n.
°°n bd
1L Atu l'Kn
"VN. 9«.
«lt
•4 te s uT.
S
Ml ^en, Q|j '«hu ;S
Ä
Wers et,9nini H-Sttt M ö
Sälchen
höiet
W fa in erst« IS Wrofo 5 ,H ng. ^OQittet ’t Kano!. 's ßebdui leber hier 3hfn eniimek:
fiedeM Hilfe h-i ; W iefwt r schift flug aus. i jetzt en Sflumog.
caße, d» die Nau. elmurhi, aud) da- ! bereite für bii jnff ge«
Hol'
[usfteQir- Landkiü en. Sius alles U.
9 die oyi- aber nutz wird d:i jetan, Bit gtwachf»
Ostinvl' , AulM? chellMg!' UmgejtQi'
in NW >mte allzu
m Mißen falls m'-' t aus de! Hofe! Dir
al)tW ö|te P°inü Maschinen! ch und M |e für ihn »mH8 E-
Sopf u"1
ilni-tz 1«' inge, um 6M>i gfy abkim ien der ®' lieben M i Märtyw riumphatol
torrad-M alän^nven h!n W. M-hr ME enntag
Sennen kindruSH
>*r et^1 r
* f>ani
tfm- -yt srb<rt
Steins Garten im Wandet der Zeiten
Bad-Aauheimer Turmer am 15. und 16. Juli
Langjähriger Leser in Obbornhofen. Die Schweine-
Fahrtruppenschule Hannover, zwei
gen Ausgabe des Gießener Anzeigers nachlesen.
Husadel Sandow
Rixner Huscrdel
Popy Carena Dostal Bögelsack
Empfangschef Schwarz sagte aus." Krügel zog fern Merkbuch aus der Brusttasche. „Mister Burd machte auf den Empfangschef einen sehr krankhaften Eindruck. Er verlangte von ihm die Adresse eines Notars. Spät abends kam der Schauspieler Vallen- dar und meldete den Tod Burds. Er erkundigte sich, ob jemand nach Mister Burd gefragt habe. Schwarz habe ihm dann berichtet, daß ein Mann nach Burd gefragt und daß er dem die Notaradresse genannt hätte. Vallendar kam bald darauf mit einer Zeichnung zu ihm. Schwarz bestätigte, daß dies der Mann gewesen sei: er hielt ihn für den Agenten der Frau Larsen. Das war alles, was ich erfahren
der Siebener Flieger in Fulda.
Vor einigen Tagen veranstaltete das Musikkorps unserer Gießener Flieger ein Konzert in Fulda, das eine günstige Aufnahme fand. Den Fliegern wurde ein schöner Erfolg zuteil, der auch in der Presse einen entsprechenden Ausdruck fand. So schrieb u. a. die „Fuldaer Zeitung": „Man muß es den Gießener Fliegern lassen: ihr Musikkorps ist ein glänzend geschulter und fein aufeinander abgestimmter Konzertkörper, der mit Selbstverständlichkeit an schwere und schwerste Stücke deutscher Konzertmusik herangeht und sie unter der Stabführung von Musikmeister Pfarre hervorragend zum Vortrag bringt. Saßen da auf der Bühne des Stadtsaales etwa 30 Musiker, von denen jeder einzelne ein Solist ist und vor ihnen stand der oon »feiner Tätigkeit in Fulda her noch bestens bekannte und geschätzte Musikmeister Pfarre, der in verhältnismäßig kurzer Zeit <in Mu- fikkorps zusammengestellt und herangebildet hat, mit dem er sich überall hören lassen kann."
W. Doerenkamps und der Fahrabteilung 24 Han- nooer, Viererzüge von C. Brückmann (Groß-Karben) und verschiedener Regimenter kennzeichnen die Bedeutung der Fahrwettbewerbe, die auch mit 30 Einspännern und 19 Zweispännern den früher gekannten Rahmen überbieten.
Die große Marathonfahrt der Wehrmacht um und über den Vogelsberg, mit dem Hoherodskopf als höchstem Zielpunkt, ist ein Ereignis, wie es nur bei wenigen Turnieren bekannt ist.
Zwei Geländeritte über je zwölf Kilometer mit sehr schwierigen Hindernissen prüfen die Verwendbarkeit von Pferd und Reiter in den Gegebenheiten des Ernstfalles, wie schwerer es nirgends geschehen kann.
Marathon-Fahrt im Vogelsberg.
Einer der spannendsten Wettbewerbe im Zuge des 5. Bad-Nauheimer Reit- und Fahrturniers wird die Marathon-Fahrt der Gespanne sein. Der Name kennzeichnet schon die Dauerleistung, die verlangt wird. Nur Gespanne der Wehrmacht, Viererzuge und Zweispänner, sind beteiligt. Man hat im letzten Jahr, als der Weg durch Taunus und Wetterau führte, großartige Leistungen gesehen. Zn diesem Jahre ist die Strecke um und über den Vogelsberg gelegt. Ganz außerordentliche Höhenunterschiede sind zu bewältigen. In der Mitte des zweiten Fahrtages wird der Gipfel des Hoherodskopfes erreicht. Steigerung ist diesmal das Kennzeichen der Marathon- Fahrt. Höhenunterschiede von über 500 Meter sind zu bewältigen. Täglich sind mehr als 50 Kilometer mit den schwer belasteten Feldwagen zurückzulegen. Da heißt es, haushälterisch mit den Kräften der
„Der Schauspieler Vallendar weiß offenbar einiges. Ich kenne ihn auch — vom Film her. Ich kann mir schon vorstellen, daß dieser temperamentvolle Mensch mal vom künstlerischen Erleben ins wirkliche Erleben hinüberwechseln möchte. Ich habe bereits Windegger in die Garage gestellt, wo Burd verstarb. Nun rief er vorhin an und meldete, daß sich da offenbar Vorfälle ereignen und Dinge vorbereiten, die einen kriminellen Hintergrund haben. Ich muß den Fall aufnehmen. Fahren Sie also los zu Vallendar! Er ist in Babelsberg auf dem Filmgelände. Zeigen Sie ihm das Bild und fragen Sie ihn, ob er die junge Dame kennt!" Wieder betrachtete er das Bild. „Ein auffallend hübsches Mädchen... Sie kennen sie bestimmt nicht als Filmschauspielerin?"
„Sie märe mir sofort ausgefallen. Herr Rat. Ich habe sie noch nie in einer besseren Rolle gesehen^ ich glaube, ich habe sie Überhaupt noch nie gesehen.
„Schön! Dann svll also Vallendar mit seinen Weisheiten herausrücken. Er soll endlich sagen, was er beobachtet hat. Wir wollen ihm doch lieberem wenig unter die Arme greifen — verstehen Sie?'
„Jawohl, Herr Rat! Ich fahre sofort los!" Krügel steckte das Bild ein.
„Ich erwarte um drei Uhr Ihren Bericht, Krügel!"
Das Ruhesignal des Tonmeisters war verklungen. Der Aufnahmeleiter rief: „Tonfertig — Aufnahme!' Er schlug die Klappe.
Margit Larsen stand m einem dunklen, hochgeschlossenen Kleid auf dem Podium. Sie war blaßgeschminkt, ihr Haar flimmerte in dem grellen Licht der sprühenden Lampen wie Silber. . .
Der Kameramann drehte. Margit sprach einige Sätze. Eine verhaltene Wehmut durchzitterte ihre
sin zur Lippe. .
Für die Gespannprüfungen liegen hochwertige
Stühle aufgestellt, die von der Dolkshalle her nach Steins Garten gebracht werden.
Die heutige Äortragsfolge.
Noch einmal sei die gestern bereits mitgeteilte Vortragsfolge des um 17 Uhr beginnenden Platzkonzertes des Musikkorps der Luftwaffe unter Leitung oon Musikmeister Pfarre wieder-
Stühle werden aufgestellt.
Um auch den älteren Dolksgenofsinnen und Volksgenossen Gelegenheit zu geben, heute nachmittag dem Konzerte beizuwohnen, wird eine stattliche Anzahl
Fahrtages die Gespanne noch in guter Verfassung sind und nicht schwerwiegende Strafpunkte den Einsatz auf der langen Reise belasten oder gar das Gespann für die Wertung ganz ausscheiden.
Eine besonders schwierige Geländefahrt ist am Ende der ersten Fahrstrecke vorgesehen. Eine sehr schnell, nur im Trab zurückzulegende Strecke liegt in der Mitte des dritten und letzten Fahrtages. Die Fahrer find Frühaufsteher. Morgens zwischen 4 und 5 Uhr werden die Gespanne gestartet. Am ersten Tag oon Friedberg aus nach Nieder-Florstadt, Himbach, Langenselbold (Rast), Niedergründau zum Quartier in Büdingen. Don dort geht es am Freitag auf die bergigste Strecke über Gedern, Hart* mannshain zum Hoherodskopf (Rast), Feldkrücken nach dem zweiten Quartier in Laubach. Uebec Gonterskirchen, Bad Sal<zhaufen (Rast), Nidda (Schnellstrecke bis) Dauernheim, Reichelsheim wird das Ziel hinter Dorheim erreicht, wo die Derfas- sungsprüsung der Pferde vorgenommen wird, die sehr wesentlich für den gesamten Wettbewerb ist.
Es sind in diesem Jahr Gespanne der Garnisonen Frankfurt a. M., Friedberg, Butzbach, Gießen, Wetzlar, Siegen, Marburg, Kassel, Göttingen, Fulda, Hanau u. a. beteiligt. Infanterie, Kavallerie und Artillerie wetteifern um den Sieg in diesem ernster Aufgabe angeglichenen Wettbewerb, zu dem der Kommandierende General den Siegerpreis, den ein Jnfanteriegespann zu verteidigen haben wird, gestiftet hat und persönlich am Turniersamstag am Johannisberg überreichen wird.
Ehrenpreis der Stadt Gießen.
Für das Reit- und Fahrturnier in Bad-Nauheim hat Oberbürgermeister Ritter einen Ehrenpreis der Stadt Gießen gestiftet. Der Preis stellt einen schwebenden Adler auf einem Marmorsockel bar.
„Fest Der 100 000 Hofen/
Rosenschau in Steinfurth.
konnte."
Gräupner betrachtete das Bild. Es war em Photo, wie es oon Filmgesellschaften angesertigt wird. Es trug keinen Namen, aber in der Ecke den Firmenstempel der Filmproduktion. Auf der Rückseite des Bildes waren einige Vermerke m englischer Sprache gemacht: zum Teil waren sie dick anqe- strichen. „Kennen Sie die junge Dame, Krugei? Der Aufnahme nach scheint es eine Filmschauspielerin $ Ich habe es mir genau betrachtet, Herr Rat. Wenn es eine bekannte Filmschauspielerin wäre, würde ich sie bestimmt kennen. Aber ich kann mich nicht erinnern."
„Sie geben häufig ins Kino? „
„Ich gehe gern hin, Herr Rat.
Gräupner lächelte. „Na, dann werden Sie den Schauspieler Vallendar ja von der Leinwand her kennen?"
„Gewiß, Herr Rat! Seine Filme sind immer
Stimme. „ ... ,
„Aus!" rief Pernau. „Wir wollen sofort entwickeln. Ist der Ton gut gekommen?"
Der Tonmeister streckte den Kopf aus einem Fensterchen seiner Loge. „Ausgezeichnet, Herr d'Denn mal los, Kinder! Wir sehen uns die Szene möglichst bald im Vorführungsraum an. Er ging zu Margit Es wird, Margit! Es wird was ganz Neues "für dich! Für die Juanita finden wir leicht eine Besetzung. Maaß hat versprochen, den zweiten Teil des Drehbuches gründlich umzuarbeiten. Du bekommst eine Bombenrolle!"
Aufgeregt lief er hin und her. Das war eine Aufgabe! Da konnte er mal zeigen, was er konnte. Neue Wege! dachte er immer wieder. Man muh immer neue Wege suchen! Die Larsen ... ®a5 fteat nur alles in einem Menschen? Nun kenne ich sie fei so vielen Jahren, und jetzt sehe ich sie auf einmal ^"Na^Werner? Noch nicht überzeugt?"
Vallendar trat aus dem Hintergrund dot unö hob bie Schultern. „Natürlich kann Margit. Wir wissen
gegeben:
1. „Flieger-Fanfare", Fanfarenmarsch
2. „$)eil dir, lieb Vaterland", Marsch
3. „Bagatelle", Ouvertüre
4. „Legende"
5. „Suite Orientale" in vier Sätzen
6. „Geheimnisse der Etsch", Walzer
7. „Servus Wien", Großes Potpourri
8. „Legion Condor'', Marsch
Schöner Konzertersolg
.reife, tonnen. 6iejm Wirtschaft-,unfmrjefiri. S-chs«,^«. ^„»on^er bc,mit - am ^de de- dritten
boch, was für eine Künstlerin sie ist. Aber —? Er ann vor sich hin, währenb Margit sich auf einen einsamen wackligen Stuhl setzte.
Die großen Schiebetüren öffneten sich. Unbarmherzig aufhellenb fiel bas kalte Licht bes Spätherbsttages ins Atelier hinein.
Wie fern mir boch Margit ist! empfanb Vallenbar. Wie sie bort fitzt — so fremb, gar nicht mehr bie Margit, bie ich seit brei Jahren kenne. Was hat ie für einen seltsamen Glanz in ben Augen! Ist es bie Rolle, in bie sie sich hineinlebt? Ober ist es eine neue Seite ihrer Seele, eine, von ber keiner etwas wußte, auch sie selber nicht?
Er war unruhig. Was mag Charly machen? Wer war ber Mensch in ber grauen Limousine? Fast unbezwinglich fühlte er ben Wunsch, fortzugehen, sich in seinen Wagen zu setzen unb nach Halensee zu ahren. Vielleicht stünde Charly im.Schaufenst"r unö beforierte? Ober tat sie bas nicht mehr? Plötzlich wußte er, baß er gar nicht bas Abenteuer suchte. Nicht bie seltsame Tatsache, baß sie sich verfolgt fühlte, fesselte ihn: es war Charly selbst.
Er biß sich auf bie Lippen. Stets hatte er gemeint. Harr feiner Gefühle, feiner Leibenschaften zu fein. Unb jetzt kam etwas auf ihn zu, bas starker war als alle Ueberlegüngen. Wohl wehrte er sich, fühlte aber, baß er eigentlich wehrlos war. Was hals es, daß er sich immer roieber sagte, zwischen Charly unö Doktor Römer fei alles, bis auf bas letzte, unausgesprochene Wort, im reinen? Der Gedanke daran schmerzte, peinigte ihn. Gab es etwas, das ihn ermutigen konnte? Nichts. Römer, dieser stille, vornehme Mensch, ber lächelnbe Ueberwinder des Lebens, liebte Charly. Man fühlte es an lebem Bsick, den er ihr schenkte. Waren nicht schon seine Ge- banken, bie so beharrlich um bas Mäbchen kreisten, Römer gegenüber unehrenhaft?
Unb Margit? Da brüben saß sie. Auf bem kleinen, unbequemen Stuhl saß sie in ihrem schwarzen Kleid unb lächelte. Lächelte, weil Pernau begeistert war, baß sie einen Schritt gewagt hatte, ber für sie ein qroßer Ab schieb war ... Abschieb von ihm? Abschied von bem zauberhaften Glanz ihrer Jugenb!
Es kam ihm vor, als weite sich ber räumliche Abstand, ber sie trennte; als werbe er zu einem unüberwinblichen Abgrunb. Er erlebte m Men paar Setunben ben ganzen Schmerz, ben Margit empfanb. Er spürte ihn mit ber einfühlsamen Kraft seines künstlerischen Schauens. Aber gerabe in bem Augenblick, ba er ben Abgrunb erkannte, ber sie trennte, unb ber größer unb großer würbe, wie der Abstand eines Schiffes vom Land, das sich vom Rat löst und nun in die unendliche Weite des Meeres hinauszieht, ganz allein und ganz auf sich an- ■ gemiefen, gerate jetzt verstand er Margit bester unb tiefer denn je. „ . .
Rafcb ging er auf sie zu. „Du bist wundervoll nt > dieser Rolle!" sagte er leise.
i (Fortsetzung folgt.)
Roman von Harald Baumgarten
Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35
13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Bei der Einfahrt verabschiedete sich Vallendar von «Charly und Römer und ging in das Büro hinein. .„'n Abend, Herr Mühsam! Garage schon ver-
8 Dann will ich Ihnen Gelegenheit geben Herrn Vallendar mal persönlich kennenzulernen, ©eitern rief der Notar Grußendors an. Burd hatte sich bei ihm angemeldet - zu einer ungewöhnlichen Stunbe unb mit einer überrajebenben Dringlichkeit Er tarn aber nicht. Es kam jeboch em zweiter Anruf von ihm di? Sache sei noch nicht spruchreif, und er müsse seinen Besuch verschieben. Dann sei der Schauspieler Vallendar zum Notar gekommen unb habe ihm mitgeteilt, baß Burd zwischen dem ersten und zweiten Anruf in der Garage Alter Westen an einem Herzschlag verstorben len Gs Jambem Notar wohl so vor, als wolle Vallenbar so em buchen Privatbetektiv spielen: benn er habe von einer jungen Dame erzählt, für bie er emgetre en sei. Grußenborf erschien bie Sache aber recht seltsam: barum teilte er sie uns mit... 3d) roiU S- in ben Fall einführen, Krügel! Die von mir voran taftte volizeiärztliche Untersuchung ergab bie Richtigkeit von Doktor Römers Feststellung: Burd ist eines natürlichen Todes gestorben: er hatte em schweres Herzleiden Der zweite Telephonanruf an den Notar afor ergibt, daß um den Tod Burbs. sich allerle^ Undurchstchtiges abspielt. Wir haben bereits nach ßos Angeles gekabelt, um bie Verwandten des Am-rttan°r- fefoufteUen." Er schmunzelte °»ed°r.
Die Juliwanderung führte — wie man uns beachtet — 50 Teilnehmer vorn VHC. in Gießen in !:ine der schönsten Gegenden unseres Dogelsberges. fltit dem Frühzug ging es über Stockheim durch das liebliche Niddertal bis Hirzenhain, von hier aus begann im steilen Aufstieg die Wanderung zur Hillers- '.achsperre. Herrlich liegt dieser Stausee eingebettet m waldigen Bergkrcm^ Die fast zweistündige Fruh- Hücksrast wurde durch Baden, Rudern und Wandern nm See reichlich ausgenutzt. Nach dem Besuch des nm Berge gelegenen „Matthiasstein" ging es au (rfjattiger Waldstrahe durch bas Hillersbachtal auf !*tc Höhe von Lißberg, einem schönen Bercsttä.'tlein mit seiner alten Burgruine und dem Bergfried. Bei ?rächtigen Fernblicken stetig bergauf am Waldrand ntlang, wurde das Bergdörfchen Ekartsborn erreicht und dort Mittagsraft gehalten. Aus guten Wegen wurde im Wiesengrunde die Laisbach über- .chritten, um durch herrlichen Hochwald am schön gelegenen Forsthaus Finkenloch vorbei zur Höhe von Wallernhausen zu gelangen um am Waldrand i;u rasten. Durch bas saubere Dorf Wallernhausen ging es, bie Straße meidend, burch wogende Korn- ।elber bergauf, um hier auf der Höhe einen ber ।(fünften Rundblicke auf die Taunusberge und unser heimisches Gebirge zu genießen. Bei erfrischendem Bergwind erfolgte der Abstieg zum Städtchen Nidda, i’ernab vom Brausen der Motore „Rund um Schotten". Nach Besichtigung des schönen alten Markt- Srunnen und bes“mit lustig klappernden jungen Störchen besetzten Nestes erfolgte die Schlußrast Seim Kronenwirt. Hochbefriedigt von einer selten schonen Wanderung kamen die Teilnehmer 19.36 Uhr □lieber in Gießen an.
*
♦* Silberne Hochzeit. Am gestrigen Dienstag feierten der bei der Firma Rinn & Cloos be- ckMigte Obergärtner Willy E r n ft und Frau, das Fest der silbernen Hochzeit. (Nachträglich unseren Glückwunsch!)
Briefkasten der Redaktion.
Ein Reit-, Spring- und Fahrturnier von Rang wird am kommenden Wochenende in Bad-Nau- heim von dem Generalkommando bes IX. AK. unb ber SA.-Gruppe Hessen burchgeführt. Der Turnierplatz am Fuße des Johannisbergs wirb gegen bie Vorjahre noch in ihrer Bebeutung wertvollere sportliche Kämpfe erleben. Allein bie Zahl von fast 1000 Nennungen beutet auf ben Wert dieses jebe Kategorie pferbesportlicher Kämpfe umfassenden Turniers hin. In ber Material- unb Eignungsprüfung sieht man beste junge Pferbe beut- scher Zuchtgebiete. Die Dressurprüfungen Haden mit Reitern wie Rittmeister von Plehwe, SA.-Haupt- sturmführer Eckharbt, Hauptmann a. D. Schuster, H. Fischer, Wachtmeister Bruns usw. unb Pferden von der Klasse des Tantris, Cortez, Nachtfalter, Poseidon, Anzeiger, Segelflieger, Freiheitskämpfer, Quaste vorzügliche Bewerber gefunden. Die Jagdspringen, davon allein drei in Klasse M, sind denkbar stark bestritten, denn -Hauptsturmführer oon Zastrow, Rittmeister Pilgrim, Rittmeister v. Plehwe, Oberleutnant Freiherr v. d. Borch, Leutnant Bischoff, SA.-Hauptsturmführer Fangmann, Sturmfuhrer Hänelt, Oberscharführer Kilbinger, Leutnant Pirner usw kommen mit Pferden wie Husar, Passion, Erato, Lärche, Oberst, Delilah, Ordensritter, Schwerin, Figaro, Exkönig, Flora, Richthofen, Reinhard V. sowie Th. Röchling mit Lunte und Corsar in die Bahn, dazu bie Amazonen Frau Tigler mit Nelson und Lexa, Frau Lindgens mit Leithirsch unb Athlet, Frau Marcks auf Pferben ber Prmzef-
I pachtet?"
„Noch nicht, Herr Vallenbar. Morgen kommen > iverschiedene Bewerber."
Vallendar bezahlte die Mete für feine Box. , „Sagen Sie mal, lieber Mühsam: Der Mann, der neu in C gekommen ist, der mit der grauen Limou- Ifine, wer ist das?"
„Ein gewisser Herr Zornack, Schokoladenvertreter.
:Kennen Sie ihn?"
„Nein, bann irre ich mich. Er kam mir so begannt vor. Ich glaubtet, er wäre mal Bühnenmeister Ibeim Film gewesen," Vallendar grüßte freunblich :nnb ging hinaus.
Der Kriminalassistent Krügel fuhr auf seinem Motorrad unter bem Stadtbahnbogen durch. Jetzt wagte ihm zur Rechten die Berolina auf. Er wand sfich durch das Gewühl des Alexanderplatzes und ffteuerie auf das Polizeipräsidium zu.
Ein gewaltiger Torbogen nahm chn auf. Dann rfam ein Hof, auf dem das Motorrad eingestellt llvurde. Und gleich daraus eilte Krügel über einen steinernen Korridor und dann breite Treppen hinauf, bis er im dritten Stock einen etwas stilleren «Gang hinunterschritt. Dor der Tür Nummer 248 imachte er halt.
Nach kurzem Klopfen trat er ein und blieb in ^dienstlich strammer Haltung stehen.
Kriminalrat Gräupner hob ben Kopf. „Da ftnb 'Sie ja schon mieber, Krügel? Setzen Sie sich doch!" 'Er betrachtete ben jungen, gutgewachsenen Menschen unb sein energisches, anstänbiges Gesicht mit offensichtlichem Wohlgefallen.
Krügel war erst vor kurzem vom Polizeidienst in diese Abteilung versetzt worden. Er reichte bem Kriminalrat bie Mappe, die er unter bem Arm hielt.
Gräupner öffnete sie unb entnahm ihr ein Bilb. „Berichten Sie!"
„Ich habe Burbs Gepäck untersucht, Herr Krimi- nahmt. Es war nichts Interessantes ober Wichtiges dabei. Mister Burd ist nur mit zwei Hanbkoffern gereift. Anfcheinenb hat er sich nicht lange in Deutschlanb -aufhalten wollen. Ich habe bas Gepäck sichergestellt unb bas Zimmer freigegeben. Der
Das Platzkonzert in Steins Garten am heutigen Mittwoch, das nach der dankenswerten Freigabe des Gartengeländes vor der Bürgermeisterei Berg- traße burch Oberbürgermeister Ritter zum erstenmal wieder nach vielen Jahren an bieser für Gießens Konzertleben traditionellen Stätte die Besucher erfreuen wird, lenkt den Blick rückwärts auf; bie wechseloolle Geschichte biefes Grundstücks.
Bis zum Kriege dienten bas Gebäube und der Garten, als Gesamtheit „Steins Garten", genannt, dem Zwecke einer guten Konzert- und Erholungs- tätte der Gießener Bevölkerung. In den Jahren les Weltkrieges war in dem großen Gebäude das Reseroelazarett I untergebracht, während ber Garten den Verwundeten zu Erholungsspaziergängen diente. Nach dem Kriege ging das Grundstück in ben Besitz des Auto-Kaufmanns Otto Göbel über, ber in dem großen Saale (jetzt Sitzungssaal der Rats- Herren) eine Auto-Reparaturwerkstätte betrieb, während bie übrigen Räume bes Gebäudes als Wohnungen vermietet waren. Im Herbst 1920 wurde bas ganze Grunbstück von der Stabt angekauft unb im Verlaufe des Winters 1920/21 für die Zwecke ber Bürgermeisterei umgebaut. Am 1. März 1921 hielt die erste städtische Dienststelle ber „Neuen Bürgermeisterei" ihren Einzug in bas Gebäude, im Verlaufe der anjchließenden beiden Wochen folgten bann die übrigen städtischen Büros. Seitdem ist bas Grundstück die „Neue Bürgermeisterei". Dank bes entgegenkommenden Entschlusses won Oberbürgermeister Ritter wirb man nun von heute ab wieder an jedem Mittwoch nachmittag ein Platzkonzert in dem schönen Garten vor bem Gebäude hören und damit an die frühere Tradition anknüpfen können.
xing der Kaiserallee als Zubringer zur Reichs- Autobahn veranschaulicht. Darüber hinaus werben uch bie historischen unb lanbschaftlichen Schönheiten 'er Stabt unb der nächsten Umgebung ben Beichern nahegebracht. Eine Photomontaae in Groß- brmat zeigt Gießen als bie Stabt Liebigs unb rines Wirkens. Ein Modell ber Schwimmhalle, bie innerhalb ber großen Sportanlage entstehen soll, Dirb ebenfaljs gezeigt werden.
($in 3etf>6etrüger vingfest gemacht.
Einer noch nicht gefaßt.
Wie die Kriminalpolizei Gießen mitteilt, würbe ter 23 Jahre alte Friedrich Klein aus Gießen- Aein-Linden wegen fortgesetzten Zechbetrugs erneut festgenommen. Nachbem Klein im Februar t. I. wegen gleicher Straftaten feftgenommen unb ru sechs Monaten Gefängnis verurteilt worben var, verfiel er nach ber Verbüßung feiner Strafe ofort mieber in fein altes Laster. Kaum hatte er bas Gefängnis verlassen, als er sich mieberum in Wirtschaften an Essen, Trinken unb Rauchwaren yütlich tat, bann aber unter einem Vorwanb ver- chwand, ohne seine Zeche zu bezahlen. Dieses Trei- inen fanb burch seine jetzige Festnahme rasch wieder rm Enbe. ,
Außer Klein ist in den letzten Wochen hier noch rin anderer, 51 Jahre alter Mann als Zechbetru- jer aufgetreten. Nachdem er gegessen, getrunken jmb sich mit Rauchwaren versorgt hatte, ging er nit bem Versprechen fort, am nächsten Tage wieber- i utommen unb bann seine Zeche zu bezahlen. Da- >et ist es aber geblieben.
Gastwirte, bie von ben beiden Zechprellern ge- ichäbigt wurden, bisher aber noch keine Anzeige •ritattet haben, werben ersucht, bet der Kriminalpolizei Gießen, Zimmer 62, vorzusprechen.
VHC.-Wanderuna in den Äogelsbera.
Das Rosendorf Steinfurth bei Bad-Nauheim wirb in ben nächsten Tagen bas Ziel vieler Menschen sein, bie in herzlicher Freube an ben Blumen sich auch ber Rose, ber Königin unter ben Blumen, besonders zugetan wissen. Steinfurth, jenes Dorf, besten Bewohner den größten Teil ihrer Arbeit ber Zucht ber Rosen roibmen, veranstaltet in ben Tagen vom 15. bis 17. Juli bas „Fest ber 100 000 Rosen", bei bem all bas zu sehen sein wirb, was bie Arbeit bes Rosendorfes erstrebt und im vergangenen Jahre erreichte. Mit ber großen Rosenschau, bie sich in künstlerischer Form barbieten wirb, ist auch ein Volksfest oerbunben, bas einen Vergnügungspark, Schaunummern unb Tanz bringen wirb. Die ganze Veranstaltung wird von ber NS/Gemeinschaft ,Kraft durch Freube" getragen.
VezirkSschöffengerW Gießen.
Der H. M. in Salz bei Lauterbach war angeklagt, am 10. April 1939 in ber Hauptstraße in Salz durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen ver- ursacht zu haben, indem er durch Außerachtlassung der erforderlichen Sorgfalt mit seinem Fahrrad den Andr. Walter III. in Salz (einen betagten Mann) anfuhr, wobei dieser auf den steinigen Boden schlug und einen Schädelbasisbruch erlitt, an dessen Folgen er verstarb.
Der Vertreter der Anklage beantragte eine Ge- fängnisftrafe von 6 Wochen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung mangels Beweises. Der Angeklagte wurde mangels ausreichenden Beweises frei gesprochen. *
Der Joh. W. und seine Ehefrau Sophie W. in Friedbera waren angeklagt, am 8. November 1938 in Friedberg einen Wehrmachtsangehörigen, sowie die Wehrmacht in gröblicher Weise öffentlich beleidigt zu haben. Die Angeklagten, die vom Erscheinen in der Hauptverhandlung entbunden waren, bestritten die Schuld, sie wurden aber durch die Beweisaufnahme überführt.


