Ausgabe 
12.6.1939
 
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Nr. 134 Erstes Blatt

189. Jahrgang

Montag, I2.)uni 1939

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Gietzener Anzeiger

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Oie stärksten Befestigungen der Wett.

Generalinspektor Todt warnt die westlichen Völker.

Mr Taten gelten!

Mehrere Winternronate lang hat die diploma­tische Vorbereitung der Einkreisungkam- pagne durch die We st möchte gedauert. Seit über zwei Monaten wunde sie dann nicht nur mit äußerster Energie, sondern vor allem von Seiten Englands mit ganz erstaunlichen Prestige-Opfern durchgeführt.

Unter diesen Umständen muß es Deutschland als dem von der Einkreisung in erster Linie betroffenen Staat doch reichlich sonderbar erscheinen, wenn jetzt plötzlich der englische Außenminister Lord Hali­fax im Unterhaus zur Friedensschalmei hält und die gesamte englische Presse mit großem Aufwand an Kommentaren usw. daraus geradezu einFriedensangebot an Deutschland" zu machen bemüht ist. Es kann bei uns keinen Eindruck mehr machen, wenn Chamberlain dabei zum so und so vielten Male die von ihm geleitete Einkreisungspoli­tik einfach leugnet; wir haben dergleichen schon oft gehört und zu oft den schärfsten Widerspruch seiner Worte zu seinen Taten feststellen müssen.

Die Plötzlichkeit des Wechsels der englischen Taktik und ihre einheitliche Unterstützung durch die eng- lij'dye Presse machen insofern stutzig, als sie gerade auf dem Hintergrund der letzten zwei Monate allen Anlaß zur Skepsis geben, wenn auch die gegenwär­tige außenpolitisch-diplomatische Lage der Regierung Chamberlain sehr bestimmte Vermutungen nahelegt. Anderseits liegt es im Wesen der weltbekann­ten grundsätzlichen Friedenspolitik Großdeutschlands, wenn es die Ausführun­gen des englischen Außenministers bei aller gebotener Skepsis nicht überhört. Erklärungen etwa wie die, daß ein blühendes Deutschland Europa von Nutzen sei, oder daß man positive Pläne vernünftiger Art für die Zukunft ausarbeiten müsse, oder daß es der englischen Regierung nicht an Verständnis für den deutschen Lebensraum Halifax gebrauchte dabei das deutsche Wort fehle, sind seit einer Reihe von Monaten nicht mehr von der anderen Seite des Kanals zu vernehmen gewesen.

Dergleichen hört und lieft sich an sich durchaus gut. Aber angesichts der mehr als zwanzigjährigen Erfahrungen, die wir Deutschen mit solchen Theo­rien gemacht haben, müssen wir doch daran er­innern, daß sich ja auch schließlich einmal Wil­sons 1 4 Punkte ganz diskutabel ausnahmen. Lord Halifax legt Deutschland in einer schon fast vertraulichen Weise nahe, es möge doch nicht jedes scharfe Wort gleich auf die Goldwage legen. Eine solche Bemerkung erscheint unangebracht aus dem Munde des nächst Chamberlain aktivsten Einkrei- sungsministers. Auch Lord Halifax wird ja Nicht be­streiten können, daß wir über zwei Monate intensivster Einkreisungshetze gegen Deutschland hinter uns haben, daß Daladier dem deutschen Anspruch auf Lebensraum ein Nein geradezu mit der Schroffheit eines Bartou ent­gegenstellte, daß noch am Mittwoch der englische Ministerpräsident selbst die Unterstützungspflicht der Einkreisungsmächte noch nicht einmal auf ihre eige­nen Gebiete beschränkt wissen wollte, daß England sich den Wirtschaftsverhandlungen mit Rumänien mit ausgesprochen unfairen Mitteln in den Weg stellte daß England beim Auftauchen eines deut­schen Bedarfes an Walöl sofort den ganzen Bestand auf dem Weltmarkt aufkaufte, daß die Emkrelsungs- mächte mit allen Mitteln militärische Kriegsvor­bereitungen aller Art treffen, daß sie in ihren Län­dern eine wilde Kriegspsychose unter bewußt fal­scher Vorspiegelung entfesselt und daß sie den schlimmsten Feind der Menschheit und aller Kultur, den Bolschewismus, in einer besonders für England geradezu unwürdigen Weise um seine Mithilfe an» bettelten und zur Stunde noch anbetteln.

Diese kleine Aufzählung enthält nur einige wenige Beispiele dafür, wie die von England geführte Ein- kreisungspraxis gegenüber der jetzt von Halifax fo plötzlich verkündeten Friedenstheorie in Wirklichkeit aussieht. Demgegenüber steht, was nicht unerwähnt bleiben darf, eine sehr weitschauende, sehr großzügige Betätigung der Friedens- mission Deutschlands, die sich nicht nur darin äußerte, daß es auf dem Höhepunkt der neue­sten europäischen Krise Wirtschaftsverträge und Nichtangriffspakte mit einem halben Dutzend Staaten abschloß, sondern tue eine bereits SVrjährige konstruktive Friedensarbeit in Europa mit beispielsweise drei au5gearbeiteten Pesrie - dungsplänen aufweisen kann. Daß diese prak­tische Friedensarbeit Deutschlands auf der anderen Seite teils völliger Verständnislosig­keit, teils einer planmäßig geförderten D e r» leumdungspolitik begegnete, ist ja schließlich nicht die Schuld Deutschlands.

Bargeld lacht" d. h. in diesem Fall: wir hal­ten von Worten, zumal wenn sie in einer für England fo zweideutige Situation fallen, gar nichts. Umsomehr aber ist Deutschland, entspre­chend seiner eigenen praktischen Friedensarbeit, für die Praxis der Gegenseite empfänglich, d. h. für Tatsachen! Wenn also die Rede des englischen Außenministers überhaupt einen Sinn haben soll, dann mag England, nachdem es die Initiative zu der Einkreisungspolitik ergriffen hat, mmmehr die Initiative zu einer Tatfachen Politik d e r Befriedung pnd des Friedens überhaupt er­greifen. An Gelegenheiten und Problemen, die bte Ausführung ermöglichen, fehlt es wirklich nicht beispielsweise in der Kolonialfrage!

Giotto fährt nach Spanien.

Burgos, 11. Juni. (DNB.) Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE aus Rom erfährt, tft zu erwarten, daß der italienische Außenmirn- st e r demnächst Spanien einen Besuch ab» statten wird.

Trier, 11. Juni. (DNB.) Beim Gautag der Westmark, dem auch 10 000 Westwallarbeiter bei­wohnten, hielt der Generalinspektor für das deut­sche Straßenwesen, Dr. Todt, eine Rede, in der er sagte:

Es ist mir eine ganz besondere Freude, zum Gau­tag des Westmarkgaues zu kommen, weil der Gau­tag die Möglichkeit bietet, einmal mit 1 0 0 0 0 Westwallarbeitern zusammenzutreten. In vier Wochen wird es ein Jahr, seitdem der große Arbeitseinsatz im Westen erfolgte, wobei nach dem Willen des Führers die militärischen Dienststellen des Heeres und der Luft, der Reichsarbeitsdienst und der Generalinspektor für das deutsche Stroßen- wesen mit den deutschen Bauarbeitern und der deut­schen Bauwirtschaft sich am Westwall, der g e - w a 11 i g ft e n G e m e i n s ch a f t s l ei st u n g, zu­sammengefunden haben, die jemals gemeinsam von einem ganzen Volk durchgeführt worden ist.

Der Führer hat schon nach den ersten Arbeits- monaten beim Reichsparteitag 1938 die Zahlen der damals erreichten Leistung genannt. Man hat diese Zahlen nicht geglaubt, und man halt auch heule vielfach für unmöglich, was innerhalb Jahresfrist neu geschaffen wurde. Es ist verständlich, daß man in Demokratien, wo jeder nur an sich denkt und jeder nur nach feiner eigenen liberaliftischen Frei­heit lebt, wo ja ein Bauunternehmer nicht dort ar­beitet, wo man ihn braucht, sondern nur dort, wo er am meisten verdient, das nicht für möglich hält.

Meine Arbeitskameraden! Es ist verständlich, daß sich diese Demokratien keine Vorstellung machen kön­nen von der Leistungsfähigkeit eines Volkes, das an Stelle von 26 Parteien einen Führer hat, diesen Führer liebt, ihm glaubt und ihm unbedingt folgt. Der Westwall ist das große Beispiel der ge­waltigen Leistungskraft eines Volkes, das zu feinem Führer steht. Mit diesem Maßstab für die Lei­stungsfähigkeit eines geeinten Volkes wird man auch künftig in allen Fällen rechnen müssen.

Die große Gemeinfchaftsleistung Hal ihren ersten Ausdruck gefunden in der Zusammen­setzung der Arbeitskräfte. Aus allen Teilen Deutschlands kamt ihr hierher in den Vesten, um mitzuhelfen, die Westgrenze des Reiches zu schützen. Etwa 30 000 allein kamen aus Ber­lin uni) Brandenburg, ungefähr die gleiche Zahl aus dem Landesarbeitsamt Bezirk Milte, Halle- Merseburg, ungefähr ebensoviel aus Sachsen, dem Rheinland, Südwestdeulschland und West­falen, von der Wasserkante; besonders viele waren aus Hamburg da, und selbst die entfern­ten Gaue des Reiches, Schlesien und Ostpreußen, haben mehrere tausend Arbeitskameraden ent­sandt. Es war wahrhaftig das ganze deut­sche Volk, das hier gearbeitet hat. Das ist und bleibt auch das größte und schönste Erleb­nis für jeden einzelnen, der nicht nur allein mit feiner Organisation, nicht mit der Organisation Todl allein hier gearbeitet hat.

Gewiß, es gibt auch am Rande dieser Gemein­schaftsleistungen vereinzelt Meckerer. Einige sagen, die Arbeiter am Westwall hätten zu viel verdient. Meine lieben Arbeitskameraden! Verdient Haden die Männer weit mehr als das, was ihnen nach dem Tariflohn ausbezahlt wurde. Und wenn hier vorübergehend bei 14- und löftünbiger Arbeitszeit wegen der ganz außerordentlichen Umstände etwas mehr als sonst in die Lohntüte des Bauarbeiters geflossen ist, so ist der deutsche Bauarbeiter so ver­nünftig 'zu wissen, daß dieser einmalige Umstand nicht als Maßstab für allgemeine Lohnerhöhungen angelegt werden darf.

Die Arbeit ist noch nicht fertig. Ein altes Sprichwort sagt: doppelt genäht hält besser. Der Führer hat angeordnet, daß wir nicht doppelt, sondern dreifach nähen, wir werden daher noch einige Monate zu tun haben.

Inzwischen läuft die vorgesehene Arbeitszeit für eine Reihe von Arbeitskameraden ab. Wer aus Familiengründen dringend nach Hause muß, der soll auch jetzt ausgetauscht werden, alle übrigen sollen aber zufammenbleiben, bis das Werk in etwa zwei Monaten zu einem guten Abschluß gebracht ist.

Wir wollen durch verschiedene Regelungen den Verbleib weitab von der Familie erleichtern. U. a. ist vorgesehen, daß die Urlaubsfahrkarte des Arbeiters auch von seiner Frau benutzt werden kann, wenn er selbst nicht in der Lage ist, den Urlaub auszunutzen. Daß die Arbeit von be­sonderer Wichtigkeit ist, habt ihr alle daran gesehen, daß der Führer vor kurzem sechs volle Tage im Westen geblieben ist. Wenn der Führer bei seiner gewaltigen Arbeitsleistung sechs volle Tage für den Westwall aufwendet, dann müssen auch wir noch ein paar Wochen' dafür hergeben.

Englische und französische Zeitungen und Sender haben in letzter Zeit berichtet, der General- ittspektor sei nicht mehr da. Der Westwall sei nicht, brauchbar, und man habe den General­inspektor nach Spanien geschickt. Hier war wieder einmal der Wunsch der Vater des Gedankens. In Spanien oder noch besser,wo der Pfeffer wächst", wäre ihnen der Generalinspektor schon sehr viel sympachischer als ausgerechnet beim Festungsbau im Westen und Osten. Aber vorläufig bin ich da, und ihr, meine Arbeitskameraden, seid auch noch da und seid nicht, wie sie melden, im Hochwasser davongeschwommen, im Gegenteil, es werden von Tag zu Tag mehr.

3m Oktober hat der Führer angeordnet, daß die hinter Aachen und Saarbrücken fertiggestellten Anlagen durch eine neue, noch stärkere Stellung vor diesen Städten ergänzt werden. 3hr wißt wohl von eueren Kameraden, die dort bei Aachen und Saarbrücken arbeiten, daß diese neue Stel­lung feit Oktober mit der gleichen Energie und mit dem gleichen Erfolg durchgeführt wurde, wie wir im vergangenen 3ahr die sogenannte erste und zweite Stellung östlich dieser Städte gebaut haben. Zu den zwei an sich schon sehr starken und liefen Stellungen ist also inzwischen eine dritte gekommen. Und ihr wißt auch, daß die Stände dieser fast grenznahen neuem Bauten besonders schwer armiert und ganz besonders wider stands- fähig sind. Aber nicht nur vor diesen beiden Städten, sondern im Verlauf der ganzen Linie von Aachen bis an die Schweizer Grenze haben die Dienst­stellen der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes und der verwunschene Generalinspektor mit

Oie Lügner an die Front!

feinen Westwallarbeitern ihre unsympathische Arbeit fortgesetzt. Die schon im vergangenen Zahr fertige Stellung bekam bis hinunter nach Basel besonders starke Lrgänzungs- bauten.

Ihr kennt sie ja, diese ganz dicken Brocken, die die Rosinen in dem an sich schon nahrhaften Kuchen sind. In einer herrlichen Kameradschaft arbeiten hier der deutsche Arbeiter, der deutsche Ingenieur und die Männer des Reichsarbeitsdienstes mit den Dienst­stellen des Heeres und der Luftwaffe, und wenn die anderen auch behaupten, wir hätten dauernd Diffe­renzen miteinander, so kann ich nur versichern, wir werden so lange in Kameradschaft und Harmonie weiter zusammen arbeiten, als der Führer dies für richtig hält.

Nun haben sie auch noch im Straßburger Sender erzählt, unsere Stände am Obcrrhein seien zum großen Teil nicht mehr zu sehen, sie feien offenbar im letzten Hochwasser davongeschwommen, jedenfalls seien sie nicht mehr da. Wir sind dem Straßburger Sender für die Anerkennung der vor­züglichen Tarnung unserer Anlagen ganz besonders dankbar.

Die gefährliche Täuschung der Weflmächie.

Was bedeuten alle diese Lügen? Warum liegt der Gegenseite so viel daran, das eigene Volk über die Stärke unserer Befestigungsanlagen hinweg­zutäuschen? Wir haben es hier mit einer ganz gefährlichen Irreführung des französischen und des englischen Volkes durch Presse und Rundfunk zu tun. Die armen Teufel auf der anderen Seite sollen un­wissend über die Starke unseres Westwalls bleiben, damit man sie, wenn es zweckmäßig erscheint, besser antreiben kann, dagegen anzulaufen.

2Han verschweigt dem französischen Volk die Stärke unserer Grenzbefestigungen und betreibt mit diesem sträflichen Leichtsinn Kriegspolitik. Vielleicht haben auch einige französische und englische Politiker, die in den letzten sechs Jahren nichts dazu gelernt haben, die Meinung, man könne wieder einmal die Westmark be­sehen. Es sind ja erst neun 3ahre her, daß die fremden Heere abgezogen sind. Da kann man nur eines antworten: Das gab's nur einmal, das kommt nicht wieder? (Stürmischer Beifall.) Am Westwall vom Meer bis zum Alpenland steht mit großen Buchstaben: Unbefugten ist der Zutritt ver­boten! Wenn jetzt ein paar Hetzer das eng­lische und das französische Volk verführen wollen, den Westwall als ungefährlich anzufehen, fo ist das eine sehr gefährliche Angelegenheit, und es wird eine bittere Enttäuschung geben, die der französische oder eng­lische Soldat zu spüren haben wird, wenn die verantwortungslose Lügenagitation ihn über

Oieneueste Formel".

Englands Knierutschen vor den Moskowitern.

London, 12. Juni. (DNB.) Die Sonntagsblät­ter glauben übereinstimmend berichten zu können, daß eine Kompromißformel für die bal­tischen Staaten gesunden sei. Großbritannien wolle danach vorschlagen, daß sich die drei Mächte im Falle eines ungerechten Angriffes gegenseitig zu Hilfe kommen sollten, wenn eine von ihnen in Feindseligkeiten verwickelt werde,weil sie der Aggression gegen irgend einen anderen Staat Widerstand leisten wolle". Für den Fall, daß keine Feindseligkeiten ausgebrochen seien, werde vorge­schlagen, daß sofort Konsultationen stattsin- den sollten.

Die britische Regierung werde alles tun, um den Eindruck zu vermeiden, so schreibtSunday Times", daß es Sowjetrußland am Ende allein überlassen bleibe, einer Aggression Widerstand zu leisten.

Englands Doppelzüngigkeit.

London, 12. Juni. (DNB. Funkspruch.) Mini­sterpräsident Chamberlain wird, wie verlautet, am Montagvormittag den Leiter der mitteleuro­päischen Abteilung im Foreign Office, Strang, empfangen, um mit ihm noch einmal vor dessen Ab­reise nach Moskau die britischen Vor­schläge durchzusprechen. Im Oberhaus wird am Montag die außenpolitische Aussprache fortgesetzt werden, die Lord Halifax im Namen der Regierung abschließen wird.

Zugleich wenden sich die Zeitungen in langen Aus­führungen gegen die abermalige Festnagelung der britischen Einkreisungspolitik.News Chronicle" stellt dabei fest,es seien alle Beweise dafür vorhanden, daß Dr. Goebbels großen Erfolg mit feiner Einkreijuirgspropaganda habe". Die bri»

die tatsächliche Stärke unserer Grenzbefesti­gungen und Über den Geist und Kampfwillen unserer Truppen falsch unterrichtet. Wenn er dann die Wahrheit über die furcht­bare Stärke dieser stärksten und modern st en Befestigungsanlage der Welt am eigenen Leibe spüren muh, dann kommt diese bittere Erkenntnis und die Berichtigung der Lügen zu spät!

Ich würde empfehlen, diese Rundfunk- und Presse, lügncr bei d e r Truppe einzuteilen, so daß sie im Zweifelsfalle selbst Gelegenheit haben, sich ein Urteil über die Stärke unserer Befestigungs­anlagen und den Geist unserer Truppen zu ncr- schaffen. Ich glaube, ihre Berichte würden dann anders ausfallen, als wenn man ihnen erlaubt, i n der Etappe und ohne eigene Betei­ligung 3um Kriege zu Hetzen. Jedenfalls sind wir davon überzeugt, daß die Millionen Kubik­meter Beton unseres Westwalls ein sehr wichtiger und auch ausschlaggebenderer Beitrag zur Erhaltung des Friedens sind als die richtig erkannten Irre­führungen dieser Presse- und Rundfunklügner.

Meine Arbeitskameraden! Deutsche Volksgenossen? Der We st wall wird noch oer stärkt werden. Er ist das große Beispiel einer gewal­tigen Gemein sch aftslei st ung des ganzen Volkes unter einem großen Führer. Die Geschichte wird weitergehen. So groß und ein­malig diese Leistung auch war, sie wird nicht die einzige bleiben, die unser Volk aufgeführt hat. Wir aber werden, uns mit Stolz der Zeit erinnern, in der wir als Maurer diese Steine gesetzt haben."

trische Regierung tue, was sie könne, mit Minister­reden. um das zu verwischen. Man bemüht sich dabei krampfhaft, die britische Politik von zwei Vorwürfen reinzuwaschen, nämlich, daß Großbritannien Deutsch­land einzukreisen wünsche und daß England sich überallDeutschlandindenWegzu st ei­len beabsichtige. In den Artikeln wird dabei deutlicher als bisher ersichtlich, daß insbesondere der wachsende Einblick des deutschen Volkes in die wah­ren Ziele der englischen Politik als gefährlich emp­funden wird.

Armes Frankreich."

Der Brandstifter in der Feuerwehr.

Paris, 11. Juni. (DNB.)Armes Frank­reich!" So leitete der Außenpolitiker desPetit Journal" feinen Artikel über die englisch - sowjet- russischen Verhandlungen ein und schreibt:Im glei­chen Augenblick, wo man sich anstrengt, der franzö­sischen Oeffentlichkeit glauben zu machen, alles ginge gut, will man ihr aber auch einreden, daß aus­wärtige Drohungen eine Verlängerung des Mandats der französischen Abgeordneten rechtfertigen. Ißas soll man anders in diesem Durcheinander ver­stehen, als daß Frankreich, das so viele intelli­gente Leute zählt, nunmehr bereits dahin gekommen ist, sich ein I f ü r ein U machen zu lassen, die Sowjets als zivilisierte Leute, die Bolschewisten als Freunde des Friedens und jogar Madame Tabouis als eine große Journalistin an­zusehen. Wenn jetzt das Foreign Office den neuen Vorschlägen eine endgültige Form zu geben suche, die am Dienstag dem Meistererpresser im Kreml überreicht werden sollen, vergesse man völlig den Ursprung, das Ziel und die Bedin­gungen der französisch-englisch-sowjetrussischen Ver- Handlungen. Man vergesse zu sagen, daß Sowjet-. *r ufclanb nur dann intex oenzexen werde,