Ausgabe 
12.6.1939
 
Einzelbild herunterladen

Abschluß der Alpenfahrl.

Die großdeutsche Alpenfahrt endete am Sonntag g< it der dritten und letzten 123 Kilometer langen fc

mit

Etappe von Garmisch-Partenkirchen über den Fern­

paß, Zirl, Seefeld und Mittenwald zurück nach hier kamen Hörmann Garmisch. Etappensieger wurde Richter (Chem- auf die nächsten Plätze.

nitz) in 3:35:07 Stunden vor Kittsteiner und Keßler

Hermann Lang

siegt beim Wiener Höhensiraßenrennen

Um die hessischen Turnermeisterschasten

In

i^ugya

i zum Sier

Das $

BDM. eine

nommen.

** Besuch des Landschaftsbundes in der Milchzentrale. Die Mitglieder des Orts­ringes Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat besichtigten am Sonntagvormittag die Milch­zentrale der Gebrüder Grieb. Der Stellvertreter des Ortsringleiters, Oberstudiendirektor Dr. R o l o f f, begrüßte die Mitglieder. In der Milchzentrale gab Molkereibesitzer Grieb einen anschaulichen Ueber- blick über die Bedeutung der Milchzentrale im Dienste der Dolksernährung und Volksgesundheit. Bei dem anschließenden Gang durch den Betrieb wurden alle Einrichtungen besichtigt. Die Räume und die peinlich sauber gehaltenen Maschinen und Einrichtungen hinterließen einen sehr guten Ein­druck.

Serie II schwankten zwischen 98,10 bis 98,20 (98,05). ReichsbahnVA. bröckelten 0,25 v. H. ab auf 122. Reichsaltbesitz 10. Pf. höher mit 132. Liquidations­pfandbriefe zogen z. T. bis 0,25 v. H. an. Industrie- Obligationen und die übrigen Rentenwerte lagen still. Steuergutscheine im Verlaufe stark schwankend, Serie I 102,80 bis 103 nach 102,70, Serie II Iuni- und Juli-Fälligkeiten 98,05 bis 97,95 bis 98,10.

An den Aktienmärkten blieb die Haltung bis zum Schluß fest, ohne daß aber weitere Er­höhungen vorlagen. Auch ließ das Geschäft nach, da sich fast alles auf die Steuergutscheine konzen­trierte. IG.-Farben nochmals 0,25 v. H. höher mit 152, Aschaffenburger Zellstoff 0,40 v. H. erholt auf 91,75, AEG. nach 114,65 und gestern 113,25. Die später notierten Papiere lagen überwiegend 0,50 bis 1 v. H. fester, Salzdetfurth Kali 139,50 (138).

Der Freiverkehr lag ruhig. Tagesgeld zum Steuertermin etwas gefragt und auf 2,25 (2) v. H. erhöht.

machte.

Im Mannschastsdreikampf der Hitler-Jugend schossen die Friedberger (Gef. 33/116) den Vogel ab. Der Mannschaftssieg im Dreikampf der Pimpfe fiel an die tapferen Jungen aus Holzheim (Fähn­lein 10/116), Sieger im gemischten Siebenkampf wurde Kurt Neuser aus der Gefolgschaft 1/116

(beide Nürnberg). Richter gewann damit auch die gesamte Alpenfahrt in 12:38:56 Stunden, gleick)- ,-alls vor Kittsteiner und Keßler. Schließlich war Richter mit 63 Punkten auch der beste Bergfahrer; hier kamen Hörmann (München) und Kittsteiner

mann turnte übrigens die b e st e R e ck - K ü r des Tages (19,5 P.). Ludwig Herbert, Tv. 1846 Gießen, hatte Pech bei den drei volkstümlichen Hebungen (im Kugelstoßen nur 4 P.), am Gerät war er aber in guter Form, bei der Langpferd-Kür sogar bester Einzelturner (18 P); mit 176 P. wurde Herbert 5. Sieger.

Im Deutschen Zehnkampf der Frauen gab es die folgende Rangfolge: 1. Else Enael(Bubser), Tv. Oberstedten, 177,5; 2. Käte Kregettus, CT. Hessen- Preußen Kassel, 160,5; 3. Margret Seim, Mtv. Gießen, 157,7 P.; 4. Lilo Grün, Tschft. Büdin­gen; 5. Friedel Otto, Kassel; 6. Emmi Witthauer, Kassel.

Aus der engeren Heimat.

Schuljunge erklettert

Hochspannungsmast und stürzt zu Tode-

Lpg. Biedenkopf, 10.Juni. Der siebenjährige Ern st Weide von hier erkletterte trotz aller Schutzvorrichtungen in jugendlichem Hebermut einen Hochspannung-Gittermast und kam mit der 20000-Volt-Leitung in Berührung. Er stürzte mir schweren Verbrennungen herunter, trug bei dem Sturz noch eine schwere Kopfwunde davon und fta r b nach wenigen Minuten.

Landkreis Gießen.

csd Eberstadt, 11. Juni. Heute konnte Frau Marie Bender bei guter Gesundheit ihren 8 6. Geburtstag begehen. Sie ist die zweitälteste Einwohnerin unseres Dorfes. Am kommenden Dienstag, 13. Juni, wird Frau Elise L ö s ch h o r n ihren 8 3. Geburtstag feiern können. Sie er­freut sich noch aller körperlichen Rüstigkeit und l,*7t noch mancherlei leichte Feldarbeiten verrichten.

9. GLppe WienGraz der Großdeutschtandfahrt.

Schild Tagessieger.

Wien stellten sich am Sonntagvormittag zur

Heimische Fußballmannschaften in Ausstiegs- und Freundschaftskämpsen

9. Etappe der Großdeutschlandfahrt nur noch 49 Fahrer. Kijewski und Island mußten die Weiter- fahrt wegen Sitzbeschwerden einstellen, und der Däne Jacobsen bekam durch seine Sturzverletzung Wundsieber, so daß Bettruhe erforderlich wurde. Auf der kürze-sten Tagesstrecke der ganzen Fahrt überhaupt nur 197 Kilometer waren von Wien bis nach Graz zurückzulegen fanden die Teil­nehmer nicht das beste Wetter vor. Beim Anftteg zu dem 1000 Meter hohen Semmering störte ein Landregen empfindlich, und 50 Kilometer vor dem Ziel wurden die Fahrer in Bruck von einem hef- ttgen Gewitter überrascht. Hmbenhauer trägt das gelbe Trikot, Schild wurde Tagessieger in 5:04,56 Stunden.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Aktien weiter fest.

Frankfurt a. M., 10. Juni. Auch zum Wocyen- schluß setzten sich am Aktienmarkt kleine Kundschaftskäufe fort, so daß sich die festere Hal­tung weiter verstärken konnte. Die Hmsatztätigkeit war, gemessen an den sehr stillen Vortagen, teil­weise etwas größer, blieb aber noch weit von frühe­rer Geschäftstätigkeit entfernt. Verkäufe erfolgten kaum. Weiter schwach waren lediglich Aschaffenbur­ger Zellstoff mit 91,40 (92,50). Sonst erfuhren die Kurse durchschnittliche Steigerungen von 0,50 bis 1,50 v. H. Stärker befestigt waren erneut Rheinstahl auf 134 (132), außerdem am Elektromarkt Schuckert auf 180,90 (179,25), Licht und Kraft auf 129 (127,25) und Gesfürel auf 133 (131,50). IG.-Farben zogen nach um). 151 auf 151,75 an. Reichsbank-Anteile bei größeren Hmsätzen 179 (178,50). Verein. Stahl befestigten sich auf 101,75 (101), Hoefch auf 108,25 (108), f erner Rheinmetall auf 127 (126), Berger Tiefbau auf 140,50. (139,50) u. a. Westdeutsche Kaufhof auf 99,25 (98,75) und Bemberg auf 134,50 (134).

Am Rentenmarkt lag das Hauptgeschäft wiederum bei Steuergutscheinen. Insbesondere im Verkehr von Bank zu Bank hatten Serie I lebhaftes Geschäft mit 102,60 bis 102,95 bis 102,70 (102,15).

Das gestern in Marburg stattaefundene Ausschei­dungsturnen für die Meisterschaftskämpfe war nur schwach oesetzt. Es wurden aber durchweg gute Leistungen geboten. Im Deutschen Zwölfkampf der Männer wurde Franz Beyer, ACT. mit 199 Punkten Gaumeister vor Hffz. Rolf Etzel, ACT. (14./JR. 15) Kassel, der 185,5 P. erreichte. Der 3. Platz schien während des ganzen Kampfverlaufs für Ernst Schöffmann, Tv. Wieseck, gesichert, Da gelang bei der letzten Hebung, dem Stabhoch­sprung, dem Erbacher Heupel, der 3,10 Meter (22 P.) sprang (Schöffmann nur 3 Meter = 20 P.), sich mit 183,5 P. noch vor Schöffmann zu pla­cieren, d-er mit 183 P. auf den 4. Platz kam. Schäft -

Auf der herrlichen Ausflugsstraße von Grinzing zum Kahlenberg erlebte am Sonntag die Wiener Bevölkerung das bisher größte Motorsportereig­nis der Ostmark. Hier wurde das 2. Wiener Höhen- straßenrennen für Rennwagen, Sportwagen und Krafttäder entschieden, das für die Rennwagenfah- rer als erster Lauf zur Bergmeisterschaft gewertet wird. 120 000 Zuschauer umsäumten in vielfacher Reihe die Straße und roarfn Zeugen schneidiger Fahrweise unserer besten Rennfahrer. Hermann Lana (Mercedes-Benz) siegte mit dem besten Durchschnitt für zwei Auffahrten mit 106,8 km/st vor Paul Müller (Auto-Hnion) mit 106,1, Manfred von Brauchttsch (Mercedes-Benz) mit 106 und dem Titelverteidiger Hans Stuck (Auto - Union) mit 104,5 km/st. Stuck wird feine Bergmeisterschaft kaum noch erfolgreich verteidigen können, da er im zweiten Lauf am 6. August auf dem Großglockner selbst im Falle eines Sieges nur noch fünf Punkte erhalten kann.

In der kleinen Rennwagenklaste (bis 1500 ccm) ward Paul Pietsch (Maserati) mtt ^einem Durch­schnitt von 96,5 km/st überlegener Sieger vor F.

Martin (Bugatti). Der dritte Bewerber, R. Spind­ler (MG.), mußte im zweiren Gang wegen Ma­schinenschaden abgeben.

Bei den Sportwagen der 2-Liter-Klasse endete Dr. Werneck (Garmisch-Partenkirchen) auf BMW. mit 88,5 km/st überlegen in Front. In der V/j« Liter-Klasse fuhr der Offenburger H. Molders (MG.-Eigenbau) mit 80,6 km/st den besten Durch­schnitt heraus und in der kleinen Klasse bis 1100 ccm überraschte der Münchener Reichenwall- ner durch seinen Sieg mit 75,7 km/st auf Fiat.

Bei den Prüfungen der Motorrad-Lizenz­fahrer beherrschte die Auto-Union-DKW. ein­wandfrei die Lage. Das Zfchopauer Werk stellte nicht nur die drei Tagessieger, sondern belegte auch fast alle Plätze. In der Halbltterklasse gewann der mit der Strecke gut vertraute Wiener Privatfahrer Nowotny (DKW.), wobei Rührschneck (BMW.) nur Fünfter wurde. Waldfried Winkler (DKW.) war der Sieger der 350er-Klasse und sein Marken­gefährte Bernhard Petruschke wurde erster Preis­träger in der Klasse bis 250 ccm.

Die Reichssportwettkämpfe, die vor acht Tagen die gesamte Hitler-Jugend in einem Dreikampf sahen, und die der Bannführung eine Heberschau ermög­lichten über den Stand der Leibesübungen in der Hitler-Jugend, dienten dem Zweck, alleJugend- 1 i cf) e zur körperlichen Leistung herauszufordern. Die Bann- und Hntergau-Wettkämpfe des gestrigen Sonntags aber wurden unter anderen Gesichtspunk­ten durchgeführt. Sie galten der Heberfchau über den Stand oes Leistungssports. Die Bannfüh- rung hatte die Ergebnisse des Vorsonntags überprüft und die besten Einheiten zu den Bann- und Hnter- gausportwettkämpfen nach Gießen berufen. Darüber hinaus wurden auch Einzelkämpfer zur Teilnahme aufgefordert, die sich int Laufe des Jahres in sport­licher Hinsicht hervortaten. So ergab sich für den ge­strigen Sonntag die Anzahl von 800 Wettkämpfern und Wettkämpferinnen der Hitler-Jugend, die nun darum zu ringen hatten, sich in den verschiedenen Wettbewerben, für die Teilnahme am Ge« Gebietssportfestin Frankfurt am Main, viel­leicht auch für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Chemnitz als würdig zu erweisen. So wurde mit viel Ehrgeiz gekämpft! Es bot sich in manchem Wett­bewerb, in manchem Lauf, in mancher Staffel ein hinreißendes Bild kämpferischen Einsatzes.

Mehrkämpfe.

Schützenfest in Watzenborn-Steinberg.

Teutonia schlägt Phönix Vilbel 8:1 (1:1).

Einen etwas unerwarteten Ausgang nahm gestern das Aufstiegsspiel in Watzenborn-Steinberg. Hatte man wohl allgemein mit einem Siege der Platz­besitzer gerechnet, so glaubte man doch nicht, daß er so eindeutig ausfiel. Das Spiel hatte zwei grund­verschiedene Halbzeiten. Vilbel begann mit großem Eifer. Nach zehn Minuten führte sogar Vilbel, und es sah nicht nach einem Siege der Steinberger aus, denn in deren Sturm klappte es nicht. Tändeleien boten den Gästen immer wieder Gelegenheit, ihr Tor reinzuhatten. Aber nach dem Wechsel wurde es besser, und die Teutonen zeigten, was in ihnen steckt. Steinberg spielte in bester Besetzung, also mit Happel, Fett,' Buß, Naumann, Hederich, Heinze- mann, Haas, Däublin, Schmidt, Lang und Hirz.

Steinberg hatte Anstoß und wurde erst im Straf­raum abgestoppt. Sofort antwortete Vilbel mit weiten, gefährlichen Paßbällen. Die Mannschaft überbot sich im kämpferischen Einsatz, und manch­mal saß der Sturm in Steinbergs (Strafraum fest. In der zehnten Minute führte dann auch Vilbel. Bei einem Gedränge erwischte der Mittelstürmer das Leder und schoß unhaltbar ein. Verdutzt über diesen Rückstand, versuchten die Platzbesitzer, unbe­dingt den Gleichstand zu erzielen. Aber bie Zu­sammenarbeit im Sturm war mangelhaft. Erst kurz vor der Pause leitete Lang eine schöne Kombination ein. Don ihm wanderte der Ball zu Däublin, biefer verlängerte direkt zu Schmidt, und gegen dessen Bombenschuß war alle Abwehrkunst vergebens.

Nach Wiederanstoß bemerkte man plötzlich mehr Angriffsgeist in den Reihen der Teutonen. Jeder setzte sich vollkommen ein und spielte den Ball wunderbar ab. Als ungefähr nach sieden Minuten einer der Steinberger Stürmer mit voller Wucht auf das Tor rannte, "schlug der Verteidiger Zeiler das Leder selber ins Netz. Steinberg führte, und kurz danach erhöhte Däublin auf 3:1. Als noch Fett einen von Schmidt verursachten Elfmeter verwandelte, stand der Sieg sicher. In der restlichen Spielzeit war es dann noch Däublin, der durch vier schöne Tore das Ergebnis auf 8:1 schraubte. Nicht unerwähnt darf die Arbeit von Lang bleiben, der durch tadelloses Spiel und technisches Können die schönen Tor­gelegenheiten herausarbeitete. Damit errangen die Teutonen den seit langem ersehnten eindeutigen Sieg, der leider doch nicht mehr zum Aufstteg reicht.

wart F o n t i u s.

Das weite Feld, die vorbildlichen Laufbahnen, die schönen Sprunganlagen auf dem Hniversitäts- sportplatz, der weite grüne Rasen gestatteten die Durchführung der zahlreichen Wettbewerbe in viel­fachem Nebeneinander. Hier war das Jungvolk beim Ballweitwurf, ober beim Weitsprung, dort startete bie Hitler-Jugend zum 100-Meter-Lauf usw. Immer wieder wurden bie Kampfplätze von ben Mannschaften gewechselt (stets ein Führer und zehn Mann), bis jede Mannschaft jede Hebung hinter sich gebracht hatte. Neben ben Dreikämpfen von IM. und BDM., von JH. und HI. wurden aber schon am Vormittag die leichtathletischen Einzel- wettkämpfe in Angriff genommen. Von 8 bis 12 Hhr herrschte eine Wettkampftätigkeit, die in jedem Zuschauer Helle Freude auslöste, darüber hinaus aber auch allen aktiven Teilnehmern sichtlich Spaß

im Sieg.

Das Wetter am Nachmittag machte der Wett­kampfleitung leider einen Strich durch die Rech­nung. Die vorgesehenen Wettbewerbe der Jung-- mädel und des BDM. mußten, als der Gewitter­regen einsetzte, gestrichen werden. Im Interesse der Gesundheit wurden die Mädchen unter Dach ge­schickt und auf die Durchführung der Wettkämpfe verzichtet. Die Kämpfe der Pimpfe und der Hit­ler-Jugend wurden restlos durchgeführt. Nach der ersten Halbzeit des Fußballspiels (und nach vor Beginn des Gewitters) zeigten Mädchen vom 2227.. .. .. Körperschule. Dann wurden bie Ent­scheidungen in der Leichtathletik in Angriff ge-

Hessens neue Ringer-Meister.

Die hessischen Ringer-Meisterschaften im grie­chisch-römischen Stil wurden bei guter Beteiligung in Alsfeld abgewickelt. In allen sieben Klassen wurde bei ben Aktiven gerungen. Die Altersklasse war nur im Schwergewicht vertreten.

Die Ergebnisse.

Bantam: Seisried (H.-Pr. Kassel); Feder: Lücke (Reichsb. Kassel); Leicht: Wissel (Reichsb. Hanau); Welter: H. Müller (Reichsb. Hanau); Mittel: Ahrens (Reichsb. Kassel); Halb schwer: Schlüter (Reichsb. Kassel); Schwer: Kräcker (Tv. 1860 Hanau). Altersklasse (Schwer): H. Schwalm (Alsfeld).

AnstrengendeGroßdentscheAlpenfahrt.

Zweite Etappe.

Mit der 206 Kilometer langen zweiten Etappe von Garmisch-Partenkirchen über Oberammergau, Sonthofen, ben Adolf-Hit! er-Paß, Geichtpaß, Leer­moos zum Startort zurück hatten bie Teilnehmer an der 2. Großbeutschen A(penfahrt ber Amateure am Samstag bie längste und zugleich schwerste Prüfung zu bestehen. 10 Mann entschieden schließlich in Gar­misch-Partenkirchen im Spurt über den Sieg, ben der Chemnitzer Siegel in 5:53:14 vor seinem Lanbs- mann Richter, Heller (Schweinfurt) unb Hörmann (München) gewann. Don ben Auslänbern konnte sich diesmal nur ber Prager Rozvoba in ber Spitzen­gruppe behaupten.

Schalke ist Admiras Gegner.

Dresdener SL. im Wiederholungsspiel 2:0 (1:0) geschlagen.

Im Wiederholungsspiel der Vorschlußrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft schlug am Sonntag Schalke 04 als die klar bessere Mannschaft den Dresdener SC. im Berliner Olympiastadion mit 2:0 (1:0) Toren. Schalkes Spiel funkelte wie in alten Zeiten. Die Westdeutschen waren technisch und taktisch klar besser, überragten im Spielaufbau unb wiesen vor allem bie größere mannschaftliche Ge­schlossenheit auf, bie ber Dresbener SC. mit seiner unzerbrechlichen Kampfmoral allein nicht überwin­den konnte.

Lintfort, die große lleberraschung'

Vorschlußrunde zur Handball-Meisterschaft.

Die Vorschlußrunde zur Deutschen Handball- Meisterschaft der Männer wurde am Sonntag mit den beiden Vorkämpfen begonnen. Beide Ergeb­nisse, die in München unb ßinfort erzielt wurden, überraschten. Der deutsche Meister MTSA. Leip- z i g hatte es in München gegen den Post-SV. viel schwerer als erwartet. Nach ausgeglichenem Kampf in der ersten Halbzeit siegten die Gäste sehr knapp 4:3 (2:2). Einer Sensation gleich aber kam der überlegene 13:2-(8:2-)Sieg, den der Niederrhein- meister ßintforter SV. zu Hause gegen die erfahrene westfälische Elf des MSV. Hindenburg Minden errang. Am kommenden Sonntag steigen die beiden Rückspiele, wobei Leipzig und Minden Gastgeber sind.

gestartet Immer wieder krachte die Pistole des.Jughardt von der Marinegefolgschaft 1/116 Starters. In der Erregung des Kampfes um bieJ Entscheidung gab es aber auch manchen Fehlstart.

In steter Bereitschaft standen die Kampfrichter am Ziel, stoppten die Zeiten, jede Leistung wurde sorg- fältig in die Listen geschrieben, in Punkte umgewer­tet, und damit neben ber wettkämpferischen Tätigkeit auch viel Organisations- unb Rechnungsarbeit gelei­stet. Der Hitler-Jugenb ftanben aus eigenen Reihen bewährte Kräfte zur Verfügung. Kameraden aus dem Reichsbund für Leibesübungen halfen mit. Die Gesamtleitung ber Wettkämpfe hatte der Bannsport-

Die Leichtathletik.

Die Mehrzahl der Meistertitel wurde in bet? Leichtathletik vergeben. Es war ein erfreuliches Leistungsniveau festzustellen. Schon in den Dor­läufen hatte sich der Gießener B e ch t (Gef. 2) als Schnellster erwiesen. Er gewann auch deutlich m der guten Zeit von 11,7 Sek. Der 4 0 0«, 800« unb 1500-Meter- Lauf waren durch den auf- kommenden Gewitterregen beeinträchtigt. Heber 400 Meter hatte Klein (Gef. 33) die größeren Kraft- refernen behalten unb siegte in 57,0 Sek. vor Jox (Fähnlein 4). Heber 800 Meter bewies Deibel (Fhnl. 19) sein Können, indem er feine Mitbewer« ber in der beachtlichen Zeit von 2:10,0 Min. schlugt Die 1500 Meter ergaben einen sehr wechselhaften! Kampf, in dem sich Cawein (Gef. 3) in 4:44,1 Mim durchsetzte. Im Hochsprung und Weit- sprung wurden Leistungen gezeigt, bie auch Ak­tiven zur Ehre gereicht hätten. So übersprang Schwarz (Gef. 2) die Latte in Höhe von 1,65 Meter und im Weitsprung landete Beppere« »(Gef.33) bei 6,26 Meter, Nicht ganz Schritt mit di«

TeutoniaAlte Herren" BuhbachAlte herren" 2:2 (0:2).

Die beidenAH."^Mannschaften lieferten sich einen ausgeglichenen Kampf und trennten sich mit dem gerechten Hnentschieden.

Lollar I Ounlop Hanau (Gauliga( 3:5 (1:2).

Mit diesem verhältnismäßig knappen Torunter- schied konnte die Lollarer Elf geftem noch mehr als befriedigt das Spielfell) verlassen. Waren doch für bie Platzbesitzer bie Vorzeichen berart schlecht, baß jeder bestimmt mit einer bedeuten!) höheren Nieder­lage rechnete. Lollar hatte durch besondere Hrn- stänbe keinen ber neuen Spieler zur Stelle. So mußte die Elf mit noch mehr Ersatz das Spiel be­streiten. Doch leistete die Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit einen heroischen Widerstand und verlangte dem Gegner alles ab. Heber den Kampfoerlauf berichten wir noch.

DfB.-Reichsbahn I. Groß-Karben I. 1:1 (0:1).

Das Spiel stand auf keinem hohen Niveau, man merkte, daß es auf den Sommer zugeht. Die Grün- Weißen waren gezwungen, für bie Soldaten Ersatz einzustellen und mußten mit der gleichen Mann­schaft wie gegen Großen-Buseck antreten. Bester Spieler war Leutheuser I. Im Sturm mangelte es am Verständnis. Der Gegner hatte nur 10 Mann zur Stelle, war aber körperlich ben Grün-Weißen überlegen. Der beste Mannschaftsteil war bie Hin­termannschaft. Die Grün-Weißen waren wohl meist feldüberlegen, boch fielen Tore vorerst nicht. Das einzige Tor für die Gäste fiel in ber 40. Minute auf Vorlage des Mittelläufers zu halblinks, ber einen schwachen Schuß ab gab. Mit biefem Ergebnis ging es in bie Pause. Nach Halbzeit ging Kraft in die Läuferreihe zurück und Godglück in ben Sturm. Dadurch wurde das Spiel flüssiger und in ber 60. Minute fiel durch Godglück der längst verdiente Ausgleich.

Lauterbach 1900 2:2.

Die Mau-Weißen lösten ihre Aufgabe in Lauter­bach besser, als man es unter Berücksichtigung ber derzeitigen Umftänbe in der Mannschaftsaufstellung erwarten durfte. Denn von der bei ben letzten Ver­bandsspielen gewohnten Besetzung waren lediglich Rensing und Heuser mit von der Partie. Ein Be­weis also, daß die Blau-Weißen um ben erforder­lichen Nachschub nicht zu bangen brauchen.

Die bann« und Mergau-Sporlwettkampfe 1939

Barm-Meisterschafien. - 800 Teilnehmer im Wettkampf.

Verheißungsvoll begann ber Tag. Heller Sonnen­schein ließ ben Hniversitätssportplatz zu einer idealen Kampfstätte werden. Die Jugend belebte in ihrem freundlichen Sportdreß den Platz. Moraens wurden in der Hauptsache bie Mehrkämpfe entfliehen. Aus dem ganzen Bann- unb Untergaubereid) mußten bie besten Dreikamps-Mannschaften ermittelt werden. Die Jugend unserer Stadt maß unmittelbar mit ber Ju- qenb vom Lande (aus dem ganzen Kreisgebiet Wet- ------ ,

terau) bie Kräfte, Ununterbrochen Wurden bie Läufe | und Mi leichtathletischen Fünfkampf kam Fritz Karl