siehe im Vordergrund wieder die Tatsache, daß der Wehrdienst der Tauglichen eine Verzögerung der Ausbildung und des Heiratsalters bedeute. Es sei dringend notwendig, diese Bevorzugung des wehruntauglichen Kreises noch mehr als bisher wieder aufzuheben, da sie biologisch eine unerwünschte Beeinflussung der Bevölkerungsentwicklung sei. Besonders gelte diese Ueberlegung dem Berufssoldaten. Die hohe und wertvolle Auslese des Offizier- und Unteroffizierkorps dürfe nicht mit einer biologischen Gegenauslese durch verspäteteEheschließung und unzureichende Kinderzahl Hand in Hand gehen.
, gültigen Stimmen. Das Wahlergebnis der Haupt- . stabt Christ zeigt ein typisches Bild: 6208 Stirn* . men entfielen auf die Regierungsliste, während 2122 = Stimmen gegen die Regierungsliste (Nein-Stimmen) waren. Dieses Drittel, also ein relativ hoher Hundertsatz, ist darauf zurückzuführen, daß vor allem Juden, die einen beträchtlichen Hundertsatz der Bevölkerung darstellen, gegen bie ukrainische Einheitsliste gestimmt haben. Die wahre Gesinnung der Bevölkerung kommt in dem Wahlergebnis des Chuster Bezirks zum Ausdruck, wo 87,5 v. H. der gültigen Stimmen Ja-Stimmen sind. Im Bezirk S w a l j a w a machen bie Ja-Stimmen 92 v. H. aus. Auch bie beut sich e n Gemeinben haben in ihrer überwiegenden Mehrheit für bie Einheitsliste gestimmt, so Königsfeld zu 99 v- H. Ja-Stimmen. Dorndorf zu 90 v. H. und Du- bowe zu 85 v. H.
Aus aller Wett.
Grundsteinlegung
zum Hause der Reichsbahn in Köln.
In Anwesenheit vieler hundert Ehrengäste aus Partei, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sowie zahlreicher Pressevertreter aus dem ganzen Reich fand auf dem Gelände der Internationalen ? E e h r s a u s ft e 11 u n g, die im kommenden Jahr in Köln stattfinden wird, die Grundsteinlegung zum Hause der Deutschen Reichsbahn statt. Der Reichskommissiar für die Internationale Verkehrsausftellung Dr. Mairn a l d , begrüßte die Gäste im Auftrage des Reichsministers für Volksaufklärung und Propa* ganda Dr. Goebbels, und dankte dem Präsiden- denten der Ausstellung, Reichsverkehrsminjster Dr. Dorpmüller für die zielbewußte Unterstützung, die er der Ausstellung bisher habe zuteil werden kaffen. Dann sprach der Präsident der Reichsbahndirektion Köln, Dr.-Jng. R e m y , der u. a. darauf hinwies, daß das deutsche Eisenbahnwesen unter der Führung Adolf Hitlers zu einem wahrhaft nationalsozialistischen Instrument der Staatsführung ausgebaut wurde, und der nach dem Richtspruch des Poliers auch die drei Hammerschläge ausführte. Der Richtspruch des Baumeisters, ein dreifaches Sieg- heil auf den Führer und der Gesang der nationalen Lieder beschlossen die Grundsteinlegung.
Schweres Eisenbahnunglück in Katalonien.
An der katalanischen Eisenbahnstation von Las Planas stießen zwei Züge in voller Fahrt aufeinander. Sämtliche Wagen entoleiften. Einige Wagen wurden durch die Gewalt des Anpralls gegen den Eingang des Tunnels von Sarria geschleudert. Auf -Grund der ersten Nachrichten soll man bereits 31 Todesopfer und über hundert Verletzte zählen. Der Zusammenstoß soll aus einen Bremsdefekt zurückzusühren sein. Sämtliche verletzten und toten Reisenden sind Zivilpersonen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer empfing den spanischen Botschafter Admiral Marquis de Magäz, der ein Handschreiben seines Staatschefs Generalissimus Franco überreichte. Im Anschluß daran and eine Unterredung zwischen dem Führer und dem Botschafter statt. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop war zugegen.
Der Führer empfing den bisherigen kgl. jugoslawischen Gesandten in Berkin, (linear Marcowic, der sich dann nach Belgrad begab# um sein Amt als neuer Außenminister anzutreten, zur Verabschiedung.
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Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler weilte am Sonntagabend in Kasse (, um in der Stadthalle zu den ff * Führern des Oberabschnitts Fulda — Werra über die Aufgaben der Schutzstaffeln in her Zukunft zu sprechen. Darm begab sich der Neichsführer ff in Begleitung des ff-Obergruvpen- fühters.Erbprinz zu Waldeck nach Arolsen.
„Paris midi" verlangt, Tokio solle seine wirklichen Absichten in bezug auf die Insel Hainan bald bekanntgeben. „Journal des Debets" meint, sicherlich hätten die Japaner augenblicklich keine Absichten, irgend etwas gegen die französischen Besitzungen in Jndochina zu unternehmen. Wenn sie aber eines Tages derartige Absichten hätten, dann würde die Besetzung Hainans ihre Aktionen beträchtlich erleichtern. Deshalb sei die Besetzung Hainans vor allem für bie Zukunft sehr beunruhigend. Das Blatt erinnert an die verschiedenen diplomatischen Schritte in Tokio, die nichts genützt hätten. Auch der neue diplomatische Schritt der französischen Regierung in Tokio werde an der Lage nichts ändern. Es wäre viel besser und klüger, hinsichtlich der Zukunft militärische Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.
Japanische Säuberungsaktionen.
Schanghai, 12. Febr. (Europapreß.) Die japanischen Truppen benutzten die Waffenruhe, an allen Frontabschnitten zu umfangreichen Reinigungsaktionen gegen bie chinesischen Freischärler in den besetzten Gebieten. Im Süden der Hop ei -Provinz wurden etwa 50 000 chinesische Freischärler, mit regulären Verbänden vermischt, so überraschend angegriffen, daß sie nach Berichten aus javanischer Quelle schon f a ft völlig ein gef reift sind. Motorisierte Einheiten des japanischen Heeres nahmen K i s h i e n am Zusammenfluß des Hulu und des Hutau-Fluffes und säuberten dieses Gebiet von Freischärlern. Auch in der Nähe von Schulu, östlich von Schihtschiatschwang, begannen solche Säuberungsaktionen. Gleichzeitig wurden die auf dem rechten Ufer des Hulu-Fluffes noch befindlichen irregulären chinesischen Verbände zerstreut.


