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v o n - L i e b i
hat, freß ich
still.
X.
Wetter, von dem schönen Holzveranda
des Kameraden Karl Nagel jr. bekannt, der als aktiver Offizier mit den 116ern im Felde war und der der Kameradschaft die Treue hält. Es handelt sich hierbei um den seltenen Fall, daß Dater und Sohn der gleichen Kameradschaft angehören. Kamerad Emil Becker, der mit K. Nagel im Felde war, berichtete über gemeinsame Kriegserlebnisse.
Das Schießwesen der Kameradschaft hat unter der Leitung von Kamerad Heinrich Kern gute Fortschritte gemacht. Am Sonntag wurde das Schießen um die bronzene Nadel abgeschlossen. Nächsten Sonntag beteiligen sich drei Mannschaften am Kreisschießen. Später wird in Verbindung mit einem Preisschießen das Wettschießen um die Meisterschaft der Kameradschaft ausgeführt.
Am 25. Juni begeht die Kriegerkameradlchaft m Großen-Linden di« Feier ihres 65jährigen Bestehens. Die alten 116er beteiligen sich an dieser Veranstaltung und marschieren im Festzug mit. Das Andenken des verstorbenen Kameraden Heinrich D ö r i n g e r in Wiefeck wurde geehrt.
bekundete Interesse zum Ausdruck gebracht. Der Voranschlag für das laufende Jahr wurde genehmigt.
Dos freundliche Lächeln der Wirtin erstarrte, die Augen warfen unruhig forschende Blicke auf die hübschen Gesichter der beiden Gäste. Madeleine und Irmgard warteten gespannt auf Antwort. Noch gespannter wartete Hilde, die sich auf dem Boden des kleinen Autos zurechtrückte, dar knapp vor der Veranda stand, auf der die Damen saßen.
„Ich glaube nicht... sicher nicht", sagte die Frau verlegen. „Alois, das ist der Diener, hätte es mir sicher gesagt... Ich werde mich gleich erkun- tilgen ..." Sie verschwand eilends.
'„Sehr gelegen ist ihr diese Frage nicht gekorn- men", murmelte Irmgard zufrieden.
„Bestimmt nicht, aber es ist ein Fehler, jemanden kopfscheu zu machen. Jetzt glaubt sie vielleicht, wir verdächtigen sie oder einen Angestellten des Diebstahls", sagte Madeleine. „Macht nichts, Irmgard, sie wird sich von unseren-holden Reden und Augen
stolz. „Wir haben die gleichen Preise wie die Tankstellen."
Hilde schnupperte. „Gut riecht die Suppe", lobte sie. „Man ißt überhaupt gut bei euch. Das sagen alle Leute. Unlängst waren Freunde von uns hier, die waren direkt begeistert. Zwei oder drei Herren in einer blauen Limousine. Dor ein paar Tagen muß es gewesen sein."
Alois runzelte die Stirne, so angestrengt dachte er nach.
Mittwochabend fuhr ein Wagen vor, aber der war schwarz. Und es waren vier Herren mit", sagte er endlich.
Kopfschutteln. „Nein. Ein Mann wie tausend andere." Da drückte ihm Hilde fünfzig Pfennig in die Hand und trollte sich.
Madleine hatte die Rechnung bezahlt. Wenn Hilde Erfolg hatte, mußte sie alles wissen, was wissenswert war. Sie nickte freundlich der Wirtin zu, die sich nicht von ihrem Posten gerührt und sie nicht aus den Augen gelassen hatte. Irmgard schlüpfte in den grauseidenen Regenmantel und stieg ins Auto. Hupte kräftig.
Da lief aus dem Garagentor ein blondes Mädchen in einem grauseidenen Mantel. Dieselbe, die eben ins Auto gestiegen war und gehupt hatte.
Die Wirtin war totenblaß geworden. Wie war das möglich? Sie hatte die beiden doch keine Sc-
Der Mann wurde unsicher, kratzte sich das struppige Haar. ,
',^ch weiß nicht recht. Ich hab ihn mir nicht weiter angesehen. Nicht groß, nicht klein... Kein Gesicht..." v A
„Na hören Sie, ein Gesicht wird er doch gehabt haben!" sagte Hilde entrüstet.
„Freilich, freilich, aber kein Gesicht zum Merken.
So wie jeder halt..."
„Schnurrbart oi^er glattrasiert?"
„Ich weiß nicht recht... so wie jeder halt", sagte Alois.
Hilde war erstaunt. Trotz seiner mangelnden Geistesgaben hatte er die drei anderen richtig und genügend beschrieben. Gerade bei dem „durchschnittlichen" versagte er.
„Was hat er gemacht, nachdem er den Wagen hereingeführt hat?" bohrte das Mädchen.
„Nichts. Er ist wieder gegangen. Und Trinkgeld hat er mir überhaupt keines gegeben!"
„Und vorher?"
„Vorher war ich nicht da. Ich mußte ein Ehepaar, das ein paar Tage bei uns gewohnt hat, in die Stadt ins Kino führen. Ich bin gerade heimgekommen."
„Und Sie können sich gar nicht erinnern, wie der Herr aussieht?" fragte Hilde noch einmal.
aus den Augen.
„Wenn die kein schlechtes Gewissen einen Besen", murmelte Irmgard.
Madeleine nickte und sprach vom der Schönheit der Landschaft und schmiedeeisernen Hahn, der von der
künde aus den Augen gelassen... Jetzt sprang sie in den Wagen, sie war doch gerade eben em» gestiegen! Und der Wagen fuhr die Landstraße hinunter ...
Madeleine sah durch die Scheibe die Wirtin an.
„Wenn die kein schlechtes Gewissen hat, ftesse ich diesmal einen Besenstiel", sagte sie.
Madeleine hatte recht. Die Wirtin hatte damals, weil ihr eigenes Auto nicht zur Stelle war, die schwarze Limousine einem fremden Gast für knappe zwanzig Minuten geborgt. Der Gast wollte unbe- dingt einen Brief zum Neun-Uhr-Zug bringen. Es war sicher nicht recht gewesen, — ab ex er konnte ja gut chauffieren. Und hatte ihr für die paar Minuten fünf Mark gegeben! Ein netter, höflicher Herr. Wie hatte er nur ausgesehen? Mit dem besten Willen vermochte die Wirtin nicht, sich des Mannes zu erinnern. Nicht groß, nicht klein... so durchschnittlich... Aber der hatte bestimmt keine Wagendecke gestohlen! Hoffentlich hatte Alois nicht geklatscht. Wußte der Dummkopf überhaupt davon? Es war ein Abend gewesen, an dem sie alle viel zu tun hatten... Und wie konnte das blonde Mädchen gleichzeitig ins Auto steigen und aus der Garage gelaufen kommen? Die Wirtin bekreuzigte sich. Nie mehr würde sie einen Schritt vom rechten Wege abweichen, und wenn es viel mehr als fünf Mark eintragen sollte.
Hilde berichtete indessen mit aller Genauigkeit Madeleine machte ein ernstes Gesicht.
„Wieder ein durchschnittlicher Herr, an den sich niemand erinnert", sagte sie. „Was kann er nur gegen die Voigts haben? Er geht bestimmt aufs Ganze..." v „ v. , , .
Sie machte so ernste Augen, daß die lachenden Mädchen erschraken.
„Wollte er wirklich — Hans etwas tun? fragte Hilde zögernd.
„Die beiden Voigts hätten sich garantiert den Hals gebrochen, wenn nicht zufällig der Motorradfahrer' sie gewarnt hätte", sagte Madeleine trocken.
Auf der Heimfahrt verhielten sich alle drei sehö
Di« diesjährige Tagung des K r e i s v e r - uuudes Gießen der Deutschen Stenographenschaft hatte der Ortsverem Schot
betören lassen."
Die Wirtin kam wieder. „Es tut mir sehr leid, meine Damen, aber bei uns ist die Wagendecke nicht gefunden worden. Unser Alois ist zwar blitzdumm, aber dafür sehr ehrlich." .
Madeleine kam wieder auf den guten Wein zu ' sprechen und tat, als wäre die Wagendecke keiner weiteren Erwähnung wert. Die Wirtin blieb zu
dem im Mittelpunkt dieser Veranstaltung peyenoen Feftvortrag eines Fachmannes über em Quelles wissenschaftliches Thema sollen außer den Mitgliedern Wissenschaftler und Männer der Praxis ein- geladen werden. Der zweite Tag ist für größere Führungen durch das Museum vorgesehen Dabei wird Amtsgerichtsrat Jöckel, ein Nachkomme Justus von Liebigs, über „Liebig unb das Liebig-Museum" eine allgemeinverständliche Einführung geben. Nach der Erledigung einiger orgam- fatoritoer Fragen Ichlotz Dr. Merck di- Sitzung mit Dankesworten an die Erschienenen.
Monaisappellder^6er-Kameradschost
Der erste Monatsappell nach dem ersten großdeutschen Reichskriegertag war auch bei der Kameradschaft ehemaliger 116er, die am Samstag nn „Andres" ihre Zusammenkunft hatte, den Berichten über diese erlebnisreichen Tage gewidmet. Kameradschaftsführer Hans Bill und die Kameraden, die die Fahnenabordnung gestellt hatten, gaben ihre Eindrücke über dieses große Soldatentreffen wieder. Gleichzeitig gab Kamerad Bill die Beförderung
Roman von Konraö Trani
Copyright by Carl Ouncker Verlag, 23erHn W35
13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Das Essen ist wunderbar", lobte Madeleine, als die liebenswürdige Wirtin, eine üppige Frau, sich erkundigte, ob die Gäste zufrieden feien. Irmgard nickte mit strahlenden Augen und würgte an einem großen Happen, um geschwind zu Wort zu kommen. Sie wollte Madeleine zeigen, wie geschickt sie Leute ausholen konnte.
„Und der Wein ist herrlich, gerade richtig gekühlt , fuhr Madeleine fort. „Wer beschafft Ihnen diese prächtige Sorte? Ich muß mir die Marke und das Jahr notieren..." ,
„Um den Keller kümmert sich mein Mann, da darf sich niemand einmischen", lachte die Wirtin. „Davon versteht er wirklich etwas, zum Unterschied von mir. Ich halte mich lieber ans Bier."
Das sieht man, dachte Madeleine.
„Es ist immer gut, wenn die Arbeit — und der Verdienst in der Familie bleiben", sagte Madeleine. „Haben Sie auch Kinder, die Ihnen helfen?"
„Ja, unsere Tochter betätigt sich in der Küche, und unser Sohn studiert an einer Hochschule Landwirtschaft. Ich komme mit drei Angestellten aus und mit einem Hausdiener, der die Garage unter sich hat."
„Mein Gott, jetzt hätte ich es fast vergessens" fiel Irmgard ein. „Vor ein paar Tagen sind spat am Abend Verwandte von mir bei Ihnen vorbeigekommen ... sie haben hier zu Abend gegessen... Drei Herren in einer schwarzen Limousine... Die haben mir aufgetragen, ich möchte mich erkundigen, ob sie etwa bei Ihnen die Wagendecke vergessen haben."
te n übernommen.
In der Vertr etervers amm I u n g, di« am vorgestrigen Samstag im „Hessischen Haus statt- fand und in d-r alle Drtsnereine des Krersverban- dcs vertreten waren, erstattete der Krsisoerbands- führer S. tz. Kuhl (Siegen)
Bericht
über das abgelaufene Geschäftsjahr.
Er konnte noch besonders den Gauverbandsführer, Landtagsdirektor i. R. Werner (Darmstadt) be- artigen
Aus dem Bericht ging hervor, daß in allen Ortsvereinen rege Tätigkeit herrscht und besonders die Unterrichtslehrgänge sehr gut besucht sind. Di« Ortsvereine Wieseck und Großen-Linden haben sich dem Ortsverein Gießen angeschlossen. Die auf Grund des Abkommens vom 8. Oktober 1938 zwi- chen der Deutschen Arbeitsfront, Gauwaltung Hessen-Nassau, Abteilung Berufserziehung und Betriebsführung, in Frankfurt a. M. und der Deut- chen Stenographenschaft, Gauverbandsfuhrung Hessen in Darmstadt, getroffene Regelung auf dem Gebiete der Kurzschrift und des Maschinenschreibens hat sich nach den Berichten der Vertreter der einzelnen Ortsvereine überall bewährt. Die Lehrgänge sind stark besucht, und die Zahl der Unterrichteten iat sich sehr gehoben. Die Verhandlungen der Deutschen Stenographenschaft, des NS.-Leh Verbundes und der Deutschen Arbeitsftont über di« endgültige Regelung für das gange Reichsgebiet sind zwar noch nicht zu Ende geführt, doch wird diese voraussichtlich im Laufe dieses Jahres noch erfolgen.
Im gesamten Kreisgebiet stellten sich alle Ortsver- e'rne mit ihren Mitgliedern und Unterrichtsleitern der Deutschen Arbeitsfront zu ihrem großen Reichs, leiftungsschrerben am 27. November zur Verfügung, so daß dieses einen glänzenden Verlauf nehmen konnte. Auch stellten der Gau- und der Kreisver- band für die besten Leistungsschreiber noch eine Anzahl Ehrenpreise zur Verfügung.
Die Geschäfts ft enographenprufung an den Industrie- und Handelst am - mern wurde von den Mitgliedern der Deutschen
unter der vorzüglichen Leitung von Prokurist August Siebert (Gießen) hatte alle Hände voll zu tun, um die abgegebenen 386 Arbeiten zu prüfen und .
herabbaumelte.
Hilde war aus dem Wagen geglitten, duckte sich unter das Geländer der erhöhten Veranda und schlich um das Haus. Sie mußte sich von rückwärts an die Garage anpirschen. Hoffentlich hatte sie einen anderen Eingang als den, der von der Veranda aus eingesehen werden konnte. Ja, hinter der Garage schienen zwei Dienstbotenzimmer angebaut zu sein, die einen eigenen Zugang zu einem schmalen Flur hatten.
Die Garage war leer bis auf einen Wagen, der neu und gut gehalten war. Benzinbarrells standen herum. Ein paar Werkzeugkasten und eine Arbeitsbank ... Das Tor war zu, und durch die staubigen vergitterten Fenster fiel ein trübes Licht.
„Was suchen Sie denn, kleines Fräulein?" brummte eine Männerstimme.
Hilde fuhr zusammen. Das war Alois, der zwar blitzdumm, aber so schrecklich ehrlich war .. Strohblondes Haar (es sah aus wie eine struppige, schlecht gemachte Perücke) um einen runden Schädel. Abstehende Ohren und kleine, helle Augen. Er hielt einen tiefen Teller auf den Knien und löffelte Suppe.
„Schmeckt's Ihnen?" fragte Hilde und schlenderte zu ihm. „Ich wollte mich nur erkundigen, was ihr hier für das Benzin rechnet. Ich habe da schon etliche Wunder erlebt, wenn ich in einem Gasthaus nachfüllen wollte..."
„Bei uns nicht", antwortete der Diener Alois
zu werten. ,
Nach dem Mittagessen fand eine F u h r u n g durch das Oberhessische H e i m a t - mufeum statt. Gewerbelehrer Sauer verstand es, in fesselnder Weise die Waffensammlung, die reichhaltigen Stickereien, das Arbeitszimmer von Landforstmeister Staatsrat Weber, die Bauernstuben, Webstühle und Entwicklung der alten Beleuchtungsformen zu erklären. .
Später schloß sich eine Begrüßungsfeier mit gemütlichem Beisammensein und Tanz in der Turnhalle an. Ortsvereinsführer Brau n begrüßte insbesondere den Ortsgruppenleiter der NSDAP., Zeschky (Schotten) und die große Schar der Stenographen^Er gab einen kurzen Rückblick über die stenographischen Geschehnisse seit 1927, dem Jahre, als die Stenographen zuletzt m Schotten gesagt hatten. Er wies auf die großen Umwälzungen hin, die seit dieser Zeit in unserem Vaterland geschehen sind und dankte unserem Führer für feine Erfolge durch ein Sieg-Heil.
Ortsgruppenleiter Zeschky dankte den Stenographen namens der Stadt Schotten für ihren Besuch und hob hervor, daß sich die Kurzschriftler in der Turnhalle gewissermaßen auf historischem Boden befänden, denn von hier, wie überhaupt von Schotten aus, wo unser Führer wiederholt geweilt hat, sei der nationalsozialistische Siegeszug im ganzen Vogelsberg ausgegangen. ....
Kreisoerbandsführer Kuhl dankte der Süwt Schotten und ihrer Bevölkerung für die freundliche Aufnahme und Unterstützung durch Stiftung von Ehrenpreisen. In anerkennenden Worten zollte er auch dem Schottener Ortsverein, seinem langfähri- gen Dereinsführer, Kaufmann B r a u n, und seinem bewährten Mitarbeiterstab für ihre Verdienste, die sie sich um die Ausbreitung der Kurzschrift erworben haben, herzlichen Dank. Dem Schottener Verein gratulierte er zu seinem 40jährigen Stiftungsfest und wünschte ihm weiteres Blühen und Gedeihen. Als Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung überreichte er dem Verein eine Führer-Plastik.
(lieber die Ergebnisse des Wettschreibens berichten wir morgen.)
Dornotizen.
Tageskalender für Montag
Gloria-Palast (Seltersweg): „Mädchenjahre einer Königin". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Das blaue Licht".
Wandertage der Zugendgruppen des Deutschen Frauenwerkes.
Nun find für alle Menschen die Wandermonate gekommen. Der jungbelaubte Wald, die blühenden Wiesen locken hinaus ins Freie. So beschloß auch die Gießener Jugendgruppe des Deutschen Frauenwerkes, zu ihrer straffen Arbeit des Alltags und der Pflicht ein paar fröhliche Wandertage zuzulegen. Die nähere, schöne Umgebung Gießens und der leicht erreichbare Taunus bieten die herrlichste Gelegenheit, sich in fröhlicher Gemeinschaft einmal ganz auszuruhen. Viel beschwingter ist der Gedankenaustausch auf luftiger Wanderung, viel naher tritt die Schönheit des deutschen Vaterlandes an uns heran, viel selbstverständlicher noch ist die Kameradschaft in schöner, freier Natur. So haben sich die Mädels der Jugendgruppe wieder Kraft und Mut geholt zu ihrer Arbeit im Deutschen Frauenwerk. Mit größerer Freudigkeit gehts nun wieder an die Bastelabende, an das Herstellen von Sauglings- wäsche, das Dorbereiten von Feierstunden und all die vielseitigen anderen Arbeiten, die der Jugend- gruppe obliegen. Die schönen Wandertage bieten reichen Gesprächsstoff für die nächsten Heimabende.
Steno-graphenschast durchgesuhrt. Diese Prufunge , die ein amtliches Zeugnis über die Fähigkeit der Stenographen ablegen, sind von 9^Z besonderer Wichtigkeit, sie wurden allen Kurzschriftlern dringend ans Herz gelegt. .
Aus dem Bericht des Rechners Ludwig Grave- lius (Gießen) ging hervor, daß die Kasfenverhalt- nisse des Kreisverbandes und aller von ihm geprüften Ortsvereine in bester Ordnung sind.
Ehrung desKreisverbandsführers Kuhl
Hierauf gab Gauverbandsführer Werner (Darmstadt) eingehenden Aufschluß über verschiedene aufgeworfene Fragen und klärte besonders das Verhältnis zwischen der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Stenographenschaft nochmals auf. Er dankte allen Ortsvereinsführern und Untervichtsleitern für ihre aufopferungsvolle Tätigkeit, die sie im Dienst für Volk und Vaterland dadurch ausüben, daß sie die Jugend mit der im heutigen Geschäfts- und öffentlichen Leben so wichtigen»Kurz- schrist vertraut machen. Er lud alle Ortsvereine zu der am 9. Juli in Bensheim stattfindenden Gau- Dertreterversammlung ein. Sodann gedachte er noch in erkennenden Worten der über 40jährigen Tätigkeit für die Stenographenschaft des Kreisverbands- führers K. H. Kuhl (Gießen), dem er eine von dem Graphiker Becker in Darmstadt ausgeführte Urkunde in Kassettenform überreichte, auf Grund deren er in Anerkennung seiner Verdienste um die Verbreitung und Förderung der deutschen Kurzschrift und des Maschinenschreibens und für feine jahrzehntelange vorzügliche Leitung des Kreisoerbandes Gießen zum Ehrenmitglied des Gauverbands ernannt wurde.
Kreisverbandsführer Kuhl dankte für diese Ehrung und schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer die Versammlung.
Ortsvereinsfiihrer Hermann Braun (Schotten) begrüßte die Vertreter namens des Schottener Vereins.
Leistungsschreiben - Begrüßungsfeier.
Am (Sonntagmorgen tarnen noch Hunderte von Stenographen und Gästen zu dem großen L e i - st u n g 5 f d) r e i b e n , das in sämtlichen Räumen der drei Schulen stattfand. Der Wettschreibausschuß
geknöpft — und das Lächeln war merklich sauer geworden. , ,, _.
„Wir möchten den Tank auffullen lassen, eie haben doch Benzin?" fragte Madeleine. „Bitte, schik- ten Sie uns Alois! Und zwei Schalen Mokka.
,Das wird der Kellner besorgen, das Benzin und den Kaffee, Alois rft leider nicht zu Hauses sagte die Wirtin.
Madeleine wußte, daß das eine Luge war. Eben nämlich war ein Hausdiener in die Garage gegangen, die etwa dreißig Meter mehr der Straße zu lag-
„Wie Sie wollen", sagte sie gleichgültig und zündete sich eine Zigarette an. Hoffentlich hatte Hilde die Unterhaltung gehört und wußte, was sie zu tun hatte. Denn die Wirtin hatte sich in einer Ecke der Veranda niedergelassen und ließ sie nicht
Wie Dr. Merck weiter mitteilen konnte, hat sich der englische Verein „The Link", der sich die Förderung der englisch-deutschen Beziehungen 31K Ausgabe gemacht hat, an ihn mit dem Ersuchen um Ueberlassung einiger Ausnahmen aus dem Museum für eine größere Ausstellung gewandt. In erster Linie kommen Aufnahmen von Justus von L1 e - big und A. W. Hofmann, der lange Jahre in London lebte, in Betracht. Dem Wunsche soll Rechnung getragen werden. Die Gesellschaft beabsichtigt, sich an die Gießener Vereine und Organisationen mit dem Ersuchen zu wenden, bei der Festsetzung ihrer Winterprogramme und namentlich bei De^ anftaltungen, bei denen auswärtige Besucher nach Gießen kommen, einen Besuch des LiebigMuseums in Erwägung zu ziehen.
Die diesjährige Festsitzung soll als ein „Justus - " iebig <- Tag" durchgeführt werden. Zu Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehenden
Stenographen-Tagung in Schotten
Großes Leistungsschreiben des Kreisverbandes Gießen.
Neue Schrottsammelaktion im Gau Hessen-Nassau.
NSG. Die Versorgungslage der Westdeutschen Schrottoerbraucher macht weitere Maßnahmen zur Schrotterfassung sofort erforderlich. Auf Anordnung des Reichskommissars für Altmaterial-Verwertung wird daher für die Gaue im westlichen Schrott-Anfallgebiet eine weitere Aktion zur Erfassung der in den Haushaltungen und im freien Gelände noch vorhandenen Schrottvorräte durchgeführt. Der Reichskommissar hat deshalb mit dem Gaubeauftragten im westlichen Anfall gebiet am Freitag in Frankfurt a. M. die organisatorischen Maßnahmen besprochen.
Im Gau Hessen-Nassau wird der Reichsluftschutz- bunb, Bezirksgruppe Hessen-Rheinland-Süd, in Verbindung mit dem örtlichen Rohproduktenhandel diese Sammelaktion durchführen. Es wird erwartet, daß bei der kommenden Aktion alle noch überflüssigen Alteisenmengen für die sammelnde Organisation
„Mittwoch kann stimmen, aber es waren drei Herren, wenn nicht nur zwei!" beharrte Hilde.
„Vier!" sagte bockbeinig Alois.
„Vielleicht meinen Sie eine andere Gesellschaft, lenkte Hilde ein. „Wie haben sie ausgesehen?"
„Seit vierzehn Tagen war kein solcher Wagen bei uns. Und der eine Herr, der sich seinen Koffer holte und mit der Bahn weiterfuhr, fünfzig Pfennig hat er mir Trinkgeld gegeben für den kurzen Weg, der war blond und groß. Der Alte hat einen grauen Spitzbart gehabt. Der Jüngere war dunkel und hat ein braunes Gesicht, er hat viel gelacht und zu dem älteren Herrn „Vater" gesagt. Er hat mir eine Mark gegeben. Und dann war noch einer, der hat den Wagen in die Garage geführt... das war, bevor der Blonde den Koffer holte... Ja... Weil : ich mich gewundert habe. Ein Wagen ist schließlich nicht aus" Zucker. Wegen dem bißchen Regen lange 1 reversieren und einstellen. Ich habe an dem Abend oiel zu tun gehabt, aber das weiß ich, daß es vier
[ Herren waren."
„Wie hat denn der vierte ausgesehen, der den Wagen in die Garage brachte?" erkundigte sich
Kriminalkommissar Rühle, der sich bisher in Neukirchen zwar gelangweilt, aber durchaus wohl befunden hatte, "wurde immer unruhiger. Der Bank- tiiener war noch immer nicht vernehmungsfähig. Die Aerzte pflegten feinen Schädelbruch und standen wie eine Mauer zwischen ihm und der wissensdurstigen Polizei. Das war eine Begründung, warum sie nicht vom Fleck tarnen, sagte sich Ruhle. In sehr stillen Nachtstunden gestand er sich, daß es ein* gute Ausrede vor der vorgesetzten Behörde und seinem Gewissen war: er war bereit, jeden Eid darauf abzulegen, daß der Gute nichts mitzuteilen hatte. Er war von hinten niedergeschlagen worden und hatte den Angreifer sicher mit fernem Auge gesehen!
Ruhle hatte getan, was sich tun ließ. Unter an» tierm hatte er einen sachverständigen Beamten aus der Hauptstadt angefordert und die Kollegen jenseits der Grenze um Auskunft betreffs Peter Jlke an» Gegangen.
(Fortsetzung folgt.)
durch die Bevölkerung zur Verfügung gestellt werben.
Sperrt die Katzen em!
Mitte Juni werden die Jungen der bei uns brütenden Singvögel flügge und machen in diesen Tagen ihre ersten selbständigen Flugversuche. Meist gelingen diese ersten Flüge nicht recht, und mancher "junge Vogel erreicht sein Nest nicht wieder: er muß irgendwo in einer Hecke mit neuen Versuchen beginnen. Diele der jungen Vögel werden in diesen Tagen das Opfer der Katzen, die ihnen mit List und Tücke nachstellen. Sie jagen die halb flüggen Vögel, bis diese ermatten und sich nicht mehr erheben können. Dann fallen sie der Katze unrettbar zum Opfer. Es muß daher von jedem Katzenhalter verlangt werden, daß er die wenigen Tage über, an denen die jungen Singvögel fliegen lernen, die Katzen, besonders nachts, einsperrt. Diele tausend junger Singvögel würden dann am Leben bleiben.


