Ausgabe 
12.4.1939
 
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»Spitze einer gründlichen Ausbesserung unterzogen. Dabei wurde auch die in der Turmspitze befindliche 'Wetterfahne abgenommen. In deren Knopf fand sich »eine Urkunde aus dem Jahre 1836 vor, ausgefertigt won dem damaligen Bürgermeister der Stadt, Ger- !hard Jakob Ramspeck, der durch den originellen

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Amtsstil seiner Schriftstücke weit über Alsfeld hinaus bekannt wurde. Aus der Urkunde geht hervor, daß der Turm letztmalig im Jahre 1836 umgebaut wor­den ist. Die Urkunde gibt interessante Aufschlüsse über den Turm, der im Laufe der Jahnhunderte mehrfach umgebaut wurde. Die älteste Nachricht von der Erbauung des Turmes stammt aus dem Jahre 1394 und ist auf einer Steintafel an der Südseite des Turmes für die späteren Geschlechter festgelegt worden. Der erwähnten Urkunde lag eine Zusam­menstellung der. damaligen Landesmünzen bei. Im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Ausbesse­rungsarbeiten wird wiederum eine Urkunde, welche die großen Geschehnisse der Gegenwart bekundet, in einem Gefäß in der Turmspitze für die späteren Generationen überliefert werden. Von Interesse war auch die Feststellung, daß die Spitze des Blitzablei­ters auf dem Turm durch mehrfache Blitzschläge stark abgenutzt war.

Landkreis Gießen

H Lich, 11. April. In SteinsSaalbau fand ein von der Tegernseer Bauernbühne in Verbindung mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" veranstalteter Theaterabend statt. Ein oberbayrisches Lustspiel mit echt bayrischem Junior fand bei den Besuchern stürmischen Beifall.

Kreis Alsfeld.

Homberg, 11. April. Sein 70. Le­bensjahr vollendete heute, am 11. April, der Landwirt Eberhard Schildwächter. Trotz sei­nes hohen Alters ist er noch imstande, bei land­wirtschaftlichen Arbeiten sich nützlich zu machen. Für das kommende Schuljahr liegt bei der hiesigen Realschule eine größere Anzahl Neuaufnahmen vor. Hierdurch wird sich die Schülerzahl bedeutend erhöhen und einen seit langer Zeit nicht erreichten Stand aufweisen.

ünf Mann der ersten Mannschaft pausierten. Die Betzdorfer stellten eine äußerst eifrige und schnelle Elf, die auf ihrem Platz eingespielt ist und vor allem aus jeder Lage zu schießen verstand. Bei den Grün- Weißen war der Torwart ein Versager. Die Grün- Weißen begannen sehr vielversprechend, Tore fielen aber nicht. Nach einer Viertelstunde kamen die Gast­geber zu ihrem ersten Tor, das haltbar war. Als kurz darauf ein weiteres Tor aus glatter Abseits­stellung gegeben wurde, ließ die Mannschaft den Kopf hängen, und Betzdorf stellte in kurzer Folge durch drei weitere Treffer den Sieg sicher. Lediglich ein Gegentor brachte der Mittelstürmer auf sein Konto. Nach dem Wechsel hatten die Grün-Weißen zunächst mehr vom Spiel, aber nur ein Tor durch Elfmeter war die Ausbeute.

VfV.-R. 1.3gb. Nieder-Ohmen 1. 3gb. 4:1 (3:0).

Die Grün Weißen, die in der letzten Zeit eine gute Formverbesserung zu verzeichnen haben und ihre Spiele alle gewannen, siegten auch gegen die nicht schlecht spielenden Gäste aus Nieder-Ohmen. Nieder-Ohmen stellt eine gute, eingespielte Mann­schaft ins Feld, die in ihrem Tormann eine große Stütze hatte, der auch der beste Mann der Mann­schaft war. Die Gießener, die in ihrer besten Be­setzung antraten, lieferten auch diesmal ein schönes Spiel, das sie verdient gewannen.

Die 2. Jugend löste ihre Aufgabe in Lich besser als erwartet. Beide Mannschaften waren sich gleich­wertig, nur der Sturm der Gießener war etwas bester und nützte die Torgelegenheiten besser aus. 4:1 endete das Spiel für DfB.-lh.

VfV.-R. 1. 3gd. Vehdorf 1. 3gd. 2:2 (0:0).

Trotz des Spieles am Tage zuvor konnte die Jugendmannschaft gegen den starken Gastgeber ein schönes Spiel vorlegen, das unentschieden endete.

Erfolgreiche Osterspiele der Jugend von 1900.

Die schönsten Spiele lieferten sich die Mannschaf­ten von Frankfurt-Fechenheim 1. und 2. Jugend gegen die gleichen Mannschaften der Blauweißen. Die 1. Jugend, die drei ihrer besten Spieler ersetzen mußte, zeigte wieder einmal, das sie Fußballspie­len versteht. Die Mannschaft setzte alles ein, um zu einem eindeutigen Siege zu gelangen, der ihr auch mit 1:6 geglückt ist, aber noch höher hätte ausfallen müssen.

Die 2. Jugend hat einen sehr schweren Gegner gefunden. Sie wurde in den ersten Minuten über­rannt, und bei Halbzeit sah es nach einem haus­hohen Sieg der Platzbesitzer aus. Aber mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Blauweißen das Spiel. Der Kampf endete unentschieden 4:4.

Zu einem noch schöneren Erfolg kam diese Ju- gendmannschaft gegen die 1. Jugendmannschaft von Germania Marburg. Sie schlug diesen körperlich hoch überlegenen Gegner mit 1:0.

Zwei Niederlagen mußten die Jüngsten der Blau- weißen einstecken, und zwar in Heuchelheim und in Fellingshausen. Das erste Spiel ist im eigentlichen Sinne keine Niederlage, denn nach Ablauf der nor­malen Spielzeit stand dieses Spiel 4:4, und erst nach 45 Minuten Verlängerung gelang Heuchelheim der siegbringende Treffer.

In Fellingshausen fand die 3. Mannschaft einen Gegner, der mit 4:0 den Sieg verdient hat.

Gpielvereimgung 1926 Leihgestern

Spogg. 1926 Leihgestern I Spvgg. 1900 Gießen Res. 3:3 (1:2).

DfB. Friedberg Res. Spvgg. 1926 Leihgestern I 3:6 (1:3).

Spogg. 1926 Leihgestern 3gd. Sportgemeinde Garbenleich 3gd. 8:2 (5:2).

Die Osterfeiertage brachten der Spogg. 1926 Leih­gestern gute Ergebnisse ein.

Schon am Karfreitag empfing die 1. Mannschaft die durch einige Ligaspieler verstärkte Reserve des Namensvetters aus Gießen. Die Gäste hatten eine ausgezeichnete Mannschaft zur Stelle und diktkerten auch zu Beginn das Spiel. 1900 ging etwa zehn Minuten nach Spielbeginn in Führung, aber wenige Zeit später glichen die Platzbesitzer aus. Kurz vor der Pause stellten dann die Gäste den verdienten Halbzeitstand her..

Noch der Pause drängten die Blauweihen, um das Spiel wieder remis zu stellen, aber alle An­griffe scheiterten vorerst an der stabilen Abwehr der 1900er Bei einem Vorstoß der Leihgesterner wurde die linke Flanke schlecht gedeckt und ein wuchtiger Schuß lenkte der rechte Verteidiger der Gäste an dem verdutzten Torhüter, der schon in Stellung gelaufen war, um den Ball aufzunehmen, vorbei ins Netz zum abermaligen Ausgleich. Die Blauweißen griffen weiterhin an und in der Hitze des Gefechtes wurde Krick unfair angegangen; den

§ Alsfeld, 11. April. Gegenwärtig wird iTurm unserer W a l p u r g i s k i r ch e an seiner

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Hans Stuck im Motorboot.

Der zweifache deutsche Meister Hans Stuck ver- llauscht seinen Auto-Union-Rennwagen für kurze Zeit mit dem Motorboot und greift auf dem Starn­berger See den Weltrekoich der 800-k^-Klasse an. Jnhaher dieses Rekordes ist der Italiener Cattaneo mit 150 km/st. Das Boot, mit dem sich Hans Stuck | lvuf die Rekord fahrt begibt, ist eine Sonderkonstruk- { Sion. Der Motor ist ein alter Bekannter von Stuck, Der 5,5-Liter-Motor des Auto-Umon-Rennwagens Der 750-k§-Formel. Mit diesem Motor hatte Bernd Rvsemeyer im Oktober 1937 zum erstenmal die 400- lkm/st-Grenze im Rennwagen überschritten.

Spandau oder Kreuznach.

Deutsche Vasketballmeisterschast in Hamburg.

Am Wochenende wird in Hamburg die erste deut­sche Meisterschaft im Basketballspiel entschieden. Äon den 17 Gaumeistern, die zu Beginn des Mo­nats vier Gaugruppen-Turniere bestritten, sind die Meister der Gaue Brandenburg, Mittelrhein, Nord- imark und Bayern übriggeblieben, die nun am ^»amstag und Sonntag in der Hansestadt um den Titel kämpfen werden. Als Favoriten werden der Luftwaffen-SD. Spandau und der Tv. Bad Kreuznach angesehen, die eine ganze An­zahl von Nationalspielern in ihren Reihen haben, sicher darf man aber auch vom T v. Sims« oüttel und von Jahn München sehr gute Leistungen erwarten, und es wäre keine allzu große Ueberraschung, wenn der Titel in Hamburg bliebe nder in die Hauptstadt der Bewegung entführt würde.

In der Vorentscheidung bestreiten am Samstag- | »bend Spandau und Eimsbüttel den ersten und . Kreuznach und München den zweiten Kampf. Am Sonntag kämpfen die Unterlegenen der Vorschluß- -unde um den dritten Platz, während die Sieger den Lndkampf um die deutsche Meisterschaft bestreiten.

Deutsche Fußballmeisterschaft

Acht Grotzkämpfe am kommenden Sonntag.

Die Endrundenspiele um die deutsche Fußball- Meisterschaft werden am Sonntag mit einer vollen Runde fortgesetzt. Es stehen diesmal 16 Gaumeister im Kampf, während die restlichen zwei in der unter- wtlten Gruppe 2 zwangsläufig pausieren müssen. Der Spielplatz lautet wie folgt:

Gruppe 1.

Hamburg: Hamburger SV. VfL. Osnabrück; Allenstein: Hindenb.AllensteinBlauweiß Berlin.

Gruppe 2a.

Düsseldorf: Fort. Düsseldorf Viktoria Stolp. Gruppe 2b.

Bamberg: 1. FC. 05 Schweinfurt Dresdner SC. Gruppe 3.

Stuttgart: Stuttq. Kickers DfR. Mannheim; Halle: SV. 05 Dessau Ad mir a Wien.

Gruppe 4.

Frankfurt: Wormatia Worms Schalke 04; Lasset: SC. 03 Kassel V./R. Gleiwitz.

In der Gruppe 1 wird man beide Kämpfe als tscht offen bezeichnen müssen. In Hamburg liegt Mar ein Erfolg des HSV. näher als ein Punkt- acroinn der Osnabrücker, aber der Niedersachsen­meister pflegt seine besten Leistungen mit der Klasie hes Gegners zu steigern. Der Ostpreußenmeister hat h den letzten Wochen so gute Spiele geliefert, daß man ihm auch gegen die Berliner Siegesaussichten linräumen muß. . . .

Das einzige Spiel der Gruppe 2a wird der .Düsseldorfer Fortuna zwei weitere Punkte ein- hringen, dagegen ist es ungewiß, wer den Kamps um die Führung in der Gruppe 2b zwischen Schweinfurt und Dresden, der auf neutralem Platz in Bamberg ausgetragen wird, siegreich besteht.

der Gruppe 3 sind Admira Wien und BsR. Mannheim die Favoriten, aber wir glauben, datz i e Wiener eher in Halle bestehen werden als die Mannheimer in Stuttgart; In der Gruppe 4 wird d"r Südwestmeister Wormatia Worms dem deut- shen Altmeister Schalke 04 sicher einen großen Stampf liefern, aber zu einer Ueberraschung wird e» wohl kaum kommen. Drelleicht gelingt das dem 5>esfenmeister gegen Vorwarts/Rasensport Gleiwitz, aber auch hier nimmt der Gast die Favoritenstellung en!

daß die Sache nicht genügend geklärt ist, und es erging Beschluß: 1. Die Sache wird abgesetzt; 2. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten wird vorläufig aufgehoben.

I. B. in Bad-Nauheim wurde beschuldigt, am 13. Februar 1939 durch eine unzüchtige Handlung Aergernis erregt und dadurch eine andere Person beleidigt zu höben. Die Oeffentlichkeit wurde für die Dauer der Verhandlung ausgeschlossen. Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit erging Urteil: Der Angeklagte wird zu einer Gefängnis­strafe von einem Monat verurteilt. Straf­erschwerend kam eine Vorstrafe wegen Rafsenschande in Betracht.

Aus der engeren Heimat.

GeneralseldmarschaU Göring Ehrenpate.

LPD. D a r m st a d t, 11. April. Generalfeldmar­schall Hermann Göring hat bei dem zehnten Kind Emma Karin der Eheleute Konrad Tliehl in Roßdorf die Ehrenpatenschaft übernommen und den Eltern die Urkunde und ein Ehrengeschenk über­mittelt.

Wiederherstellung de« Turmes der Walpurgiskirche.

DfB.-Aeichsbahn Gießen. Reichsbahnsporlverem 06 Betzdorf I gegen VfR.-Reichsbahn I 7:2 (5:1).

Eine in dieser Höhe unverdiente Niederlagte muß- t n die GruwWeißen am zweiten Feiertage m Betz- dvrf einstecken. Das Spiel gegen Union 2UederraS hatte der Elf doch sehr zugesetzt, dazu kam noch, daß

älligen Elfmeter schoß er selbst zur Führung ein. Aber im Gegenzug stellten die Gäste das Endergeb­nis her.

Nach dem Spiel am Karfreitag reifte man mit gemischten Gefühlen am 1. Feiertag nach Fried­berg, um gegen die Reserve des VfB. ein Rückspiel auszutragen. Was niemand erwartet hatte, ist ein- getroffen: Die Spvgg. siegte zum ersten Male auf dem Friedberger Burgfeld.

Leihgestern hatte Anstoß und belagerte sofort das Tor der DfBer. Doch dauerte es zehn Minuten, bis Krick seine Mannschaft in Führung brachte und wenig später erhöhte derselbe Spieler auf 2:0. Nachdem der Friedberger Hüter einen Ball zu chwach abgewehrt hatte, stand Krick zur Stelle und köpfte das Leder zum 3. Tor ein. Jetzt wurden die Friedberger warm und merkten, daß die Gäste sich etwas vorgenommen hatten. Keßler, der sich immer noch in feiner Form befindet, verkürzte auf 3:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Nach der Pause sah man verteiltes Feldspiel und Keßler schloß eine feine Kombination mit dem 2. Friedberger Treffer ab, dem kurze Zeit später durch Margraf der 3. folgte. Jetzt erschien Krick wieder, der kurz nach der Pause leicht angeschlagen den Platz verlassen mußte. Schäfer und Funk, die immer wieder die Angriffe einleiteten, spielten sich chön durch und ein Schuß von Funk von der Strafraumlinie aus ging unhaltbar in die rechte obere Ecke zur erneuten Führung für die Gäste. Bis zum Schluß war dann Krick noch zweimal erfolgreich, so daß die Dlauweißen einen 6:3-Sieg errangen.

Am 2. Feiertag trat zum ersten Male die Jugend­mannschaft auf den Plan. Gegner war die Jugend der Turn- und Sportgemeinde Garbenteich, die die Gruppenmeisterschaft errang, und demzufolge auch mit um die Bannmeisterschaft spielt. Was niemand erwartete, ist eingetroffen. Die mit 10 Mann spie­lenden Blaumeisten schlugen ihren Gast mit nicht weniger als 8:2 Toren.

Klein-Linden I Großen-Linden I 5:3 (2:3).

Die beiden Mannschaften lieferten ein schönes Spiel. Klein-Linden trat in stärkster Aufstellung an und zeigte sich von seiner besten Seite. In der zehn­ten Minute konnte der Mittelstürmer der Gastgeber einen von rechts gegebenen Eckball unhaltbar für den Torwächter der Gäste zum Führungstreffer ver­wandeln. Großen-Linden strengte sich nun mächtig an, konnte wenige Minuten später ausgleichen und kurz darauf mit einem scharfen Torschuß unter der Torlatte in Führung gehen. Doch bald kam der Aus­gleich: Der Halbrechte der Gastgeber verwandelte eine schöne Flanke des Linksaußen durch wunder­bares Kopfspiel zum zweiten Tor für Klein-Linden. Großen-Linden konnte aber vor Halbzeit noch ein­mal einsenden.

Das während der ersten Halbzeit gehaltene scharfe Tempo wurde auch während der zweiten Halbzeit durchgeführt. Gleich zu Anfang gelang es den Gast­gebern, ein drittes und viertes Tor zu erzielen. Nach längerem Geplänkel vor dem Klein-Lindener Tor, bei dem der jugendliche Torwächter der Gast­geber sich von der besten Seite zeigte, gelangte der Ball über die Mitte, wurde vom Mittelstürmer nach vorn getragen und nach sauberer Kombination zum Halbrechten von diesem eingeschossen.

Am 1. Feiertag trat die Jugend gegen die gleiche des Vereins von Garbenteich zum Freundschafts­spiel in Klein-Linden an. Das Spiel endete 1:1 (0:1) und wurde gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit vom Schiedsrichter abgebrochen.

Die Handballabteilung der Turner spielte am zweiten Feiertag gegen die Jugendhandballabteilung von Heuchelheim und gewann dort mit 6:5 (2:3).

Hoher deutscher Boxsieg.

Polens Nachwuchs unterlag 4 : V

Zu einem prächtigen Erfolge tarn der deutsche Amateurboxsport im ersten Länderkampf der Nach­wuchsboxer gegen Polen, der am zweiten Dfterfeier« tag im gut besuchten Posener Zirkus Olympia aus- getragen wurde. Deutschland siegte in diesem Tref­fen, in dem auf beiden Seiten nur solche Kämpfer teilnehmen konnten, die noch nicht Landesmeister gewesen sind, nicht die Farben ihres Landes ver­treten haben und nicht älter als 21 Jahre waren, im Gesamtergebnis mit 12:4 Punkten. Die vier Punkte der Polen wurden durch unentschiedene Kämpfe im Fliegen-, Bantam-, Leicht- und Halb­schwergewicht erzielt. Nach Punkten siegten die beiden Deutschen Norek (Gladbeck) und Räschke (Hamburg), während Kubiak (Herne) in der dritten Runde durch Abbruch wegen zu großer Ueberlegenheit gewann und der Oldenburger t c n Hoff den Schwergewichtler Dreßler zu Beginn der dritten Runde zur Aufgabe zwang.

Oie Arado-Werke.

Die Arado-Werke in Warnemünde haben ebenso wie alle anderen Flugzeugwerke nach 1933 einen gewaltigen Aufschwung genommen. Sie haben bereits eine Reihe von Filialbetrieben er­richten müssen, um alle Aufträge erfüllen zu können. Die Arado-Werke sind eine Vorkriegseinrichtung. 1911 wurden sie als Zweigniederlassung der Firma Flugzeugbau Friedrichshafen G. m. b. H. gegründet. Das Unternehmen wurde während des Krieges eine starke Stütze unserer Marinefliegerei. Nicht weniger als 40 v. H. aller Seeflugzeuge baute der Flugzeug­bau Friedrichshafen, Zweigstelle Warnemünde. Es kam Versailles und auch in Warnemünde mußte alles zerschlagen und abgebrochen werden. Man stellte sich auf die Fertigung von industriellen Er­zeugnissen des täglichen Bedarfs um. Dann inter­essierte sich Stinnes für die Werke zu einer Zeit, als man wieder an einen Flugzeugbau in be­schränktem Umfange denken konnte. Stinnes taufte die Werke Arado. Dieses Wort stammt aus einem Telegrammkode der Firma Stinnes für den Ver­kehr mit Südamerika. Es heißt auf deutsch: Pflug. Gebaut wurden aber Pflüge zum Durchfurchen der Luft. 1926 brachte man ein Schnellflugzeug her­aus, auf das vierzehn Bestellungen einliefen. Da­mit aber war der erste Anlauf schon wieder zu Ende. Man mußte Ausschau nach anderen Existenz­möglichkeiten halten. Die Hauptsache war jedoch, die alte Kriegsbelegschaft immer wieder zusammen- zuhalten. Denn einmal mußte der Augenblick kom­men, wo es galt, ohne Schwierigkeiten die Ar­beiten für den Wiederaufbau einer deutschen Luft­waffe in die Hand zu nehmen. 1927/28 brachte man eine Verkehrsmaschine heraus, die auch bei der Luft­hansa Eingang fand. Weitere Jahre gingen ins Land. Dann aber kam der große Aufbruch. Auch die Arado-Werke gingen in die Front der für die Luftwaffe arbeitenden Werke ein'. Man baute zu­nächst Schulflugzeuge für den militärischen Betrieb. Lange Zeit hindurch wurden die deutschen Flug­zeugführer auf Arada-Maschinen geschult. Heute ge­hören die Arado-Werke mit zu dem industriellen Fundament, auf dem unsere Luftwaffe ruht.

Wirtschaft.

Rabattgewährung beim Butterverkauf.

FWD. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat kürzlich entschieden, daß die Rabattgewährung beim Butterverkauf ein Teil der Za-Hlungsbedingun- gen ist. Diese Zahlungsbedingungen sind aber mit den durch die Verordnung vom 12.10.1938 fest­gelegten Preisen nicht hinfällig geworden, sie unter­liegen nach wie vor der Preisstopverordnung. Ohne Ausnahmegenehmigung kann daher ein bisher ge­währter Rabatt nicht gestrichen werden, für die Ge­währung von Ausnahmegenehmigungen sind die Preisbildungsstellen zuständig.

Bolksbank Büdingen, e. G. m. b. H., Büdingen.

FWD. Der Gesamtumsatz ist weiter auf 27,68 (26,9) Millionen Mark gestiegen. Die Zahlungsbe­reitschaft ist gut und beträgt 28 v. H. der Gesamt­verbindlichkeiten. Durch Anleihezeichnungen stieg der eigene Wertpapierbestand um 0,04 auf 0,088 Millio­nen Mark. Ausleihungen in laufender Rechnung, Hypotheken und Kaufgelder erhöhten sich auf 0,796 (0,772) Millionen Mark. Spareinlagen erhöhten sich bei 0,185 Zu- und 0,156 Millionen Mark Abgang ebenfalls weiter, so daß die Gesamteinlagen jetzt 0,905 (0,853) Millionen Mark betragen. Aus 9 552 Mark Reingewinn werden 5 v. H. Dividende verteilt. Die Mitgliederzahl stellte sich Ende 1938 auf 433 (440).

Rhein-Mainische Börse.

INillagsbörse zurückhaltend.

Fra n sfurt a. M., 11.April. Nach der mehr­tägigen Unterbrechung durch die Osterfeiertage er­öffnete die neue Börsenwoche in sehr ruhiger Stim­mung. Kundenaufträge lagen fast keine vor, und die Kulisse zeigte Zurückhaltung, so daß die Umsatz­tätigkeit sich in engsten Grenzen hielt. Die Kurse bröckelten überwiegend ab, soweit der Aktien­markt in Betracht kommt. Montanaktien lagen durchweg etwa 0,50 v. H. abgeschwächt, so Hoesch 108,50 nach 109, Mannesmann 112 nach 112,50, Rheinstahl 137,50 nach 138. Maschinenwerte an­fangs nicht notiert. Von Chemiewerten lagen JG- Farben unverändert mit 150,65, ebenso Deutsche Erdöl mit 127,25. Elekroaktien überwiegend schwä­cher, AEG. (116), Gesfürel (137,25) und Lechwerke (99,75) je 0,75 v. H. niedriger, Mainkraft gut be­hauptet mit 89,50. Von Einzelwerten geben Westd. Kaufhof um 1 vH. auf 105 nach. Conti Gummi dagegen noch weiter gesucht und 0,50 v. H. ge­steigert auf 217,15. Allg. Lokal verloren 1,50 v. H.

Das Rentengeschäft 4ag ruhig. Altbesitz des Reichs mit 131,75 um 0,50 v. H. höher, Reichs­bahnvorzüge wenig verändert, von den im Frei­verkehr gehandelten festverzinslichen Werten waren späte Schuldbuchforderungen unv. 99,50, Kommu­nalumschuldung 93,55 (93,65), 4 v. H. Rentenbank- ablös. unverändert. Don Industrie-Obligationen wa­ren Gelsenberg etwas gehandelt zu 100,40, Farben- bonds mit 122,75 (123,50) etwas billiger umgesetzt. Bon Stadtanleihen gewannen 4,50 v. H. Frankfurt v. 26 ca. 0,25 v. H., 4,50 v. H. Mannheim 26 oer- lören 0,50. 4,50 v. H. Mainz 28 wurden 0,25 v. H. höher bezahlt, sonst unverändert. Goldkommunal-, Goldpfandbriese und Liquidationspfandbriefe hatten etwas Geschäft bei unv. Notierungen.

Der Freioertehr lag ruhig, Dinglcrmerfc 0,25 d.5). höher genannt, Growag ca. 85 nach 84, Ufafilm ca. 8080,50. Tagesgeld uno-Tänbert 2,25 v. H.

Abendbörse sehr still.

Die Abendbörse verkehrte in weiter sehr stiller Haltung. Zumeist ergaben sich zum Mittagskurs­niveau in Anpassung an die Berliner Schlußkurse weitere Kursabschläge, doch waren die Notierungen meist Geld. Von Verkehrswerten hörte man AG. Verkehr unverändert, von Elektroaktien lagen AEG. mit 115 G nochmals 0,50, Lahmeyer mit 113 sogar 2 v. H. niedriger. Von Montanen gaben Verein. Stahl nochmals 0,50 auf 104,50, Demag um 1 auf 147 G nach. Adlerwerke konnten dagegen 0,50 v. H. auf 108,50 anziehen. Bayer. Motoren unverändert 148,50. Dt. Linoleum gaben 0,25, Farbenind. 0,40 v. H. (auf 149,65) nach. Scheideanstalt, DDM. und Metallgesellschaft kaum verändert und gut gehalten. Es notierten u. a. Reichsbank 179,25, Buderus 105, Mannesmann 110,75, MAN. 141, Daimler 137,50, Gesfürel 136, Holzmann 149,50, Schrift Stempel 90,50, Zell Waldhof 122,75, Farbenbonds 122,75, Kommunalumschuldung 93,55.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Borauftrieb: 826 Kälber, 35 Hämmel, 65 Schafe, 3567 Schweine. Es kosteten: Kälber 32 bis 65 Mark, Hämmel 36 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittel.

Rundfunkproqramm

Donnerstag, 13. April.

5.50 Uhr: Bauer merk' auf! 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das Leipziger Rundfunk­orchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt die Tanzkapelle des Reichssenders Königsberg. 9.30: Nur Koblenz-Trier: Nachrichten. 10: Schulfunk. Volksliedsingen, Lieder­blatt 1. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nach­richten. 14.10: Auf gut Glück! Improvisiertes auf Schallplatten. 14.45: Für unsere Kinder: Kükenlauf am Wasser. Unsere Kinder basteln ein Würfelspiel. 16: Nachmittagskonzert. Klänge aus deutscher Land­schaft. Einlage: 17 bis 17.10: Neuerscheinungen hes­sischer Heimatliteratur (II). Volkstums- und Heimat­forschung in Kurhessen. 18: Aus Arbeit und Beruf: 1. Aktuelle Nachrichten. 2. Wenn die Vorstrafe be­kannt wird... 3. Rat und Hilfe für die berufstätige Frau. 18.30: Schöne Chorgesänge. 19: Aus der Ju­gendbewegung Adolf Hitlers. Aus der Arbeit der Flieger-Hitler-Jugend. Es spricht der HJ.-Verbin- dungsführer der NSFK.-Gruppe 11, Stammführer Ender. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Gibt's Schöneres im Leben als anderen Freude geben?.' Sie spenden mir senden fürs WHW. (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. Aus­führung: Das kleine Orchester des Reichssenders. 22: Nachrichten. 22.15: Unsere Kolonien: Adolf Lüderitz. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert.