Ausgabe 
12.10.1939
 
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Nr. 259 Erstes Blatt

189. Jahrgang

Donnerstag, 12. Oktober 1959

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Herrschaft in der Nordsee ein für vorüber ist.

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obkommen vom 17. Juni 1925 von besonderer Bedeutung, den Hersteller dieser Giftgas-

England lieferte den Polen Gistgasminen

Schwerster Bruch -es Völkerrechts trotz gegenteiliger Versicherungen.

Eindeutige Feststellungen neutraler Zeugen.

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jede Verwendung von Giftgas ab­schwor, wird dasselbe Großbritannien vor aller Welt als Lieferant gerade dieses furchtbar st en und frevelhafte st en al­ler Kriegsmittel entlarvt, das es oor- gibt, so zu verabscheuen. Die ganze Verlogenheit und Scheinheiligkeit britischer Politik ist hier erneut bewiesen. Von der Bühne des britischen Parla-- ments: Proklamierung des Friedens, Proklamie­rung der Schonung von Frauen und Kindern und der Humanisierung der Kriegführung. In Wirk­lichkeit aber: Kriegshetze mit allen Mitteln, Hungerblockade gegen Frauen und Kinder, und gegen die Soldaten: Giftgas! Wir über­lassen der Weltöffentlichkeit das Urteil.

Der heutige Tagesbericht.

Berlin, 12. Oktober (DNB.Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt be­kannt:

3m Osten wurde in Wittelpolen an mehreren Stellen der Bug erreicht.

3m W e st e n geringe Spähtrupp- und Artillerie- Tätigkeit. Geringe Luftaufklärungstätigkeit über der Nordsee und im Westen. Bei einem Luftkampf südlich Lauterburg wurde ein französisches Flugzeug abgeschofsen. Or. Tiso an die slowakische Wehrmacht.

Preßburg, 11.Nov. (DNB.) Ministerpräsident Dr. Tiso richtete am Dienstag an die slowakische Wehrmacht einen Armeebefehl, in dem es u. a. heißt: Unsere Truppen haben an der Nordgrenze die histo­rische Aufgabe erfüllt, das Gebiet der Slo­wakei vor einem feindlichen Einfall zu sichern und dem Mutterlande die zu Un­recht geraubten Gebiete wieder ein­zugliedern. Dieses erste Auftreten der slowaki­schen Wehrmacht hat die Achtung vor unserer Tapferkeit und Organisation als auch den Dank der deutschen Wehrmacht für die Leistungen der slowakischen Armee und die An­erkennung des großen Führers des deutschen Volkes Adolf Hitler selbst her­vorgerufen. Unser Bündnis mit dem Deutschen Reich wurde dadurch nicht nur gefestigt und herzlicher ge­staltet, sondern darüber hinaus in eine unerschütter­liche, durch Blut geheiligte Freundschaft gewanMfo*

Verbände stieß stber den 61. Breitengrad, d. h. also über die Höhe der Shetland-Inseln hinaus, nach Norden vor und traf hier auf einen Verband schwerster englischer Seestreitkräfte.

3m hoch- und Tiefangriff griffen die deut­schen Flieger die englischen Kriegsschiffe an und warfen, unbeirrt durch das konzentrierte Flak­feuer des Feindes, in sicherem Zielanflug ihre Bombenlast ab. Starke Rauchentwicklung, schwere Explosionen und deutlich erkennbare Brände im Ziel waren das sichtbare Zeichen des Erfolges. Sechs Treffer schweren Kalibers und vier Treffer mittle­ren Kalibers wurden auf schweren eng­lischen Kreuzern erzielt. Erst spät in der Dun- kelheit, zum Teil nach acht- bis zehnstündigem ununterbrochenem Flug über See, kehrlen die deutschen Flieger in ihre Heimathäfen zurück.

Trotz der großen Entfernung, über die der Angriff getragen werden mußte eine An­griffsleistung, die bisher die Geschichte der Fliegerei noch nicht kannte und trotz des außerordentlich ungünstigen Wetters waren die Verluste er­freulich gering. Die englische Flakabwehr hat geaen die Angreifer nichts ausrichten können. Lediglich auf dem Rückflug fielen vier Flug­zeuge aus, von denen zwei bereits gestern als

Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags

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auf neutralem Gebiet notgelandet gemeldet worden sind.

Die fortdauernden Maßnahmen der Kriegsmarine mit dem Ziele der Kontrolle des Handelsverkehrs durch die Nordsee und der Verhinderung der Bann­gutverschiffung nach den Feindländern, die sich ohne jede Störung durch den Gegner vollziehen, und der erneute Vorstoß deutscher Luft­streitkräfte in die nördliche Nordsee haben bewiesen, daß die Nordsee ein Seegebiet ist, in welchem Sie See- und Luftherrschaft in deutscher Hand liegen, und daß der Gegner in diesem Ge­biet sich jederzeit schwersten Schlägen aussetzt.

Weiter hat sich bestätigt, daß die Reichweite der deutschen Luftwaffe über die Nord- und We st grenze Englands hinausgeht und der Feind im gesamten Gebiet der Nordsee gestellt werden kann, wo immer er sich zeigt. Daß darüber hinaus deutsche Flieger die englische Flotte in dem von ihr an­geblich beherrschten Raum mit größtem Erfolg angreifen konnten an einem Ort und zu einem Zeitpunkt, den die Deutschen bestimmten hat vor aller Welt offenbart, daß die Zeit der unbefchränkten britischen See-

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Als Meldungen über die Verwendung von Gelbkreuzgas durch polnische Truppen in die Auslandspresse gelangten, brachte Reuter aus London eine Bekanntgabe der dama­ligen polnischen Gesandtschaft in London folgenden 3nhalts:

Die polnische Gesandtschaft in London er­klärt, daß die Behauptung, die von deutschen Sendestationen gefunkt wurde, polnische Trup­pen hätten Giftgasbomben angewandt, jeder Grundlage entbehrt."

Die deutschen maßgebenden Stellen haben sofort neutralen Beobachtern Gelegen­heit gegeben, fichvondemwahren Sach­verhalt zu Überzeugen. Es haben sich daraufhin die Herren Deuel vomChicago Daily News", S h e n k e vonAffociated Preß" und Lescroniel als Vertreter vonStock­holms Tidningen" undBafler Nationalzei­tung" nach 3aslo begeben. Hm aber 23er- drehungs- und Beschönigungsbemühungen des englischen Lügenministeriums von vornherein Lügen zu strafen, haben die maßgebenden deut­schen Stellen den Schweizer Professor Rudolf Stoechelin aus Bafel gebeten, eine ärztliche Diagnose der Schwerver- letzten in 3aslo vorzunehmen. Der Bericht lautet:

Am 20. September habe ich in Jaslo deutsche Soldaten untersucht und bei neun von ihnen mit Sicherheit die Folgen von Gelb­kreuzvergiftung festgestellt, während beim zehnten die Erscheinungen nicht mehr so aus­gesprochen waren, daß man hätte die Diagnose mit Sicherheit stellen können. Bei den neun Erkrankten mit sicheren Symptomen waren Veränderungen der Haut von so typischem Aussehen und solcher Loka­lisation, daß es sich unzweifelhaft um eine Vergiftung mit einem Gift aus d e r Gelbkreuzgruppe handeln muß, die vor etwas mehr als einer Woche stattgefunden haben muß Bei vieren waren noch Zeichen leichter Ent­zündung der Augen und der Luftwege nachzu­weisen und bei einem Kranken bestand noch eine Bronchitis. Das Vorherrschen der Hautsymptome führt zu der Annahme, daß das Gift der soae- na nnte Lo st-Kampfst off (Dichlorid-Aethyl- sulfid-Yperit) sein muß. Sonst ist jetzt feine gleich­wirkende Substanz bekannt.

Nach Angabe erkrankten acht von den zehn Sol­daten, als sie vor zwölf Tagen mit der Aufräu­mung eines Sprengloches auf einer Brücke beschäf­tigt waren, indem, nachdem die erste Ladung nur eine geringe Explosion zur Folge gehabt hatte, eine Gasbombe durch Fernzündung zur Explosion gebracht worden war. Zwei Soldaten hatten nur die Vergifteten auf dem Transport begleitet. Bei allen stellten sich die Symptome erst einige Stun­den nach dieser Arbeit ein, und da die Soldaten keine Ahnung davon hatten, vergiftet zu sein, wur­den die Kleider erst nachträglich vom Körper ent­fernt Auch diese Umstände passen sehr gut zu einer Verbindung mit Lost-Kampfstoff. Außerdem wurde mir mitgeteilt, daß noch drei Erkrankte an­derswo in Behandlung wären und vier unter Lungenerscheinungen gestorben seien d,e alle an der gleichen Arbeit teilgenommen hatten. Auch das

Springprozession.

Daladier hat am 10. Oktober ersichtlich für den Hausgebrauch in Frankreich eine Rundfunkrede ge­halten, deren Inhalt technisch der berühmten Spring­prozession angepaht war, nur mit dem Unterschied, daß Daladier drei Schritt vorwärts machte und drei Schritt wieder zurück. So blieb er im großen und ganzen auf der Stelle stehen. Daladier will einen Frieden, der auf Sicherheit gegrün- d e t ist, wofür er Garantien braucht und sucht, die er angeblich zur Zeit noch nicht finden kann. In der Führerrede vom 6. Oktober find zwar d i c Garantien klar umriffen, aber der fran­zösische Ministerpräsident will diese Klarheit noch nicht erkennen, weil das große Licht erst jenseits des Kanals angezündet werden muß. Daladier ist mit der politischen Entwicklung seit Jahren nicht mehr zufrieden, wobei er andeutet, daß diese Un­zufriedenheit ihre Ursache in Vorgängen hätte wie die derAnnektion Oesterreichs". Vielleicht erinnert sich Daladier, daß vor 19 Jahren der neugeschaffene polnische Staat über das kleine und wehrlose Li­tauen herfiel, um sich mit Wilna ein Gebiet anzu­eignen, das historisch und ethnographisch zu Litauen gehört. Damals haben die Versailler Großmächte nichts von widerrechtlicher Annektion gesagt, nichts von Gewalttat, nichts von einer Erzeugung der Unruhe in irgendeinem Teil Europas.

Wenn Daladier den Ereignissen rückschauend weiter nachgeht, so wird er entdecken, daß der Zu­sammenbruch Polens in der Hauptsache das Ergeb­nis einer Politik ist, die vor 21 Jahren gerade Frankreich eingeleitet hat. Diese Politik hat sich im Versailler Diktat manifestiert, denn dieses Diktat verhängte über Europa nicht einen Friedenszustand, sondern einen Zustand dauernder Unsicherheit und Unruhen. Das ist eine Feststellung, die vor genau acht Jahren die Sachverständigen gemacht haben, die von der Internationalen Bank für Zahlungs­ausgleich in Bafel zusammenberufen wurden, um einen Ausweg aus der Wirtschaft und Bankenkrise zu finden, die die Versailler Politik ebenso verschul­det hatte wie den Ruhreinbruch und anderes mehr.

Wenn die Demokratien sich vor und in Versailles zum Selbstbestimmungsrecht der Völker bekannten, dann müssen sie die überlegte und kluge Politik des Führers dankbar anerkennen, weil er durch die Vereinigung des deutschen Volkes in feftumriffenen staatlichen Grenzen geradezu ein Bollwerk der Sicherheit und des Friedens für Europa geschaffen hat. Jedenfalls ist der deutsche Nationalstaat kein Nährboden für Unruhe und Unsicherheit, wie es die Nationalitätenstaaten gewesen sind, die in Versail­les geschaffen wurden. Hat Daladier endlich ver­gessen, mit welch einer überwältigenden Mehrheit sich die deutsche Bevölkerung des Saarlandes für die Rückkehr ins Reich entschied? Weiß der franzö­sische Ministerpräsident nicht, daß nach der Volks­abstimmung in Allenstein und Marienwerder der Temps", das Sprachrohr deri französischen Regie­rung, in einer Anwandlung von Ehrlichkeit schrieb, daß in Posen und Westpreußen das Ergebnis einer Volksabstimmung wohl genau so ausgefallen wäre, wie in Marienwerder und Allenstein. Frankreich ist stolz darauf, ein Nationalstaat zu sein, aber es muß dies Recht auch Deutschland zubilligen und den 85 Millionen Deutschen in Mitteleuropa. D. S.

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tnnnifion zu ermitteln, heule find wir nun in der tage, der Oeffenllichkeil die furchtbaren Tatfachen tot Verwendung von Giftgas durch potnifche Trup­pen bekanntzugeben. Das Giftgas an Polen aber «vrde von England geliefert. Die folgen­den Tatsachen sprechen für sich selbst:

Am 8. September 1939, 20 Uhr, begann die 1 Kompanie des Gebirgspionierbataillons ... an einer Brücke am Ostrande der Stadt Jaslo eine Sperre wegzuräumen. Hierbei ereignete sch eine schwere Explosion, wodurch mehrere Pioniere getötet und verletzt wurden. Am nächsten Tage stellten sich sowohl bei den Verwun- toien als auch bei einer großen Zahl von weiteren totüHgten unverletzten Pionieren die typischen Er- shkinungen der Verbrennung durch Gelb- kre uzgas ein. Von den Pionieren, die das Gas eingeatmet hatten, starben zwei unmittelbar wch Einlieferung in das Lazarett und zwei w e i- ter e nach schauerlichen Qualen an der Verbren­nung der Atmungsorgane. Bei den unverletzten Soldaten, die ahnungslos, daß fie mit Gelbkreuzgas i" Berührung gekommen waren, in i h r e n K l e i- drrn nachts geschlafen hatten, stellten sich um nächsten Tage die bekannten Veraiftungserschei- Mgen ein. Auch diese leiden im Lazarett Jaslo den furchtbaren Qualen der Gasverbrennung, billige davon sehen einem qualvollen Ende ent» flfßen.

Sim 13. September wurde eine Militärkom- Niission unter Leitung eines deutschen Obersten 114 eines Oberstabsarztes an den Tatort sowie in bi» Nachbarstädte, in denen die Verwundeten lagen, entianhf. Schon bei dem Befahren dieser Brücke durch die Kommission wurde ein Lost- (Gelbkreuz-) Srruch festgestellt? Durch den Sachverständigen ^ifeffor Dr. Wirt erfolgte eine genaue Prüfung dir Trichter und eine Nachprüfung durch Erd- pioben auf chemisch-analytischem Wege. Diese Sac^ Dfrltänhigenprüfung ergab einwandfrei, daß es sich Ar um eine Sprengung mit M i n en, ge­füllt mit Gelbkreuzgas, handelte. Bei bir anschließenden Besuch in einem Feldlazarett Jaslo wurden von 14 Gelbkreuzgasverletzten, An denen vier inzwischen gestorben waren, die Y'V. Ueberlebenden von dem Oberstabsarzt em- Khind untersucht. Hierbei wurden die typischen uu d furchtbaren Krankheitserschei- Magen der Gelbkreuzgasverbrennung an Augen, frfiungsorganen und auf den Körpern der Betrop Rm fe ft g e ft e 111

paßt zu einer Vergiftung durch Lost-Kampfstoff. Berlin, den 21. September 1939.

(gez.) Professor R. Staechelin."

Nach diesem Gutachten dieses Schweizer Sachver­ständigen kann nunmehr auch nicht der ge­ringste Zweifel mehr bestehen, daß die pol­nische Truppenleitung Giftgas verwendet hat.

Sofort nach der endgültigen Bestätigung der Verwendung von Gelbkreuzminen durch Polen waren die maßgebenden Stellen bemüht, den U r - sprung der Gasmunition festzustellen. Diese Nach­forschungen haben nach her" Einnahme der Ortschaft O x h ö f t in der Nähe des früheren Gdingen, jetzt Gotenhafen, zum Erfolg geführt. Am 23. September wurde dort bei den ersten Aufräumungsarbeiten in der sogenannten Hexenschlucht ein abseits gelegenes Munitionslager entdeckt, das durch ein Warnungsschild in polnischer Sprache gekennzeichnet war und das u. a. ein größeres Lager von G a s m i n e n enthielt. Eine im Heeres-Gasschutz- laboratorium des Heereswaffenamtes angestellte Untersuchung ergab die Bestätigung der Vermutung, daß es sich auch hier um Gelbkreuzminen handelt. In jeder Gasmine wurden zirka zehn Kilo Gelbkreuz festgestellt.

Die Tatsache, daß diese 2Hinen gerade i n der Nähe des Hafens aufgefunden wur­den, veranlaßte nunmehr die deutschen Stellen, sofort weitere Nachforschungen nach Gasminen in den an dieser Stelle der ehemaligen polni­schen Hafenstadt befindlichen bedeutenden 2Hu- nitionslagern anzustellen. Es waren hier a u f Grund der bekannten Lieferungs­abmachungen Polens mit England in den letzten Monaten vor dem Krieg große Wengen von englischem Kriegsmate­rial ausgeladen worden. 3n einem in der Nähe von Gotenhafen befindlichen Arsenal, in dem die kurz vor dem Kriege erfolgten Ittuni- tionslieferungen aus England noch aufgestapelt waren, wurden dann unter diesem von Großbritannien gelieferten Kriegs­material noch mehrere taufend Gelbkreuzminen fe st gestellt.

Durch polnische Aussagen wurde bestätigt, daß dieses gesamte in dem Arsenal befindliche Waterial in den letzten Wochen von englischen Schiffen in Gdingen nachts ausgeladen und in diesen Wunitionsdepots eingelagert wurde. Es ist daher einwandfrei nachgewiesen, daß diese Gelbkreuzminen, die von den Polen gegen die deutschen Truppen verwendet wurden, eng­lischer Herkunft sind und von England an Polen geliefert wurden.

Wir fassen zusammen:

England hat das von den Polen angewendete Gelbkreuz hevgestellt und an Polen ver­kauft. England und die britische Regierung haben sich damit entgegen allen Regeln des schwer st en Bruches des Völkerrechtes schuldig gemacht. Während der englische Pre­mierminister Chamberlain in den letzten Wochen vor dem Unterhaus wiederholt vor der Welt die Humanisierung des Krieges gepredigt hat, während her englische Botschafter Sir Neville Henderson dem Reichsaußenminister bei der Kriegs­erklärung eine Note überreichte, wonach England

Gietzemr Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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macht Meldungen deutscher Truppen- teile ein über Verwendung von Giftgas durch Polen. Bei der Ungeheuerlichkeit dieses verbrechens gegen das Völkerrecht war es von vornherein nötig, völlige Klarheit über den Tatbestand festzustellen. Die sofort einge- Idfete Untersuchung wurde daher mit besonderer Sorgfalt durchgeführt und hat mehrere Wochen in Anspruch genommen. Insbesondere war es im Hin­blick auf die von allen zivilisierten Staaten akzep­tierte Verpflichtung aus dem Gaskrieg-

fvchten, dienten ihnen die schweren Streitkräfte als Rückhalt. Die Unternehmung führte die deutschen Streitkräfte bis weit in die nördliche Aordfee, ohne daß feindliche Streit­kräfte angetroffen wurden.

n Berlin, 11. Oft. (DNB.) Amtlich wird ver- ;en eck lautbar!: Bereits in der ersten Hälfte des polnischen

Berlin, 11. Ott. (DNB.) Im Verlaufe der von der Kriegsmarine zur Kontrolle des Handels­verkehrs in der Nordsee laufend durchgeführten Maßnahmen wurde in den vergangenen Tagen eine Unternehmung schwerer und leichter Streitkräfte bis in die nörd­liche Nordsee durchgeführt. Während die leich­ten Streitkräfte eine große Anzahl von D a m p ° fern anhielten und sie auf Banngut unter»

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rieften Bedingungen Reaenschauern, starken Wen und schlechter Sicht stießen die deutschen Fieger, teils in den Wolken, teils in niedriger .höhe über dem Wasser fliegend, in breiter Front bis in die nördliche Nordsee vor. Gelenkt durch die kiWp! am Feinde verbliebene Aufklärung erreichten die Augzeuge die ihnen zugewiesenen Ziele. Einer der ltche M M

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ben irrjVerlauf der Unternehmung gerieten am Mor- iqen ' 8^ des 9.10. den deutschen Seestreitkräften ent»

ist gegengeschickte feindliche Streitkräfte zu-

1 nächst in Sicht deutscher Seeaufklärer, «eiche die Feindstreitkräfte westlich der Südspitze Norwegens meldeten. Auf Grund der durch Funk übermittelten Meldungen starteten einige Staffeln einer Luftflotte und der Seeluftstreitkräfte, um die Engländer mit Bomben anzugreifen. Unter schwie-