Ausgabe 
12.7.1939
 
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§Jl.-3pOTt

am

Spiel für sich.

Gew. Verl.

16:19 in Front. In der zweiten Halbzeit

schon

Wirtschaft

Gießener Schlachtviehmarkt.

rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 9 Ochsen, 10 Bullen, 20 Kühe, 26 Färsen, 116 Kälber, 308

Gießen

Hanau Friedberg Bad Homburg

Pkte.

18

8

6

4

Berlins Handballelf schlägt Hermannstadt 19:3.

20 Nationen

bei den Studentenspielen in Wien.

Die Zahl der Länder, die sich an den Studenten- Weltspielen vom 20. bis 27. August in Wien be­teiligen, hat sich auf 20 erhöht. Lettland hat jetzt seine Zusage gegeben und will in der Hauptsache mit einer starken Fußballmannschaft in die Kämpfe eingreifen: Gemeldet haben: Albanien, Bulgarien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Griechen­land, Irland (Eire), Italien, Japan, Jugoslawien, Lettland, Norwegen, Peru, Rumänien, Schweden, Slowakei, Spanien Südafrika und Ungarn.

Die letzten Spiele der Gauklasse, Gruppe Süd, brachten keine wesentlichen Verschiebungen in der Tabelle mehr. Gießen war, selbst wenn es die Spiele noch verlor, nicht mehr einzuholen. Es galt also lediglich das Prestige zu wahren, ungeschlagen die Spiele zu beenden. Alle Mannschaften hatten Um­stellungen vornehmen müssen, was aber für.den Ausgang ohne Belang war.

GießenFriedberg 52:43.

Das erste Spiel führte Gießen mit Friedberg zu­sammen. Bei dem unebenen Boden gab es auf bei­den Seiten bedeutend mehr Fehler, als man es sonst bei diesen Mannschaften gewohnt ist. Gießen über­nahm von Anfang an die Führung, kam aber doch nicht so stark in Vorteil, wie man es erwartet hätte. Das Zusammenspiel klappte nicht in gewohnter Weise, was bei der Umbesetzung von drei Plätzen kein Wunder war. Mit 52:43 ging das Spiel an den Gaumeister.

HanauFriedberg 40:32.

Im zweiten Spiel hatte Friedberg gegen Hanau zunächst einen guten Start und führte fast während der ganzen ersten Hälfte. In dem Maße, wie die Hanauer schlagsicherer wurden, schmolz der Punkt­vorsprung jedoch dahin, und bei der Pause lag Hanau

Zu dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Biehversteige-

Kurze Sportnotizen.

Bei den Schieß-Weltmeisterschaften in Luzern wurde nicht der Finne Mänttäri Welt­meister mit dem Freien Gewehr, sondern der Est­länder Limit (1097 Ringe). In der Gesamtwertung der Ländermannschaften belegte Estland mit 5433 Ringen den ersten Platz vor Finnland, der Schweiz, Norwegen, Schweden und Deutschland.

*

Korpsführer Hühnlein hat für den schnellsten Fahrer beim Großen Bergpreis von Deutschland am 6. August einen Wanderpreis ge- stiftet, der die BezeichnungAdolf-Hühnlein-Pokal" trägt.

*

Einen deutschen Doppelsieg gab es am Dienstag beim großen Luzerner Reitturnier. Wo- tansbruder mit Rittmeister Brinckmann und Ba­ron IV mit dem gleichen Reiter kamen auf die bei­den ersten Plätze von d'Huis (Hptm. Chevalier- Frankreich).

Spiele

9

9

9

9

konnten diese dann, mit dem Wind spielend, ihren Vorsprung weiter ausbauen und siegten 40:32.

GießenHanau 39:38.

Im letzten Treffen leistete Hanau den Gießenern einen äußerst zähen Widerstand. Nach einem knap­pen Rückstand von drei Punkten bei Seitenwechsel gaben sie auch gegen den Wind das Spiel durchaus noch nicht verlören. Manchen unerwarteten Punkt verdankten sie auch den Tücken des Platzes, die eine genaue Ballberechnung unmöglich machten. Dazu kam noch, daß Gießen, im Gefühl, nichts zu ver­lieren zu haben, nicht so aufmerksam und kon­zentriert bei der Sache war, wie in Spielen, bei. denenes um etwas geht". So blieb der Punktstand immer ziemlich ausgeglichen, was dem Spiel eine gewisse Spannung gab und die Hanauer zu höch­stem Eifer anstachelte, in der Hoffnung, dem unge­schlagenen Tabellenführer im letzten Augenblick doch noch eine Schlappe beizubringen. Mit 38:39 bucht/ Gießen wenngleich äußerst knapp auch dieses letzte

Tv.1846 Gießen Gruppensieger der Faustball-Gauklaffe.

Schweine, 9 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 43 bis 45,5, Bullen 40 bis 43,5, Kühe 20 bis 43,5, Färsen 43 bis 44,5, Kälber 40 bis 65, Schafe 15 bis 48 Pf. je V- kg Lebendge­wicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,16, bl (135 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,12, c (100 bis 119,5 kg 1,04, df (unter 100 kg) 0,98, gl (fette Specksauen) 1,14, i (Altschneider) und g2 (andere Sauen) 1,12, h (Eder) 1,02 Mark.

Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Schafe und Kälber ausverkauft.

Mein-Mainische Börse.

Miilagsbörse still und wenig veränderk.

Frankfurt a. M., 11. Juli. Das Börsen­geschäft blieb sowohl am Aktien- wie am Renten- markt infolge der kleinen Kundschaftsbeteilrgung in engem Rahmen. Die Grundstimmung war weiterhin freundlich.

Am Aktienmarkt glichen sich die Bruchteile eines Prozentes betragenden Veränderungen ziem­lich aus und hatten vielfach nur nominellen Charak­ter. Don chemischen Papieren lagen IG. Farben mit 145, Scheideanftalt mit 209 und Metallgesellschaft mit 112,50 unverändert. Bergbauwerte bröckelten eher leicht ab, Buderus 92,50 (93), Hoesch 106 (106,50), etwas mehr ermäßigt waren nach Pause Ilse Stamm mit 162,65 (164,25). Elektroaktien schwankten bis 0,50 v. H., höher u. a. AEG. mit 111,50 (111), anderseits Gesfürel 124 (124,25), Lah- meyer 108 (108,50). Maschinenwerte zogen zum Teil etwas an, MAN. 137,50 (137), Eßlinger 105 (104,50). Von sonstigen Papieren stellten sich Reichs­bank auf 180,25 (179,90), Conti Gummi auf 211 (210,25) und AG. für Verkehr auf 109,50 (110).

In der zweiten Börsenstunde stockte das Geschäft vollkommen. Vielfach nannte man leicht abbröckelnds Kurse. IG. Farben gingen auf 144,75 nach 145 zu­rück. Bei den später notierten Papieren hielten sich die Veränderungen meist unter 1 v. H., Deutsche Linoleum 1,25 v. H. niedriger mit 144,25.

Abendbörse still.

Nach dem sehr stillen Verlauf der Mittagsbörse kam es auch im Abendbörsenverkehr nur vereinzelt zu kleinem Geschäft. Die Gesamthaltung war bei weiterhin etwas uneinheitlicher Entwicklung gut behauptet, und die leichten Abweichungen stellten im wesentlichen Anpassungen an den Berliner Schluß dar. IG. Farben gingen mit unverändert 144,75 um. Von Montanwerten bröckelten Mannes­mann aus 104 (104,50) ab.

Die deutsche Handball-Nationalelf bestritt Dienstag das letzte Spiel auf ihrer Rumänienreise als Berliner Stadtvertretung gegen eine Auswahl von Hermannstadt und kam auch hier zu einem unzweideutigen 19:3- (8:2)-Sieg. Die Deutschen boten vor 2000 Zuschauern eine ganz hervorragende Leistung und lieferten hier wohl den besten Kampf ihrer Rumänienreise. Auch die Hermannstädter Mannschaft, in der ausschließlich volksdeutsche Spie, (er standen (sechs davon kämpften am Samstag in der Vertretung Rumäniens), zeigte recht gute Lei­stungen, konnte sich aber nie ernstlich gegen die famose Zusammenarbeit des Gegners durchsetzen.

Gau-Kurzstrecken-Kanu-Regatta 1939 auf der Lahn.

Die Paddlergilde Gießen hat den ehrenvollen Auf­trag erhalten, die diesjährige Gau-Kurzstrecken- Kanu-Regatta auszurichten. Die Vereinsführung hat sich mit allem Eifer der Vorbereitung der Regatta gewidmet, mit der in diesem Jahre eine Jugend- Kurzstrecken-Regatta verbunden sein wird, die so­wohl für das Gebiet 13, wie auch für das Gebiet 14 der Hitler-Jugend gilt. Schauplatz der sportlichen Ereignisse ist am kommenden Sonntag die Lahn. Die Rennen führen über Strecken von 400, 600 und 1000 Meter Länge. Das Ziel liegt beim Boots­haus der Paddlergilde. Die Wettfahrtleitung haben der Gaufachwart Walter Gutacker und der Füh­rer der Paddlergilde Gießen, Dr. Eberhard Schwarz maier.

Die Rennen, deren insgesamt rund 25 auf dem Programm stehen, haben eine sehr gute Besetzung erfahren. Folgende Vereine haben Meldungen ab­gegeben: Kasseler Kanuklub 1921,. Kanuklub Wetz­lar, KanuvereinigungHessen" 1924 Kassel, Mar­burger Kanuklub, Paddelsport Kassel, Paddlergilde Gießen, Wiesecker Kanuklub und Paddlergilde Hanau.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 11. Juli. Auftrieb: 745 Kälber (gegen 820 am 4. 7.), Hämmcl und Schafe 217 (355), Schweine 2909 (4022). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (30 bis 40): Hämmel bl) 48 bis 50 (48 bis 50), b2) 43 bis 47 (44 bis 47), c) 37 bis 42 (38 bis 40), d) 18 bis 30 (); Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 20 bis 32 (26 bis 32); Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57),c) 53 (53), d) 50 (50), Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.

Ferkclmarkt in Alsfeld.

* Alsfeld, 12. Juli. In Verbindung mit dem heute hier abgeholtenen Kirschenmarkt fand auch ein Schweine markt statt, zu dem 236 Ferkel auf­getrieben waren. Es kosteten 4 bis 6 Wochen alte Tiere 20 bis 25 RM., 6 bis 8 Wochen alte 25 bis 28 RM. Der Handel verlief schleppend, es verblieb Ueb erstand.

Iiundfunkprogramm

Donnerskag, 13. Juli.

5 Uhr: Frühmusik. Es spielt der Gaumusikzug der NSDAP. Gau Ostpreußen. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Uebertragung nach Saarbrücken: Morgen­lied Morgenspruch Nachrichten Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Rundfunkorchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Rat­schläge für Küche und Haus. 8.40: Aus Bad Mün­ster am Stein: Bäderkonzert. Es spielt das Städ­tische Orchester Trier. 9.30: Nur Koblenz-Trier: Nachrichten. 10: Schulfunk. Volksliedsingen, Wie­derholung Liederblatt 7. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Es spielt die Tanzkapelle des Reichssenders München. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Im Deut­schen Märchenwald. (Eigenaufnahmen des Deutschen Rundfunks.) 14.45: Für unsere Kinder: Das rote Pantöffelchen. 16: Musik am Nachmittag. Es spielt das Orchester Otto Dobrindt. Einlage 17 bis 17.10: Bücher, von denen man spricht. 18: Aus Arbeit und Beruf: 1. Aktuelle Nachrichten. 2. Gespräche hinter dem Ladentisch. 3. Sparen heißt nicht notleiden. 18.30:Tages Arbeit Abends Gäste". Hörfolge mit Musik über den Feierabend. 19.15: Tagesspie­gel. Zum Tag der deutschen Kunst:Das größte Atelier der Welt". Ein Besuch bei Prof. Thorak. 19.30: Der fröhliche Loutsvrecher. (Industrie-Schall- platten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: Orchesterkonzert. Pause: Der Dichter Fried­rich Schnack liest eine Plauderei:Die Bäume des Laubwaldes". 22.15: Nachrichten. 22.30: Unsere Kolonien: Eine Expedition geht wieder nach Afrika 22.45 bis 24: Volks- und Unterhaltungsmusik.

von

P-

HZ.BannrL6 auf Fahrt im Westerwald

und Bewährung in der

eine eine auf-

Amtsgericht Gießen.

K. in Vilbel erhielt durch Strafbefehl

schen verursacht, indem er unter Außerachtlassung der im Verkehr erforderlichen und ihm zumutbaren Sorgfalt den Karl Müller aus Wommelshausen mit einem Lastkraftwagen Überfuhr, so daß der Tod des M. auf der Stelle eintrat. Der Angeklagte war geständig. Seine Fahrausbildung hatte er auf einem Personenkraftwagen erhalten. Der Unfall passierte dem Angeklagten, als er am ersten Tage die dritte Außenfahrt mit einem Lastkraftwagen

Der Vertreter der Anklage beantragte, die An­geklagten je zu einer Gefängnisstrafe von 1 Monat zu verurteilen.

Die Angeklagten wurden unter Zubilligung mil­dernder Umstände je zu einer G e l d st r a f e v o n 50 Mark, ersatzweise 1 Tag Gefängnis für je 3 Mark der Geldstrafe, verurteilt.

Große (Straffammer Gießen.

Der Aug. L. Sch. in Frankfurt a. M. hatte sich wegen widernatürlicher Unzucht zu verantworten. Der Angeklagte wurde, dem Antrag des Anklage­vertreters entsprechend, unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten verurteilt. Straferschwe­rend kam die einschlägige Vorstrafe, die keinerlei Wirkung auf ihn hatte, in Betracht.

B. H. in Frankfurt a. M. war ebenfalls der widernatürlichen Unzucht beschuldigt. Der Vertreter der Anklage beantragte eine Gefängnisstrafe von drei Monaten und Unterbringung des Angeklagten in eine Heil- und Pflegeanstalt. Der Angeklagte wurde zu1 einer Gefängnis st rase von fünf Monaten verurteilt unter Zubilligung des Schutzes des § 51 II StGB.

Der W. G. in Waldgirmes hatte sich wegen fahr- läfsiqer Tötung zu verantworten. Er hat am 31. März dieses Jahres, vormittags, auf der Straße von Rodheim nach Gießen in der Gemarkung Heu­chelheim durch Fahrlässigkeit den Tod eines Men-

Montabaur fortsetzen. Die Hitler-Jugend unse­res Bannes wird auf ihrer Wanderfahrt auch den Werkstätten für keramische Kunst in Höhr einen Besuch abstatten.

Aus allen Gesichtern leuchtete die Freude über die bevorstehenden reichen Erlebnisse.

Disziplin und unver­brüchlicher Kameradschaft Kameradschaft ermahnt hatte, wurde unter dem klingenden Spiel der Musik- und Spielmannszüge Friedberg und Lich zum Bahnhof marschiert. Die Fahrt führt zunächst nach Selters (im unteren Lahntal), wo ein Teil der Kameraden aussteigt, während die anderen die Eisenbahnfahrt nach

Gestern nachmittag bra­chen nun auch über 800 Hitlerjungen aus dem ganzen Bannbereich 116 zu ihrer Hessen-Nassau- Fahrt auf. Wie am Vor­tage die Pimpfe, so tra­ten auch die Junggenos- scn auf dem Platze vor dem Liebigbau an und trafen letzte. Vorbereitun­gen für ihre große Fahrt. Die Hitler-Jugend wird 10 .Tage unterwegs sein, also im Gegensatz zu den Pimpfen keinen Lager­aufenthalt nehmen, son­dern sich den Westerwald erwandern, bis zum Rhein marschieren, ein Stück den Rhein entlang ziehen und schließlich Koblenz und die Feste Ehrenbreitstein aufsuchen.

Nachdem Bannführer T a e s l e r die jungen Kameraden zu Ordnung,

Vor dem Antritt der Hessen-Nassau-Fahrt. Eifrig wird die Karte studiert. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Geldstrafe von 20 Mark, außerdem wurde ihm Schadensersatzleistung in Höhe von 10 Mark erlegt, weil er am 18. Januar 1939 eine Schafherde durch den Stadtwald Zwischen Rödger- und Grün­berger Straße trieb. Auf seinen Einspruch gegen den Strafbefehl wurde die Geldstrafe auf 10 Mark herabgesetzt und von Schadensersatzleistung ab­gesehen, da ein Schaden nicht nachgewiesen war.

machte.

Der Vertreter der Anklage betonte, der Ange­klagte habe in grobfahrlässiger Weise den Tod eines Menschen verschuldet. Er beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Der Verteidiger vertrat die Ansicht, daß eine grobe Fahrlässigkeit nicht vorliege, und beantragte eine geringere Strafe.

Der Angeklagte wurde der fahrlässigen Tötung und der Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsord­nung schuldig erkannt und unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu einer Gefängnis st rafe neun Monaten verurteilt.

Aus der engeren Heimat

mit das das Die

NSG. In der Zeit vom 17. Juli bis 16. August führt das Gebiet Hessen-Nassau der HI. ein Egerländer Lager durch, das dazu dient, die HJ.-Führer des Gebietes zusam- menzufassen, sie weltanschaulich auszurichten und körperlich zu ertüchtigen. Das Lager bil­det den Höhepunkt einer 14tägigen Egerland- sahrt, bei der die in Gruppen zusammenge­faßten Hitler-Jugendführer den Sudetengau näher kennenlernen sollen.

Das Egerländer Lager wird zwei Kilometer von der Stadt Eger entfernt auf einer Waldwiese an der Eger errichtet. Durch seine schöne Lage inmit­ten einer herrlichen Landschaft wird es bei den Teil­nehmern einen unvergeßlichen Eindruck hinterlassen. Das Lager erfaßt vom 17. Juli bis zum 16. August 6000 Führer vom HJ.-Rottenführer und DJ.-Hor- denführer aufwärts. In fünf Lagerzeiten zu fünf Tagen, die sich vom 17. bis 21. Juli, vom 23. bis 27. Juli, vom 29. Juli bis 2. August, vom 4. bis 8. August und vom 10. bis 14. August erstrecken, werden jeweils 1200 HI.- und DJ.-Führer sportlich ertüchtigt und weltanschaulich geschult. In Arbeits­gruppen für Singen, Sprechen, Erzählen und Laienspiel wird die Lagermannschaft einer kulturel­len Erziehung unterzogen. Redner, Dichter fowie Führer der Partei werden den Kampf im Osten imd das Ringen unseres Volkes im Sudetenland und in Böhmen und Mähren lebendig machen.

Die fünftägigen Lagerzeiten bilden den Höhe­punkt einer 14tägigen Egerlandfahrt. Die HJ.-Füh- rer aus dem Gebiet werden zu 20 Mann starken

Sängerspende für das WHW.

Lpd. Darmstadt, 11. Juli. Der Sänger- flau Hessen-Darm st adt konnte nach "einer abschließenden Zusammenstellung aus den Winter- hilfskonzerten seiner Gesangvereine dem Winter­hilfswerk insgesamt 12 200 Mark zuführen. Diese Einsatzbereitschaft der hessischen Sänger ver­dient alle Anerkennung.

3n einer Kiesgrube verschüttet.

Lpd. Friedberg, 11. Juli. In einer Kies­grube in der Nähe von Ober-Rosbach stürzte durch den Regen ein- Kieswand ein. Drei Arbeiter wurden dabei verschüttet. Während zwei Mann sich retten konnten und mit Arm- und Beinbrüchen davonkamen, wurde der 15jährige Arbeiter Klein aus Ilbenstadt von dem abstürzenden Geröll g e - tötet.

Mit dem Motorrad tödlich verunglückt.

Lpd. Friedberg, 11. Juli. Der 27jährige Student am Adolf-Hitler-Polytechnikum, Gg. Pieh, ein bekannter Sportler, ist mit seinem Motorrad tödlich verunglückt. Pieh befand sich auf dem Rückweg von einer Veranstaltung in Utphe.

6000 heffeu-uassauische HJ.-Führer aus Egerlandfahrt.

Seine Kameraden waren mit ihren Krafträdern vorausgefahren. Pieh, der sie anscheinend einholen wollte, fuhr zwischen Berstadt und Wölfersheim einen Telegrapheninast an und stürzte in den Stra­ßengraben. Dabei brach er das Genick.

3m Gteinbruch tot aufgefunden.

LPD. Gladenbach, 11. Juli. Im Stein- b r u d) Mornshausen der A. G. Eiserfelder Steinwerke wurde der in der Mitte der 30er Jahre stehende Willi Simon aus Herzhausen mor­gens mit Schädelverletzungen t o t aufgefunden. Er war allein an der Schottermaschine tätig, so daß über die Ursache des Unfalls nichts bekannt ist.

Landkreis Gießen.

5 Albach , 12. Juli. Am heutigen 12. Juli feiert Frau Marie Eleonore Fink, geb. .Gerhard, Witwe, n erträglichem Gesundheitszustand ihren 7 9. Ge­burtstag. Unseren Glückwunsch.

Leihgestern, 12. Juli. Ihre silberne Hochzeit können heute, Mittwoch, 12. Juli, der bei den Butzbacher Eisenwerken beschäftigte Karl Reitz und Ehefrau Katharine, geb. Wallbott, Kreuzgasse (am Berg) dahier wohnhaft, begehen. Herzlichen Glückwunsch.

westliche Sudetenland nach Eger gelangen. Heimfahrt erfolgt nach der Teilnahme am Eger- länderlager auf gleiche Weise.

Zur Teilnahme an dem Egerländer Lager wur­den die Banne und Jungbanne des Gebietes wie folgt aufgeteilt: In der Zeit vom 17. bis 21. Juli weilen die Banne 88 (Wetzlar), 98 (Hanau), 166

Fahrtgruppen zusammengefaßt, die zu Fuß, dem Fahrrad und auf der Eisenbahn durch Maintal, durch die Bayerische Ostmark und

(Bad Homburg), 132 (Gelnhausen), und die Jung- banne 88 (Wetzlar), 288 (St. Goarshausen), 392 (Gelnhausen), 80 (Wiesbaden) und 304 (Lauterbach) im Lager. Die Banne 81/186 (Frankfurt) und 287 (Offenbach) sowie der Jungbann 81/186 (Frankfurt) sind vom 23. bis 27. Juli im Lager untergebracht. Vom 29. Juli bis 2. August ist das Lager mit den Bannen 80 (Wiesbaden), 118 (Worms), 288 (St. Goarshausen), 303 (Dillenbura), 304 (Lauterbach) und 249 (Limburg) und den Jungbannen 98 (Ha­nau), 118 (Worms), 303 (Dillenburg) und 249 (Büdingen) besetzt, während die Lagerzeit vom 4. bis 8. August den Bannen 87 (Westerburg), 115 (Darmstadt), 116 (Gieße n) und 253 (Lim­burg) und den Jungbannen 87 (Westerburg), 116 (Gieße n), 166 (Bad Homburg), 253 (Limburg) und 254 (Büdingen) Vorbehalten ist. Die letzte La­gerzeit vom 10. bis 14. August wird schließlich von den Dannen 117 (Mainz) und 254 (Büdingen) und den Jungbannen 117 (Mainz), 115 (Darmstadt) und 287 (Offenbach) beschickt.