Ausgabe 
12.7.1939
 
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Mittwoch,V-Zuli 1939

189. Jahrgang

Mr. 160 Erstes Blatt

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General-Anzeiger für Gberheffen

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Polen militärisch gesehen

Keine Nachteile der Dienstverpflichteten

Ausgleichszulage bis Aufhebung der Verpflichtung.

Itter Pragei Landbild .

r löurq, dem alte ten oeuiimen öluhöc- -

.. So mahnt uns der Festzug, der aus igle ich es angeordnet.

Trotz aller Großsprechereien die man in letzter Zeit aus dem Lande an der Weichsel gehört hat, dürfte es rvohl auch den Polen selber klar sein, daß sie im Ernstfälle doch nur eine defensive Rolle zu spielen berufen sein würden. Eine solche Fest­stellung ergibt sich einfach aus der Lage der Dinge. Sie soll in keiner Weise eine Unterschätzung der militärischen Stärke Polens bedeuten, denn Mar­schall Pilsudski hat bis in seine letzten Tage hinein an dem Ausbau der polnischen Armee gearbeitet, und diese Tradition wurde nicht nur von seinem Nachfolger, dem Marschall Srnigly-Rydz, fortgeführt, sondern ganz Polen hat für seine Armee manch

auch bisher getan. .... 11

Uni nun durch die ei n h e l t l t ch e Erfassung der Mittel eine noch wirksamere Gestaltung der Förderung zu gewährleisten, ist das Begab ten-

L^eignisse. , . ir

Den Kern bilden wie immer die bedeutsamen ffeben und Empfänge: die feierliche Eröffnung hTages der Deutschen Kunst" im Festsaal des r^utsch^n Museums durch Gauleiter Staatsminister Dolf Wagner, der Empfang der Gäste tm i-iührevbau am Königlichen Platz durch Adolf Hit- lir, die Festsitzung der Reichskammer der bil- i nden Künste, die Reichsminister Dr. Goebbels ein- liitet, die feierliche Eröffnung der Großen Deut- ; foen Kiinstausstellung 1939 im House der Deutschen Kunst, wo der Führer spricht, der Ernp - scastg der Stadt München im berühmten fiten Rathaussaal. Um diesen Kern herum legt sich <m Kranz zahlloser Veranstaltungen der Schwester- fiinfte, die auf diese Weise gleichsam der bildenden jiunft huldigen sollet!; das große T a n z f e st s p i e l .Triumph des Lebens" im Dantestadion, das am f reitagabend seine Uraufführung erlebt, eine Neu­inszenierung von GrillparzersKönig Ottokars j Gilücf und Ende" im Prinzregententheater, die mit Itz-edacht gewählt wurde und die Gedanken auf die f strnark lenkt, eine weitere Neuinszenierung in den J ammcrfpielen,Torquato Tasso" von Goethe, der 1 tzten im alten Hause, das dann geschlossen wird, um auf Wunsch des Führers durchgreifend neu- crstaltet zu werden, und erlesene Festaufführungen in sämtlichen übrigen Theatern. Einen weiteren lüinq bilden die Festkonzerte deutscher Mei- sikrorchester und Meisterchöre auf historischen Plätzen, Höfen und Gärten der Stadt; der Kölner Wännergefangoereine, die Wiener Sängerknaben, das ff'lemelbeutfdje Kammerorchester werden unter vie- 1: n andern zu E>"hör kommen und durch ihr Äuf­neten der grohoeutschen Gemeinschaft Ausdruck

Wilhelm-Guflloff-Lager der auslandsdeutschen Jugend

($ben.

Am Sonntagnachmittag bann erreichen alle diese 'Veranstaltungen ihre Höhe, wenn der F e st z u g «Zweitausend Jahre deutsche Kultur" sich durch die Straßen Münchens in Bewegung setzt. Unkundige meinen, dieser Zug sei jedes Jahr derselbe. Es ist krfelbc und doch nicht derselbe. Das ist das Groß- c.edachte und Unveraltende an diesem Festzug, den l^rof. Knecht und Prof. Caspar von Mal zu Mal schöner und edler ausgeftalten, daß es mit- tebenb durch Tag und Jahr das Wachstum

Reiches unter der machtvollen Führung Adolf Hitlers in sich aufnimmt. Im vorigen Jahr iog zum erstenmal die Gruppe der heimgekehrten Ostmark mit, und wo immer sie vorüberzog, .-iranbetc der helle Jubel um sie auf. Wie wird es m diesem Jahre sein? Da zieht unter glitzernden Netzen, von Bernstein leuchtend, ein gewaltiges Boot vorbei: es ist das Memelland, das uns ;zrüßt. Da reckt sich gewaltig unter einem Eichbaum Mer Riese Rübezahl: wir weilen in Gedanken bei Men Volksgenossen des Sudetengaues. Und nun naht, von mächtigen Beschützer-Figuren ge- »citet, die GruppeProtektorat Böhmen ii n b Mähren", gipfelnd in dem Hl. Georg von Mer Prager Burg, dem ältesten deutschen Bronze-

Ahnenzeiten herzusästeiten scheint, in jedem Jahr neu an das heroische Geschehen unserer Tage.

Ist es schon eine gewaltige, vom Außenstehenden kaum ganz zu begreifende Leistung, ein derartiges Programm auf der schmalen Basis von drei Tagen aufzutürmen, so noch mehr, es glatt und reibungs­los abzuwickeln. Daß diese Regie nirgends und nie hervortritt, daß diese Tage der Lebensfreude ganz aus sich selber vorwärtszutreiben scheinen, das weiß jeder, der den Tag der Deutschen Kunst im vorigen oder vorvorigen Jahr miterlebt hat. Das ist nun ein gutes Stück München, das darin zum Ausdruck kommt. Was wäre der Tag der Deutschen Kunst, wenn er nicht in einer Stadt erschiene, die aus sich heraus die Atmosphäre der

stunqssteigerung unseres Volkes entscheidend, daß wir planmäßig eine Auslese der Tu ch - tigen treffen. So wie es im politischen Leben geschieht, so muß es auch im beruflichen Leben sein. Der Reichsberufswettkampf hat sich m den vergangenen Jahren als Auslesesystem hervor­ragend bewährt. Er gibt jedem Schaffenden Die Möglichkeit, einmal im Jahr öffentlich unter Beweis zu stellen, was er zu leisten vermag. Wer über­durchschnittliche Leistungen vollbringt oder sogar in seinem Beruf Kreis-, Gau- ober Reichs­sieger wird, ist ohne weiteres würdig, von der Ge­meinschaft gefordert zu werden. Das haben wir

planmäßige Auslese -er Tüchtigen.

Berufsförderungswerk des deutschen Volkes unter der Schirmherrschaft Görings

Berlin, 11. Juli. (DNB.) Nach dem Willen des Führers soll d e n T ü ch ti g e n in Deutschland d e r W e g nach oben erschlossen werden, um allen Leistungsfähigen den Aufstieg und -die voll­kommene Entwicklung ihrer Arbeitskraft zur wahren Meistersckfaft möglich zu machen, haben der Relchs- organifationsleiter Dr. Ley, der Reichswirtschafts­minister Funk und der Jugendfuhrer des Deut­schen Reiches Baldur v. Schirach unter der Schirmherrschaft des Beauftragten für den Vler- jahresplan Ministerpräsident Generalfeldmarschall Hermann Göring dasP.e g a b t e n f ö r d e- rungswerk des deutschen Volkes ge­gründet. Der Leiter des Begabtenförderungswertes ist der Reichsorganisationsleiter Dr. L c y. Sein Ge- sästiftsführer ist der Leiter des Reichsberusswett- kampfes Obergebietsführer A x m a n n. Die Grün­der haben folgenden Aufruf erlassen:

, Noch vor wenigen Jahren fehlten uns Arbeits­plätze Heute haben wir einen großen Mangel an Arbeitskräften. Darin liegt ein wunder­barer Wandel unserer Wirtschaft: Heute kommt es darauf an, jeden Volksgenossen a n d e n Arbeitsplatz zu bringen, der am b c ft en ..einen natürlichen Anlagen ent­spricht. Der hochwertige Arbeiter muß an den hochwertigen Arbeitsvorgang gebracht werdem Die primitive' Arbeit muß mehr und mehr durch die Maschine ersetzt werden. Der Arbeitseinsatz und die Berufslenkung erhalten unter diesem Blickwinkel eine besonders hohe Bedeutung. Es ist für die Lei-

Berlin, 11. Juli. (DNB.) Der Beauftragte-für den Vierjahresplan, Generalfeldmar chall Gon n g, ! hatte bei der Einführung der Verpflichtung von Ar- beitskräften zu staatspoliti ch wichtigen Arbeiten angeorbnet daß die verpflichteten Arbeitskräfte auf ihrer neuen Arbeitsstelle keine f i n a n Z i e llen Nachtei.le erleiden, sondern nötigenfalls eine Ausgleichs Zulage erhalten. Inzwischen ist in verschobenen Fällen die Ansicht entstanden, bah besonders bei Verlängerung der Derpslichtung, die Ai sgleichszulage entfällt. General eldmarschall Go­ring hat deshalb den Reichsarbeitsminister ange- wiestn, dafür zu sorgen, daß künftig die Ausgleichs­zulage i n jedem in Frage kommenden Fall ausgezahlt wird, bis»die B e r - nsliäituna aufgehoben wird. Sofern in be önbcren Süllen bisher durch den Wegsatt der Ausgleichszulage a u ß e r g e w o h n l ch e S) a r - te n ensttanden sind, hat der Generalfeldmarschall ; die Auszahlung eines besonderen Harteaus-

München, im Juli 1939. -

Während in so vielen Ländern die Phantasie- i iFb Lügenkampagne der Hetzapostel auflodert, die öl ein die Kriegspsychose in der 5ßelt auf bem Ge- i äffen hat", so hat der italienische Botschafter in Berlin, Exzellenz Attolico, soeben mit Bezug , den Tag der Deutschen Kunst 1939 gesagt, setzen d" Völker der Achse unter der Leitung ihrer beiden oioßen Führer ruhig und vereint ihr friedliches Lirken fort." In der Tat, wer m diesen Tagen München, die Stadt der deutschen Kunst, besucht, v-r straßauf straßab die Fahnenmasten zu Tausen- bn aufwachsen sieht, wer den Werkleuten zuschaut, v e sie die Fassaden der Festzugsstraßen schmucken v d die golden leuchtenden Plastiken auf Triumph­alen und Grünpfeiler stellen, wer alle diese uner- rudlichen, feit Wochen geförderten Arbeiten be­tuchtet, der möchte nicht glauben, mit was für phan- ftidicn Mären sich manche Stellen des Auslandes d» Zeit vertreiben. Daß die Völker selber bei x-item nicht in demselben Maße der Suggestion ver- füen sind, dafür ist gerade München in diesen Tagen ei schlagender Beweis: je näher der Tag der Deut- fc en Kunst rückt, um so mehr Ausländer kom- n-n, vor allem auch und das dürfte besonders eiwähnenswert fein Engländer undAme - t f a n e r. Der Zustrom deutscher Volksgenossen aus c en Gauen wächst ständig; wo immer ein Münchner ii biefen Tagen nach auswärts zu Besuch kommt, Mb sei es in einem Umkreis von Hunberten von S lometer, wird er gefragt:Was muß man denn cn Tag der Deutschen Kunst gesehen haben?" Jeder tH babei sein, unb diejenigen, die nicht kommen ktnen, wollen das Fest doch wenigstens im Geiste Titerleben. ,, ..

'Es ist gewiß nicht Schaulust allein, welche die d gemeine Teilnahme fördert, obwohl auch sie ge- auf ihre Kosten kommt; es ist vielmehr das k-fühl, daß d a s g a n z e D o l k sich hier in feier« tNlichem Gedenken um den edelsten Gegenstand r"sammenschließt, den es sich selber und der Welt i geben hat, b i e K un ft. Unb es ist sicher auch i s'Gefühl, baß München biefes hochsommerliche Le- ß ns fest aller Deutschen in einer Weise zu gestalten v esteht, die getrost einzigartig genannt werben darf. Yacht weniger als 6 3 Veranstaltungen nennt d s diesjährige Programm, und sie alle verteilen fif) auf die drei Tage vom Freitag, dem 14., bis fonntag, den 16. Juli. Drei Tage umfaßt in Wirk- llhkeit der Tag der Deutschen Kunst; es ist der Tag, dr seinen Namen sprengt; die drei Tage selber sind tieberum zum Bersten gefüllt von der Fülle der k um von einem Einzelnen aufzunehmenden

bezahlen. f , .. .

Die Friedensstärke der Armee betragt 450 000 Mann, einschließlich der Grenztruppen und anderer Spezialmannschaften. Sie ist in 90 Infan­terie-Regimentern, 15 Kavallerie-Brigaden, 50 Ar­tillerie-Regimentern und 12 Bataillonen Panzer- truppen zusammengefaßt. Die Zahl der Offiziere . r, wird auf 19 000, die der Unteroffiziere auf 35 000 durchgefuhrt wird. Am 24. Juli wirb das Jungen-Speziell die höheren Kommandoftellen norblager in Greifswald an der Ostseekuste Leuten besetzt, die noch aus dem rusfisch-

eröffnet mit Teilnehmern vorwiegend aus norm- Anfang der 20erJahre eine gewisse

schen Ländern und dem Fernen Osten. Die IRadel pram|(f)e Kriegserfahrung besitzen. Die Zahl der aus diesen Ländern haben ihr Laaer in der Jto.-- au5gebi(beten Reservisten wird mit ins- Reichsjugendheimstätte Hohenelse. . gesamt 4 Millionen angegeben. Dazu kämen bann

Im Rahmen jedes einzelnen Lagers wirb auch «och tzje älteren Jahrgänge, so daß Polen im Kriegs­ei n e Fahrt, die Besichtigung ei » e s In- fa(Ie QÜe5 in a(Icm 7'bi5 8 Millionen Mann auf die b uftr ie b etrie b es, eines l a nb m t r t| ci) a I t:hßeine stellen könnte. Wobei gleich hinzugefugt wer- lichen Betriebes unb em Besuch bei einer maq der sehr niebrige Bildung-stanb der Hebung b.er Wehrm acht durchgefuhrt. «amt- |ni)-^'n Bevölkerung ber Bedienung moderner lichen Jungen ist die Möglichkeit gegeben, wahrend ^^.. ^oschinen gewisse Grenzen setzt.

ber Zeltlager bie L e i st u n g s a b z e i ch e n Der jst biefe Armee nun gerüstet? Besitzt sie die

Hitler-Jugenb bzw. bes Deutschen Jungvolks zu er- bie für bie Schlagkraft eines mobernen werben. Neben Kamerabschaftsadenben mit ber - crcs * ^8^061^ find? Hier lag lange Zeit der Hitler-Jugend im Reich, Gemelnschastsfeiern m Der . . im Polen hatten das Gelb nicht

Volksgemeinschaft werden auch bie neuesten üünie K ^re Armee technisch auf einen Höchststanb zu vorgeführt. Auch ausgesuchte Redner aus Der br'in' n Was unter äußerster Anspannung der Alten Garde der Partei werden zur aus- ^^zkraft ihres Landes in dieser Beziehung zu landsdeutschen Juaend sprechen. Anschllehenb an Die I crrcid)en ^ar, haben sie nicht versäumt. Außerdem Wühelm Gustlofs-Lager vereint ein F u y r e r - . den die Polen ungefähr seit einem Jahr sich l a g e r i m S ch l o ß M a r 11 n s h o s bei Graz Die bemüht, Versäumtes nachzuholen. Die

Führerschaft ber ausländischen Jugend, Infanterie wurde motorisiert und mit jenen auto- Tagung der Auslandsorganisation ber ^g^f^n Feuerwaffen, mit Mörsern unb Tank-

unb am Reichsparteitag teilnimmt. obwehrgeschützen versehen, bie eine moberne Kamps-

/ I truppe nicht zu entbehren vermag. Aehnliches gilt von ber Artillerie, die auch mit schwerem Geschütz ausgerüstet wurde. Gegenwärtig bilden daher bie

München rüstet zinnTag der deutschen Kunst"

Don unserem H. A. T.-Korrespondenien.

Berlin, 11. Juli. (DNB.) In wenigen Tagen werben im Reich bie großen Sommerlager ber auslanbsbeut schen Jugenb eröffnet, bie die Bezeichnung W i l h e 1 m - G u st l o s f - L a- g er ber auslanbsbeutschen Jugend 1939 tragen. Reichsjugenbführer von Schirach unb Gauleiter Bohle haben bie Schirmherrschaft übernommen. Drei Jungenlager unb vier Mäbel- laqer werden in verschiedenen Gegenden Deutsch­lands abgehalten. Als erster Abschnitt wird schon in einigen Tagen in Kärnten das Jungensub- lager für bie auslanbsbeutschen Kameraden aus verschiedenen Lagern eröffnet: z. B. Bulgarien, Italien, Jugoslawien, Portugal, Rumänien, Spa­nien, Türkei, Ungarn und einige überseeische Lan­der. Das Lager liegt am Fuße der Karawanken im Drailtal. Gleichzeitig finden zwei Madellager statt in Dellach bei Mariewörth am Wörther See unb ein Lager für bie Möbel aus Italien in ber Nahe von Graz. Ebenfalls am 12. Juli bezieht bie Beleg­schaft bes Jungenlagevs West bei Kochern an ber Mosel ihre Zelte. Die Jungen kommen aus Teneriffa unb verschiebenen westlichen Länbern, währenb bas entsprechenbe Mäbellager aus ber Jugenbburg Stahleck bei Bacharach am Rhein

bebarfes für Aufgaben von beson­derer st aatspoli tisch e'r Bedeutung. Auf Grund dieser Verordnung konnten die Arbeits­ämter Bewohner des Reichsgebietes zur Dienst­leistung bei derartigen Aufgaben verpflichten. Der Generalfeldmarschall mußte von den Dienstverpflich­teten persönliche Opfer im Jnteresje von Volk und Staat verlangen, wertete aber diese Opfer voll unb ganz unb orbnete an, daß die verpflichteten Arbeitskräfte auf ihrer neuen Arbeitsstelle insbesondere keine finanziellen Nachteile erleiden sollten. War das Arbeits­einkommen auf der neuen Arbeitsstelle Niedriger als bei der bisherigen Tätigkeit, so war eine Aus­gleichs zutage zu zahlen. Die Verordnung inußte im Laufe der Zeit für andere Vor­hab e n ausgedehnt werden. In verschiedenen Fällen entstand die Ansicht, daß hier die Ausgleichs- ig zu gerouvLicqitH, . v - - - - - Zulage nicht Platz griffe. Nunmehr ist^angeorbnet

f o r b e r u n g s w e r k b e s b e u t s ch e n V o l k e s daß in allen a 11 e n , in benen 2lrbcitsfraft ins Leben gerufen worben. Durch bas Zusammen- verpflichtet werben, biefe in ihrem 21rbeitseinfoni- wirken ber Partei, bes Staates und der Wirtschaft men an ber neuen Arbeitsstelle gegenüber dem sollen Mittel und Wege gefunden werden, die den Arbeitseinkommen am alten Arbeitsplatz t eine Besten in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten die Einbuße erleiden dürfen. Den verheirateUn Widerstände des Alltags überwinden helfen. Das Dienstverpflichteten, die von ihrer Familie getrennt Beaabtensörderungswerk soll im Sinne b e 5 (eben müssen, ist eine a n g e m e He n e £ ren- uationalsozialiftischen Parteipro- nungsentschäbigung zu Zahlen. Die Am,- qrammes tätig werben, in besten Punkt 20 es gleichszulage wie auch bie ^rennungsentschabigung heißt: Wir forb?rn bie Ausbildung b es on- werden vo-rn 21 r b c 11 s am bas f u r

ders veranlagter Kinder armer El- die frühere B e t r i e b s st a 11 e des Dlenst- t e r n ohne Rücksicht auf deren Stand oder deren verpflichteten zuständig ist. Das Arbeitsamt wirb Be uf auf Staatskosten. So will es ber abcr ben Unternehmer, bem bie Dienstverpflichteten Ser'" auf seinen Antrag zugewiesen sind, mit dem halben

15 9 > Betrag ber entstehenden Beihilfen belasten.

Der Umfang der Vorhaben, die auf Drangen Der Unternehmer und ihrer Auftraggeber als itaat-^- politisch bedeutsam unb unaufschiebbar anerkannt finb, hat in letzter Zeit ein unzulässiges Ausmaß angenommen. Die Auftraggeber ber öifentlichen Hand haben bie ernste Pflicht str en g 3n Zusammenhang damit hat ScneralfetomarJ 3 u p r ü f c n ob bie t,"nn^,efn^a^6Qtern scholl G-lrlng eine strenge Nachpru,ung °nS°°rdnet. ^en tat ach Ich Austrage

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abresplan, Gencralfelbmarschall (9,ö ri n g, bie 23er= | trafte zuruckzugreifen.________

orbnuncj' zur Sicher st ellung des Kra(te-

Kunst in alles trüge? Es ist ja nicht die Menge ber Schaffenben allein, bie München zur Stabt ber deutschen Kunst gemacht haben, sondern es sind vor allem auch bie Münchener selber, bie daran teil- haben. Und wenn etwas ebenso schön unb stark ist wie bie Kernibee biefes Festes, dann ist es bie Art wie bie Hunberttausenbe es mitbegehen unb mitgenießen. Diese Stimmung allem, die etwas sehr Seltenes ist, würbe das Jest er­lebenswert machen. Wenn am Samstagabend mit Beginn der Dämmerung die ganze Stadt von Mil­lionen Lichtern zu leuchten beginnt oder wenn am Sonntagabend unzählige Künstlerfeste nach hierhin unb borthin locken: bann muß man bie Münchener unb Münchnerinnen Arm in Arm bie Straßen |Ullvtlll 9W.U ..... , ...

durchwanbern sehen, wie sie bie Pracht ihrer ver- schweres Opfer gebracht. Immerhin finb auch diese zauberten Stadt erleben. Dann ahnt man etwas Opfer beschränkt, was u. a. durch den katastropha- von dem tieferen Geheimnis dieses Stadtwesens Mißerfolg der polnischen Luftschutzanleihe be- unb seines Geistes: mitgeriffen zu werden und miesen wurde. Das polnische Volk mit feinem niebri» eben dadurch mitzureißen. I gen Lebensstandard kann eben eine übersteigerte

-------- Rüstung aus eigener Kraft gar nicht finanzieren, geschweige denn eine monatelange Mobilisierung