unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen nörgelt) mm en.
Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnis- irafe von sieben Monaten. Der Angeklagte würbe ur gesetzlichen Mindestirrafe von sechs M o n a - en Gefängnis verurteilt.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
8. Lana-Gons, 12. Aua. Am 16. August kann sattlermeister Anton Karl B e p p l e r , Breitgasse, it großer geistiger und körperlicher Frische seinen 1'2. Geburtstag begehen. Herr Beppler steht |1nem landwirtschaftlichen Betrieb noch voll und mnz vor. Wir wünschen ihm recht viel Glück!
W Ruppertsburg, 11. Aug. Dieser Tage erließ uns unser seitheriger Pfarrer Hans H ö r r, m die Verwaltung der 2. Pfarrstelle zu Schlitz nzutreten. Nahezu 3 Jahre lang war er hier als Seelsorger tätig. Die Gemeinde Ruppertsburg, die s87 Jahre lang eigne Pfarrei war, erhält nun ! inen Pfarrer mehr. Sie wurde der Pfarrei Wet- jirseld zugeteilt.
4 Jahre Zuchthaus
wegen Sittlichkeitsverbrechens.
Frankfurt a. M„ 11. Aug. (Lpd.) Die Strafkammer des Landgerichts Frankfurt a. M. verurteilte den früheren katholischen Pfarrer von Frankfurt am Main-Oberrad, Jakob Bentz, wegen Sittlichkeitsoerbrechens zu vier Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Obwohl Bentz mit seiner Haushälterin und einer anderen Hausgenossin ein intimes Liebesverhältnis unterhielt, hatte er keine Bedenken, sich in mehreren Fällen an minderjährigen Mädchen, die ihm zur Erlernung des Haushalts anvertraut waren, und in einem Fall an einem noch nicht 14 Jahre alten Mädchen in schwerster Weise unsittlich zu vergehen. Der mitangeklagte Dentist Hermann Bentz aus Wiesbaden, ein Bruder des Pfarrers, der sich bemüht hatte, zwei Zeuginnen von einer wahrheitsgemäßen Aussage abzuhalten, wurde wegen des Unternehmens einer Verleitung zum Meineid zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr verurteilt.
Erlebnisreiche Tage in Eger.
Unsere Gießener Hitler-Jugend und die Pimpfe cas Bany und Jungdann 116 Haden reiche Erlebnisse hinter sich. Der Dienst im Lager vollzog sich par in sorgfältig geregelter Ordnung mit Schulung Md Sport, brachte darüber hinaus aber doch auch nvnche reiche Abwechslung. Junggenossen und Pmpfe befinden sich dank der reichlichen und guten Verpflegung in befter Verfassung und die 116er fhib im Lager als ausgezeichnete Esser bekannt und tuühmt.
!Jm Rahmen des Laaeraufenthaltes wurde an mem Nachmittag ein Ausgang nach Eger unter« i-mmen und tags darauf besuchte das ganze Lager te Defreiungsfestspiele in Eger, hie die vollständige ballenstein-Trilogie zur Aufführung brachten. Zur noßen Begeisterung der Kameraden wohnte Kon- Ä Henlein der Vorstellung bei und zwei (lefoener Hitlerjungen gelang es sogar, Auto- cnrnrne zu erjagen.
*'2Im vergangenen Sonntag fand eine Filmauffüh- rjfig im Lager statt, bei der der Film „Urlaub auf 6 renwort" gegeben wurde. Der Montagabend buchte einen interessanten Vortrag über das Thema „Autoritäre und demokratische Staaten".
3m (Emtebienff.
Der Dienstag war ein ganz besonders großer Il0l Das Lager wurde eingeteilt in Erntedienst- irib in Fahrtgruppen. Don der Gießener Abteilung htten 17 Junggenossen „Wache zu schieben", 39 der aaeren Kameraden wurden zur Erntehilfe eingesetzt, iriQ> 40 Junggenossen gingen auf Fahrt. Die für die kmtehilfe bestimmten Kameraden trafen um 10 Uhr c ihrem Bestimmungsort Kropitz ein und wur- ln dorf durch den Ortsgruppenleiter auf mehrere lite verteilt. 14 Mann Jungvolk blieben in Kropitz, 1 Mann Jungvolk arbeiteten in Oedt und zehn Ärnn der Hitler-Jugend in Steflas. Die Meldung z-7 Erntehilfe geschah freiwillig. Die Kameraden htten damit viel Gelegenheit, mit den Bauern über b großen geschichtlichen Ereignisse des Vorjahres zu stechen. Begeistert erzählten die Bauern und schil- drten genau, über welche Wege und Aecker die dilltschen Soldaten mit ihren Tanks usw. einrückten.
Jungen waren bei ihren Bauern zum Mittag- es-m und zum Kaffee und bekamen fast durchweg
Kartoffelklöße. Zum Nachmittagskaffee gab es Brot mit Quark. Der Erntedienst dauerte bis 18.30 Uhr.
Auf Fahrt nach Franzensbad.
Die beiden Fahrtgruppen begaben sich mit ihren Rädern zuerst nach Franzensbad und fuhren von dort aus in die Dörfer der Umgebung, um mit der einheimischen Bevölkerung etwas näher in Verbindung zu kommen. Eine Fahrtgruppe beftieg bei diesem Ausflug auf dem Grünberg einen Ausfichtstum, von dem fast das ganze Egerland zu überblicken mar. Für die andere Fahrtgruppe war der langerloschene Krater eins Vulkans in der Nähe von Franzensbad das Ziel. Nach der Schilderung der Junggenossen hatte der Krater auf alle einen unvergeßlichen Eindruck gemacht. Viele nahmen sich im Brotbeutel Steine mit als Andenken an dieses naturgeschichtliche Erlebnis. — Erfreulicherweise waren die vergangenen Tage des Aufenthalts im Lager von gutem Wetter begünstigt.
Und nun auf der Rückfahrt ...
Am Mittwoch wurde dann das Lager verlassen. Zunächst führte der Weg nach Aschern die Mittagsstunde gab es dort ein vorzügliches Essen, Erbsensuppe mit Fleischwurst, so daß mit frischen Kräften die Weiterfahrt nach Hof angetreten werden konnte. In Hof gab es dann in der Jugendherberge abermals ein „pfundiges" Essen, und zwar Schweinebraten, Kartoffelkloße und Salat. Der nächste Tag sah dann die junge Kameraden auf einer landschaftlich unbeschreiblich schönen Strecke, die über Sorditz und Lognitz in das Saaletal führte. Dort wurden zwei große Talsperren besichtigt, lieber Wurzbach und Lobenstein wurde Saalfeld erreicht. Die Feengrotten mit wunderschönen Tropfsteingebilden wurden besichtigt. Am Abend war man dann wieder in der Jugendherberge, in der man zur Nacht blieb.
Der gestrige Freitag führte die Hitlerjungen und die Pimpfe von Saalfeld nach Ilmenau. Bei gutem Wetter, bei immer guter und ausreichender Verpflegung und stets inmitten schöner deutscher Landschaft, befinden sich die Kameraden in bester Stimmung. Am morgigen Sonntag werden sie um 12.04 Uhr von Fulda her wieder in unserer Stadt eintreffen.
9JL-tfport
Deutscher Antrag an die FIS.
Bur Beseitigung der Schwierigkeiten, die der Teil- iKigme der Schiläufer aller Welt an den V. Olym- piifjen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen im Sege stehen, wird dem außerordentlichen FI8-Kon- Ll ’B, der, wie die nordischen Blätter zu melden rssen, in Kopenhagen stattfinden soll, folgender Ditscher Antrag zur Beschlußfassung vorgelegt iTben:
„Die FIS beteiligt sich an den Weltspielen 1940 m Garmisch-Partenkirchen nach den Wettkampf- aegeln der FIS. In Uebereinstimmung mit den Olympischen Vorschriften geben die Mitglieder der IS ihre Meldungen über die nationalen Olympischen Komitees an das Organisationskomitee für iie Olympischen Winterspiele in Garmisch-Parten- "iirchen ab. Die nationalen Olympischen Komitees mtscheiden, wer nach den Amateurregeln des Internationalen Olympischen Komitees in Garmisch- Partenkirchen startberechtigt ist."
\3as Fachamt Schilauf hat dem Präsidenten des hernationalen Schiverbandes, Major O e st - iC3a r d, mitgeteilt, daß Deutschland die Teilnehmer cinden Olympischen Schiwettbewerben a u f e i g e n e t is st e n e i n I ä b t. Eine Beeinträchtigung der Schi- ^itmeisterschaften in Norwegen komme also nicht in fl^ge. Das würde den Weltmeisterschaften im toienteU einen sportlichen Gewinn bringen.
Reichswerbetag für die Leibes- Ziehung der 3- bis 9 jährigen Kinder.
Ler NS.-Reichsbund für Leibesübungen führt Jir ersten Mal einen Reichswerbetag für das iirnerturnen durch, nachdem der Reichssportführer ioits vor einiger Zeit die Leiter der Turnvereine -berufen hatte, mitzuhelfen, unseren Kindern ein Merland-Sonnenland zu bereiten.
21s Termin ist einheitlich für das ganze Reich der September 1939 bestimmt worden. An diesem
werden alle Vereine des NSRL. mit ihren liriergruppen an die Öffentlichkeit gehen und hrr) vorbildliche Arbeit und Werbung durch Wort
und Bild den Weg für die Erfassung der 3- bis 9jährigen Kinder, also der vor- und grundschulpflich- tigen Jugend beiderlei Geschlechts freimachen. Die Kinder werden im Turnanzug zum Uebungsplatz geführt, wobei ein buntes Bild entstehen wird, da Bälle, Reifen, Tennisringe und Keulen mitgeführt werden. Anschließend an den Werbetag führen die Vereine in der Woche vom 25. bis 30. September öffentliche „Fröhliche Turnstunden" durch, an denen alle Kinder unentgeltlich teilnehmen können. Ein Turnanzug wird nicht »orgeschrieben. Die Eltern werden als Zuschauer eingeladen.
Kreis-Schiedsrichtertag in Gießen.
Morgen rft der Waldsportplatz die Stätte, auf der die Schiedsrichter ihre diesjährige Kreistagung abhalten. Wie in jedem Jahre hat der Kreissachwart für Fußball die Ausrichtung der Veranstaltung übernommen. Der Kreis-Schiedsrichter-Obmann Zitze r ist für die technische Durchführung verantwortlich. Die Veranstaltung weist insofern Neues auf, als die Tagung nicht auf theoretischen Unterricht und Vorträge beschränkt bleibt, sondern die Schiedsrichter insgesamt müssen sich verschiedenen Uebungen unterziehen, um ihre körperliche Ekgnung zu beweisen. Hierbei muß bemerkt werden, daß die gleiche Veranstaltung im ganzen Gaugebiet durchgeführt wird. Für den Sportkreis Gießen bedeutet diese Maßnahme an sich nur die amtliche allgemeine Anordnung eines schon seit Jahren bestehenden Zustandes. Auch dieses Jahr wird die Gauführung durch den Gau-Schiedsrichter-Obmann W i n g e n f e l d vertreten fein, und man wird nicht zuviel behaupten, wenn man annimmt, daß er nur gute Eindrücke von hier mitnimmt. Im Rahmen des Tagesprogramms werden sich auch drei Schiedsrichtermannschaften, die von Gießen, Wetzlar und Dillenburg, gegenübertreten.
Da als Schiedsrichter heute durchweg ehemalige Spieler tätig sind, so wird man bestimmt auch gute Spiele zu sehen bekommen. Von den Gießenern kann man schon behaupten, daß sie sich durch die Uebungsfpiele genügend vorbereitet haben.
Erstes Gießener Rnndstreckenrennen.
2m morgigen Sonntagvormittag steht Gießen JJ't'er einmal im Zeichen des Radsportes. Als letzte ^'ährige Radsportveranstaltung wird von der Weiter Radfahrer-Vereinigung erstmals in Gießen ei Rundstreckenrennen innerhalb der Stadt durch-
Zns Rennen besteht wieder aus drei verschiedenen wben. Die E-Klasse startet als erste um 8^ Uhr, zwar geht das Rennen über 30 Runden (ins- 8|:ont 45 km). Im Anschluß hieran wird dann ebener erstmalig in Gießen ein Rennen der G e - l^cftsradfahrer durchgeführt. Etwa gegen Uhr erfolgt dann der Start der A= und 8-Klasse. '. D’ Meldungen zu den Rennen sind als sehr gut ist ^zeichnen.
In der E.-Klasse fft die weitaus größte Streitmacht am Start. 40 Fahrer werden hier um den Sieg kämpfen. Von bekannten Namen sind hier zu nennen der Sieger vom diesjährigen „Großen Straßenpreis" Julius Eichhorst,- weiter die Frankfurter Noll, Linnemann, Noß, die Offenbacher Gas- senmeyer, Renz, Klemenz, der Alsfelder Heck, die Gießener Fahrer Mit Kraft, und Preiß an der Spitze. Alles Fahrer, die in dieser Klasse zu einem Siege reif wären. Wer hier den Sieger stellen wird ist schwer vorauszusagen.
Bei den Geschäftsradfahrern ist die Beteiligung ebenfalls sehr gut. Der Veranstalter sah sich hier veranlaßt, noch eine Gruppe einzulegen, und zwar
mit Geschäftsrädern, die kein kleines Vorderrad haben.
15 Fahrer der A/ö-Klasse streiten um die Siegespalme. 50 Runden, das heißt 50 mal die Steigung in der Ludwigstraße zu nehmen ist schon feine Kleinigkeit und es wird gerade in der A/8-Klasse, wo unsere besten deutschen Amateurstraßenfahrer am Start sind, interessante und spannende Kämpfe geben. Der Sieger vom „Großen Straßenpreis", W. Meurer ist leider diesmal dienstlich verhindert, doch kein schlechterer als der zweite vom „Großen Straßenpreis", Fritz E i ch h o r st (Frankfurt) ist am Start. Don Schweinfurt sind Bartkowsky und Langmann vertreten. Aug. Breuer und A. Reu
denbach (beide Köln) erscheinen ebenfalls am Ablauf. Weiter sind noch zu nennen Speckhardt (Offenbach), Brunner (Darmstadt), Schwede (Wies- baden). Auch in dieser Klasse dürfte es schwer fallen, den voraussichtlichen Sieger zu nennen. Eich- Horst, Breuer, Bartkowsky, diese drei sollten vor allem befähigt sein, den Sieg an sich zu reißen.
Was die Organisation des Rennens betrifft, so ist wiederum für alles gesorgt. Das NSKK, die jj, die Sanitätsbereitschaft haben sich wieder zur Verfügung gestellt. An die Zuschauer ergeht die dringende Bitte, die Fahrbahn nicht zu betreten, sondern unbedingt auf dem Bürgersteig stehenzubleiben.
Erste Mballkämpse nach der Sperre.
Spielvereinigung 1900 in Bad-Nauheim.
Die Blauweißen beginnen die neue Serie mit einem Gastspiel in Bad-Nauheim, wo der Sportverein 06 der Gegner ist. Das Vorspiel in Gießen gewannen die Badestädter nach einer überraschenden Leistung, die sie selbst ins Staunen versetzte, mit 5:0. Mit einem solchen Resultat ist diesmal wohl nicht zu rechnen, denn obwohl die Blauweißen eine Menge der etatsmäßigen Spieler ersetzen müssen, ist mit Herbst, Jäger, Schäfer, Krämer, Quick, Bischoff, Günther, Rensing, Kraft, Koch, Heuser eine Vertretung zur Stelle, die noch über ein gewisses Können verfügt und für ein achtbares Ergebnis gut fein dürfte.
FC. Ober-Schmitten in Watzenborn-Steinberg.
Zur Eröffnung der neuen Spielzeit hat die Der- einsführung der Steinberger Teutonen einen Gegner aus dem angrenzenden Kreis verpflichtet.' Die Gäste sind nicht gerade unbekannt in Watzenborn-
Steinberg. Bereits vor drei Jahren zeigte die Elf ein großartiges Spiel, das nur knapp für die Teutonen endete. In der Zwischenzeit haben beide Mannschaften einen Formanstieg zu verzeichnen. In der Hauptsache wird wohl entscheidend für den Ausgang des Spieles' sein, wie die Sommerpause auf die Mannschaften eingewirkt hat. Es dürfte wohl allgemein interessieren, ob der Meister „Teutonia" wieder zu seiner alten Form zurückfindet.
Sporlgemeinde Steinbach I. — Leihgestern I.
Am kommenden Sonntag treffen sich beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in Steinbach. Beide Mannschaften haben sich schon öfters gegenüber gestanden und haben manchen schonen Kampf ausgetragen. Die Gäste sind eine flinke und eifrige Mannschaft. Durch Abgang einiger Spieler zum Arbeitsdienst ist der Gastgeber gezwungen, neue Kräfte einzustellen. Man rechnet mit einem knappen Sieg der Gäste.
DerTv.l8^6vorderIaustbÄ-Gaumeisterschast?
Das Hauptinteresse der Gaumeisterschaft am kommenden Sonntag in Marburg beanspruchen die Kämpfe in der Gauklasse. Da seit Besteyen des Reichsbundes für Leibesübungen der To. 1846 die Gaumeisterschaft im Faustball mit Beschlag belegt hat, erhebt sich die Frage, ob es unserer heimischen Vertretung auch in diesem Jahr gelingen wird, ihre Erfolgsreihe fortzusetzen, zumal es auch die einzige Meisterschaft eines Mannschaftsspiels ist, die bislang an eine Gießener Mannschaft gefallen ist. Die Spiele dieses Jahres, die sämtlich, gewonnen wurden, stellten die Mannschaft vor nicht allzu schwere Aufgaben und können daher nicht als Maßstab für die Kämpfe des nächsten Sonntags genommen werden. Die Gegner, der Turnverein Wasenberg und die Kasseler Durngerneinde Hessen-Preußen, sind den Gießenern von Begegnungen früherer Jahre her bekannt.
Wasenberg stcht an Technik wohl etwas nach, besitzt aber einen ungeheuren Eifer und eine Zähigkeit, die jedem Gegner gefährlich werden kann.
Die CT. Hessen-Preußen stützt sich auf bekannte, seit Jahren in der Mannschaft stehende Spieler. Im Angriff ruht das Hauptspiel auf den bekannten Kasseler Handballspielern aus der Gaumannschaft Diez und Siebje, in der Hintermannschaft taucht neben dem sehr sicheren und erfahrenen Diez II. ein neuer Spieler auf, der erstmals in einer Gaumeisterschaft mitwirkt.
Die Gießener Spieler haben für diese Kämpfe eine mehr als zehnjährige Wettkampferfahrung ein» Husetzen und eine Ballbehandlung, die auch von den Gegnern kaum übertroffen werden dürfte. Daneben ist der Aufschlag Riexingers im Gau unerreicht und für eine Anzahl Punkte von -vornherein gut. Der Angriff hat eine bedeutende Verstärkung durch Trapp, früher Friedberg, erfahren, dessen plaziertes und durchdachtes Spiel am Schlag ihn zu einem der sichersten und zuverlässigsten
Zer Bptito am Bahnhofs
Spieler macht. Seine Technik und Ballsicherheit machen ihn zu einem der besten Spieler des Gaues. Die undankbarste Aufgabe haben bei dem heutigen Leistungsstand der Mannschaft die Hinterspieler. Michels und Dr. Pfeffer, die Hintermannschaft des Vorjahres, werden sich mit diesem problematischen Posten abzufinden wissen.
Die Aufstellung lautet: Trapp, Riexinger, Dr. Hofmann, Dr. Pfeffer, Michels.
Wirtfchast.
Beachtliche Zunahme des Schweinebestandes.
Wie die jetzt bekanntgewordenen Ergebnisse der Schweinezählung vom 3. Juni 1939 gezeigt haben, ist der Gesämtbestand an Schweinen, der im Alt- reich . 1937 mit 22,7 Millionen Stück seinen höchsten Junibestand seit vielen Jähren erreicht hatte, nun wieder auf 22,47 Millionen Stück angestiegen. Die Entwicklung ist zwar etwas langsamer als vor zwei Jahren vor sich gegangen, aher die Stetigkeit des Aufstieges ist in beiden Jahren gleichmäßig zu beobachten. Dor allem der Bestand an Ferkeln entsprach schon ungefähr dem Durchschnittsbestand der günstigen Jahre 1936/37. Beachtlich erhöht aber hat sich die Zahl der trächtigen Sauen, denn sie beträgt im Juni 1939 bereits 1,376 Millionen Stück gegen knapp 1,2 Millionen im Vorjahr. Unter diesen Umständen ist in der nächsten Zeit mit einem sehr großen Anfall von Ferkeln zu rechnen, so daß bei den Zählungen im September und Dezember 1939 ein noch höherer Bestand von voraussichtlich fast 26 Millionen Schweinen zu erwarten ist.
Daraus ergibt sich die Forderung für die Erzeuger, die Sauenzahl der Futtergrundlage des Betriebes anzupassen und nicht mehr Ferkel und Läufer auf Mast zu stellen, als Futter vorhanden ist. Auch für Hessen-Nassau treffen die Verhältnisse voll und ganz zu, denn auch hier ist eine Vermehrung des Schweinebestandes in ähnlichem Umfange wie in anderen Zuchtgebieten eingetreten. Wenn auch die Aussichten der Kartoffelernte durch die letzten Regenfälle wesentlich besser geworden sind, so ist doch kaum mit einer Rekordernte wie in den vergangenen Jahren zu rechnen. Die Betriebe sollen aber bei der Schweinemast nicht Futterstoffe in jeder beliebigen Menge zukaufen, sondern im wesentlichen nur die selosterzeugten Futtermengen verwerten.
Für die Fleischoersorgung ist die Bestandsentwicklung sshr günstig, indem im Winter wieder mit einer Auftriebsverstärkung an Mastschweinen zu rechnen ist. Denn auch die Bestände an Schlachtschweinen waren im Juni immer noch höher als in einem der vorausgegangenen Jahre.
Bhein-Mainifche Börse.
Tendenz: Wenig verändert.
Frankfurt a. M., 11. August. Das Börsengeschäft bewegte sich im Rahmen der wieder nur klein gegebenen Kundschaftsaufträge. Die Grundhaltung war eher etwas freundlicher, und am Aktienmarkt waren die meisten Kurse nur geringfügig verändert. Abweichungen über 0,25 bis; 0,50 o. H. hinaus betrafen meist Zufallsaufträge. So am Montanmarkt Rheinftahl, die 1,25 o. H. ein» büßten auf 123,50, während Hoefch mit 105,40 und Mannesmann mit 103,13 unverändert blieben, ferner AG. für Verkehrswesen, die 2,25 v. H. anstiegen auf 109,75. Elektro- und Maschinenwerte konnten sich vorwiegend gut behaupten, ebenso chemische Papiere, wobei der Umsatz bei IG. Farben zu 149,13 (149) wesentlich kleiner als gestern war. Im einzelnen sind noch Aschaffenburger Zellstoff mit 87,65 (86,65), anderseits Westdeutsche Kaufhof
mit 94,75 (95,50) und Reichsbakk mit 179,40 (179,75) anzuführen.
Der Rentenmarkt blieb still und hatte meist unveränderte Kurse. Reichsaltbesitz 132,10, Reichs- bahn-DA. 122,65, Dekosama I 136,75, Dekosama II 155,40. Goldpfandbriefe, Staatspapiere und Stadtanleihen wiesen die letzten Bewertungen auf, auch Industrie-Obligationen wichen kaum ab. Von Ligui- dationspfandbriefen zogen Rheinische auf 101,20 (101) an, dagegen Frankfurter Hyp. 100,50 (100,65). Im Freioerkehr gingen Kommunal-Umschuldung aus 92,85 (93) zurück. Im Verkehr von Bank zu Bank hatten Steuergutscheine I bei behaupteten Kursen lebhafteres Geschäft.
Im Verlaufe kam das Geschäft am Aktienmarkt fast zum Stillstand, und die Haltung war teilweise schwächer. IG. Farben gingen ohne erkennbare Ursache bis auf 147,75 nach 149,13 zurück, anderseits waren AEG. 0,25 v. H. fester mit 112,50, während im übrigen mangels Geschäft kaum zweite Notierungen Vorlagen. Bei den später festgestellten Kursen betrugen die Veränderungen 0,50 bis 1 v. H. Unnotierte Werte lagen weiterhin still. Tagesgeld wurde auf 2,50 (2,25) v. H. erhöht.
Erzeugerfestpreise für Speisefrühkartoffeln
Fwd. Die Erzeugerfestpreise für Speisefrühkartoffeln frachtfrei Empfangsstation je 50 Kilogramm ausschließlich Verpackung wurden für die Zeit vom 14. bis 19. August 1939 wie folgt festgesetzt: Weiße, rote und blaue Sorten 3,00, runde und lange gelbe Sorten 3,50 RM.
Rundfunkprogramm
Sonntag, 13. August.
6 Uhr: Hafenkonzert an Bord des Sebelschulschif- fes „Commodore Johnsen" des Norddeutichen Lloyd. 8.10: Wir fingen den Sonntag ein. 8.40: Dichter im Dritten Reiche Friedrich Carl Butz liest aus seinem Roman. 9: Deutsche Meister Josef Haydn — Franz Schubert. (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 10: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 10.50: Zauber der Melodie. 11.30: Sonne über Aehren. Erntezeit —die hohe Zeit des deutschen Bauern. 12: Aus dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main Frankfurt: Flughafenkonzert. Musikzug der SA.-Gruppe Hesseki. Dazwischen: Berichte vom Start des Luftschiffes „Graf Zeppelin" zu seiner Fahrt nach Eger. 14: Für unsere Kinder: Pechvogel und Glückskind. Jungmädel spielen für Kinder. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.30: Volkstum und Heimat: „Fröhlich klingt's durch Markt und Gassen". Im bunten Zug durch kurhessische Heimatfeste. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage: Bericht von der Landung des Luftschiffes „Graf Zeppelin" in Eger. 18: Aus Idstein (Taunus): Froher Dorfsonntag. Spiel und Tanz unter der Dorflinde. 19: Fidele Hühner. (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 19.30: Sportspiegel des Sonntags, u. a. Berichte vom Pferderennen zu Frankfurt a. M. 20. Nachrichten. 20.15: Abendkon- zert. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30 bis 24: Unterhaltung und Tanz.


